Guggu2'262 Beiträge · seit 201104. Jan. 2015 · #321
Liebe Ruth und Uwe,
ich wünsche euch, dass ihr ein super neues Jahr voller Überraschungen erleben werdet. 🙂
Jetzt habe ich aufgeholt und mir fällt nichts ein ausser: TOLL. TOLL. TOLL Und für den Nektatvogel wurde ich jedes Nutellabrot sausen lassen. Jetzt bin ich gespannt auf den KTP 🙂
Huhu Ihr Beiden 😘 auch von den Claxens erst mal ein Nach ein paar Tagen 'off' sind wir jetzt auch wieder dran 😄 Schade, dass Wüstenquell so verstürmt war und Ihr flüchten musstet. Cool find ich das fliegende Perlhuhn, obwohl... ist ja eigentlich alles klasse, was Ihr uns zeigt 😘 (ich sag nur Nektarvogel) Die Timelaps von Höhle 3 auf Rooiklip ist ja mal witzig 😄 und danke für die Bilder von Camp Gecko, da wollen wir in diesem Jahr auch hin 😉 bin jetzt mal gespannt auf den KTP und natürlich darauf, wie Ihr zum Ende der Reise das Bügelbrett in den Flieger bekommt 🤪 😄
super Aufnahmen die ihr hier reinstellt! Euer Reisebericht macht Lust auf mehr....
Wir haben für nächstes oh! für dieses Jahr 3 1/2 Wochen in den Sommerferien Namibia gebucht, die Spannung und die Vorfreude wächst von Tag zu Tag!
Eine Frage hätte ich zu den tollen Zeitrafferaufnahmen: Was stellt ihr an Intervallzeit, Verschlusszeit, Blende und ISO ein, damit sie so gut werden?
Nochmals Glückwunsch zu eure ereignisreiche Reise. Juan
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200604. Jan. 2015 · #325
@Karsten: Vielen Dank. Wir finden jedoch, dass es noch ein bisschen geiler geht. 😉
@Guggu: Das Gute ist: Ruth pirscht dem Nektarvogel hinterher, und ich kann trotzdem ein Nutellabrot essen. 😉 Aber eigentlich esse ich ja immer nur Müsli. 😉 Wir wünschen euch auch ein tolles Jahr mit einer schönen Reise nach Namibia.
@Claudia: Bei den Zeitraffern von Camp Gecko und Rooiklip tauchen unerwartet Wolken auf. Dadurch gefallen sie mir besonders gut. Wir sind auch gespannt auf den KTP. Diesmal hatten wir dort auch wieder einige schöne Begegnungen.
@Carsten: Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eure Begleitung. Vor allem im KTP haben wir etwas speziell für euch gepirscht. 😉
@Juan: Danke für dein Lob. Deine Vorfreude können wir gut nachvollziehen. Bei den nächtlichen Zeitraffern haben wir (beispielsweise) folgende Einstellungen verwendet: Intervall: alle 30 Sekunden ein Bild Verschlusszeit: 15 Sekunden Blende: f4 ISO: 8000
KAKarinK106 Beiträge · seit 201304. Jan. 2015 · #326
Lieber Uwe, melde mich auch mal wieder, bin sonst ganz still immer dabei. 😉
Der Zeitraffer beim Aufbau eures Lagers in Rooiklipp ist witzig! Da würd ich gern noch weiter schauen, den restlichen Nachmittag und Abend mit Kochen, Essen usw. 🤪 Das wären dann aber wohl etwas zu viele Fotos für eine übliche Speicherkarte ...
Auch die Sternenzeitraffer sind klasse! Bei mir sehen die Sterne nie so fein aus, eher verschwommen. Habe allerdings 20 sec. belichtet bei ISO 2000, vielleicht liegt es ja an der längeren Belichtung. Welches Objektiv verwendet ihr dazu (Brennweite + Lichtstärke)? Wie hast du den Übergang zum Tag gemacht? Einfach ein paar Bilder am Morgen noch gemacht und die hinten angehängt?
Freu mich auf die Weiterreise! Liebe Grüße, Karin
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200604. Jan. 2015 · #327
Hallo Karin,
die Sternenbilder habe ich mit einem EF 17-40 bei 17mm und Blende 4 gemacht.
Der Zeitraffer von Rooiklip lief von 23:26 Uhr bis 6:51 Uhr. Es wurde also ganz natürlich am Ende hell. Dabei lagen zwischen zwei Bildern jeweils 41 Sekunden.
........Deine Fotos von Ruth (aber auch die Fotos von Ruth) sind schon der "burner" (nicht nur von der Farbkomposition her,
aber natürlich auch...... .) 🙂 🙂 🙂 🙂
mit lieben Grüssen,
BMW
Hanne6'152 Beiträge · seit 200605. Jan. 2015 · #329
tiggi schrieb:Ihr Lieben, nun bin ich aber gespannt, was ihr auf Wüstenquell erlebt habt, denn auch ich habe schon im September die Campsite für 2015 gebucht. Vor drei/vier Monaten glaubte ich noch, die nette Familie bewirtschaftet die Farm. Nun hörten wir kürzlich, dass der Eigentümer gewechselt hat und Rundfahrten nicht mehr so schön sein sollen. Habt ihr davon etwas mitbekommen? Wir waren schon enttäuscht und am Überlegen, ob wir diese Übernachtung stornieren sollen?
Liebe Grüße Biggi
hallo Biggi, warum stornieren, wie Du gelesen hast, Verena ist die Woche über in Swakop und Olli hat Monika und Herbert Lauenroth - vorher Etusis- angestellt. Monika ist eine hervorragende Köchin und Herbert gestaltet die Rundfahrten super .... also freu Dich auf Wüstenquell. Ach ja ein gutes Neues Jahr mit tollen Reiseerlebnissen wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. Jan. 2015 · #330
Wir schliefen fast zehn Stunden. Das tat uns beiden sehr gut, insbesondere Ruth fühlte sich deutlich besser. In jedem Fall hatten die Kopfschmerzen aufgehört. Wir ließen es langsam angehen und frühstückten ausgiebig in der Anib-Lodge. Dort gab es auch WLAN, so dass wir wieder mal ein wenig Kontakt mit der Heimat aufnehmen konnten. Nach dem Bezahlen fuhren wir gegen halb zehn los. Die B1 nach Süden führte uns zunächst an Mariental vorbei und dann geradewegs Richtung Keetmanshoop. Auf den über 200 Kilometern gab es nichts Spannendes. In der Stadt tankten wir, holten Geld und kauften Brot. Dann fuhren wir auch schon weiter nach Osten zur Mesosaurus Farm von Giel Steenkamp. Zum Glück war der nette Herr dort und nahm uns sofort mit zu den Fossilien. Diese etwa einstündige Führung können wir jedem nur empfehlen. Giel erzählt mit so viel Wissen und Spaß, dass man ihm noch viel länger zuhören könnte. Die auf seiner Farm gefundenen Fossilien des Mesosaurus sind über 250 Millionen Jahre alt. Der frühere Kontinent Gondwana war zu großen Teilen mit Wasser bedeckt, in dem das Krokodil-ähnliche Tier lebte. Im Boden des Gewässers lagerte sich Staub ab, der nun in Form von Schiefer die fossilen Überreste der Tiere beinhaltet. Die meisten Fundstücke enthalten Abdrücke von Wirbelsäulen, Rippen, Beinen, Füßen oder sogar Zähnen. Wenige bestehen tatsächlich aus versteinerten Körperteilen oder Hinterlassenschaften.
Die Zeit verging schnell, und Giel nahm uns noch mit zu den Köcherbäumen und erklärte viel über diese Aloen und das Doleritgestein. Auf mehreren verschiedengroßen Felsen klopfte er uns mit einem Stein ein Lied. Anschließend konnten wir selbst noch bleiben, so lange wir wollten. Ruth versuchte, selbst eine Versteinerung zu finden und wendete sämtliche Steinplatten an einem kleinen Hang. Natürlich fand sie nichts. Bei einem winzigen Stückchen Schiefer bildeten wir uns ein, eine Minirippe zu entdecken und nahmen es mit. Gil erklärte, dass dieser Abdruck viel zu klein für eine Rippe sei, wir das aber trotzdem behaupten könnten. Ruth verstaute ihre „Rippe“ also stolz bei den restlichen Mitbringseln. Ein echtes Fossil hätten wir wohl auch gar nicht mitnehmen dürfen.
Tarnung ist alles
Wenige Kilometer weiter fuhren wir zum Buschcamp zwischen den Köcherbäumen. Wir parkten das Auto neben dem riesigen Webervogelnest.
Nachdem wir ein Picknick gemacht hatten, kamen die fleißigen Bewohner angeflogen und sausten in ihre Nestöffnungen. Nicht jedoch, ohne noch ein bisschen an dem Gemeinschaftsgebilde weiterzubauen. Jeder klemmte sich einen Halm in den Schnabel und flog damit ins Getümmel. Eine Zeit lang beobachteten wir das geschäftige Treiben und lauschten der Unterhaltung der Webers. Ruth saß in der Hängematte und las, Uwe schrieb ein paar Postkarten.
Zum Sonnenuntergang liefen wir ein wenig zwischen den endlos vielen Köcherbäumen umher. Hier könnte man sich verlaufen.
Anschließend duschten wir, saßen gemütlich zusammen und hörten zu, was sich die Vögel zu erzählen hatten. Als wir später noch Hunger bekamen, machten wir Feuer und kochten Möhren und Paprika im Potije. Dazu grillten wir eine Boerewors. Hinterher schrieb Ruth fleißig mit der Taschenlampe in die Nacht.
Der Mond ging spät unter und erhellte die Landschaft. Hier kommt der letzte Zeitraffer für diese Reise (am besten in HD und Vollbild):
kalachee1'059 Beiträge · seit 200606. Jan. 2015 · #332
Hallo ihr lieben Eulenfreunde
Auch dieses Mal bin ich bei eurem Bericht sehr gerne als (bis jetzt) stiller Mitleser dabei. Einfach mal wieder klasse!
Eulenmuckel schrieb:
Zum Sonnenuntergang liefen wir ein wenig zwischen den endlos vielen Köcherbäumen umher. Hier könnte man sich verlaufen.
Das ist mir beim letzten Mal tatsächlich passiert! 🙂
Mein Bruder ging schon etwas früher zur Campsite zurück, da er sich ums Nachtessen kümmern wollte, also blieb ich bis zum Sonnenuntergang alleine zurück - nur ein paar hundert Meter entfernt. Als die Sonne weg war, packte ich im letzten schwachen Licht mein Fotogeraffel zusammen und machte mich auf den Rückweg. Eine Farmpad war nur wenige Meter weg, aber die habe ich im Halbdunkeln einfach nicht mehr gefunden. Zum Glück hatte ich noch Wasser und eine Taschenlampe dabei! Bin dann etwas umher geirrt und dann auf die Idee gekommen, nach meinem Bruder zu rufen, so dass ich seine allfällige Antwort nach Windrichtung zuordnen könnte. Nach etwa einer Viertelstunde lautem Gebrüll, das man ganz bestimmt über halb Namibia hat vernehmen können, hat er mich dann auch endlich gehört und ich hab so die richtige Richtung zurück zu Campsite gefunden.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200606. Jan. 2015 · #334
Liebe Steffi,
vielen Dank für dein Lob. Freut mich sehr, denn das ist auch eines meiner Lieblingsfotos. Auch wenn diese Weber nicht besonders farbenfroh sind, mögen wir sie sehr gerne.
Kloppo376 Beiträge · seit 201406. Jan. 2015 · #336
Ich bin da zuversichtlich. Zu dem Bild sag ich mal passend Leuchte auf mein Stern Borussia.
Grüsse Kloppo
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EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200606. Jan. 2015 · #337
Hallo Sam,
wir haben das mit dem verlaufen auch nicht einfach so geschrieben. Auch wir mussten sehr gut aufpassen, in welche Richtung wir gegangen sind. So ein paar hundert Meter zwischen den Felsen und Köcherbäumen genügen schon, dass man sich nicht mehr auskennt. Wahrscheinlich hat dein Gebrüll außer deinem Bruder aber niemand gehört, denn das Bushcamp liegt ja schon ein paar Kilometer von der Farm entfernt. Oder hast du ein Organ wie ein Löwe?
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Jan. 2015 · #340
Sonntag, 3. August 2014 – Durch das Auobtal nach Süden
Mesosaurus Camp, Keetmanshoop – Twee Rivieren, KTP
Die ganze Nacht über hatten sich die Webervögel etwas zu erzählen. Leicht verschlafen oder wie im Traum zwitscherte es vereinzelt aus dem riesigen Nest. Wir schliefen gut und wachten kurz vor Sonnenaufgang auf. Inmitten der beeindruckenden Köcherbaumlandschaft spülten wir und machten Frühstück. Die Vögel kamen ebenfalls aus ihrem Nest. Teilweise flogen sie davon, teilweise fingen sie sofort wieder an weiterzubauen. Als besonderer Bewohner verließ ein kleiner Zwergfalke das Webervogelnest. Manchmal leben sie in den Nestern und schützen die Erbauer vor Schlangen. Selbst ernähren sich die kleinsten Falken von kleinen Echsen und Insekten.
Ein Rotstirn-Bartvogel machte durch seinen lauten Ruf auf sich aufmerksam.
Nach einem langen, gemütlichen Frühstück verstauten wir alle Sachen an ihrem Platz und brachen auf. Diesen schönen Campingplatz haben wir sicherlich nicht zum letzten Mal besucht. Beobachtet von einigen Klippdachsen, die sich in der Sonne ihren Pelz wärmten, ging es den kurzen Weg zurück zur Straße.
Bei Giel bezahlten wir die Übernachtung und die Führung und verabschiedeten uns. Dann ging es auf die sehr gute Schotterstraße Richtung Koes. Danach begann der Straßenabschnitt quer zu den unzähligen Kalaharidünen. Permanent ging es auf und ab. Wir lieben diese Strecke. Auf der C15 fuhren wir das restliche Stück nach Mata Mata. Da wir einen Tag zu früh und nicht sicher waren, ob wir dort einen Campingplatz bekommen würden, wollten wir beim Kalahari Farmstall anhalten und schauen, ob dort noch ein Stellplatz frei wäre. Leider war der Farmstall heute geschlossen. So konnten wir auch kein Fleisch mehr einkaufen. Am Grenzübergang war gar nichts los. Ein einzelner Beamter fertigte uns ab. Das Ausfüllen der Formulare ging wie gewohnt sehr zügig. Beim Abstempeln meinte der Uniformierte, dass wir für unser Auto ein namibisches Länderkennzeichen als Aufkleber benötigten. Wenn wir keines hätten, würde er uns eines verkaufen. Der Wagen hatte zwar keinen solchen Aufkleber, wir waren uns aber unsicher, ob wir ihn tatsächlich brauchten, schließlich waren wir schon durch einige Länder des südlichen Afrikas ohne Aufkleber gefahren. Der Grenzbeamte beharrte jedoch auf seiner Position, und jede weitere Ablehnung unsererseits empfanden wir als problematisch. Schließlich kauften wir den blöden Aufkleber für 40 Dollar. Eigentlich hatten wir geplant, ihn an unser Auto in Deutschland zu pappen, aber der Beamte begleitete uns nach draußen. Unter seinem strengen Blick säuberten wir also unser Mietfahrzeug und klebten das Bapperle auf. Nun war auch der Officer zufrieden. In Mata Mata war natürlich kein Campingplatz mehr frei. Alles ausgebucht. Aber in Twee Rivieren hatten wir Glück. Es war zwar schon Nachmittag, aber in Ermangelung einer Alternative entschlossen wir uns dafür und machten uns direkt auf den Weg. Etwas zügiger als bei unseren sonstigen Game Drives klapperten wir die Wasserlöcher nach Süden ab. Wir sahen Springböcke, Strauße, Gnus, Kuhantilopen, Giraffen und Oryx.
Des Weiteren einen Schakal und viele Vögel, darunter Drongos, Gabelracken, Glanzstare und einige Schwalbenschwanzspinte. Diese bunten Vögel gefallen uns besonders.
Rotbauchwürger
Mahaliweber
Schwalbenschwanzspint
Kurz vor Twee Rivieren standen viele Fahrzeuge beisammen. Neben der Straße lag eine einzelne Löwin mit Senderhalsband. Auf einem Dünenkamm ruhte der Pascha.
Die weiteren Löwinnen mit ihrem Nachwuchs in wenigen Metern Entfernung bemerkten wir zunächst nicht, da sie sich ins hohe Gras geduckt hatten. Erst nach ein paar Minuten wurden wir auf den Rest des Rudels aufmerksam, als sich einzelne Tiere aufrichteten.
Es war bereits kurz nach Sonnenuntergang, und wir konnten nicht mehr lange bleiben. Hoffentlich ist das Rudel morgen früh immer noch in der Nähe. In Twee Rivieren suchten wir uns einen freien Stellplatz, duschten und machten Abendessen. Es gab wie immer Wildfleisch, Kartoffeln und Salat.