Was tun bei Problemen im Kaokoland?

68 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 04. Mai 2014 von Typenradler
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1'425 Beiträge · seit 201319. Mai 2014 · #61
Hi,


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und wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt hat man mit Sicherheit keinen Helm dabei 🤩

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2014
2'664 Beiträge · seit 201220. Mai 2014 · #62
Alex_Muc schrieb:Servus Swakop,

nutzt das bei einer Mamba überhaupt noch? Ich dachte, was von wenigen Minuten gelesen zu haben..
Puffottern sollten ja eine Zeitlang auszuhalten sein... ich wills aber auch nicht ausprobieren 😉
Gruß
Alex
Obwohl auch ich meistens ohne Serum unterwegs bin, muß ich immer an das denken was unsere Militärärzte für den Fall eines Mambabisses ohne Verfügbarkeit direkter Hilfe sagten: "Erspare Dir den grausamen Erstickungstod und setze Dir die 9mm an den Kopf." Auf der anderen Seite haben Menschen auch unter jenseitsähnlichen Umständen überlebt. Die Hoffnung stirbt jedoch meistens zuletzt, und unter Zuhilfenahme der Gesetze von Murphy gibt es wahrscheinlich keinen solchen Vorfall wenn man Serum dabei hat, aber umgekehrt.
Am meisten riskieren jedoch jene Leute, die meinen alles erwandern oder ersteigen zu müssen und ein für Schlangen geschultes Auge und Gehör nicht besitzen.
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2014
857 Beiträge · seit 201420. Mai 2014 · #63
Danke Dir für die Erklärung, das deckt sich mit den Aussagen der Südwester die ich kenne.. Puffotter steckt man relativ gut weg, bzw. hat Zeit zu reagieren, Mamba ist eine Sache von Minuten...
Wobei ich am wenigsten von allen der Zebraschlange begegnen will..
Ich sollte dazu sagen, dass ich Schlangenphobiker bin, aber selbst ich gesehen habe, dass die Kapkobra von uns weg wollte (bzw. dem Hund), und nicht uns attackieren... insofern ist das Risiko doch eher klein, wenn man ein bisschen die Augen aufmacht..
Gruß
Alex
2'664 Beiträge · seit 201220. Mai 2014 · #64
Die giftigsten Schlangen sind eigentlich die fairsten.
Eine Kobra oder Mamba werden immer die Flucht suchen, wenn sie nicht in Bedrängnis gebracht werden. Beide haben Nervengifte, wobei das der Mamba schnellwirkend ist.
Die Zebraschlange ist eine Kobra und ein echt aggressives Dreckvieh und eine Ausnahme. Vor allem schon kleinste Exemplare spucken meterweit zielgenau.
Die Puffotter liegt im Gras und lauert, sie kann nur schräg nach hinten beißen. Macht aber durch Fauchen auf sich aufwerksam, meistens beißt sie dann schon zu. Kannst sie von vorn pisacken, sie kann weder spucken noch nach vorne beißen.
Die Sandviper ist ein Hackenbeißer wenn Die neben sie trittst.
Das Puffottergift ist ein gewebezersetzendes Gift, dafür ist ein Skalpell gut im die Bißstelle aufzuschneiden daß Gift und Blut raus können, sonst gibt es ein ekliges verrottendes Loch im Gewebe.
582 Beiträge · seit 201020. Mai 2014 · #65
Wir sind schon einigen Zebraschlangen begegnet, aber sie sind alle geflüchtet, weil wir ihnen genug Raum dafür gelassen haben. Man sollte allerdings gerade unter Mopanebäumen gut gucken, ob sie dort nicht liegen, um die gleichnamigen Würmer zu fressen...
Auch eine Mamba war schon einmal ca. 1 Meter neben mir und sie ist -mich ständig fixierend- abgezogen. Eine Puffotter kann man tatsächlich von vorne "pisacken", aber warum sollte man das machen.... 🙂
Es wird zwar immer wieder gesagt, dass ein Biss einer Mamba, Cobra oder Zebraschlange grundsätzlich in kurzer Zeit tödlich ist, aber ich denke, dass es immer eine Chance gibt zu überleben. In den Schatten setzen ist schon mal gut. Sich nicht verrückt machen, schont den Kreislauf. Wenn man nicht selbst gebissen wurde, zur Not den Gebissenen einfach sagen, dass es eine ungiftige Schlange war..... (klingt komisch, ist aber vielleicht die einzig mögliche Hilfe). Es kann immer sein, dass die Schlange nicht richtig getroffen hat oder vielleicht vorher schon ein Beutetier gebissen hat. Ich hab auch gelesen, dass es Situationen gibt, in denen Giftschlangen nicht bewußt zum Töten zubeissen und nicht das volle Giftpotenzial nutzen. Ob das stimmt, weiß Swakop vielleicht.....
Auf jeden Fall gilt es Ruhe zu bewahren und den Kreislauf stabil zu halten.

Ein Südwester hat mir mal gesagt, wenn dich eine Mamba beißt, setz dich unter einen schattigen Baum leeseits der anderen... Weiß jemand warum? 🙂

Immer gut aufpassen und nicht übermütig werden, dann passiert schon nichts!

Schöne Grüße
Volker
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857 Beiträge · seit 201420. Mai 2014 · #66
magic-vibes schrieb:

Ein Südwester hat mir mal gesagt, wenn dich eine Mamba beißt, setz dich unter einen schattigen Baum leeseits der anderen... Weiß jemand warum? 🙂
Der Geruch der Leiche stört die anderen nicht 😉

Bei einer Mamba würde ich für mich persönlich im Veld abschliessen. Bei den anderen sollten ein paar Stunden bleiben. So verstehe ich auch unsere Schlangenbücher (deutsch und afrikkans), die in Namibia liegen.

Wobei wie bei den Skorpionen die Angst die Leute umbringt, ohh, ein Biss, diese Schmerzen (die wirklich nicht schön sein sollen, zum Glück waren es zum Skorpion immer 5-10 cm und zur Kapkobra 1 Meter), ich bin gebissen, Stress, und dann lässt das Herz nach... Das ist eben auch der Unterschied zu Touristen: Ein Freund ist beim Millitär von einer Puffotter ins Daumengrundgelenk gebissen worden, als Farmer war das gar nicht "so schlimm", mit Kameraden wohl ruhig zurück zum Auto (laut Erzählung auch einiges an Weg), und zum Sani gefahren worden. Die Narbe war auch nach 25 Jahren noch zu sehen... in der Erzählung war die Schlange natürlich mindestens 3 Meter lang 😉

Gruß
Alex
2'664 Beiträge · seit 201220. Mai 2014 · #67
Hallo Volker,
schaue mal wenn Schlangen gemolken werden. Dann siehst Du daß der Entleerungsvorgang voll einsetzt, sobald sich die Zähne eingeschlagen haben. Die Hoffung bleibt, daß sie vorher etwas anderes gebissen hat. Das ist aber nur Hoffnung und unwahrscheinlich. Dann hat man das Problem, daß die Giftkonzentration am Ende des Winters und Winterschlafes am höchsten ist. Man kann es sich eben nicht aussuchen.
Was der Landsmann wohl "unter einen anderen Baum setzen" gemeint hat, ist wohl, in Ruhe zu sterben ohne daß andere zuschauen "müssen".
Die Mamba ist die schnellste, giftigste, aber fairste Schlange. Bin selbst oben im Brandberg fast auf eine getreten, die neben dem Wasserloch in der wärmenden Sonne schlief. Ich weiß nicht wer dann schneller war, aber gebissen hat sie nicht.
Richtig voll Mambas sollen die Höhlen der Naukluft sein. Dieses schilderte mir mein Vater, weil sie in der Rezession der 30iger Jahre dort Fledermaus-Guano sammelten und mit Karbidlampen und Parabellum bewaffnet gegen Mambas in die Höhlen kletterten. Diesen Nervenkitzel muß man eigentlich nicht haben.
H.
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2014
Themenstarter72 Beiträge · seit 201321. Mai 2014 · #68
@Attigun, @Evi,

besonders Euch beiden vielen Dank für Eure Beiträge zu meinem Thread.
Da kommt ja richtig Freude auf, wenn ich lese, welchen Spaß Ihr hattet den Hourasib zu befahren. So abenteuerliche Routen wie Ihr wollen wir in unserem Alter allerdings nicht mehr fahren. Der Kunene 4x4 Militär-Trail ist in unseren Augen etwas für ganz Hartgesottene. Wird ja deshalb auch nur ganz selten befahren. Dagegen ist unsere Route eher eine "Kaoko Light".

Unser Auto hat leider schon mehr als das Doppelte auf dem Tacho wie Eures. Ist nur ein normaler Hilux 4x4 Pickup mit einer in Südafrika dazu gebastelter Schlaf/Koch-Kabine.

http://desertlion.info/news.html berichtete auch schon davon, dass ihnen in diesem Jahr besonders viele Reifen kaputt gegangen sind. Ein dritter Reifen wäre nicht schlecht, wenn da nicht das Problem der Unterbringung wäre. Da wir aber keine solch extremen Route planen wie Attigun, reichten hoffentlich auch zwei Reservereifen. Wegen dem HiLift Jack habe ich unseren Vermieter angeschrieben. Der vermietet uns einen.

Bin sehr gespannt, ob Attigun noch die Zeit findest später nochmal näher auf seine Tour einzugehen, dass würde sicher nicht nur mich freuen.

Zum Thema Schlangen hat FoMi Cruiser mir hier auf meinem Thread auf Seite 3 ganz aktuell geschrieben: "Achtung vor Skorpionen nachts im Camp, und auch der Puffoter welche sich gerne ein warmes Plätzchen sucht wo man sie manchmal nicht sieht. Es wird jetzt Winter! Augen auf und nie ohne Lampe laufen. Wir hatten jetzt drei Puffies auf unserm Trip."

Im Übrigen scheint das Thema Schlangen hier im Forum schon ausgiebig behandelt worden zu sein (24 Seiten lang!): http://www.namibia-wiki.com/wiki/Schlangen
Also solltet Ihr besser dort weitermachen mit weitern Beiträgen?! Wenn sich jemand speziell für dieses Thema interessiert, wird er sicher hier im Forum unter "Suchen" zuerst dort was finden.

Wie ich erst jetzt feststellte, wurden ähnliche Beiträge wie meiner hier auch schon öfter behandelt. Zum Beispiel diese hier:
http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/145751-wild-campieren-im-kaokoveld.html?limit=6&limitstart=0&start=30
oder hier:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/122403-sicherheit-und-notfaelle.html

Zum Thema: Unfall, Auslandskrankenversicherung/Personenbergung möchte ich noch folgendes zu bemerken:
Natürlich kann eine Versicherung nicht verhindern das etwas passiert, wenn aber ein medizinischer Notfall eintreten sollte, wie z. B. Puffotterbiss oder Beinbruch, weiß ich nun, welche Mobilfunk-Nummer ich in Swakopmund anrufen kann für den einzigen Rettungshubschrauber den es anscheinend in Namibia gibt. Dort muss ich die Kosten zwar vorstrecken, bzw. die Kreditkarte muss genügend Deckung aufweisen, dass spielt aber bei einem Notfall zunächst keine Rolle, wenn es auf Schnelligkeit ankommt.

Im übrigen kann ich mit dem SAT-Telefon auch den ADAC in Deutschland um Hilfe bei der Organisation bitten. Die übernehmen bei einer Auslandskrankenversicherung die Hubschrauber-Transportkosten anscheinend unbeschränkt. Es gibt einen interessanten Link zu diesem Thema:

http://www.trekkingforum.com/forum/archive/index.php/t-7790.html

Bisher hatte ich gezögert die ADAC-Versicherung abzuschließen, denn 2500 € Bergungskostenlimit sind nicht viel. Wenn jedoch die obige Aussage stimmt, dass bei einer Notbergung unbeschränkt die Kosten übernommen werden, sind es mir die paar Euro Beitrag auf jeden Fall wert.

Die Allianz soll angeblich Stiftung Warentest-Testsieger sein bei Auslandskrankenversicherungen (6/2014) lese ich gerade.

All denen, die meine intensive Vorbereitung für die Reise (wie sie u. a. mit Hilfe dieses Forums sehr gut möglich ist) und meine öffentliche Beschäftigung damit als übertrieben bezeichnen sei noch dieser Artikel ans Herz gelegt:
http://abenteuer.bplaced.net/afrika2002/afrika.html

Klar, soll der Spaß und auch die Vorfreude nicht auf der Strecke bleiben, da habe ich aber bei mir gar keinen Zweifel. Spätestens wenn ich in zwei Wochen im Flieger sitze fallen alle Sorgen, von mir ab, so war das schon immer.

Viele Grüße Georg
zuletzt bearbeitet 21. Mai 2014
5'479 Beiträge · seit 200903. Juni 2014 · #69
Hallo Georg,

auf die meisten Wegstrecken wurde ja schon ausführlich eingegangen, so dass ich mich dazu nicht weiter äußern will. Ich beschränke mich deshalb auf das südliche Damaraland.

Den Huab brauchst Du nur durchqueren und nicht entlang fahren, weshalb er hei Hindernis auf dem Weg in den Süden sein sollte.

Der Zebra-Canyon ist von Norden aus immer gut zu befahren. Sollte die südliche Ausfahrt über den Ugab nicht befahrbar sein, besteht die Möglichkeit, nördlich in den östliche Parallel-Canyon zu wechseln. Dieser endet beim Save the Rhino Camp, wo man den Ugab immer problemlos überqueren kann. Dort erreicht man dann einen D-Pad.

Viel Spaß im Urlaub und macht Euch nicht zu viele Gedanken, was alles passieren kann. Es tritt immer das ein, womit man nicht gerechnet hat und die ausgemalten Hooro-Szenarien treten dagegen so gut wie nie ein.
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