Was tun bei Problemen im Kaokoland?

68 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 04. Mai 2014 von Typenradler
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201308. Mai 2014 · #41
Hallo Sascha,

es wäre sehr schön, wenn es zu einem Treffen kommen würde.

Da ich bis jetzt niemanden gefunden habe, der zur gleichen Zeit dort oben unterwegs ist, habe ich die Schleife zum Kunene, Mariental, Hartmannstal gestrichen. Wir wollen uns nun mehr Zeit an den Flüssen lassen, wo wir hoffentlich Tiere beobachten und Filmen können.

Richtig nützlich könnte ein Treffen für uns beide vielleicht am Hoarusib sein, denn der scheint diese Jahr doch wieder ziemlich mit Wasser gefüllt zu sein. Ich glaube da hat sich noch keiner durchgetraut von Puros bis New Schoemanscamp. Wenn man sich dort im Notfall gegenseitig rausziehen könnte wäre das nicht verkehrt. Ich gehe allein allerdings kein Risiko ein, sondern werde umkehren und umfahren, wenn das Wasser zu tief ist.

Der Hoanib soll gut fahrbar sein, wenn man in der Spur bleibt, schreibt Cruiser.
Wie gut fahrbar der Palmwag Chrowther's-Trail ist und ob der Huab und Ugab gelaufen sind, bzw. wie hoch dort das Wasser noch steht, weiß ich noch nicht, das wird man sehen.

Ansonsten freuen wir uns auch schon auf eine Namib-Tour nach Sandwich Harbour und das Wandern in den Tinkas Fleets. Sandwich Harbour verbietet unser Vermieter, da nehmen wir uns einen Veranstalter. Wer kann einen guten empfehlen?

Viel Grüße Georg
48 Beiträge · seit 201014. Mai 2014 · #42
Hallo Georg,

meine genauere Tourenplanung findet frühestens nächstes Wochenende statt, bin momentan sehr beschäftig mit anderen Dingen ;o(

Ich melde mich, wenn das irgendwie passt mit der Hoarusib Passage, dann machen wir das gerne, gibt uns beide mehr Sicherheit., müssen wir dann genau absprechen.

Lange Bergegurte hätte ich übrigens dabei.

Gruss

Sascha
19 Beiträge · seit 200614. Mai 2014 · #43
Hallo Georg,

ich gehöre zwar nicht zu den sehr erfahrenen Forumsmitgliedern kann aber, da wir seit Samstag wider aus Namibia zurück sind, den ein oder anderen Beitrag liefern.
Wir sind eure geplante Route weitgehend in umgekehrter Richtung gefahren.
Im Hoanib war nur am Ende, hin zum Ausgang Richtung Sesfontein etwas Wasser im Flussbett, was aber keinerlei Schierigkeiten bereitete. Im Hoarusib war deutlich mehr Wasser aber der Wasserstand war an keiner Stelle, entlang der vorgegebenen Spur, mehr als 20 - 30 cm. Wir hatten trotz zahlreicher Queerungen des Flussbettes keine einzige schwierige Situation, sind aber, anders wie einige Vorfahrer, immer auf der gut erkennbaren "Hauptroute" geblieben. Der Puros Canyon stellte ebenfalls keinerlei Schwierigkeit dar. Im Khumib oder Ganumub war kein Wasser.

Wir sind auch zum Marienfluss gefahren und die Strecke ist keineswegs schwieriger als die vorherigen Passagen.

Gruß
Evi
Themenstarter72 Beiträge · seit 201314. Mai 2014 · #44
Hallo Ihr Lieben hilfsbereiten,

gerade bin ich dabei einen neue Beitrag ins Forum zu stellen, da kommt der Kommentar von Evi, der mich doch sehr beruhigt.

Nun habe ich mir aber die Arbeit gemacht, das Thema noch einmal etwas zu vertiefen und stelle es trotzdem rein, auch wenn sich manche Strecken nun mit etwas mehr zeitlichem Abstand von der Regenzeit entschärft haben:

Thema tanken:
Ich nehme an es gibt in Sesfontein die letzte Tankmöglichkeit vor Palmwag? Und von dort aus dann wieder die nächste Tanke an der Küste? Ich denke, unser Hilux Diesel mit 140 Litertank dürfte da keine Probleme bekommen, selbst wenn wir ab Sesfontein keine Tankstelle mehr finden?


Thema bergen:
Sollten wir mal steckenbleiben und mit Tricks, wie Luftdruck reduzieren und freischaufeln nicht loskommen hilft nur warten, bis zufällig jemand vorbeikommt. Wenn lange Zeit niemand kommt, bleibt uns noch eine Lodge in der Nähe oder eine Bergehilfe-Firma z. B. die Falkenberg-Garage in Kamjab über SAT-Telefon um Hilfe zu bitten.
Das kann sehr teuer werden, daher meine Überlegung, was könnten wir sonst noch selbst machen?

Da wir keine Winde haben, gibt es noch die Möglichkeit sich mit Hilfe eine HiJack manuell selbst herauszuziehen, so man denn einen Ankerpunkt (Baum o. ä.) in der Nähe hat.
Da der Vermieter nur einen normalen Wagenheber mitgibt, müsste ich versuchen einen HiJack zu kaufen oder zu mieten in Windhoek, wenn es solche Firmen dort gibt, die das anbieten. So ein Ding wiegt so seine 15 kg und ist zu schwer fürs Fluggepäck. Da ich das Bergen mit dem HiJack noch nie gemacht habe ist das allerdings nicht ungefährlich, denn wenn der Hubhebel oder der Bergegurt zurückschlägt, weil er reißt, kann man sich schwer verletzen. Außerdem gibt es immer ausgerechnet dort, wo er gebraucht wird gerade keinen Baum. Als Ersatz einen großen metallenen Pflog mit einem großen Hammer (Beil) einzuschlagen birgt auch die Gefahr, dass sich dieser plötzlich löst bei hoher Belastung? Einen Sandanker soll es auch geben.
Hat einer eine Idee, was sonst noch geht oder "Finger weg vom Selbstversuch"?

Thema: Reifenwechsel bei weichen Böden:
Hat einer von Euch schon Erfahrungen mit dem Hubkissen "Air Jack" gemacht (Wagenheberersatz)? Reicht für den Hilux der normale oder muss es der Big sein.
Der Preisunterschied ist enorm: Den kleinen Air Jack bis 3 Tonnen, 50 cm hoch, gibt es schon ab ca 50,00 € für den Big-Sack wird ca 157,00 € verlangt.

Die Frage ist, ist 50cm hoch genug für den Hilux? Ich hatte ihn eigentlich als Ergänzung zu dem bestehenden Wagenheber gedacht, wenn dieser auf weichem, schlammigen oder sandigem Untergrund keinen guten Halt findet. Vielleicht kann ich diesen dann später zuhause auch fürs eigene Wohnmobil noch einmal brauchen. Das ist zwar bis 3,5 Tonnen, wenn man aber nur eine Seite anhebt, müsste das ja erheblich weniger Hubgewicht sein.
Da ich den Ballon nur einsetzen will, wenn der Wagen sowieso schon in weichem Untergrund teilweise eingesunken ist, braucht er dann ja auch nicht so hoch sein wie bei einem Reifenwechsel auf Asphalt.

Vielleicht könnte der Ballon notfalls auch eine Bergehilfe sein? Wenn man damit das Fahrzeug zuerst auf der einen und dann auf der anderen Seite so weit hochliften könnte, dass man Matten oder ähnliches unter oder vor die Reifen legen kann, könnte ich mir vorstellen, das Fahrzeug danach vielleicht wieder flott zu bekommen?

Ich werde auf jeden Fall mal meine Lawinenschaufel mitnehmen nach Namibia, denn auf den Klappspaten des Autovermieters bekommt man jeweils nur eine kleine Menge Sand oder Matsch.

Thema Flußdurchfahrten:
Christian schreibt am 6.5.14: "Die C43 Sesfontein-Opuwo ist aufgrund des Regens und der damit verbundenen Zerstörung NICHT passierbar - auch nicht für 4x4". Da Starkegen in dieser Gegend in Richtung Hourasib-Hoanib entwässert, könnten wir Probleme bekommen, wenn wir die Flüsse nicht nur überqueren, sondern in Ihnen entlang fahren wollen.

Laut der http://desertlion.info/news.html soll außer dem Hoarusib u.a. auch der Huab ziemlich gelaufen sein. Wir müssten uns also auf Matsch u. Wasserdurchfahrten einstellen.
Mit dem Hilux in der Normalausführung, also ohne Schnorchel, soll man Wassertiefen bis zu 70 cm durchqueren können. Kann das einer von Euch bestätigen? In welcher Höhe sitzt die Luftansaugung beim Hilux? Oder wende ich mich besser an ein 4x4-Forum? Welches?

Ich würde natürlich bei unklarer Wassertiefe erst einmal mit nackten Beinen u. Sandalen durchwaten und Tiefe, sowie Untergrundbeschaffenheit prüfen. Schlangen, Krokos o. ä. Ungeziefer sind dabei ja hoffentlich nicht zu befürchten in den Gewässern zwischen Hoarusib und Ugab?

Wenn man das Gewässer dann nicht zu schnell aber zügig durchfährt, sollte es kein Problem sein oder? Der hier hat vorher noch eine Schutzmatte unter seine Stoßstange und vor seine Motorhaube geklemmt: https://www.youtube.com/watch?v=qRlfmxK4Z5c

Wenn der Auspuff mal eine Zeit lang unter Wasser ist, macht das dem Motor ja wohl nichts aus solange er läuft? Der Hoarusib ist mit seinen Wasserdurchfahrten sicher nicht zu vergleichen mit z. B. dem Moremi Game Reserve, aber üben könnte ich hier ja schon mal für Botswana beim nächsten Urlaub.

Ich denke einen Air Jack-Luftsack und einen 15m Bergegurt werde ich von Deutschland mitnehmen. Wenn nicht, gibt es in Windhoek spezielle 4x4-Autozubehörfirmen oder geht man zu einem Baumarkt?

Viele Grüße Georg
224 Beiträge · seit 201314. Mai 2014 · #45
Hallo nochmal,


Diverse Ausrüstungsgegenstände gibt es z.B. Bei Cymot oder Bushwakka. Dort könnt ihr über vom Teller über einen Hilift bis zum Bergegurt alles mögliche kaufen.

Man kann sich auch herauswinschen, indem man sein eigenes Reserverad als Anker eingräbt. Das und der Betrieb von handwinden und Hilifts ist bei der Affenhitze körperliche Schwerstarbeit !!!!!

Der Betrieb von Hilifts zum Radwechsel oder Ausgraben erfordert sichere Ansatzpunkte am Fahrzeug. Ein Hilift ist sonst lebensgefährlich.
Wie gewinscht oder gehoben wird, kann man auf der Homepage des Herstellers sehen. Und auf youtube sind ein paar Videos, wie es nicht geht.

Tankstellen gibt es nach Sesfontein in Palmwag, in Henties Bay und natürlich in Swakop.
Auf einigen Karten sind auch Tankstellen in Torra Bay und Mile 72 und 108 eingezeichnet. Die sind nur zur Hauptsaison offen.


Viel Spaß bei der weiteren Planung, RB
19 Beiträge · seit 200614. Mai 2014 · #46
Hallo Georg,

nachdem wir Ende April durch den Hoanib und den Hoarusib gefahren sind, kann u.U. durch den neuen Regen der letzten Tage wieder mehr Wasser im Flußbett sein. Wir hatten auf den Strecken Richtung Hoanib bzw. Hoarusib immer wieder entgegenkommende Autos getroffen die wir nach der Situation in den Flüssen befragen konnten und die Auskünfte waren stets richtig.
Was ich auf keinen Fall mehr machen würde (wie in der Vergangenheit) dass ich mit den "Spielzeugwagenhebern" mancher Autovermieter losfahren würde.
Wir sind aus einem Schlammloch in Botswana ohne fremde Hilfe nicht mehr rausgekommen weil sich das Auto um keine 5 cm anheben lies. Mit einem geborgten Highlift Jack konnte mein Mann das Auto ausreichedend anheben um mit Steinen und Holz einen "Unterbau" zu bilden und sich dann aus eigener Kraft wieder zu befreien. Auch ein vernünftiger Spaten sollte zum Ausrüstungspaket gehören.
Vorsichtiges Fahren und evt ein Kontrollgang durch ein Flussbett (keine Gefahr durch Krokodile o.ä.), evt auch umkehren wenn es zu riskant erscheint, dann solltet ihr die Reise in dies wunderschöne Ecke Namibias genießen können.

Gruß
Evi
47 Beiträge · seit 201315. Mai 2014 · #47
Hallo zusammen,

der Thread ist bisher sehr interessant für mich.

Ursprünglich träumte ich mal davon den Crowther's Trail zu fahren, aber da wurde mir als Offroadanfänger abgeraten. Das ist auch ok so und ich habe mir deshalb auch kein Satphone organisiert.

Nun hätte ich aber weiter den Gedanken im Hinterkopf mich entweder in Palmwag auf gut Glück jemandem anzuschliessen oder von Khowarib nach Puros von der D3707 in den Obias zu fahren bis zum Hoanib und dann weiter zu sehen, wie das so läuft. Ich könnte dann über den Ganamub wieder auf die D3707 fahren. Prinzipiell scheue ich mich aiuch nicht umzudrehen (ich weiss, eine Panne mag das nicht erlauben).

Wenn alles gut läuft wäre die Alternative doch den Hoanib weiter zu fahren und dann nördlich nach Puros.

Wie gesagt fahren wir das 1. Mal solche Strecken, aber bis dahin hätten wir immerhin 3 Wochen Erfahrung (am 23.5 gehts los 🙂

Da es ja sein könnte, dass jemand aus dem Forum zu ähnlichen Zeiten in der Gegen um den Hoanib untwerwegs ist kurz unsere Daten: 16.6 Twyfelfonein, 20.6 Camp Aussicht oder 22. Dolomite (zwischen T. und D. noch nix fest gebucht). Ansonsten bin ich wie immer über Euer Feedback dankbar.

Viele Grüße,

Andreas
Themenstarter72 Beiträge · seit 201318. Mai 2014 · #48
Hallo, liebe FoMis,

nachdem mir die Idee mit dem Lift Jack mir zu gefährlich, zu schwer und zu teuer erscheint, möchte hier nochmals kurz auf den Air Jack zurückkommen.
Wenn das so funktioniert, wie es die Werbung verspricht, müsste es ja eine relativ leichte Möglichkeit sein, sich selbst, also unseren Hilux, auch aus Situationen zu befreien, bei denen es mit dem üblichen Wagenheber nicht mehr weiter geht. Also neben Reifenpanne auch das Auto so weit anzuheben, dass man was drunterlegen kann (Steine, Matten o. ä.) um mein steckengebliebenes Auto wieder flott zu bekommen. Das müsste auch im Matsch oder Gewässer möglich sein, solange man noch nicht aufsitzt und man die Ballonhülle noch darunter schieben kann. Selbst dann könnte man noch versuchen, an der Stelle aufzugraben.
Der ADAC-Tester kommt allerdings zu keinem guten Ergebniss: https://www.youtube.com/watch?v=IbhvWTG-K80
Dieses Ergebnis relativiert sich allerdings wenn man 1. einen Kompressor nimmt und
2. vorher schaut, wo man die Ballonhülle darunter schiebt. Also nicht gerade an eine scharfkantige Stelle, die leicht ein Loch in den Ballon stanzt. Man sollte auch bessere Schutzmatten benutzen als die beiliegenden. Ein großes Stück Teppichbodenrest tuts vielleicht?
Mein Autovermieter gibt mir Sandmatten mit. Ob die es im Schlamm auch tun? Sollte man sich da besser noch zusätzlich eine feste Unterlagen aus (Kunststoff?) besorgen?
Bevor ich mir so ein Ding bestelle, möchte hier nochmals kurz fragen, ob einer von Euch schon Erfahrungen mit den Air Jack als Bergehilfe gemacht hat?
Wenn man den mit einem Kompressor betreiben will, braucht man einen Adapter für 20,00 €!

Viele Grüße Georg
Gast18. Mai 2014 · #49
Hallo,

Mit einem Kompressor wirst Du sehr lange brauchen, um das große Volumen des Sacks aufzupumpen. Möglicherweise muss der Kompressor zwischendurch auch pausieren, weil er sonst zu heiß wird. Im Sand bekommst Du das Auto normal auch so ausgebuddelt.Da Du nicht vor hast, abseits deutlich sichtbarer Pisten durch den Matsch zu fahren, solltest Du auch keine Recovery-Lösung für den Matsch brauchen. Ich habe jetzt nicht alles in dem Thread gelesen, aber bisher gab es noch bei jedem Vermieter einen High Lift Jack plus ein dickes Brett. Mit dem dicken Brett konnte ich den High Lift Jack auch im Matsch benutzen.

Beste Grüße

Guido
224 Beiträge · seit 201318. Mai 2014 · #50
Im Zweifelsfall hat dein Hilux auch Fußmatten, um sie unter und über den Airjack zu packen gegen versehentliches Durchstechen.

LG, RB
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2014
Themenstarter72 Beiträge · seit 201319. Mai 2014 · #51
Liebe Forumsmitglieder,

@ Evi:
seid Ihr den ganzen Hoarusib von Puros bis New Schoenemanscamp gefahren oder nur bis zum Tsuxub-Abzweig? Lohnt dieser hintere Teil, bzw. ist er überhaupt fahrbar?
Auch in der Engstelle im Puros Canyon stand das Wasser nicht zu tiefer als 20-30cm?
Wir werden natürlich auch in der Spur bleiben, solange das die Umstände zulassen.
📎 hf7f7963.pdf


Man kann aber schon mal gezwungen sein diese zu verlassen, wenn zum Beispiel Elefanten uns zu einem schnellen Rückzug zwingen oder wir zum Übernachten eine höhere Position im Rivier beziehen. Hattet Ihr Begegnungen mit den Dickhäutern? Hattet Ihr einen Landcruiser? Wir haben einen normalen Toyota-Hilux 4x4 Camper gemietet. Der liegt sicher tiefer als der Landcruiser?

@ Oukie:
anbei nochmals meine Routenplanung. Da die ziemlich detailliert ist, interessiert Dich vielleicht nur die Zeit vom 08.06.-12.06. Schauen wir mal ob wir zur gleichen Zeit dort unterwegs sein können. Es würde mich freuen.

@ Guido und @RB
Vielen Dank für Eure Tipps.
Ich habe meinen Autovermieter African Tracks mal angeschrieben wegen dem High Lift Jack

Einen Air Jack mit Kompressorventil habe ich mir nun doch mal vorsichtshalber bestellt.
Ich denke ich kann diesen ja zunächst mal über den Auspuff schnell aufblasen bis er Druck bekommt und dann erst auf den Kompressor wechseln, wenn er vom Auspuff abrutscht.
Wäre evtl. auch für mein Auto oder Wohnmobil zuhause mal von Nutzen.

Viel Grüße
Georg
2 Beiträge · seit 201419. Mai 2014 · #52
Bin letztes WE zurück von NAM. Wir haben das Kaokoveld, Hartmantal, Marienflußtal und die alte Militärstraße von den Epupafällen bis zur Kunene-Lodge, neben Namib-Naukluft befahren. Alle Flüsse bis auf den Hoarusib waren trocken. Der Hoarusib führte Wasser und es hat nen riesen Spaß gemacht diesen bis Purros zu befahren. Wir waren alleine, haben allerdings dafür gesorgt einen "frischen" Hilux mit 60000 km zu bekommen. Der Highlift Jack hat uns mehrere male easy aus der Patsche geholfen. Besonders zu empfehlen bei hoffnungslos tiefem Sand um den Wagen auf die Matten zu heben. Wir haben zwei Reifen verbraten. Wir hätten doch drei Reifen mitnehme sollen. Das Gebiet ist ein Reifenkiller. Es frist die Seitenwände auf. Ein Reifen hatte 5! kleine Seitenlöcher bis er ein richtig großes erhielt und hin war. Die Militärpad mit 9 Stunden Schrittfahrt war die schlimmste, herausfordernste, wenn auch interessanteste Strecke. Schön leer!. Die hat auch gleich einen Reifen extra gekostet. Kaokoveld im NW ist "Reifenland". Aber wer nicht wagt nicht gewinnt. Wenn ich Zeit habe berichte ich später von meienen Erfahrungen kurz von unserer spannenden Reise durch Wüste, Sand , Steine, Wasser.
Meine Empfehlung an Euch: Highlift Jack sehr starkes Konterholz 50-60x20-25x5-6 cm groß, dritten Reifen, guten doppelzylinder Kompressor (sonst wird das aufpumpen zur Geduldsprobe), 4! Sandmatten oder zwei Sandmatten und zwei starke 120-150 cm lange Bretter, Iridium Satphone und den Rest an Sachen um max. zwei Woche durchzuhalten bis Hilfe kommt (meistens bei gutem Outfit und Umgang damit braucht man das aber nicht) UND laaaangsam fahren, was die größte Geduldsprobe bei den Entfernungen ist.
Viel Spaß
19 Beiträge · seit 200619. Mai 2014 · #53
Hallo Georg,

zu deinen Fragen:
Wir sind von New Schoenemanscamp nach Puros gefahren. Auch der letzte Teil hat uns gut gefallen. Ja, auch im Puros Canyon stand das Wasser nicht höher als maximal 30 cm. Leider hatten wir keine Begegnung mit Dickhäutern, aber wenige Tage danach sollen eine große Anzahl anzutreffen gewesen sein. Wir hatten einen Landcrusier und wir sind erstmals (bisher 5 Reisen im südlichen Afrika) auf der 3300 km Strecke ohne Reifenpanne durchgekommen.

Evi
2'664 Beiträge · seit 201219. Mai 2014 · #54
Schlangenserum und Skalpell nicht vergessen,
außerdem Ballistol für Sonnenbrand, Brandwunden oder Insektenstiche!
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2014
1'523 Beiträge · seit 201119. Mai 2014 · #55
lieber Swakop,

.........bin da nicht so sicher ob da jeder richtig mit Schlangenserum und Skalpell umgehen kann.....

😄 😄 😄 😉 😉 😛 aber ich vermute ja, das war ironisch gemeint 🙂 🙂 😄 😄

mit Grüssen,

BMW
2'664 Beiträge · seit 201219. Mai 2014 · #56
Das Thema Schlangenserum wird immer wieder unterschätzt.
Kein Hubschrauber ist schnell genug für den Biß einer Mamba.
Das ist kein Spaß

Und wenn man alles ansonsten noch Empfohlene mitnehmen will, dann benötigt man den Magirus vom Maggus 😄 😄 😉
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2014
47 Beiträge · seit 201319. Mai 2014 · #57
Hallo Swakop1952,

zumindest ich hab so was nicht in der Reiseapotheke - wo/wie kriegt man sowas und siehst Du das für ganz Namibia sinnvoll an?

Gruss,

Andreas
2'664 Beiträge · seit 201219. Mai 2014 · #58
Hallo Andreas,
bekommst Du am preiswertesten bei den Veterinären (Tierärzten), alternativ in der Apotheke im katholischen Krankenhaus in Windhoek. Würde ich aber nur in sehr abgelegene Gegenden wie Kaokoveld mitnehmen. Das Serum muß aber gekühlt bleiben. Besser schlecht gespritzt als schnell gestorben. Die beiliegende Anleitung ist auch für Laien sehr einfach gehalten und verständlich.
Man darf natürlich einen Puffotterbiß nicht mit Mamba- oder Kobraserum spritzen, dann ist man auch schnell im Jenseits.
Für den Puffotterbiß reicht auch der Hubschrauber und hilfsweise das Skalpell.
Einen Hunderter € mußt Du dafür wohl hinlegen.
H.
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2014
857 Beiträge · seit 201419. Mai 2014 · #59
Servus Swakop,

nutzt das bei einer Mamba überhaupt noch? Ich dachte, was von wenigen Minuten gelesen zu haben..
Puffottern sollten ja eine Zeitlang auszuhalten sein... ich wills aber auch nicht ausprobieren 😉
Gruß
Alex
2'167 Beiträge · seit 200919. Mai 2014 · #60
alpha_kilo schrieb:Hallo Swakop1952,

zumindest ich hab so was nicht in der Reiseapotheke - wo/wie kriegt man sowas und siehst Du das für ganz Namibia sinnvoll an?

Gruss,

Andreas
Hallo alpha_kilo,
Das moechte ich doch auch hoffen!! Das gehoert auch nicht in eine Reiseapotheke!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba