Die Eulenmuckels auf Birding-Tour

Reisebericht 484 Antworten · 98,3k Aufrufe · gestartet 02. Nov. 2014 von Eulenmuckel
1'558 Beiträge · seit 201127. Dez. 2014 · #301
Ihr Lieben,
das waren wieder tolle Piepmatz-Fotos! 🙂 🤩
Wir werden im nächsten Jahr auch erstmalig in Meikes Guesthouse wohnen, hatten sonst ein großes Hotel. Nach eurem Bericht freuen wir uns doch sehr darauf und sind gespannt, was uns dort erwartet?
Heute wartet jedenfalls noch eine große Party zum 50. von einer Freundin. Schon wieder so ein Trubel! Gerade jetzt nach dem Fest und demnächst die Silvesterparty, aber dann geht es bergauf und mit ganz kleinen Schritten kommen wir Afrika näher. Bis dahin genieße ich all eure Berichte und die vielen tollen Fotos.

Ich wünsche euch alles Liebe, viele tolle Reisen und viel Gesundheit für 2015! 😄
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200628. Dez. 2014 · #303
@Nane: Wir drücken dir die Daumen für die nächsten Flamingos.

@Biggi: Vielen Dank. Bei Meike ist es wirklich schön. Wir freuen uns auch schon auf die nächste Reise nach Namibia.

@Carsten:
Und es gefällt mir gut, dass es bald weitergeht !
Schon verstanden. 😉
Hier kommt der nächste Tag.

Liebe Grüße an alle, die zwischen den Jahren mitreisen.
Uwe und Ruth
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200628. Dez. 2014 · #304
Dienstag, 29. Juli 2014 – Wind

Meikes Gästehaus, Swakopmund – Farm Wüstenquell

Heute ging es weiter. Wir duschten und packten unsere Sachen zusammen. Die Wäsche aus der Reinigung wurde sortiert und kam in die entsprechenden Fächer im Wagen. Auch alle anderen Rucksäcke, Taschen, Fotoapparate und Kleinkram wurden an ihrem Platz verstaut. Für die Souvenirs fanden wir auch noch eine passende Ecke.
Nach dem leckeren Frühstück hatten wir uns endlich durchgerungen, die schöne afrikanische Maske zu kaufen, die wir gestern in einem Laden gesehen hatten. Uwe war sich erstaunlicherweise gleich sicher gewesen, Ruth auch, allerdings dass es keine Möglichkeit geben würde, sie zu transportieren. Hatten wir auf dem Hinweg jeder schon einen Rucksack auf dem Rücken, eine Reisetasche und ein zweites Gepäckstück in jeder Hand, blieb für die Maske eigentlich nur noch der afrikanische Weg, sie auf dem Kopf zu balancieren. Bei einer Länge von 2 Metern wahrscheinlich kein ganz einfaches Unterfangen. Egal, Uwe war der Meinung, dass sich das Problem schon lösen würde, und so verabschiedeten wir uns von Klaus und Meike.
Zuerst ging es also zum Souvenirladen, wo wir glücklicherweise unmittelbar davor einen Parkplatz fanden. Flugs ward das hölzerne Trumm erworben und in viel Luftpolsterfolie sicher verpackt. Doch wo im Auto sollte es nun für die restliche Zeit unseres Urlaubs wohnen? Da Holz nicht gerade biegsam ist, schied der Innenraum im Canopy schnell aus. Selbst diagonal war da nichts zu wollen. Aber Uwe hatte sich ja gleich eine viel schlauere Lösung ausgedacht. Er verkündete stolz, dass das handliche, praktische Souvenir längs genau in unser „Schlafzimmer“ passen würde. Zwar 2 m lang, aber nur 30 cm breit und 3 cm hoch, konnte man es prima auf unsere Matratze betten. Die Vorstellung, ab sofort jeden Abend die Maske aus dem Bett zu wuchten, sie nachts zu hüten und zunehmend staubiger werdend, jeden Morgen wieder zwischen die Schlafsäcke zu schieben, erfüllte Ruth nicht gerade mit Begeisterung. So war sie auch nicht traurig, als sich herausstellte, dass es Uwe nicht gelang, den Fuß der Maske abzudrehen. Dieser war in seinem Plan nämlich nicht vorgekommen, denn so war unser Souvenir nun doch nicht platt wie eine Flunder, und das Dachzelt ließ sich nicht mehr schließen. Eine neue Lösung musste her. Uwe hatte sie auch schnell gefunden. Wofür hat man schließlich Klebeband? Mit einigen, nein, noch ein paar mehr Streifen Paketband klebte er sie kurzerhand auf dem Dach des Campers fest.

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So fuhren wir dann zu einem Kurierdienst und schickten das Paket nach Windhoek voraus in die Pension, wo wir die Maske an unserem letzten Tag in Namibia hoffentlich unversehrt wieder in Empfang nehmen werden. Nachdem der Anfang nun schon so einfach abzuwickeln war, werden wir sie schon irgendwie im Flugzeug und im ICE transportieren können. Für Bauchschmerzen ist es noch ein wenig zu früh, die kann Ruth später ja immer noch bekommen.
Anschließend ging es zum Spar, wo wir noch Wasser, Brot, Brötchen und ein paar andere Kleinigkeiten mitnahmen. Nächster Stopp war bei Plastilon. Dort bekamen wir endlich die Solar Jar, eine Solarlampe in einer Art Einmachglas. So eine haben wir Dank Clax bereits zu Hause (Danke! 😘).
Zuletzt tankten wir den Wagen voll. Inzwischen hatte der warme Ostwind Swakopmund auf weit über 30 Grad aufgeheizt. Es fühlte sich wie ein warmer Föhn an. Als wir die Stadt verließen, zeigte das Auto-Thermometer 39 Grad.
Kurz hielten wir noch bei der Überquerung des Swakop und sahen einigen Vögeln zu, die im niedrigen Wasser herumstaksten und nach Nahrung suchten. Der warme Ostwind hatte mittlerweile ganz gehörig an Kraft gewonnen, und wir hatten Mühe, beim Fotografieren die Kamera ruhig zu halten.

Zwergflamingo

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Weiter ging es über die C28.

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Wenige Kilometer außerhalb von Swakopmund brannte es. Wir konnten aus der Ferne nicht genau erkennen, was die Ursache war, aber wir sahen dunkle Rauchwolken in den Himmel steigen.

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Beim Abzweig in die Mondlandschaft bogen wir ab und hielten an einem Aussichtspunkt.

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Dabei bemerkten wir, dass unser Kühlschrank 12 Grad anzeigte. Irgendein Wackelkontakt sorgte dafür, dass der Engel ständig ausschaltete. Bei einer Pause schaute sich Uwe die Sache an und entdeckte ein blank gescheuertes Kabel hinter dem Kühlschrank. Ein wenig Ordnung im Kabelsalat und eine neue Verzurrung brachten das gewünschte Ergebnis: Der Engel tat wieder seinen Dienst. Wir hoffen nur, dass inzwischen keine Lebensmittel verdorben sind.
Die Aussicht in die Mondlandschaft gefiel uns sehr, aber der starke Wind ließ uns eine geschütztere Stelle für eine Rast suchen.

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So steuerten wir die Oase Goanikontes im Swakop-Rivier an. Dort aßen und tranken wir eine Kleinigkeit, und Ruth freute sich über die Vögel, die pausenlos durch den Garten flitzten.

Wir tippen auf Rostschwanzschmätzer (Familiar Chat), da das kleine Kerlchen häufig mit seinen Flügeln schlug.

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weiblicher Maskenweber (Danke an Michael für die Bestimmung)

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Dann ging es weiter zu den Welwitschia-Ebenen. Auf dem Weg dorthin war neben der Straße über weite Strecken eine Baustelle. Es wird eine Pipeline verlegt, vermutlich für die Uran-Minen.
Bei den Welwitschias machten wir eine Pause und spazierten ein wenig durch die Gegend.

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Dann ging es für uns weiter Richtung Wüstenquell. Die Landschaft wurde im Licht der Nachmittagssonne immer schöner. Der Ausblick über die Hügel und Ebenen war fantastisch. Das Grenztor der Farm war mit einem Vorhängeschloss gesichert. Wir sahen nicht, wie wir es öffnen sollten. Ein Anruf ergab, dass der Schlüssel direkt neben dem Tor an einer Kette hing. Das hätten wir wohl doch selbst erkennen können.

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Auf dem Weg zum Farmhaus sahen wir Springböcke, Strauße und einige unterschiedliche Trappen. Bei ihrer Bestimmung kommen wir mit unseren Büchern jedoch nicht weit.

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Bei der Farm erklärte man uns den Weg zu unserer Campsite „Papierbaum“. Dort kamen wir kurz nach Sonnenuntergang an. Der Stellplatz liegt sehr schön an einer Felsformation und verfügt über zwei Feuerstellen, eine Dusche, Toilette und ein Schattendach mit Tisch. Wir parkten den Wagen, klappten das Zelt auf und duschten. Danach machten wir Feuer und legten Kartoffeln in die Glut. Im Potije dünsteten wir Gemüse, und Uwe grillte Wildsteaks. Es schmeckte hervorragend.
Selten haben wir in Namibia einen so milden Abend erlebt: Selbst als wir ins Zelt gingen, zeigte das Thermometer noch 23 Grad. Dazu wehte allerdings ein sehr kräftiger Wind und rappelte am Zelt.

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Kilometer: 136
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zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2014
1'162 Beiträge · seit 201228. Dez. 2014 · #305
Hallo Ruth & Uwe,

Rostschwanzschmätzer ist wohl richtig.

bei dem gelben Vogel handelt es sich meines Erachtens um das Weibchen eines Maskenwebers (Southern Masked Weaver);
die Weibchen sind etwas variabel und können einen dunkleren Bauch und dunkle Augen haben.

die eine Trappe ist (obwohl schwer erkennbar) offensichtlich eine Rotschopftrappe (Red-crested Korhaan).

Bei der Wanze auf der Welwitschia handelt es sich um Probergrothius sexpunctatis; sie lebt ausschließlich auf Welwitschia.

Die beiden kleinen Biester mit den großen Köpfen sind Termiten.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2014
2'085 Beiträge · seit 201228. Dez. 2014 · #306
Liebe Eulenmuckels,
nach ausgesprochen ausgiebigen und genüsslichen Feiertagen ist es höchste Zeit, das Näschen mal wieder nach AFRIKA zu strecken - wiiieee schön, mit euch Namibia zu genießen! Traumhaft schöne Landschaft! Und wie immer ganz besonders schöne Bilder und Eindrücke!!! Danke dafür und viele viele Grüße
Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
1'558 Beiträge · seit 201128. Dez. 2014 · #307
Ihr Lieben,
nun bin ich aber gespannt, was ihr auf Wüstenquell erlebt habt, denn auch ich habe schon im September die Campsite für 2015 gebucht. Vor drei/vier Monaten glaubte ich noch, die nette Familie bewirtschaftet die Farm. Nun hörten wir kürzlich, dass der Eigentümer gewechselt hat und Rundfahrten nicht mehr so schön sein sollen. Habt ihr davon etwas mitbekommen?
Wir waren schon enttäuscht und am Überlegen, ob wir diese Übernachtung stornieren sollen?


Liebe Grüße
Biggi
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699 Beiträge · seit 201028. Dez. 2014 · #308
Es macht so viel Freude eure Vogel-Fotos anzuschauen. Das Video von dem Sternenhimmel ist auch ganz Klasse.
Den Sternenhimmel genieße ich auch immer sehr wenn ich in Afrika bin.
Vielen Dank!
Gruß Giselbert
39 Beiträge · seit 201428. Dez. 2014 · #309
Hallo Biggi
die Eigentümer haben nicht gewechselt. Verena ist nur mit den Kindern unter der Woche in Swakop (Schule) und daher haben sie sich ein Ehepaar als Unterstützung dazu geholt. Habe sie im August kurz kennengelernt, waren sehr nett. Rundfahrten habe ich aber weiter mit Olli gemacht, dazu kann ich nichts sagen, aber er ist grundsätzlich auch weiter auf der Farm. Bin im März wieder dort, dann könnte ich Dir mehr sagen.
Liebe Grüße
Annette
1'674 Beiträge · seit 201228. Dez. 2014 · #310
Hallo ihr Zwei,

endlich habe ich mal etwa Zeit euren Bericht "sorgfältig" zu lesen.
Die Fotos sind, wie von euch gewohnt, wieder erste Sahne.Die Piepmätze super toll getroffen. Die meisten kenne ich zwar nicht (was sich vielleicht zum Teil nächstes Jahr ändern wird), doch bin ich von der Farbvielfalt fasziniert.

Auf Wüstenquell hatten wir auch die Campsite "Papierbaum". Ich war darüber zuerst etwas enttäuscht, da ich im Forum gelsen hatte, dass die Campsite "Aussicht" besonders schön sein sollte. Ob schöner kann ich nicht beurteilen - uns hat es auf Wüstenquell und Papierbaum super gut gefallen.

Bin gespannt auf eure Bilder.

Liebe Grüße
Dagmar

Und @ Biggi: (Sorry Eulenmuckels ist etwas OT)
Wüstenquell ist wirklich wunderschön. Wenn ich euren Reisestil beobachte bin ich mir sicher, dass es euch dort gefallen wird. Wird hatten die Farmrundfahrt im März nicht mit Olli sondern mit seinem Angestellten gemacht. Er hat seine Sache sehr gut gemacht und viel erklärt (allerdings war sein Englisch für mich gewöhnungsbedürftig)
Wenn es mal wieder auf unserer Strecke liegt, würden wir Wüstenquell sofort wieder einplanen.
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200628. Dez. 2014 · #311
@Michael: Vielen Dank für deine Hilfe bei der Bestimmung der Tiere. Die Trappen laufen stets gut getarnt durchs Gras. Das ist für sie natürlich gut, für uns eher schlecht, wenn es ums Fotografieren und Bestimmen geht.
Sind die kleinen und großen Wanzen auf der Welwitschia dieselbe Art?

@Biggi: Wüstenquell hat uns gut gefallen. Aber leider haben wir nicht allzu viel dort erlebt. Das erklären wir im nächsten Teil des Reiseberichts.

@Giselbert: Vielen Dank. Wir waren erstaunt, dass das Stativ während der Zeitraffer-Aufnahme ruhig stehen geblieben ist. Es blies ein so starker Wind die ganze Nacht.

@Dagmar: Wir kennen die andere Campsite von Wüstenquell auch nicht, unsere fanden wir aber ziemlich schön.

Viele Grüße
Uwe
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1'162 Beiträge · seit 201229. Dez. 2014 · #312
Guten Abend Uwe,
Sind die kleinen und großen Wanzen auf der Welwitschia dieselbe Art?
Ich könnte jetzt anfangen zu dozieren; mache es aber kurz.
Wanzen gehören zu den hemimetabolen Insekten (Gegensatz: holometabol) [hemimetabol = unvollkommene Verwandlung]. D.h. es fehlt das Puppenstadium, somit gleichen die Kinder den Erwachsenen, sind natürlich kleiner, nicht geschlechtsreif und nicht flugfähig. Ich denke, dass sich Deine Frage damit beantwortet hat.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2014
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200630. Dez. 2014 · #313
Mittwoch, 30. Juli 2014 – Sturm und Planänderung

Farm Wüstenquell – Camp Gecko

Die ganze Nacht tobte ein regelrechter Sturm, und die Zeltwände wurden abwechselnd nach innen gedrückt und wieder nach außen gerissen. Dazu wackelte das Auto wie ein Schiff bei rauhem Seegang. Es war zwar sehr warm, aber aufgrund der Lautstärke unseres Flatterzeltes kaum auszuhalten. Wir schliefen wenig und fühlten uns am nächsten Morgen entsprechend ausgeruht. Leider hatte der starke Wind noch immer nicht nachgelassen, ganz im Gegenteil. Wir lagen nach Sonnenaufgang noch einige Zeit im Zelt und überlegten, was wir tun konnten. An Frühstücken war nicht zu denken. Auch hier hinter den Felsen blies es noch so heftig, dass uns alles vom Tisch geflogen wäre. So entschieden wir, zu fliehen und bereits heute weiter zu fahren. Obwohl wir uns sehr auf die Landschaft und die Wanderungen bei Wüstenquell gefreut hatten, wollten wir so ungemütlich hier nicht bleiben. Also packten wir im Sturm zusammen und kletterten noch ein wenig über die Steinhänge in der Nähe der Campsite.
Ruth auf der Suche nach einem windgeschützten Plätzchen.

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Doch auch auf der anderen Seite des Hügels war es nicht ruhiger, und so stand unser Entschluss endgültig fest, Wüstenquell zu verlassen. Am Farmhaus hatte man Verständnis für unsere Entscheidung und berechnete trotz Reservierung nur eine Nacht. Das fanden wir sehr fair.

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Über die Welwitschia-Plains ging es wieder zurück zur C28. Ruth war von der schlaflosen Nacht so fertig, dass sie einnickte. Wir fuhren gegenüber dem Abzweig zur Blutkuppe nach Süden und nahmen ein paar Permit-pflichtige Straßen.

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Unser Plan war, so weit wie möglich landeinwärts von dem blöden Wind wegzukommen. So erschien uns auch die Blutkuppe, die eigentlich unser nächstes Ziel hätte sein sollen, ungünstig, da sie ähnlich nah der Küste gelegen ist. Schade, denn auch auf diesen einsamen Platz hatten wir uns sehr gefreut.
Wir steuerten das Camp Gecko in der Nähe von Solitaire an, wo wir vor vier Jahren bereits eine Nacht verbracht hatten. Über den Kuiseb- und Gaub-Pass zog sich die Strecke dahin. Obwohl wir sie schon oft gefahren sind, kam sie uns ziemlich lange vor. Wir waren ohne Frühstück aufgebrochen und fanden keinen schönen Rastplatz für ein Picknick. Also ging es ohne größere Pause weiter. Gegen halb drei erreichten wir Camp Gecko und wurden von Heidi begrüßt. Glücklicherweise war die Eagles View Campsite frei. Wie das Hilltop Camp liegt es auf einem Berg mit einer tollen Aussicht in die Ebene. Wir stellten das Auto auf, befeuerten den Donkey für heißes Duschwasser, und endlich gab es auch etwas zu essen.

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Nach dem Duschen spannten wir die Hängematte auf. Nun konnten wir uns für den Rest des Tages ausruhen.

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Priritschnäpper

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Da wir erst so spät gegessen hatten, blieb die Küche heute Abend kalt. Es gab lediglich Avocado-Salat. Bei sehr angenehmen Temperaturen und herrlicher Windstille (!) krochen wir ins Zelt.

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Kilometer: 298
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zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2014
1'674 Beiträge · seit 201230. Dez. 2014 · #314
Hallo Ruth und Uwe,

schade, dass ihr in Wüstenquell im wahrsten Sinne des Wortes gefegt wurdet. 🙁 Wüstenquell ist landschaftlich wirklich ein Highlight, aber bei solch stürmischen Wind wohl doch eher nicht.

Bin gespannt, wie es euch in Camp Gecko ergangen ist. Wir hatten uns die Campsite dieses Jahr, nachdem es uns in Namibgrens nicht so wirklich gefallen hat, angeschaut und waren davon hellauf begeistert. Fantastischer Blick auf die Ebene. Schön zu hören, dass Heidi noch auf Camp Gecko ist. Uns gegenüber äußerte sie im März dieses Jahres die Absicht in die Schweiz zurückzukehren, wegen der Ausbildung ihres Sohnes.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
3'383 Beiträge · seit 200931. Dez. 2014 · #315
Grüss Euch Ihr Zwei,

bin immer noch mit an Bord, auch wenn ich nicht jedesmal den "Danke"-Button drücke oder mich zu Wort melde.

Ein schöner Bericht von Euch, die Bilder sind wie immer spitzenmäßig.

Euch Beiden einen guten Rutsch ins 2015er Jahr. Und dass es mit den Schwarz-Gelben bald wieder aufwärts geht - dazu drück ich beide Daumen. Gar nicht auszudenken wenn .... 🙁

Bis zum nächsten Mal,

der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200631. Dez. 2014 · #316
@bayern schorsch: Schön, dass du noch dabei bist.
Wie du weiter oben vor ein paar Tagen vielleicht bei kach gelesen hast, kennen wir nun den Grund für das schwarz-gelbe Tief. Die Makalani-Voodoo-Affen-BVB-Nuss war Schuld. Wir werden das im nächsten Urlaub wieder in Ordnung bringen.

Euch allen wünschen wir einen guten Rutsch ins Neue Jahr und viele erlebnisreiche Reisen.

Ruth und Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200631. Dez. 2014 · #317
Donnerstag, 31. Juli 2014 – Zurück über den Tropic of Capricorn

Camp Gecko – Farm Rooiklip

Wie schon der Abend war auch die Nacht sehr ruhig. Kein Wind rührte sich, und so konnten wir wunderbar schlafen. Ohne Wecker standen wir nach Sonnenaufgang auf. Es war trotz der bedrohlich wirkenden Wolken angenehm warm.

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Wir frühstückten mit Blick über die Ebene. Es gab Müsli mit frischer Nektarine und getoastete Brötchen, Kaffee und Tee. So macht Camping Spaß. Wie schon vor vier Jahren kam ein Bergschmätzer zu Besuch. Er war so zutraulich, dass er Uwe zwischen den Füßen herumhüpfte.

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Lerchenammer?

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Als wir alles gespült und eingepackt hatten, fuhren wir zur Farm. Dort bezahlten wir bei Heidi und verquatschten uns noch lange. Es war sehr nett. Erst gegen Mittag brachen wir auf. Eine kurze Etappe führte nach Solitär. Dort kauften wir im Laden Naukluft-Wasser, und Ruth bestand auf eine Vogeltränke in Form einer Flasche, wie sie bei Meike im Garten hing. (Bei uns in Königswinter kann sie sicherlich massenhaft Nektarvögel damit anlocken. ;)) Dann aßen wir in der Bäckerei leckeren Apfelkuchen und ein kleines Stück Pizza. Das war so prima, dass wir gleich noch eines kauften. Uwe trank Kaffee, und wir beobachteten die zahlreichen Vögel, die im Innenhof der Bäckerei umherflogen und wahrscheinlich ausschließlich von den Kuchenkrümeln leben, die Touristen dort für sie fallen lassen.
Nach der Pause tankten wir und fuhren wieder nach Norden. Von der C14 bogen wir hinter dem Gaub-Pass auf die C26. Es dauerte nicht lange, und wir erreichten die Zufahrt zur Rooiklip-Farm ab. Wir waren vor zwei Jahren bereits dort gewesen und hatten die Strecke noch in Erinnerung. Aber diesmal kam sie uns etwas holperiger vor. Wir kamen nur langsam vorwärts, was uns bei dieser schönen Landschaft aber nur wenig ausmachte.

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Eine Oryxfamilie mit zwei Kälbern kreuzte unseren Weg, und immer wieder wuselten kleine Scharen von Perlhühnern neben oder auf der Straße herum. Und ganz selten erinnern sie sich doch daran, dass sie fliegen können! 😉

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Auf Rooiklip begrüßte uns Frans. Hannelore war noch in Windhoek. Wir unterhielten uns nett, dann fuhren wir zur Campsite Nummer drei. Auch wenn die Zufahrt ein wenig beschwerlich ist, gehört dieser Platz für uns zu den schönsten. Man steht unter einem Felsenüberhang und hat eine tolle Aussicht. Dazu gehören eine Freiluft-Dusche und –Toilette.
Wir stellten das Zelt auf und bereiteten das Abendessen vor.

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Als es bereits dunkel war, gingen wir duschen. Inzwischen war auch das Wasser heiß. Beim Duschen hörten wir einen Fleckenuhu rufen. Danach saßen wir bei angenehmen 22 Grad in der Höhle auf Rooiklip und genossen diesen exklusiven Ort, an dem man für sich alleine und dennoch mit ein wenig Komfort stehen kann.
Beim Abendessen besuchte uns eine Maus, die sich unter den Tisch setzte und auch nicht wieder verschwand, als wir sie aus unmittelbarer Nähe betrachteten. Vielleicht hatte sie ebenfalls den Uhu gehört und fühlte sich bei uns sicherer. Da sie ständig um uns herumlief, mussten wir sehr aufpassen, nicht aus Versehen auf sie zu treten.

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Wir grillten Oryx-Steaks, die sensationell schmeckten. Als absoluter Geheimtipp kann dieses Oryx-Filet aus dem Fruit & Veg in Swakop unserer Meinung nach mit dem besten Fleisch aus der Metzgerei spielend mithalten. Dazu gab es Folienkartoffeln und gemischten Salat.
Satt und zufrieden musste auch heute Abend wieder ein Blick in die Sterne sein.

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Kilometer: 152
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zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2014
8'684 Beiträge · seit 201031. Dez. 2014 · #318
Perfekter Jahresausklang 🙂 : noch ein letztes Kapitel zum Silvesterkaffele - danke schön 🙂
Ohne Wecker standen wir nach Sonnenaufgang auf. Es war trotz der bedrohlich wirkenden Wolken angenehm warm. Als es bereits dunkel war, .........Danach saßen wir bei angenehmen 22 Grad in der Höhle auf Rooiklip und genossen diesen exklusiven Ort, an dem man für sich alleine und dennoch mit ein wenig Komfort stehen kann.
Und sogar mit einem Mutmacher - denn bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass ich nächstes Jahr in Namibia morgens und abends nur frieren werde 🤩 - geht aber anscheinend auch anders, wie schön!
und Ruth bestand auf eine Vogeltränke in Form einer Flasche, wie sie bei Meike im Garten hing. (Bei uns in Königswinter kann sie sicherlich massenhaft Nektarvögel damit anlocken. ;))
Tzzzzz....Uwe...... 😎 😄 😗

Ich wünsche Euch einen gelungenen Start ins neue Jahr - bis bald - liebe Grüße von Bele

P.S. Das fliegende "Ginnnnefaul" 🤪 ist geil!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 31. Dez. 2014
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200603. Jan. 2015 · #319
Freitag, 1. August 2014 – Richtung Kalahari

Farm Rooiklip – Anib Lodge, Mariental

Wir schliefen bis Sonnenaufgang. Es war herrlich warm, und die Aussicht holte uns aus dem Zelt.

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Wir frühstückten gemütlich, zumindest Uwe, denn Ruth fand es spannender, einen Nektarvogel zu fotografieren.

Rußnektarvogel

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Bergschmätzer

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Lerchenammer

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Nach dem Abwasch packten wir alles zusammen. Dadurch, dass wir verglichen mit unserer Planung einen Tag zu früh waren, konnten wir überall einen Tag Pause einlegen. Heute überlegten wir zu bleiben, weil es uns so gut gefiel. Dann entschieden wir aber, doch schon weiter zu fahren und zu versuchen, einen Tag mehr im KTP zu haben. So ging es im Kriechgang die Abfahrt hinunter und hinüber zur Farm. Hannelore war gestern noch angekommen und begrüßte uns herzlich. Mit ihr verquatschten wir wieder eine Stunde. Sie erzählte uns, dass der Flughafen in Windhoek aufgrund mangelnder Brandschutz-Bestimmungen bis auf weiteres für große Flugzeuge gesperrt sei. Reisende von und nach Europa müssten über Luanda oder Gaborone gebracht werden. Bis Windhoek verkehrten dann nur kleine Maschinen. Wir sind schon sehr gespannt auf unseren Rückflug in eineinhalb Wochen.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, rumpelten wir die Farmpad zurück zur Hauptstraße. Diese Zufahrt eignet sich definitiv nicht für einen PKW. Um langsam über steinige Auf- und Abfahrten zu holpern, schalteten wir sogar manchmal die Untersetzung ein. Es war bereits kurz nach Mittag, als wir die C26 erreichten. Weiter ging es nach Osten. Endlos schraubten wir uns die gewundenen Wege des Gamsberg Passes hinauf. Immer wenn wir um eine Kurve kamen und dachten, es sei geschafft, ging es erneut weiter nach oben. Belohnt wurden wir mit einer grandiosen Aussicht über die Schluchten und fernen Berge. Leider konnte Ruth dies nicht richtig würdigen. Sie hatte schlecht geschlafen, Kopfschmerzen und fühlte sich im Magen nicht besonders gut.

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Nun mussten wir noch einige Kilometer hinter uns bringen, um nach Mariental zu kommen. Bis Rehoboth legten wir sie auf Schotter, danach auf Teer zurück. Ruth döste ein wenig. Als wir bei der Anib-Lodge ankamen, waren für den heutigen Tag alle drei Campingplätze bereits belegt. Kurzerhand verrechneten wir unsere Campingplatz-Reservierung für morgen mit einem Zimmer. Ruth legte sich sofort ins Bett und schlief ein.
Vor dem Abendessen duschten wir. Ruth war kaum erholt, schleppte sich aber ins Restaurant, wo uns ein wirklich gutes Vier-Gänge-Menü erwartete. Anschließend fielen wir todmüde ins Bett. Hoffentlich fühlt sich Ruth morgen wieder besser.

Kilometer: 346
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zuletzt bearbeitet 03. Jan. 2015
2'397 Beiträge · seit 201104. Jan. 2015 · #320
Hallo Uwe,
Ruth fand es spannender, einen Nektarvogel zu fotografieren.
Da kann ich sie gut verstehen - das sind ja mega-hammer-geile Fotos!

LG aus dem nächtlichen Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0