BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200927. Jan. 2014 · #121
GWERU ANTELOPE PARK
Die Nacht war grauselig kalt, erst in den frühen Morgenstunden sind wir eingeschlafen. Noch nie haben wir Anfang Dezember so eine kalte Nacht erlebt. Angestellte erzählten uns, dass Gweru zu den kältesten Orten in Zimbabwe zählt……wie wahr. Den Tag verbrachten wir auf dem Campingplatz. Es war mal wieder an der Zeit, Wäsche zu waschen und das Auto etwas aufzuräumen. Es wurde nicht langweilig. Entweder besuchten uns die hauseigenen Pferde, die vom Zebra immer wieder verjagt wurden, oder dieser kleine Geselle
????? kennt jemand den Namen dieses Piepmatzes ???? Während unserer Kaffeepause trabten dann laut trompetend fünf Elefanten am Zaun entlang, um sich in den See zu stürzen. Der Aufpasser der Elis kam gar nicht hinterher, und hatte anschließend seine Mühe, die Tiere in die gewünschte Richtung zu dirigieren. Später besuchten wir auch die Bar. Sie liegt erhöht direkt am See, mit schönem Blick in die Landschaft.
Gegen 16 Uhr startete auch das Lion Walking. Acht Leute nahmen daran teil. Wir konnten es von der Bar aus gut beobachten. Die zwei Löwen, ein weiblicher und ein männlicher, gingen vorweg, stutzten kurz, setzten sich in Bewegung, und stürmten ins Gebüsch davon. Ob die acht Gäste ihren Walk dann alleine fortsetzten entzog sich unseren Blicken. Jedenfalls erfuhren wir später, dass es gewollt ist, dass die Löwen die Impalas jagen, und gegebenfalls auch Beute machen. Wir meldeten uns dann noch im Restaurant für das Diner an. Es gab ein einfaches Büffet, nichts Besonderes, satt sind wir aber geworden. Abends im Restaurant war es voll, die meisten Gäste waren wohl in den Chalets oder im Tented Camp. Unser Campingplatz war jedenfalls immer noch leer. Nachmittags merkten wir schon, daß es wärmer war wie am Vortag. Und unsere Hoffnung auf eine mildere Nacht sollte sich bestätigen….:)
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200927. Jan. 2014 · #126
picco, ich hab mich auch schlapp gelacht..... 😄
Hi, Marina danke für deine Vogelbestimmung. Mehr Fotos kommen heute leider nicht mehr. Muss noch unsere Tiere füttern und das Huhn für die Suppe zerpflücken...... 🙂 Nächstes Mal gibt es wieder mehr, dann geht es zum Chizarira Park.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200929. Jan. 2014 · #127
GWERU - CHIZARIRA PARK
Nach einer durchschlafenen Nacht ließen wir uns am nächsten Morgen mit der Abfahrt etwas Zeit. Unser nächstes Ziel war der Chizarira National Park. Wir hatten gehört, dass die Straße Gweru – Kwekwe – Gokwe bis zur Binga-Karoi Piste durchgehend asphaltiert sei. So dachten wir, dass wir die knapp 400 km gut schaffen würden. Doch weit gefehlt. Bis Gokwe war die Strasse wirklich in gutem Zustand, und wir kamen gut voran. Was dann auf den nächsten 120 Kilometer folgte, war die Katastrophe schlechthin. Der Asphalt existierte noch, war aber übersät mit zum Teil richtig tiefen Löchern. Streckenweise war es etwas besser, sodaß man sich in Sicherheit wog, und etwas mehr Gas gab, um gleich darauf in das nächste Loch zu knallen. So reduzierte sich unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer…..:( Für die schöne Landschaft hatten wir kaum noch einen Blick. So zogen die Stunden dahin….. Erst gegen 17.30 Uhr erreichten wir bei Nenyunka die Binga-Karoi Piste. Uns war jetzt schon klar, dass wir unser Ziel nicht im Hellen erreichen würden. Die Sonne sank ziemlich schnell Richtung Horizont und knallte uns frontal in die Scheibe, dass wir Mühe hatten etwas zu sehen. Und es liefen viele Leute auf der Straße herum. In Siabuva flanierte glaube ich das gesamte Dorf auf der Straße. Es war schließlich Sonntag, und man wollte sich zeigen, treffen und scheinbar einfach spazieren gehen. Dann war es endgültig dunkel. Unsere Scheinwerfer waren auch nicht der Hit. Durch den Aufprall mit dem Schaf leuchtete der rechte Scheinwerfer eher den Himmel ab als die Straße . Insgesamt war es nicht sehr angenehm, diese Strecke im Dunkeln zu fahren. Dann tauchten in der Dunkelheit die ersten Schilder auf, die aber nur auf einer Seite beschriftet waren. Um nicht wenden zu müssen, stieg ich aus, um mit einer Taschenlampe das Schild zu beleuchten. Auf halbem Weg zum Schild sprach mich plötzlich eine männliche Stimme an, ob wir die Abzweigung zum Chizarira Park suchen. Ich hatte mich derartig erschrocken, hatte ich doch nicht damit gerechnet, in dieser Walachei im Dunkel angesprochen zu werden. Ich sah in der rabenschwarzen Nacht auch niemanden. Aber wahrscheinlich war dort eine bewohnte Hütte. Der nette Herr hat wohl meinen Schrecken mit bekommen, und wir mussten beide lachen. Die Abzweigung käme beim nächsten Schild. Ich bedankte mich und ging zum Auto zurück. Josef war mittlerer Weile auch ausgestiegen, da er mich reden hörte, aber niemanden sah…. 🤩 Wir hatten gehofft, nach der Abzweigung einen Schlafplatz irgendwo in den Büschen zu finden. Aber die Gegend war wohl ziemlich dicht bevölkert. Wir sahen im Dunkeln zwar keine Dörfer, aber es liefen sehr viele Leute auf dem Weg herum, der immer weiter in die Berge führte. Ich frage mich bis heute, ob die Einheimischen im Dunkeln besser sehen wie wir. Sie liefen barfuß, mit Körben und schweren Wassereimern auf dem Kopf über Stock und Stein,….und das im Zappendustern…….Ich hätte mir, auch ohne die Last auf dem Kopf wahrscheinlich die Hacksen gebrochen, zumindest ständig die Zehen angestoßen…… 🙄 Wie dem auch sei,…….wir haben jedenfalls keinen Schlafplatz gefunden, da der Weg immer steiler in die Berge führte. Gegen 21:30 kamen wir am Gate des Parks an, was natürlich schon geschlossen hatte. Hier bot sich ein Schlafplatz an, da vor der Schranke eine ebene Fläche war. Der Ranger hatte wohl schon geschlafen, jedenfalls kam er in Shorts aus seinem Häuschen und erlaubte uns , hier zu übernachten. Möglichst leise, um ihn nicht zu stören, bauten wir im Licht unserer Scheinwerfer das Zelt auf. Zu Essen habe ich diesen Abend nichts mehr gekocht. Wir waren auch einfach nur müde. Aber auf ein, zwei Gläser Wein wollten wir zum Ausklingen des Tages dann doch nicht verzichten.
nochmals danke für die ausführlichen Schilderungen Deiner Reise. Nun freue ich mich sehr auf Chizarira, denn nun werden Erinnerungen an November 2011 wach. Schnell weiterschreiben und die Fotos nicht vergessen - bitte.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Hallo Birgitt, toller Bericht die Erlebnisse bis Seite 20 sind sehr eindruckvoll und wir Fragen uns, ob wir es nicht doch auch wagen sollen im April 2014 auf unserer Reise durch Namibia und Botswana auch nach Zimbabwe einzureisen. Da wir von JNB in SA starten wäre dies locker in unsere Planungen mitaufzunehmen. Wir bringen insgesamt 2 Monate Zeit mit in denen wir 1 Monat Namibia bis in den Caprivi Streifen Grenzübertritt Ngoma Bridge eingeplant haben. Die restliche Zeit war dann für Botswana vorgesehen. Da wir auch planen bei den Victoria Falls vorbeizuschauen, wäre eine Einreise mit dem Wagen sicherlich eine Option (bisher war geplant den Wagen in Kasane stehen zu lassen un mit dem Bus wieterzufahren). Den Wagen mitzunehmen haben wir aus kostengründen zumindest für den Besuch der V. Falls alleine zurückgestellt. Wenn wir allerdings Euren Bericht lesen gibt es viel gutes daraus zu entnehmen, dass eine Grenzübertritt nach Z. rechtfertigen würde. Wir würden uns dann im westlichen Teil von Zimbabwe bis nach Süden mit Grenzübertritt nach SA und dannn weiter nach JNB durchschlagen. Wie gesagt Zeit bringen wir genügend mit, was uns sehr gefreut hat, ist die entspannte Lage im Land die durch Euren Bericht bei uns rüberkommt. Die vielerorts zu findenden Warnungen die vonm einer Reise nach Zimbabwe abraten können wir in Eurem Bericht nicht erkennen.
Falls es deine Zeit erlaubt würde ich gerne 2 Fragen stellen die uns für oder gegen eine längere Einreise nach Zimbabwe auf dem Herzen liegen:
1. Wie sind die Einreiseformaliäten nach Zimbabwe, wenn man mit einem aus SA stammenden fahrbaren Untersatz einreist. Welche Kosten an der grenze kommen da ca. auf uns zu. Wir könnten Kasane als Grenzübertritt (da liest man allerdings viel negatives wahrscheinlich wegen der vielen Touristen an diesem Grenzübergang) und Pandamtenga ca 100km südlich von Kasane als Übergang anbieten. Gibt es hier eine Präferenz? 2. Nun wir kennen noch nicht das Ende Eures Reiseberichtes, gibt es etwas was wichtig wäre aufgrund Eurer Erfahrung Zimbabwe im April diesen Jahres nicht anzufahren?
LG Helmut
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200930. Jan. 2014 · #130
Hallo, Christa
schön, daß du noch mit liest. Schöne Bilder kommen im nächsten Teil...... 🙂
Hallo, Hellmut
du Glücklicher, 2 Monate Zeit zu reisen......Neid,Neid, Neid......
Da sitzt Zimbabwe ja locker drin. Wir können wirklich nur positives über das Land berichten, auch im letzten Teil unseres Berichtes. Die Leute sind alle sehr freundlich, sie sind im Aufbruch, wollen arbeiten oder kleine Geschäfte aufmachen, sie sind sehr positiv eingestellt, dass es mit dem Land wieder bergauf geht. Und sie freuen sich über jeden Touristen, der das Land besucht, und das sagen sie dir auch. selbst die Polizisten an den Kontrollen. Wir hatten insgesamt vielleicht zehn Kontrollen, die allesamt sehr freundlich waren, von Abzocke keine Rede. Die Grenze in Pandamatenga ist natürlich einfacher, da du alles an einem Schalter erledigen kannst. Für das Temporary Import Permit haben wir in Plumtree 70 US$ gezahlt, plus 30 US$ für das Visum pro Person. Wichtig ist noch, dass ihr die Kopien der kompletten Wagenpapiere dabei habt. Gab unser Vermieter uns anstandslos mit. Wie das Wetter im April ist kann ich dir leider nicht sagen. Wenn du etwas über den westlichen Teils des Landes lesen und sehen möchtest, kannst du meinen Bericht ZIMBABWE NOVEMBER 2012 mal nachlesen. Steht unter meiner Signatur. Wenn du auf die SONNE doppelklickst ist er auch ohne Kommentare zu lesen.
Montango1'667 Beiträge · seit 201130. Jan. 2014 · #131
Hallo Birgitt,
danke für den schönen Bericht. Ich habe ihn bisher nur überflogen, plane aber (nach unserer Reise letztes Jahr nach ZIm und jetzt auch Deinem Bericht) vielleicht nächstes Jahr wieder dorthin zu fahren. Ich kann Deine Begeisterung nur zu gut verstehen für dieses wunderbare Land, auch wir haben die Zeit dort sehr genossen. Insbesondere der Osten steht bei uns auch noch aus.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200930. Jan. 2014 · #132
Hallo, Montango
Dein Bericht hatte mich damals unter anderem auch inspiriert nach Zimbabwe zu fahren..... 🙂 Auf den Osten könnt ihr euch freuen, es ist wunderschön dort......grün, bergig, fruchtbar...
Hallo Birgitt, vielen Dank für die Infos, würdest du uns bitte noch zwei Fragen beantworten: 1. Da auch wir mit den Buchungsbedingungen und den Preisen für die Campsites in den Parks von Botswana nicht klar kommen, wollen wir uns die Möglichkeit offen halten von Kasane aus kommend direkt nach Zimbabwe einzureisen und dort dann alternativ zu Chobe und Moremi einige Parks besuchen. Wie ist nach eurer Erfahrung die Preis- und Buchungssitution für die Campsites in den Parks von Zimbabwe? 2. Ist die Versorgung mit Diesel in Zimbabwe bei Eurer Reise ok gewesen?. Wir haben ca 140l an board sollte ausreichen die nächste Tankstelle zu finden!!!..
Hallo Helmut, wenn Du Zeit und ein paar US$ übrig hast - reise nach Zimbabwe - Du wirst es nicht bereuen. Wir hatten nur ein Visa für 4 Wochen mußten nach Ablauf raus, es gibt eines für 6 Wochen das nächste mal nehmen wir das, Zimbabwe ist einfach schön und unkompliziert, aber bitte keine Toilettendiskussion - ich hasse das. Wichtiger sind uns Land und Leute, was kümmert es uns ob wir immer perfekte klinisch reine Duschangelegenheiten vorfinden, nehmt Euch eine Solardusche mit wenn Ihr unbedingt unabhängig sein wollt. Zu Deinen Fragen schon von mir vorab einige Antworten : Das Netz der Tankstellen ist sehr dicht es gibt in größeren Orten mehrere Tankstellen, an Diesel hat es uns nie gefehlt, wir bekamen ihn überall. Die Supermärkte sind bestens mit Lebensmitteln gefüllt In die NP und auf die CS kommst Du locker ohne Voranmeldung, die Preise sind erträglich CS pP ca 10 - 15 US$ Eintritte ähnlich, wenn Du genaue Preise benötigst gib bitte nen Hinweis wir suchen das dann für Dich heraus An den Gelödautomaten bekommt man mit der VISA Karte US$ - wir hatten ausreichend vorgesorgt, an manchen Tankstellen und i8n den Supermärkten ( nicht allen) werden auch SA Rand und BOT Pula akzeptiert - allerdings gibt es hier ei8n eher ungünstiges Kursdiktat 1US$ = 10 SA)Rand
Liebe Grüße und Beste Empfehlung für ZIM Potje
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200931. Jan. 2014 · #135
Hi, Helmut
Das Tankstellennetz ist in Zim sehr gut. Es gab auch überall Benzin und Diesel. Wie Potje schon schrieb, ich würde auch nichts vorbuchen. Die Main Camps sind sehr groß, und es dürfte sich immer ein Plätzchen finden. Wir waren auf fast allen Plätzen die einzigen Gäste. Eine Ausnahme sind aber die Private Camp sites. Wenn du Wert legst auf einen speziellen Platz würde ich diesen vorbuchen. Diese privaten Plätze kosten dann aber auch 100US$ pro Platz/Nacht. Sonst sind die Parks deutlich billiger als Botswana. Camping kostet sonst meinst 10-15US$, das Auto einmalig 15US$, Parkeintritt zB Hwange 20US$ für mehrere Tage. Letztes Jahr galten die Parkeintrittsgelder noch für eine ganze Woche.
Hallo Birgitt, das hört sich alles sehr gut an wir sind schon fest am planen ab Kasane einen Plan B vorzubereiten. Einreise nach Z. und über die V. Falls entlang des Zambesi bis Lake Kariba zu fahren, dann weiter über Hwange und die von Euch genannten Camps im Matetsi NP. Danach immer schön auf der Westseite von Z. vorbei/durch einige kleinere NP'S bis an die Grenzstadt Breitbridge zurück nach SA. Das müßte in 10-14 Tagen zu machen sein. Die von dir genannten Kosten für NP und Campsites kommen uns sehr entgegen. Wenn Euch für die Strecke nach Süden in Richtung SA noch eine gute Idee kommt bitte meldet Euch!!! Gehe wir recht in der Annahme, dass wir finanztechnisch in Z. am besten einplanen alles mit US$ zu zahlen? Tausend Dank soweit unsere Planungen gehen weiter!!!
Gruß Helmut
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 · #137
Moin, Helmut
Matetsi ist eine Safari Area wo du durch fährst in Richtung Pandamatenga. Wir haben dort auch einige Tiere gesehen. Die Hauptcamps liegen direkt im Hwange Park. An vielen Stellen kannst du auch mit Rand bezahlen. Ich würde aber auch US$ mitnehmen. Und nicht nur große Scheine, sondern auch viele 1Dollar Scheine. Die brauchst du für Trinkgeld geben, wenn du Obst/Gemüse am Strassenrand einkaufst, und in einigen Supermärkten, um das passende Geld zu bezahlen. In den großen Supermärkten geben sie dir Rand zurück, in einigen kleineren gibt es als Wechselgeld dann Lollys oder Kaugummi.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200902. Feb. 2014 · #138
CHIZARIRA NATIONAL PARK
Am nächsten Morgen sahen wir erst, in was für einer schönen Landschaft wir uns befanden. Wir standen quasi mitten im grünen Wald. Das wir schon so hoch in die Berge gefahren waren, war uns im Dunkeln gar nicht aufgefallen. Der Ranger, der uns am Abend zuvor in Shorts begrüßte, erschien nun in schicker gebügelter Uniform. Wir erkannten ihn kaum wieder. Er erklärte uns, daß wir nicht bei ihm den Parkeintritt bezahlen müssen, sondern beim Office im Park. Wir bedankten uns noch herzlich bei ihm, dass er uns übernachten ließ, gaben ihm als Dank 5 US$, worüber er sich sehr freute. Auf das Frühstück verzichteten wir und kochten nur einen Kaffee. Wir hatten ja vor, eine Nacht dort oben zu schlafen. Aber heute wollten wir nachmittags schon in Binga sein. So entschieden wir, wenigstens zu einem ausgiebigen Picknick hoch zu fahren. Die Piste war teilweise etwas steinig, führte manchmal steil bergauf, an den steilsten Passagen war sie betoniert . Aber immer führte sie durch eine grandiose Landschaft, an tiefen Taleinschnitten vorbei, durch dichten Bergwald hindurch. Hier nun einige Fotos….
Oben angekommen suchten wir als erstes das HeadquarterOffice, um den Parkeintritt zu bezahlen. Es war gar nicht so einfach zu finden. Der Weg führte noch einige Hundert Meter an der Abzweigung zu Mucheni View und Mucheni Gorge vorbei. Nach dem Bezahlen mussten wir also wieder zurück fahren. Der kleine Weg war ausgeschildert und führte durch dichten Wald. Plötzlich flogen vor uns drei riesige schwarze Vögel mit weißen Flügelspitzen vor uns auf. Sie flogen total elegant durch die dicht stehenden Bäume hindurch. Wir dachten beide zuerst an einen uns unbekannten Adler. Die Gesichter konnten wir leider nicht erkennen, und wir sahen die Vögel im Flug nur von unten. Das Geheimnis sollte sich aber schnell lüften. Kurze Zeit später sahen wir am Boden zwei Hornraben sitzen. Beim näher kommen flogen sie sofort auf, und sahen von unten betrachtet genauso aus. Sonst sahen wir keine anderen Tiere, außer eine Antilope, die panisch über den Weg sprang um sofort im Gebüsch wieder zu verschwinden. Es ging so schnell, daß wir nicht mal die Art bestimmen konnten. Schade, schließlich soll es hier ja auch viele Elefanten geben. Aber dafür muss man wahrscheinlich einige Tage hier verbringen. Und wir waren ja nur zum Picknick hier. Zuerst kamen wir an Mucheni Gorge vorbei. Von dem Unterstand, der sogar eine Abzäunung hatte, erhielt man einen Ausblick in die Schlucht, der einmalig war.
Unterstand Mucheni Gorge
Blick in die Schlucht
Unser Ziel war aber Mucheni View. Hier war keine Abzäunung beim Unterstand. Und es war irgendwie beängstigend. Unser GPS zeigte genau 1900 Meter Höhe an. Man hätte bestimmt 300 Meter freien Fall gehabt. Die Aussicht war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. So wirklich nah an den Abgrund hat sich keiner von uns getraut…..
Unterstand Mucheni View
Blick hinunter in das Zambesi Tal
Nach einem ausgiebigen Essen sahen wir uns noch etwas um. Für uns Bodenzeltler hätten wir hier Schwierigkeiten gehabt einen geeigneten Platz zu finden. Es war steinig und etwas abschüssig. Der Platz Mucheni Gorge wäre besser geeignet gewesen. Für ein Dachzelt kein Problem. Wasser gab es an beiden Plätzen nicht. Ich quetschte mich noch auf das saubere Plumpsklo. Es war sehr beengt gebaut, und für beleibte Leute könnte es ein Problem darstellen. Alles in allem war es aber ein lohnenswerter Ausflug durch eine vielfältige, traumhafte Landschaft, mit Bergen, Schluchten, Bergwäldern und Hochplateaus.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200904. Feb. 2014 · #139
CHIZARIRA PARK - BINGA
Nach unserem ausgiebigen Picknick am Mucheni View Camp site machten wir uns langsam auf den Rückweg. Nun sahen wir auch im Hellen, was wir während unserer Fahrt im Dunkel verpasst hatten.
Aber, ich muß sagen, die Strecke sah im Dunkeln nicht so schlimm aus wie bei Tageslicht. Aber es war alles gut zu fahren. Nun sahen wir auch die Dörfer, die am Wege lagen. Und es waren viele Tongadörfer je weiter wir uns der Ebene näherten.
Insgesamt benötigten wir, mit Fotostopps, gut 2 ½ Stunden, um die Straße Binga-Karoi zu erreichen. Unser nächstes Ziel war wie im letzten Jahr die Masumu River Lodge . Hier wollten wir den Manager TJ erneut treffen. Die Freude und Überraschung beim Wiedersehen war dann auch dementsprechend groß. Wir wollten denselben Bungalow wie letztes Jahr gerne beziehen, da dieser einen wunderschönen Blick auf den Kariba See hatte. Er war auch frei, aber TJ warnte uns, dass nebenan Großwildjäger wohnen würden. Ich mußte erst mal schlucken, Josef war es wurscht, und ich dachte, ok, wir sind ja verträgliche Leute und wir müssen ja keine Freunde werden. Also bezogen wir nach einem Drink an der Bar und netter Unterhaltung mit TJ unseren Bungalow und freuten uns, wieder für zwei Tage hier zu sein. Aber, wir sollten noch unseren „ Spaß „ mit diesen Jägern haben…… 😈 😣 😈 🤢 😈 🤢 🤢 🤢 🤢 🤢
Danke für die Bilder von Chizarira. Mucheni View ist schon atemberaubend. Wir waren 2011 2 Nächte dort (mit Bodenzelten) und hatten somit einen ganzen Tag Zeit, den nördliche Teil zu erkunden. Die Tiere sind sehr scheu. Einen einsamen Eli sahen wir hoch oben am Berg. Schade, dass ihr zu wenig Zeit hattet, doch es gibt oft ein zweites mal.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway