Netti59847 Beiträge · seit 201513. Aug. 2015 · #81
Ich kann ja nur von deinen Bildern ausgehen und von daher wäre ich auch lieber an der Spitzkoppe geblieben 😉 Felsen halt 🙂 Das sieht wirklich schön dort aus und nach der öden Fahrt, oh je 1,5 Std. durch´s Niemandsland, wäre die Spitzkoppe eine willkommene Abwechslung gewesen.
Das Visitor Center - ähh Rezeption sieht lustig aus. Danke für´s Bild 🙂 Und der junge Mann davor, war das der Manager? Was liegt oder sitzt da auf dem runden Stein? Ist das ein Blatt oder ein Tier? Ich kann´s nicht erkennen.
OK, jetzt sind wir auf Ameib. Bin gespannt, was ihr so machen werdet. Aber eins steht fest, ihr habt mal wieder einen tollen Sundowner 🙂 🙂 🙂 schmacht .............
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201413. Aug. 2015 · #82
Hallo Netti,
ja, uns hätte die Spitzkoppe zum Übernachten auch besser gefallen. Aber wir wollten halt auch wandern auf Ameib und so haben wir uns halt für Ameib entschieden. War ja auch nicht schlecht, aber gegen die Steiner der Spitzkoppe kommt Ameib halt nicht an.
Der Mann, der da so gelangweilt "rumlungert" hat zur Anlage gehört. Aber Manager? Ich glaube nicht.
Tja, das auf dem Stein ist kein Blatt und auch kein Tier, das ist der Rest eines toten Tieres 😛 , besser der Schädel. Voll gruselig.
Und was wir bisher alles gelernt haben 😄 : * wir brauchen für alles ein Permit, gell Netti 😁 * Namibia ist das volle Dienstleistungsland - man wird immer abgeholt und wieder zurückgebracht, wenn man eine Tour macht * und das wichtigste an allem ist der Sundowner - ohne einem gescheiten Sundowner geht gar nichts 😈
Hallo Lola - Katze, Vielen Dank für den tollen Bericht und die super Bilder! Die Steine an der Spitzkoppe sehen klasse aus. Dank Deines Berichtes weiß ich jetzt auch, dass es zeitmäßig passt von Ameib über die Spitzkoppe nach Swakopmund zu kommen. Mir graust jetzt schon vor den1,5 Stunden "Nichts". LG Lollo
Netti59847 Beiträge · seit 201513. Aug. 2015 · #84
Lollo schrieb: Mir graust jetzt schon vor den1,5 Stunden "Nichts". LG Lollo
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201413. Aug. 2015 · #85
Ja, solche Fahrten sind wirklich nicht schön. Am wichtigsten ist es, den Fahrer bei Laune zu halten 😄 . Ihn mit Kaffee oder Cola zu versorgen, gute (=laute und aggressive) Musik einzulegen und hin und wieder eine Pipipause zu verlangen 😗 . Dann gehen auch solche" Nichtlandschaftsfahrten" vorbei. Und sobald man dann die Spitzkoppe sieht, weiss man, dass die Öde bald ein Ende hat.
Ja, das reicht ewig wenn ihr von Ameib über die Spitzkoppe bis nach Swakopmund wollt. Ihr müsste halt rechtzeitig losfahren, damit ihr nach hinten raus genügend Zeit habt. Wann seid ihr unterwegs? Bei uns waren die Tage ja ziemlich kurz, d.h. ab etwa 6:30 Uhr war es hell und ab 18:00 Uhr war es dann fast stockdunkel.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201413. Aug. 2015 · #86
Tag 22: Mittwoch, 1.Juli 2015 – Philipps Cave, Elephant´s Head und Bull´s Party
Hach, endlich wieder ein Frühstück im Freien. Es ist schon morgens recht warm und so beschliessen wir, nach dem Frühstück - also jetzt gleich - zu Philipps Cave zu laufen.
Der Weg ist super gut ausgeschildert und man braucht etwa 2 Stunden für den Hin- und Rückweg, wenn man wie wir ständig anhält, um Bilder zu machen.
Es geht über Stock und Stein und man kommt ganz schön ins Schwitzen.
Belohnt wird man aber unterwegs immer wieder mit einer phantastischen Aussicht auf das Erongo Gebirge . Ich habe Hansi mal besser nicht gesagt, dass es hier alle möglichen Tiere geben könnte. Aber wir haben – mal wieder – nichts gesehen. Wirklich gar nichts.
Und irgendjemand muss es furchtbar langweilig gewesen sein – unterwegs sehen wir sehr sehr viele Bäume und Sträucher, die mit einer Nummer versehen sind.
Dann sind wir endlich an Philipps Cave, ein Felsüberhang, der zu Nationalen Monument erklärt wurde.
Jäger malten Giraffen, Zebras und Strausse an den Fels. Die Zeichnungen sind echt noch gut erhalten, vor allem der Weisse Elefant.
Und die Aussicht ist natürlich einfach genial.
Und der Rückweg bietet ganz neue Perspektiven.
Dann laufen wir vom Campground aus noch kurz zum Rohrdommelsitz. Aber auch hier gibt es nicht allzuviel zu sehen. Schade.
Inzwischen ist es richtig heiss geworden. Also verbringen wird den nachmittag mit Nichtstun auf dem Campingplatz. Nichtstun? Naja, einer muss sich ja um die Wäsche kümmern – aber wo aufhängen, wenn man keine Lust hat, eine Leine zu spannen?
Geht doch – zu irgendetwas muss der Zaun doch gut sein.
Und dieser Vogel hat sich den ganzen nachmittag die Zeit mit unserem Aussenspiegel vertrieben: er hat ihn "geherzt", ist dagegen geflogen, hat sich im Spiegel angeschaut und dann ging das Spielchen von vorne los.
Und dann machen wir uns nochmals auf den Weg zu Bull´s Party und Elephant´s Head. Diesmal aber mit dem Camper. Dann sehe ich auf einmal was im Gebüsch. Stopp! Was ist das? Schau mal, da hinten.
Eine Giraffe.
Und dann gelingt uns doch tatsächlich ein Bild einer ganzen Perlhuhnfamilie, was für ein Glück.
Und was ist das? Ein Papageienbaum?
Dann erreichen wir Elephant´s Head. Warum das so heisst? Hm…
Und da sage noch einer, dass es nur in den USA Balance Rocks gibt. Oder was ist das?
Bei Bull´s Party liegen überall überdimensionale runde Steinkugeln rum. Ja, so lieben wir es.
Eigentlich wollten wir am Elephant´s Head noch etwas rumklettern, haben aber den Zugang nicht gefunden. Da es aber immer noch gut warm war, haben wir vielleicht auch nicht intensiv genug danach gesucht. Wir sind dann lieber noch etwas zwischen den "Steinkugeln" herumgelaufen.
Das Wetter macht uns schon seit ein paar Stunden etwas „Sorgen“ – es ist bewölkt mit Wolkengebirgen und das Licht ist einfach „seltsam“ - deshalb wird es auch nichts mit den rot leuchtenden Felsen beim Sonnenuntergang.
Auf dem Rückweg läuft uns dann noch eine Pavianfamilie über den Weg. Aber wir waren einfach zu langsam.
Zurück am Campground ist dann auch gleich wieder Zeit zum Grillen und ein Lagerfeuer vorzubereiten. Aber natürlich erst nachdem wir ein Savanna Dry zum Sundowner getrunken haben. Dramatische Wolken – dramatische Sonnenuntergänge.
Aber ich bin heute hundemüde, schlafe schon am Lagerfeuer ein. Also krieche ich recht früh ins Bett, während Hansi noch alleine das Lagerfeuer geniesst. Hoffentlich werde ich nicht krank.
Ameib Ranch Campground: Eigentlich ist der Campingplatz ja gar nicht so schlecht. Es gibt auch kleine Pavillons, die man auf dem Campingplatz mieten kann. Von hier aus kann man halt echt viel unternehmen: Philipp´s Cave, Elephant´s Head und Bull´s Party sowie den Rohrdommelsitz haben ich ja beschrieben. Aber es gibt noch weitere Wanderungen auf dem Gelände. Man kann auch Klettern - mit Guide - und es gibt die Möglichkeit mit dem Bike durch das Gelände zu fahren.
Netti59847 Beiträge · seit 201514. Aug. 2015 · #87
JJJJJJJJJJAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA, die Kullerkugeln liebe ich !!!! Schade, das es mit dem Wetter nicht so hingehauen hat. Kann nur besser werden .......... Elephant´s Head - ich habe lange gebraucht, bis ich den Elefantenkopf entdeckt habe, aber jetzt ..... ist doch eindeutig 😛 Gibt es überall die Möglichkeit, Wäsche zu waschen. Oder ist es oft Handmade mit Rei in der Tube? Der Papageienbaum ist ein Traum. Bin gespannt wie es weiter geht. Toller Bericht !!!
Hallo LolaKatze, vielen Dank für die Info! Heute in einem Monat, 14. September, werden wir von Ameib kommend über die Spitzkoppe nach Swakopmund fahren. Wir freuen uns schon riesig! LG Lollo
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201414. Aug. 2015 · #89
Hallo Netti,
ja, auch wir lieben "Kullersteine" 🙂 . Wir haben meistens mit Rei in der Tube gewaschen. Ist aber echt kein Problem. Mittags gewaschen, abends trocken. Durch Sonne und Wind hat das immer geklappt. Nur in Swakopmund haben wir die Laundry in Anspruch genommen. Waschtag sozusagen. Und es freut mich natürlich, dass Dir unser Bericht gefällt.
Und Lollo: Im September ist der Tag ja etwa 2 Stunden länger. Da könnt ihr euch an der Spitzkoppe echt Zeit lassen. Und wenn in zeitig in Ameib losfahrt, dann ist es dort auch noch nicht so heiss. Ja, ich könnte auch gleich wieder losfahren 😛
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201414. Aug. 2015 · #90
Tag 23: Donnerstag, 2.Juli 2015 – es geht zu den Ugab Terrassen
Als ich heute morgen aufgestanden bin, stand noch der Mond am Himmel - wir gehen auf Vollmond zu - kurz darauf dann der Sonnenaufgang.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, das gehört bei uns einfach dazu und dafür stehe ich auch gerne früher auf - geht es dann los. Und wir hätten es hier durchaus noch eine Weile aushalten können.
Heute ist wieder so ein Tag, wo ich überhaupt nicht einschätzen konnte, wie viel Zeit wir brauchen und ob wir überhaupt vor Einbruch der Dunkelheit ankommen werden. Eigentlich müsste es reichen, aber…. . Wir wollten in Christina´s Café gehen, das San-Dorf besuchen, wir mussten einkaufen und tanken gehen und dann ab Omaruru ging es kilometerweit nur noch über D-Strassen voran. Wir werden sehen.
Christina´s Café haben wir verpasst – die Abzweigung ist genau vor dem Gate. Und wir waren so damit beschäftigt, uns über das Gate zu wundern, dass wir schon daran vorbei waren, als wir realisiert haben, dass das das Café gewesen wäre. Egal. Zum Umdrehen hatten wir nicht wirklich Lust. Wir haben auch weiterhin das Erongo-Gebirge in Sicht, dadurch ist die Fahrt erst einmal ganz abwechslungsreich.
Dann gegen 9:30 Uhr waren wir am San Dorf. So früh war man wohl noch nicht so ganz auf Besuch eingestellt. Dieser junge Mann konnte leidlich Englisch und er war dann unser Guide durch das Dorf.
Während wir aus einem „Katalog“ ausgewählt haben, welche „Tour“ wir gerne machen würden, sind dann so nach und nach weitere Bewohner aufgetaucht. Man kann wählen zwischen einem Bushman-Walk (1,5 Stunden), einen ganzen Tag im Dorf oder nur ein kurze Rundgang mit ein paar Demonstrationen. Wir haben uns für den kurzen Rundgang entschieden – der hat 50 N$/Person gekostet.
Die San haben uns gezeigt, wie der Schmuck gemacht wird, den ich so schön finde, alles in mühevoller Handarbeit.
Dann zeigt man uns, wie man Köcher und Pfeile herstellt. Zur Jagd werden die Pfeilspitzen mit Pflanzengift bearbeitet.
Die nächsten drei San sind fürs Feuermachen zuständig - mit den entsprechenden Beschwörungsformeln.
Und schon ist es an. Sofort kommen dann die Kleinen angerannt, um sich am Feuer zu wärmen.
Die Kleinen hatten einen Heidenspass - sie versuchten mit allen Mitteln, unsere Aufmerksamkeit zu erregen:
Natürlich werden wir auch noch ins Fallenstellen eingewiesen.
Und zum Abschluss wird noch getanzt und gesungen.
Wir standen – gebe ich zu – etwas peinlich berührt rum, haben schon interessiert zugehört und Fragen gestellt, aber wir wussten nicht wirklich, ob wir das jetzt toll oder peinlich finden sollten. (Anmerkung: Mittwoch abend kam im Auslandsjournal ein Bericht über die San und deren Leben. Und der Tenor dieses Beitrages war tatsächlich, dass solche „Living Museum“ einen Beitrag dazu leisten, dass die Traditionen der San nicht vergessen werden - die Kleinen sind nämlich voll begeistert dabei – und es sichert den San eine Einnahmequelle. Mit diesem Wissen geht man vielleicht etwas offener in so ein Dorf hinein.) Natürlich habe ich mir noch mehr von den Ketten gekauft und Hansi hat ein schönes Messer gefunden.
Und dann ging es auch schon weiter. Dieses Verkehrsschild hat natürlich Hoffnungen geweckt. Aber das einzige, was wir gesehen haben, war das:
Eine Zeit lang haben begleiet uns noch das Erongo Gebirge und dann kommen wir nach Omaruru.
Hier gehen wir tanken und in einem Shoprite einkaufen.Hier kam dann auch so etwa wie „Afrikafeeling“ auf. Schon allein das Einkaufen war ein Erlebnis. Ich war fast die einzige Weisse im Laden und der Shop wurde mit Karibischen Klängen beschallt. Und alle – da mache ich doch gerne mit – sind im Groove dieser Klänge durch den Supermarkt "getänzelt".
Eigentlich hatte der Supermarkt alles, was man so gebraucht hat. Nur halt leider kein Fleisch.
Und dann hat die Pisten-Odyssee begonnen: zuerst die D2344 dann die D2351 bis zur Ugab Terracce Lodge. Es geht nun etwa 3 Stunden lang durch Weideland. Das waren sozusagen die Highlights.
Ständig müssen Gitter auf und zu gemacht werden. Ich hatte mich hier auf eine schöne Landschaft gefreut. Wie ich darauf komme? Ich weiss es nicht. Die Landschaft war eintönig, es war heiss, ich fühlte mich nicht wohl und ich musste stänig ein- und aussteigen. Nörgel.
Dann endlich kommen die Ugab Terrassen, das Monument Valley Namibias. Und wir sind wieder hellauf begeistert. Was für tolle Felsformationen und erst die Vingerklip, auf wie wir einen ersten Blick werfen können.
Wir haben den Campground reserviert. Wir müssen aber zuerst zur Rezeption gehen, um uns anzumelden. Und die ist bei der Lodge auf dem Berg Dort führt eine richtig steile Piste hoch. Und wenn ich steil schreibe, dann meine ich auch steil. Und wenn man so einen Berg hinauf fährt, was hat man dann? Eine geniale Aussicht. Und wo sind die Bungalows der Lodge? Alle entlang dem Bergrücken mit dieser genialen Aussicht. Wir haben uns auf Anbieb in diese Bungalows verliebt.
Und uns war eigentlich klar, dass der Campground wohl nicht hier oben sein wird. Und wir hatten nicht wirklich die Absicht heute abend wieder herunter zu fahren. Wir wollten hier oben übernachten mit dieser tollen Aussicht. An der Rezeption hat uns Zacharias sehr freundlich begrüsst und unsere erste Frage war dann, wo denn der Campingplatz sei. Unten im Tal natürlich. Enttäuschte Gesichter bei uns. Zacharias hatte bereits so ein schelmisches Lächeln im Gesicht. Er könne uns ein „Special-Angebot“ machen: Für 750 N$ pro Person pro Nacht können wir gerne hier oben übernachten. Oh ja, das wollen wir und grinsen beide wie ein Honigkuchenpferd. Der Manger stand daneben und war sichtlich erfreut über so viel Geschäftstüchtigkeit.
Unser Bungalow ein Traum: in Richtung Sonnenaufgang und diese Seite komplett verglast. Wow!
Und darauf erst einmal ein "Hach, was geht es uns doch gut"-Bierchen. Das haben wir uns verdient 😗
Wir machen uns frisch, nachdem wir den halben Camper wieder mal ausgeräumt haben, und freuen uns dann auf den Sundowner auf der Terrasse mit Blick ins Ugab Tal und die Vingerklip. Und wir laufen auch an der Zipline vorbei, die es hier gibt. Ich habe mir ja ganz fest vorgenommen, das zu machen. Wirklich. Aber das geht praktisch sofort ins Nichts über das Tal hinweg. Never ever mach ich das.
Die Lodge selber ist wirklich sehr sehr liebevoll eingerichtet, man fühlt sich aber immer noch wohl, weil alles doch noch sehr bodenständig ist.
Wir geniessen die tolle Aussicht, beobachten drei Warzenschweine am Wasserloch und dann bewundern wir den Sonnenuntergang. Wir können unser Glück kaum fassen.
Hansi fragt – natürlich – nach der Zipline. Aber es sieht nicht gut aus. Die Personen, die das normalerweise machen, haben noch ein paar freie Tage vor der Hochsaison bekommen. Aber eine Gruppe Südafrikaner hat auch schon gefragt und sie versuchen mal, ob sie eine Notmannschaft zusammenbekommen würden, dann könnten wir uns – nein, nur Hansi – gerne anschliessen. Er gibt uns dann noch Bescheid.
Dann endlich Essen, wir hatten Kohldampf. Die Vorspeise und der Nachtisch konnten jetzt nicht wirklich überzeugen, dafür war das Hauptgericht – Fleisch mit Beilage (wie immer) lecker und mehr wie reichlich. Der Tisch war so liebevoll gedeckt, die Servicekräfte so bemüht. Einfach perfekt.
Und dann die gute Nachricht für Hansi: Man hat genügend Personen zusammenbekommen, morgen früh um 7:30 Uhr trifft man sich für die Zipline. Danach können wir dann frühstücken, sie geben Bescheid.
Auch heute bin ich schon beim Essen fast eingeschlafen, meine Nase ist mir fast davongelaufen und ich fühle mich echt nicht gut. Ich bin so froh, als ich endlich im Bett bin. Aber da bleibe ich nicht lange: Montezuma ruft….. . Was für ein Glück, dass wir heute eine „richtige“ Toilette in Laufnähe haben.
Netti59847 Beiträge · seit 201514. Aug. 2015 · #91
Schön, dass du den Beitrag im Auslandjournal erwähnt hast. Ich kann dich sehr gut verstehen, zumal ihr noch die einzigen Besucher gewesen seid. Schon mehrfach habe ich gelesen und auch letztens im WDR gesehen, dass die SAN von den Besuchern leben und dadurch die Tradition an die Kinder weiter geben können. Außerdem gehört doch so ein Einblick zu einem Namibia Besuch, oder?
So, dass ist nun das MV von Namibia. Hat wirklich ein bisschen Ähnlichkeit 🙂 Aber die Lodge ist ja klasse. Im MV gibt es das "View", vielleicht ein wenig vergleichbar. Toll, dass ihr ein Zimmer mit Ausblick habt. Aber Schitt, was ist mit dir los? Montezumas Rache, das braucht nun wirklich niemand. Hoffentlich geht´s dir morgen besser. Hast du Tabletten dabei?
Was um himmelswillen hat es mit der Zipline auf sich. Booaahhh ich bin das totale Namibia Greenhorn. Freu mich auf morgen, mit einer hoffentlich gesunden Nina 🙂
PS Schon wieder so ein langer Fahrtag - puhhhhhhhh 🙁
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201415. Aug. 2015 · #92
Ja, die Fahrtage gehören hier in Namibia einfach dazu. Aber mit guter Musik, einem immer gut gelaunten Beifahrer 😗 und genügend Pausen geht jede Fahrt irgendwann zu Ende. Und schliesslich heisst es ja immer: Der Weg ist das Ziel.
Wir haben dann ja auch immer versucht, zwei Tage an einem Ort zu bleiben, damit es nicht zu stressig wird.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201415. Aug. 2015 · #93
Tag 24: Freitag, 3.Juli 2015 – Die Ugab Terrassen
Sonnenaufgang im Bett – Wahnsinn. Da braucht man ganz sicher keinen Wecker.
Wir müssen uns dann aber etwas beeilen, die Zipline ruft. Hier ist schon alles vorbereitet. Und da geht es dann hinunter. 🤩
Zusammen mit der „Crew“ fahre ich zum Endpunkt der Zipline. Und einmal mehr bin ich froh, dass ich hier stehe und nicht da oben.
Von hier aus gibt es aber auch einen schönen Blick über die Ugab Terrassen.
Einer der Angestellten muss immer testen, ob auch alles in Ordnung ist – und was wenn nicht? 😈
Alles gut, dann kann es ja losgehen.
Hansi fährt als letzter und hat auch heute wieder den ganzen Tag dieses Dauergrinsen im Gesicht. Wenn man ihn nun nach den Highlights des Urlaubs fragt ist auch die Zipline ganz vorne mit dabei.
Die Zipline soll die längste in Südafrika sein. Diese Part ist 880m lang. (Es gäbe noch eine Fortsetzung mit 630 Metern, doch das wäre dann doch zu viel Aufwand gewesen). Die ganze Aktion war dann schon etwas improvisiert, aber toll für alle Beteiligten. Aber was für ein Aufwand hier betrieben wurde, um 5 Personen glücklich zu machen und das für 280 N$ pro Person. Das nenn ich halt mal wieder Dienstleistung.
Und dann geht es endlich zum Frühstück. Und auch hier haben wir alles durcheinandergebracht: Die ganze Mannschaft musste noch auf uns warten, damit wir auch noch Frühstücken können.
So gestärkt, fahren wir zur Vingerklip. Er/sie steht auf dem Gelände der Vingerklip Lodge und so müssen wir einen kleinen Obulus bezahlen, um dort hinzufahren: 20 N$. Es ist schon wieder recht heiss und so ganz fit bin ich auch noch nicht, aber da will ich auf jeden Fall hoch. Und das lohnt sich dann auch. Was für eine Aussicht.
Man kann hier auch noch zu den anderen Formationen laufen, doch dazu fehlt mir heute einfach die Power.
Auf der Rückfahrt fahren wir noch kurz am Campground vorbei. Der wäre sicherlich auch sehr sehr schön gewesen – man darf sich halt nur nicht in die Hütten und die Aussicht auf dem Berg verlieben.
Den restlichen Tag verbringen wir auf unserer Terrasse mit Nichtstun. Dann hören wir ein leichtes Rumoren und ein toller Duft weht über dem Gelände. Die Donkies werden angezündet.
Rechtzeitig zum Sundowner gehen wir vollbepackt mit Kamera und Savanna Dry – unser neuestes Lieblingsgetränk – zum Viewpoint. Hier hat man die Ugab Terrassen und die Lodge noch viel besser im Blick.
Hier sieht man ganz schön die Vingerklip Lodge mit dem Restaurant.
Und dann gibt es endlich Essen: Auch heute ist der Hauptgang – Kudu mit Gemüse und Kartoffeln – das Highlight. Und weil mir immer noch nicht so ganz gut ist, gehen wir auch heute wieder früh schlafen.
Morgen geht es dann endlich in den Etosha 🤪 Ob wir dort endlich Tiere sehen werden?
Ugab Terrace Lodge: Was sicherlich mit ein Highlight auf unsesrer Tour, vor allem weil das so ja gar nicht geplant war. Die Bungalows sind einfach herrlich schön mit einer tollen Aussicht. Wenn man die Bungalows in Richtung Sonnenaufgang" nimmt, dann wird man vom Sonnenaufgang geweckt. Das Personal war sehr freundlich, die Anlage hat uns wirklich gut gefallen und das Essen ist gut. Nachmittag gibt es noch Kaffee und Kuchen und es werden neben der Zipline noch andere Aktivitäten angeboten. Man kann z.B. hier auch Wandern und Mountainbiken.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201416. Aug. 2015 · #94
Tag 25: Samstag, 4.Juli 2015 – Es geht in den Etosha
Auch heute werden wir wieder mit dem Sonnenaufgang geweckt.
Es weht schon ein toller Duft durch den Morgen, also sind auch die Duschen bereits warm. Und am Wasserloch sehen wir eine Kudu-Familie – ist das ein gutes Omen für den Etosha?
Nach einem ausgiebigen Frühstück müssen wir diese herrliche Lodge leider verlassen. Ja, hier hat es uns sehr sehr gut gefallen. Wir werfen noch einen letzten sehnsüchtigen Blick zurück.
Aber: heute geht es endlich in den Etosha.
Wir haben den Etosha ganz bewusst ans Ende unserer Reise gelegt. So haben wir uns die ersten Wochen über jede Sichtung, über jedes Tier, das wir gesehen haben – und das waren bisher ja noch nicht soooo viele – gefreut. Und nun werden wir wohl hoffentlich mehr davon sehen.
Aber zuerst geht es nach Outjo zum Tanken – das hat auch funktioniert - und zum Einkaufen. Tja, das war dann das Problem. Es gibt hier zwar eine richtig deutsche Bäckerei mit Café, aber die Regale des „Supermarktes“ waren leer. Es gab eigentlich ausser Wasser und Bier nichts zum Einkaufen. Na ja, dann müssen wir halt die nächsten Tage von unseren Vorräten leben und etwas improvisieren.
Und dann geht es auf feinstem Asphalt – ja inzwischen freuen wir uns darüber – weiter in Richtung Etosha. Am Anderson Gate dann Stau. Manche Autos müssen alles ausräumen und/oder werden „desinfiziert“. Das dauert natürlich. Doch wir dürfen gleich durchfahren, nachdem wir die Formalitäten erledigt haben. Unsere Ausweise werden verlangt und dann wird alles andere elektronisch! erfasst. Wie fortschrittlich.
Am Anderson Gate ist auch gleich ein Wasserloch, Ombika, an dem oft Löwen zu sehen sein sollen. Aber auch um die Mittagszeit? Hansi ist skeptisch. Doch ich will da unbedingt hin. Schau, gaanz viele Zebras. Sind die schön.
Aber was ist das da unterm Baum?
Wir können unser Glück kaum fassen: Rechts und links der Pad liegt ein Rudel Löwe mit etwa 10-12 Tieren. Keine 10 Minuten im Park und wir sehen gleich sooo viele Löwen.
Und auf der Weiterfahrt dann auch noch Giraffen.
Und dann erreichen wir das Camp Okaukuejo, wo wir 2 Näche bleiben.
Und bekommen erst einmal einen „Kulturschock“ (ja, wir wussten es ja, aber dennoch) 😊 . Das ist ein riesengrosses Camp mit vielen vielen Menschen und Massenabfertigung. Zuerst gehen wir an die Rezeption, wo wir zum einen das Permit für die nächsten Tage bezahlen müssen und wo wir unseren Campingplatz zugewiesen bekommen. Geht alles mit Karte! Wir essen am Kiosk noch eine Kleinigkeit – der Hamburger ist echt ok , das Restaurant hat uns überhaupt nicht angemacht – gehen noch ein paar Dinge einkaufen und machen uns dann auf den Weg zum Campingplatz – wir haben die Nummer 40 am Zaun, dort sind die „schöneren“ Plätze. Natürlich ist der Platz riesig, aber was anderes haben wir auch nicht erwartet. Es gibt ausreichend Sanitärhäuschen und das Wasserloch ist innerhalb von ein paar Minuten erreicht.
Das Begrüssungskomitee wartet schon auf uns – herzlich willkommen bei uns.
Und was mir erst beim Durchschauen der Fotos aufgefallen ist: Es gibt kein einziges Foto vom Campingplatz.
Wir machen uns kurz frisch und gehen dann gleich auf Pad: Dort sehen wir die „üblichen“ Verdächtigen:
Da bekommt das Wort Zebrastreifen eine ganz neue Bedeutung 😁
Aber dann, was ist das? Ganz da hinten unser erster Elefant – der darf dann auch kaum zu sehen sein 😎
In Olifantsbad ist dann eher wenig zu sehen.
Also fahren wir noch weiter bis zum Wasserloch Aus. Auch dort ist eher weniger los.
Und wir wollen schon losfahren. Doch dann auf einmal kommt ein Nashorn mit ihrem Kleinen zum Wasserloch. Wie schön das ist solche Tiere in der freien Natur beobachten zu können.
Doch wir werden „nervös“ und fangen das Rechnen an. Es ist jetzt gleich 16:45 Uhr – das Gate schliesst um 17:25 und es sind 30 Kilometer bis zum Camp, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern brauchen wir also 30 Minuten. Somit können wir noch 10 Minuten schauen.
Schweren Herzens verabschieden wir uns von diesem Wasserloch, gerne wären wir länger geblieben.
Und was nun folgt ist unser „Höllenritt durch den Etosha“, nichts für schwache Nerven. Die obige Rechnung geht nämlich nur auf, wenn man überall 60km fahren könnte. Und das kann man eben nicht überall. Wir haben also zwei Möglichkeiten: am 1.Tag aus dem Park geschmissen werden, weil wir zu spät ans Tor kommen oder aus dem Park fliegen, weil wir die Höchstgeschwindigkeit nicht einhalten. Wir entscheiden uns für das Letztere: Im „Blindflug“ – weil gegen die Sonne - fahren wir die letzten Kilometer mit gut 100 durch den Park.
Und das schlimmste dabei: Was für tolle Motive hätten wir die letzten 10 Minuten gehabt: Ein stattlicher Löwe ist kurz neben unserem Camper mitgelaufen (ohne Bild).
Dieser Elefant stand einfach so in der Pampa rum.
Und dann eigentlich das Wahnsinns-Motiv: Giraffenherde im Sonnenuntergang.
Wir hatten nur die Uhr im Blick – noch fünf Minuten bis zur Schliessung des Gates – und haben uns nicht die Zeit genommen, dieses Motiv zu geniessen.
Aber wir sind aber sehr langsam und vorsichtig an den Giraffen vorbeigefahren.
Tja, dann um 17:23 Uhr haben wir das Gate passiert. Uff! 🙂 Was aber das Schlimmste war: Das Gate war um 18 Uhr immer noch offen! Wir hätten also noch genügend Zeit gehabt, um unsere Motive auch zu geniessen. 😈
Schnell zum Campground, eine Kleinigkeit essen und dann noch einen Blick aufs Wasserloch werfen. Das war unser Plan. Aber: Unser Platz war besetzt und weit und breit niemand zu sehen, der uns weiterhelfen könnte. Mist. Also bin ich zurück zur Rezeption gelaufen – fahren ging ja nicht wegen den Gates - um nach einem neuen Platz zu fragen. Dort war aber noch die Hölle los: jede Menge Neuankommende. Nach einer Ewigkeit war dann die Reihe an mir: Ja, da wollten Freunde zusammen einen Platz haben und sie könnte uns die Nummer ich weiss nicht mehr am anderen Ende des Platzes geben. Ok, ist auch egal. Am Campingplatz habe ich dann Hansi wild gestikulierend mit den „Campgroundwächtern“ vorgefunden – hätten die nicht mal früher dort sein können? Und Hansi kann halt kein Englisch!
Was wir dann aber alle verstanden haben: Wir sollen auf den Platz 3x gehen, der wäre frei. Und was ist mit der Nummer, die ich bekommen habe? Nein, die haben sie heute schon vergeben. Wir sollen auf die 3x, morgen könnten wir dann, wenn wir wollen auf den anderen Platz gehen. Was für eine Aktion. Inzwischen ist es stockdunkel und wir haben nur noch Hunger. Also schnell noch den Grill angeworfen und was zum Essen gemacht.
Auf das Wasserloch hatten wir keine Lust mehr. Am nächsten Morgen haben wir erfahren, dass sich dort Löwen herumgetrieben haben.
Super Reisebericht, vielen Dank und bin gespannt wie es weiter geht. Auch mir hat es auf der Ugab Teracce Lodge sehr gefallen, ob es am "Schweizer Manager Ehepaar" lag? Im Etosha Park hatten wir auch immer das Problem mit der Zeit und kamen auch ganz knapp raus. Liebe Güsse aus der Schweiz Tessi
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201416. Aug. 2015 · #97
Hallo Zapea,
schön, dass Du uns noch gefolgt bist. Na ja, so eine Ballonfahrt ist natürlich kein Schnäppchen 😗 . Bezahlt haben wir für zwei Personen 9.900 N$, es war aber definitiv jeden Cent wert, wirklich 🙂
Und hallo Tessi,
schön, dass wir auch schwyzer Mitfahrer haben 😄 ,
wenn in so einer Lodge einfach alles passt, dann denkt man auch wirklich gerne an den Aufenthalt zurück. Und hier war das definitiv aus.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201416. Aug. 2015 · #98
Tag 26: Sonntag, 5.Juli 2015 – Rund um das Camp Okaukuejo
Wir stehen früh auf – was für ein Sonnenaufgang - und gehen erst einmal ans Wasserloch – aber dort herrscht Totenstille.
Schade. Also gehen wir zurück und frühstücken erst einmal. Wir beschliessen, den Platz nicht zu wechseln, weil wir sonst alles wieder zusammenpacken müssten. Ganz im Gegenteil. Wir lassen alles am Platz stehen – wir markieren ihn sozusagen.
Wir fahren an diversen Wasserlöchern vorbei zum Märchenwald und dem Wasserloch Grünewald. Die Wasserlöcher sind aber alle ausgetrocknet und der Märchenwald eine Enttäuschung. Ausser ein paar Giraffen bekommen wir nichts zu sehen, nicht einmal die Springböcke.
Ach stimmt nicht ganz: Es sind ja auch Oryxe, Zebras und Gnus unterwegs und ein paar Springböcke sehen wir auch, wir waren halt etwas enttäuscht an diesem Morgen 😐 . Aber das war ja gar nicht nötig.
Und wir sehen diese interessanten Vögel:
Ach ja, in dem Baum lebt ein Waran - nein, den haben wir nicht selber entdeckt, da hat uns jemand mit guten "Besitzkenntnissen" darauf aufmerksam gemacht. Den hätte man sonst wirklich nicht gesehen 🙂
Dann kommen wir gegen 12:30 Uhr ans Wasserloch Okondeka. Angesichts der Uhrzeit machen wir uns keine grosse Hoffnung. Aber: Hier ist ein Kommen und Gehen: Strausse sind da, dazwischen Springböcke und Oryxe und Kudus, auch die Gnus gehören dazu. Zuerst dürfen die einen ans Wasserloch und dann die anderen. Alles schön geordnet, als gäbe es untereinander eine Absprache.
Es war einfach schön, diesem Kommen und Gehen, diesem Miteinander zuzuschauen.
Am Platz – es gibt doch ein Bild davon - machen wir uns eine Kleinigkeit zu essen, ich gehe zur „Laundry“ – hier steht tatsächlich eine alte Waschmaschine rum, doch leider „out of order“. Also ist handmade angesagt. Und wir führen dann natürlich die Platzdiskussion – wir hätten ja wechseln sollen - und „gewinnen“ – wir bleiben am Zaun stehen und wechseln nicht.
Heute nachmittag werden wir hier am Wasserloch bleiben - Fortsetzung folgt 😎
Hallo LolaKatze, seit wann gibt es denn diese Seilbahn von der Ugab Terrassenlodge?. Wir waren im Oktober 2013 dort. Könnte mich glatt ärgen,dass wir das damals nicht bemerkt haben. Wir waren allerdings auf den Campsites.Waren aber oben zum essen. Oder ist es erst neueren Datums.? Viele GRüße Mutsel
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201416. Aug. 2015 · #100
Hallo Mutsel,
also so wie sich das aus den Gesprächen mit dem "Manager" angehört hat, gibt es die Zipline schon seit Jahren. Da habt ihr wirklich Pech gehabt. Auf der aktuellen Homepage wird sie erwähnt und deshalb haben wir ganz gezielt danach gefragt.
Aber ich muss zugeben, dass der "Einstieg" schon etwas versteckt zwischen zwei Bungalows liegt. Wenn man also nicht weiss, was das ist, kommt man vielleicht gar nicht drauf.