Tomcat1'155 Beiträge · seit 200625. Juni 2014 · #21
…4*4 fahren geht manchmal schon in Richtung Modeschau, optisch alles perfekt, man kann sich vom Mainstream absetzen… wenn ich denke wie unser Landcruiser auf der Seit von den vielen Ästen zerkratzt ist würde mich interessieren wie diese „Schickymicky“ Kabine nach ein paar Jahren Einsatz im Busch aussieht… Wenn ich V8 höre werde ich auch hellhörig…wir haben HZJ78 V6 und uns ist das Zahnrad der Getriebewelle nach 80‘000 km gebrochen. Dies kommt bei den HZJ78 V6 nach Aussage der Werkstatt immer wieder vor, weil das Getriebe für den Motor falsch dimensioniert ist oder war… keine Ahnung ob das mit dem HZJ79 behoben wurde… lg tom
W3Windhuk 3453 Beiträge · seit 201325. Juni 2014 · #22
Hallo Amaris, Du hast ja recht, der schwarze L/C sieht toll aus,keine Frage, aber es bleibt schikimicki. Ich komme gerade vom Kaudum & Kavango zurück. Mein Wagen sieht so sehr zerkratzt aus das ich noch nicht weiss wie ich ihn recht machen soll. Unterwegs habe ich einen Aufbau gesehen, genau auf einem L/C Pick Up. Und habe den mir mal genau angesehen und muss sagen der hat mir gut gefallen, sogar sehr gut. Also der hat den Aufbau ganz neu gehabt und das war seine erste Reise. Kostenpunkt SAR 170000.- Hatte sogar Toilette drin. Der Klou ist, wenn er verkaufen will kann er den Wagen, oder den Aufbau je einzel, oder beides zusammen Verkaufen. http://www.safaricampers.co.za/ Schau Dir mal die Seite der Fa. an. Dazu bekommt man, sollte man Ersatzteile brauchen sie ziehmlich schnell aus S.Afrika. Den L/C. kannst Du hier in Namibia bekommen, ich würde dir nur von einem V8 abraten, wegen des 50ppm Diesels. Den alten Saugdiesel haben so viele Menschen gekauft und sind damit fast 100% zufrieden. Kleine Anmerkung noch die LED Lampen sind in Namibia NICHT zugelassen. Ja, ich weiss man sieht sie immer wieder, aber wenn man in eine Strassensperre kommt und der findet am Wagen nichts und sieht die Lichter hat er sofort einen Punkt!!! Solltest Du immer noch den tollen L/C haben wollen dann wende dichan, Transworld Cargo, Frau Kinder. Google mal die Adresse. Grüße J.
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201425. Juni 2014 · #23
Servus, das Ding ist als Technologieträger nett, aber niemals für eine "normale" Reise.. willst Du das Servicefahrzeug mitfahren lassen bzgl. Sprit, Carbon etc... 60 kg schwerer als der normale Kastenwagen, wenn die sogar ne Carbon-Motorhaube verbauen? Was haben die verbaut da drin? Leichtbau geht auch mit Alu, Sandwich-Platten und Sperrholz, und das ist reparabel... Kohle wird immer als superleicht dargestellt, aber funktionierende, langhaltende Lösungen sind auch nicht leichter als andere Technologien.. so meine Erfahrung, und in der Luftfahrt müssen wir auf Gewicht und Haltbarkeit achten... Zudem: Du sparst ein paar kg an der Motorhaube und am Aufbau, musst aber wegen dem Motörchen 340 kg (!) Sprit mitnehmen? Überleg mal, ob `Du das Verhältnis verbessern kannst. Zur Motorleistung: Es gab tatsächlich Leute, die die Sahara von Nord nach Süd mit 404-Unimogs mit ca. 75-80 PS gemacht haben, war glaub ich der 200D, später der 240D eingebaut.. das geht. Wofür brauchst Du einen V8? Und ein 4,2l Saugdiesel untermotorisiert? 😉 Der hält dafür auch sicher ein paar Tankungen in Zambia aus, und zudem 600.000 km Laufleistung 😉 Der Fahrer macht die Hauptsache aus, und alles, was ca. 100-120 PS hat, sollte bei angepasstem Fahrstil überall durchkommen.... Ich fahre derzeit ein Fahrzeug mit 85 oder 90 PS, und das kam überall durch... Weshalb schreib ich Dir das? Du hast Urlaub da unten. Da macht es viel aus, ob Du wegen fehlenden, speziellen Ersatzteilen oder nicht vorhandenen Technologien für ne Reparatur ne Woche stehst... Gruß Alex
wenn du sagst "Ich finde die Maltec-Kabinen genial und will genau so eine haben.", dann ist das völlig OK und einfach Deine Entscheidung. Wenn Du versuchst, das hier als rational zu rechtfertigen, dann wird es etwas absurd. Einerseits kommt es Dir so sehr auf das Gewicht an. Völlig unnötig 350 Liter Sprit und somit inkl. der Zusatztanks 200kg mehr als vergleichbare Autos mitzuschlepppen, nimmst Du aber gern in Kauf. Mit anderem Motor und "normalem" Tankausbau auf 150-200 Liter sparst Du 150-200kg beim Sprit und könntest - ohne das Reisefertig-Gewicht zu verändern - auch eine normale Alu-Leichtbau-Kabine verbauen.
Dann argumentierst Du, dass man mit dem hohen Spritvolumen dann immer da volltanken kann, wo es billig ist. Nur hast Du bei Deiner Auswahl am Anfang nicht unbedingt nötige Mehrkosten von 20 TEUR. Das wird sich über eventuell gelegentlich billigeres Tanken nicht amortisieren und deshalb erscheint es etwas absurd, da vermeintliche Kostenvorteile anzuführen.
Einen mit fast 3 Tonnen bis zur Grenze beladenen Toyota Hilux fährt man übrigens mit weniger als 25 Litern die 150km von Sesfontein über Hoanib und Hoarusib bis Purros. Wie Du da über 50 Liter verbrennst, weiß ich nicht.
Beste Grüße
Guido
Chrigu7'283 Beiträge · seit 200625. Juni 2014 · #25
Hallo Amaris
Wow, super schönes Auto. Da kann ich verstehen, dass man schwach wird. 🤩
Du möchtest ein gutes zuverlässiges Fahrzeug mit einem tollen Ausbau? Dann schau Dir mal die vielen Reisefahrzeuge an, die Du auch auf einem Festival wie Bad Kissingen, Voodoo Treffen oder überall auf der Welt am reisen siehst. Viele davon sind umgebaute Troupies (Toyota Landcruiser HZJ78). Oben kommt das Dach weg und ein Hubdach drauf. Das ist wirklich bewährte Technik. Diese kannst Du in Südafrika kaufen und den Innenausbau individuell bauen lassen.
Ja, der 4.2 Liter Saugdiesel ist untermotorisiert, wenn ich mit 120 jemanden überholen will. Wenn ich aber im Sand unterwegs bin (z.B. von Ihaha nach Savuti) fühlt sich der Troupie sau wohl. Letztes Jahr haben wir sogar einen 1.5 Tonnen schweren Anhänger in der Kalahari 200km durch den Sand und über Dünen gezogen.
Im niedrigen Tourenbereich fährt der echt gut mit 12 Litern / 100km. Den Höchstverbrauch habe ich nicht im Gelände oder Sand sondern immer auf Asphalt wenn ich etwas schneller unterwegs bin. Dann schluckt er 16 Liter / 100 km.
Der HZJ78 wurde letztes Jahr auch mit dem V8 angeboten. Ich bin nicht sicher ob es noch so ist. Ich habe mal gehört, dass sie diese wieder eingestellt haben. Genaues erfährst Du aber von jedem Toyota-Händler in Namibia.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Z.b Wenn ich das Auto in Südafrika kaufe, wie bringe ich es dann zu der Farm in Namibia.
hinfahren?
Bekomme ich die Nummernschilder wenn ich die Fahrzeugpapiere vorbei bringe?
Ja, wie sonst?
Will die NaTIS das Fahrzeug danach nicht noch sehen? Ich schon Berichte gelesen wo es immer wieder zu kleineren Problemen gekommen ist. Wenn man extra nach Namibia fliegt und nicht alle Zeit der Welt hat, dann kann es ganz schnell mal sehr enge werden wenn es...
Natürlich und Du musst das Auto auch erst in Südafrika anmelden, nach Namibia importieren (16,5 % Einfuhr-MwSt) und dann ummelden. Wenn Du es von einem Händler in SA kaufst, dann bekommst Du die dortige MwSt von 14 % erstattet.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200825. Juni 2014 · #27
Naja, ich muss schon zugeben, so schick das Teil auch aussieht: Wir würden uns nie so was kaufen, egal was wir auf dem Konto hätten. Ja, wir könnten uns sowas kaufen, aber wir wollen uns so was nicht kaufen. Nie und nimmer! Mit so einem Teil würden wir nie fahren. Das hat dieses gewisse schicke Image. 😄 Und wir rechnen auch anders: Von dem Geld, was das Teil insgesamt kostet und an Folgekosten hat, erwerben wir lieber eine Eigentumswohnung und von der Miete, da lässt sich lekker reisen... 🙂
Und nun zu den Binsenweisheiten und dem vielen Halbgaren, Amaris: Ja, ZU schwer beladene Fahrzeuge haben im Gelände Probleme. Ja, hohes Gewicht setzt einem Fahrzeug zu, das sich vorwiegend im Gelände bewegt. Alles nix Neues. Da achtet man schon drauf, wenn es einem wichtig ist. Mit jedem Reiseauto.
Aber: 350 l Kraftstoff sind als Grundlage ja auch nicht soo wenig. Und da fehlt für die Wildnis noch so einiges entscheidend Wichtiges, gewichtsmäßig. Auch ohne unnützes Zeugs. Das schwerste bei uns ist das Wasser für 2 Wochen Wildnis und die Werkzeugtasche, sowie einige Ersatzteile. Wie regelst du das? Nimmst du aus Gewichtsgründen anstatt Werkzeug dein Satphon und Kreditkarte? Das wiegt natürlich weniger.
Du hast so einiges aufgeführt, von deinen Reiseerfahrungen:
„Je schwerer das Fahrzeug ist, desto mehr Mühe hat man bei schlechtem Untergrund zu fahren.“
- Nein, solange das Fahrzeug nicht zu schwer ist, ist die pauschale Aussage falsch.
„Die Sahara-Fahrer wissen was es heisst, mit viel oder wenig Gewicht unterwegs zu sein. Sein Fahrzeug aus dem Sand zu buddeln, macht nicht wirklich Spass.“
- Ja, und? Dann fährt man halt anders. Es ist so was von belanglos, ob man auf einer Reise durch den Erg Ubari mal buddeln muss. Deshalb kauft man sich doch kein VDJ79 V8?! Da kommt es doch auf ganz andere Sachen an. Wir sind doch nicht auf Ralley!
Du schreibst:
„Ich denke nicht das der VDJ79 übermotorisiert ist, es ist eher so das der normale Saugdiesel eher untermotorisiert ist und ein extremer Säufer ist. Wer mit einem beladenen Hilux von Ihaha nach Savuti fährt, der ist um jedes PS froh das er unter der Motorhabe hat.“
Das ist alles Quatsch und du vergleichst Äpfel mit Birnen. Das was da so an 4x4 rumfährt sind ja nun nicht alles Saugdiesel. Und nebenbei: Glaub man nicht, dass der V8 im tiefen Sand nicht säuft... Abgesehen davon, gibt es noch andere Marker, die den Spritverbrauch beeinflussen. Und zu den PS: - Wir fahren einen alten und UNTERMOTORISIERTEN Saugdiesel und sind damit durch den Erg Ubari in Libyen und durch die Dünen im Kaokoveld und haben jeweils nur mal die Hände zum Buddeln gebraucht... Und den Chobe merkt unser Auto gar nicht. Rate mal woran das liegt... ...und wir hatten keine 350l Diesel-Storage nötig und unser Spritverbrauch lag deutlich unter dem von Chrigu... – und wir konnten bisher in der Wildnis jede Reparatur selbst erledigen. Keine schlechten Argumente, gell?
Du schreibst weiter:
„Als ich von Sesfontain durch den Hoanib und Hoarusib nach Purros fuhr, haben 50 Liter Diesel aus den Reservekanistern nicht genügt um die Tankanzeige des 160L Tankes auf voll zu stellen. Mal ganz ehrlich, wer hat an solchen Orten die etwas abseits liegen seine Tankanzeige nicht unter Kontrolle - auch wenn er einen 180L Tank hat.“
Was soll das aussagen? Die Tankanzeige unseres Zusatztanks geht gar nicht, wir rechnen immer – und mal ganz ehrlich, mindestens das sollte man können, wenn man abseits fährt.
„Ich denke die Zukunft gehört den modernen sparsameren Dieselmotoren. Wenn keiner nach vorne gehen will, dann würden wir auch heute in Europa noch wie die Himba leben.“
Und was haben die feudalistischen Gesellschaftsstrukturen der Himba mit einem VDJ79 V8 zu tun??
Du schreibst:
„Mein Fahrzeug muss in erster Linie den Charakter eines Expeditionsfahrzeuges haben. Ich möchte dorthin fahren wo nicht jeder mit seinem Wohnmobil hinfahren kann. Wenn es in Afrika etwas gibt das ich extrem hasse, dann ist es Zelte aufbauen und abzubauen. Das Maltec Dachzelt lässt sich sehr leicht öffnen und hat 2 mal eine 10 cm Dicke Matratze..“
Es wird mir hier langsam zu öde, zuvor ging’s noch um Geld sparen und die Umgehung von Einfuhr-Zoll, weil’s im Portemonnaie kneift... nun zeigst du, dass du zwar mit den werblichen Argumenten des Herstellers vertraut bist, nicht jedoch mit den vielfältigen Reiserealitäten. Wie können einem derartige Verschiebungen von Wichtigkeiten passieren? Und die vertüddelten Zollfragen werden auch langsam albern. Wenn du was Konkretes ins Land bringen willst, hol dir den Wert des Teils und mach’ne Anfrage bei der entsprechenden Behörde, denn du wirst nicht erwarten können, eine so schicke Sache von hohem Wert zollfrei ins Land zu kriegen, es sei den du schummelst sehr geschickt. Alles andere geht wie überall auf der Welt (MwSt...hin und her...usw.)
Und nun zu deiner Wasserdurchfahrt:
„Im 2012 hatten wir von der Maghoto Campsite zum Sango Camp eine extrem tiefe Wasserdurchfahrt....gemäss unserem Autovermieter hätten wir die nicht machen dürfen. Erlaubt waren nur Wasserdurchfahrten bis zur Achse. Die Bugwelle die wir vorher trieben reichte bis zur der Motorhaube.“
Wir können dir nur sagen, solche Sachen machst du nur mit einem Mietfahrzeug, Hazardeur-mäßig durch tiefes Wasser fahren, ohne Schnorchel, frei nach dem Motto: "Don’t be gentle it’s a rental." Niemals aber, würdest du mit deinem eigenen teuren Fahrzeug so handeln, es sei denn du hast’n Schnorchel – da kann einem dann das Wasser des Khwai auch mal bis über die Windschutzscheibe schwappen und die Sicht nehmen und man fährst sein Auto trotzdem sicher dadurch (einige andere Bedingungen und Fähigkeiten allerdings vorausgesetzt).
Und schließlich ist auch das genau umgekehrt, wie du schreibst:
„Sollte ich mal mein eigenes Fahrzeug versenken, dann ist das halb so wild.“
Hab mal erst dein schickes Auto... – das wird dir schon zeigen, was es ist. Ein teures Statussymbol, ansonsten nur sehr sehr wenig mehr als all die anderen Normalos.
Gruß lilytrotter
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Walvisbay boomt
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200925. Juni 2014 · #28
@ lillytrotter,
das hätte ich nicht besser schreiben können, geht mir genauso, die meisten dieser aufgemotzten Fahrzeuge sieht man entweder auf der Autobahn oder bei solchen Treffen, ins Gelände fahren die wenigsten damit.
Es fällt mir immer wieder auf das Firmen da Sachen anbieten die vielleicht für die Lüneburger Heide ganz schick sein mögen aber garantiert nicht afrika-tauglich sind.
Ich würde mich bei solchen Vorhaben immer auf Leute verlassen die vor Ort leben, die wissen was geht und was nicht geht. Ich habe mein Fahrzeug in Kapstadt ausrüsten lassen und bisher hat sich die Ausrüstung bewährt. Ok, ich war damit noch nicht in der Lüneburger Heide aber sehr wohl im Chobe und das mit Khwai und dem Wasser kenne ich sehr gut.
AmarisThemenstarter13 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #30
Hier ein Bild vom Innenausbau. Er verwendet schlichtes Dibond für die Schränke. Ca. 8€ der Quadratmeter . Es ist stabil und wenn du an die Türen klopfst dann scheppert abolut nichts. Auch wird eine Standheizug in den Motorkühlkreislauf eingebaut welche dir auch das warme Wasser macht. Das Gewicht für einen extra Gasboiler, dicke Schlafdecken kannst du dir sparen.
AmarisThemenstarter13 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #31
Wir sind mit dem Landcruiser Stationswagen ohne Luft abzulassen durch den Hoanib und Hoarusib bis Purros gefahren. In den Trockenflussbetten sind wir immer mit dem Geländegang gefahren. Ich hatte unterwegs 2 Reservekanister à 25L gekauft und in Sesfontain diese und das Auto vollgetankt. In Purros habe ich beide Kanister eingefüllt ohne das der Tank übergelaufen ist. Habe mir auch sagen lassen, das es besser ist von Opuwo nach Seisfontain zu fahren weil es dann runter geht und man so nicht soviel Sprit braucht.
Ich wollte ursprünglich auch diesen HZJ78 Troopy kaufen....ich habe aber dann die ganze Diskussion um die Motorisierung im Buschtaxi mitverfolgt. Viele hatten dann wegen der Untermotorisierung einen Turbo einbauen lassen und dieses Entscheidung hinterher dann Teuer bezahlt. Schwaches Getriebe, schwache Kupplung, verbrennte Kolben usw. In Südafrika wurde das selbe auch gemacht mit der gleichen negativen Erfahrungen wie hier in Europa. Sicher kommt man mit diesem 4.2L Saugdiesel überhall hin und man hat vermutlich weniger Probleme mit diesem Motor weil ihn in jeder reparieren oder auch mal kaputt-reparieren kann. Ich habe mich nach langem hin - und her für den moderneren Motor entschieden weil nichts mehr dran herumbasteln gibt. Auch dieser Wagen läuft max. nur 165 und ist keine Rakete. Aber er hat genug Drehmoment, läuft ruhiger und ist auch viel leiser als der Troopy. Die Australier fahren schon lange mit diesem Auto ins Outback. Ausser dem 50ppm Sprit, gibt es kein vernünftiges Argument diesen nicht zu kaufen. Gemäss Maltes Aussage, kannst du mit dem vorderen Zusatztank beim 79 bis auf 400L gehen. Wenn aber daran denke das ich dann quasi mit 2 200Liter Fässern umherfahre, dann ist mir auch nicht mehr ganz wohl dabei. Hinten 180L und vorne 165L sollten genug sein. Mann diese ja aber auch gar nicht immer Voll tanken wenn man nur in einem Gebiet fährst wo der saubere Diesel verfügbar ist. Im 2015 wird auch Tansania den 50ppm Diesel einführen und dann stehen dir mit einem grossen Tank alle Wege offen. Den Drecksprit in Zambia kannst du dann getrost einfach weglassen. Schön wäre es natürlich wenn Tracks4africa die 50ppm Tankstellen irgendeinmal auflisten könnte.
Aber irgendwie hat doch jeder hier ein Anspruchsdenken - auch wenn dieses nicht immer auf ein Fahrzeug bezogen ist. Ich gehöre absolut nicht zur Schickimicki-Gesellschaft und es ist schon über 26 Jahre ,als ich mir damals einen 2 Jahre alten gebrauchten Toyota Celica gekauft habe. Ich fahre seither nur Autos die mir jeweils von der Firma gestellt werden. Möchte nicht wissen wieviel Geld die meisten hier seither für Autos, Versicherungen, Reparaturen verbraten haben. Also nach so vielen Jahren Autokauf-Abstinenz sollte es doch möglich sein 30'000 Rand mehr auszugeben als der Troopy kostet. Ausserdem verstehe ich diese ganze Statussymbol-Diskussion nicht. Würde so ein dreckiger, schwarzer VDJ79 mit Pritsche und Bauschutt drauf vor einem stehen, würde ihn keiner eines Blickes würdigen. Aber kaum, ist darauf eine Leichtbau Wohnkabine montiert, ist es schon ein Statussymbol. Die ganzen Vorzüge vom V8 Motor, der Leichtbautechnologie im Gelände werden einfach als Statussymbole abgetan. Wenn ihr mit Malte sprecht, dann merkt ihr sofort dass kein Verkäufer vor euch habt, sondern einer der viel mehr von der Materie versteht als manche Autobauer im südlichen Afrika. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und hat seine Erfahrungen konsequent in seinen Fahrzeugen umgesetzt - nicht mehr und nicht weniger. Schaut euch mal einige dieser Wohnmobile an die auf die Landcruiser im südlichen Afrika aufgebaut werden. Teils mit riesigen Überhängen wo noch 2 Reserveräder zuhinterst montiert werden. Wenn du mit denen über den Pass nach Red Droom fährst, dann denkt mal an die Hebelwirkung und wie stark die Schläge auf die Hinterachse wirken müssen.
Klar geht er mit der Schickeria auf reisen weil die sich sonst eh nicht getrauen würden, von Mechanik null Ahnung haben und die Kabinen sonst nicht kaufen würden. Mir aber genügt die Kabine und der Mechaniker bin ich selber. Der Punkt ist aber der, das er Fahrzeuge baut die Weltreisetauglich sind. Für das südliche Afrika genügt der normale Landcruiser mit Trailer völlig. Ich denke aber auch ein bisschen weiter. Vielleicht nehme ich mir mal eine Auszeit und verschiffe das Auto für 1 Jahr nach Australien oder fahre damit über die Ostroute zu mir Nachhause. Der Europäer unterscheidet sich vom Südafrikaner dadurch, das er mit seinem Fahrzeug auf der ganzen Welt reisen möchte. Aber das ist nur eine Option die ich mir offen lassen möchte.
Ich wollte hier in erster Linie Informationen sammeln bezüglich Einfuhr, Verschiffung, Fahrzeugvorschriften. Natürlich kannst du einfach nach Namibia reisen und mal schnell ein Auto kaufen, nach Europa verschiffen und wieder zurück. Wenn du aber absolut keine Ahnung hast und diese erst vor Ort mühsam einholen willst, dann kann so ein Vorhaben schnell mal zur Tortur werden. Die Leute die in Namibia ein Auto gekauft hatten, die waren während des Umbaus zum Offroader meistens dabei. Wenn du dir aber so ein Auto von einem Wohnmobilbauer bauen lässt der so was noch nie gebaut hat, dann musst du dir genau überlegen ob das machbar ist und wie lange du vor Ort sein möchtest. So etwas hat immer eine Vorlaufzeit. Materialbeschaffung etc. wenn Probleme auftauchen, dann geht das nur über das Telephon. Ob dies dann auch so umgesetzt wird wie du dir das vorgestellt hast ist die andere Frage. Die Fahrgastzelle muss exakt mit der Wohnkabine mitschwingen. Wenn das nicht passt, dann wird irgend einmal etwas am Fahrzeug reissen.
Wenn ihr auf dieser Seite nach unten blättert, dann seht ihr wie so etwas auf einen Hilux gebaut wird. Die Polen haben das deutsche Know-How optisch einfach kopiert. Aber ob diese Kabine qualitätsmässig so gut verbaut wurde wie die von Maltec bezweifeln ich. Aber so etwas 10'000km von Zuhause bauen zu lassen ist schon ein erhebliches Risiko.
Trotzdem, ich danke für alle Hinweise - auch wenn diese manchmal sehr kritisch sind. Es gibt mir so immer wieder Denkanstösse Dinge zu hinterfragen bevor ich mich dann Kopfüber falsch entscheide.
AmarisThemenstarter13 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #32
Die Links hat es das erste mal nicht genommen. Hier ein Artikel von Maltec und von der Kabine welche die Polen kopiert hatten.
AmarisThemenstarter13 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #33
Bernd1'182 Beiträge · seit 200626. Juni 2014 · #35
Hallo Erika,
Du sprichst mir aus der Seele.
Ich habe mich bei dem Studium der länglichen Ergüsse auch immer wieder gefragt, was soll das eigentlich, wenn nicht Werbung. Was will Amaris eigentlich erreichen?
Im übrigen habe ich meine Probleme, der merkwürdig sprunghaften Logik von Amaris zu folgen. Manchmal hilft es auch nicht, wenn ich solche Passagen dreimal lese, tut mir leid.
Kann es sein, dass Amaris einfach nur seinen Spaß mit uns Fomis haben möchte?
Gruß, Bernd
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Swakop19522'664 Beiträge · seit 201226. Juni 2014 · #36
Amaris,
ich gönne Dir Dein Freudenobjekt, das mir jedoch zeigt, wie wenig Erfahrung Du mit dem afrikanischen Busch hast. Ebenso der Erbauer davon:
Schaue Dir mal die Bilder des Fahrzeuges von Chrigu an, welches völlig sinnvoll für afrikanische Verhältnisse ausgelegt ist. Schaue doch mal Deinen deutschen Edelaufbau an. Fällt Dir nichts auf was der wesentliche Unterschied ist ? Warum haben die in Südafrika gebauten Pickups keine seitlichen Überhänge der Ladefläche? Ganz einfach: Weil das Astfänger sind, wo Aufbauten als auch die Fahrerkabine erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden können weil starke Äste wie ein Rammspeer mit physikalischer Hebelbewegung vorkommen können.
Ich möchte mal gerne diesen Aufbau von Dir sehen und was davon übrig bleibt, wenn Du das South Zambezi Escarpment im Dichtbusch hoch gefahren bist und was dann noch von Deinem seitlich überstehenden Edelaufbau übrig ist (diesen Track habe ich T4A zur Verfügung gestellt und den findest Du auf der Zambia-Karte ab dem vergangenen Jahr). Da ist das Damaraland mit der geringen Vegetation Peanuts dagegen. Da werden nämlich auch die ganzen schönen Theorien der deutschen 4x4 Kiesgrubenspezialisten ad absurdum geführt.
Was den V-8 Motor sinvoll macht ist ausschließlich für das Befahren hoher Dünen, wo die niedriger PS-starken Motoren schon mal schlapp machen und man Tempo und PS benötigt. Jedoch kompensierst Du eine Menge Probleme mit einem Automatikgetriebe, weil es meistens Schaltfehler sind daß Leute hängen bleiben, nicht fehlende PS. Ich bin mit dem 3 liter Turbodiesel nur zweimal hängen geblieben: einmal am Steilhang im Damaraland, wo alle 4 Räder nur noch durchdrehten. Das hat aber eher zu tun hat mit der mangelhaften Differentialsperre, denn dort hat mir die Mercedes-G-Klasse dann noch mit Abschleppseil hoch geholfen, das andere Mal, weil das Fahrzeug auf einer Felsbank mittig aufgelegen hat. Wer zuviele PS hat und trotzdem nicht fahren kann, hängt mit diesem Fahrzeug eher fest, denn ein loser Untergrund oder Matsch, dann noch mit falscher Bereifung, sind absolute Killer. Da braucht man nämlich Common Sense und keinen Bleifuß oder PS-starken Motor. Selbst die uralten Mercedes G mit 240D Saugdiesel schaffen manche Ziele, die Du mit Deinem schweren V-8 beladen mit einer halben Tonne Sprit und sonstigen Gerätschaften niemals erreichen wirst. Auch kannst Du den Toyota nicht endlos überladen. Der Rahmen hält das nicht aus. Im Damaraland habe ich mal ein solches Fahrzeug angetroffen mit mittig durchgebrochener Hinterachse, was normalerweise nicht möglich sein sollte. Überall hat die Physik eben ihre Grenzen.
Dennoch viel Spaß!
H.
P.S. Kleiner Hinweis: Im übrigen weichen die Abmessungen der in Südafrika werksseitig montierten Ladeflächen zumeist von den Ladeflächen der Modelle in Europa ab. Nur daß es keine Überraschung gibt.
Chrigu7'283 Beiträge · seit 200626. Juni 2014 · #37
Amaris schrieb:Wir sind mit dem Landcruiser Stationswagen ohne Luft abzulassen durch den Hoanib und Hoarusib bis Purros gefahren. In den Trockenflussbetten sind wir immer mit dem Geländegang gefahren.
Besuche doch mal einen 4x4 Kurs. Wer fährt denn dieses ganze Stück im Geländegang? Das ist absolut unnötig und braucht viel Sprit. Einfach etwas Luft ablassen und im 4x4 H fahren. Wie gesagt, brauche ich mit meinem Fahrzeug in dieser Gegend ca. 12 Liter / 100km. Wenn ich nicht noch viele Game-Drives mache, reichen mir 20 Liter für diese Strecke.
Kauf Dir das Fahrzeug, wenn es das ist was Dein Herz Dir sagt. Freu Dich darüber, geniesse es und schreibe hier Deine Erfahrungsberichte nach dem Kauf und nach ein, zwei Jahren. Ich bin echt darauf gespannt.
Herzliche Grüsse Chrigu
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lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200826. Juni 2014 · #38
Ja, ja, - man muss ja auch mal an die vielen Arbeitsplätze denken, die durch den Kauf eines solchen MALTEC-Aufbaus auf einem VDJ79 V8 gesichert werden. Will denn hier keiner was für die Wirtschaft tun?? Aber Rente beziehen wollen...
Nein, nein, Schpäsle... 🙂
Nun wieder zur Sache: Es ist ja nix Neues, dass mit Fans schlecht diskutieren ist (bes. wenn jmd. sein eigener Fan ist) und dementsprechend lustig ist so was dann immer.
Warum nur, ist man
„....mit dem Landcruiser Stationswagen ohne Luft abzulassen durch den Hoanib und Hoarusib bis Purros gefahren. In den Trockenflussbetten sind wir immer mit dem Geländegang gefahren.“
...?? Und fährt Opuwo–Sesfontein ("Seisfontain"),
„...weil es dann runter geht und man so nicht soviel Sprit braucht.“
Äääh? Vielleicht so ca. 650ml... ???
Also, ich weiß jetzt auch nicht mehr so recht, ob ich mich darüber noch amüsieren kann. Kauft man sich eigentlich ein solch schickes Fahrzeug MIT MALTEC-Aufbau, um Mängel auszugleichen?
Gutes Reisen, wo immer du auch fährst, Amaris!
Gruß lilytrotter
Nachtrag: Eigentlich hat sich meine Frage erübrigt, Amaris schrieb es ja schon, - natürlich geht es bei solch einer Kaufentscheidung um Unkenntnis und den allgemein verbreiteten Glauben, dass man diesen Mangel mit dem Kauf entsprechend teurer Technik ausgleichen könne:
„Klar geht er (der Malte, von MALTEC – Anm. des Verf.) mit der Schickeria auf reisen weil die sich sonst eh nicht getrauen würden, von Mechanik null Ahnung haben und die Kabinen sonst nicht kaufen würden.“
Eben. Null Ahnung ist immer ungünstig bis teuer. Die Ahnungslosen mit viel Geld wird es immer geben. Und wenn sie davon träumen, einmal aus ihrem hübschen Hamsterrad herauszukommen und die „große Freiheit“ und das „große Abenteuer“ erleben möchten... – dann bedient das MALTEC, - und zwar perfekt! - mit hübschen Kabinen auf Top-Fahrzeugen. Über den Sinn solcher „Wohnmobil-Puppenhäuschen“ braucht man dabei noch nicht einmal zu reden, passt scho. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Ich wünsche mir, dass noch viele so ein tolles Expeditionsauto für Afrika kaufen. Waren sie einmal damit im Busch und das teure Stück hat den ersten Kratzer, dann fahren sie nur noch auf Asphaltstrassen. Ihr Pech ist unser Glück - wir haben die einsamen Gegenden wieder für uns alleine.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
picco6'372 Beiträge · seit 201126. Juni 2014 · #40
Hoi Amaris
Überleg Dir das nochmals mit dem Carbon... Eine GFK-Kabine kann man auch während der Reise problemlos reparieren, eine aus Carbon wohl eher nicht...und die Gewichtsunterschiede sind bei gleicher Machart nicht so gross.