Guggu2'261 Beiträge · seit 201116. März 2016 · #141
Lieber Matte, du verstehst es zu begeistern. 😁 🤪
Der Marabu gehört zu den ugly five – und das mit Recht finde ich. Jetzt bringst du Fotos daher die meine Meinung schwanken lässt. 😕 Der Marabu mit dem Frosch im Schnabel – großes Kino. 😛 Der Marabu in seinem Schlafbaum – grandiose Stimmung eingefangen. 🙂
Das Selbstmordhuhn mach mich neidisch, habe ich nie mit Kopf und alle Federn auf einem Foto bekommen. Und pfeif auf dem Gaukler – alles kann man nicht haben – der Schmarotzermilan ist ganzganz wunderbar getroffen.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200916. März 2016 · #142
24. Januar :
Nachts, wir haben schon geraume Zeit geschlafen, wird plötzlich die gesamte Anlage beschallt. Die mittlerweile restlos besoffenen Helden der Kalahari gedenken wohl nun nach Hause zu fahren und wollen das auch allen Anwesenden kundtun, jedenfalls lassen sie ihre Motoren aufjaulen und die Radios sind voll aufgedreht. Was Typen! Eine Schande fürs Geschlecht.
Der nächste Morgen ist Sonntag, und da wir ja kein Gas mehr haben, müssen wir warten, bis der Frühstückstisch gedeckt wird. Also schnappen wir uns die Ferngläser und gehen vorab auf Vogelpirsch. Da wir noch keinen Hunger haben, trinken wir nur zwei Tassen Kaffee, zahlen unsere Zeche, packen ein und fahren das kurze Stück zurück nach Ghanzi. Hier kaufen wir noch Lebensmittel ein, dann versuchen wir, natürlich absehbar erfolglos, unsere Gasflasche füllen zu lassen.
Auf einer ordentlichen Teerpad cruisen wir Richtung Süden. Immer wieder werden wir gezwungen anzuhalten, denn öfters stehen Esel, Ziegen, aber auch Rinder und Pferde mitten auf der Strasse. Und so kommt, was kommen muss. Wir passieren kurz hinter einander die frischtoten Kadaver zuerst einer Kuh, dann eines Pferdes. Hey, hier ist was los. Jeweils runde fünfzig Geier sitzen auf den Körpern und in den umliegenden Büschen. Jedes Mal, wenn ein LKW vorbei röhrt, fliegen alle auf, um umgehend wieder zu landen.
Lappet-faced Vulture-Ohrengeier
schaurig-schönes Spektakel
interessant ist die Interaktion zwischen den Geiern.
deutlich sind die Neuankömmlinge an ihren noch sauberen Hälsen auszumachen.
In Kang fahren wir in den abseits liegenden Ort, aber eigentlich wissen wir, dass wir auch hier kein Gas erhalten werden.
Dann biegen wir Richtung Hukuntsi ab. Hier muss es unlängst geregnet zu haben, denn auf dem Boden kriechen niedrige, gelbblühende Pflanzen, und Gruppen ebenfalls gelbblühender Sträucher, die aus der Ferne an Forsythien erinnern, leuchten uns regelrecht entgegen.
In Hukuntsi tanken wir voll, und im Supermarkt erstehen wir noch einen Sack Holzkohle. Damit sollten wir über die Runden kommen, denn es ist klar, dass es die nächste Woche kein Gas geben wird.
Weiter geht die Fahrt über Zutshwa, der letzten Ortschaft vor dem KTP. Hier erwischt uns ein Gewitterschauer. Schlagartig wird aus der Gravel Pad eine sandige Fahrspur, und ich schalte den Allrad zu.
Schlagartig ändert sich auch die eher langweilige Savanne in eine fast englisch anmutende Parklandschaft. Grosse Bäume, sanfte Hügel, überall wächst ein grüner Grasteppich, und schon bald sehen wir die ersten Tiere. Herden von Tieren. Hunderte Springböcke, dazu vielleicht eine dreistellige Anzahl Gnus sowie geschätzte fünfzig Hartebeester. Wir sind in der Kaa Kalahari Concession Nr.2 angekommen. Was aber auffällt, ist dass die Tiere eine grosse Fluchtdistanz einhalten. Erst später erfahren wir, dass es eine Jagdkonzession ist.
Kalahari at its best.
Eigentlich haben wir vorgehabt, noch bis zum Kaa Gate zu fahren, aber diesen Plan schmeissen wir sofort über Bord, als wir an einen Wegweiser "Name Pan Campsite" kommen. Wir inspizieren den Platz auf einer kleinen Anhöhe mit Blick auf die Pan, auf der Herden von Tieren grasen. Wir sind uns einig, einen schöneren Platz gibt es nicht, der ist unser.
Wir stellen die Zelte auf und buddeln an einer alten Feuerstelle ein Loch, dann entzünden wir ein Kochfeuer. Nebenbei bekommen wir schon Besuch von zwei neugierigen Schakalen.
Stilleben
dank der Wolken erleben wir einen spektakulären Sonnenuntergang.
Name Pan.
was für ein schöner Abend.
wir geniessen den Abendfrieden nach dem langen Fahrtag.
Auch hier singt wieder eine Zwergohreule, und später brüllt ein Löwe, deutlich näher als in Nambwa. Der volle Mond spendet helles Licht, und als das Feuer herunter gebrannt ist, verschwinden wir in den Zelten. Sofort sind die Schakale wieder da und kontrollieren, ob wir nicht etwas für sie übrig gelassen haben. Einer kommt bis auf einen halben Meter an mein Mossinetz, er kann mich aber nicht sehen.
Morgen also, endlich, geht es wieder in den Kgalagadi Transfrontier Park.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201016. März 2016 · #143
fotomatte schrieb: Also schnappen wir uns die Ferngläser und gehen vorab auf Vogelpirsch.
Mist,Mist,Mist 😈 - ich war zu langsam: eben wollte ich fragen, ob euch eure Ferngläser unterwegs abhanden gekommen sind....es wurde schon so lange nicht mehr geglast 😄 !
Ich reib mir ja immer wieder verwundert die Augen ob des satten Grüns in Botswana - kann man als Augustreisende kaum glauben 🙄 . Die Augen gerieben hab ich mir aber auch wegen des Streifenschakals. Dass du den als Botswana-Ersttäter eben mal so abgreifst hab ich verkraftet - aber bei FOTOLICHT???? Wie geht das??? 🤩
Meine richtig schlechte Seite kam übrigens bei diesem Beitrag zum Vorschein:
Als wir über eine Kuppe kommen, sitzt unvermittelt auf kurze Distanz ein ausgefärbter Gaukler perfekt im Licht auf einem weissen Termitenhügel, was für ein Traummotiv. Leider hält er nicht aus, und so bleibt das Motiv ein Traum.
Statt zu denken "Armer Matthias..." rutschte mir doch tatsächlich ein "Na wenigstens nicht auch noch das!" raus 😊 . Du weißt vielleicht, dass ich in Sachen Gaukler ein bisschen empfindlich bin....(auch wenn ich inzwischen auch mal welche sehen durfte - aber ich bin weiterhin der Meinung, dass die Quote bei mir nicht stimmt).
Geier kannst du mir aber zeigen so viele du willst - ich liebe sie und freue mich über jedes Foto - da siegt warum auch immer die Begeisterung über den Neid!
Ach ja - mein Favorit: der Milchuhu vor der Palme - wann sieht man ihn schon mal mit leicht ausgestellten Schwingen? 😘
So, und jetzt schau ich mal, was noch so an Fotos dazugekommen ist im letzten Teil - ich schätze du warst noch nicht fertig...
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200616. März 2016 · #145
Hallo Mathias,
habe ich mich doch nicht geirrt... wir sind uns im nördlichen Nossobtal immer mal wieder begegnet. Wir waren in Grootkolk und ihr wahrscheinlich im Polentswa Camp (denn bis Nossob hättet ihr es um die späte Uhrzeit nicht mehr geschafft...)
und wieder mal sehr schöne Fotos. Da steigt meine Vorfreude schon richtig an. Wir sind in 2 Monaten im KTP und im Kaa-Gebiet und werden ebenfalls auf der "Name Pan" campen. Wir sind die Strecke schon einmal gefahren und waren aufgrund der traumhaften Landschaft begeistert.
...und ich könnte nach diesen tollen Bildern schon morgen los!!!
Liebe Grüße aus Hamburg mit Sonnenschein (hab das 1.mal im Garten gewühlt) Petra
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200917. März 2016 · #147
Ooch Pascalinah, warum hast du dich denn nicht zu erkennen gegeben?
Ich hätte mich gefreut. Mit Polentswa liegst du richtig, denn in Grootkolk habe ich nichts ergattern können, trotz Hobis Notifier. Hoffentlich hat es euch auch so gut gefallen wie uns. 😎
@ Petra : In zwei Monaten, also im Mai. Ist bestimmt sehr schön zu dieser Zeit, und nicht mehr ganz so heiss. Ich könnte auch schon wieder los. Ich habe sogar schon einen fixefertigen Plan in der Schublade. Aber leider... 😣
Danke schön für euren Zuspruch, auch den fleissigen Button-Drückern.
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200925. März 2016 · #150
25. Januar :
Wir haben wunderbar geschlafen und sind entsprechend erholt, es hat uns ja auch keine grölende bierseelige Meute gestört. Die Restglut lässt sich wieder anfeuern, und schon bald singt unser Teekessel wieder. Was für ein schöner und friedlicher Platz. Ich habe noch nie vorher, weder in Reiseführern noch im Forum, von dieser "Name Pan" gelesen. Gewundert habe ich mich auch, dass dieser schöne Platz umsonst sein soll? Jedenfalls war nirgends etwas über eine Gebühr zu lesen. Die Schakale sind auch wieder anwesend, aber auch heute fällt nichts für sie ab. Wir packen zusammen, und gegen acht Uhr sind wir reisefertig.
noch niemals vorher habe ich fünfhundertstückstarke Herden Springböcke gesehen, hier finden wir drei solch riesige Gruppen, die sich das frische Gras schmecken lassen.
zurück am Abdreh zur Name Pan.
die Agame nutzt die frühe Sonne für eine Aufwärmrunde.
auch der Vierstreifenmaus gefällt das Frühstück draussen besser.
dann fühlen wir uns in einen amerikanischen Western versetzt. Vor uns flüchten allerdings keine Büffel, sondern eine mindestens 300 Köpfe zählende Herde Elands geht in voller Flucht ab, so dass es trotz feuchtem Boden nur so staubt. Hinter der nächsten Kuppe warten sie dann auf uns, und die Stampede geht von Neuem los.
es sind hauptsächlich Kühe mit Kälbern, aber auch ein paar tonnenschwere Bullen stehen in der Herde.
wir passieren blühende Landschaften, wohlwissend, dass aus den so schön gelb blühenden Blümchen bald schon gemein pieksende Morgensterne werden.
regelmässig sehen wir Weissbürzel-Singhabichte, die es oberhalb Mauns gar nicht hatte.
auf einer vegetationslosen Pan hat es weitere Elands, dazu Gnus, Hartebeester und Oryx. Sie alle scharren an Löchern mit den Hufen und nehmen wohl Salze auf.
Gemsböcke
Dann erreichen wir das Kaa Gate, und hier löst sich auch das Rätsel mit der Bezahlung der Name Pan Campsite. Pro Nase und Fahrzeug fallen fünfzig Pula an, zahlbar in Zutshwa. Vielleicht lässt sich hier der "Service" noch etwas optimieren, denn ein Schild in Zutshwa selbst haben wir nicht gesehen. Fürs nächste Mal aber merke ich mir das Prozedere, der Platz ist die Gebühr auf alle Fälle wert. Überhaupt sind wir froh, dass wir nicht gestern Abend noch die fünfzig Kilometer haben fahren müssen, gegen die Uhr und die sinkende Sonne, denn heute haben wir in aller Ruhe dreieinhalb Stunden für die Strecke gebraucht. Wir stören den Ranger bei seiner bestimmt schweren Arbeit hier im Nirgendwo, das grosse Buch verrät, dass wir heute seine ersten Kunden sind.
In der grössten Mittagshitze nehmen wir nun die 84 km Richtung Kannaguass unter die Räder. Ich zeige hier einen Plan vom Park, damit sich auch die nichtortskundigen Leser ein Bild machen können.
immer wieder sehen wir Steppe Buzzards, aber alle sind überaus scheu und flüchten sofort, kaum dass der Wagen anhält.
einen einzelnen Sekretär stören wir bei seiner mittäglichen Exkursion. Grössere Wildtiere sind fast keine auszumachen, sie stehen jetzt alle im Schatten grosser Bäume.
Dafür finden wir drei Erdmännchen, die ihrem Namen gerecht werdend genau so auf ihrem Bau stehen. Der Hitze und der blaustichigen Farben gedankt unternehmen wir keine Anstalten zu fotografieren, sondern beobachten sie nur eine Weile.
Die Strecke ist teilweise tiefsandig und öfters zugewachsen, und als wir gerade über eine Kuppe kommen und nach unten fahren, steuern wir auf einen etwa 70 Grad geneigten Kameldorn zu, der einen Meter neben der Spur steht. Auf den schräg stehenden, schattigen Stamm hat sich eine quietschgelbe Kapkobra in die Borke geklemmt und gedenkt hier ihren Schlaf zu halten. Da wir direkt auf sie zu halten, fühlt sie sich bedroht, spreizt die Haube, reisst das Maul auf und, so sieht es zumindest aus, faucht uns an. Dazu züngelt sie ununterbrochen. Im selben Moment passieren wir sie auch schon, den rechten Arm habe ich schnell eingefahren, und im Spiegel sehe ich, dass sie sich in eine Baumhöhle zurück ziehen will. Bis ich gewendet habe, vorbei gefahren bin und wiederum gewendet habe, sehen wir gerade noch, wie die Schlange den Kopf aus der Höhle streckt, dabei immer wieder züngelnd. Dann taucht sie ab. Wir warten rund zwanzig Minuten mit fertig fokussierten Kameras, bis uns die Arme schwer werden. Die Schlange hat die bessere Geduld, und einmal an der Rinde zu kratzen, dazu kann ich mich dann auch nicht aufraffen. Vielleicht versteht sie ja keinen Spass...
Singhabicht
Endlich erreichen wir das Nossobtal, und gemütlich nehmen wir die restliche Strecke bis Polentswa in Angriff. Dort belegen wir unsere Campsite, geniessen ein kühles Savannah und kochen dann. Für einen Abenddrive fehlt uns jegliche Motivation, die Hitze hat uns geschlaucht, und so bleiben wir einfach unter unserem A-Frame sitzen und sehen der Sonne beim untergehen zu.
aus dem löchrigen Fundament kommen, nachdem die Sonne weg ist, einige Tubercled Geckos hervor gekrochen.
Hinter unserem Camp fängt ein Rufous-cheeked Nightjar an zu singen.
bis zum nächsten Kapitelchen wünsche ich schöne Ostern,
danke für diese Etappe. Die Campsite an der Name Pan scheint ein schöner Platz und eine Alternative zur Übernachtung im Park zu sein. Im Norden des KTP gibt es wohl häufiger größere Herden Elands. Wir konnten sie in dieser Gegend auch entdecken. Schade, dass die Kobra keine Lust auf ein Fotoshooting hatte. Aber vielleicht auch tatsächlich besser so. Sind gespannt, wie es euch in Polentswa gefallen hat und was ihr dort noch alles entdeckt habt.
Viele Grüße und dir auch schöne Ostern Uwe und Ruth
casimodo4'528 Beiträge · seit 200725. März 2016 · #152
Hallo Matthias,
so....... Forumsansicht eins HDMI an den großen TV und alle Bilder und Text besonnt und mit immer weiter offenem Mund angeschaut.
Welche Artenvielfalt Du uns da geboten hast und in welcher Qualität ist schon fast eine Unverschämtheit 😉 Der geneigte Birder ist da kurz davor, die Segel zu streichen und einfach auf Deinen nächsten Bericht zu warten.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201025. März 2016 · #153
*Schmelz* - wie schööön ! 🙂 Teilweise hab ich das ja draußen auch - also Wolken und Regen zumindest.... 😕
Da tun die Bilder mit den Rehen und den Blümchen der Seele so richtig gut 🙂 Ich war ja sehr gespannt auf die Fotos von der Name Pan - auf Grund deiner Erzählungen hatte ich mir nämlich schon diverse Bilder im Kopf gemacht .... und ich muss sagen: so ganz daneben hab ich gar nicht gelegen! Allerdings komm ich beim Zählen nicht auf hunderte von Springböcken 🤨 ! Muss ich das unter künstlerischer Freiheit verbuchen oder haben sie einfach nicht aufs Foto gepasst? Wäre ja schon neugierig.... 🙄
Magsch ned no a bissle weiterschreiba bei dem grusliga Wetter draußa?
jaffles1'312 Beiträge · seit 200626. März 2016 · #154
Hallo Matthias,
hab mich gerade auf den neuesten Stand gebracht und wow, was habt ihr in der Zwischenzeit alles erlebt! Besonders beeindruckt hat mich die Name Pan und die großen Eland-Herden. Das muß ein besonderes Schauspiel gewesen sein! Bin jetzt gespannt, wie es in meinem Lieblingspark weitergeht!
Guggu2'261 Beiträge · seit 201126. März 2016 · #155
Lieber Matthias,
deine mündlichen Schilderungen haben mich so etwas erwarten lassen. Die Fotos toppen aber die Erwartungen 😛 Das ist alles so so schön. Die grünen Landschaften mit gelben Blumen und darin die Herden von Elands und Springböcke. Das ist einfach zum dahinschmelzen. Dazu servierst du uns noch jedes Mal ein Vogel-Lexikon. Toll 🙂
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200926. März 2016 · #156
Hallo,
danke für eure Resonanz.
@ CuF : Friederike, du hast dich wohl mit Bele zusammen getan. Sie macht das allerdings subtiler aus dem Hintergrund... 😗 Ich danke dir für dein anhaltendes Interesse. 😎
@ Eulenmuckels : Die Elands waren für mich wirklich die Schau. Ich kannte sie bislang nur aus Etosha, da allerdings vereinzelt, oder hinterm Zaun. Und dann so eine Stampede zu erleben, das war sehr beeingruckend. Man hört dann auch diese typischen Klickergeräusche von den Schalen dieser Giganten. Und die Kobra? Irgendwann finde ich eine zum Fotografieren, und bis dahin bleibt mir die Erinnerung an diese sehr eindrückliche Situation. Schöne Zeit in Holland noch.
@ Casimodo : Hallo Carsten, freut mich echt, wenn die Bilder gut rauskommen, denn hier im Forum sind sie mitunter bissle flau. Aber ich komprimiere sie stark, da ich keine Signatur setzen will. Danke fürs Lob. 😊
@ Bele : Bezüglich der Stückzahlen sei angemerkt, dass die Herden nicht komprimiert auf einem kleinen Fleck standen, und da die Landschaft ja eher an eine südenglische Grafschaft erinnert hat, waren halt viele Tiere verdeckt. Und nur Pünktchen knipsen ist meine Sache nicht. Aber da ich regelmässig an Winter-Wasservogelzählungen teilnehme, kann ich grössere Gruppen einigermassen zuverlässig abschätzen. Ob die Elands nun aber 280 oder 320 Tiere waren, kann ich dir nicht sagen. Es waren in jedem Fall riesige Herden, und ich habe so etwas zuvor noch nicht gesehen. 🙄 🙂
@ jaffles-Claudia : Das nächste Mal werde ich einen extra Tag für diese Strecke bis zum Gate einplanen, es ist landschaftlich der Hammer, und so grosse Herden haben wir im Park keine gesehen. Dort war es aber auch viel trockener. Aber ich greife vor... 😗
Ich werde versuchen. noch einen Teil über Ostern zu schreiben. Jetzt muss ich aber erst mal raus, und einen Weidezaun für Kiebitze, gegen Füchse, aufstellen. Damit es ein paar Eier gibt... 😎
liebe Grüsse, Matthias
@ Guggu : Hallo Gudrun, du bist mir während dem Schreiben noch dazwischen gekommen. Der blühende "Garten Eden" war wirklich eine nicht erwartete Überraschung und hat uns dann ja auch etwas aufgehalten, weil es soo schön war. Danke dir. 😘
Champagner8'672 Beiträge · seit 201026. März 2016 · #157
fotomatte schrieb: Es waren in jedem Fall riesige Herden, und ich habe so etwas zuvor noch nicht gesehen. 🙄 🙂
Ich auch nicht..... 😐 Und ich fürchte, dass das mal wieder so ein Ding ist, das es nur in der Reisezeit gibt, wo ich in der Schule vor mich hinfrieren muss... Von daher hätte ich mich auch über ein paar Pünktchenbilder gefreut - aber ich verstehe deinen Anspruch durchaus 😉 !
@ CuF : Friederike, du hast dich wohl mit Bele zusammen getan.
Stimmt gar nicht!!!!
Sie macht das allerdings subtiler aus dem Hintergrund...
Ahhh.... meine Zaunpfähle sind also subtil - das höre ich gerne 😛 !
Wenn du dann die deinigen in die Erde gerammt hast zwecks Vogelschutzzaun kann ich ja wieder mit meinem winken, okay? (Und ja - ich weiß, dass man Weidezäune nicht mit Pfählen aufbaut, sondern mit so dünnen Stangen mit Spitzen unten dran... 😎 )
Danke Fotomatte für den Bericht, vom stillen (mit) leser, @Elands: Ich habe in Mabuasehube auch eine sehr große Herde von Elands gesehen. Diese waren eindeutig im Wandermodus, in Einer-/ Zweierkolonne und überquerten gerade einen kleinen Kessel, reichte von (Dünen-)Horizont zu Horizont, vielleicht 1½ km lang, sicher über 200 Tiere. Und sehr scheu, wir waren weit weg und haben geflüstert, trotzdem sind sie abgaloppiert. Toll anzuschauen aber leider viel zu kurz. Die Elands aus der südlichen Kalahari wandern auch, aus welch immer Gründen, alle paar Jahre bis in das Nossobtal und können dort die Wasserversorgung der heimischen Tiere arg in Bedrängnis bringen, weil die Bohrlöcher das nicht hergeben. Auf der Sanparksseite wurde hin und wieder darüber geschrieben. Die Löwen haben dann das große Fressen. 2008 waren einige Wasserstellen mit Elandgerippen übersät, in den Jahren davor muss sich so ein Ereignis abgespielt haben. Danke und Grüße
fotomatteThemenstarter2'513 Beiträge · seit 200927. März 2016 · #159
26. Januar :
Kurz nach sechs Uhr starten wir zu unserem ersten Gamedrive im Park. Es hat noch einiges Gewölk am Himmel, die Gewitter haben sich noch nicht alle aufgelöst.
Dämmerung über Polentswa
erster Stopp an der Polentswa Pan: "nur" ein paar Springböcke
Wir entscheiden uns Richtung Süden zu fahren.
Red-necked Falcon. Nachdem wir 2013 so einen Falken erstmalig auf weite Distanz gesehen haben, bleibt dieser zu unserer Freude völlig entspannt sitzen und geniesst die ersten Sonnenstrahlen des Tages.
Wir biegen zu unserem ersten Wasserloch Kousant ab, das ein paar Meter abseits der Durchgangsstrasse liegt. Hier stehen wir einige Zeit und warten mal ab, ob Tiere zum Trinken auftauchen. Aber es hat "nur" Vögel hier, hauptsächlich Täubchen und Webervögel. Das Wasser scheint ziemlich brackig zu sein, auf der Erde sieht man Salzkristalle. Nach rund einer halben Stunde beschliessen wir weiter zu fahren. Als wir zurück an die Hauptpad kommen, nähert sich von links ein Auto und bremst abrupt direkt vor uns. Was ist los? In dem Moment kommt ein Leopard über die linke Strassenböschung, quert völlig unbeeindruckt die Pad und kommt auf vier, fünf Meter an uns vorbei. Ich fahre rückwärts parallel zum Leppard, und mit einer Hand fotografiere ich blindlings.
der Strauch ist scharf geworden. Man kann aber schön sehen, wie das Tarnfleckmuster die Konturen des Tieres auflöst.
on the move. Offensichtlich ein Kuder. Noch keine Stunde unterwegs, und wir haben unsere erste Katze im Kasten, und dann noch ein Leo. Wie geil ist das denn? Der Tag ist gelaufen, oder was kann jetzt noch kommen? Am Meisten freue ich mich für Andreas, denn es ist sein erster Leo.
an einer Regenwasserpfütze schlabbert der Leo für drei Minuten Wasser.
und ab
da geht er hin und verschwindet über die Düne. In dem Moment kommt ein weiteres Auto angefahren, leider etwas zu spät. So kann es auch gehen. Völlig entspannt fahren wir weiter in südlicher Richtung. Bald stehen zwei Fahrzeuge rechts am Rand, und wir nehmen unsere erste Löwin mit.
sie widmet sich der Fellpflege, und so fahren wir bald weiter.
Cape Crow. Es sind unsere ersten Krähen überhaupt während der Reise, sie sind wesentlich seltener als ihre Genossen in Deutschland.
Gauklerpaar beim Horstbau.
Fiscal Shrike-Fiskalwürger
Mittlerweile hat die Sonne die Wolken vertrieben, es ist wieder heiss geworden, und den Red-headed Finchs-Rotkopfamadinen ist nach einem Mittagsschlaf.
Kalahari Scrub-robin-Kalahariheckensänger
Grey-backed Finchlark-Nonnenlerche
Wir beschliessen umzukehren und zu frühstücken, bevor auch wir uns einen Power-nap gönnen.
unser Hausvögelchen. Es wird immer zutraulicher und wuselt bald zwischen unseren Füssen rum. Fawn-coloured Lark-Steppenlerche.
Was kann der Abenddrive noch bieten? Geht da noch was on top? Demnächst hier.
Guggu2'261 Beiträge · seit 201127. März 2016 · #160
Lieber Matte,
on the move. Offensichtlich ein Kuder. Noch keine Stunde unterwegs, und wir haben unsere erste Katze im Kasten, und dann noch ein Leo. Wie geil ist das denn?
MEGA GEIL ist das 😄 🤪 Und Polentswa in der blauen Stunde bringt auch eine tolle Stimmung rüber. Und Danke für die Vogellernstunde - ich lerne dazu 🙂