Was tun bei Problemen im Kaokoland?

68 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 04. Mai 2014 von Typenradler
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201304. Mai 2014 · #1
Hallo Fomis,

dieser Beitrag richtet sich besonders an Forumsmitglieder mit Erfahrungen im Kaokoland wie z. B. Lilytrotter, Leona, PeterB, chrigu, Cruiser oder Guido, deren Beiträge wir mit großem Interesse gelesen haben. Topobär ist ja z. Zt. leider selbst im südlichen Afrika unterwegs. Ich hoffe er hat eine gute Reise und ist bis vor unserem Abflug am 4.6.14 wieder zurück. Christian weiß vielleicht näheres über den momentanen Zustand der unten erwähnten Trockenflüsse?
Wir hoffen, dass die Elefantenbullen nicht gerade in der Brunftzeit sind?

Wir wollen anfang Juni von Sesfontein aus durch den Ganamub - Hoanib - Amsport - Tsuxub - Horuasib - und von Puros aus den Hoarusib bis zum Abzweig zum Khumib - dann zurück über Puros - Sawurogab - Palmwag Crowther's 4 WD trail runter zum Ugab River Canyon und später nach Swakobmund/Walvisbay über die Blutkuppe - Tinkas Flats zurück nach Windhoek.

Ursprünglich wollten wir noch weiter in den Norden bis zum Marienfluss/Epupa Falls, haben den Plan jedoch aufgegeben, weil wir kein Begleitfahrzeug gefunden haben. Das Risiko allein dort oben unterwegs zu sein war uns dann doch etwas zu groß.
Ein professioneller Begleiter hätte für 4-5 Tage einen wesendlich höheren Preis gefordert, als wir für unsere ganze 19-tägige Fahrzeugmiete bezahlt haben.

Wir würden uns freuen, wenn wir von erfahrenen Forumsmitgliedern noch den einen oder anderen Tipp bekommen könnten. Zum Beispiel würde es uns interessieren, ob die oben angegebenen Flüsse in der diesjährigen Regenzeit gekommen sind oder ob sie trocken geblieben sind? Bei Trockenheit hätten wir dann vielleicht "nur" mit (heftigem?) Tiefsand zu rechnen?

Weiß jemand wie die Situation an der Engstelle des Horuasib am Puros-Canyon momentan aussieht? Kann man durch den Tümpel zwischen den Felsen mit einem Hilux 4x4 Camper z. Zt. gefahrlos durchfahren oder wird empfohlen diese Strecke besser zu umfahren?

Sollten wir stecken bleiben und uns durch Ausgraben und mit Hilfe von Sandmatten nicht befreien können, müssten wir entweder warten bis jemand vorbeikommt oder in der Nähe befindliche Lodges oder Autowerkstätten um Hilfe bitten. Hat jemand diesbezüglich schon einmal Erfahrungen gemacht, bzw. Telefonnummern von Ansprechpartnern aus der Region gesammelt, die eventuell Hilfestellung geben könnten?

Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen nach Ausfall des zweiten Reservereifens sofort die geplante Route zu unterbrechen und die nächste Werkstatt anzufahren, trotzdem wir für kleinere Pannen den Repair Kit Plugga III von Bushranger dabei haben.

Ist es sinnvoll ein längeres Abschleppseil (Bergegurt) als das übliche dabei zu haben (Länge?), damit ein anderes Fahrzeug, welches einen evtl. aus dem Schlamm ziehen könnte, mehr Spielraum hat und nicht selbst noch steckenbleibt?

Wenn allerdings das Auto kaputt geht (zum Beispiel Anlasser defekt) oder sich einer von uns ernsthaft verletzt oder krank wird, hätten wir ein echtes Problem. Ob es uns da etwas nützt, die ADAC-Plus Mitgliedschaft zu haben, ist fraglich? Wir könnten mit dem SAT-Telefon zwar dort anrufen und um Organisation einer Hilfe bitten, wie lange Zeit dies aber in Anspruch nehmen würde, steht auf einem anderen Blatt. Natürlich haben wir auch die Telefonnummer von Bwana Tuke-Tuke und vom unserem Autovermieter in Windhoek dabei, aber auch hier könnte es Tage gehen, bis Hilfe zu erwarten ist.

Hubschrauber gibt es in Namibia anscheinend keine, auch wenn sogenannte Rettungsversicherungen einem das weismachen wollen. Beim Radius eines Rettungshubschraubers von ca 200 km wäre für die Entfernungen von Windhoek aus auch zu weit. Flugplätze auf denen Rettungsflugzeuge landen könnten gibt es in der ganzen Kaoko-Region auch so gut wie keine.

Da bleibt uns nur unser Optimismus, nach dem Motto: "Es wird schon gut gehen" und eine gute Vorbereitung natürlich. Wir haben noch ein Reserve-GPS dabei und übertragen die ganzen Koordinaten der Kreuzungspunkte der einzelnen 4x4-Trails mit Garmin Base Camp auf die Geräte, so dass wir uns wohl kaum verirren können.

Die Reise wird höchstwahrscheinlich ein großes Abenteuer und könnte zu einer der größten Herausforderungen werden, die wir bei unseren vielen Reisen bisher hatten.
Die Vorfreude ist trotzdem schon groß und wir sind sehr gespannt was wir alles vor die Linse bekommen.

Grüße an alle interessierten Forumsmitglieder
Georg

PS. gerade stoße ich auf den Beitrag: http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/282278-strasse-palmwag-puros-orupembe-opuwo-crowther.html?limitstart=0&start=6
aus dem hervorgeht, dass alle Flüsse auf unsererer Route in der Regenzeit gekommen sind. Bedeutet das von einer Route wie oben geplant mit einem Einzelfahrzeug eher abzuraten? Sollte ich besser für unsere Namibiareise einen Plan B in der Tasche haben?
Gast04. Mai 2014 · #2
Hallo,

die Riviere sind alle mehrfach gelaufen in dieser Regensaison. Anfang/Mitte Juni sollte die trotzdem weitgehend befahrbar sein. Möglicherweise ist es abschnittsweise noch recht feucht/matschig, aber da gibt es teilweise Umfahrungen. Der Hoanib könnte nahe Sesfontein (bei Elephant Song) noch recht feucht sein, aber dann kann man über den Ganamub zum Hoanib fahren. Das ist ohnenin die schönere Strecke. Da wo man von Amspoort kommend normalerweise auf den Hoarusib trifft, könnte es auch noch sehr feucht sein, aber dann fährt man ein paar Kilometer zurück und da gibt es eine trockene Verbindung nach Osten zum Sawurogab über den man auch nach Purros kommt. Ob der Purros Canyon schon befahrbar ist, musst Du vor Ort selbst heraus finden. Aktuelle Infos zu den Rivieren bekommt man meistens nebenbei auf der Desert-Lion-Website mit.

Ansonsten besprecht die Route mit dem Vermieter und klärt ab, wo er noch welchen Support leistet. Die Falkenberg Garage in Kamanjab bietet so ziemlich überall im Nordwesten einen Abschleppservice - aber das kostet ggf. heftig.
http://www.towingservicesnamibia.com/

Man kann auch in Tagestrips von Purros und Sesfontein ausnamhslos alles Spannende rund um Hoanib, Hoarusib, Ganamub etc. sehen. Wenn Ihr unsicher seid, könnt Ihr Euch auch in den Büros der Sesfontein und Purros Conservany tageweise einen Guide engagieren. Das sollte nicht viel kosten und der kennt dann hoffentlich die aktuellen Zustände. Am Huab sollte es ähnlich machbar sein. Nur der Crowthers Trail ist als Tagestrip nicht zu schaffen.

Beste Grüße

Guido
3'883 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 · #3
Hallo Typenradler,

wir planen, allein mit einem Fahrzeug über die C 43 bis zu den Epupafalls vorzustoßen. Ausflüge in die Umgebung werden wir vor Ort buchen. Sicherheitshalber werden wir ein SatPhon mitnehmen. Eine Anfrage bei der namibischen Flugrettung, ob und wie sie im Kaokoland helfen, steht noch aus. Einige Lodges haben kleine Flugplätze, uns interessiert, ob eine Kooperation mit der Flugrettung gegeben ist. Auf den ADAC würde ich nicht bauen, da er auch nur auf einheimische Helfer zurückgreifen kann. Zumindest würde ich vor der Reise fragen, inwieweit sie welche Hilfe anbieten können. Falls du bessere Infos hast, würden mich diese interessieren.

GPS + Ersatz, Erstklassige Reifen + 2 Ersatzreifen, immer genügend Wasser und Proviant sind ebenso obligatorisch wie eine detaillierte Absprache mit dem Autovermieter, der über die Strecke informiert sein muss, was bei Pannen in der Gegend zu tun ist. Primär will er ja sein Auto nicht verlieren. 😉

Wir haben uns den Camping- und Lodgeführer von Tracks4Africa gekauft, der beide Unterkunftsarten in ganz Namibia und Botswana incl. Adressen, Telefon, Flugplätze usw. auflistet.

Von einem Abschleppseil rate ich ab. Im Moremi WR ist es bei dem Versuch gerissen, uns aus dem Schlamm zu ziehen. Gut, dass wir einen Bergegurt dabei hatten. Für den Fall des Falles schaut vorher am Fahrzeug nach, wo der Haken sitzt. Wenn er im Modder steckt, ist er kaum zu erfummeln.

LG freshy
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2'664 Beiträge · seit 201205. Mai 2014 · #4
Nur gut, daß die Fahrzeuge eigentlich so gut und zuverlässig sind.
Die wenigsten Besucher die dort unterwegs sind könnten sich selbst helfen.
Wenn aber etwas kaputt geht, und man sich nicht selbst behelfen kann, dann wird es richtig teuer.
Themenstarter72 Beiträge · seit 201305. Mai 2014 · #5
@guido

danke für Deine Hinweise zur aktuellen Situation.

Ja, es ist zwar möglich die Riviere zu umfahren, aber diese zu durchfahren sollte ja den eigentlichen Reiz dieser Tour ausmachen. Besonders Bilder aus dem Hoarusib, dem Hoanib, sowie später dem Zebra Canyon, zum Ugab-River hin haben es uns angetan.

Wenn deren Durchfahrung zur Zeit ein hohes Risiko birgt steckenzubleiben überlegen wir ernsthaft die ganze Tour aufs nächste Jahr zu verschieben und es dann im Spätherbst, so zwischen November und Dezember nochmals zu versuchen wenn die Riviere ausgetrockneter sind. Wir wollen das Risiko als Einzelfahrzeug steckenzubleiben und ein Abschleppfahrzeug rufen zu müssen möglichst nicht eingehen.
Trotzdem, danke für den Tipp mit der Falkenberggarage.

Für ein Umplanen unserer diesjährigen Reise in eine ganz andere Gegend ist es allerdings schon ein wenig spät. Wir dachte da an Botswana oder den KTP?

Viele Grüße
Georg
Gast05. Mai 2014 · #6
Hallo,
Typenradler schrieb:Wenn deren Durchfahrung zur Zeit ein hohes Risiko birgt steckenzubleiben überlegen wir ernsthaft die ganze Tour aufs nächste Jahr zu verschieben
Würde ich nicht machen. Wenn es nicht jetzt noch extrem späten Regen gibt, wirst Du die Riviere weitestgehend fahren können. Ich wollte nur darauf hinwiesen, das einzelne nicht allzu lange Abschnitte gern etwas länger feucht bleiben, nachdem die Riviere gelaufen sind. Da gibt es aber eben Umfahrungen. FoMi Cruiser ist jetzt gerade in der Gegend unterwegs und kann ich Dir in ein paar Tagen vermutlich detailliert Auskunft zum aktuellen Zustand geben.

Wenn Ihr die Chance habt, da später im Jahr noch mal hinzufahren, dann macht doch jetzt eine entspanntere Tour: den Huab abfahren, den Hoanib fahren und ein bisschen den Hoarusib. Da trifft man überall auch noch mal auf andere Autos. Den noch einsameren Crowthers Trail und bis hoch in Marienflusstal macht Ihr dann beim nächsten Mal später im Jahr. Dann könnt Ihr das selbst alles besser einschätzen, fühlt Euch sicherer und die wunderschöne Gegend lohnt ohnehin immer wieder einen Besuch.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter72 Beiträge · seit 201305. Mai 2014 · #7
@freshy

danke für Deinen Beitrag zu meinem Thema.

Es würde mich interessieren, was bei Deiner Anfrage an die Namibische Flugrettung herauskommt. Bitte informiere mich gegebenenfalls.

Meinen Autovermieter habe ich diesbezüglich schon angeschrieben.

Du meinst also es lohnt sich den Campingführer von Tracks4Afrika zu kaufen? Ich habe den Campingführer von Thomas Richter ausgedruckt und vertraue ansonsten auf die Karte und GPS-Software von Track4 Afrika, sowie auf die Kaokoland-Landkarte mit der roten Tonne.

Einen Bergegurt werde ich mir noch anschaffen. Die Frage war nur wie lang dieser sein sollte und wieviel Tonnen sie bei einem Hillux-Camper aushalten sollte?

Ich hatte zunächst auch die Variante über die Epupa Falls eingeplant, mich dann aber aus Zeitgründen (ich wollte mich lieber mehr auf die Riviere konzentrieren) entschieden, den weiten Schlenker in den Norden wegzulassen.
Nun nachdem die Riviere gelaufen sind, sieh die Lage wieder anders aus und die ursprüngliche Planung rückt wieder in den Vordergrund. Ich will es davon abhängig machen, wie sich die Verhältnisse nach unserer Einfahrt in den Hoanib zeigen.

Falls Dich meine detaillierte Tagesplanung interessiert: http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/281210-wer-hilft-bei-routenplanung-durchs-kaokoland.html

Wann plant Ihr denn Eure Reise?

Viele Grüße Georg
3'883 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 · #8
Hallo Georg,
wir fahren erst im September. Dann sind die Riviere bestimmt trocken. 🙂

Okay, ich suche jetzt nach der Mailadresse der Flugrettung, um nachzufragen, und hoffe, dass ich das noch vor eurer Abreise schaffe. Danke für deine Tagesplanung, unsere gibt es im Moment leider erst nur auf Papier.
Der grobe Überblick fürs Kaokoland:
Vingerklip
8.9. Palmwag (1 N)
Sesfontain, Camp Aussicht (2 N)
Opuwo (1 N)
Epupa Falls (2 N)
Ruacana

Von dort fahren wir an der angol. Grenze entlang ins Caprivi und nach Botswana.

Zum Camping- und Lodgeführer: Uns gefällt, dass hier kompakt in einem Buch alles aufgelistet ist, was auch auf der Karte mit Koordinaten angegeben ist. Er ist zudem viel detailreicher als die Richterliste, die andere Vorteile (persönliche Eindrücke) hat.

Zum Bergegurt: Ich weiß nicht mehr, wie lang er war. Vielleicht 6 oder 8 m? Vielleicht irre ich mich total. Je länger, desto besser, aber auch schwerer. Besonders gut fanden wir die fingerdicken Schekel!!!

LG freshy
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zuletzt bearbeitet 05. Mai 2014
2'530 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 · #9
Hallo Georg

Bin gerade heute aus dem DL zurück.

Hoanib ist gut zu befahren, wenn man auf den frischen Tracks bleibt auch vor dem Ganamub Poort.
Ganamub Poort bis Amspoort kein Problem.
Auch die Dustplain Spur von Sesfontein ist super und noch nicht so ausgefahren, man kann also auch von dort rein!

Haben viele Elefanten gesehen, mit vielen Kleinen, eins sogar 3 Wochen alt!
Der Hoarusib ist noch sehr mit Vorsicht zu geniessen, außer bei Puros!
Vom Poort westlich kann es sehr schlammig werden.

Gruß Adolf
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2014
224 Beiträge · seit 201305. Mai 2014 · #10
Hallo zusammen,

Bei kleineren technischen Problemen oder Festsetzen im Flussbett kann man versuchen, die der Unglücksstelle nächstgelegene Lodge anzurufen.
Am Crowthers Trail die Palmwag Lodge in der Khowaribschlucht die gleichnamige Lodge dort usw. usf., um mit denen die Hilfeleistung und den finanziellen Rahmen durchzusprechen.

Und das am besten bevor man die Falkenberg Garage ins Rennen schickt.

Wichtig ist auch das man sich am Camp / Lodge abmeldet, wenn man alleine einen Trip ins Flussbett unternimmt.

Weiterhin würde ich dazu raten, die Deckungssumme der CC so abzusichern, dass sowohl technische als auch medizinische Hilfe erst einmal vorgestreckt werden kann.

Beide Partner müssen das Auto fahren können. Es reicht eine geschwollene Pranke nach Insektenstich und der andere "darf" den Rest fahren.

Denkt bitte an genügend Brennholz, Trinkwasser, Essen und Treibstoff. Es geht manchmal auch darum, die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfe zu überbrücken.

Es gibt keine 100% Sicherheit. Es gibt sie nicht mal 50 km außerhalb von Windhoek und schon gar nicht westlich der C43. Es gibt keine Garantien für Mensch und Maschine. Und manchmal wird es auch noch schön teuer.
Es ist schön, wenn man die Nummer von der Luftretung hat, es gibt aber viele Gründe, warum kein Hubschrauber starten kann oder jedenfalls nicht sofort.


LG, RB
Themenstarter72 Beiträge · seit 201305. Mai 2014 · #11
@ Cruiser

vielen Dank, das beruhigt mich doch sehr.

Dann werden wir in den den Hoanib direkt, vom Ganamub (oder Obias?) aus fahren und dann über Amspoort-Tsuxub zum Hoarusib um zu prüfen wie die Situation bis zum 10.06. dort ist. Wenn es nicht geht nehmen wir vorsichtshalber die Umfahrung. Meinst Du den gut einfahrbaren Hoarusib nördlich Purros oder in Richtung Canyon?

Hoffentlich sind die Elefanten mit den Jungen noch da und die Mütter nicht allzu agressiv. Wir werden uns sehr in Acht nehmen und freuen uns schon sehr auf ruhige Beobachtung der Tiere.
Themenstarter72 Beiträge · seit 201305. Mai 2014 · #12
@ RB

danke für die hilfreichen Tipps!
Werde mir die Telefonnummern der Lodges notieren und uns auch in Sesfontein, unserem letzten Haltepunkt vor den beiden Rivieren, abmelden.
Auch in Puros später.
Die Falkenberg Garage habe ich auch mal vorsichtshalber angeschrieben. Das natürlich als (vor)letzte Rettung, denn das wird dann richtig teuer. CC werden entsprechend aufgeladen.
Fahren können wir gottseidank beide. Buddeln muss ich wohl alleine.
Viele Grüße
Georg
2'530 Beiträge · seit 201105. Mai 2014 · #13
Typenradler schrieb:
Wir hoffen, dass die Elefantenbullen nicht gerade in der Brunftzeit sind?
Ein Bulle ist momentan in der Brunftzeit und etwas nervös, ansonsten aber friedlich!
Einfach Abstand halten!


Wir wollen anfang Juni von Sesfontein aus durch den Ganamub - Hoanib - Amsport - Tsuxub - Horuasib - und von Puros aus den Hoarusib bis zum Abzweig zum Khumib - dann zurück über Puros - Sawurogab - Palmwag Crowther's 4 WD trail runter zum Ugab River Canyon und später nach Swakobmund/Walvisbay über die Blutkuppe - Tinkas Flats zurück nach Windhoek.
Alles kein Problem außer der Hoarusib von 'Die Poort' nach Westen. Immer auf gut und frisch befahrenen
Tracks bleiben.


Zum Beispiel würde es uns interessieren, ob die oben angegebenen Flüsse in der diesjährigen Regenzeit gekommen sind oder ob sie trocken geblieben sind? Bei Trockenheit hätten wir dann vielleicht "nur" mit (heftigem?) Tiefsand zu rechnen?
Alle Zuläufe zum Hoanib westlich von Sesfontein waren trocken, auch kein Tiefsand, gute befahrene Tracks.
Falls man sich doch leicht fest fährt dann nicht weiter probieren, sondern gleich die Reifen weiter ablassen
und etwas frei schaufeln. Ich bevorzuge einen Reifendruck nicht mehr als 1.5, wenn nötig dann kurz runter auf 1.0. Macht sicher das der Kompressor funktioniert!


Weiß jemand wie die Situation an der Engstelle des Horuasib am Puros-Canyon momentan aussieht? Kann man durch den Tümpel zwischen den Felsen mit einem Hilux 4x4 Camper z. Zt. gefahrlos durchfahren oder wird empfohlen diese Strecke besser zu umfahren?
Bin jetzt nicht dort gewesen, aber am besten sich von Puros aus durchtasten. Der Hoarusib hatte sehr viel Wasser. Immer auf frische Tracks achten und andere Fahrzeuge fragen. Bin sicher Ihr trifft ein paar Touroperators.

Sollten wir stecken bleiben und uns durch Ausgraben und mit Hilfe von Sandmatten nicht befreien können, müssten wir entweder warten bis jemand vorbeikommt oder in der Nähe befindliche Lodges oder Autowerkstätten um Hilfe bitten.
Die Strecke von Euch ist gut befahren und Palmwag Euer erster Ansprechpartner. Die haben alle Kontakte
und das neue Management um Fritz Schenk ist super hilfsbereit.


Ist es sinnvoll ein längeres Abschleppseil (Bergegurt) als das übliche dabei zu haben (Länge?), damit ein anderes Fahrzeug, welches einen evtl. aus dem Schlamm ziehen könnte, mehr Spielraum hat und nicht selbst noch steckenbleibt?
Ich habe ein acht Meter Kineticseil dabei, beide Fahrzeuge sollten aber gute Bergepunkte haben welche nicht zu Geschossen werden können.

Man fährt sich nicht fest wenn der Reifendruck stimmt, man auf die frischen Tracks achtet und immer im richtigen Gang fährt, sodaß man zur Not noch richtig Gas geben kann!
Achtung vor Skorpionen nachts im Camp, und auch der Puffoter welche sich gerne ein warmes Plätzchen sucht
wo man sie manchmal nicht sieht. Es wird jetzt Winter! Augen auf und nie ohne Lampe laufen. Wir hatten jetzt drei Puffies auf unserm Trip.

Ansonsten sollte man nichts zu Ernst nehmen und alles überbewerten. Enjoy the Trip!
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1'155 Beiträge · seit 200605. Mai 2014 · #14
...und wenn ihr im Honaib auf diesen Zeitgenossen treffen solltet dann ist allerhöchste Alarmstufe angesagt... ich habe noch nie so einen aggerssiven Elefanten getroffen... er soll 2 Menschen auf dem Gewissen haben, hat mir später ein Tourguide von der Sesfontein Lodge gesagt... ob das stimmt weiss ich nicht, ich weiss nur, dass er ohne Vorwarnung angreifft...das war vor 3 Jahren..


hf74d4a9.jpg
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2014
7'296 Beiträge · seit 200605. Mai 2014 · #15
freshy schrieb:Von einem Abschleppseil rate ich ab. Im Moremi WR ist es bei dem Versuch gerissen, uns aus dem Schlamm zu ziehen. Gut, dass wir einen Bergegurt dabei hatten. Für den Fall des Falles schaut vorher am Fahrzeug nach, wo der Haken sitzt. Wenn er im Modder steckt, ist er kaum zu erfummeln.
... deshalb befestigen z.B. Leute, die Trial fahren, wo es durch tiefen Modder geht, den Gurt meist vorher an der Öse und wickeln das andere Ende z.B. um den Dachgepäckträger, Schnorchel oder Rammschutz. Dann muss man im Falle eines Falles nicht noch durch den Schlamm tauchen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
265 Beiträge · seit 201006. Mai 2014 · #16
Hallo Georg,

es gibt einen Helikopter-Service, der auch Notfallflüge unternimmt, wie die Webseite besagt.

Für den NOTFALL - wenn auch sicher nicht billig, aber vielleicht lebensrettend - hier die Kontaktadresse:

Expedite Aviation

Office: +264 67 222862
Fax: +264 67 222869
Emergency: +264 81 128 0580
Email: stefan@expediteheli.com or ops@expediteheli.com

http://www.expediteaviation.com.na

Sonnige Grüße vom Atlantik
Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
Gast06. Mai 2014 · #17
Hallo,
Schmettau schrieb:es gibt einen Helikopter-Service, der auch Notfallflüge unternimmt, wie die Webseite besagt.
Die Helis können zwar fast überall landen, haben aber eigentlich nicht die Reichweite, um ohne Auftanken nach Purros oder ins Marienflusstal und zurück zu fliegen?

Beste Grüße

Guido
265 Beiträge · seit 201006. Mai 2014 · #18
Hallo Guido,

ich denke doch, dass die da einen Plan machen können, notfalls ausreichend Treibstoff mitzunehmen, denn in unserem großen Land müssen weite Strecken immer einkalkuliert werden.

Ich habe mich bisher nicht näher damit beschäftigt, nur in den letzten Tagen wegen einer Flug-Safari für Gäste mit dem Anbieter Kontakt gehabt und dabei gesehen, dass sie auch Notfallflüge durchführen.

Herzliche Grüße
Konny
Namibia Aktiv organisiert und vermittelt Aktivitäten an der Küste und in der Wüste OHNE AUFPREIS. Wir helfen mit jeder Buchung namibischen Familien in Not.
Themenstarter72 Beiträge · seit 201306. Mai 2014 · #19
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin geradezu überwältigt, welche Resonanz meine Anfrage an unser Forum gefunden hat. Vielen Dank !!!!!😃

Habe mir manches notiert und werde mir Eure Ratschläge und Tipps zu Herzen nehmen, bzw. entsprechend umsetzen. Dieses Forum ist wirklich sehr hilfreich!

Mit einer guten Vorbereitung kann man zwar auch nicht verhindern dass was schiefgeht, es ist jedoch beruhigend zu wissen, dass man gut vorbereitet ist.

Vor den(m) Elefanten habe ich größten Respekt. Ich hoffe, wir haben immer genügend Spielraum für Fluchtmöglichkeit in den Rivieren, um schnell abzudüsen für den Fall eines unverhoften Angriffs. Meist kündigen sie es ja an durch Drohgebärden. Wir werden versuchen ihnen nicht zu nahe zu kommen.

Als Einzelfahrzeug werden wir es möglichst vermeiden durch "tiefen Modder" zu fahren. Werde aber vor der Einfahrt ins (feuchte) Rivier trotzdem den Bergegurt entprechend präparieren und den Luftdruck reduzieren.

Auf einem anderen Beitrag hier im Forum habe ich gelesen, dass es in Namibia gar keinen Rettungshubschrauber gibt, sondern nur in Südafrika. Wer weiss was genaues darüber?

Herzliche Grüße
Georg
857 Beiträge · seit 201406. Mai 2014 · #20
Hallo Georg,

der genannte Anbieter ist ein privater Heli-Service, und zählt deshalb wohl nicht als "Rettungshubschrauber". Ich würde mich vorher bei ihm erkundigen, ob (und in welchem Zeitraum) und für welche Kosten er überhaupt so weit in den Westen fliegt.. einen Zwischenstopp wird er bei Reichweiten von ca. 700 km einlegen müssen... Eine Heli-Stunde kostet gerne mal 1000 Euro, da die Dinger mehr gewartet als geflogen werden...
Fraglich ist auch, wie schnell ihr Hilfe braucht. Müssen es 2-3 Stunden sein? Reichen 8-10 Stunden?

Gruß
Alex