DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201412. Feb. 2014 · #41
29.09.13 Mushara - – River Dance Lodge
Am Morgen sahen wir Grauducker, eine Graurücken-Camaroptera,
Dik-Diks, Rot-& Gelbschnabeltokos, Rotschulterglanzstare und Buschhörnchen.
Nach einem leckeren Frühstück verließen wir Mushara um 8:20 Uhr. Auf der C38 und weiter auf der B1 ging es Richtung Oshivelo. Dann verließen wir die Teerstraße und fuhren auf der Pad D3001 Richtung Tsintsabis.
Die Pad verläuft kerzengerade, nach 32 km kommt die erste Kurve! Starke Verbuschung, dunkelgraue Termitenhügel, große Akazienbäume (Ringhülsenakazie) und Makalanipalmen prägen die Landschaft. Wir entdeckten Steinböckchen, Grauducker und Rotschopftrappen. Kurz vor Tsintsabis bogen wir auf die Pad D3016 ab und sahen Makalanipalmen, Rinder, Ziegen, Warzenschweine, Esel, Kudus, Steinböckchen, Schafe, eine „Rennschlange“ die über die Pad huschte, Zebramangusten, Grautokos und Marulabäume (zurzeit ohne Blätter). Die Flächen wurden teilweise entbuscht und die Hölzer wurden vor Ort zu Holzkohle verarbeitet. Nach knapp 100 km auf der D3016 erreichten wir die Teerstraße B8. Um 11:25 Uhr waren wir am Mururani Gate. Hier, ca. 130 km vor Rundu beginnt nicht nur die „rote Linie“ (Veterinärzaun zum Seuchenschutz), sondern mit der Kavangoregion, auch das „richtige Afrika“ mit kleinen Dörfern, Rinderherden, Ziegen und Esel. An Bäumen fielen besonders die lila blühenden Regenbäume oder Appleleaf Trees auf.
Gegen 13 Uhr erreichten wir Rundu und machten erst mal eine Pause. Nachdem wir auch noch getankt und Getränke eingekauft hatten, fuhren wir um 13:45 Uhr auf dem Trans-Caprivi-Highway (B8) weiter Richtung Divundu. Rundhütten, Rinder z.T. mit Rotschnabelmadenhackern und Ziegen bestimmten das Bild.
Am Straßenrand wurden wieder die orange-gelben Früchte der Affenorange (Strychnos spinosa) angeboten und Irmela kauft 2 Exemplare.
Nach längerer Suche entdeckten wir auch die Bäume dazu. Diese waren recht klein und hatten zurzeit kaum Blätter, jedoch dunkelgrüne Früchte. Gegen 15:30 Uhr erreichten wir den Abzweig nach Mukwe. Von hier waren es noch 6 km zur River Dance Lodge. 10 Minuten später hatten wir die Lodge erreicht und wurden von einem Mitarbeiter begrüßt. Wir bekamen wieder Chalet Nr. 3 zugeteilt.
Die geräumigen, aus Holz und Glas erbauten Chalets liegen am Ufer des Okavango. Das Bad mit super Badewanne und Regenwalddusche ist in einem separaten Chalet untergebracht.
Vom Chalet und vom Bad hat man eine tolle Sicht auf den Okavango. Unseren Sundowner nahmen wir auf der großen Terrasse ein und bekamen dabei Gesellschafft von den Besitzern Karin und Tino Punzul die uns ihr 8 Monate altes Töchterchen Annabell vorstellten, sowie von den Hunden Pandu (Dobermann-Rottweiler Mix) und Whisky (Chow-Chow).
Bis zum Abendessen gingen wir zu unserem Chalet zurück und beobachteten Hippos und Buschhörnchen von unserer Terrasse aus.
Während Silke die tolle Sicht auf den Okavango von der Badewanne aus genoss, entschied ich mich für eine „Regenwalddusche“ mit genauso schöner Aussicht. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, genehmigten wir uns noch einen Gin Tonic am offenen Feuer. Vor dem Abendessen bekamen wir dann auch noch eine Tanzvorführung mit Trommelbegleitung. Zum Abendessen gab es geräucherten Lachs, im Ofen gebratene Hähnchenschenkel, Kürbisgemüse, Bohnen und Reis und zum Nachtisch geeiste Schwarzwälderkirschtörtchen.
Wie nicht anders zu erwarten, schmeckte es vorzüglich!
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201412. Feb. 2014 · #42
Fazit River Dance Lodge
Was Karin und Tino da gezaubert haben, ist schon was ganz Besonderes! Sympathische Gastgeber, schöne Chalets mit toller Aussicht und leckeres Essen – ein idealer Ort um einfach nur mal die Seele baumeln zu lassen! Wir haben auch unseren zweiten Aufenthalt hier sehr genossen.
Die Sundownerfahrt auf dem Okavango war bei unserer Ankunft schon ausgebucht. Das war für uns jedoch nicht so schlimm, da wir ja in den kommenden Tagen noch genug Gelegenheit zu Bootsfahrten hatten.
Susi651'127 Beiträge · seit 201112. Feb. 2014 · #43
Daxiang schrieb: Viel Spaß und tolle Erlebnisse bei Eurer bevorstehenden Reise – freu mich schon auf den Bericht von Euch!!!
Vielen, vielen Dank. Kleine "Teddy-Hyänen" hatten wir ja gerade erst, jetzt hoffen wir auf ein paar kleine puschelige Geparden- oder Löwenkinder. Gegen einen ausgewachsenen Leo hätten wir allerdings auch nichts einzuwenden 😉 . Schau'n wir mal, irgendwie habe es die Katzen nicht so mit uns 😐 .
Diese Szenerie mit den "flüchtenden" Elands und Zebras finde ich übrigens klasse, von dem Leo will ich garnicht reden. Erst sieht er noch ein wenig "weggetreten" aus...und dann ganz hellwach 😁
Liebe Grüße
Susi
PS: Die River Dance Lodge sieht übrigens klasse aus. Habe mir gleich mal Deinen Link als Favorit abgespeichert
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201413. Feb. 2014 · #44
30.09.13 River Dance Lodge - Susuwe Island Lodge Nach einem leckeren Frühstück verabschiedeten wir uns von Familie Punzul und fuhren nach Divundu zum Tanken. Gegen 9:20 Uhr ging dann unsere Reise weiter auf dem Caprivi-Highway (B8), durch den Bwabwata Nationalpark, nach Kongola.
Außer vereinzelten Siedlungen sahen wir Ziegen, Rinder, Schmarotzermilane, Meerkatzen, Esel, Lärmvögel, Kudus, Kuhreiher, Riedböcke und Gabelracken.
Am Abzweig zur Susuwe Lodge vorbei, fuhren wir zuerst über den Kwando nach Kongola zum Mashi Craft Center um ein paar Souvenirs einzukaufen. U.a. wurden aus Holz geschnitzten Tiere und Schalen, sowie geflochtene Körbe und Matten angeboten. Nachdem wir ein paar schöne Flaschenöffner, sowie Pfeffer-und Salzstreuer aus Horn gefunden hatten, fuhren wir wieder über den Kwando zurück. Auf der Brücke mussten wir aussteigen und über eine Seuchenmatte laufen. Gegen 12 Uhr bogen wir von der Hauptstraße auf eine holprige Sandpiste ab und kamen bald nur noch mit Allrad vorwärts. An der Bootsanlegestelle der Susuwe Island Lodge angekommen, brauchten wir nicht lange zu warten, bis wir von der anderen Uferseite ein Boot kommen hörten.
Juan, der neue Manager, verfrachtet uns samt dem Gepäck aufs Boot und setzte mit uns auf die Birre Insel über. Nach einen Erfrischungsgetränk, bekamen wir noch einige Infos und besprachen unser Programm. Auf unseren Wunsch hin, bekamen wir wieder Bevan als unseren privaten Guide zugeteilt. Anschließend wurden wir zu unserem „Elefanten“-Chalet (Nr.8) gebracht.
Juan erzählte uns, dass hier letzte Nacht ein paar Elefanten ein Schlammbad genommen hätten, und tatsächlich lagen rund um unsere Hütte Elefantenknödel. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, war es schon Zeit zum Mittagessen. Es gab gemischten Salat, Kürbisgemüse und gegrillten Hakefisch (Seehecht) und zum Nachtisch Cappuccino Mousse. Bis zu unserer Pirschfahrt am Nachmittag setzten wir uns auf unsere Terrasse
und beobachteten Negerrallen,
Gelbbrustbülbüls
und Goldschwanzspechte.
Um 15:30 Uhr trafen wir uns mit Bevan. Zuerst fuhren wir mit dem Boot zum Festland und dann mit dem offenen Geländewagen, auf ziemlich holpriger Sandpad, zur Long Lagoon und zum Horse Shoe.
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201414. Feb. 2014 · #46
30.09.13 Susuwe Island Lodge – Pirschfahrt und “Rückweg mit Hindernissen“ (Fortsetzung)
Beim Horse Shoe machten sich die Paviane „Bettfertig“, die ersten saßen schon auf ihren Schlafbäumen.
Neben einer Elefantenherde sahen wir viele Weißrückengeier
und vereinzelt auch Kappengeier.
Grund dafür waren die Überreste eines kleinen Elefanten.
Bevan erzählte uns, dass das ca. 12 Monate alte Elefantenbaby zwei Tage zuvor von Löwen gerissen wurde. Für unseren Sundowner fuhren wir noch ein kleines Stück weiter und wurden dabei von einer Eliherde beobachtet.
Nach einem Sundowner mit Gin Tonic und Snacks machten wir uns auf den Rückweg. Es war schon dunkel, als wir gegen 19:30 Uhr an der Bootanlegestelle ankamen. Als wir mit dem Boot losfuhren, brach die Lenkung und wir mussten warten, bis wir mit einem anderen Boot „gerettet“ wurden. Als wäre das nicht schon Abenteuer genug gewesen, entdeckten wir, als wir zu unserem Chalet gingen, eine Schlange vor uns auf dem Weg.
Silke und ich sind eigentlich nicht ängstlich, da wir aber nicht wussten welche Schlange da vor uns lag, wollten wir nicht einfach über sie drüber steigen. Also ging ich zurück und holte Hilfe. Bevan vertrieb die Schlange vorsichtig mit einem Stock und wir gingen weiter zu unserem Chalet. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, gingen wir zur Gemeinschaftsterrasse zurück und genehmigten uns erst mal einen Gin Tonic. Bevan zeigte uns im Buch, was uns da für eine Schlange über den Weg "gelaufen" war. Es war eine Tigerschlange (Telescopus semiannulatus), die zu den Giftschlangen gehört und als recht angriffslustig gilt. Da ihre Giftzähne aber ziemlich hinten im Kiefer sitzen, kommt es beim Menschen kaum zu ernsthaften Verletzungen. Außerdem ist das Gift recht schwach und führt beim Menschen nur zu leichten Schwellungen und Rötungen. Zum Abendessen gab es Erbsensuppe, Hühnchen mit Kartoffeln und Gemüse und zum Nachtisch Schokokuchen. Nach unserer Schlangensichtung wurden wir nach dem Abendessen bis zu unserer Haustür gebracht.
Peggy32178 Beiträge · seit 200714. Feb. 2014 · #47
Hallo, Wir haben Euren Reisebericht verfolgt und sind nun auf das Foto mit der Schlange gestoßen. Wir hatten vor ein paar Jahren auch eine Begegnung mit dieser Art. Beim grillen am Abend kam sie unter den Steinen heraus. Wir bekamen einen mächtigen Schreck. Haben dann am selben Abend noch mindestens 3 Schlangen anderer Arten auf dem Camingplatz gesehen. Das sollte für einen Urlaub genug sein.
als stille Mitleserin möchte ich jetzt aber auch mal DANKE für den tollen Bericht und die schönen Bilder sagen 🤪 . Manomann, was hattet ihr Tierbeobachtungen im Etosha. 🤩 TOLL 🤩 .
Bin gespannt ob die Sichtungsfee euch auch weiterhin zur Seite stand 🤩 .
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201415. Feb. 2014 · #49
Hallo liebe Mitreisende, danke für Euer Durchhaltevermögen und das Danke-Button drücken!
Da ich Euch nicht allzu viele Fotos zumuten will, muss ich für den nächsten Teil erst noch ein paar Fotos aussortieren – hoffe spätestens am Sonntag geht es mit Susuwe weiter!
Weiterhin viel Spaß beim Lesen!
@ Peggy321 In Susuwe, wo uns die Tigerschlange über den Weg lief, hatten wir bei früheren Aufenthalten auch schon eine Black Mamba und eine Baumschlange bei unserem Chalet entdeckt. Während unserer einzelnen Touren durch Namibia hatten wir im Durchschnitt meist 2 Schlangen bewusst gesehen. Mich würde jedoch mal interessieren, an wieviel Schlangen wir schon in Namibia vorbeigelaufen sind, ohne das wir was davon mitbekommen haben.
@ Lil Schön, dass Du auch dabei bist!
Ich kann dich beruhigen – die Sichtungsfee stand uns auch weiterhin erfolgreich zur Seite!
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201416. Feb. 2014 · #50
01.10.13 Susuwe Island Lodge - Morgenpirsch
Um 5:45 Uhr wurden wir durch Klopfen an der Tür geweckt. Als Entschädigung für das frühe Aufstehen, hatte uns Bevan einen „Early Morning Coffee” mit Keksen vor die Tür gestellt.
Um 6:30 Uhr starteten wir mit Bevan zu einer weiteren Pirschfahrt im Bwabwata Nationalpark.
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201417. Feb. 2014 · #52
01.10.13 Susuwe Island Lodge
Nach der Morgenpirsch gab es erst einmal ein leckeres Frühstück.
Anschließend gingen wir zu unserem Chalet und machten es uns auf der Terrasse gemütlich.
Um 13:30 Uhr gab es zum Mittagessen Pasta mit Gemüse und zum Nachtisch bekamen wir unsere 2 mitgebrachten „Monkey Orangen“ serviert. Das Fruchtfleisch der Affenorange erinnert im Geschmack an eine Mischung aus Orange und Banane. Die großen Kerne im Fruchtfleisch sind giftig und dürfen nicht gegessen werden. Nach dem Essen beobachteten wir von unserer Terrasse aus Zweifarbenwürger,
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201418. Feb. 2014 · #55
01.10.13 Susuwe Island Lodge – Bootsfahrt (Fortsetzung)
Unseren Sundowner mit Gin Tonic und Snacks nahmen wir bei den Hippos zu uns.
Gegen 19 Uhr waren wir wieder in der Lodge. Um 20 Uhr gab es zum Abendessen mit Thunfisch gefüllte Crêpes, Rindersteak mit Karottengemüse und Reis, und zum Nachtisch Milk Tarte. Am Abend versuchten wir die Milchstraße zu fotografieren– leider mit sehr mäßigem Erfolg.
Steelers315 Beiträge · seit 201018. Feb. 2014 · #56
Hallo Konni,
zuerst einmal möchte ich mich bei dir für deinen tollen Reisebericht und die wunderschönen Fotos bedanken.
Ich möchte an dieser Stelle aber auch eine lustige Geschichte mit dir teilen. Gestern Abend kam mein Freund nach Hause und sagte zu mir, er hat hier im Forum einen Reisebericht von jemandem gefunden, den wir persönlich kennen würden. Auf mein ratloses Gesicht zeigte er mir ein Foto von euch beim Sundowner und sagte, dass wir 2012 gemeinsam im Mamili in der Nkasa Lupala Lodge waren! 🙂 Wie klein die Welt doch ist! Mich hat das jedenfalls total gefreut und ich musste deinen Bericht heute unbedingt lesen. 🙂 Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und hoffe auf viele tolle Katzenbilder von Okonjima. 🙂
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201419. Feb. 2014 · #57
Hallo Daniela,
das ist ja echt ein Zufall! 😁
Ich kann mich noch ganz gut an unsere gemeinsame Pirschfahrt erinnern. Wir waren alle „ganz begeistert“ von dem Tierreichtum im Park und von dem Guide, der noch nicht mal ein Fernglas dabei hatte.
Highlight im Mamili waren für mich die vielen Glockenreiher.
Ich werde natürlich heute gleich mal Euren Reisebericht lesen, was Ihr sonst noch so auf dieser Reise erlebt habt. Während wir ja langsam auf dem Rückweg nach Okonjima waren, wolltet Ihr ja noch nach Simbabwe.
Hier noch ein kleiner Insidertipp: Auf Katzenbilder brauchst du nicht bis Okonjima zu warten – auch im Bwabwata N.P. hatten wir „Katzenalarm“!
DaxiangThemenstarter5'049 Beiträge · seit 201420. Feb. 2014 · #60
02.10.13 Susuwe Island Lodge
Das Frühstück wurde für uns Drei auf dem Aussichtsdeck serviert. Als Geburtstagsüberraschung für Silke gab es eine Flasche Sekt und mit Kerzen verzierte Muffins.
Das war wirkliche eine Überraschung – denn Silke hatte eigentlich erst am nächsten Tag Geburtstag! Silke lies sich nichts anmerken und pustete die Kerzen aus, die jedoch immer wieder angingen. Den Sekt ließen wir für unsere Sundowner Tour kaltstellen. Die Zeit bis zum Mittagessen verbrachten wir auf unserer Terrasse
und beobachten Negerrallen,
Streifenskinke,
Gelbbrustbülbüls, Weißbürzeldrosslinge und Graulärmvögel.
Um 13:30 Uhr gab es zum Mittagessen Nudelsalat mit Hähnchenbruststreifen.
Gegen 15 Uhr fuhren wir mit dem Boot aufs Festland und starteten zu einer weiteren Pirschfahrt im Bwabwata Nationalpark.