BarbaraB23 Beiträge · seit 201128. Jan. 2016 · #101
Liebe Elsa, wenn man da nicht "gluschtig" wird, wann dann? Herzlichen Dank für deinen tollen, inspirierenden und interessanten Bericht mit all den wunderschönen Fotos und Geschichten. Nach unserer ersten Afrika-Reise 2012 durch Namibia hat's uns gepackt. Der Botswana-Reiseführer als Weihnachtsgeschenk für meinen Mann hat eine kleine Explosion bewirkt, seither sind wir am Planen und Erkunden fürs 2017. Eure Reiseroute gefällt mir sehr. Was mir auch sehr gefällt ist der "Bushcamper", (das Innenleben ist doch etwas grosszügiger als im Hilux) allerdings zweifelt mein Mann noch, da er der Meinung ist, ein etwas "höheregestelltes" Modell sei besser für diese Region, damit man, d.h. das Auto nicht aufschlägt.Was habt ihr in dieser Hinsicht für Erfahrungen gemacht? Ich freue mich riesig auf deine nächsten Berichte, Botswana hat ein gewisses Suchtpotential... 🙂 Herzlichen Dank, lg Barbara
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201428. Jan. 2016 · #102
@LolaKatze: Hi Nina, gell, man hat es schon schwierig im Urlaub 😗 ! Aber es tat wirklich gut, so ein paar Tage kein Programm zu haben und nach Lust und Laune zu entscheiden oder auch mal nix tun. Du weißt ja, wir gehören ja nicht zu den schnellen Programm-Abspulern und genießen und schätzen es sehr, für so eine Runde etwas mehr Zeit zu haben als die üblichen 3 Wochen. Das war auch mal ganz anders... Na ja, inzwischen sind wir ja auch schon über der Halbzeit. Und ja, meine Sehnsüchte werden noch gestillt: endlich Löwen!!! 🤪 😛 Aber echt, die Hitze dieses Jahr war schon heftig 🤢 . Deswegen überlegen wir auch, die nächste Reise in 2017 so früh wie möglich zu machen, evtl. schon Ende August starten. Mal sehen was El Nino dieses Jahr so anstellt... Wenn es nicht noch so verdammt lange hin waere..... 😵
@Barbara: ja, wenn der Virus zuschlägt... 🤪 Aber erst mal ganz herzlichen Dank für Dein Lob 😎 ! Was meinst Du mit " das Innenleben ist etwas grosszügiger als im Hilux"? Der Bushcamper ist doch auf HIlux-Basis. Es gibt aber auch noch andere Bushcamper. Wir fanden unseren wirklich klasse vom Komfort in der Wohnkabine wie auch im Fahrerhaus. Ich würde mal sagen, Dein Mann braucht sich keine Gedanken bzgl. der Höhe des Wagens machen, wir hatten damit null Probleme und kein Mal das Gefuehl wir koennten aufsitzen. Gut, auf der Marsh Rd. nach Savuti hat es ein paar Mal geratscht unten, da waren die Spurrillen schon sehr tief. Wir haben es trotzdem problemlos überstanden. Auch im Khwai Gebiet, wo manche Pisten sehr tief und ausgewaschen waren, hatten wir keinerlei Aufsetzer, auch nicht mit dem hinteren Überstand. Kommt aber vielleicht auch ein wenig auf die Jahreszeit drauf an, bei Wasserdurchfahrten fehlt uns noch die Erfahrung. Als sehr wichtig haben wir die Bereifung gesehen, die wir so nur bei sehr wenigen Fahrzeugen anderer Vermieter gesehen haben.Die sind bei Asco wirklich top gewesen, übrigens bei allen ihren Fahrzeugen die wir unterwegs getroffen haben. Zum Ende des Berichts werde ich auch noch ein Fazit zu einigen Punkten schreiben, z.B. Fahrzeug, Route, Länge... Ich freue mich, dass Du uns weiter begleitest.
LG, Elsa
BarbaraB23 Beiträge · seit 201129. Jan. 2016 · #103
Hallo Elsa, herzlichen Dank für deine Antwort. betr. Innenleben des Bushcampers.Ich meinte ich vor allem, falls ich nicht falsch liege, dass das "Schlafzimmer" nicht über die Leiter ausserhalb des Wagens erreicht wird, sondern durch die Seitentür, wie bei einem Camper eben, man somit im Wageninnern stehen kann. Aber, es gibt so viele Modelle, wir haben noch einen Moment Zeit zum Studieren 😉 Bin voll dabei auf deiner Reise. Lg Barbara
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201429. Jan. 2016 · #104
Hallo Barbara,
ach so meintest Du das. ..... Ja, das feste Schlafzimmer ist ja der clou dieses Bushcampers. Nix auf- und abbauen zu muessen und im Innern hat alles mehr oder weniger seinen Platz, keine grosse Raeumerei und Sucherei. Und das Bett ist wirklich gross genug und bequem. Man kann sogar zu zweit im Wageninnern stehen wenn das Dach hochgeklappt ist. Ausserdem ist die Belueftung super! Man kann praktisch auf allen 4 Seiten was oeffnen, die 3 Seiten des Dachs, dann die Schiebefenster am Bett und am Tisch und die kleine Luke zum Fuehrerhaus. Das war bei der Hitze natuerlich klasse. Und, staubsicher ist die Kabine auch. Nur auf dem Weg nach Savuti , da war dann doch die Grenze erreicht. Wir studieren grad auch noch andere Modelle (Bushcamper von Savanna und Bushlore), das hat aber dann eher damit zu tun, dass wir evtl. dann die Reise in Botswana starten wuerden und wir mal das Liegen oben ausprobieren wollen. Ab Windhoek wuerden wir den Asco aber sofort wieder nehmen.
LG, Elsa
BarbaraB23 Beiträge · seit 201129. Jan. 2016 · #105
hallo Elsa, merci nochmals herzlich für deine ausführlichen Beschreibung, Vorfreude ist ja bekanntlich so was Schönes 😄 lg Barbara
ausddorf146 Beiträge · seit 201631. Jan. 2016 · #106
Vielen Dank für den schönen Reisebericht ! Hat wirklich Spass gemacht ihn zu lesen und die Bilder zu schauen. Lg Oliver
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201431. Jan. 2016 · #107
Hallo Oliver,
danke! Es geht auch gleich weiter mit dem Bericht, bin schon beim Sortieren der Bilder. Musste leider ein paar Tage Pause einlegen, die Arbeit rief.... Wir kommen uebrigens im Bericht bald in die Mobola Lodge ! Kann ich nur empfehlen!!!
Habe in Deinem Beitrag gerade eure Route nachgelesen, wie schoen, da seid ihr ja teilweise auf unseren Spuren unterwegs. Ach, ich koennt grad wieder los...
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201431. Jan. 2016 · #108
Heute steht nichts ausser dem Boatcruise auf dem Programm, fuer den wir uns gestern schon angemeldet hatten.
Nach einem gemuetlichen Fruehstueck mit Blick auf den Okavango gehen wir die naehere Umgebung erkunden. Im Garten und im Bereich der Campsites sind verschieden Baueme und andere Pflanzen namentlich gekennzeichet . Oberhalb des Bootsanlegers gibt es einen schoenen und schattigen Bereich mit Haengematten zum chillen. 😎
Als die ersten Gaeste abgereist sind, duerfen wir uns auch die Chalets der Lodge anschauen. Wow, was fuer ein Luxus! Da kann man sich sehr wohl fuehlen...
Bis zum Nachmittag chillen wir aber auf unserem eigenen Platz, beobachten die Voegel und die Angolaner die auf der gegenueber liegenden Uferseite beim Schilf schneiden, sichern Fotos und erledigen ein bisschen „Hausarbeit“.
Ich nehme mir auch noch einmal unsere Kuehlbox vor und hoffe, dass ich evtl. doch noch ein Ordnungsystem finde, aber vergeblich. Bei jedem Oeffnen ist das Gesuchte garantiert an unterster Stelle, was bedeutet, einmal alles rausholen. Also ums Raeumen kommt man wirklich nicht drumrum, das bleibt auch bis zum letzten Tag so 😠
Irgendwann am Nachmittag geht es dann zum Sunset-Boatcruise. (sorry, im Urlaub haben wir es nicht so mit Uhrzeiten, genauen KM-oder Zeitangaben..) Mit uns sind noch 2 junge schweizer Paerchen mit an Bord, sowie eine gut gefuelle Kuehlbox mit leckeren Getraenken und fuer jeden einen Snackteller.
Unser Guide hat teilweise Muehe uns durch die extrem niedrigen Wasserpassagem zu manoevrieren, so niedrig ist der Wasserstand. Und er ist immer noch am sinken, obwohl sich seit gestern stellenweise ein paar Gewitterwolken zeigen. Heute nacht hatte es schon mal kurz gedonnert und geblitzt.
Die Fahrt flussabwaerst ist landschaftlich wirklich sehr schoen, leider sehen wir aber so gut wie keine Tiere. Nur ein paar versteckte Crocs und jede Menge Wasservoegel. Dafuer ist umso mehr am Ufer los, es werden Koerper, Kinder, Tiere und Waesche gewaschen, gefischt, gespielt, geackert und gepaddelt.
Ploetzlich verfaerbt sich der Himmel dunkel, es zieht Wind auf und faengt an zu donnern und blitzen. Es riecht nach Regen! Endlich! 🤪 Das ganze Land hat es so bitter noetig. Bevor uns der Wind unsere Snacks und den Gin-Tonic vom Boot weht, kehren wir um. Die dunklen Wolken und der Regen ziehen seitlich an uns vorbei, wir bekommen lediglich ein paar Tropfen ab und geniessen weiterhin unsere Fahrt.
Schoen wars durch die Landschaft zu tuckern.
Als wir am Steg zurueck sind bemerken wir, dass es hier wohl doch eine richtige Schauer gab. Es ist alles nass. Und wir haben das Dach hochgeklappt! 😮 Mal sehen, ob an der besagten Flickstelle auch bei uns das Wasser reingekommen ist. Und, ja, es ist!. Kissen und Matratze sind in der Ecke nass. Aber bei der Waerme und Trockenheit nun wirklich kein groesseres Problem.
Am Abend zuenden wir wieder ein schoenes Lagerfeuer und es gibt noch einmal Spiesse.
Morgen haben wir die kuerzeste Fahretappe der ganzen Reise zu bewaeltigen, denn es geht nur nach „nebenan“ zur Mobola Lodge. Dort hatten wir reserviert und wir freuen uns darauf. Mit Maja hatten wir einen sehr netten email-Kontakt. Vorher werden wir aber noch ein wenig auf Game-Drive gehen, in den Mahango Park. Diesen hatten wir schon vor 2 Jahren besucht und es hat uns sehr gut dort gefallen.
Den Tag beenden wir mit unserem Lieblings-Urlaubsspruch: Ach, was geht es uns doch gut! Und natuerlich mit einem Amarula! Oder zwei... 😗
Aus dem „Urlaub“ im Urlaub gruesst euch, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201402. Feb. 2016 · #109
01.10. Game-Drive im Mahango Game Reseve, Mobola Lodge /Divundu
Nach einem gemuetlichen Fruehstueck geht es ans Einrauemen, wir bleiben zwar in der Gegend, wechseln aber nach nebenan auf die Campsite der Mobola Lodge. Dort haben wir fuer 2 Naechte gebucht.
Vorher fahren wir aber noch ins nahe gelegene Mahango Game Reserve, wo wir schon vor zwei Jahren waren. Der Park ist ueberschaubar gross und damals haben wir sehr viele Tiere gesehen. Klein aber fein. Mal sehen, was uns heute erwartet.
Am Gate bezahlen wir unsere kleine Park-Gebuehr (wenn ich da an die botswanischen upper-class Parkgebuehren denke 🤩 ....) und erhalten die Info, dass die Tiere wohl eher am Flussufer zu finden sind.
So ist dann auch, die wenigen die wir sehen halten sich alle in der Naehe des Wassers auf, verstaendlich bei der Hitze und Trockenheit. Ausser uns sehen nur nur wenige Autos. Die Elefanten haben wieder gewuetet, stellenweise ist alles kurz und klein geschlagen 😮 . Wir lassen uns relativ viel Zeit fuer die Loop und bleiben an manchen Stellen auch mal etwas laenger stehen und beobachten die Tiere.
Das Thermometer klettert wieder auf 39, dann 40... ab da guckt man am besten nicht mehr hin... 🤢
Dann geht es zurueck zum Drehkreuz Divundu und auf B8, wieder vorbei an der RiverDance Lodge und der kleinen Ansiedlung bis zur Mobola Lodge, gleich dahinter.
Wir werden herzlich von Maja empfangen, die zur Zeit die Lodge alleine hueten muss. Ihre Maenner sind zum Angeln im Delta 😗 .
Wir haben freie Auswahl und belegen die schoene schattige Campsite #4, links ,ganz hinten am Fluss unter dem grossen Baum. Eigentlich sind alle Plaetze schoen, teilweise mit Unterstand, aber auf #4 hat man den schoensten Blick und den meisten Schatten am Nachmittag. Sogar eine eigene Busch-Dusche, herrlich! 🤪
Direkt hinter dem Zaun betreiben die Dorfbewohner ihre Felder, da wird am Ufer auch gewaschen, mit den Kindern gespielt und Gemuese geputzt. Etwas unpassend zur Idylle ist allerdings, wenn da zwischendurch ein Handy klingelt.
Den Nachmittag verbringen wir faul an unserem Platz, lassen es uns bei kalten Getraenken gutgehen, doesen auf dem Kanu und erkunden die naehere Umgebung. Auf der eigenen kleinen Okavango-Insel kommt man ueber eine tolle Haengebruecke und die Inselbar ist das i-Tuepfelchen, der absolute Traumplatz fuer den Sundowner & Nightdowner.
Die ganze Lodgeanlage, die Inselbar und auch die Chalets sind so geschmackvoll , durchdacht und individuell gestaltet und eingerichtet, dass man sich hier einfach nur wohl fuehlen kann. Wirklich ein kleines Paradies was sich Maja und Alex da geschaffen haben. Von Ruegen an den Okavango, auch nicht so eine alltaegliche Geschichte...
Von der ersten Minute mit dabei, bis zum Ende, unser Wachhund Helmut. Darf ich vorstellen:
Hier hat heute Nacht keiner einer Chance, alles Lebendige, egal ob Tier oder Lodgeangestellte, wird ausnahmslos verbellt und in die Flucht getrieben. Der eigentliche Wachhund, der Schaeferhund Egon bleibt bei Maja. Der dritte im Bunde und Spielgefaehrte ist ein braunes Kalb.
Am Abend grillen wir und um uns herum quaken die Froesche. Hippos sind hier leider keine zu sehen, dafuer fuehrt der Okavango hier zu wenig Wasser. Helmut schlaeft in einer Sandkuehle unter unserem Bushcamper.
Mobola Lodge /Divundu – campsite #4 – der absolute Geheimtipp (wenn man ueberhaupt noch von Geheimtipp reden kann...), eine Lodge mit Selbstversorger-Bungalows und Campsites zum Wohlfuehlen. Sehr saubere Ablutions, Strom, Wasser, Grillstelle, Aussendusche, eine tolle Inselbar, Boots- und Angelausfluege. Bei Maja kann man auch eingefrorenes Fleisch kaufen, sowie Gemuese ( Farm Tigerquelle ) und auch Brot. Sie verkauft auch ihre Bilder und ein paar Souveniers. Auch als Camper wuerde es sich hier besonders lohnen in einem der schoenen Chalets zu wohnen. 2-3 Tage Aufenthalt sind auch bei der naechsten Reise hier wieder ein Minimum!
felix__w705 Beiträge · seit 201403. Feb. 2016 · #110
Elsa schrieb:Wir haben freie Auswahl und belegen die schoene schattige Campsite #4, links ,ganz hinten am Fluss unter dem grossen Baum. Eigentlich sind alle Plaetze schoen, teilweise mit Unterstand, aber auf #4 hat man den schoensten Blick und den meisten Schatten am Nachmittag. Sogar eine eigene Busch-Dusche, herrlich! 🤪
Danke für den Bericht. Dann werde ich wohl bald 2 Nächte (fast genau 1 Jahr nach euch) reservieren und wohl schreiben, wir würden die No 4 bevorzugen.
Wir werden von da aus auch das Mahango Game Reserve besuchen. Am nächsten Tag geht es dann früh zu Dan für eine Bootstour/safari über Nacht.
Max Power570 Beiträge · seit 201103. Feb. 2016 · #111
Danke für die tollen Mahango Errinnerungen! Ich habe das letzte mal auch fahrlässiger weise nur 2 Nächte eingeplant und wir konnten spontan noch eine 3te nacht dranhängen! Das lohnt tatsächlich! Der Park hat was magisches, wenn man sich Zeit nimmt. Und zur Not mal in den Buffalo (Core Area) fährt 😉
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201403. Feb. 2016 · #113
@Felix: neben dem Mahango kann ich Dir aber auch noch den Buffalo Park auf der anderen Seite sehr empfehlen, er liegt praktisch dem Mahango Park gegenueber auf der anderen Uferseite. Er ist ein bisschen "wilder" und es waren dort seeehr viele Elis und Bueffel unterwegs. Die Pisten sind teilweise auch etwas rauher.
@Amos: wir finden diese beide Parks auch sehr schoen und Mobola, ach.., jederzeit gerne wieder!
@Topobaer: ja, ich erinnere mich vage dass da zwei blaue Kanus bei der Haengebruecke lagen. Ob sie damit nun Touren anbieten, weiss ich leider nicht, aber ich denke die duerfen evtl. auch von den Gaesten benutzt werden. Die Gegend wurde ich jetzt mal als geeignet dafuer einschaetzen, obwohl ich da jetzt nicht die Expertin fuer bin. Ich wuerde da einfach bei Maja nachfragen.
Danke uebrigens an alle "Danke"-Button-Druecker!
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201403. Feb. 2016 · #114
02.10. Game-Drive im Buffalo Park – Mobola Lodge /Divundu
Ach was ist das hier schoen! Ausschlafen ist angesagt. Helmut haelt immer noch Wache vor dem Auto!
Im Schatten unseres grossen Baumes gibt es heute „Fruehtsueck Komplett“, mit Spiegeleiern und Speck. Auf dem Feld hinter dem Zaun wird schon geackert und getratscht, die Kleinen hinten auf dem Ruecken schlafen.
Das einzige Programm heute ist erst am Nachmittag, da wollen wir zum Game-Drive in den Buffalo Park, den wir noch nicht kennen. Vor 2 Jahren fehlete uns dafuer leider die Zeit.
Bis dahin wird gechillt. Bei der Hitze sehr vernueftig. Ausserdem haben wir eine tolle Busch-Dusche!
Mittags gibt es einen kleinen Snack, am Nachmittag brechen wir dann auf nach Divundu. Dann geht es auf der B8, dem Trans-Caprivi-Highway, ein paar KM bis zum Abzweig in den Buffalo Park.
Das erste Stueck bis runter an die Riverfront sehen wir nicht sehr viele Tiere, nur die ueblichen Verdaechtigen, jede Menge Kudus und ein paar Elis.
Die Landschaft hier verdient den Namen: Elefanten-Verwuestungsgebiet! Ganze Arbeit haben sie hier geleistet. Durch die extreme Trockenheit sieht alles noch karger und schlimmer aus. Die Pad ist teilweise ziemlich ruckelig und auch stellenweise tiefsandig. Dadurch wirkt alles etwas wilder als im gegenueber liegenden Mahango Park, welcher irgendwie „aufgeraeumter“ wirkt.
Solche Szenen gehoeren in der Wildnis einfach auch dazu, ein Elefantenbaby-Kadaver, wahrscheinlich eine Totgeburt
Unzaehlige Eli-Gruppen kreuzen unseren Weg (keine Sorge, ich werde euch jetzt nicht jede Gruppe praesentieren...). Ausserdem ist es auch mal ganz schoen, einfach nur zu gucken, ohne Kamera vor der Nase. Bei dem grellen und spaeterem Gegenlicht nervt auch das staendige Brille hoch – Brille runter irgendwann.
Wir fahren ziemlich weit an der Riverfront entlang, es gibt schoene Haltestellen mit tollem Blick auf die Ebene und dem Wasser, Pools in denen sich die Bueffel suhlen, viele Voegel und mehrere kleine Eli-oder Zebra Gruppen die durch die Buesche ziehen.
Auch unsere „amigos“ sind wieder da“!
Zum Schluss muesen wir uns fast noch beeilen um rechtzeitig wieder aus dem Park zu kommen. Es hat uns hier sehr gut gefallen und man koennte einige Stunden hier verbringen.
Zurueck auf unserer Campsite werden wir natuerlich schon sehnsuechtig erwartet, von Helmut natuerlich. Obwohl er heute ein paar Camper mehr zur Auswahl hat, bleibt er uns treu. Dann folgt das uebliche Ritual.
Spaeter gehen wir noch rueber zur Inselbar und unterhalten uns mit Maja und den anderen Gaesten und geniessen unseren 2. Sundowner mit Blick auf den Okavango!
Ein wenig nuechtern sollte man aber fuer den Rueckweg durch den Busch und ueber die Bruecke schon noch sein!
Morgen geht die Reise weiter. Einerseits freuen wir uns auf den Etosha NP, andererseits haetten wir es hier auf Mobola auch noch laenger ausgehalten. Aber wir kommen ja wieder!
LG, Elsa
felix__w705 Beiträge · seit 201403. Feb. 2016 · #115
Elsa schrieb:@Felix: neben dem Mahango kann ich Dir aber auch noch den Buffalo Park auf der anderen Seite sehr empfehlen, er liegt praktisch dem Mahango Park gegenueber auf der anderen Uferseite. Er ist ein bisschen "wilder" und es waren dort seeehr viele Elis und Bueffel unterwegs. Die Pisten sind teilweise auch etwas rauher.
Danke auch für diesen Tip. Ich habe ihn gerade in das 'Planungs-Dokument' geschrieben.
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201404. Feb. 2016 · #116
03.10. - Von Divundu zum Etosha NP – Onguma Bush Camp
Heute haben wir eine sehr lange Strecke vor uns, dementsprechend stehen wir frueh auf. Es gibt heute nur ein schnelles Fruehstueck, dann packen wir zusammen und verabschieden uns von Maja, von Mobola und natuerlich auch von Helmut.
so frueh am Morgen war es noch RICHTIG KALT!!
was sind das fuer Fruechte?
Dann geht’s auf die langweilige Strecke zunaechst bis Rundu. Wir passieren wieder viele, kleinere Doerfer, ein reges Treiben herrscht am Rande der Teerstrasse. Gefuehlte 100 x kreuzt alles was Fuesse, Pfoten oder Hufe hat die Fahrbahn. Man muss staendig auf der Hut sein. So wird die Fahrt nicht langweilig und ruck zuck sind wir in Rundu.
Was fuer ein Gewusel, so viele Menschen sind wir nicht mehr gewoehnt. An der Tanke werden wir von allen Seiten belagert. Jeder will was verdienen. Aber nur 2 freuen sich dann, der Tanker und der Scheibenputzer. Waehrend ich mich auf Suche nach einem ATM mache, der auch Geld hat, verbarrikadiert sich D. im Auto. Vom letzten Besuch hier in Rundu vor 2 Jahren wissen wir, hier gibt es Langfinger!
Wir sind gut in der Zeit und sezten nun die Reise nach Sueden fort. Hinter Murunani und der x-ten Vet-Kontrolle biegen wir auf die Pad D 3016 ab, bis Tsintsabis, danach geht es auf der D 3001 Richtung Etosha. Die Strecke ist gut zu fahren, mal mehr - mal weniger Wellblech und wir sind weit und breit die einzigen, die hier unterwegs sind. Die Landschaft ist eigentlich ganz abwechslungsreich, mal trockener Busch, mal Makalanis, mal Farmland, mal auch einfach nichts. Den einzigen Baobab weit und breit lassen wir regelrecht links liegen, bei der Hitze kann er uns nicht mehr zu einem kleinen Umweg ueberzeugen.
Wenn man ohne Navi unterwegs ist, brauchts manchmal schon ein wenig Orientierungssinn... (zur Aufklaerung: anders als in Botswana, sind wir in Namibia nur mit einer Papierkarte unterwegs, was voellig ausreichend ist).
Unser heutiges Ziel ist das Onguma Bush Camp, wo wir am Nachmittag, nach ca. 7 Stunden Fahrt ,endlich ankommen. Wir haben nicht vorgebucht . Das Camp kennen wir bereits und weckt schoene Erinnerungen. Diesmal allerdings geht es auf die Leadwood Campsite, denn wir wollen in Laufdistanz zur Lodge bleiben.
Wir bekommen die letzte freie site „Steenbock“ und richten uns ein. Danach geht’s erstmal zur Lodge wo wir uns auf der wunderschoenen Veranda einen verdienten Drink goennen!
Danach chillen wir noch ein wenig am Pool und melden uns zum Dinner an, welches wieder erstklassich ist. Normalerweise „pampern“ wir ja immer die Gaeste, aber heute ist es auch mal schoen, selbst bedient zu werden.
Am Wasserloch laesst sich heute abend nur eine einzelne Giraffe und ein paar Voegel blicken.
Fuer morgen frueh haben wir uns zum Morning Game-Drive angemeldet. Wir sitzen noch eine Weile draussen und hoeren den Nachtgeraeuschen zu. Und das Schoenste ist: wir hoeren Loewengebruell! Zwar ganz weit entfernt, aber hauptsache sie sind da!!!!!
Onguma Bush Camp/Etosha – Site „Steenbock“ auf der Leadwood Campsite : grosszuegiger und schattiger Platz mit eigenen Ablutions in nur 5 minuetiger Laufdistanz zur Lodge. Camper sind am Pool und im Rest./Bar ebenfalls willkommen. Die neue Tamboti Campsite ist zwar neuer und mit mehr Komfort , aber wir wollten in der Naehe der Lodge bleiben. Die ganze Anlage kommt fuer uns in die Kategorie „Schoener Wohnen in Afrika“ und hat ein gutes Preis-Leistungsverhaeltnis. Ausserdem ist sie nicht so gross. Die Game-Drives sind immer sehr schoen. Dadurch dass das Camp in einem eigenen grossen Reserve liegt, gibt es hier auch in unmittelbarer Naehe Wildtiere zu sehen und zu hoeren.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201004. Feb. 2016 · #117
Hallo Elsa,
herzlichen Dank für die vielen Fotos vom Buffalo Park 😘 - jetzt weiß ich wenigstens wie es an der Riverfront aussieht. Wir haben uns mit unserem 2x4 ja nicht runtergetraut 😊 .
Aber vielleicht gut so - sonst hätte Rennade dort eventuell Büffel gesehen und deshalb keine Motivation für eine Botswanareise 😄 !
War für euch eigentlich die "Dramaturgie" mit erst Botswana und dann Namibia/Caprivi okay?
Liebe Grüße von Bele
P.S. Ups, da hast du gleichzeitig weitergeschrieben - freue mich schon auf die Bilder von Onguma 😉
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201404. Feb. 2016 · #118
Hallo Bele,
also mit einem 2x4 waere ich da auch nicht zur Riverfront runtergefahren. Auf dem Stueck runter haettet ihr womoeglich schon aufgesetzt und stellenweise war es auch ziemlich sandig. Aber die Riverfront fanden wir hier richtig schoen, vor allem hat man hier in diesem Park viel mehr davon gesehen als drueben im Mahango Park. Aber was die Tierdichte angeht, klar, nicht vergleichbar mit der Chobe Riverfront. Das ist dann schon noch eine andere Kategorie. Schoen ist hier aber, dass Du wirklich kaum Autos siehts, wobei wir uns am Chobe auch nicht beklagen konnten.
Zur Dramatuergie schreibe ich im Fazit noch was. Die Frage ist schon berechtigt und beim naechsten Mal wuerden wir es wohl auch wieder anders machen. Aber fuer diese Reise war es so ok.
LG, Elsa
felix__w705 Beiträge · seit 201404. Feb. 2016 · #119
Elsa schrieb:Die ganze Anlage kommt fuer uns in die Kategorie „Schoener Wohnen in Afrika“ und hat ein gutes Preis-Leistungsverhaeltnis. Ausserdem ist sie nicht so gross. Die Game-Drives sind immer sehr schoen. Dadurch dass das Camp in einem eigenen grossen Reserve liegt, gibt es hier auch in unmittelbarer Naehe Wildtiere zu sehen und zu hoeren.
Das tönt gut. Wir haben eine Nacht in Tamboti reserviert.