D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201227. Sept. 2015 · #1
Liebe Leserinnen und Leser
Beim Titel konnte ich mich nicht wirklich festlegen. Fest steht: wir hatten tolle Tiersichtungen, waren dafür etwas weniger zu Fuss unterwegs als bei früheren Reisen. Ausserdem war eine dreitägige Bootstour dabei.
Wie üblich findet ihr Markus' Fotos auf seiner Flickr-Galerie hier verlinkt oder in der Signatur. Ich ergänze die Bilder mit meinen dokumentarischen Bildern im Bericht.
Nach dem Süden in 2013 sollte diesmal der Norden von Namibia unser Reiseziel sein. Mein Bruder Diego begleitete uns auf der Reise, sodass wir zu dritt unterwegs waren. Es war eine vierwöchige Campingreise mit nur drei Übernachtungen in festen Unterkünften. Wir hatten einen Toyota Hilux 2.5 gemietet mit Campingausrüstung, jedoch ohne Dachzelte. Dafür hatten wir unsere Bodenzelte, Matten und Schlafsäcke von zuhause mitgebracht. Wir brauchten die ganze Reise nur das Innenzelt und Markus und ich haben auch öfters ohne Zelt geschlafen.
Diegos Innenzelt auf der Wüstenquell Campsite
Unser Schlafplatz ohne Zelt auf der Mowani Campsite
Beide Zelte und Hilux auf der Nunda River Lodge Campsite
Reserviert hatten wir die erste Nacht im Guesthouse in Windhoek, die Campsites in Sesriem, Wüstenquell, Mowani und Olifantsrus sowie die festen Unterkünfte in Okaukuejo und Halali und eine 3-Tages-Boots-Campingtour auf dem Kwando. Die restlichen Campsites sind wir vor Ort angefahren und hatten nirgends Probleme unterzukommen. Trotz Hochsaison ist es ausserhalb der Hotspots einfach, eine Campsite zu finden, vor allem, wenn man am Morgen kurz anruft oder rel. früh vor Ort ist.
So, genug Vorgeplänkel, jetzt geht's los 😄
Samstag, 15.8.15 Wir flogen in aller Herrgottsfrühe von Zürich nach Frankfurt und nach ein paar Stunden Aufenthalt mit dem Condor-Tagesflug nach Windhoek. Die Crew war extrem freundlich und der Service an Bord war sehr gut, aber insgesamt liess der Service von Condor zu wünschen übrig. Mehrmals wechselten die Abflugzeiten, sodass die Anschlussflüge nicht mehr passten und wir längere Aufenthalte in Frankfurt hatten als bei der Buchung angegeben. Bei Anrufen bekamen wir jedesmal inkompetente oder falsche Auskünfte. Der Flug verlief sehr ruhig. Über der Sahara waren jedoch riesige rosa Sandwolken zu sehen. Nach Ankunft in Windhoek ging die Ebola- und Passkontrolle relativ schnell vorbei und auch unsere Taschen kamen bald übers Band. Das Taxi unseres Autovermieters wartete und nahm auch noch zwei weitere Gäste mit, die wir unterwegs in einer Lodge abluden. Leider sah man gar nichts, da es dunkel war und nach der Ankunft im Chameleon Guesthouse genehmigten wir uns noch ein kurzes erstes Bier, 🤪 bevor wir müde ins Bett sanken. 😏
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201227. Sept. 2015 · #3
@ Zugvogel: Du kannst gerne mitfahren.
Sonntag, 16.8.15 Um 7.30 Uhr holte uns nach einem spartanischen Frühstück im Backpacker ein Taxi ab, der uns zur Autovermietung brachte. Wir inspizierten unseren schon etwas angejahrten Toyota (passte zu uns 🤩 🤪 😗 ), erledigten den Papierkram und machten uns anschliessend auf den Weg zum Tanken, Geld beziehen und Einkaufen. Als dies erledigt war fuhren wir auf der geteerten B2 Richtung Süden. Kurz nach Rehobot, nach ca. 80 km ging’s dann auf Gravel weiter. Wir sahen erste Tiere und fuhren schliesslich über den Spreegshoogte-Pass runter in die Namibwüste.
Erste Vögel fotografisch festgehalten: Mountain Wheatear (Chat)
Dunstiger/staubiger Blick vom Pass runter in die Namib
Solitaire liessen wir links liegen, weil wir am übernächsten Tag nochmals hier vorbeikommen würden und fuhren weiter Richtung Sesriem. Ständig überholten uns Tourbusse und Autos, obwohl wir keineswegs im Schneckentempo unterwegs waren. Dies ist auf Gravel sehr gefährlich, da man wegen der riesigen Staubwolken nichts sieht. Ein Auto war dann wirklich zu schnell und überschlug sich nach dem Überholmanöver direkt vor uns. Glücklicherweise waren wir sowieso schon langsamer wegen der Staubwolke und der damit verbundenen schlechten Sicht und so konnten wir rechtzeitig bremsen. Den Insassen des Autos hatte es zum Glück auch nicht viel gemacht, aber der Wagen hatte Totalschaden. Wir halfen den beiden, aus dem auf der Seite liegenden Auto zu klettern und machten uns nach Eintreffen von weiteren Helfern auf, die Behörden in Sesriem zu informieren. Danach checkten wir auf dem Campground für zwei Nächte ein und fuhren noch zur Elim-Düne, wo wir einen schönen Sonnenuntergang erlebten.
Elim's Dune
Das Nachtessen nahmen wir in der benachbarten Sossusvlei-Lodge ein, wo wir 8 verschiedene Wildarten probierten, dazu ein südafrikanischer Wein: Sehr lecker!
So ging unser erster Reisetag mit schönen Erlebnissen zu Ende - der Unfall hatte uns allerdings schon geschockt und wir sprachen noch lange darüber und waren von da an noch sorgfältiger als ohnehin.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201227. Sept. 2015 · #4
Montag, 17.8.15 Das einzige Mal auf dieser Reise hatten wir den Wecker gestellt, um rechtzeitig losfahren zu können, um den Sonnenaufgang in den Dünen rund um Sossusvlei zu erleben. Wir waren nicht die ersten und wurden auch etliche Male überholt von Touristen, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten. Trotzdem schafften wir es bis zum Sonnenaufgang zum Parkplatz des Deadvlei.
Wir marschierten in klirrender Kälte zum Deadvlei, wo erst wenige andere Personen unterwegs waren. Wir verbrachten ca. 2 Stunden dort mit Staunen und Fotografieren. Nach und nach trafen immer mehr Leute ein und wir ergriffen die Flucht. Wir fuhren ins Sossusvlei rüber, wo wir erst mal richtig frühstückten und uns etwas umsahen.
Im Baum über uns entdeckten wir ein Paar Spotted Eagle-Owls. Was für eine tolle Sichtung.
Wir organisierten unser Gepäck noch besser, da wir am Vortag dafür keine Zeit gehabt hatten und kletterten anschliessend auf eine hohe Düne, von wo man einen tollen Überblick über die Vleis hatte. Als das Licht wärmer wurde, kehrten wir ins Deadvlei zurück, wo wir nochmals Fotos machten. Diesmal waren wir zuerst ganz allein, später kamen noch 5 Leute dazu. Am Abend ist es eindeutig ruhiger und das schöne Licht ist länger als am Morgen. Wir konnten den Hype mit dem Sonnenaufgang nicht wirklich nachvollziehen.
Nach einer schönen Rückfahrt gingen wir nochmals in die Sossusvlei-Lodge. Trotz einiger gleicher Komponenten wie am Vortag gab es auch neue Speisen und einen neuen Wein zu entdecken.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201027. Sept. 2015 · #5
Huhu Daniela,
ich bin natürlich auch dabei und bin unter anderem auf unsere weiteren gemeinsamen Stationen gespannt - auch wenn ich mir die Fotos von Markus natürlich schon angeschaut habe 😉
War ja wirklich lustig dass unser Treffen nach zwei misslungenen Versuchen dann doch noch geklappt hat 🤪 ! Aber bis dahin dauert es ja noch eine ganze Weile, sowohl bei euch als auch bei uns!
Topobär5'479 Beiträge · seit 200928. Sept. 2015 · #6
Hinsichtlich der besten Zeit im Sossusvlei stimme ich Dir vollkommen zu. Mir hat der Nachmittag auch immer viel besser gefallen. Man hat länger gutes Fotolicht, es sind weniger Menschen unterwegs und man muss nicht mitten in der Nacht aufstehen.
tiggi1'558 Beiträge · seit 201128. Sept. 2015 · #7
Hey Daniela, ich bin ebenfalls dabei, so kann ich einige Ziele meiner eigenen Reise bei euch verfolgen. Ich komme mit meinen Bildern nur langsam voran und genieße eure Erlebnisse (vielleicht finde ich deshalb für meine Bilder kaum die Zeit 😈 ) Das Sossusvlei am ( Spät-) Nachmittag ist zum Fotografieren absolut genial, nicht nur wegen der wenigen Menschen, die Sonne taucht die Umgebung in fantastische Farben. Ich habe es sehr bedauert, dass das Gate dennoch früh (18.00 Uhr) 😮 schließt.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201229. Sept. 2015 · #9
@Champagner: ja, ja, was würdest du deinen Schülern sagen, wenn sie schon vorher die Lösungen anschauen 😉 🤪
@Topobär & tiggi: Wir machen besser nicht zuviel Werbung für Sossusvlei am Abend, sonst sind wir nächstes Mal nicht mehr so allein 🤩
@Applegreen: Ich habe deinen Bericht auch verschlungen, weil evt. auch eine Reise mit meiner 85. jährigen Mutter ansteht - allerdings nach Jordanien und sie ist in ihrem Leben viel gereist Du kannst jedenfalls gerne mitfahren
Übrigens: das diesige, trübe Licht hatten wir auch - glücklicherweise erst weiter nördlich. Laut den Besitzern auf der Rustig Toko Lodge sei ausser dem Wind auch die gelegten Brände eine Ursache. Man sah auch tatsächlich kleine Aschestücke in der Luft und diese wurden abgeregnet.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201229. Sept. 2015 · #10
Liebe Fomis, ich schaffe wieder eine Etappe zu publizieren.
Dienstag, 18.8.15 Am Morgen packten wir nach dem Frühstück unsere Siebensachen zusammen und machten uns auf den Weg nach Norden. Diesmal hielten wir in Solitaire, unter anderem darum, weil wir noch Bier und Wein kaufen wollten. 😗 Am Sonntag konnten wir ja in Windhoek keinen Alkohol kaufen. Ausserdem kauften wir noch Brot und Apfelkuchen in der Bäckerei. 😘 🙂
Weiter über die Pässe und Canyons fuhren wir bis nach Wüstenquell. Unterwegs sahen wir allerlei Tiere: Oryx, Bergzebras, Warzenschweine, Strausse und andere Vögel. Kurz vor der Einfahrt von Wüstenquell stiessen wir auf eine riesige, üppige Welwitschia, die die „Ausstellungstücke“ auf dem Welwitschia-Trail übertraf.
Sociable Weaverbird
Welwitschia Mirabilis mit Grössenvergleich
Auf Wüstenquell checkten wir ein und fuhren die ca. 2 km zur einzig verbliebenen Campsite „Papierbaum“ (Commiphora). Der Platz ist unglaublich schön in die Felskugeln und –Formationen eingebettet. Wir waren begeistert und machten zum ersten Mal selbst ein Braai (BBQ) auf dieser Reise. Das Oryx-Steak gelang hervorragend und die Gemsquatch-Kürbisse waren auch lecker. Markus und ich schliefen das erste Mal unter freiem Himmel, nur die Milchstrasse über uns.
speed66751 Beiträge · seit 201130. Sept. 2015 · #11
Ja hallo Daniela,
na da hätten wir ja ein mehrfaches Forumstreffen am Di, 18.8. auf Wüstenquell hinbekommen... Wir waren dort im Red Rock Chalet und haben auf eure Campsite geblickt (ich muss nachher mal schauen - ich glaub ich hab ein Foto von oben gemacht...). Und nur so nebenbei war das andere Chalet auch von einer Fomi "besetzt". Am nächsten Tag sind wir schon weitergereist, deswegen finde ich es umso spannender mir von euch fotographisch berichten zu lassen. Freu mich auf die Weiterreise und allerhöchsten Respekt und Dank für das schnelle Berichten! LG, Nette
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201230. Sept. 2015 · #12
Hallo Nette
Wir haben auf Wüstenquell niemanden getroffen, ausser beim Haus beim Ein- und Auschecken. Die Einsamkeit war auch ein Teil des Reizes von Wüstenquell. Wie's bei den Chalets aussieht, hätte mich aber schon interessiert.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201230. Sept. 2015 · #13
Es geht weiter in Wüstenquell
Mittwoch, 19.8.15 Am Morgen machten wir eine ausgedehnte Wanderung auf einem der Wanderwege der Gästefarm. Dieser führte abwechslungsreich an diversen Felsformationen, Pflanzen und Rivieren vorbei und wir genossen es sehr. Nach ca. 4 Stunden zurück auf der Campsite assen wir etwas Kleines und machten Siesta. Anschliessend absolvierten wir noch einen anderen, kürzeren Wanderweg, der neue Ausblicke bot. Den ganzen Tag begegneten wir keiner Menschenseele. Leider sahen wir ausser Vögeln auch keine Tiere. Lediglich am Vorabend beim Reinfahren zeigte sich eine Warzenschwein-Familie. Es war alles sehr trocken und die Dämme waren leer. Am Abend gab es wieder Braai, diesmal Eland mit Maiskolben.
Hier ein paar Pflanzen auf Wüstenquell - Markus hat unterdessen die Felsen abgelichtet
Euphorbie (welche?)
Commiphora (Papierbaum)
Talerbusch
Donnerstag, 20.8.15 Schweren Herzens räumten wir unsere Utensilien ins Auto und verliessen diesen wunderschönen Ort am nächsten Morgen. Sehr sehr schade, dass diese letzte Campsite nicht erhalten bleibt. 🙁 Sie ist wirklich wunderschön und wir wären auch bereit gewesen, mehr zu zahlen. Wir fuhren nach Usakos, wo wir unsere Vorräte aufstockten und anschliessend nach Ameib fuhren. Bereits am Mittag waren wir da und fuhren nach dem Einrichten des Camps gleich zur Bull’s Party, riesigen Granitkugeln, die sich malerisch in der Landschaft verteilen. Eigentlich wollte ich den Klettersteig auf den Elephant’s Head machen, aber ich riss mich zu spät von den Felskugeln los, sodass ich nur bis zum Einstieg ging und anschliessend zurück, da die Sonne schon tief stand. Die Campsite von Ameib war okay, aber kein Vergleich zu Wüstenquell.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201230. Sept. 2015 · #14
Es geht weiter in Wüstenquell
Mittwoch, 19.8.15 Am Morgen machten wir eine ausgedehnte Wanderung auf einem der Wanderwege der Gästefarm. Dieser führte abwechslungsreich an diversen Felsformationen, Pflanzen und Rivieren vorbei und wir genossen es sehr. Nach ca. 4 Stunden zurück auf der Campsite assen wir etwas Kleines und machten Siesta. Anschliessend absolvierten wir noch einen anderen, kürzeren Wanderweg, der neue Ausblicke bot. Den ganzen Tag begegneten wir keiner Menschenseele. Leider sahen wir ausser Vögeln auch keine Tiere. Lediglich am Vorabend beim Reinfahren zeigte sich eine Warzenschwein-Familie. Es war alles sehr trocken und die Dämme waren leer. Am Abend gab es wieder Braai, diesmal Eland mit Maiskolben.
Hier ein paar Pflanzen auf Wüstenquell - Markus hat unterdessen die Felsen abgelichtet
Euphorbie (welche?)
Commiphora (Papierbaum)
Talerbusch
Donnerstag, 20.8.15 Schweren Herzens räumten wir unsere Utensilien ins Auto und verliessen diesen wunderschönen Ort am nächsten Morgen. Sehr sehr schade, dass diese letzte Campsite nicht erhalten bleibt. 🙁 Sie ist wirklich wunderschön und wir wären auch bereit gewesen, mehr zu zahlen. Wir fuhren nach Usakos, wo wir unsere Vorräte aufstockten und anschliessend nach Ameib fuhren. Bereits am Mittag waren wir da und fuhren nach dem Einrichten des Camps gleich zur Bull’s Party, riesigen Granitkugeln, die sich malerisch in der Landschaft verteilen. Eigentlich wollte ich den Klettersteig auf den Elephant’s Head machen, aber ich riss mich zu spät von den Felskugeln los, sodass ich nur bis zum Einstieg ging und anschliessend zurück, da die Sonne schon tief stand. Die Campsite von Ameib war okay, aber kein Vergleich zu Wüstenquell.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200801. Okt. 2015 · #15
Hallo, D und M
zu deinen Pflanzen-Fragen: Wahrscheinlich: Euphorbia virosa u. (Papierbaum) Commiphora glaucens
und die, die sich immer so gern in die Felsspalten klemmen scheinen Ficus zu sein ...spec. 😉
Vielen Dank für deinen Bericht!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201201. Okt. 2015 · #16
Hallo Lillytrotter
Vielen Dank für die Bestimmungshilfe. Im Moment bin ich daran, bei den Vögeln weiterzukommen. Die Pflanzen kommen dann auch noch dran. Die Familie stimmt ja immerhin schon mal 🙂
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201201. Okt. 2015 · #17
Freitag, 21.8.15 Wir verliessen Ameib und waren etwas enttäuscht, dass wir keine Säugetiere gesehen hatten. 2013 hatten wir viele Sichtungen in Ameib. Glücklicherweise entdeckten wir dann doch Giraffen neben der Pad beim Rausfahren. Die ersten Giraffen, die Diego zu Gesicht bekam. Er war ganz gierig auf Tiersichtungen, obwohl ich ihm klar zu machen versuchte, dass der erste Teil der Reise vor allem landschaftliche Highlights bot. Es gäbe zwar zum Beispiel Elefanten, wo wir jetzt hinfuhren, aber die Wahrscheinlichkeit, sie zu sehen, sei klein. Wir fuhren über Uis zur Brandberg White Lady Lodge, wo wir uns einrichteten und das Mittagessen einnahmen. Plötzlich sprang Diego auf und sagte ganz aufgeregt „ein Elefant“. 🤩 Tatsächlich war ein Bulle auf der Campsite und trank in aller Seelenruhe von einem Gartenschlauch. 🤢 Wir pirschten uns vorsichtig zu Fuss näher an, um Fotos machen zu können. Glücklicherweise war er völlig relaxt und offenbar regelmässiger Gast im Camp, sodass ihn Menschen nicht weiter irritierten.
Am Nachmittag fuhren wir zum Ausgangspunkt für die Wanderung zur White Lady und liefen die paar Kilometer bei schönstem Licht zu den Malereien. Diese sind interessant und unser Guide wusste auch einiges über Pflanzen, Tiere und die Entstehung der Malereien zu erzählen. Insgesamt ein lohnender Ausflug.
Paviane am Brandberg
Sonnenuntergang am Brandberg
Nach Natur und Kultur gaben wir uns dann auch noch den leiblichen Genüssen hin 😗 🤪 bevor wir in den Schlafsack krochen.
D und MThemenstarter435 Beiträge · seit 201202. Okt. 2015 · #20
Liebe Fomis
Es geht weiter Richtung Norden
Samstag, 22.8.15 Diego wollte unbedingt noch mehr Elefanten sehen und schlug deshalb vor, nicht die normale Strasse zu nehmen, sondern entlang dem Rivier weiterzufahren. Wir sahen zwar keine Elefanten, landschaftlich war die Fahrt aber sehr schön, wenn auch etwas holprig und nur dank GPS möglich.
Am Mittag checkten wir auf der Mowani-Campsite ein. Diese Campsite liegt zwar schön, der Service war aber lausig (Bad und Küche nicht geputzt 😵 , Donkey erst um 17.30 Uhr eingeheizt statt um 16.00 Uhr wie versprochen 😈 ) und die Plätze sind meines Erachtens zu nahe beisammen. Das Preis-Leistungsverhältnis hat für mich nicht gestimmt.
Am Nachmittag fuhren wir nach Twyfelfontein, um die eindrücklichen Felsgravuren zu besichtigen. Wir machten den etwas längeren Kudu-Trail. Neben den Felsgravuren fanden wir vor allem die Dassie-Rats (Petromus Typicus) interessant, die wir noch nie bewusst gesehen hatten. Diese haben im Gegensatz zu den Rock-Dassies einen Schwanz, sind jedoch keine Ratten, sondern der einzige Vertreter einer eigenen Familie und endemisch in Namibia und Angola.
Dassie Rat, leider nicht ganz scharf, das Licht war schlecht und das Vieh hat kaum ruhig gehalten
Bilder von Twyfelfontein erspare ich euch, die gibt's zur Genüge. 😉