LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201426. Juli 2015 · #21
Hallo René,
schön, dass Du mit dabei bist. Und da dürft ihr euch wirklich freuen. Bagatelle ist einfach toll. Also fürs Fahren ist Hansi, mein Göttergatte zuständig. Wir waren mal auf Malta, aber das ist schon ewig her. In Windhoek hat ihn das zum Teil schon gestresst - da ist es eh chaotisch mit dem Autofahren, dann auch noch Linksverkehr.... . Aber ausserhalb von Winhoek, echt kein Problem. Dafür hat Hansi sehr sehr oft die Scheiben geputzt 😄 und wir standen auch öfter mal verkehrtherum vor dem Auto - das ist die Macht der Gewohntheit. Aber man gewöhnt sich doch dran.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201426. Juli 2015 · #22
Tag 6: Dienstag, 16.Juni 2015 - es geht zum Fish River Canyon
Wir haben nun unseren Rhythmus gefunden: Um 6 Uhr stehen wir auf – da ist es meist noch dunkel – aber gerade richtig, um den Sonnenaufgang mitzubekommen und dann wird gefrühstückt. Und zwischen 8 und 9 Uhr kommen wir dann los.
Heute geht es erst einmal zum Giant´s Playground. Wir waren fast alleine hier und dieser Platz trägen den Namen zu Recht. Wow – wer hat diese Steine nur so hingelegt.
Nach Keetmanshoop verlassen wir die „Hauptstrasse“ und nehmen die D608. Diese Pad windet sich in einem endlosen Auf und Ab durch eine phantastische Landschaft und wir treffen keine einzige Menschenseele – fast schon unheimlich.
Dann wie aus dem "Nichts", mitten im "Nichts", die Zufahrt zur Farm Hoas und ein paar Ziegen laufen über den Weg. Woher die kommen und wohin die gehen ist uns nicht so ganz klar.
Nach etwa drei Stunden erreichen wir wieder die "Zivilisation" und weiter geht es zum Canyon Roadhouse.
Hier gibt es jede Menge "alte" Dinge zum Bestaunen:
Wir haben eigentlich den Campground Nummer 12, sind aber zu doof den richtigen Platz zu finden und denken, dass die Betonplatte hinter dem 1.Sanitärhäuschen der Platz wäre. Nein, das geht gar nicht – da haben wir fast ein Jahr im Voraus gebucht und bekommen so einen hässlichen Platz zugewiesen. Also wieder zurück und nach einem anderen Platz gefragt. An der Rezeption war man etwas irritiert – wie der Platz gefällt Ihnen nicht? – gab uns dann aber die Nummer 2. Der war schon besser 😗
Bei der Platzbesichtigung habe ich dann gemerkt, dass wir einfach noch ein Stück weiter hätten fahren müssen, dann hätten wir einen wunderschönen (aber schattigen) Platz gehabt, abseits von all den anderen. Sorry, wir haben das echt nicht geblickt 😵
Wir richten uns ein, eine Katze kommt uns besuchen und dann wird es Zeit für den leckeren marinierten Springbock, den wir gestern eingekauft haben und natürlich wieder ein schönes Lagerfeuerchen.
Wir packen schon heute alles ein, weil wir morgen ganz früh loswollen, ohne Frühstück. Mal sehen, ob das auch klappt.
Netti59847 Beiträge · seit 201527. Juli 2015 · #23
WOW tolle Eindrücke aus dem SAN Dorf und ja, wir sind auch kein Freund von Reisegruppen bislang immer als Selbstfahrer unterwegs. Sag mal, haben sich die San einfach so ablichten lassen oder habt ihr dafür mit einem kleinen Trinkgeld bezahlt. Was hat die Buschtour gekostet und könnt ihr sie empfehlen? Jetzt muss ich schnell weiter reisen, ich habe schon tolle Tieraufnahmen im vorbeihuschen gesehen. 🙂
Ohhh Gott, es gibt sie also auch in Namibia. Die endlos langen Straßen, die von Horizont zu Horizont führen. Na gut, da müssen wir dann wohl durch. Bin gespannt, wie euch der Fish River Canyon gefällt, falls ihr den Grand Canyon kennt. Eigentlich war das für uns keine Option so tief in den Süden zu fahren. Aber mal schauen, wie ihr das empfindet.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201427. Juli 2015 · #24
Hallo Netti,
natürlich hatten wir eher zwiespältige Gefühle sowohl beim Buchen als auch während der Tour selber. Wie soll ich das jetzt sagen: Auf der einen Seite sind wir - und natürlich auch viele andere Touristen - einfach neugierig und an den alten Traditionen und Geschichten der San interessiert, auf der anderen Seite haben wir immer das Gefühl in einer Art "Vorstellung" zu sein. Wir waren später noch in einem anderen San Dorf, da haben wir uns fast noch "unwohler" gefühlt. Aber: Für die San ist das wirklich eine Möglichkeit, ihre alten Traditionen zu erhalten und an die Jungen weiterzugehen und sie können damit dann auch noch etwas Geld verdienen. Und man hatte schon den Eindruck, dass es den meisten auch Spass gemacht hat. Für diese Tour haben wir etwa 300 N$/Person bezahlt und es wurde gleich zu Anfang gesagt, dass man gerne fotografieren darf. Im Schaudorf konnte man sich dann diese schönen Ketten/Armreifen kaufen, das Stück ab. 100 N$. Ich habe dann lieber eine Kette mehr gekauft anstatt Trinkgeld zu geben.
Ich finde schon dass wenn man in Namibia unterwegs ist, wenigstens einmal so einen Bushmans Walk mitmachen sollte. Es gehört einfach dazu und so bekommt man wenigstens einen kleinen Einblick in das Leben der Buschmänner.
Und mal schauen, ob es mir heute abend noch für den Fish River Canyon reicht..... Ein Vergleich mit dem Grand Canon ist auf jeden Fall vorgesehen 🙂
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201427. Juli 2015 · #25
Tag 7: Mittwoch, 17. Juni 2015 - Der Fish River Canyon
Wir fahren gleich morgens um 7 Uhr los in Richtung Fish River Canyon. Unterwegs sehen wir nur ein paar Strausse 😕
Am Camp Hoab gibt es eine Schranke und hier kann man dann auch das Permit für den Fish River Canyon kaufen. (80 N$/Tag und 10 N$ fürs Auto). Das Büro hat ab 6 Uhr geöffnet - man darf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in den Fish River Canyon reinfahren. Nach weiteren 12 Km weiter erreichen wir dann den Hauptaussichtspunkt „Hell´s Bend“ – das Licht ist aber zum Fotografieren noch nicht wirklich geeignet. Aber das muss man sich mal vorstellen: Wir stehen hier am zweitgrössten Canyon der Welt (nach dem Grand Canyon) und wir stehen um 7:30 Uhr ganz alleine hier und können die Aussicht in aller Ruhe geniessen. Wow, ist das toll.
Wir fahren weiter zum „Hikers Point“ – hier beginnen die mehrtägigen Wanderungen in den Canyon - und geniessen auch hier die Aussicht ganz alleine für uns.
Hier frühstücken wir auch erst einmal ausgiebig – Frühstück mit Aussicht.
Wir kommen nochmals am „Hell´s Bend“ vorbei und jetzt ist das Licht schon viel besser zum Fotografieren (es ist jetzt etwa 10 Uhr).
Weiter geht es zum nächsten Aussichtspunkt – der wäre für ein Frühstück eigentlich noch viel schöner gewesen – und dann immer weiter.
Wenn den ganzen vormittag über insgesamt etwa 10 Autos unterwegs waren, dann war das sicherlich eher viel. Das haben wir so genossen – fast alleine an so einem phantastischen Ort zu sein und keine Touristenbusse mit hunderten lärmenden und nervenden Touristen um einen herum zu haben. Während es am Grand Canyon von Hörnchen, Vögeln, Bienen und Schmetterlingen nur so wimmelt – mit den entsprechenden Geräuschen dazu – ist es hier mucksmäuschenstill. Absolute Ruhe….
Dann kam die 4x4 Strecke – natürlich musste die sein – Hansi´s Programmpunkt.
Bis auf eine etwas kniffelige Strecke kein Problem – landschaftlich hat sich das aber nicht wirklich gelohnt.
Wir fahren dann zurück und während Hansi die Stille geniesst, mache ich nochmals eine kleine Campgroundrunde, laufe noch auf den Aussichtsberg hoch und geniesse die Aussicht.
Im Camp läuft mir dann noch in aller Ruhe ein Oryx über den Weg. Ich glaube, ich war glaube ich wesentlich aufgeregter wie er (oder 🙂 sie?)
Zum Abschluss dieses schönen Tages beschliessen wir im Roadhouse essen zu gehen.
Wir sitzen bei Kerzenlicht und mit Lagerfeuer verteilt zwischen den alten Autos und Ausstellungsstücken und fanden das alles etwas „unwirklich“: man sitzt hier mitten in Namibia, hat aber eher das Gefühl in einem nett eingerichteten amerikanischen Diner zu sitzen. Es gab Game Carpaccio als Vorspeise, für mich Kudu Steak, Pommes und Gemüse - gute Wahl - für Hansi Spareribs - na ja- und einen leckeren Weisswein.
An der Bar tinken wir noch einen kleinen Amarula-Absacker - das "Zeug" ist so lecker, dass wir beschlossen haben, es nur in homöopatischen Mengen zu uns zu nehmen- treffen den Öschi-Fotografen wieder, dem wir unterwegs schon über den Weg gelaufen sind - und der gibt uns den absoluten Tipp, morgen noch einen Abstecher zur Mountain Lodge zu machen. Schauen wir mal.
Das Essen war gut und wir sinken satt und glücklich in unsere Betten.
Canyon Roadhouse Campground: Hier hat es 12 Plätze mit Wasser und Strom und Grillplatz. Mehrere Plätze teilen sich ein sauberes und vollständig eingerichtetes Sanitärhäuschen. Zum FishRiver Canyon sind es noch 25 km, es gibt einige ausgeschilderte Wanderungen. Ein schöner Campground.
Netti59847 Beiträge · seit 201528. Juli 2015 · #26
Also, erst einmal NOTE 1 +++++++ für das Roadhouse. Frage mich gerade warum ich 1+++ vergebe. Wahrscheinlich, weil ich glaube, in einem Diner zu sitzen und ich noch voll im Amerika Rausch bin 😉 Tja und so geht es mir auch beim betrachten von den Bildern des Fish River Canyons. Vor 8 Wochen noch mit dem Heli über den Grand Canyon geflogen - da kommt so schnell nix drüber. Ich versuche gerade einzutauchen in die Ruhe und genieße einfach nur euren Tag. Die Stille hätte mir auch gefallen. Momentan kann ich mich dem Canyon noch nicht öffnen. Mal schauen was die Zeit so bringt 🙂
Danke für die Erklärung des Bushwalks, das werden wir auch jeden Fall auch machen. Der Ausflug zu den San hat mir sehr gut gefallen. Bin gespannt auf die Weiterfahrt 🙂
besten Dank für den tollen Bericht. Bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Eine weitgehend identische Tour haben wir nämlich etwa 2 Wochen später gemacht 😎
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201428. Juli 2015 · #29
es freut mich, dass ich doch den ein oder anderen Mitfahrer habe 🙂. Mal schauen, ob es nachher noch weitergeht. Nehmt euch solange doch einfach noch ein Savanna Dry ....
@Netti59: Natürlich kommt der Fish River Canyon in keinster Weise an den Grand Canyon heran. Und ich kann Dich schon verstehen - so ein FLug übe den Grand Canyon ist wirklich was ganz besonderes. Was uns aber so beeindruckt hat im Fish River Canyon war diese absolute Stille in Verbindung mit der doch sehr eindrucksvollen Schlucht
@Peter: War es bei euch auch so a.... kalt wie bei uns?
@Logi: Was hast Du mit dem Borrusia Dortmund Schild gemacht? Ich fand das Schild das Tüpfelchen auf dem i 😛 . Mitten in Namibia.....
wow, wirklich wunderschoen der Canyon! Man koennte glatt meinen man waere in der Canyonlands-Gegend oder beim grossen Bruder aus dem Suedwesten der USA, sogar einen Horseshoe gibt es ja. Aber diese Menscheleere und Stille macht ihn wohl noch einzigartiger, einfach toll.
Diese Ecke steht bei unserer uebernaechsten Tour mit auf dem Plan!
Noch 40 Tage bei uns bis zu unserem ersten Amarula! 🤪 und natuerlich auch zum Savanna Dry! 😎 und dem "Tschintonik" natuerlich, der ist ja noch vieel wichtiger... 🤩
LG, Elsa
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201429. Juli 2015 · #31
Hallo Elsa,
würde euch ganz bestimmt gefallen - Natur pur und Landdschaft ohne Ende. Nur haben wir leider nicht wirklich viele Tiere gesehen 😐 .
wir hatten auch - nach einer Hotel-Ü in WDH mit Abendessen bei Joe`s 😎 - am 27./28. Juni unsere erste Camping-Nacht (Dachzelt) auf Bagetelle. Auch wir fanden die Campsite sehr schön. Allerdings war es unsere mit Abstand kälteste Nacht (Minusgrade). War aber okay, da wir uns Ski-Unterwäsche und Winterschlafsäcke von zu Hause mitgebracht hatten. Von daher haben wir keine Nacht gefroren - nur das Aufstehen war schon mal etwas ungemütlich.
Viele Grüße Peter
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201430. Juli 2015 · #33
Alles anschnallen, es geht endlich weiter.
Tag 8: Donnerstag, 18.Juni 2015 - zum Oranje und dann weiter nach Rosh Pinah
Auch heute fahren wir ohne Frühstück los, wir wollen uns unterwegs ein schönes und warmes Plätzchen suchen. Wir fahren noch schnell an der Canon Lodge vorbei - dem "Geheimtipp" des Österreichers - und sind gespannt, was uns erwartet. Wow, sind die Bungalows schön in die Landschaft integriert! Was uns aber noch viel besser gefällt, das sind die Steinformationen – leider hat hier die „Fotografin“ einen schlechten Job gemacht.
Die nächsten zwei Stunden fahren wir durch eine traumhaft schöne und abwechslungsreiche Landschaft und sind auch heute wieder erstaunt, wie vielfältig das hier alles ist. Aber ein schönes – davon gäbe es einige – und warmes – es ist einfach zu windig – Plätzchen zum Frühstücken ist einfach nicht zu finden.
Es ist so windig, dass sich hier sogar der "Kühlerlüfter" ständig dreht. Unheimlich hier mitten im Nichts und mit den Einschusslöchern. Und dann geht es weiter durch das "Wonderland".
Aber ausser ein paar Bergzebras und diesem Kudu haben wir auch heute nicht viele Tiere gesehen 🙁
Und dann - von jetzt auf nachher – sind wir im Tal des Oranje. Nach den eher „Nicht“ Farben weiss, beige und hellbraun gibt es plötzlich grün und blau. Was für ein Kontrast: ein Fluss, der auch Wasser führt und diese Farben!
Plötzlich entdecke ich eine Pavian-Grossfamilie neben uns im Berg: gut 50 Tiere folgen uns ein Stück weit am Berg entlang, es sieht aus, als ob der Berg leben würde. Sie sind aber viel schneller, wie unsere Fotoapparate. Was für geschmeidige Tiere.
Wir geniessen das Grün und den Oranje. Was für eine Wohltat für Auge und Seele
Und dann geht es wieder ein Stück weit ins Gebirge hinein. Und nachdem wir am Oranje keinen geeigneten Platz gefunden haben fürs Frühstück – gibt es hier ein schnelles und karges Mittagessen, passend zur Landschaft.
Nach ein paar Kilometern geht es dann auch schon wieder zurück an den Oranje, wo eine Brücke über den Fluss führt.
Aber was ist das da vorne?
Eine Grenzkontrolle !?! Ausweis, Führerschein, der internationale, und die Frage ob wir Waffen hätten – natürlich nicht – und Steine. Warum, was sollen wir mit Steinen anfangen? Ach so, die darf man hier ja nicht sammeln. Nein, haben wir auch nicht. Der Grenzbeamte erklärt uns dann, dass er das Recht hätte, unseren Camper zu durchsuchen und macht dies dann auch (eher oberflächlich). Er scheint aber sichtlich amüsiert darüber zu sein, was deutsche Camper so alles mit dabei haben 😄 und wir dürfen passieren.
Unser nächstes Ziel ist Rosh Pinah, eine private Bergbaustadt, die etwa 2.500 Einwohner hat und die hauptsächlich von der Skorpion-Zink-Mine lebt. Wir haben hier das Amica Guesthouse reserviert, weil wir die Strecke bis nach Klein-Aus nicht an einem Stück fahren wollten und weil wir hier keinen geeigneten Campground gefunden haben. Ausserdem müssen wir wieder einkaufen – für die nächsten 10 Tage – und natürlich auch tanken. Der Supermarkt, obwohl auch ein SPAR Markt, führt hier so ganz andere und auch kaum auf Europäer zugeschnittene Produkte, wie in den übrigen Märkten. So haben wir hier das einzige Mal kein Vollkornbrot bekommen. Dann geht es aber endlich weiter zu unserer Unterkunft. Das Amica Guesthouse ist ein nettes kleines Gästehaus inmitten einer Wohnsiedlung. Ausgeschildert ist der Weg zum Parkplatz - und von dort aus kommt man dann in das Guesthouse. Der Parkplatz ist aber nicht abgeschlossen. Ein "komisches" Gefühl hatten wir aber nicht.
Nachdem wir unseren gesamten Hausrat - zumindest hat sich das so angefühlt - ins Zimmer geschleppt haben (so schön ein Guesthouse oder eine Lodge auch ist - es ist einfach eine ständige Umräumerei), geniessen wir den „Luxus“ eines Gästehauses am nachmittag und essen hier auch. Es gibt Kudu Filet mit Gemüse und baked potatoes. Lecker! Und der Nachtisch: ein richtig feiner, weicher, fluffiger, saftiger und nicht zu süsser Schoko Kuchen mit einer Custard Creme ist einfach der Hit. Hmmmmm. Dazu natürlich wieder einen leckeren Weisswein. Wir fallen mal wieder hundemüde und pappsatt ins Bett.
Wir sind jetzt schon eine Woche unterwegs – kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Amica Guesthouse: Ein wirklich nettes und einfaches Gästehaus. Hier steigen fast ausschliesslich Arbeiter und Geschäftsleute der Minen ab und manchmal auch ein paar Touris auf der Durchfahrt. Man bekommt hier ein gutes Abendessen und ein ausreichendes Frühstück. Es gab einen Safe, der aber nicht funktionierte. Und man kann hier wirklich schön einen nachmittag am Pool verbringen.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201431. Juli 2015 · #34
Tag 9: Freitag, der 19.Juni 2015 – Fahrtag nach Klein-Aus Vista
Die Bestellung des Frühstücks war etwas gewöhnungsbedürftig. Auf einem kleinen Zettel kreuzt man alles an, was man möchte – und man bekommt dann auch nur das. Wenn man einen Toast möchte, dann muss man den ankreuzen, möchte man Bacon zu den Spiegeleiern, ankreuzen, Tomaten, Pilze oder sonstwas, ankreuzen. Wir haben das System leider erst viel später verstanden und so waren unsere Eier ziemlich „nackt“. Aber wir wurden dennoch satt.
Wir haben Rosh Pinah auf der C13 verlassen – eine typische langweilige Teerpad - und haben unterwegs noch an einem typischen Picknick-Platz angehalten.
Als es dann endlich in die D727 abging, waren wir dann ganz froh. Das gefällt uns schon viel besser.
Mit den Tiersichtungen sind wir nicht wählerisch, wir müssen wohl oder übel das nehmen, was uns vor die Linse läuft.
Diese Strecke führt durch ein – für namibianische Verhältnisse – fruchtbares Tal und es war einfach eine wunderschöne und abwechslungsreiche Strecke. Unterwegs sind uns etwa 2 Autos begegnet und hin und wieder war eine Farm zu sehen.
Aber was ist das? Kürbis? Melone? Zuchini? Wir wissen es nicht, hatten aber auch nicht den Eindruck, das das essbar ist.
Dann: eine Kreuzung – wir fahren auf der D446 in Richtung Aus.
Und hier geht es dann schon wieder auf die B4 zu in Richtung Aus – so wie viele von euch die Strecke kennen, eine kerzengerade Teerpad durchs „Niemandsland“.
Und es ist jetzt genau die richtige Zeit für Kaffee und Kuchen - im Hotel in Aus soll es leckeren Apfelkuchen geben, heisst es - den gab es aber nicht. Lediglich sehr sehr süsse andere Kuchen – hat aber trotzdem geschmeckt.
Hätte aber auch irgendwo in einem deutschen Café in Deutschland sein können.
Dann ging es weiter nach Klein-Aus Vista, wo wir die nächsten drei Nächte auf dem Campground verbringen werden.
Die Rezeption ist sehr schön anzusehen und hier kann man auch Mountain Bikes mieten, um den (sehr anspruchsvollen)Trail zu fahren und einmal im Jahr gibt es hier auch eine Mountainbike Challenge.
Wir melden uns an - und dafür wird natürlich auch wieder die Autonummer gebraucht, die ich immer noch nicht auswendig kann - wir zahlen den Obulus für die Wanderwege, bekommen eine Broschüre dazu - sogar in deutsch - und dann fahren wir los zum Campground.
Der Campground mit etwa 10 Plätzen liegt ein paar Kilometer vom Haupthaus entfernt. Jeder hat seinen eigenen mit einem Windschutz versehenen Platz mit Bänken und einem Feuerring, das saubere Sanitärhäuschen teilt man sich mit den anderen Campern. Man hat Wasser am Platz, es gibt aber keinen Strom. Und jede Site hat einen Baum, der Schatten spendet. Einer hatte einen besonders tollen Baum mit vielen Webervogelnestern. Der Platz war an allen drei Tagen (fast) voll. Und obwohl wir hier nicht alleine waren, hat uns der Platz sehr sehr gut gefallen.
So, alles hergerichtet, dann ist jetzt Zeit für ein „Willkommens-Bierchen“ und dann war chillen angesagt: Strausse beobachten, zusehen, wie die Sonne die Landschaft in alle möglichen Farben hüllt - einfach Campgroundidylle geniessen.
Mit frischem Fleisch versorgt, wurde natürlich auch wieder gegrillt und ein schönes grosses Lagerfeuer entfacht, hach wie wir das lieben.
Jedesmal wenn ich heute einen USA-Fan hoere bei dem Satz "... diese Meschenleere und diese Weite..." muss ich schmunzeln. Derjenige war bestimmt noch nie in Namibia... 🤩
Super Bericht und tolle Fotos!
Schoenes Wochenende Dir und Hansi!
LG, Elsa
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201401. Aug. 2015 · #36
Tag 10: Samstag, der 20.Juni 2015 – Kolmanskop und Lüderitz
Heute sind wir wieder ganz früh aufgestanden und ohne Frühstück kurz vor 7 Uhr losgefahren. Natürlich nicht ohne den umwerfenden Sonnenaufgang genossen zu haben. Was für tolle Farben.
Heute bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob unsere „Planung“ überhaupt so machbar ist. Geplant war nach Kolmanskop zu fahren, ausgiebig zu fotografieren bevor wir an der Besichtigungstour teilnehmen. Dann sollte es nach Lüderitz weitergehen zum Tanken und Einkaufen und mittags wollten wir an der Mole eine Kleinigkeit essen. Zur Verdauung war dann noch die Besichtigung von Lüderitz angedacht und mit ganz viel Glück könnten wir noch auf die Shark Island fahren. Für die Wildpferde in Garub würde die Zeit wohl leider nicht reichen, wenn wir vor Einbruch der Dunkelheit (und das ist nun mal bereits gegen 18 Uhr) am Campingplatz eintreffen wollen. Aber meine Bedenken waren völlig umsonst.
Wir haben gerade mal eine Stunde bis nach Kolmanskop gebraucht. Was für ein tolles Licht, was für eine tolle Landschaft.
"Fata Morgana" und Realität
Und dann, kurz nach dem Airport, ist auch schon unser estes Ziel zu sehen - Kolmanskop.
Wir waren kurz vor 8 Uhr dort und obwohl der offizielle Einlass erst um 8 Uhr ist, durften wir schon hinein. Natürlich erst nach Bezahlung des Permits von 80 N$/Person. Es waren schon einige Fotografen dort.
Angefangen hatte im April 1908 alles per Zufall, als Oberbahnmeister August Stauch und seine Arbeiter wie gewöhnlich die neue Streckenlinie von Lüderitz nach Keetmanshoop vom allgegenwärtigen Treibsand freischaufelten.
Der farbige Bahnarbeiter Zacharias Lewala präsentierte seinem Vorgesetzten einen unscheinbar aussehenden Stein, den er im Sand gefunden hatte. Lewala hatte in einer südafrikanischen Diamantenmine gearbeitet und vermutete, dass es sich um einen Diamanten handeln könnte. Stauch sicherte sich in aller Eile die Schürfrechte. Als er dann die Bestätigung erhielt, dass es sich bei dem Fund Lewalas tatsächlich um einen Diamanten handelte hing er seinen Job an den Nagel, rüstete eine Expedition aus und begann eiligst mit der Diamantenschürfung im Wüstensand.
Die Nachricht von Diamantenfunden in Deutsch-Südwest verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Das Diamantenfieber brach aus. Von überall strömten die Menschen herbei: Bauern verliessen ihre Scholle, Matrosen setzten sich von ihren Schiffen ab, Händler gaben ihre Geschäfte auf, Männer liessen ihre Frauen sitzen. Es hiess, man müsse sich nur bücken, um die Diamanten an der Oberfläche des Sandbodens aufzusammeln.
Hauptquartier wurde Kolmaskop. Schöne Häuser wurden gebaut, alle Materialien aus Deutschland importiert. Ab 1911 gab es elektrischen Strom. In einer Eisfabrik wurde Stangeneis produziert, das jeder Haushalt gratis bekam. Das erste Röntgengerät Afrikas wurde in Kolmanskop aufgestellt.
Stauch verkaufte die Gesellschaft 1920 an die CDM.
Diese beliess alles beim Alten. Das Casino wurde erst 1927-1928 gebaut, wiederum mit aus Deutschland importieren Materialien, einschliesslich einer Kegelbahn.
Als dann 1929 wesentlich grössere Diamanten bei Oranjemund entdeckt wurden, war das baldige Ende von Kolmanskop besiegelt. 1938 wurden die Förderanlagen stillgelegt und 1944 die Verwaltungsbüros nach Oranjemmund verlegt. 1956 verliess der letzte Sicherheitsbeamte die Stadt, die seither von den Wanderdünen zurückerobert wird.
Heute ist der Wüstenboden längst leergeräumt, man fördert die funkelnden Steinchen mit modernsten Geräten aus dem Meeresgrund vor der Küste. Aus August Stauch, dem ersten Diamantenschürfer, war ein vielfacher Millionär geworden. Auch Zacharias Lewala hatte es zu ein wenig Wohlstand gebracht. Doch die Weltwirtschaftskrise und zwei Weltkriege machten aus dem reichen August Stauch einen „armen Schlucker“.
Wir haben uns dann alles in Ruhe angeschaut und gaaaaanz viel fotografiert.
Hier im Casion würde die Tour dann starten.
Der Hunger hat und Kaffeedurst hat uns jedoch in die Cafeteria getrieben und wir haben auf die Führung um 10.30 Uhr verzichtet. Es gab leckeres Omelett für Hansi und ich habe mich auf Pancakes gefreut, die hier in Namibia aber wirklich richtige Pfannkuchen sind.
Und dann sind wir früher wie gedacht, nach Lüderitz weitergefahren
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201401. Aug. 2015 · #37
Fortsetzung Tag 10: Samstag, der 20.Juni 2015 – Kolmanskop und Lüderitz
Kurz vor 11 Uhr erspähen wir dann das Meer und sehen die ersten Zeichen von Lüderitz. Das war jetzt aber wirklich mal ein Katzensprung.
Zuerst suchen wir den Supermarkt, ein Sparmarkt, wenn ich mich recht erinnere. Der ist aber etwas „speziell“: kein grosser Parkplatz davor, sondern eher ein „Stadtmarkt“, geparkt haben wir in einer Seitenstrasse, am Eingang Security, die auch Taschenkontrollen durchführt. Hier bin ich dann alleine einkaufen gegangen, wir haben eh nicht viel gebraucht, weil wir ja bereits gestern Grosseinkauf gemacht haben. Im Gegensatz zu den anderen Supermärkten, in denen wir bisher eingekauft haben, kaufen hier kaum Weisse ein.
Zum Mittagessen war es noch etwas zu früh, so haben wir noch gleich eine kleine „Stadtrundfahrt“ gemacht:
„Auf schwarglänzenden Felsen, etwas erhöht über dem Atlantischen Ozean gelegen, grüssen in Pastelltönen restaurierte Jugendstilvillen über den eisblauen Ozean – nach der trostlosen Wüstenfahrt ein erstaunlicher Anblick.“ So stand es in einem Reiseführer und genauso haben wir das auch empfunden.
„Man könnte sich Lüderitz überall in Deutschland vorstellen – hier, an der Südwestküste Afrikas wirkt es unpassend.“ Und auch uns ging es so.
Lüderitz besitzt eine sehr gute historische Bausubstanz. Die meisten Gebäude wurden in den Jahren des Diamantenbooms zwischen 1908 und 1914 errichtet. Der spätere wirtschaftliche Niedergang von Lüderitz hatte hinsichtlich des architektonischen Aussehens auch etwas Gutes: Es wurden fast keine neuen, unpassenden Häuser zwischen die alten gesetzt. Kein Haus ist höher als 3 Stockwerke. Besonders schöne Zeugnisse der alten Zeit sind u.a. die Kirchen, das Bergamt, der Bahnhof, das ehemalige Krankenhaus auf Shark Island (jetzt das Büro des Fischereiwesens), die Schule, das Woermannhaus, das Gericht sowie das ehemalige kaiserliche Postamt in der Schintzstrasse, und alle Gebäude in der Bergstrasse, wie das KreplinHaus und das Erberlanz-Haus.
Und nun? Eigentlich wollten wir ja an der Mole zu mittag essen, aber dort waren uns viel zu viele Menschen – das sind wir nicht mehr gewohnt - und auch die Parkplatzsituation hat uns nicht so wirklich gefallen und Hunger hatten wir auch noch keinen. Also haben wir beschlossen noch zum Diaz Point zu fahren. Und das war auch gut so. Schon der Weg dorthin hat uns sehr gut gefallen.
Wir waren fast alleine dort. Wir geniessen den frischen Seewind während die Vögel ständig schreien und die Brandung tost. Man kann das Meer sogar riechen. Einfach das perfekte Plätzchen um Vesperpause zu machen. Am Campground war niemand, das wäre auch viel zu windig gewesen.
1488 fuhr Bartolomeu Diaz an der südwestafrikanischen Küste entlang. In der Lüderitzbucht suchte er 5 Tage lang Zuflucht vor schlechtem Wetter. Am heutigen Diaz Point errichtete er ein Steinkreuz, das er dem Heiligen Jacobus widmete. Anlässlich der 500 Jahr Feier der ersten Landung wurde eine Reproduktion des alten Kreuzes enthüllt.
Wir fahren weiter und geniessen diese Idylle.
Bereits gegen 14 Uhr sind wir zurückgefahren. Noch ein letzter Blick auf Kolmanskop und wie immer geniessen wir auch unterwegs die Landschaft.
Da wir soooo früh dran waren, haben wir sogar noch den Abzweig nach Garub genommen – doch wir haben dort kein einziges Pferd gesehen, lediglich diese beiden Oryxe, die dann weitergetrottet sind.
Später an der Strasse haben wir dann jeder Menge Wildpferde gesehen.
So kamen wir schon weit vor Sonnenuntergang am Campground an, es war etwa 16 Uhr. Auch gut. Wie immer war ein Feierabend-Bierchen angesagt, relaxen, Grillen und Lagerfeuer.
Selbst wenn wir also noch die Führung in Kolmanskop mitgemacht hätten, hätte die Zeit ewig gereicht, um einkaufen und tanken zu gehen, Lüderitz anzuschauen, zum Diaz Point zu gehen und auch noch die Wildpferde zu beobachten.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201402. Aug. 2015 · #38
Tag 12: Sonntag, der 21.Juni 2015 - 4x4 Townlandtour
Heute ist Sonntag, also ist ausschlafen und ausgiebig frühstücken angesagt– das ist Urlaub. Und heute ist Straussentag.
Was wir heute machen? Die Townlandtour, eine 4x4Piste auf dem Farmgelände, Hansi´s Programmpunkt. Der Manager von Klein-Aus Vista hat uns diese Möglichkeit, selber mit dem Camper zu fahren, mal in einer Mail vorgeschlagen. Als wir an der Rezeption danach gefragt haben, wussten die nichts. Erst auf Anfrage hat uns dann der Manager die Koordinaten und eine Art Beschreibung dafür gegeben. Hätte ich das vorher gewusst, hätten ich natürlich meinen Garmin mitgebracht. So habe ich die letzten zwei Tage, die Koordinaten von Hand in unser Navi eingegeben. Bin mal gespannt, ob das funktioniert.
Wir sind etwa 3 Stunden in dem Gebiet rumgefahren, haben die schöne Landschaft genossen, haben jede Menge Strausse gesehen - ich sag´s ja: Straussentag.
Die Tour war jetzt nicht besonders anspruchsvoll bis auf ein oder zwei - für uns - kniffeligere Passagen und es hat einfach Spass gemacht.
Lediglich zum Schluss haben wir uns etwas verfahren - oder haben die Wegpunkte nicht gestimmt? - und sind dann einfach nach Gefühl gefahren. Und – ich war noch mit meinem nicht vorhandenen letzten Wegpunkt beschäftigt – hält Hansi plötzlich an und sagt, das kommt mir aber irgendwie komisch vor. Zum Glück: Kurz vor dem Camper hört die Piste plötzlich auf und eine etwa 1 Meter hohe Kante liegt vor uns.
Meine Güte haben wir da Glück gehabt – ich will mir gar nicht ausmalen, wie das ausgegangen wäre.
Dann wurde die Piste so langsam besser und die "Zivilisation" hat uns wieder.
Wir schauen uns noch schnell die Geisterschlucht und die Häuschen an. Das Selbstversorgungshaus in der Geisterschlucht gefällt uns wesentlich besser.
Zurück am Campground haben wir natürlich erst einmal ein „Hurra, wir leben noch"-Bierchen getrunken und wir erholen uns von dem Schrecken.
Und gegen 15 Uhr haben wir uns dann fertiggemacht, um noch den Vista-Trail zu laufen.
Ganz schön anstrengend, aber dafür wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt.
Wir müssen uns nun etwas sputen, weil wir keine Lampen dabeihaben und nicht so richtig einschätzen können, wie lange wir dafür benötigen. Zeit für ein paar Bilder war aber schon.
Unterwegs ist uns dann noch der Manager (?) von Klein-Aus Vista auf dem Bike begegnet – Respekt!
Gerade zum Sonnenuntergang sind wir dann in der "Zielgeraden".
Und der abend wird natürlich noch mit einem BBQ und einem Lagerfeuer beendet.
Klein-Aus Vista Campground: Der Campground hat uns ausgesprochen gut gefallen. Um einen grossen schattigen Baum herum hat man genügend Platz für Camper, Lagerfeuer, Grill und alle anderen Dinge, die man so dabei hat. Die Sanitäranlagen sind sauber und ausreichend.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201403. Aug. 2015 · #39
Tag 13: Montag, der 22.Juni 2015 – Auf der D707 nach Koiimasis
Die Busgruppe macht sich bereits morgens um 5.30 Uhr mit viel Lärm abfahrtbereit. Also stehe ich halt auch auf – an schlafen ist eh nicht mehr zu denken, vor allem weil jetzt alle anderen auch schon wach sind und sich ebenfalls für den Tag vorbereiten. Geht das nicht leiser?
Wir geniessen das letzte Frühstück auf diesem tollen Campground und sind schon fast traurig, dass es heute weitergeht. Wir kommen weit vor 8 Uhr los, müssen aber noch tanken gehen. Und wenn einem schon so früh am morgen, der erste Kudu über den Weg läuft, dann ist das doch schon einmal ein gutes Omen.
An der Tankstelle, bzw. dem Shop, kommt das ganze Dorf zusammen und dann wird gemeinsam gebetet und gesungen. Wir sind ganz ergriffen von dieser Szene. Nach etwa 5 Minuten verlassen alle wieder den Shop und der Alltag geht weiter.
Wir tanken und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten in dem Shop ein, dann geht’s wieder auf Pad.
Zuerst die auf die C13 – die hat überhaupt keinen Spass gemacht – und dann auf die D707 auf Sand, schon besser. Was für eine Landschaft, wir können gar nicht genug bekommen davon.
Und dann kommt auch schon die Abzweigung zur Farm Koiimasis.
Die nächsten 20 Minuten zuckeln wir durch eine traumhaft schöne Landschaft vor uns hin. Hier ist die Beifahrerin doppelt gefordert: sie muss nicht nur alles dokumentieren, sondern hat auch noch die Aufgabe, die Gatter zu öffnen und zu schliessen. Stress - und das im Urlaub. 🤩
Dann sind wir da, holen Oryx-Steaks und Brennholz und fahren weiter zum Campground. Zahlen sollen wir später, Anke ist etwas in Stress.
Und was soll ich sagen? Der Platz ist einfach gigantisch. Wie schön die einzelnen Plätze im Fels angelegt sind. Jeder Platz mit Feuerring, BBQ und einer überdachten Sitzecke und einem kleinen Sichtschutz.
Und jede Menge Klippschiefer beobachten uns:
Rätsel: Wie viele Klippschliefer sind auf dem Bild zu sehen?
Doch auch Klippspringer sind hier jede Menge zu beobachten:
Und erst die Sanitäranlagen. Auch in den Fels hineingebaut und liebevoll dekoriert. In diesen Platz haben wir uns sofort verliebt.
Hansi zaubert was zu essen und dann geniessen wir diesen tollen Platz. Um 14 Uhr sind bereits alle Plätze belegt – wie gut, dass wir schon lange vorreserviert haben.
Eigentlich wollten wir ja noch den Farmrundweg laufen, aber uns war zu heiss und wir waren zu faul dazu. Wir sind so faul, dass wir sogar an die Rezeption mit dem Camper fahren, um unsere Schulden zu begleichen. "Kurz" umschauen tun wir uns aber noch. Hier gibt es jede Menge zum Anschauen und Bestaunen.
Irgendwann ist es Zeit, den Grill anzuheizen und einen Sundowner zu trinken. Und was soll ich sagen? der Oryx hat vorzüglich geschmeckt.
Und dann hat Hansi endlich auch die Muse seine Kamera auszupacken und Sternenbilder zu machen. Dafür habe dann ich die Verantwortung für das Lagerfeuer bekommen. Au ja, das macht Spass. Ich habe unser ganzes Feuerholz verheizt – und wir hatten eine Menge davon – schliesslich darf das Feuer nicht ausgehen. Was für ein schöner Abend, was für ein schöner – fast schon magischer – Platz.
Koiimasis Campground: Einer der schönsten Plätze unserer Reise. Liebevoll ausgestattetes einfaches Sanitärhäuschen, die Plätze liegen schön zwischen den Steinen. Site Nr. 4 hat ein eigenes Sanitärhäuschen und einen tollen Sundowner-Platz ins Tal „nach hinten“. Und man bekommt hier sehr sehr leckeres Fleisch.
wow, was fuer ein toller Tag, einfach traumhaft! Koiimasis steht bei uns schon ganz lange auf der Wunschliste, das sind solche Plaetze wie wir sie lieben.