fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200901. März 2016 · #61
13. Januar :
So bewölkt sich der gestrige Tag verabschiedet hat, so makellos bricht der neue Tag an.
während wir frühstücken, turnen über uns die Ockerfuß-Buschhörnchen im Baum herum und geniessen die ersten Sonnenstrahlen.
Zum besseren Verständnis zeige ich vorab die Karte vom Park, die man am Gate erhält.
Heute fahren wir also über den Horseshoe hinaus weiter nach Süden, touchieren den Kwando-Hauptstrom, und drehen kurz vor der Grenze zu Botswana wieder um.
im perfekten Morgenlicht knallt der Broad-billed Roller-Zimtracke regelrecht.
In einem toten Baum sitzt ein Schopfadler, leider genau im Gegenlicht. Den Scherenschnitt verkneife ich mir, und wir steigen aus und versuchen die Baumgruppe zu umrunden. Als wir uns endlich vorgearbeitet haben, ist der Adler natürlich weg. Schade, war unser Erster ( und das sollte er auch bleiben ). In den Plains vor der Baumgruppe äst ein Rudel junger Lechwe-Böcke.
Bearded Woodpecker-Namaspecht
Am Horseshoe sind keine Vierbeiner ( ausser Crocs und Hippos ), aber ein paar weitere Vögel gibt es zu sehen.
Blacksmith Plover-Waffenkiebitz
African Fish Eagle-Schreiseeadler
Tawny Eagle-Raubadler
auch diese Bronzeflecktaube sitzt perfekt im Licht, so dass die grünen Spiegel einmal richtig zur Geltung kommen. Für Andreas mit seiner Kanone allerdings war sie zu nahe dran. 😵
Blue-cheeked Bee-eater-Blauwangenspint
Wir erreichen das "platte Land" am Kwando, und hier gibt es eine gänzlich andere Avifaunistik zu bestaunen.
Goliath Heron
Temminck´s Courser-Temminckrennvogel
Purple Heron
einen Ausflug in die Botanik will ich nicht unterschlagen.
ebenso wenig den ruhenden Reedbuck. Wir erreichen den Kwando-Hauptarm, der hier ganz ordentlich Wasser führt. Aber an den kleineren Nebenarmen, die wir schon passiert haben, merkt man deutlich, dass der Wasserstand sehr niedrig ist. So manche Senke, die sonst üblicherweise wassergefüllt ist, passieren wir mit trockenen Rädern.
Mittlerweile ist es zehn Uhr vorbei, die Sonne steht hoch, das Licht wirkt blaustichig, und die Hitze schlägt auch zu, so daß wir beschliessen, zurück ins Camp zu fahren. Heute nachmittag dann wollen wir nochmals hierher zurück, dann allerdings über die Pad landeinwärts.
Kurz bevor wir wieder heimische Gefilde erreichen, stehen diese Klunkerkraniche auf kurze Distanz in einem Channel und trinken.
hier muss trotz Gegenlicht ein Foto sein.
Heute übrigens war das Navi mehr als hilfreich, denn oftmals existieren verschiedene Fahrspuren, und nicht immer ist klar, welche uns wirklich weiterbringt.
Die Mittagspause verbringen wir mit relaxen, Vögel fotografieren und kochen, bevor wir gegen 15.00 Uhr wieder aufbrechen.
Davon handelt der nächste Teil, demnächst in diesem Theater.
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200901. März 2016 · #62
Hi Matthias,
wie schön, dass du dich meldest, ich dachte schon, du bist nurmehr in Ostafrika ( auch forumsmäßig ) unterwegs.
Fix und fertig benamste Schmetterlinge kann ich mir doch nicht entgehen lassen. 😄 Die Artbestimmung ist wirklich oftmals eine sehr mühsame und zeitraubende Beschäftigung. Und da freue ich mich doch, wenn sie von dir auf dem Tablett (ähm PC) serviert wird. Wie schon geschrieben: Einige deiner Arten kommen auch in Ostafrika vor.
Aber deine Vogelsichtungen sind natürlich auch grandios.
Die Regenzeit ist schon etwas ganz Besonderes, oder?
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200901. März 2016 · #63
Butterblume schrieb:Hi Matthias,
Die Regenzeit ist schon etwas ganz Besonderes, oder?
Herzliche Grüße Marina
Hallo Marina,
jepp, i love it. 😎 Das wirklich einzige, was mir diese Reisezeit vergällen könnte, wäre ein massiver Mossibefall. Aber selbst hier im Caprivi, am Sambesi, später in Savuti und im Moremi-nichts, nada, niente. Keine Mossies. Genial.
@ Rolf: Reichen die weiteren Erläuterungen im Text? Hoffentlich, mehr weiss ich nämlich auch nicht, vor allem nicht, wie es gerade jetzt dort aussieht. 😵
@ Karin: 😊 😊 😊 Werde gleich rot, vielen Dank.
@ Guggu: Na, das mit der Reisezeit sollte doch zukünftig für dich eher besser werden, oder? Du hast ja demnächst alle Optionen offen. Musst halt nur noch Herrn Hirt überzeugen, gell? 😄 🤩
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200901. März 2016 · #64
Hi Matthias,
jepp, i love it. 😎 Das wirklich einzige, was mir diese Reisezeit vergällen könnte, wäre ein massiver Mossibefall. Aber selbst hier im Caprivi, am Sambesi, später in Savuti und im Moremi-nichts, nada, niente. Keine Mossies. Genial.
Du solltest wirklich einmal Uganda ins Auge fassen... Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dir gefallen würde. Die Mossi-Quote in der Regenzeit tendierte auch dort gegen Null. Von der Artenvielfalt ganz zu schweigen. 😎
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Champagner8'672 Beiträge · seit 201001. März 2016 · #65
Oh Matte, wieder soooo viele mir unbekannte Vögelchen - das gibt später sicher ein wildes Blättern in meinen diversen Büchern, um noch ein bisschen mehr über sie rauszufinden, vorallem ob ich - angesichts meiner bisherigen Reisezeit - gänzlich unschuldig bin am Noch-nie-gesehen-Haben - oder ob es an meinen miserablen Spotterkünsten liegt 😵 .
Hier solltest du mir mal auf die Sprünge helfen:
fotomatte schrieb:
ein ziemlich abgeflogener Distelfalter
😄 Sagt man das echt unter Schmetterlingsfreaks - oder ist das ein Scherz von dir? Abgefahrene Reifen kenn ich ja..... 😗
Und ist das der Distelfalter, den ich auch manchmal auf meinen Buddlejas hab??? Oder gibts da ne europäische und ne afrikanische Ausführung? Ich hab null Durchblick bei Schmetterlingen... 😕 (und sag jetzt bloß nicht "man merkts!" 😈 ).
Übrigens - das mit der Wärme kommt hier nicht so wirklich an - ich friere schon den ganzen Tag 😠 - irgendwas machst du falsch 😛 !
Aber ich geb dir noch ein paar Versuche - leg los..... 😎
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
jaffles1'312 Beiträge · seit 200601. März 2016 · #67
Hi Matthias,
ich glaub, wir müssen auch mal wieder in den Caprivi. Die Vogelausbeute ist schon gigantisch 🤩 . Um den Zimtroller beneide ich dich ganz heftig. Den wollte ich schon zu gerne sehen!!! Aber der KTP hat halt ganz andere Argumente 🤪 . Freue mich auf Nachschub!
Ach wie schön, da kann ich die Urlaubserinnerungen ja so richtig auffrischen! Blauwangenspint, Zimtracke...mehr davon!
Also, ohne Navi ist die Gegend schon ne Herausforderung. Die Karte gibt nicht wirklich viel her und es gibt mehr Wege als gedacht. Aber wo die Herkommen bzw Hinführen...? Ja, so richtig dolle Verfahren kann man sich nicht, da hilft der Kwando und die generelle Nord-Süd-Ausrichtung. Wir hatten leider die falsche Karte (Botswana :-() im Navi und waren daher nur begrenzt mutig beim Rumfahren. Aber alles, was vom Wasser wegführte, war ohnehin eher unbelebt...Trockenzeit halt.
Hat der Käfer eigentlich auch einen Namen -nein, nicht Karl- oder ist das ein ordinärer Klopfkäfer?
Ich hoffe, ihr hattet am Horseshoe dann doch noch Erfolg!
Lass uns nicht zu lange zappeln 🙂
Gruß Mabe
fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200902. März 2016 · #69
Hallo,
@Mabe: Tja, der Käfer. Ich weiss es nicht. Auch ich find ja, er sieht wie so ein "Nebeltrinker" aus, aber mit Nebel ist ja hier nicht so Dicke, dafür gibt es anderweitig Wasser. Und einen erschöpfenden Guide habe ich noch nicht gefunden. 😵
@Claudia: Der Zimtroller ist allgegenwärtig, den zu finden ist keine Kunst. Und genau wegen der gänzlich anderen "Argumente" des KTP bleibt halt nur die Kombi. 🤪
@Marina: Ich habe doch meinen Radius ausgebaut, nun erstmalig Botswana getoucht, musst mir etwas mehr Zeit zugestehen. 😮 Ich glaube nicht, dass das Nicht-Gefallen ein Problem wäre... 😗 Und gerade die ganzen tropischen Lepis würden, könnten mich schon.... 🙄
@Bele: Die abgefahrenen Reifen sind gar nicht soo schlecht zum Vergleich. 😎 Es ist halt so: das Imago, also der fertige Schmetterling, ist ja quasi das Endprodukt der ganzen Metamorphose ( Ei, Raupe, Puppe, Falter ). Sein einziger Lebenszweck besteht darin, über die Eiablage ( Weibchen ) bzw. Befruchtung ( Männchen ) den Erhalt der Art zu sichern. Da er keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann, bleibt nur das Saugen von Nektar und Salzen. Da die Männchen permanent auf der Suche nach frisch geschlüpften Weibchen sind, sind sie nach einer Weile zerzaust, oder eben abgeflogen. Heisst tatsächlich so. ( Lehrermodus aus ). 😄 Der Distelfalter kommt ausser in Südamerika ziemlich cirkumpolar vor, ist also tatsächlich der Gleiche wie an der Buddleia. Die erste Generation im Frühjahr stammt sogar aus Afrika ( oder Südeuropa ), der D. zählt zu den Wanderfaltern.
Guggu2'261 Beiträge · seit 201102. März 2016 · #70
Hi Prof. Ebert I´m very impressed. 😄 Bei dir kann man schon so manches lernen. Danke dafür. 😘
Na, das mit der Reisezeit sollte doch zukünftig für dich eher besser werden, oder? Du hast ja demnächst alle Optionen offen. Musst halt nur noch Herrn Hirt überzeugen, gell?
Der Hirtebub wurde grad so ziemlich alles machen was mir Freude bereitet. Ist aber erst mal ein Werkstattbesuch fällig. 🙁 Dann schauen wir weiter..........
Schreib schön fleißig weiter, dein Bericht macht mir große Freude LG Guggu
fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200902. März 2016 · #73
weiterhin der 13. Januar :
Den Campaufenthalt nutze ich, um mal diesen im Norden eigentlich allgegenwärtigen Vogel zu knipsen, denn die "normalen" vergisst man nur allzuleicht.
Black-eyed Bulbul-Graubülbül
Gegen 15.00 Uhr fahren wir wieder los Richtung Horseshoe, und an der selben Stelle wie heute vormittag stehen die Kraniche, nun noch näher. Und da es komplett zugezogen hat, spielt auch Gegenlicht keine Rolle mehr.
Klunkerkraniche. Im direkten Vergleich kann man sogar Männchen und Weibchen unterscheiden. Na, wer traut sich´s zu? Umrahmt von einem Seidenreiher und einem Rallenreiher.
An die Lagune stürmt ein Trupp Elefanten heran, heya, die haben richtig Spass im Wasser. Die davor dümpelnden Hippos scheinen die Begeisterung nicht zu teilen.
Little Bee-eater-Zwergspint. Leider den Bruchteil einer Sekunde zu spät ausgelöst, die Beute ist schon weitgehend geschluckt.
African Golden Oriole-Schwarzohrpirol
ein Flock White-crested Helmet Shrike-Brillenwürger
Dann erreichen wir den Horseshoe just-in-time.
die ersten Elis sind schon da, und ständig ziehen weitere Herden aus dem Wald ans Wasser.
im Hintergrund liegt ein Kollege, der weniger Glück hatte.
die Neuankömmlinge stürmen regelrecht ins Wasser, dass es nur so staubt...
rund zwanzig Minuten brauchen die Tiere zum Trinken und Nassspritzen, dann ziehen sie wieder los zurück in den Wald, diesmal jedoch sehr bedächtig.
dabei befinden sich einige Miniaturausgaben.
Wir fahren weiter Richtung Grenze, aber weiter westlich und somit mehr durch die Savanne.
Red-crested Korhaan-Rotschopftrappe. Erst nach einer ganzen Weile bemerken wir, dass die weibliche Trappe nicht alleine ist, sondern ein einzelnes Küken im Schlepptau hat, welches es schon meisterhaft versteht, sich möglichst versteckt zu halten.
im Norden zieht ein fettes Gewitter auf, leider gelingt es mir wieder einmal nicht, einen der zahlreichen Blitze zu erwischen. Da muss eine andere Strategie her...
adulte Gabelracke, sie hat sogar noch ihre Schmuckfedern im Stoß.
Am Kwando zieht nun auch von Osten her eine Gewitterfront auf, dem Hippo wird es egal sein.
Da es nun schon recht dunkel geworden ist, traut sich die kleine Eule wohl vorzeitig ins Feie.
Pearl-spotted Owlet-Perlkauz
in einem toten Kameldorn finden wir eine Schlafplatzgesellschaft von etwa fünfzig African Green Pigeons-Fruchtauben
Black-bellied Korhaan-Schwarzbauchtrappe
Mit dieser weiteren neuen Art beschliessen wir unseren Drive und fahren zurück ins Camp, denn mittlerweile hat es angefangen zu regnen. Rund eine Stunde müssen wir im Wagen ausharren, bis sich der Regen verzogen hat, und während Andreas sich ums Abendessen kümmert, versuche ich nun in der Dunkelheit mit entsprechend langer Belichtungszeit einen Blitz zu fotografieren, denn nördlich von uns gibt´s ein wahres Blitzinferno. Nun, einen Blitz wirklich zu erwischen, ist dann doch nicht so einfach.
Dies ist die Kollektion 2 aus über vierzig. 😵
Heute, bei dieser feuchten Luft, sirren tatsächlich ein paar Mossies um uns rum, sodass ein letztes Mal unsere Peacefull Sleep-Dosen zum Einsatz kommen. Zum beständigen Donnergrollen klickern die Reedfrösche, ein paar Glühwürmchen sind intervallblinkend unterwegs, auch der Löwe meldet wieder.
Natürlich haben wir die Überzelte aufgezogen, und wir können ohne Störung schlafen gehen.
Der nächste Tag sieht uns weiter nach Osten bis Katima fahren.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201002. März 2016 · #74
Ganz großes Kino, Matthias - ich dachte, das wär's dann mal mit den neuen Vögeln gewesen...aber nein 🤩 ! Auch der Gewitterhimmel ist 🤩 !
fotomatte schrieb: Klunkerkraniche. Im direkten Vergleich kann man sogar Männchen und Weibchen unterscheiden. Na, wer traut sich´s zu?
Hab heut meinen mutigen Tag 🙄 : da das Weibchen kleiner und leichter ist als das Männchen, dürfte sie vorne und er hinten stehen (also von uns aus gesehen).
Nochmal zurück zu den Schmetterlingen: du hast mich ziemlich desillusioniert, man könnte schon fast sagen traurig gemacht: diese wunderschönen farbigen Flugobjekte befinden sich also quasi schon auf der Pflegestation des Seniorenheims, können keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen 😮 , das Fliegenkönnen ist bei dem geringen Flügelprofil auch nur noch eine Frage der Zeit, okay, bei ihrem einzigen Lebenszweck greift der Vergleich wohl nicht so ganz 😗 - aber irgendwie ist ihre Situation schon ganz schön deprimierend 🤢 . Ihr Leben hatte ich mir irgendwie schillernder vorgestellt 🙁
Kannst du im nächsten Kapitel irgendwas schreiben oder zeigen, was mich wieder aufbaut???? 😐 Vielleicht schon heute Abend, damit ich gut schlafen kann 😊 ? Ihr habt ja vermutlich das gleiche Sauwetter wie wir hier 😵 = Zeit zum Schreiben 😉
kalachee1'059 Beiträge · seit 200603. März 2016 · #75
Hallo zusammen
Zum Wasserstand vom Kwando kann ich nur so viel beitragen, als dass wir ein paar Wochen nach Matthias in der Gegend waren (Mavunje Camp) und es dort überhaupt noch nicht mehr Wasser gab. Die Seitenarme waren mit derart wenig Wasser gefüllt, dass man nicht wie sonst üblich direkt an der Lagune vom Camp aus zu den Bootstouren starten konnte, sondern wir zuerst rund 20 Minuten durch den Busch zum Hauptarm des Flusses latschen mussten.
Das war Mitte Februar. Wie es jetzt ausschaut, kann ich natürlich auch nicht sagen.
fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200903. März 2016 · #76
Hallo,
@ Sam: Dank dir für deine Ergänzung. War denn Dan vor Ort, ich dachte, zu dieser Zeit treibt er sich in Europa rum.
@ Bele: mit deiner Bestimmung hast du natürlich recht. 😘 Wegen der Falter brauchst du nicht deprimiert zu sein, sie leben halt nach der Devise: "Sex, Drugs and Rock´nRoll". 😄 Kurz und heftig, sozusagen. Wobei, es gibt auch Falter wie etwa den Zitronenfalter, die halten fast ein ganzes Jahr durch. Im August fliegt die neue Generation, überwintert offen in niedriger Vegetation, und fliegt bis in den Juni hinein. Die meisten Arten fliegen aber nicht länger als drei, vier Wochen.
fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200903. März 2016 · #77
14. Januar :
Noch hängen Wolkenbänder am Himmel, und über den Wiesen steigt Bodennebel auf. Aber schon bald dampft die Sonne die restlichen Wolken weg.
quiet Kwando morning
Sonnenaufgang
Wir packen schnell zusammen, denn wir wollen das schöne Morgenlicht nutzen, um in dem Galeriewald Richtung Parkeingang den Vögeln nachzustellen.
Red-billed Woodhoopoes-Damara-Baumhopfe
er schmeisst sich sein Frühstück in Pillenform ein.
Violet-backed Starling-Amethystglanzstar
Zebra White
adulter Brillenwürger
Grey Hornbill-Grautoko
fast ganz zum Schluss bekommen wir noch ein Bonbon serviert in Form eines Paares Racket-tailed Roller-Spatelracke. Die haben wir uns so gewünscht, und es sind auch unsere einzigen geblieben. Glück gehabt.
Dann checken wir im Office aus. Der Bwabwata NP hat uns zwar mit Säugern nicht wirklich verwöhnt, das Vogelleben allerdings ist mehr als prall.
Wir fahren, da wir ja noch zeitig dran sind, eine Erkundungstour in den nördlichen Teil Richtung Angola. Wir passieren die mittlerweile aufgelassene alte Ranger Station Susuwe, die vor sich hin gammelt. Es wird schnell heiss, und wir drehen um, denn nicht einmal sonderlich viele Vögel gibt es hier zu sehen.
Wir queren den Kwando, passieren ohne Kontrolle den Vet Fence und gelangen nach Kongola, wo wir unserem Gefährt frischen Diesel zukommen lassen. Wurde auch Zeit, die Nadel war schon auf Reserve.
Ereignislos bringen wir wieder tempomatgesteuert die B 8 hinter uns und fahren direkt auf das Gelände der Caprivi Houseboat Safari Lodge. Da wir die einzigen Camper sind, nehmen wir sogleich die Site 3 in Beschlag, da, wo letztes Jahr die Turakos ihr zuhause hatten. Sie sind immer noch hier, versichert uns Kurt. Mittlerweile hat es wieder komplett zugezogen, und von Angola her nähert sich ein Gewitter. Wir setzen uns in die Lapa direkt über dem Sambesi, trinken ein kaltes Savannah und glasen das nördliche Ufer ab.
das einzige Bild, das heute noch entstanden ist, zeigt einen Half-collared Kingfisher-Kobalteisvogel. Mehr als ein Beweisfoto ist aber nicht drin bei dem nicht vorhandenen Licht.
....soooo schöne Erinnerungen aufgrund der sooooo schönen Bilder! Und natürlich ist ein winziges klitzekleines bißchen gelblicher Neid dabei über die Vogelsichtungen! Kannst Du uns das nächste Mal nicht mitnehmen??? Gruß CuFs
fotomatteThemenstarter2'512 Beiträge · seit 200903. März 2016 · #79
15. Januar :
Heute also wieder ein Tag auf dem "Mighty Sambesi". Nachdem mir letztes Jahr der Bootstrip so gut gefallen hat, haben wir direkt wieder eine Orni-boat-cruise gebucht. Start soll um 7.00 Uhr sein, Dauer vier Stunden. So gilt der erste Blick natürlich dem Wetter, und glücklicherweise haben sich die Wolken von gestern ( fast ) alle wieder aufgelöst. Die Sonne scheint, alles super.
Sambesi Sunshine
Und sogleich startet das bunte Vogelfeuerwerk.
Malachite Kingfisher
Brown-hooded Kingfisher-Braunkopfliest
Pied Kingfisher-Graufischer
Giant Kingfisher
Nachdem wir mit den verschiedenen Eisvögeln durch sind, folgt der Rest der Truppe, die man hier so erwarten darf.
African Finfoot-Binsenralle, ein Weibchen
Water Dikkop-Wassertriel
African Darter-Schlangenhalsvogel
Green-backed Heron-Mangrovenreiher
Viermal entdecken wir einen Trumpeter Hornbill, der völlig ungeniert den Fluß überfliegt und ohne Kontrolle in Angola einreist. Leider zu weit weg für ein Foto, aber was für ein Riesenviech. Einmal bekommen wir auch eine Kostprobe seines "Instruments", mächtig gewaltig.
Gegen 11.00 Uhr meldet sich das tägliche Gewitter, welches von Angola her aufzieht, und wir steuern wieder den sicheren Hafen an.
Gewitter über dem Sambesi
Wir fahren nach Katima Mulilo, um unsere Vorräte aufzufüllen und den Tank voll zu machen, und dann wollen wir mal schaun, ob wir die Turakos finden.
zuerst aber gilt es diesem Sunbird, der mich mal wieder vor Bestimmungsprobleme stellt. Eigentlich kann es nur ein Coppery Sunbird sein, aber wohl mal wieder so ein unausgefärbter Jungvogel. Da hat der Newman´s leider Lücken, die Jugendkleider fehlen fast durchwegs.
dann aber, ihr Krächzen verrät sie, finden wir die Turakos. Leider sitzen sie weit oben in dichten Baumkronen ( dunkel ) mit völlig abgesoffenem, überstrahltem Himmel ( hell ) dahinter. Denkbar schlechte Voraussetzungen für ein ordentliches Bild.
Die ebenfalls wieder anwesenden zwei Woodsford-Käuze sitzen aber noch schlechter zu fotografieren in einem Wirrwarr von Ästen, dass ich mir nicht mal die Mühe eines Versuchs mache.
Kurt kommt vorbei und fragt uns, ob wir einen Versuch wagen wollen, um die Pel´s Fishing Owl zu finden. Na klar, wenn es bis Sonnenuntergang nicht regnen sollte, werden wir es versuchen.
in die einbrechende Nacht tuckern wir los und umrunden Hippo-Island, um dann den Channel langsam zurück zu fahren. Dabei leuchtet Kurt mit einem Strahler, gespeist von einer riesigen Autobatterie, das Ufer und besonders die grosskronigen Bäume direkt über dem Wasserrand ab.
mehrfach finden wir solche Schlafplatzgesellschaften von Little Bee-eaters, die sich ganz eng zusammen gekuschelt haben.
Finfoot, diesmal ein Männchen
Einem besonders ausladenden Baum schenkt Kurt besondere Aufmerksamkeit, denn hier sitzt die Fischeule wohl besonders gerne. Aber nichts ist zu sehen, keine Augen reflektieren das Licht. Langsam tuckern wir weiter, und von hinten zünde ich nochmals mit meiner LED-Lampe ins Geäst--und da, tatsächlich, blitzen zwei knallrote Augen auf. Kurt bringt das Boot in Position, und wir können die Eule auch sehen, aber wie wir es auch anstellen, immer ist ein Ast vor dem Vogel, richtig frei bekommen wir ihn nicht. Bild gibt es also keines, aber hey, wir haben sie gefunden.
Eine weitere, undokumentierte Szene passiert, als wir ein grasendes Hippo an Land entdecken. Ich bitte Kurt, etwas näher ran zu fahren, als es schon im selben Augenblick platscht, und zeitgleich Kurt dem Aussenborder die Sporen gibt. Wir hatten das noch ziemlich kleine Junge, welches sich unter Mami versteckt hatte, nicht gesehen, und die besorgte Mutter ging ohne Vorwarnung direkt zum Angriff über. Sie taucht genau da auf, wo wenige Sekunden zuvor unser Boot dümpelte, reisst das Maul auf und schreit uns ihren ganzen Unmut entgegen.
Wir beschliessen den Abend in der Lapa und stossen auf unsere Exkursionen an. Die Liste hat heute wieder ordentlich Zuwachs bekommen.
Der neue Tag sieht uns wieder am Sambesi, aber runde vierzig Kilometer stromab.
Guggu2'261 Beiträge · seit 201103. März 2016 · #80
Waaah, Matthias, ist das schön. Erst mal die tollen Stimmungen bei Tagesanbruch und dann die Vögel. 😛 😛 Das ist feinste Ware mein Lieber 😄 Meinetwegen kann jetzt das Wetter noch eine Weile schlecht sein, dann hast du viel Zeit um an dein Bericht zu schreiben. Ich lasse mich von dir gerne so unterhalten.