Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

Reisebericht 156 Antworten · 25,7k Aufrufe · gestartet 16. März 2016 von BerLin
663 Beiträge · seit 201516. März 2016 · #21
Topobär schrieb:Der Sinn des Reisens ist nicht, die einheimische Bevölkerung zu unterstützen. Der Sinn des Reisens ist andere Kulturen, Landschaften etc kennenzulernen.
Da kommt es eben sehr auf den Punkt aus, von dem man es betrachtet. Aus Sicht vieler Länder ist Tourismus eben einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Namibia gehört meines Wissens dazu.
Wer die einheimische Bevölkerung unterstützen will, sollte sein Geld den diversen im Land tätigen Hilfsorganisationen spenden. Dann kommt wesentlich mehr von dem Geld bei den Bedürftigen an, als wenn man in einer Luxuslodge übernachtet. Da lügen sich die meisten doch nur selbst was vor, um das eigene Gewissen zu beruhigen, in einem armen Land in größerem Luxus zu leben als zu hause.
Entwicklungshilfe ist auch so ein Thema. Ohne es groß diskutieren zu wollen, aber einen recht aktuellen und sehr interessanten Kommentar zu dem Thema möchte ich an der Stelle kurz verlinken ohne weiter darauf eingehen zu wollen. Lohnt sich aber wirklich zu lesen und auf der Basis genauer darauf zu achten, an wen man spendet:
http://www.sueddeutsche.de/politik/gastkommentar-entwicklungshilfe-neu-denken-1.2810915
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
33,1k Beiträge · seit 200616. März 2016 · #22
OFF TOPIC
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Hi Topobär,

kennst Du den Ausgangsthread? Sie bezeichnete selbst Russen als notorische Gesetzesübertreter. Das kam nicht von mir oder uns. Und ich finde es weiterhin einfach kläglich, gerade so ein Foto reinzustellen. Denn genauso verhält man sich dann vielleicht in vielen Lebenslagen. Und man ist Gast in einem Land, da sollte man schon etwas "zurückhaltender" auftreten, wie ich finde.

Hi Tomcat,
Sie macht halt etwas anderes als der ganze Dachzelt Mainstream der jedes Camp schon ein Jahr vorher bucht und sich dann über Monate mit Mietwagenversicherungen beschäftigt
richtig, und ich habe auch nichts gegen BerLins Art zu reisen... aber dann auch noch zu behaupten, dass diese Art dem Land viel mehr bringt, da man arme Menschen nicht ausnutzt (dadurch, dass ma in teuren Lodges übernachten?!), denn Geld hilft ihnen eh nicht, ist einfach lächerlich und entbehrt jeglicher Grundlage.

So, nun zurück zum Reisebericht 🙂

Viele Grüße aus dem stark bewölkten Windhoek
Christian
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7'272 Beiträge · seit 200616. März 2016 · #23
Hallo Lina,

Danke, dass Du einen Reisebericht einstellst. Ich bin gespannt darauf, was und wie Du es erlebt hast. Ich persönlich finde, dass es absolut gut tut, wenn jemand mal etwas ausserhalb der Norm macht und auch darüber berichtet.

Wieso dass man sich gleich über so ein Foto aufregen muss, verstehe ich nicht ganz. Ich finde das eher witzig. Nur, weil man das Foto gemacht hat, bedeutet das ja noch keineswegs, dass man da auch ein Auto angehalten hat.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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2'516 Beiträge · seit 200916. März 2016 · #24
Hallo,

als jemand, der im Vorfeld der Tour auch einige Bedenken und Zweifel angemeldet hat, freut es mich, dass du nun nach Vollzug einen Bericht schreibst.
Im Vorgängerthread habe ich mich hinten raus wieder zurück genommen, weil mir der Ton zu hitzig und die Angriffe zu persönlich geworden sind. Das scheint sich leider zu wiederholen. Schade.
Ich warte nun einfach mal, was du so über deine Erfahrungen zu berichten weisst.

Die Debatte um Regelübertretungen ist müssig, ob es allerdings sonderlich klug ist, so ein Foto zu veröffentlichen, ist eine andere Frage. Ich hätte es nicht getan. ( Aber ich trampe auch nicht durch Namibia ).

BerLin, lass dich nicht entmutigen, ich bin gespannt auf völlig neue Eindrücke.

viele Grüsse,
fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
4'129 Beiträge · seit 200816. März 2016 · #25
Hallo, ihr herzzerreißend Reiseberichtzerreißende,

ich möchte euch bitten, diesen Reisebericht nicht zu zerfleischen.

Egal, wie die Diskussion im alten Thread war, da ging es doch garnicht um das übliche Trampen an sich (gut für einige schon, die sich sowas nicht vorstellen können).

Bitte,
lasst BerLin hier einfach weiterschreiben, ohne jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, sie ist jung und streitbar.
Und: Es ist IHR Reisebericht!

Ich kann nichts "Schlimmes" entdecken, bei dem, was BerLin geschrieben hat.
Und wenn ich was blöd fände, würde mir schon der Respekt für ihre Mühe verbieten, mich hier in ihrem Bericht zu zanken!
Sowas macht auch keiner bei anderen Reiseberichten! Auch wenn die Meinungen häufig ziemlich kraus sind, die da geäußert werden...

Gruß lilytrotter







PS: fehlt nur noch, dass sich hier irgendwelche Semiprofis mit "Gegendarstellungen" 🤢 melden, so wie bei meinem Angolabericht.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
2'535 Beiträge · seit 200716. März 2016 · #26
Namibia-Neuling schrieb:
Topobär schrieb:Der Sinn des Reisens ist nicht, die einheimische Bevölkerung zu unterstützen. Der Sinn des Reisens ist andere Kulturen, Landschaften etc kennenzulernen.
Da kommt es eben sehr auf den Punkt aus, von dem man es betrachtet. Aus Sicht vieler Länder ist Tourismus eben einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Namibia gehört meines Wissens dazu.
Und deshalb sind alle, die nach Namibia reisen, verpflichtet, ihren großen Beitrag dazu leisten?
Sorry, aber das sehe ich nicht so.
Ich bin auch viel in Europa, vor allem in Südosteuropa unterwegs, mit meinem eigenen Fahrzeug, Equipement und lasse - ausser Tanken und Lebensmitteln - auch wenig Geld dort. Nicht, weil ich es mir nicht leisten könnte, sondern weil ich die Art des Reisens mag. Vor allem jüngere Menschen können sich allerdings viele Dinge einfach nicht leisten, sollen die jetzt von derartigen Reisen ausgeschlossen werden?

Ich freu mich, dass ich mir in Namibia einen 4x4 Wagen mit Dachzelt leisten kann, eine Lodge-Tour (beispielsweise wie jene, die vor kurzem hier zum "Verkauf" angeboten wurde) kann und will ich mir allerdings auch nicht leisten. Bin ich deswegen jetzt ein schlechterer "Tourist" als jene, die zu zweit in drei Wochen 10.000 Euro ausgeben? Oder Wolfgang, der bei seinen Rad-Touren wahrscheinlich auch nur einen Bruchteil an Geld im Land lässt.

Und dass man mit einer Art zu reisen, wie es BerLin hier gezeigt hat, viel enger und näher mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt kommt, ist auch Tatsache.

Lasst die Menschen doch reisen, wie sie wollen, es schreibt ja den Lodgehoppern auch niemand vor, wie sie unterwegs sein sollen...

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
2'462 Beiträge · seit 200616. März 2016 · #27
Hallo Berlin,

Ich freue mich, dass Ihr gut zurückgekommen seid und Euch der Urlaub gefallen hat. Hoffentlich schreibst Du bald weiter, denn Deine Art zu Reisen ist sehr interessant und mit den vielen Lifts hattest Du sicher viele nette Kontakte zu den Einheimischen.

Ansonsten möchte ich mich Lillytrotter anschließen - wenn einem die Art zu reisen nicht gefällt, kann man das ja auch mal für sich behalten. Hinweise, man ließe beim Trampen zu wenig Geld im Land finde ich echt befremdlich. In welchem Reisebericht von Campern wird denen denn vorgeworfen, sie sollen mal lieber Lodgetourismus machen, das bringt dem Land mehr Einnahmen? 😗

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
663 Beiträge · seit 201516. März 2016 · #28
Um eines klar zu stellen: Mir persönlich geht es nicht um die Art und Weise wie hier gereist wurde. Mir geht es einzig um die Darstellung.
Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 · #29
Danke für die Unterstützung und die Kritik!
Wir hatten übrigens unseren ursprünglichen Reiseplan geändert: am Anfang dachten wir, dass wir im Februar-März nur die Mitte und den Norden des Landes bereisen und dass Anton und Anna dann alleine ab Mitte März in den Süden fahren. Es war aber zu heiß (5 Grad wärmer als den Reiseberichten zufolge), und meine Reisepartner haben ihre geplante Aufenthaltsdauer um einen Monat verkürzt. Dafür haben wir in einem Monat das ganze Land von der Mitte aus bis ins hohe Norden und bis in den weiten Süden bereist.
Das sind die von mir erwähnten Damane, auf Deutsch heißen die Schliefer (ich kannte leider nur den russischen und den hebräischen Namen):
https://de.wikipedia.org/wiki/Schliefer
Die haben wir am Waterberg Plateau gesichtet, die schienen keinerlei Angst vor Menschen zu haben.
Spanien hat seinen Landesnamen übrigens auch den Schliefern zu verdanken:
"Da Schliefer in Palästina allgegenwärtig sind, werden sie auch in der Bibel immer wieder erwähnt. Das hebräische Wort shaphan übersetzte Martin Luther mit „Hase“ und „Kaninchen“.[52] Diese Bezeichnung irritierte lange Zeit auch sprachunkundige, aber naturkundige Europäer, da weder Hasen noch Kaninchen Wiederkäuer sind, wie es die Stellen in Leviticus und Deutoronomium zu den Speisegeboten behaupten.

Erst die Revision der Lutherbibel von 1984 ersetzte die Bezeichnung „Hase“ durch das auch nicht ganz eindeutige „Klippdachs“. Durch seine Ähnlichkeit mit dem Kaninchen kam es teilweise zu Verwechslungen: Der „Shapan“ Spaniens erhielt vermutlich daher seinen Namen. Die Phönizier hielten einer gängigen Hypothese zufolge dort gesichtete Kaninchen für Schliefer und gaben der iberischen Halbinsel den Namen „I-Shapan-im“ (Land der Schliefer), was zum lateinischen Namen „Hispania“ führte. Die namensgebenden Tiere haben aber nie dort gelebt."
Poetisch waren meine Reiseberichte auf Facebook wirklich - wir haben sogar zwei Reisegedichte geschrieben, darunter ein großes Poem über Opuwo 🙂
2'535 Beiträge · seit 200716. März 2016 · #30
Hallo BerLin,
BerLin schrieb:So, nach 32 Tagen bin ich nun wieder in der Stadt, in der es schneit. Zurück aus dem Land, in dem einige nicht mal an Schnee glauben.
Freut mich, dass ihr heil wieder zurück seid.
BerLin schrieb:Die meisten Fotos habe ich noch nicht bearbeitet, bitte daher für ein richtiges Reisebericht um etwas Geduld.
Wäre fein, eine ausführlichere Version deiner Geschichte samt (sicher auch interessanten) Fotos zu lesen.

In Summe bestätigt es wieder das alte Zitat: "Alle sagten: Es geht nicht. Da kam einer, der das nicht wusste und tat es einfach."...

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
1'667 Beiträge · seit 201116. März 2016 · #31
Hallo Lina,

danke für die Kennzeichnung als Reisebericht. Dein Bericht interessiert mich durchaus, auch wenn ich vielleicht nicht immer Deiner Meinung sein werde. Aber dazu soll ein Reisebericht ja da sein, auch mal eine andere Sicht der Dinge zu sehen.

Aber mit all den Kommentaren wird es mir dann zu lang zum Lesen 😄

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 · #32
Ein kleines Gehalt oder ein gekauftes Schmuckstueck traegt dazu bei, dass man Essen auf den Tisch bring, eine Arztrechnung bezahlen
Staatliche Medizin in Namibia ist übrigens für alle Einheimischen kostenlos, jeder kann ärztlich behandelt werden, ob reich oder arm.
6'369 Beiträge · seit 201116. März 2016 · #33
Hoi Lina

Das dürfte ein interessanter Reisebericht werden, auch wenn ich sonst Namibia-Berichte kaum mal lese da ich eher im östlichen Afrika unterwegs bin.
Aber trampend durch ein afrikanisches Land klingt schon spannend! 🤩
Und so tramp ich halt bei Euch mit! 😉 😄 😎

Und wenn jemandem Dein Reisebericht, Deine Schreibweise oder Deine Art des Reisens nicht passt soll er doch einfach nicht mitlesen... 😗
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
319 Beiträge · seit 201216. März 2016 · #34
Hallo BerLin, schön daß es doch ganz gut geklappt hat auf deiner Reise. Bin schon gespannt auf deine Eindrücke. Ich hatte dich ja gewarnt, daß Touristen wohl in den seltensten Fällen anhalten werden - schön, daß die Einheimischen aufgeschlossen sind, einen Lift zu geben. Ich habe ja auf meiner Reise auch Einheimischen öfters einen lift gegeben und die waren immer komplett überrascht.

Ansonsten hat TopoBär ja schon seine Meinung zur aufkommenden Diskussion gegeben und ich kann da nur vollkommen zustimmen.

Reisen ist nicht unbedingt dazu da, viel Geld auszugeben. Es geht wirklich darum andere Kulturen und Weltsichten kennenzulernen. Und nicht nur das, auch die Einheimischen haben viel Interesse und Freude, sich mit Menschen aus anderen Kulturen zu unterhalten. Das hilft auch ihnen, Dinge mit einem anderen Blickwinkel zu sehen. Auf meinen Reisen mit Rad und Rucksack habe ich gerade von ärmeren Leuten oftmals herzliche Gastfreundschaft erfahren - und das heißt nicht immer, daß man selber nicht auch über seinen Schatten springen muß. Für den Gast wird dann oftmals das "beste" Essen aufgetragen - das heißt z. B. auch Fleisch, weil man dem Gast ja das Beste bieten möchte.Viele in diesem Forum würden das Essen nicht einmal anfassen, weil es sandig ist, die Hütte extrem ärmlich aussieht (und damit die Vorstellung ist, daß das Essen nicht hygienisch ist (was manchmal auch der Fall sein kann - aber selten)) etc. Aber wenn man es ablehnen würde, würde man die Menschen total vor den Kopf stoßen.

Was meint ihr, wie lange diese Menschen von dem Erlebnis zehren, daß ein Ausländer bei ihnen war, die Kinder noch tagelang davon sprechen, daß ein Ausländer mit ihnen Fußball gekickt hat etc. Dies ist für diese Menschen eine unheimliche Bereicherung. Übrigens habe ich in Rußland gerade bei armen Menschen auch extrem viel Gastfreundschaft erfahren - Rußland ist groß. Zu einigen Familien in Afrika und anderen Ländern habe ich auch heute noch Kontakt und habe teilweise dafür gesorgt, daß die Kinder die Schule besuchen konnten. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob man die Bevölkerung mehr unterstützt, wenn man in teueren Lodges absteigt, oder ob man mit den Menschen zusammen Zeit verbringt und über Gott und die Welt diskutiert. Da gehen die Meinungen auseinander - aber beides hat seine Berechtigung.

Hört auf zu meinen, daß nur euere Meinung die Richtige ist. Es gibt eben unterschiedliche Sichtweisen. Und man muß ja den Reisebericht auch nicht lesen, wenn man sich ständig an den Ansichten des anderen stößt - dann ignoriert es einfach.

Laßt BerLin einfach schreiben!
274 Beiträge · seit 200616. März 2016 · #35
Hallo BerLin,

wie viele hier im Forum freue ich mich auch auf Deinen Reisebericht.

Grüße aus dem sonnigen Norden

Frank
3x Südafrika, 5x Namibia, Australien, 5x USA, Canada und in vielen Ländern Europas unterwegs.
zuletzt bearbeitet 17. März 2016
248 Beiträge · seit 201516. März 2016 · #36
Hallo Lina,
Das Arztbesuche kostenlos sind wusste ich nicht, danke fuer die Aufklaerung 🙂 Es war auch nur als Beispiel dafuer gemeint, was eine Frau die selbstgemachten Schmuck verkauft wohl mit dem Geld anfangen koennte (das ist ja eigentlich die von vielen Hilfsorganisationen unterstuetzte "Hilfe zur Selbsthilfe").

So jetzt aber weiter mit dem Bericht bitte 🙂

LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 · #37
Nach der Ankunft in Windhoek wollten wir gleich nach Swakopmund fahren. Wir haben die Zugfahrkarten in die 1. Klasse gekauft, am Ende gab es dort aber keinen Platz und unsere Tickets wurden ausgetauscht - wir haben ohne jegliche Zuzahlung die Fahrkarten bis Walvis Bay in den Schlafwagen bekommen.
Vor dem Zug (der ja erst am Abend fährt) haben wir uns in der Nähe des Bahnhofs ein wenig umgeschaut:

Einheimischer bei der Arbeit:
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Synagoge (Anna und ich sind jüdischer Herkunft, daher haben wir uns für Spuren des jüdischen Lebens in Namibia - auch einige Ortsnamen wie Rosh Pinah, Rehoboth - unheimlich begeistert):
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Eisenbahnmuseum vor dem Bahnhofsgebäude:
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Fahrplan:
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Vor dem Zug:
h812994d.jpg
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
71 Beiträge · seit 200916. März 2016 · #38
Nochmal zum Gesundheitsthema, das interessiert mich auch sehr!
Soweit ich weis ist die Versorgung für Leute die sich keine private Versicherung leisten können oder beim Staat arbeiten staatlich geregelt.
Dennoch ist wohl die größte Hürde die oft sehr weiten Distanzen, nicht jeder Ort hat dazu einen Spezialisten!
Daher muss erstmal ein Lift oder eine Fahrmöglichkeit in den nächsten Ort gefunden werden, was teilweise die größte Hürde darstellt und durchaus auch was kosten kann.
Dann muss man je nach Leiden womöglich noch weiter, um einen Spezialisten aufzusuchen.
Eine Freundin wurde in Namibia krank und musste einmal im Monat 250km weit trampen (sie hatte kein eigenes Auto) um zu den Untersuchungen zu fahren. Jetzt hatte sie aber Glück und konnte sich die Hin- und Rückfahrt mit dem Minibus leisten, das waren jeweils 120Rand+ evtl Übernachtung je nachdem wann der Termin war.
Auch wenn das eigentlich nicht das Thema dieses Threads ist, würden mich weitere Meinungen interessieren!
Gast16. März 2016 · #39
BerLin schrieb:

Staatliche Medizin in Namibia ist übrigens für alle Einheimischen kostenlos, jeder kann ärztlich behandelt werden, ob reich oder arm.
Das ist so nicht ganz richtig.
In den Staatskrankenhäusern kostet die Behandlung nicht viel, aber laut einer ehemaligen Kollegin, die mehrere Male ins Katutura-Hospital gehen musste, ist ein kleiner Betrag zu entrichten. Weiss nicht mehr ob es zehn oder zwanzig Namdollar waren.
Mein Sohn war mal im Centralhospital für eine Schilddrüsenuntersuchung, und ich für einen Ultraschall. Auch hier mussten wir dafür bezahlen, und zwar mehr als die zwanzig Namdollar.

Dazu kommt die lange Wartezeit in den staatlichen Krankenhäusern. Ein Tag ist da nix. Aber Zeit haben die Afrikaner ja.
33,1k Beiträge · seit 200616. März 2016 · #40
OFF TOPIC
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Hi Equilibre,

das stimmt schon, wobei natürlich auch in Deutschland nicht jedes Dorf einen Facharzt für alles haben kann. Mittlerweile gibt es hier zumindest in jeder größeren Ansiedlung eine Klinik mit einer ständig anwesenden Gesundheitsperson oder Krankenschwester. Staatspatienten sind stets auf das staatliche "Weiterleitungs-System" angewiesen, d.h. sie werden, sofern die Klinik nicht helfen kann zunächst an eine Gesundheitszentrum, dann an Distrikt-Krankenhäuser, dann an Hauptkrankenhäuser und dann ans Zentral-Krankenhaus in Windhoek (in dem 99% aller Krankheitsfälle mittlerweile behandelt werden können) weitergeleitet. Zudem dürfen staatliche Patienten nur auf Verweis eines Krankenhauses zu einem Facharzt gehen. Unabhängig davon, machen hier "Hausärzte" (GP) deutlich mehr als z.B. in Deutschland, weshalb auch Privatpatienten selten zu einem Facharzt gehen (außer natürlich Augen + Zähne). Es ist hier üblich, dass ein GP kleine Operationen, Geburten etc. durchführt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!