Hallo Ihr Lieben hilfsbereiten,
gerade bin ich dabei einen neue Beitrag ins Forum zu stellen, da kommt der Kommentar von Evi, der mich doch sehr beruhigt.
Nun habe ich mir aber die Arbeit gemacht, das Thema noch einmal etwas zu vertiefen und stelle es trotzdem rein, auch wenn sich manche Strecken nun mit etwas mehr zeitlichem Abstand von der Regenzeit entschärft haben:
Thema tanken:
Ich nehme an es gibt in Sesfontein die letzte Tankmöglichkeit vor Palmwag? Und von dort aus dann wieder die nächste Tanke an der Küste? Ich denke, unser Hilux Diesel mit 140 Litertank dürfte da keine Probleme bekommen, selbst wenn wir ab Sesfontein keine Tankstelle mehr finden?
Thema bergen:
Sollten wir mal steckenbleiben und mit Tricks, wie Luftdruck reduzieren und freischaufeln nicht loskommen hilft nur warten, bis zufällig jemand vorbeikommt. Wenn lange Zeit niemand kommt, bleibt uns noch eine Lodge in der Nähe oder eine Bergehilfe-Firma z. B. die Falkenberg-Garage in Kamjab über SAT-Telefon um Hilfe zu bitten.
Das kann sehr teuer werden, daher meine Überlegung, was könnten wir sonst noch selbst machen?
Da wir keine Winde haben, gibt es noch die Möglichkeit sich mit Hilfe eine HiJack manuell selbst herauszuziehen, so man denn einen Ankerpunkt (Baum o. ä.) in der Nähe hat.
Da der Vermieter nur einen normalen Wagenheber mitgibt, müsste ich versuchen einen HiJack zu kaufen oder zu mieten in Windhoek, wenn es solche Firmen dort gibt, die das anbieten. So ein Ding wiegt so seine 15 kg und ist zu schwer fürs Fluggepäck. Da ich das Bergen mit dem HiJack noch nie gemacht habe ist das allerdings nicht ungefährlich, denn wenn der Hubhebel oder der Bergegurt zurückschlägt, weil er reißt, kann man sich schwer verletzen. Außerdem gibt es immer ausgerechnet dort, wo er gebraucht wird gerade keinen Baum. Als Ersatz einen großen metallenen Pflog mit einem großen Hammer (Beil) einzuschlagen birgt auch die Gefahr, dass sich dieser plötzlich löst bei hoher Belastung? Einen Sandanker soll es auch geben.
Hat einer eine Idee, was sonst noch geht oder "Finger weg vom Selbstversuch"?
Thema: Reifenwechsel bei weichen Böden:
Hat einer von Euch schon Erfahrungen mit dem Hubkissen "Air Jack" gemacht (Wagenheberersatz)? Reicht für den Hilux der normale oder muss es der Big sein.
Der Preisunterschied ist enorm: Den kleinen Air Jack bis 3 Tonnen, 50 cm hoch, gibt es schon ab ca 50,00 € für den Big-Sack wird ca 157,00 € verlangt.
Die Frage ist, ist 50cm hoch genug für den Hilux? Ich hatte ihn eigentlich als Ergänzung zu dem bestehenden Wagenheber gedacht, wenn dieser auf weichem, schlammigen oder sandigem Untergrund keinen guten Halt findet. Vielleicht kann ich diesen dann später zuhause auch fürs eigene Wohnmobil noch einmal brauchen. Das ist zwar bis 3,5 Tonnen, wenn man aber nur eine Seite anhebt, müsste das ja erheblich weniger Hubgewicht sein.
Da ich den Ballon nur einsetzen will, wenn der Wagen sowieso schon in weichem Untergrund teilweise eingesunken ist, braucht er dann ja auch nicht so hoch sein wie bei einem Reifenwechsel auf Asphalt.
Vielleicht könnte der Ballon notfalls auch eine Bergehilfe sein? Wenn man damit das Fahrzeug zuerst auf der einen und dann auf der anderen Seite so weit hochliften könnte, dass man Matten oder ähnliches unter oder vor die Reifen legen kann, könnte ich mir vorstellen, das Fahrzeug danach vielleicht wieder flott zu bekommen?
Ich werde auf jeden Fall mal meine Lawinenschaufel mitnehmen nach Namibia, denn auf den Klappspaten des Autovermieters bekommt man jeweils nur eine kleine Menge Sand oder Matsch.
Thema Flußdurchfahrten:
Christian schreibt am 6.5.14: "Die C43 Sesfontein-Opuwo ist aufgrund des Regens und der damit verbundenen Zerstörung NICHT passierbar - auch nicht für 4x4". Da Starkegen in dieser Gegend in Richtung Hourasib-Hoanib entwässert, könnten wir Probleme bekommen, wenn wir die Flüsse nicht nur überqueren, sondern in Ihnen entlang fahren wollen.
Laut der
http://desertlion.info/news.html soll außer dem Hoarusib u.a. auch der Huab ziemlich gelaufen sein. Wir müssten uns also auf Matsch u. Wasserdurchfahrten einstellen.
Mit dem Hilux in der Normalausführung, also ohne Schnorchel, soll man Wassertiefen bis zu 70 cm durchqueren können. Kann das einer von Euch bestätigen? In welcher Höhe sitzt die Luftansaugung beim Hilux? Oder wende ich mich besser an ein 4x4-Forum? Welches?
Ich würde natürlich bei unklarer Wassertiefe erst einmal mit nackten Beinen u. Sandalen durchwaten und Tiefe, sowie Untergrundbeschaffenheit prüfen. Schlangen, Krokos o. ä. Ungeziefer sind dabei ja hoffentlich nicht zu befürchten in den Gewässern zwischen Hoarusib und Ugab?
Wenn man das Gewässer dann nicht zu schnell aber zügig durchfährt, sollte es kein Problem sein oder? Der hier hat vorher noch eine Schutzmatte unter seine Stoßstange und vor seine Motorhaube geklemmt:
https://www.youtube.com/watch?v=qRlfmxK4Z5cWenn der Auspuff mal eine Zeit lang unter Wasser ist, macht das dem Motor ja wohl nichts aus solange er läuft? Der Hoarusib ist mit seinen Wasserdurchfahrten sicher nicht zu vergleichen mit z. B. dem Moremi Game Reserve, aber üben könnte ich hier ja schon mal für Botswana beim nächsten Urlaub.
Ich denke einen Air Jack-Luftsack und einen 15m Bergegurt werde ich von Deutschland mitnehmen. Wenn nicht, gibt es in Windhoek spezielle 4x4-Autozubehörfirmen oder geht man zu einem Baumarkt?
Viele Grüße Georg