Was tun bei Problemen im Kaokoland?

68 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 04. Mai 2014 von Typenradler
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265 Beiträge · seit 201006. Mai 2014 · #21
Guten Morgen allerseits!

Ich habe beim Heli-Anbieter angefragt und lasse euch wissen, wie seine Antwort lautet! 😁

Sonnige Grüße vom Atlantik
Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
265 Beiträge · seit 201006. Mai 2014 · #22
Hallo Georg @ all,

soeben erhielt ich folgende Antwort:

"Hallo Konny

Expedite Aviation Bietet Helikopter medische dienste; wir arbeiten zusammen
mit Life Link and der Kueste und Emed 24 im restlichen Land.
Zum notruf brauchen wir auf jeden fall zu erst die co ordinaten von dem
patienten und dazu die kranken versicherungs nummer. Falls die jedoch nocht
bereit ist brauchen wir eine kredit karten nummer.
Benutzen sie die rufnummern unten angefuegt fuer ersten Kontakt.
Liebe Gruesse

Stefan Michaelis
Commercial Helicopter Pilot
Expedite Aviation
Cell: +264 (0) 81 758 4076
Office: +264 (0) 67 222 862
Fax: +264 (0) 67 222 869"


Na also, das klingt ja gar nicht schlecht! Natürlich ist es eine Kostenfrage, aber hier geht es ja ausdrücklich darum, in einem Notfall Hilfe zu bekommen.

Herzliche Grüße vom Atlantik
Konny
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3'883 Beiträge · seit 201106. Mai 2014 · #23
@alle: http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/279409-heli-rettung-namibia.html?limitstart=0&start=12

Hallo Konny,
vielen Dank für deine Mitteilung. Die Adresse werden wir uns merken. Verstehe ich richtig, dass das ein privater Anbieter ist, der zwar nichts mit der Flugrettung zu tun hat, aber auf jeden Fall im Kaokoland arbeitet?

Ich weiß nicht, ob du dich an meinen Mann und mich erinnerst. 2011 habt ihr uns in Palmwag einen Teil eurer Campsite abgetreten und uns das Porcupine Camp empfohlen. Das war ein interessanter Tipp!

Diesmal holen wr nach, was wir damals gestrichen haben, und stoßen weit ins Kaokoland vor. Ich hoffe, dass die C 43 bis September wieder befahrbar ist.

Herzlichen Gruß
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2014
3'883 Beiträge · seit 201106. Mai 2014 · #24
Typenradler schrieb:
Vor den(m) Elefanten habe ich größten Respekt. Ich hoffe, wir haben immer genügend Spielraum für Fluchtmöglichkeit in den Rivieren, um schnell abzudüsen für den Fall eines unverhoften Angriffs. Meist kündigen sie es ja an durch Drohgebärden. Wir werden versuchen ihnen nicht zu nahe zu kommen.
Hallo Georg,
der Respekt ist dringend geboten. In Xakanaxa wäre mein Mann um ein Haar Opfer eines wütenden Elefanten geworden. Das ist nicht übertrieben.

LG freshy
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265 Beiträge · seit 201006. Mai 2014 · #25
Hallo Freshy,

aber natürlich erinnere ich mich an euch, es war so eine nette Begegnung mit dir und deinem Mann! 🙂
Kommt ihr dieses Mal auch nach Swakop?

"Verstehe ich richtig, dass das ein privater Anbieter ist, der zwar nichts mit der Flugrettung zu tun hat, aber auf jeden Fall im Kaokoland arbeitet?"

Es handelt sich um einen privaten Anbieter, der gleichzeitig mit namibischen Rettungsgesellschaften bzw. Versicherungen zusammenarbeitet.

Herzliche Grüße vom Atlantik
Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
Themenstarter72 Beiträge · seit 201307. Mai 2014 · #26
Hallo Konny, bzw. FoMi Schmettnau,

hab vielen Dank für Deine Bemühungen bzgl. dem Thema Flugrettung.
Schade, das Stefan Michaelis nicht mitgeteilt hat, wo denn sein Hubschrauber stationiert ist. Das heißt, von wo aus eine evtl. Rettungsaktion stattfinden würde. Das würde sich dann ja sowohl auf die Kosten als auch auf die Dauer auswirken, wann er eintreffen würde. Ich werde ihn mal anschreiben.

FoMi Alex_Muc schreibt:
"Fraglich ist auch, wie schnell ihr Hilfe braucht. Müssen es 2-3 Stunden sein? Reichen 8-10 Stunden?"


Wir würden solch eine Hilfe natürlich nur anfordern, wenn es um Leben und Tod ginge.
In einem solchen Fall käme es uns dann weniger auf die Kosten an. Die Zeit spielt oft eine große Rolle. Ich denke, die Chancen solch einen Vorfall im Kaokoveld zu überleben, wäre für einen lebensgefährlich verletzten- oder kranken Menschen immer noch viel größer wenn er nach, seien es nun 2 oder schlimmstenfalls 10 Std., mit dem Hubschrauber relativ sanft ins nächste Krankenhaus transportiert wird, anstatt über eine sehr holprige Piste mit einem Ambulanzwagen von weit her abgeholt zu werden, was in jedem Fall sicher auch noch viel länger dauern würde, bis der Patient in einem guten Krankenhaus wäre.

Viele Grüße Georg
2'338 Beiträge · seit 200707. Mai 2014 · #27
Hallo Typenradler

Testament und Organspendenausweis nicht vergessen!

Habe gar nicht gewusst, dass es dort oben im Kaokoveld so extrem gefährlich ist. Aber sonst seid ihr gesund, oder?

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
350 Beiträge · seit 200607. Mai 2014 · #28
Hallo miteinander,
Was bestehen denn für Erfahrungen mit Mercy Fights. So wie ich es z.B. Der Homepage bei Asco entnehme, funktioniert das vergleichbar mit der Rega in der Schweiz. Das wäre doch eine Ueberlegung

Bin gespannt, was ihr meint
Sita
Themenstarter72 Beiträge · seit 201307. Mai 2014 · #29
Hallo Erika,

ja, sonst sind wir gottseidank noch gesund!

Es mag sein, dass wir mit knapp siebzig langsam zu vorsichtig und ängstlich sind um solche Touren zu planen ohne uns Gedanken darüber zu machen was in einem äußersten Notfall zu tun wäre. Vor 30 Jahren mit 40 habe ich mir ehrlich gesagt auch vor solchen Reisen keine großen Sogen gemacht und solche Leute eher belächelt.

Ich dachte aber, dass es sich bei der Flugrettung in entlegenen Gebieten um ein ganz allgemein interessierendes Thema handelt, auf welches hier im Forum noch keine erschöpfende Antwort gefunden wurde oder?

Leider haben wir die Schönheit von Namibia erst im Alter kennen und lieben gelernt und nun wollen wir es noch wagen eine Teil des Kunene Distrikts für uns zu entdecken.
Sollten wir besser verzichten, weil wir zu alt sind und deshalb vorsichtiger als üblich vorgehen?
Ich werde meine Nachforschungen bzgl. Namibia Flugrettung privat weiter verfolgen.

Gruß Georg
3'883 Beiträge · seit 201107. Mai 2014 · #30
Erika schrieb:Hallo Typenradler

Testament und Organspendenausweis nicht vergessen!

Habe gar nicht gewusst, dass es dort oben im Kaokoveld so extrem gefährlich ist. Aber sonst seid ihr gesund, oder?
Hallo Erika, warum reagierst du so ironisch?

Seit nahezu 40 Jahren als Camper unterwegs, haben wir uns auch auf den Fahrten durch Europa abgesichert: ADAC-Auslandsschutzbrief, AuslandsKrk, wichtige Ansprechpartner und Telefonnummern vor Ort usw. Was ist dagegen einzuwenden, sich vor allem für entlegene Gebiete nach Bergungsmöglichkeiten zu erkundigen? Das ist keine Frage des Alters, sondern der Vernunft. Einige Erlebnisberichte in diesem Forum bestätigen das.

Unsere Kinder erhalten vor jeder unserer Reisen, nicht nur nach Afrika, einen Umschlag mit Informationen, was sie tun sollen, falls uns etwas passieren sollte. Bisher haben sie ihn noch nie öffnen müssen, aber wir werden auch für unsere nächste Reise so handeln.

Nix für ungut,
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
265 Beiträge · seit 201007. Mai 2014 · #31
Hallo Georg,

Schade, das Stefan Michaelis nicht mitgeteilt hat, wo denn sein Hubschrauber stationiert ist. Das heißt, von wo aus eine evtl. Rettungsaktion stattfinden würde.

Auf der Webseite ist der Standort mitgeteilt: Tsumeb.

Herzliche Grüße
Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
2'338 Beiträge · seit 200707. Mai 2014 · #32
Hallo zusammen


Nein Freshy, es ist in der Tat keine Frage des Alters, sondern der persönlichen Einstellung. Wenn aber die Angst dermaßen überwiegt, dass man sein Problem öffentlich mitteilen und diskutieren muss, und sich über alle eventuellen Rettungsmassnahmen zu informieren versucht, stimmt mich das sehr nachdenklich. Anstatt sich auf die Reise zu freuen, werden in Gedanken alle nur möglichen Horrorszenarien durchgespielt.

Das Kaokoveld ist ja nun wirklich nicht besonders gefährlich und auch nicht mehr so am Ende der Welt wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Seit dem Zeitalter des GPS und Sateliten-Telefons fahren da viele Leute hin, und ich glaube nicht, dass sie sich alle für den Fall eines Super-GAUs abgesichert haben. Jedenfalls kenne ich persönlich niemanden.

Ich wundere mich einfach, dass trotz der riesigen Bedenken immer noch der Wunsch besteht, die Gegend zu besuchen. Typenradler wünsche ich, dass er sich ein wenig entspannt, die alptraumartigen Gedanken verscheucht und sich auf seinen Trip freuen kann. Man fährt doch nach Afrika, um ein wenig Abenteuer zu erleben, oder etwa nicht? Mir jedenfalls geht es so. Bin übrigens auch nicht mehr zwanzig.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
857 Beiträge · seit 201407. Mai 2014 · #33
Typenradler schrieb:
FoMi Alex_Muc schreibt:
"Fraglich ist auch, wie schnell ihr Hilfe braucht. Müssen es 2-3 Stunden sein? Reichen 8-10 Stunden?"


Wir würden solch eine Hilfe natürlich nur anfordern, wenn es um Leben und Tod ginge.
In einem solchen Fall käme es uns dann weniger auf die Kosten an. Die Zeit spielt oft eine große Rolle. Ich denke, die Chancen solch einen Vorfall im Kaokoveld zu überleben, wäre für einen lebensgefährlich verletzten- oder kranken Menschen immer noch viel größer wenn er nach, seien es nun 2 oder schlimmstenfalls 10 Std., mit dem Hubschrauber relativ sanft ins nächste Krankenhaus transportiert wird, anstatt über eine sehr holprige Piste mit einem Ambulanzwagen von weit her abgeholt zu werden, was in jedem Fall sicher auch noch viel länger dauern würde, bis der Patient in einem guten Krankenhaus wäre.

Viele Grüße Georg
Hallo,

meine Frage war auch so gemeint: Was für ein Risiko wollt ihr eingehen?
Eine Begegnung mit einer schwarzen Mamba werdet ihr auch in der Nähe von Windhoek evtl. nicht überleben, wenn es nicht direkt an der Farm ist.. Einen Puffotternbiss, soweit ihr ruhig bleibt, und nicht irgendwo feststeckt mit dem Auto, wohl nahe Windhoek wie im Kaokoveld .. (schwarz weiss gemalt und vereinfacht).

Nur ihr für Euch könnt das einschätzen, ob ihr das wollt, bzw. wie weit Ihr Euch reinwagt. Ich habe die Überlegung wegen einer bekannten Person, die chronisch krank sind, angestellt... wir haben uns auf ca. 8-12 Stunden Reaktionszeit eingestellt, was im Auto einen relativ großen Radius ermöglicht, wenn der Punkt nicht unbedingt ein Krankenhaus, sondern eine Farm mit Flugplatz ist. Eine absolute Entgleisung ist da immer noch nicht abgedeckt, aber das ist so unwahrscheinlich, dass wir uns einig waren, dieses Risiko einzugehen.

Gruß
Alex
7'296 Beiträge · seit 200607. Mai 2014 · #34
Erika schrieb:Man fährt doch nach Afrika, um ein wenig Abenteuer zu erleben, oder etwa nicht? Mir jedenfalls geht es so.
... mir nicht.
Ich fahre nach Afrika wegen der fremden Eindrücke und den interessanten Begegnungen mit den Menschen und um mich als Ausgleich zu meinem Büroalltag ein bisschen sportlich zu betätigen und durch körperliche Anstrengung den Kopf frei zu bekommen.
Das Wort "Abenteuer" mag ich persönlich nicht und das hat für mich noch nie eine Rolle gespielt. Wird möglicherweise Einige überraschen ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
857 Beiträge · seit 201407. Mai 2014 · #35
BikeAfrica schrieb:
Erika schrieb:Man fährt doch nach Afrika, um ein wenig Abenteuer zu erleben, oder etwa nicht? Mir jedenfalls geht es so.
... mir nicht.
Ich fahre nach Afrika wegen der fremden Eindrücke und den interessanten Begegnungen mit den Menschen und um mich als Ausgleich zu meinem Büroalltag ein bisschen sportlich zu betätigen und durch körperliche Anstrengung den Kopf frei zu bekommen.
Das Wort "Abenteuer" mag ich persönlich nicht und das hat für mich noch nie eine Rolle gespielt. Wird möglicherweise Einige überraschen ... 😉

Gruß
Wolfgang
Dir mags so nicht vorkommen, für mich wärs ein "Abenteuer" auf dem Rad.. wenn ich die abgestrampelten Leute auf den Pads sehe 😉
Gruß
Alex
(leicht neidisch 😉 )
7'296 Beiträge · seit 200608. Mai 2014 · #36
Alex_Muc schrieb:
Dir mags so nicht vorkommen, für mich wärs ein "Abenteuer" auf dem Rad.. wenn ich die abgestrampelten Leute auf den Pads sehe 😉
... anstrengend wird's natürlich, aber das macht es ja nicht zum Abenteuer. Abenteuer hat für mich immer auch "Gefahr" im Schlepptau. Vielleicht definiere ich den Begriff ja auch falsch oder anders als Andere.

Ich war zum ersten Mal 1998 mit dem Rad in Namibia unterwegs. Damals war das noch extrem selten und der Tourismus war auch noch nicht so ausgeprägt. Aber trotzdem kam auf den Pisten spätestens alle paar Stunden mal ein Auto vorbei. Viele haben sowieso angehalten und gefragt, ob ich nicht lieber mitfahren will. Wenn mir da das Rad zusammengebrochen wäre, hätte ich mich im schlimmsten Fall mal ein paar Stunden an den Straßenrand gesetzt und gewartet. Kam mir irgendwie ziemlich einfach vor. Genug Wasser hatte ich dabei. Auf Pisten im Südsommer habe ich so 13,5 Liter pro Tag kalkuliert und auch verbraucht. Auf dem Anhänger waren für 3 Tage 40 Liter verladen.

Ich bin auch zu den Epupa Falls geradelt (war angeblich als Dritter überhaupt mit dem Rad dort). Da musste man damals an einer Passage auch ein paar Kilometer durch Sand (ich meine nicht die kurze Flussquerung). Konnte man mit Geschick auch mit 'nem VW Golf bewältigen (der wäre aber wahrscheinlich vorher bei der Flussquerung gescheitert), aber fürs Fahrrad war es halt einfach zu tief. Die Schieberei war übel anstrengend. Auf dem Rückweg hat mich da ein deutschstämmiger Farmer mit dem Pickup überholt und angehalten und da hatte ich dann auch aufgeladen (einmal mit dem Rad gefahren kannte ich die Strecke ja schon und genau den gleichen Weg zurück vermeide ich gerne und nehme solche Angebote auch an).
Als ich gerade am Aufladen war (hatte auch noch 'nen Hänger für Trinkwasser abzumachen), kam dann ein Fahrzeug entgegen und hat angehalten. Die Leute darin hielten die Strecke für ihren Geländewagen (und ihr Fahrkönnen) schon für grenzwertig und als sie hörten, dass ich den Hinweg komplett mit dem Rad zurückgelegt hatte, waren sie völlig baff.

Auch die Strecke empfand ich nie als Abenteuer. Das war für mich neu, interessant, spannend und auch tierisch anstrengend - keine Frage. Aber für den Begriff "Abenteuer" hat für mich was gefehlt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'338 Beiträge · seit 200708. Mai 2014 · #37
Hallo Wolfgang, du schriebst:
Ich war zum ersten Mal 1998 mit dem Rad in Namibia unterwegs. Damals war das noch extrem selten und der Tourismus war auch noch nicht so ausgeprägt. Aber trotzdem kam auf den Pisten spätestens alle paar Stunden mal ein Auto vorbei. Viele haben sowieso angehalten und gefragt, ob ich nicht lieber mitfahren will. Wenn mir da das Rad zusammengebrochen wäre, hätte ich mich im schlimmsten Fall mal ein paar Stunden an den Straßenrand gesetzt und gewartet. Kam mir irgendwie ziemlich einfach vor. Genug Wasser hatte ich dabei. Auf Pisten im Südsommer habe ich so 13,5 Liter pro Tag kalkuliert und auch verbraucht. Auf dem Anhänger waren für 3 Tage 40 Liter verladen.


Ich bin auch zu den Epupa Falls geradelt (war angeblich als Dritter überhaupt mit dem Rad dort). Da musste man damals an einer Passage auch ein paar Kilometer durch Sand (ich meine nicht die kurze Flussquerung). Konnte man mit Geschick auch mit 'nem VW Golf bewältigen (der wäre aber wahrscheinlich vorher bei der Flussquerung gescheitert), aber fürs Fahrrad war es halt einfach zu tief. Die Schieberei war übel anstrengend. Auf dem Rückweg hat mich da ein deutschstämmiger Farmer mit dem Pickup überholt und angehalten und da hatte ich dann auch aufgeladen (einmal mit dem Rad gefahren kannte ich die Strecke ja schon und genau den gleichen Weg zurück vermeide ich gerne und nehme solche Angebote auch an).
Als ich gerade am Aufladen war (hatte auch noch 'nen Hänger für Trinkwasser abzumachen), kam dann ein Fahrzeug entgegen und hat angehalten. Die Leute darin hielten die Strecke für ihren Geländewagen (und ihr Fahrkönnen) schon für grenzwertig und als sie hörten, dass ich den Hinweg komplett mit dem Rad zurückgelegt hatte, waren sie völlig baff.
Wir trafen anfangs 1996 einen deutschen Radfahrer mit Anhänger im Kaokoveld, welcher ab Deutschland die ganze afrikanische Westküste runter gefahren ist. Habe sogar noch ein Bild von ihm gefunden. Er war zu dem Zeitpunkt bereits 2 ½ Jahre unterwegs und hatte von einem Überfall in Nigeria eine grosse Narbe im Gesicht. Der verrückte Kerl hat sogar die ruppige Strecke Ruacana - Epupa am Kunene entlang gemacht. Wer die Strecke kennt, weiss was das heisst, nämlich ca. 100 km schieben, schieben, schieben.


h2d0d266.jpg



Der war für meine Begriffe ein echter Abenteurer.
Ansonsten gehe ich mit diesem Wort auch eher sparsam um. Da muss schon echt die Post abgehen. Aber jeder empfindet es halt anders und für manche ist eben bereits das Durchfahren einer Pfütze oder Tiefsand-Stelle ein Abenteuer.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
7'296 Beiträge · seit 200608. Mai 2014 · #38
Erika schrieb:Wir trafen anfangs 1996 einen deutschen Radfahrer mit Anhänger im Kaokoveld, welcher ab Deutschland die ganze afrikanische Westküste runter gefahren ist. Habe sogar noch ein Bild von ihm gefunden. Er war zu dem Zeitpunkt bereits 2 ½ Jahre unterwegs und hatte von einem Überfall in Nigeria eine grosse Narbe im Gesicht. Der verrückte Kerl hat sogar die ruppige Strecke Ruacana - Epupa am Kunene entlang gemacht. Wer die Strecke kennt, weiss was das heisst, nämlich ca. 100 km schieben, schieben, schieben.
... die Strecke hatte ich auch im Visier.
Damals war es leider überschwemmt und so sagte mir die Polizei in Ruacana, dass ich über Opuwo fahren müsse. Anders wäre es gerade nicht möglich.
Schade, denn die Strecke hätte mich besonders gereizt.
Vielleicht versuche ich es noch einmal ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
857 Beiträge · seit 201408. Mai 2014 · #39
Hallo Wolfgang,
schön beschrieben! Wobei von Windhoek über die C28 oder C14 radeln für mich schon in Richtung Abenteuer geht, wegen der Trockenheit und der Distanzen. Natürlich wäre es nochmal was anderes, quer durch den Kongo zu radeln...
VIele Grüße
Alex
48 Beiträge · seit 201008. Mai 2014 · #40
Hallo Georg,

ich bin etwa zur gleichen Zeit in Kaokoveld unterwegs, vielleicht trifft man sich.
Ich habe einen 4x4 Toyota mit 2 Dachzelten gemietet.
Habe aber noch kein genaue Planung, da ich Kaudom noch in meine Tour einplane und mir noch nicht klar bin ob ich erst Kaokoveld oder erst Kaudom bereise.

Gruß

Sascha