Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

Reisebericht 156 Antworten · 25,7k Aufrufe · gestartet 16. März 2016 von BerLin
33,1k Beiträge · seit 200626. März 2016 · #141
Hi BerLin,
Sind es denn die Raupen, die später getrocknet und gegessen werden?
so ist es. Mopane-Raupen, hier aber meist (keiner weiß warum) als Mopane-Würmer bezeichnet.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7'296 Beiträge · seit 200626. März 2016 · #142
Hallo Lina,

die von euch fotografierten Mopane-Raupen sind noch ziemlich jung. Später werden sie etwas farbiger.

Die Ruacana-Fälle hatten bei eurem Besuch leider nicht so viel Wasser. Das kann auch ganz anders aussehen dort. Ich habe sie schon mit wesentlich mehr Wasser, aber auch noch trockener erlebt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
272 Beiträge · seit 200826. März 2016 · #143
Sehr interessanter Reisebericht! Normalerweise bin ich ja eher der Bildergucker aber hier lese ich mit Interesse alles.
Danke für den Bericht!
Gruß Dirk
Gast26. März 2016 · #144
Danke BerLin für die Fortsetzungen,
Du hast es vermutlich schon irgendwo geschrieben, könntest du aber bitte trotzdem nochmals erklären, was das "magische Reisezertifikat" denn ist:
Letzten Endes hat uns dort einer davon mitgenommen - wir konnten ihn mithilfe unseres magischen Reisezertifikats aus München überzeugen
Danke und Grüße
zuletzt bearbeitet 26. März 2016
Themenstarter100 Beiträge · seit 201526. März 2016 · #145
Hier unser Reisezertifikat. Dieses wurde von der Chefredakteurin einer befreundeten russischsprachigen Zeitung ausgestellt und sollte nicht nur die Einheimischen freundlich stimmen, sondern uns auch vor Krokodilen, Schlangenbissen, Malaria und gegen Raubüberfälle schützen und hat seine Funktion vollständig erfüllt. Wir haben unsererseits auch die deklarierte Mission erfüllt und in Namibia viele Spuren des russischen Dichters Nikolaj Gumilew gefunden (obwohl er, am Anfang des 20. Jahrhunderts, nicht in Namibia, sondern eher in Äthiopien sowie Zentralafrika gereist war).

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Themenstarter100 Beiträge · seit 201526. März 2016 · #146
Es war eine schöne Zeit in Opuwo (auch trotz Wasserproblemen und nicht funktionierendem mobilem Internet). Nach einer Woche machten wir uns aber wieder auf den Weg nach Süden. Hier sind unsere Abschiedsbilder aus dem schönen nördlichen Aus (Aus ist nämlich die ungefähre Übersetzung von "Opuwo"):
Die schon bekannten Tausendfüßler - nun in der geselligen Runde:

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Einheimischer vor dem Sonnenuntergang:
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Und am frühen Morgen, bevor wir Opuwo endgültig verließen:
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Dieses Know-How zum Transportieren schwerer Säcke (bzw. Rucksäcke) hätten wir uns auch gerne angeeignet:
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zuletzt bearbeitet 26. März 2016
1'250 Beiträge · seit 200926. März 2016 · #147
Hallo BerLIN,

ich habe hier von Anfang an mitgelesen und möchte Euch sagen, dass ich Euren Bericht einfach schön finde, er hebt sich so wohltuend ab von anderen......

Allen anfänglichen "Unkenrufen" zum Trotz bist Du drangeblieben und gibst uns tolle Einblicke in Eure Form des Reisens - Chapeau!!

Vielen Dank und frohe Ostern,

Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
Themenstarter100 Beiträge · seit 201526. März 2016 · #148
(gelöscht, da Doppelposting)
zuletzt bearbeitet 26. März 2016
Themenstarter100 Beiträge · seit 201526. März 2016 · #149
Dieser Tag wurde auf unserer Reise der längste Hitchhiking-Tag: wir haben ca. 1000 km zurückgelegt, von Opuwo bis kurz vor Mariental (wir haben uns zwar vorgenommen, bis nach WIndhoek zu kommen, wollten aber testen, wie weit wir überhaupt an einem Tag per Anhalter kommen und sind etwas weiter gefahren.

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2/3 des Wegs nach Otjiwarongo sind wir im Pickup mitgefahren, das Auto fuhr ca. 200 km/h, hier das Ergebnis:


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Unterwegs hat uns auch mal ein Couchsurfer mitgenommen, an den ich vorher eine Anfrage geschickt hatte: er erkannte uns sofort und hielt an; er arbeitet an einem Bauprojekt 40 km südlich von Keetmanshoop, so weit sind wir mit ihm auch gekommen.
Der letzte Fahrer ließ uns wie gesagt ca. 20 km vor Mariental aussteigen. Wir schlugen unsere Zelte einfach am Straßenrand auf.

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In der Früh hielt vor unserem improvisierten Zeltplatz ein Polizist an. Er erkundigte sich ganz höflich, ob uns die Mücken in der Nacht nicht gebissen haben. Zum Glück war das nicht der Fall, sonst hätte er wahrscheinlich den Revolver aus seiner Tasche gezogen und auf die armen Insekten losgegangen 🙂
zuletzt bearbeitet 26. März 2016
Gast26. März 2016 · #150
Guten Abend BerLin und danke für die Erklärung der Magie…..und sie hat gewirkt!!!!!!!!
Grüße und noch ein OFF TOPIC:
Bei deinem Engagement, ein Land so kennen zu lernen und zu sehen wie es ist, und als Verfasserin ungewöhnlicher Safariberichte...… könntest du diesen lustig finden https://www.youtube.com/watch?v=ASzG4QdriOg
7'296 Beiträge · seit 200626. März 2016 · #151
... hat zwar nichts mit dem Reisebericht zu tun, ist aber ein toller Film.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter100 Beiträge · seit 201530. März 2016 · #152
Danke, den Film schau ich mir an - zumal mich die Begrüßungserkältung erwischt hat (diesmal zwei Wochen nach meiner Rückkehr)!
Der nächste Tag wurde etwas anstrengender: wir musste an einer Position ca. 1,5 Stunden warten, hatten dann am Ende etwas Glück und kamen gegen 5 Uhr abends in Lüderitz an. Im letzten Auto, das uns mitgenommen hat, waren wir zu siebt oder zu sechst. Die letzte Strecke, von Aus nach Lüderitz, war für unsere Begriffe außerirdisch - seltsame Steine, Wüste, Savanne, Strauße und Wildpferde. Die letzteren sollen übrigens die Deutschen nach dem ersten Weltkrieg zurückgelassen haben.
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Abgestiegen sind wir in Element Riders Guesthouse und haben gleich am Abend einen Spaziergang gemacht. Wir wollten noch etwas zum Essen kaufen, aber um 6 machen die Supermärkte in Lüderitz zu, bis auf den portugiesischen Supermarkt. Dort haben wir dann auch ein paar Kekse besorgt und mit unserer Erkundungstour in der Stadt weitergemacht.
Lüderitz macht einen surrealen Eindruck: auf vielen Gebäuden stehen deutsche Namen und meistens eine Jahreszahl bis 1910. Es ist auch sehr windig, so dass ich z. B. Schwierigkeiten hatte, aufrecht zu stehen bzw. zu gehen. Ich hatte das Gefühl, ich bin irgendwo in Deutschland, aber im exportierten Deutschland und tief in der Vergangenheit gelandet. Die Straßen waren am Abend leer, so dass wir auch keine Anzeichen des modernen Lebens sahen.

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Themenstarter100 Beiträge · seit 201506. Apr. 2016 · #153
In unserem Element Riders Guesthouse waren zur gleichen Zeit noch eine Gruppe von jungen Israelis sowie zwei ältere Deutsche. Die letzteren waren mit den Autos unterwegs, jeder mit dem eigenen. Einer ist auf einer längeren (zwei Jahre) Afrikareise, der andere ist passionierter Afrikareisender und fährt seit 25 Jahren jedes Jahr nach Afrika. Wir haben die beiden etwas über ihre Erfahrungen in Afrika gefragt. Anton wollte wissen, ob Gerhard (der seit 25 Jahren Afrikabegeisterte) auf seinen Reisen viele Krankheiten hatte. "Mein Auto hatte viele Krankheiten, ich nicht", sagte Gerhard. Wir haben dann beim weiteren Gespräch festgestellt, dass Gerhard und ich am gleichen Tag mit dem gleichen Flug zurück nach Deutschland fliegen. Was für ein Zufall!
Noch ein spannendere zufällige Begegnung erwartete uns am nächsten Tag: auf einer Straße in Lüderitz sprach uns ein netter älterer Herr aus Deutschland an, und zwar auf Russisch! Hartmut war Russisch-Professor an der Uni Hamburg und ist viel in Russland herumgereist, auch in weniger touristischen Gegenden und kennt das Land wohl besser als die meisten Russen. Wir unterhielten uns kurz und verabschiedeten uns. Am Abend begegneten wir Hartmut jedoch wieder - er sah uns an der Promenade spazieren und hielt an. Er war diesmal mit seiner Tochter unterwegs. Sie waren auf dem Weg zu Diaz Point und nahmen uns mit. Es war so windig, dass man kaum stehen konnte, wir stiegen aber trotzdem zum Diaz-Kreuz auf. Oben war es noch windiger, oh mein Gott!

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Auf dem Rückweg nach Lüderitz erzählte uns Hartmut von dem Traum seiner Kindheit - er will nämlich nach Tiksi reisen, die einsame Siedlung in Jakutien jenseits des Polarkreises. Wir haben ihm versprochen, dass wir uns im unseren Bekanntenkreis erkundigen, wer das Ganze für Hartmut organisieren kann (die Siedlung liegt nämlich in der sog. Grenzzone und als nichtrussischer Staatsangehöriger braucht man für diese eine Sondergenehmigung)
Themenstarter100 Beiträge · seit 201507. Apr. 2016 · #154
An unserem letzten Tag in Lüderitz unternahmen wir einen Ausflug nach Kolmanskop, und zwar auf verschiedene Weisen: während Anna sich ganz zivilisiert eine Genehmigung gekauft hat und mit den Israelis aus unserem Guesthouse mitgefahren ist, entschieden uns Anton und ich für eine Wanderung entlang der Eisenbahngleisen. Wichtig zu wissen ist, dass es in den Dünen bei Lüderitz/Kolmanskop ab Mittag SEHR windig wird, und das wussten wir leider nicht. So sind wir ungefähr fünf Stunden gelaufen, gegen Sand und Wind. Meine Kamera funktionierte nach dem Spaziergang natürlich wieder nicht...

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In der Nähe von Kolmanskop, als wir oben entlang der Gleise wanderten, hielten unten irgendwelche Wachbeamten an. Es fand zwischen uns folgender Dialog statt:
B: Was macht ihr hier?
Wir: Wir machen einen Spaziergang.
B: Aber das hier ist Sperrgebiet, da dürft ihr euch nicht aufhalten.
Wir: Entschuldigung, das wussten wir nicht, war nirgendwo ausgeschildert. Wir sind schon auf dem Weg zurück.
B: Aber das hier ist Sperrgebiet. Wo habt ihr gelaufen, immer entlang der Eisenbahngleise?
Wir: ja, naja, vielleicht ein paar hundert Meter nach links oder nach rechts...
B: Und von wo seid ihr losgegangen?
Wir: Von Lüderitz
B: Warum seid ihr so lange gelaufen?
Wir: Weil wir so lange laufen wollten!
Die Beamten wirkten sehr verwirrt, sie stiegen aus dem Auto und kamen zu uns hoch, wir sind aber weiter Richtung Autobahn gelaufen. Was den armen Beamten passiert ist, wissen wir nicht. Vielleicht haben wir sie aus dem Zeit- und Raum-Kontinuum gerissen. Hoffe, die haben es überlebt.

Kolmanskop
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Anna ist mit hunderten von Bildern aus Kolmanskop zurückgekommen. Ich hatte zwar nicht so viele visuelle Eindrücke, aber ein schönes Sandpeeling bekommen 🙂
Am nächsten Tag werden wir Richtung Aussenkehr aufbrechen...
248 Beiträge · seit 201520. Apr. 2016 · #155
Hallo Lina, wenn Du Zeit zum Schreiben hast würde ich mich sehr freuen zu erfahren wie es weitergeht 🙂

LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
42 Beiträge · seit 201612. Nov. 2016 · #156
Breviceps adspersus (Reenpadda)
96 Beiträge · seit 201512. Nov. 2016 · #157
Liebe BerLin,

jetzt ist schon November und wir warten ungeduldig auf Deinen weiteren Bericht.
Ihr habt mit Eurer Art zu Reisen Namibia intensiver erlebt, als andere es jemals tun werden. Es ist toll, wie Ihr gereist seid. Wir sind dazu schon zu bequem geworden. So ungewöhnlich ist trampen in Namibia aber wohl doch nicht. Wir haben im letzten Jahr, in Keetmanshoop auch einen Tramper gesehen. Leider sind wir nicht in seiner Richtung unterwegs gewesen.

Gruß
Toralf und sein Eheweib Monika
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