Landcruiser Umbau in Deutschland

65 Antworten · 10,7k Aufrufe · gestartet 24. Juni 2014 von Amaris
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Themenstarter13 Beiträge · seit 201224. Juni 2014 · #1
Ich habe mal eine Frage an eine Person die in Namibia lebt und auch Erfahrungen mit Autos Verschiffen gemacht hat.

Ich habe vor in Namibia ein Auto zu kaufen das ich zum Offroad-Reisemobil umbauen möchte.
Leider gibt es weder in Namibia noch in Südafrika eine Firma die mir meinen qualitätsmässig sehr guten Leichtbau der Wohnkabine realisieren könnte. Als Alternative würde sich da Deutschland anbieten.

Am Wochenende war ich auf der Abenteuer Allrad in Bad Kissigen. und habe dort erfahren das bereits mehrere Südafrikaner ihr Auto - zwecks angeblichem Urlaub nach Deutschland verschifft haben um es dort von einschlägigen Firmen umbauen liessen. Danach ging es einfach wieder zurück ohne das der Umbau bemerkt wurde.

Meine Frage:
Würde so etwas gehen wenn ich mein Auto in Namibia kaufe und mich dort auch als Eigentümer registriere?
Angenommen ich könnte mein Auto problemlos zurück nach Namibia bringen, wie sieht das mit der Registrierung aus wenn das Pickup plötzlich eine Wohnkabine hinten aufgebaut hat.

Wie sieht das in Namibia mit den Abgasvorschriften aus? Darf man den Katalysator und den Partikelfilter entfernen und dann einen Seitenauspuff zu montieren ohne das die NaTIS dies moniert? (wegen zweiten 180 Liter Zusatztank)

Wer kann mir da Jemand weiterhelfen?

Besten Dank
4'129 Beiträge · seit 200824. Juni 2014 · #2
Oje, es gibt viele Varianten sein Geld verrauchen zu lassen...

Hallo, Amaris!
Und Willkommen im Forum!

Du schreibst:
"Leider gibt es weder in Namibia noch in Südafrika eine Firma die mir meinen qualitätsmässig sehr guten Leichtbau der Wohnkabine realisieren könnte."
Das glaub ich nicht. Egal, was du bauen lassen möchtest.

Weiter zum nächsten Punkt:
"Am Wochenende war ich auf der Abenteuer Allrad in Bad Kissigen. und habe dort erfahren das bereits mehrere Südafrikaner ihr Auto - zwecks angeblichem Urlaub nach Deutschland verschifft haben um es dort von einschlägigen Firmen umbauen liessen. Danach ging es einfach wieder zurück ohne das der Umbau bemerkt wurde.

Meine Frage:
Würde so etwas gehen wenn ich mein Auto in Namibia kaufe und mich dort auch als Eigentümer registriere?
Angenommen ich könnte mein Auto problemlos zurück nach Namibia bringen, wie sieht das mit der Registrierung aus wenn das Pickup plötzlich eine Wohnkabine hinten aufgebaut hat."
JA, das mit der Einfuhr könnte gehen, wenn der vom Zoll ne gelbe Binde mit 3 schwarzen Punkten drauf am Arm trägt... 😉
Zu den Abgasvorschriften in Namibia sag ich lieber nix, die kenne ich nämlich nicht... 🙂
Aber ich kenne etwas davon, was man so im südlichen Afrika an Storage braucht und da braucht's keinen 180l Zusatztank, wenn man einen großen Haupttank hat. Alles nur Gewicht und Platz und Kosten... – das südl. Afrika ist nicht die Sahara.

Schau mal in den Reisebericht von Eulenmuckels. Das Auto, was die gemietet hatten, das ist das ideale Fahrzeug: Schlicht und praktisch.
Also, für deinen PickUp: Einen solchen Aufbau kaufen, raufstellen, einkaufen und los.
Denn: Solche kleinen Puppenhäuschen auf’m PickUp haben sich noch nirgends im Gelände und auf Reisen in der Wildnis über lange Zeit wirklich bewährt. Zu schwer, zu anfällig, zuviel Getüddl. Man gibt viel Geld aus, um hinterher in der hübschen kleinen Hundehütte im eigenen Saft zu schmoren.

Ich hoffe meine Gedanken konnten dir weiterhelfen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2014
33,1k Beiträge · seit 200624. Juni 2014 · #3
Moin Amaris,

willkommen im Forum!

Vorab: Du kannst jegliche (=alle!) Umbauten in Südafrika ohne Probleme in guter Qualität durchführen lassen. Es gibt zahlreiche Anbieter. Einige findest Du auch hier über die Suche, ansonsten schau mal im 4x4-Forum (http://www.4x4community.co.za/forum/).
Würde so etwas gehen wenn ich mein Auto in Namibia kaufe und mich dort auch als Eigentümer registriere?
Theoretisch nur, wenn Du einen Wohnsitz nachweisen kannst, praktisch geht es auch häufig nur mit der Angabe einer Postanschrift in Namibia.
Angenommen ich könnte mein Auto problemlos zurück nach Namibia bringen, wie sieht das mit der Registrierung aus wenn das Pickup plötzlich eine Wohnkabine hinten aufgebaut hat.
Abgesehen von den immensen Verschiffungskosten hin und zurück glaube ich erstmal kaum, dass Du das Auto in D (EU) so leicht einführen darfst. Da sind sicher noch einige, wenn auch vielleicht kleine Umbauen wie z.B. Lichtanlage notwendig. Du könntest das Auto vieleicht auf Carnet in Deutschland fahren, aber da kenne ich mich nicht so aus. Zurück nach Namibia ist dann innerhalb von 12 Monaten (Carnet-Laufzeit) weniger das Problem, wobei Du da nochmal direkt bei Customs vorher nachfragen solltest.
Wie sieht das in Namibia mit den Abgasvorschriften aus?
Sowas gibt es hier nicht, wobei noch in diesem Jahr die Umweltsteuer eingeführt werden soll. Dann zahlst Du für "dreckige" Autos eine jährliche Sonderabgabe.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2014
2'664 Beiträge · seit 201224. Juni 2014 · #4
Erst einmal wäre das Verschiffen hin und her kein Problem, sondern eine Frage des Geldes. € 4000-5000.
Dann könntest Du ein Carnet durch den Automobilklub AA bekommen, bräuchtest aber einen Wohnsitz bzw. Adresse vor Ort mit Bankkonto.
Ob Du die Aufbauten bei Rückkehr nach Namibia beim Zoll anmeldest oder Dich evtl. eines Zollvergehens schuldig zu machen bereit bist, ist Deine Sache. Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, daß eine enge Zusammenarbeit der Zollverwaltungen besteht, und dem Zoll in Namibia durchaus Anfragen innerhalb von 2 Tagen beantwortet werden durch Schäubles Kommandotruppe.

Die Aussage, dass es angeblich in Südafrika niemanden gäbe, der Leichtbau machen kann, ist schlichtweg Unsinn und typisch deutsche Überheblichkeit. Vielleicht solltest Du Dich mal informieren, mit wessen Komponenten deutsche Wohnwagenbauer ihre Endprodukte zusammen schrauben.... Vielleicht solltest Du mal hier ansetzen bei Deiner Suche nach einer Firma!
6'369 Beiträge · seit 201124. Juni 2014 · #5
Hoi zämä

Hier wird ohne zu wissen was denn genau unter 'Leichtbau' vom Treadstarter verstanden wird gleich schon mal geschrieben dass es das auch im südlichen Afrika gibt.
Ich befasse mich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema, was mir unter anderem auch 'eingebrockt' hat dass ich Moderator des grössten deutschsprachigen Camper-Eigenbauer-Forums bin (www.womobox.de).
Leichtbau kann bei einer Kabine mit 40m2 Gesammtoberfläche, wie es bei einer Pickupkabine maximal ist zwischen 160 und 900kg bedeuten... 😉
Je nachdem wie die Kabine gebaut ist und was wie eingebaut ist...demenstprechend sinnfrei sind Aussagen wie 'das gibts hier auch', denn das gibts überall.
Für einen PickUp in Afrika kommen nur die wirklich leichten Kabinen in Frage, mehr als 500kg komplett inkl. Gepäck sollte das Teil nicht haben wenn man auch noch ins Gelände will, bei einem HD-Pickup wie dem LR 130 oder dem Toyo HZJ79 kanns etwas mehr sein.
Und glaubt mir, die meisten Fertig-Kabinen, die stabil genug sind um auch mal ins Gelände zu gehen sind bei dem Gewicht oder drüber, die Herstellerangaben sind meist massiv geschönt!

Das Teil hier (meine Ehemalige) hatte 880kg... 🤢


@Amaris: Schau mal in die Womobox rein, da sind auch Leute drin die ihr Auto Afrikatauglich umgebaut haben. Und dafür brauchst Du kein Auto nach D zu verschiffen, die Kabine geht als Absetzkabine rüber oder wird anstelle der Pritsche auf's Chassis verschraubt.
Einzig die Abklärungen betreffend der Zulassung im südlichen Afrika kann Dir in der Womobox wohl niemand beantworten...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
33,1k Beiträge · seit 200624. Juni 2014 · #6
Hi picco,

stimmt ja alles was Du schreibst, aber der Satz (..."demenstprechend sinnfrei sind Aussagen wie 'das gibts hier auch', denn das gibts überall.") eben nicht! Es gibt zig solche umgebauten Fahrzeuge in Namibia und Südafrika, u.a. einige Autovermieter. Die wurden alle in Südafrika umgebaut, teilweise sogar in Namibia.

Ich bleibe dabei: Es ist deutlich sinnvoller und einfacher es hier vor Ort machen zu lassen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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3'080 Beiträge · seit 200924. Juni 2014 · #7
Hallo Amaris,

ich stimme Christian zu, es macht keinen Sinn das Fahrzeug nach Deutschland zu bringen für einen Umbau.

Schau dir mal AC Motorhomes an, die bauen schöne Sachen, einige davon kenne ich persönlich. Dann wäre da noch Gerber in Johannesburg, den Tipp mit der 4x4 Community hast du ja schon, wenn du dir die "Drive Out" oder "SA 4x4" kaufst (geht online als pdf) findest du da jede Menge Anzeigen zum Thema.

lg sasowewi
Themenstarter13 Beiträge · seit 201224. Juni 2014 · #8
Danke erstmals für eure Antworten. Bezüglich Auto und Wohnkabine habe ich mich vielleicht zu ungenau geäussert. Das Auto wäre ein VDJ79 V8 Pickup der 50ppm Low Sulphur Diesel benötigt - deshalb der 350 Liter Longrange Tank. Wenn ich in Zambia Tanke, dann kann ich schnell mal 8 Stk. Einspritzdüsen ersetzten was nicht gerade billig ist. Auch verfällt die Garantie wenn man 500ppm oder höher tankt. Ausserdem kann man mit so einem grossen Tank immer in dem Land tanken wo der Sprit billig ist.

Und die Wohnkabine wäre eine Carbonkabine von MALTEC die gerade mal an die 100kg wiegt. Ausserdem bildet die Wohnkabine mit der Farkabine zusammen eine Einheit mit freiem Durchgang.

Wenn Jemand eine Adresse im südlichen Afrika weiss, wo sich etwas gleichwertiges herstellen lässt, dann gehe ich liebend gerne dorthin.

Das Auto will ich in Namibia kaufen und dort behalten lassen damit ich das Carnet für die Zollunion nicht benötige Ds Auto ist nicht gedacht um irgend einmal in Deutschland anzumelden. Es bleibt dort unten für immer Langzeitparkiert bei einem Farmer.
33,1k Beiträge · seit 200624. Juni 2014 · #9
Moin Amaris,

einige Namen von Unternehmen die das in Südafrika machen hat Sasowewi Dir ja schon gegeben.
Das mit dem Carnet ist klar, aber Du brauchst ja eines um das Fahrzeug nach D zu bringen 🙂

Hast Du das Auto bereits? Denn Deine Angaben sind so genau, dass ich befürchte, dass Du bei unserem kleinen Automarkt in Namibia sowas gar nicht zeitnah finden wirst. Da solltest Du eher nach Südafrika schauen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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7'272 Beiträge · seit 200624. Juni 2014 · #10
Hallo Amaris

Diese Kabinen sehen sehr gut aus und sind mit 100kg natürlich super leicht. Hoffentlich auch entsprechend stabil. Im südlichen Afrika wirst Du vergleichbare Kabinen vermutlich nicht erhalten.
Aber anstatt das Fahrzeug nach Deutschland und wieder nach Namibia zu verschiffen, kannst Du ja auch den Aufbau in einem Container verschiffen lassen.
Du wirst sicher in Namibia oder Südafrika eine Firma finden, welche Dir die Kabine fachgerecht auf Dein Fahrzeug baut.

Ob Du Dir aber mit dem VDJ79 V8 Pickup welcher den entsprechenden Diesel braucht einen Gefallen tust, wage ich etwas zu bezweifeln. Die Versorgungslage mit 50ppm Diesel mag zwar in Südafrika OK sein. Aber schon in Namibia wirst Du diesen nicht immer erhalten. In anderen Ländern kannst Du es so gut wie vergessen oder willst Du immer nur kurze Abstecher in andere Länder machen?

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
53 Beiträge · seit 201324. Juni 2014 · #11
Hallo Amaris.
50 ppm Diesel bekommst Du nur in S.Afrika, Namibia Und hier und da in Bots. sonnst gibt es nur 500ppm Diesel. Erkundige dich genau bevor Du das Auto kaufst. Wegen der Wohnkabiene siehe was meine Vorgänger geschrieben haben. Alles in S. Afrika zu haben.
Gruß
J.
4'129 Beiträge · seit 200824. Juni 2014 · #12
Uii!

VDJ79 V8 PickUp, MALTEC,
nicht meine Welt.
Ich muss viel arbeiten
für mein Geld.


Na, da hab ich dir ja genau die richtigen Ratschläge gegeben... 🤪 😄

Gruß und gutes Gelingen
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'664 Beiträge · seit 201224. Juni 2014 · #13
Hier kannst Du Dir weitere Adressen herausziehen:

http://www.rainbownation.com/directory/index.asp?CatID=287

Ich verstehe nicht wozu man sich eine solch empfindliches und übermotorisiertes Fahrzeug für afrikanisches Offroad kaufen muß. Irgendwie klingt das absurd, auch wenn man genug Geld zum Verpulvern hat.
Dann würde ich mir doch eher eine Mercedes G-Klasse mit Allwetter-Motorisierung in Namibia kaufen für 1 Mio. N$, da hast Du für alle Arten von Wegbedingungen das beste Fahrzeug. Von denen stehen einige in NAM, deutschen Besuchern gehörend. Dann kaufst Du Dir einen Venter Offroad - Anhänger mit Dachzelt dazu. Gibt es sogar als Offroad-Wohnwagen.
Viel Spaß, aber das mit dem Karbon-Aufbau und einem solch spritempfindlichen Motor würde ich mir nicht antun. Da fahre ich doch lieber den älteren Toyota Allsprit-Turbodiesel, den ich mit fast allem betanken kann und der mich auch überall hin bringt.
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2014
6'369 Beiträge · seit 201124. Juni 2014 · #14
Hoi zämä
travelNAMIBIA schrieb:stimmt ja alles was Du schreibst, aber der Satz (..."demenstprechend sinnfrei sind Aussagen wie 'das gibts hier auch', denn das gibts überall.") eben nicht! Es gibt zig solche umgebauten Fahrzeuge in Namibia und Südafrika, u.a. einige Autovermieter. Die wurden alle in Südafrika umgebaut, teilweise sogar in Namibia.
🙄 ...aber 'überall' ist doch auch Südafrika, odrr gehört das nicht zu 'überall'? 😉 😛 😎
Amaris schrieb:Und die Wohnkabine wäre eine Carbonkabine von MALTEC die gerade mal an die 100kg wiegt. Ausserdem bildet die Wohnkabine mit der Farkabine zusammen eine Einheit mit freiem Durchgang.
Das mit den 100kg Gewicht ist wohl eher so gemeint dass nach Abbau der Original-Pritsche und aufbau der Kabine 100kg mehr auf den Rädern stehen, eine Kabine von der Grösse mit Hubdach mit 100kg zu bauen ist auch mit Carbon kaum möglich.
Aber bei 100kg Mehrgewicht plus Gepäck muss man sich beim LC schon fragen ob die Hinterachse nicht zu steif gefedert ist fürs Gelände.
Auf jeden Fall eine super Sache, wenn einem der Preis nicht abschreckt!

Wie wärs denn wenn Du die Kabine bei MALTEC bauen lässt, sie dann nach Südafrika transportieren lässt und sie dort selbst auf den LC draufbaust?

Oder statt Maltec eine wohl günstigere Kabine mit 160kg Leergewicht und 250-300kg ausgebautes Gewicht von GeoCamper (klick mich)...er baut auch Spezialanfertigungen und hier (klick mich) findest Du Infos und Erfahrungen dazu...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'309 Beiträge · seit 200924. Juni 2014 · #15
Hallo,
ohne dass ich zum Thema was beitragen kann, will ich mal die Lanze für Maltec brechen.
Wir haben vor zwei Jahren einen von Maltec umgebauten Toyota in Bad Kissingen gesehen und der ist uns richtig ins Auge gestochen. Es war ein wirklich schönes Fahrzeug und keine der Aufsetzkabinen kam nur annähernd an die Ästhetik des Maltec-Aufbaus heran.
Wenn das mit dem Lotto irgendwann mal hinhaut, dann ...... 😗
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
4'129 Beiträge · seit 200824. Juni 2014 · #16
Klar, mit genügend Nullen hinter der ersten Ziffer - und vor dem Komma! - kein Problem, dann kann man so ein Teil (allerdings eher keinen V8) hier herrichten lassen und verschiffen und nach regulärer Einfuhr dort anmelden, - was mit Neufahrzeugen ja kein Problem ist.
Und dann könnte man noch viele andere, noch schönere Sachen machen... 😁

Tja, so ist das mit der Kohle, wir backen immer die kleinen Brödl...
Grüßle
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2014
857 Beiträge · seit 201424. Juni 2014 · #17
Servus,

versuch Kohle mal zu reparieren.. oder fahr wo dagegen... das siehst Du nicht, wo sie kaputt ist.. oder kannst Du nicht-zerstörend prüfen? Lass mal irgendwo eine Delamination auftreten... die verstehen ihr Handwerk dort sicher, aber so trivial ist der Werkstoff nicht.. ich würde mir sowas nie hertun, wenn ich Offroad fahren wollte, ein Ast und sehr teure Reparaturen, die wahrscheinlich nicht viele machen können... der Nachteil am südlichen Afrika ist, dass da viele Bäume etc. rumstehen im Gegensatz zur Sahara, wo "nur" die Verwindungen und Schläge auf das Material wirken...
Gruß
Alex
2'664 Beiträge · seit 201225. Juni 2014 · #18
Alex_Muc schrieb:Servus,

versuch Kohle mal zu reparieren.. oder fahr wo dagegen... das siehst Du nicht, wo sie kaputt ist.. oder kannst Du nicht-zerstörend prüfen? Lass mal irgendwo eine Delamination auftreten... die verstehen ihr Handwerk dort sicher, aber so trivial ist der Werkstoff nicht.. ich würde mir sowas nie hertun, wenn ich Offroad fahren wollte, ein Ast und sehr teure Reparaturen, die wahrscheinlich nicht viele machen können... der Nachteil am südlichen Afrika ist, dass da viele Bäume etc. rumstehen im Gegensatz zur Sahara, wo "nur" die Verwindungen und Schläge auf das Material wirken...
Gruß
Alex
Alex,
da hast Du einen ganz wunden Punkt angesprochen.
Habe ich selbst im Kaokoland erlebt, daß ein Fahrzeug etwas aus der Spur lief, und ein nicht einmal dicker Ast ein schönes Loch im Canopy produzierte (Landcruiser mit Wohnaufbau einer bekannten Autovermietung in Windhoek).
H.
Themenstarter13 Beiträge · seit 201225. Juni 2014 · #19
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Themenstarter13 Beiträge · seit 201225. Juni 2014 · #20
So sieht das gute Stück aus....in der Tat! Kein anderes Fahrzeug mit Aufbau konnte diesem Landcruiser optisch das Wasser reichen. Allerdings ist es ein HZJ79 mit aufgesetzter VDJ79 Carbon-Motorhaube. So wie der Wagen dort steht, wiegt er mit Innenausbau komplett 60kg mehr als der originale HZJ79 mit Pritsche. Diese Carbon Kabinen werden von vielen Fahrzeugveredlern wie z.b ORC oder Matzker verkauft welche dann von Maltec auf ihre Fahrzeug aufgebaut werden.

Ich hatte die Gelegenheit direkt mit Malte zu sprechen, welcher sich aber nicht nur in der Sahara gut auskennt. Er war selber mit einem V8 in Angola unterwegs - ob es bei einem Rennen war habe ich nicht erfragt. Auf jedenfall wusste er nichts von den 50ppm Diesel und hat die Karre mit allem möglichem Sprit gefahren und hatte mit dem Motor nie Probleme - Partikelfilter und Kat waren vermutlich ausgebaut und abgeschaltet.....Probleme gibt es vermutlich erst nach längerem Fahren oder Stillstand.

Klar gibt es viele Äste in Botswana und im Kaokoveld von Marple Campsite bis Opuwo welche die Carbon-Kabine beschädigen könnte. Seiner
Meinung nach ist die Hauptsache das die Fahrzeuge meist zuviel Gewicht haben welches dem Fahrzeug auf die Dauer sehr zusetzt. Alles nach dem Motto "was kann ich alles mitnehmen" und nicht nach dem Motto "auf was alles, kann ich verzichten". Je schwerer das Fahrzeug ist, desto mehr Mühe hat man bei schlechtem Untergrund zu fahren. Die Sahara-Fahrer wissen was es heisst, mit viel oder wenig Gewicht unterwegs zu sein. Sein Fahrzeug aus dem Sand zu buddeln, macht nicht wirklich Spass.

Ich denke nicht das der VDJ79 übermotorisiert ist, es ist eher so das der normale Saugdiesel eher untermotorisiert ist und ein extremer Säufer ist.
Wer mit einem beladenen Hilux von Ihaha nach Savuti fährt, der ist um jedes PS froh das er unter der Motorhabe hat.

Als ich von Sesfontain durch den Hoanib und Hoarusib nach Purros fuhr, haben 50 Liter Diesel aus den Reservekanistern nicht genügt um die
Tankanzeige des 160L Tankes auf voll zu stellen. Mal ganz ehrlich, wer hat an solchen Orten die etwas abseits liegen seine Tankanzeige nicht unter Kontrolle - auch wenn er einen 180L Tank hat.

Ich denke die Zukunft gehört den modernen sparsameren Dieselmotoren. Wenn keiner nach vorne gehen will, dann würden wir auch heute in Europa
noch wie die Himba leben.Das mit der Umweltplakete die Namibia offenbar einführen will, zeigt auch in welche Richtung die afrikanischen Länder
gehen wollen.

Mein Fahrzeug muss in erster Linie den Charakter eines Expeditionsfahrzeuges haben. Ich möchte dorthin fahren wo nicht jeder mit seinem
Wohnmobil hinfahren kann. Wenn es in Afrika etwas gibt das ich extrem hasse, dann ist es Zelte aufbauen und abzubauen. Das Maltec Dachzelt lässt sich sehr leicht öffnen und hat 2 mal eine 10 cm Dicke Matratze.. Wenn man einfach mal einen Mittagsschlaf machen will, dann kann man einfach mal das umklappbares Brett von der Sitzbank über den Gehweg an die Konsole der Küche legen und im unteren Teil des Fahrzeuges schlafen.

Auch ich muss für das Geld arbeiten und kann mir so ein Fahrzeug nicht mit den Spesen kaufen. Der Punkt ist einfach der, das wenn ich mal was sehr gutes gesehen habe dieses haben will und nur ungern Kompromisse mache. Ich bin seid 2012 nicht mehr in Afrika gewesen weil ich mit einem eigenem Fahrzeug das nach meinem Geschmack eingerichtet ist unterwegs sein möchte. Bis es dann mal soweit ist, wird es ganz sicher September 2015. Ich habe das Forum bezüglich Fahrzeugkauf schon durchstöbert. Das einfachste Kauf wäre die Zulassung auf
eine Farm mit mir als Eigentümer. Sobald ich aber nur ein wenig von dieser Variante abweiche, tauchen schon viele Fragen auf. Z.b Wenn ich das Auto in Südafrika kaufe, wie bringe ich es dann zu der Farm in Namibia. Bekomme ich die Nummernschilder wenn ich die Fahrzeugpapiere
vorbei bringe? Will die NaTIS das Fahrzeug danach nicht noch sehen? Ich schon Berichte gelesen wo es immer wieder zu kleineren Problemen
gekommen ist. Wenn man extra nach Namibia fliegt und nicht alle Zeit der Welt hat, dann kann es ganz schnell mal sehr enge werden wenn es
kein 08/15 Kauf ist. Deswegen bin ich über jede noch so kleine Information froh welches den Kauf erleichtert. Der Gedanke das Fahrzeug nach Deutschland zu bringen, habe ich mir aber bereits aus dem Kopf geschlagen. Das Carnet würde in meinem Fall wohl extrem teuer werden. D.h eine andere Option wäre es die Kabine fertig mit Innenausbau nach Namibia zu senden....aber dann taucht schon wieder diese ewig lästige Frage mit dem Zoll auf. Wird die Kabine wie ein Fahrzeug verzollt? Wenn es so ist, dann kannst du sie schlichtweg nicht mehr bezahlen. Gibt es eine Stelle in Namibia wo man das verlässlich zu erfahren kann wie hoch der Zoll auf diese Kabine wäre. Wenn man die 20% Mehrwertsteuer in Deutschland von der Kabine abzieht, dann ist sie um ein ganzes Stück billiger. Ausserdem ist auch der VDJ79 beim aktuellen Randverfall 20'000€ billiger zu haben, als er in Deutschland bei einem Import kosten würde.


Im 2012 hatten wir von der Maghoto Campsite zum Sango Camp eine extrem tiefe Wasserduchfahrt....gemäss unserem Autovermieter hätten wir
die nicht machen dürfen. Erlaubt waren nur Wasserdurchfahrten bis zur Achse. Die Bugwelle die wir vorher trieben reichte bis zur der Motorhaube.
Ein Gamedriver von einer Lodge ist uns voraus gefahren und hat uns gebeten den gleichen Weg zu nehmen. Dieser hatte aber einen höher gesetzten Landcruiser und einen Schnorchel welcher unser Landcruiser nicht hatte. Auf der anderen Seit hat er uns dann gesagt, das er nicht damit gerechnet hat das wir die Durchfahrt schaffen und absaufen würden......Das Trinkgeld wäre ihm dann sicher gewesen. Sollte ich mal mein eigenes Fahrzeug versenken, dann ist das halb so wild. Hätte ich unser Mietauto mit 37'000km versenkt, dann wüsste ich jetzt wie es ist Geld für ein Auto auszugeben von welchem man nichts hat. Fragt mal den Chef vom Sango Camp wiviele dort schon abgesoffen sind und auf ihrer Reise extrem viel Geld verloren haben.


Auf alle Fällte danke ich euch für alle Antworten. Wenn man negativen Seiten einfach ausblendet, dann kann sich schnell in etwas verrennen welches einem dann hinterher aus Unwissenheit oder Blauäugigkeit teuer zu stehen kommt. Aber ein Fahrzeug in Südafrika bauen zu lassen, ist wohl um einiges
schwieriger als eines nur Umbauen zu lassen.