Reisebericht

ZIMBABWE - NOVEMBER 2013

von Birgitt · begonnen 18. Dez. 2013 · 52 Teile

Teil 118. Dez. 2013
Hallo, ihr Lieben

Wir sind seid letzten Freitag wieder zurück aus einem 5 wöchigen Urlaub in Zimbabwe.

Da uns das Land letztes Jahr völlig begeistert hat, wollten wir es erneut bereisen.
Während wir letztes Jahr überwiegend den westlichen Teil besucht hatten ( Hwange, Mana Pools, Kariba See, Matusadonna ), stand dieses Jahr eher der Osten auf dem Programm.

Wir besuchten : Matobos Park, Lake Mutirikwi, Great Zimbabwe, Gonarezhou Park, Chimanimani, Bvumba Mountains, Chizarira, Binga, und erneut den Hwange Park.

Vielleicht ist ja der ein oder andere an einem kleinen Reisebericht über diese Gegenden interessiert und hat Lust am Mitlesen oder am Mitreisen.
Ich beginne in Kürze....... 🙂

LG
Birgitt
Teil 219. Dez. 2013
So, zuerst einmal unsere genaue Route und unsere Übernachtungsorte…….

Startpunkt war wie immer Windhoek.
Gobabis
1N Onze Rust Guesthouse

Ghanzi
1N Thakadu Camp

Nata
1N Nata Lodge, Chalet Nr.17

Matobos Park
2N Maleme Dam Camp Site

Lake Mutirikwe ( Kyle )Recreational Park
1N Camp site Nr.8, direkt am See

Gonarezhou Park
4N Chipinda Pools Camp site Nr.8

Chimanimani
2 N Chimanimani Hotel

Bvumba Mountains
2 N White Horse Inn

Gweru
2 N Gweru Antelope Park Camp site

Chizarira Park
1N camping vor dem Gate….:(

Binga
2N Masumu River Lodge

Hwange Park
2N Main camp
1N Sinamatella
2N Robins Camp, Nr. 14

Kasane
Senyati Safari Camp
2N Camp site Nr. 5

Nata
Nata Lodge
3N Chalet Nr. 21

Ghanzi
1N Tautona Lodge

2N auf der Farm unserer Freundin in der Nähe von Hochfeld/Steinhausen.
Rückflug ab Windhoek
Teil 319. Dez. 2013
MÜNSTER / OSNABRÜCK - FRANKFURT - WINDHOEK

So, und nun geht es endlich los…….
Ein Jahr ist wieder um, und wir freuten uns so richtig auf unsere 5 Wochen Urlaub, die wir überwiegend in Zimbabwe verbringen wollten.
Am 10.11., gegen 12 Uhr machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zum Flughafen Münster/Osnabrück. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir an, gaben unser Gepäck ab, was gleich bis nach Windhoek durchgebucht wurde. Das ist immer sehr praktisch, da man sich in Frankfurt nicht mit den Koffern abschleppen muss.
So begannen wir unseren ersten Urlaubstag auf dem Flughafen in Münster erst einmal gebührend mit einem Gläschen Sekt.

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Nach einem ½ stündigen Flug landeten wir schon in Frankfurt ( besser als 5 Stunden Autofahrt ), wechselten das Terminal und holten unsere Bordkarten.
Da dieser Flug der Air Namibia noch mit dem alten Flugzeugt stattfand, war auch noch ein Upgrade möglich……
In der Fly Away Bar hofften wir eventuell noch ein Forumsmitglied zu treffen, dem war aber nicht so. Unser Bierchen hat aber trotzdem geschmeckt.
Der Flug mit Air Namibia startete, wie wir es immer gewohnt waren, pünktlich . Der Service war für uns o.k. Vom Essen wurden wir satt, und der Alkoholausschank war wie immer reichlich.
So sanken wir dann irgendwann etwas angeduselt in unsere Upgradesessel , und wurden morgens durch das Geschirrgeklappere unsanft geweckt.
Wir landeten in Windhoek bei strahlend blauem Himmel und angenehmer Temperatur.
Hier noch einmal ein Foto der letzten alten Maschine von Air Namibia.

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Unsere Koffer drehten, was typisch, fast als Letzte ihre Runden auf dem Laufband…..:(
Dann ging es zum Geldwechseln.
Da die Wechselschalter von den Banken recht voll waren, stellte ich mich bei der wohl recht neuen Wechselstube an. Ich wollte 2000 Euro tauschen, da es bei Barzahlung in Nam Dollar bei Kalahari Car Hire immer noch etwas Rabatt gibt. Als ich an der Reihe war, wurde mir gesagt, soviel Geld hätten sie nicht mehr, sie könnten nur noch 500 Euro tauschen. Was ich dann auch tat, sehr zum Missfallen der hinter mir Anstehenden. Den Rest holte ich mir dann von einem der Bankschalter. In recht kurzer Zeit war dann das Procedere des Geldwechselns erledigt.
Unser Abholdienst von Kalahari Car Hire stand auch schon bereit, und los ging die Fahrt nach Windhoek zur Autoübernahme.
Es war schön, endlich wieder in Afrika zu sein.
Hubert Hester freute sich, uns wieder zu sehen.
Wir hatten wie jedes Jahr einen älteren Hilux ( Bj.2004 ) mit Bodenzelt gebucht.
Das Bodenzelt und unsere Matratzen lagen da, aber wo war unser Auto. Hubert erklärte uns, unser Auto sei noch in der Werkstatt, da es erst sehr spät zurück gegeben wurde, und man festgestellt hatte, das die Servolenkung Öl verliert. Also warteten wir, bekamen ein kaltes Bier, und unterhielten uns nett mit Hubert.
Nebenbei erwähnte Hubert, dass wir nicht unser altes Auto bekommen würden, sondern einen 4Liter/6 Zylinder Benziner mit 2 Batterien bekämen, ohne Aufpreis. Na, da warten wir doch gerne drauf.
Als nach 2 Stunden immer noch kein Auto kam, wurden wir doch ein wenig ungeduldig, da wir noch bis Gobabis fahren wollten. HH wurde es auch zu bunt, er telefonierte mehrmals mit der Werkstatt, und sagte uns dann, dass er diesen Tag von der Automiete abziehen wird…….That,s Hubert……
Und dann kam er endlich,…..unser Upgrade Auto…….
Und vorweg genommen, es lief tadellos, ohne jegliche Panne oder Reifenpanne……
Fortsetzung folgt.
Teil 420. Dez. 2013
WINDHOEK - GOBABIS

Weiter geht,s……

Die Campingutensilien waren schnell aussortiert und eingepackt.
Und los ging es Richtung Gobabis, wo wir im Sparmarkt alle nötigen Sachen für unsere Reise einkaufen wollten.
Die Strecke nach Gobabis ist auf den ersten Kilometern ganz nett, wird dann aber immer flacher und eintöniger.
Tja, es wäre eintönig gewesen, wenn,……ja wenn dieses Schaf nicht gewesen wäre.
Die Strassenränder waren beidseitig kurz gemäht, aber so 30 Kilometer vor Gobabis stand das Gras für vielleicht 4 Kilometer sehr hoch bis an den Strassenrand.
Und in diesem Abschnitt ließ es sich ein einzelnes Schaf gut gehen. …..bis ich kam….. 😵
Ich hatte am Steuer keine Chance, und das Schaf wohl auch nicht. Es trabte direkt vor dem Auto über die Strasse. Ich habe noch gebremst, bin nach rechts ausgewichen. In Botswana laufen die Ziegen und Schafe dann meist wieder zurück. Dieses Schaf beschleunigte noch,…. und schon sagte es Bang.
An den Schaden am Auto habe ich im ersten Moment gar nicht gedacht, nur an das Schaf. Es ging mir richtig nahe, war es doch das erste Mal, dass ich ein Tier überfahren hatte.
Wir waren uns aber sicher, dass es bei diesem Aufprall sofort tot war.
Auf dem nächsten Parkplatz habe ich dann angehalten, und wir haben den Schaden begutachtet.
Die Schürze war auf einer Seite aus der Verankerung gerissen und an einigen Stellen eingerissen, da sie nur aus Plastik besteht. Wir bogen sie zurecht, das sie nicht am Reifen entlang ratscht.
Wir beratschlagten kurz, ob wir nach Windhoek zurück fahren, entschieden uns dann aber nach Gobabis weiter zu fahren, um dort eine Toyotawerkstatt aufzusuchen.
Gott sei Dank machte Josef mir keine Vorwürfe.
So ein blöder Urlaubsauftakt.
In Gobabis gingen wir in das Onze Rust Guesthouse.
Einer kleinen Pension, die schon etwas älter ist. Das Zimmer war aber sauber, hinten heraus mit kleiner Terasse , und einem netten Garten als Innenhof. Für 450 NamDollar für das Zimmer, incl. Frühstück war das durchaus in Ordnung.
Dann fragten wir uns nach der Toyotawerkstatt durch. Dort angekommen meinte der Werkstattchef, es würde einige Tage dauern, bis eine neue Schürze nach Gobabis geliefert werden könnte.
Josef bog noch etwas daran rum, und oh Wunder, die Schürze nahm ihre ursprüngliche Form an. Sah gar nicht mal so schlecht aus.
Der Werkstattchef gab uns dann noch die Adresse von einer anderen Autowerkstatt, die sich Kuhn Blechkloppers nannte. Dieser Name“ Blechkloppers“ war mir sofort sympatisch.
Dort wurde uns auch sofort geholfen.
Mit einigen Schrauben und Silikon wurde die Schürze ganz gut fixiert, und hielt den Rest des Urlaubs.
Abends gingen wir dann zu Ernie,s Bistro, wo es die leckersten Steaks gibt, zum Essen, und ließen anschliessend unseren ersten Urlaubstag auf unserer kleinen Terrasse bei ein, zwei oder auch drei Glas Rotwein ausklingen.
Teil 521. Dez. 2013
GOBABIS - GHANZI - NATA

Da die Blechkloppers zu unserer Zufriedenheit gearbeitet hatten, starteten wir am nächsten Morgen unseren Grosseinkauf im Sparmarkt, und guter Dinge fuhren wir Richtung Botswanagrenze.
Die Grenzformalitäten waren in einer halben Stunde auf beiden Seiten erledigt. In das Auto oder in den Kühlschrank schaute niemand. Ich hatte trotzdem vorsorglich den Käse, Margarine etc in meinem Rucksack deponiert, man weiß ja nie . Und massenweise Alkoholika hatten wir auch dabei…..:)
Unser Tagesziel sollte das Thakadu Camp in Ghanzi sein, was wir von letztem Jahr in guter Erinnerung hatten.

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Im Hintergrund das Restaurant und Bar


Dort genossen wir den Pool und ein superlecker Dinner.
Nun sollte es schnell nach Zimbabwe gehen. Daher bewältigten wir die 600 Kilometer von Ghanzi bis Nata in einem Stück, ohne wie geplant in Maun zu übernachten.

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Die Nata Lodge

Dieses Jahr fuhren wir über die Grenze Ramokgwebae/Plumtree. Dazu nahmen wir ca. 40 Km vor Francistown eine Abkürzung über Masunga. Was eine gut zu fahrende Strasse war und durch anprechende Landschaft führte.
Die Grenzformalitäten dauerten erwartungsgemäss natürlich etwas länger als in Pandamatenga, aber in gut einer Stunde war alles erledigt. Eine Extragebühr für Mietwagen wurde nicht verlangt.
Was für uns aber neu war, sie wollten die Kopie von den gesamten Autopapieren sehen. ( DANKE fittken für die Info ) Das sind immerhin 3 DIN A4 Seiten.
Eine Autoinnenkontrolle fand hier auch nicht statt.
Nach dem Abstempeln des Gate Passes ( ein Papierschnippel ), konnten wir passieren.
Teil 622. Dez. 2013
NATA - MATOPOS PARK

Nachdem wir die Grenze passiert hatten, führte uns der Weg direkt in den Matobos Park.

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Das wir hier nicht wirklich Tiere sehen werden, war uns klar. Wir waren hauptsächlich wegen der hoffentlich grandiosen Landschaft dort.
Und wir wurden nicht enttäuscht.
Schon kurz hinter dem Gate fingen die Granitfelsen an.

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Immer weiter schlängelte sich die kleine Asphaltstrasse durch die Felsen, bis die Abzweigung zum Maleme Restcamp kam. Dort wollten wir aber nicht hin, sondern zum Maleme Dam campsite.
Nach einer steilen, betonierten Abfahrt,

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( hier bergauf )
sahen wir auch schon den schönen See.

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Kurz orientiert, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite so etwas wie Sanitärhäuschen. Also fuhren wir über den schmalen Damm, wo zwei Jungs beim Angeln saßen,

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Und suchten uns auf der Wiese den nettesten Platz.

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Die Sanitäranlagen waren nicht sehr prickelnd, aber, es gab draussen einen Wasserhahn, und wir genossen den Abend am See,………….bis ich anfangen wollte zu kochen……
Unsere Gasflasche war voll, aber es war kein Druck drauf, sodaß wir nur eine labbernde Flamme hatten. Na, super……, also gab es heute ein Fertiggericht, dass man nur warm machen musste,……und, das dauerte. Und der Topf war rabenschwarz verkohlt. Aber Hauptsache was im Bauch.
Josef nahm den Kocher später noch auseinander, aber ohne Erfolg. Die Aussicht auf den Verzicht des morgendlichen Kaffees führte auch nicht gerade zur Steigerung unserer Stimmung.
So stiegen wir erst einmal auf Rotwein um, und hatten doch noch einen angenehmen Abend mit etwas Mondschein am See.
Teil 726. Dez. 2013
MATOPOS PARK


Ich wünsche erst einmal allen, ein schönes Weihnachtsfest gehabt zu haben……….

Am nächsten Morgen kochten wir genau so umständlich unseren Kaffee. Aber Frühstück ohne Kaffee geht gar nicht.
Als wir da so sitzen, kommt der Warden zu uns, und fragt, warum wir auf dem Picnicplatz übernachtet haben, und nicht auf dem Campsite ………..Ups……wir dachten, wir sind auf dem Camp site.
Der liegt aber am gegenüber liegenden Ufer. Er pries noch die guten Sanitäranlagen und die warmen Duschen an,….und nach dem Frühstück zogen wir um. Der Platz war wirklich deutlich schöner.

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Unser Zelt und Sanitäranlagen im Hintergrund ( die Paviane ließen uns völlig in Ruhe )

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Blick von der gegenüber liegenden Seite auf den Camp site


Dann ging es aber los, den Park zu erkunden.

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Die Landschaft ist schon grandios. Die riesigen Granitfelsformationen beeindruckend.
Da die Felsmalereien im Matobos Park zu den grössten Galerien der Welt gehören, stand erst einmal etwas Kunst auf dem Programm. Und wir besuchten die Pomongwe Höhle.

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Beeindruckend war die bestimmt 10 Meter hohe Kuppel der Höhle. Die Felsmalereien waren zum Großteil schon verwaschen.
Die 10 Dollar, die zu bezahlen waren, ist gleichzeitig der Eintritt für „ View of the world „, deer Grabstätte von Cecil Rhodes
In dem Office ist ein kleines, aber sehr schönes Museum errichtet worden, was mit viel Liebe zum Detail das Leben der damaligen Bevölkerung darstellt.
Während wir durch das Museum schlenderten, blätterten die beiden Angestellten in unserem Reiseführer, bzw. schauten sich die bunten Bilder an. Nach einer kurzen Unterhaltung empfahlen sie uns unbedingt die Nswatugi Höhle anzuschauen. Die Felsmalereien sollen mit zu den schönsten im Matobos gehören. Der Aufstieg sei zwar etwas beschwerlich, es würde sich aber lohnen.
Wir scheuten natürlich keine Mühen und machten uns auf den Weg.

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Der Pad zur Höhle


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Der 300 Meter lange Aufstieg war schnell vergessen…..
Die Felsmalereien waren wirklich unbeschreiblich schön und auch gut erhalten. Die laufenden Giraffen waren so lebensecht gemalt. Und wenn man sich die einfachen Mittel, die zur Verfügung standen vor Augen führt, war alles noch beeindruckender.

Nach so viel Kultur fuhren wir erst einmal nach Hause, um eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen.
Teil 827. Dez. 2013
MATOPOS PARK

Nach einem kleinem Imbiss und anschliessender Siesta wollten wir natürlich noch Cecil Rhodes Grabstätte besuchen, und den „ View of the World „ erklimmen.
Wir hofften nur, daß wir in der nachmittäglichen Hitze nicht allzu sehr klettern mussten.
Schon der Weg durch diese reizvolle Bergregion war lohnenswert.

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Am Parkplatz angekommen wurden wir freundlich begrüsst. Einer der jungen Männer bot sich als Führer an, und da wir dachten, bei den wenigen Touristen im Moment haben die Beiden es schwer mit Geldverdienen, nahmen wir an. Über die 5 Dollar zum Schluß hat er sich sehr gefreut.
Und die Führung hat sich gelohnt. Er erklärte uns viel über die Pflanzen und Tiere in diesem Gebiet, und noch mehr über die Geschichte des Gebietes.
Auf halber Strecke klopfte er mit einer Wasserflasche auf die Felsen, und wo man vorher nichts sah, erschienen zahlreiche Plattgürtelechsen, um mit ihren kleinen Zungen das ausgegossene Wasser auf zu schlecken.

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Über riesige Granitrücken wanderten wir immer höher. Die Landschaft war so atemberaubend schön, dass wir die Anstrengung in der Hitze gar nicht merkten.

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Wir machten aber auch öfters eine Pause, um den Erzählungen unseres Guides zu lauschen.
Oben angekommen wurden wir mit einem grandiosen Rundumblick belohnt.
Auf dem Felsplateau liegen verstreut riesige Granitkugeln. Ich versuchte vergeblich, etwas Ordnung zu schaffen…..:(

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Aber, wir waren auch froh, als wir unten wieder den kühlenden Schatten der Bäume erreichten.
Unseren Flüssigkeitsverlust glichen wir dann, nach etwas Wasser, mit einem eiskalten Windhoek Lager aus…
Immer noch fasziniert fuhren wir zum Camp site zurück, wo wir, obwohl Wochenende war, immer noch die einzigen Gäste waren. Erst gegen Abend kam noch ein Ehepaar aus Bulawayo auf den Platz, um zu angeln.
Am nächsten Morgen kamen wir dann auf Grund unseres defekten Gaskochers ins Gespräch.
Sie versuchten sofort zu helfen, mussten aber auch aufgeben. Aber sie gaben uns die Wegbeschreibung vom OK Markt in Bulawayo, wo wir am nächsten Tag tatsächlich eine neue Düse kaufen konnten. Zusätzlich gaben sie uns ihre Telefonnummer, falls wir irgendwo in Zimbabwe mal Hilfe brauchen.
So etwas Nettes haben wir öfters in Zimbabwe erlebt.

Fazit Matobos Park:
Den Wildpark haben wir bewusst nicht besucht. Somit haben wir auch nicht viele Tiere gesehen. Ein paar Kudus, Klippschliefer, Steinböckchen und Klippspringer.
Wir hatten diesen Park hauptsächlich wegen der grandiosen Landschaft besucht. Und wir wurden auch nicht enttäuscht.
Der Camp site liegt wunderschön auf einer Wiese direkt am See. Die Sanitäranlagen waren sauber, und mit allem Nötigen ausgestattet.
Insgesamt ein sehr schöner Platz.
Teil 928. Dez. 2013
MATOPOS PARK - LAKE MUTIRIKWE

Der OK Markt in Bulawayo war am nächsten Morgen schnell gefunden. Diese südafrikanische Ladenkette führt einfach alles. Vom Sofa, über Haushaltsartikel bis zu Lebensmitteln. Und sie verfügen über eine grosse Campingabteilung. So wurden wir schnell fündig, und erstanden für 23 Dollar eine neue Düse nebst Aufsatz.
Die gut ausgebaute Ashaltstrasse führte uns nun in östliche Richtung über Zvishavanne nach Masvingo. Zwischen den grünen Hügeln tauchten immer wieder kleine Dörfer auf, unterbrochen von landwirtschaftlichen Flächen, die alle frisch gepflügt waren. Teilweise wurden , per Hand natürlich, schon die ersten Samen in den Boden gelegt. Man erwartete den Beginn der Regenzeit.
Unterwegs hielten wir immer wieder an kleinen Ständen am Strassenrand an. Mal kauften wir Tomaten, mal Zwiebeln, mal Kartoffeln, einer hatte sogar Karotten im Angebot. Alles kostete immer 1 Dollar.

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Ich fragte die Tomatenverkäuferin, ob sie die Tomaten selber anbaut. Das war aber nicht der Fall. Alles wird auf dem lokalen Markt gekauft, und dann am Strassenrand mit etwas Gewinn wieder verkauft.
In Masvingo suchten wir den Sparmarkt auf, um etwas Grillgut für den Abend zu kaufen. Der Laden war aber eine ziemliche Enttäuschung, die Regale sahen alle leer gekauft aus. Genauso sah die Fleischabteilung aus. Übrig geblieben waren nur noch die Dinge, die wohl keiner haben möchte. Hühnerfüße, Hühnerhälse, Mägen von irgendetwas, und undefinierbare Fleischbrocken. Es gab nicht mal mehr Käse……
Aber es gab Bohnen, und einen kleinen Blumenkohl. So wurde essenstechnisch umdisponiert, und es gab abends einen leckeren Eintopf……es muss ja nicht immer Fleisch sein……
Ungefähr 10 Km hinter Masvingo zweigt die ca. 20 Km lange Zufahrtspiste zum Lake Mutirikwe Park ab. Unser Ziel war der Camp site direkt am See
Wir zahlten am Gate 70 Dollar für 2 Nächte . 10 Dollar für Camping/pP, 10 Dollar für,s Auto, 20 Dollar Parkeintritt.
Der Campingplatz liegt etwas oberhalb des Sees, ( was daran liegt, dass mehr Wasser abgelassen wird als nachläuft ), und ist sehr großzügig angelegt. Mit überdachten Sitzgelegenheiten, gemauerten Bänken für den Sundowner, und brauchbaren Sanitäranlagen.

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Das einzige Manko war, das die Plätze fast alle auf Granitfelsen waren, wo wir unser Bodenzelt nicht hätten befestigen können. Dort sind Dachzelte klar im Vorteil.
Also wichen wir auf Platz Nr. 8 aus, der etwas abseits unter schattigen Bäumen lag, aber auch noch Seeblick hatte, selbst ein Wasserhahn war vorhanden.

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Nachdem wir das Zelt aufgebaut und uns eingerichtet hatten, nahmen wir unseren Wein, und gingen zum Sundownerplatz. Zu unserer Zufriedenheit ging die Sonne schön über dem See unter.

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Dann trieb der Hunger uns zurück, es wurde Zeit zum Kochen.

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Beim Schnippeln für einen leckeren Gemüseeintopf.
Übrigens, unser Gaskocher funktionierte jetzt einwandfrei……
Teil 1029. Dez. 2013
LAKE MUTIRIKWE

In der Nacht wurden wir von lautem Löwengebrüll wach, obwohl man uns am Gate sagte, Löwen gäbe es keine im Park. Und es müssen viele Löwen gewesen seien, denn sie antworteten sich, und hörten nicht auf zu brüllen. Irgendwann schliefen wir wieder ein.
Am nächsten Morgen wollten wir den Park erkunden. Obwohl der Camp site im Park liegt, mussten wir erst die 20 Km zum Gate zurückfahren, um kurz vorher rechts abzubiegen. So erreichten wir das Wegenetz des kleinen Parks. Vorher fragten wir am Gate aber nach den Löwen. Des Rätsels Lösung war, es gibt ganz in der Nähe eine Farm, die 25 Löwen hält. Nach dem Zweck dieser Löwenhaltung habe ich nicht gefragt.
Der Park erwies sich als landschaftlich sehr reizvoll.

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Er liegt eingebettet zwischen grünen Hügeln, immer wieder unterbrochen von weiten Graslandschaften.

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Ich hatte im Reiseführer gelesen, dass man hier gute Möglichkeiten hätte, Breitmaulnashörner zu sehen. Und so war es auch.
Erst sahen wir ein einzelnes Tier ,

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Dann noch eine Mutter mit Jungtier inmitten einer Gnuherde.

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Bei allen waren die Hörner abgesägt, was nicht sehr schön aussah, aber lieber leben ohne Horn, als tot wegen dem Horn.
Wir beobachteten die beiden eine ganze Weile, bis sie sichtlich unruhig wurden.
Den Grund der Unruhe sollten wir auch bald sehen. Zwei Ranger näherten sich. Auch hier werden die Nashörner 24 Stunden rund um die Uhr von zwei Rangern bewacht.
Neben den Nashörnern sahen wir noch Gnus, Impalas, Giraffen und Warzenschweine.
Insgesamt also ein lohnenswerter Gamedrive.
Als wir gegen Mittag wieder unsere Camp site erreichten, waren auch drei südafrikanische Pärchen eingetroffen, die schon mittags am Grillen waren.
Nach einer Weile kam einer von ihnen zu uns, und fragte, ob wir etwas Fleisch haben möchten, sie hätten viel zu viel mit genommen. Wir bedankten uns , und entschieden uns für etwas Boerewors und zwei Stück Fleisch.
So stand unsererseits einem Braai am Abend nichts mehr im Wege.

Zum Schluß noch eine Frage:
Weiß jemand, was dies für eine Pflanze ist ?????

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Teil 1101. Jan. 2014
LAKE MUTIRIKWE - GREAT ZIMBABWE

Ich wünsche Allen ein Frohes Neues Jahr

Doch bevor wir uns auf den Abend mit Grillen freuten, hatten wir noch einen Ausflug vor, und zwar wollten wir uns die Ruinen von Great Zimbabwe anschauen.
Hierzu mussten wir erst wieder die 20 Km aus dem Park heraus fahren. Dann wählten wir die östliche Zufahrt über den Circular Drive, was insgesamt ein lohnenswerter Rundweg um den gesamten See ist. Nach etwa 10 Km bogen wir in die ausgeschilderte Glenlivet Road ab. Diese Strecke führte durch sehr bewaldete Hügel, und bot immer wieder Blicke auf den Mutirikwi River und den See. Beide führten aber nur sehr wenig Wasser.

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Einen kleinen Abstecher zum alten Glenlivit Hotel ließen wir uns nicht entgehen.

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Ich weiß nicht, wann die letzten Hotelgäste hier abgestiegen sind. Wir kamen nur zu einem kalten Bierchen vorbei. Das ganze Hotel strahlte alten, verblaßten Charme aus. Es schien niemand da zu sein, und so gingen wir durch die dunkle Eingangshalle. Alle dicken, samtenen Vorhange waren zu gezogen. Durch ebenfalls dunklen Flur, vorbei an verschliessenen Sesseln und Sofas, bis wir in die Küche kamen. Hier war Leben. Es wurde gekocht, und zwei ältere Gentlemen hießen uns Herzlich Willkommen. Die Bar wurde eröffnet und zu neuem Leben erweckt. Nach einer netten Unterhaltung tranken wir unser Bier dann doch lieber auf der Terrasse in der frischen Luft.

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Auch hier hatte alles schon bessere Zeiten gesehen. Aber ich liebe so alte, ehrwürdige Gebäude.
Der weitere Weg führte uns durch grüne, bergige Landschaft, bis wir auf eine kleine Asphaltstrasse kamen, die wieder schöne Blicke auf den See frei gab.

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Schließlich erreichten wir die schmale, einspurige Staumauer.

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Hier staute man 1960 den Mutirikwi River zum Lake Mutirikwi ( heute Lake Kyle ).
Teil 1201. Jan. 2014
GREAT ZIMBABWE


Nach kurzer Pause am Stausee erreichten wir einige Kilometer weiter die Abzweigung nach Great Zimbabwe, die größte Ruinenstätte im südlichen Afrika und Weltkulturerbe.

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Die Ruinen sind in drei Bereiche aufgeteilt. Dem Great Enclosue, dem Hügelkomplex und den Talruinen.
Auf Grund der großen Hitze verzichteten wir auf den steilen Hügel hoch zu klettern. Die Fundstücke dort, sowie die sieben Vogelstatuen haben wir uns anschließend in dem sehr liebevoll gestalteten Museum angeschaut.
Wir entschieden uns, das Great Enclosure zu besichtigen.
Ich will nicht lange reden, daher nun einige Fotos von dieser sagenhaften Stätte……

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Nach der Besichtigung sahen wir uns noch den Campingplatz an, der direkt an den Ruinen liegt, nahmen ein Kaltgetränk im Garten des kleinen Kiosks ein, und fuhren über Masvingo zurück zu unserer Campsite am See, wo wir passend zum Sonnenuntergang ankamen.

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Der Sonnenuntergang war übrigens noch imposanter als am Vortag.
Dann wurde der Grill befeuert und lecker gegessen.

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Bei einem , bzw. mehreren Gläschen Rotwein ließen wir diesen schönen Tag noch einmal Revue passieren.
Teil 1303. Jan. 2014
LAKE MUTIRIKWE - GONAREZHOU PARK

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war der Gonarezhou Park. Wir wählten die kürzeste Strecke über Zaka und Bota und Chiredzi. Auffallend war der große LKW Verkehr, was wir so gar nicht gewohnt waren. Die Straße war anfangs recht gut, wurde aber zunehmend schmaler, da die Asphaltränder völlig ausgefranzt und abgebröselt waren. So gingen wir bei jeden entgegenkommenden LKW fast auf Tuchfühlung mit ihm. Da ich gerade hinterm Steuer saß, kam sehr schnell der Hinweis, falls ich vom Asphalt runter komme, keinen Schreck kriegen und bloß nicht ruckartig wieder rauf fahren.
Ich habe meine Sache scheinbar gut gemacht, denn Josef schlief irgendwann auf dem Beifahrersitz ein und wurde erst wieder an der Kreuzung bei Buffalo Range durch den Trubel wach.
Es war kein richtiges Dorf, nur eine Kreuzung, aber hier tobte das Leben.
Links und rechts der Straße parkten hunderte LKW,s, und ebenso viele Verkäuferinnen boten ihre Ware an, hinzu kamen ebenso viele Garküchen. Es war typisch Afrika, aber wir waren trotzdem froh, als wir aus dem Chaos heraus waren. Leider waren wir so mit navigieren beschäftigt, daß wir nicht ein Foto gemacht haben.
Ein paar Kilometer hinter Chiredzi war der Weg zum Gonarezhou Park nicht zu übersehen.

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Hier erhielten wir, ähnlich wie in Mana Pools ein Wegezettelchen, das wir nach 34 Km auf breiter Schotterpiste am Hauptquartier wieder abgeben mussten. Wir wurden gefragt, wo wir campen möchten.
Waren wir vorher unentschlossen, ob wir die Chilojo Cliffs oder Chipinda Pools Camping nehmen sollten, entschieden wir uns auf Grund des kürzeren Weges spontan für Chipinda Pools, was sich als richtiger Glücksgriff erweisen sollte.
Teil 1404. Jan. 2014
GONAREZHOU PARK , CHIPINDA POOLS

Wir bekamen die Campsite Nr. 8 zugeteilt. Auf meine Frage , ob wir uns die Campsite nicht aussuchen könnten, bekamen wir ein klares NEIN zur Antwort. Alle würden schön am Fluss liegen.
Nun, das beruhigte mich. Man bot uns noch eine Wegekarte vom Gonarezhou für einige Dollar an, die wir auch kauften. Und diese Hochglanzkarte war wirklich gut, mit vielen Beschreibungen und allen GPS-Daten. Sie stammt, wie zu lesen war, von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft.
Zusätzlich wurden uns noch unaufdringlich Sonnenhüte und T-Shirts angeboten, die aber nur in der Größe XXL vorhanden waren.
Und los ging es, in den Gonarezhou National Park – „The Place of Elefants“ …..
Es waren vielleicht 7 Kilometer zu fahren, als rechts die Piste zum Chipinda Pools Campsite abzweigte. Eine schmale, etwas ruppige Piste, erst bergauf, dann steil bergrunter. Und dann sahen wir ihn schon, den Runde River.
Zuerst orientierten wir uns nach links, da wir dort Sanitärhäuschen sahen. Aber dort waren die Plätze 1-4, also umkehren und zur anderen Seite fahren. Bald sahen wir die Plätze 5 und 6. Alles war sehr weit auseinander gelegen, und ich dachte noch, das wird aber immer ein weiter Weg zur Toilette.
Dann kam Nr. 7, also musste der nächste der unsrige sein. Und die Plätze wurden immer schöner. Und Juhuuuuu, noch ein Sanitärhäuschen…..:)
Dann kam die Nr. 8. Und was sehen wir ?????, ein Auto und zwei Leute, die wohl die schöne Sicht von unserem Platz auf den Fluß genossen...... 😠 Dabei waren alle Plätze frei. Beim näher kommen, sehen wir, dass es ein Hilux mit Windhoeker Kennzeichen ist, sogar auch einer von Hubert Hester…….sehr sympatisch….. 😁
Wir begrüßten uns herzlich und kamen sofort ins Gespräch. Die Situation klärte sich auch sehr schnell und die Beiden waren sofort bereit, auf die Nr. 9 zu ziehen. Vor dem Umzug beschlossen wir aber, erst einmal zusammen ein kaltes Bierchen zu trinken.
Während wir so quatschen und trinken, fällt mitmal die Frage:….. Bist du auch im Namibia Forum ? JA, bin ich……..Bist du Birgitt ? ……JAaaa, bin ich…….wer seid ihr denn ?????
Es war Potje aus dem Forum, der seit zwei Monaten mit seiner Ehefrau unterwegs war.
Da war die Freude noch größer, auch mal Gesellschaft zu haben, noch dazu aus dem Forum. Die Beiden hatten von zwei anderen Forumsmitgliedern gehört, dass wir ungefähr zu dieser Zeit im Gonarezhou unterwegs sein müssten. Wir konnten es kaum fassen, so klein ist die Welt…..
In dieser Zeit liefen zwei Elefanten durchs Camp, sie beachteten uns nicht weiter, und wir sie auch nicht, wir mussten ja quatschen………haben nicht mal ein Foto gemacht.
Irgendwann verabschiedeten wir uns erst einmal , wir wollten den Platz erkunden, und mussten unser Zelt noch aufbauen.
Zuerst die Sanitäranlagen. Große Dusche, Toiletten, alles sauber und gut. Das Schönste war aber der gemauerte Unterstand mit Tisch und Bänken, wo man geschützt vor Sonne und Regen war. Und alles sah sehr neu aus. Wie wir später erfuhren war auch hierfür die Frankfurter Zoologische Gesellschaft verantwortlich. Da kann man nur Danke sagen…..
Hier nun einige Fotos vom Chipinda Pools Campsite.

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Nach dem Abendessen nahmen wir unsere Stühle, einen 5 L Boxwein , und marschierten zur Nachbarcampsite , um Potje und seine Frau zu besuchen. Irgendwann fing es an zu regnen, und es war angenehm, unter dem Unterstand sitzen zu können. Es wurde ein netter, feucht-fröhlicher Abend mit den Beiden. Es war fast 1 Uhr, als wir uns verabschiedeten........ 😗 🙄 😊
In der Nacht wurde der Regen stärker, aber….JUHUUUU, unser Zelt war absolut wasserdicht.
Teil 1505. Jan. 2014
UMGEBUNG CHIPINDA POOLS

Den nächsten Tag gammelten wir einfach ein wenig rum.
Nachdem Potje und seine Frau sich verabschiedet hatten, war ein wenig saubermachen angesagt.
Man kann ja schließlich nicht immer auf Gamedrive gehen.
Wäsche waschen und Autoinnenraum ausfegen muss auch mal sein.
Dann liefen wir ein wenig in der Gegend rum, und sahen uns das Tented Camp in der Nähe an. Die Zelte sahen von aussen gut aus, leider konnten wir nicht reingucken. Unser Campingplatz war aber eindeutig schöner.
Zurück auf unserem Platz besuchten uns drei Wasserböcke. Das Männchen jagte die Weibchen vor sich her und weg waren sie wieder.

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Auf der gegenüberliegenden Seite des RundeRiver hatte es sich ein Krokodil gemütlich gemacht.

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Elefantenbesuch hatten wir leider keinen mehr.
Nachmittags machten wir einen kleinen Gamedrive zum Masasanya Dam.
Dazu führte der Weg uns erst einmal steil einen Berg hoch. Es gibt dort einen grandiosen Viewpoint, von dem man weit ins Land schauen kann.

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Ein riesiger Baobab stand am Wegesrand,

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dann wurde das Buschwerk dichter. Wir sahen Gnus…

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Alles war sehr schön, bis wir auf den ersten Elefanten trafen.
Er tauchte plötzlich auf dem Weg auf, den er überqueren wollte. Er sah uns, war augenblicklich wütend über unser Erscheinen und machte eine Drohgebärde, die wir bis dahin noch nie bei einem Elefanten gesehen hatten. Also nicht nur Kopfschütteln, sondern er bog zusätzlich seinen Rüssel in einer Art, die sagte,…..Ich mache euch platt…..
Wir legten sofort den Rückwärtsgang ein, um friedliche Absichten zu demonstrieren. Der Elefant ging zwei Schritte weiter und verschwand im Busch. Aber er ging nicht weiter, es schien, als beobachte er uns. Wir warteten eine Zeitlang, fuhren dann ein Stückchen vor, und da war er wieder drohend. Also wieder ein Stück zurück gefahren. Nun sahen wir ihn nicht mehr.
Nach gut einer halben Stunde entschlossen wir uns, so schnell es geht an ihm vorbei zu fahren. ….Und er stand da immer noch. Als er das Auto hörte, kam er angestürmt. Ich sah an der Seite nur zwei weiße Stoßzähne auf mich zustürmen, dann waren wir Gott sei Dank vorbei.
Der Adrenalinschub ließ meine Hände ein wenig zittrig werden. Wir hofften beide, diesem Bullen auf dem Rückweg nicht noch einmal zu begegnen.
Ich hoffte darauf, heute gar keinem Elefanten mehr zu begegnen.
Am Dam sahen wir dann nur Hippos friedlich im Wasser liegen.

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Auf dem Rückweg hatten wir keine weiteren Tierbegegnungen, aber noch einmal einen schönen Blick vom Viewpoint in die Ebene.
Zurück auf meinem Campingstühlchen las ich im Reiseführer, dass auf Grund der immer noch großen Wilderei im Gonarezhou Park die Elefanten oft aggressiv und unberechenbar sind.
Kein Wunder, dass Der Bulle sauer auf uns war.
Es sei ihm verziehen.......
Teil 1606. Jan. 2014
CHIPINDA POOLS - CHILOJO CLIFFS


Nach einer erholsamen Nacht starteten wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück eine Tagestour zu den Chilojo Cliffs.
Die Strecke führte uns zuerst durch das buschige Gebiet unserer gestrigen Elefantenbegegnung. Erinnerungen wurden wach, und ich hoffte keinem Elefanten zu begegnen, wo ich mich sonst doch immer drüber gefreut hatte.
Aber wir sahen dies Schauspiel. Ein Impalabock hatte, warum auch immer, sein Leben gelassen, und vier verschiedene Geierarten labten sich daran. Ist bei dem Gewusel auf dem Foto aber leider nicht zu erkennen.

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Dann wurde die Landschaft etwas übersichtlicher. Es ging bergrauf und bergrunter. Auffallend waren die unzählig in der Gegend wachsenden Baobabs.

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Am Wegesrand sahen wir oft diese kleinen Gesellen.

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UND ……lieber picco….wir sahen auch richtige Kudus…… 😛

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Langsam änderte sich die Landschaft. Man tauchte nach Verlassen der Berge in eine wahre Parklandschaft ein, im Hintergrund schon die Chilojo Cliffs in Sicht. Ein einmaliger Anblick.

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Blick vom Camp site

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Wir schauten uns auch das Chilojo Camp an, was verlassen da lag. Ein Baum spendete etwas Schatten, es gab dort aber kein Wasser. So waren wir froh, dass wir bei der Hitze nicht dieses Camp gewählt hatten, trotz des grandiosen Blicks auf die Cliffs.
ABER,…..und nun schaut mal her…..ich habe auch mal Klobilder gemacht……
Nagelneu , ein Plumpsklo der Extraklasse, mit Dunstabzugsrohr,und ansprechendem Design des Klodeckels ……. ebenfalls von der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft.

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Noch schöner wie der Zeltplatz war aber der Chilojo Cliff Picnic Site. Direkt unter riesigen wilden Mangobäumen gelegen. Ein herrliches Fleckchen Natur.

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Es schrie förmlich nach einer Bierpause.

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Aber auch hier wurde es irgendwann Zeit, Abschied zu nehmen.
Auf dem Rückweg sahen wir noch diese Genossen

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Teil 1708. Jan. 2014
Immer noch im Gonarezhou Park.

Natürlich haben wir uns auch die ein oder andere kleine Camp site angeschaut. Diese werden nur an eine Partei abgegeben.
Sie liegen alle sehr einsam, an besonders schönen Stellen, weit ab von der Hauptpiste. Ausgestattet sind sie mit diesen modernen Plumpsklos, einem kleinen Grillplatz, manchmal auch mit neu erbauten überdachten Sitzplätzen. Wasser war an keinem dieser Plätze vorhanden.
Hier nun der Runde Gorge Camp site.

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Hier gab es kein Schattenhäuschen, aber einen schattenspendenden großen Baum.

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Der Runde führte hier nur sehr wenig Wasser. Aber man kann sich vorstellen, wie beeindruckend es zu einer anderen Jahreszeit aussieht, wenn mehr Wasser durch die Schlucht rauscht.

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Ein anderer Platz war das Chivilila Camp.

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Die Zuwegung führte über einige Hügel, dann ging es auf sehr ruppiger Piste einige Kilometer steil bergab.

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Je tiefer wir uns auf den Runde River zu bewegten, desto heisser wurde es.
Am Camp site angekommen war es fast unerträglich. Hier gab es aber ein Schattendach.

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Über die heissen Steine Richtung Fluß zu laufen brachte meine Plastikschlappen fast zum Schmelzen, sodass wir auf halben Weg umgekehrt sind, bevor ich Brandblasen unter den Füssen bekommen hätte.

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Da lobten wir uns doch unseren schattigen Platz in Chipinda Pools mit ner schönen Dusche…..:)

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Teil 1809. Jan. 2014
Fazit : Gonarezhou National Park

Der Park ist ein lohnenswertes Ziel.
Wir haben zwar sehr wenig Tiere gesehen, aber die Schönheit der Landschaft hat uns eindeutig dafür entschädigt.
Die hügelige Landschaft, übersäht mit unzähligen Baobabs, die urwüchsigen Uferwälder mit ihren großen Schatten spendenden Bäumen, das trockene Buschland, die teils recht scheuen Tiere,……all dies macht den Gonarezhou Park zu einem wilden Naturjuwel.
Unsere paar Tage im Park waren eindeutig zu wenig. Wir haben nur einen Bruchteil der Wege im Nordteil abgefahren, die übrigens alle sehr gut ausgeschildert sind.
Und wenn man bedenkt, dass man jetzt direkt vom nördlichen in den südlichen Teil des Parks fahren kann, könnte man dort den halben Urlaub verbringen.
Gonarezhou….immer wieder.:)
Teil 1909. Jan. 2014
GONAREZHOU PARK - CHIMANIMANI

Schweren Herzens verließen wir den Gonarezhou Park.
Aber nach der Hitze im Lowveld freuten wir uns auf die Sommerfrische in den Bergen . Unser Ziel war Chimanimani.
Nach 45 Km erreichten wir wieder die Hauptstraße. Sie führte durch recht fruchtbare Gegend und durch grüne, hügelige Landschaft. Vorbei an Dörfern, wo uns die Menschen freundlich und neugierig am Winken waren.
Auf einige Kilometer fuhren wir parallel zum Save River und hatten immer wieder schöne Ausblicke auf den Fluß.
Dann änderte sich plötzlich die Landschaft. Die grünen Hügel wichen einer Ebene, in der nichts mehr am Wachsen war. Eine trostlose Wüstenei aus schwarzer Erde bis zum Horizont, wo sich eine Bergkette befand.
Alles war abgeholzt .Nicht ein grünes Blatt mehr zu sehen. Es hatte hier wohl kürzlich geregnet, und Mensch und Tiere quälten sich durch den schwarzen Schlamm, die Füsse behaftet mit dicken Erdklumpen.
Aber nicht nur die Landschaft hatte sich geändert, auch die Menschen. Wo wir vorher freundlich begrüßt wurden , sahen wir jetzt nur noch in abweisende, teils feindselig blickende Gesichter. Man spürte förmlich diese Aggressivität und das man nicht erwünscht war. Andere standen einfach nur da und blickten emotionslos und hoffnungslos in die Gegend.
Hier ist der weiße Mann offensichtlich nicht gerne gesehen. Hinzu kam, dass sehr viele Männer völlig betrunken mitten auf der Straße rum torkelten, um 12 Uhr mittags. Und es liefen sehr viele Menschen an und auf der Straße herum, obwohl wir nirgends ein Dorf gesehen haben.
Josef und ich waren uns einig, dass es besser ist, hier keine Autopanne zu haben.
So waren wir ganz froh, als endlich die Abzweigung in die Berge nach Chimanimani kam.
Und wieder änderte sich die Landschaft. In Kurven zog sich die kleine Asphaltstraße die Berge hoch. Wir tauchten ein in üppiges Grün.

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Fuhren in den Tälern vorbei an riesigen Bananenplantagen

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Der Boden schien sehr fruchtbar zu sein, denn jedes kleine Häuschen hatte seinen eigenen Anbau. Je höher wir kamen, sahen wir sogar terrassenförmigen Anbau, wie ich in sonst nur aus Nepal kenne. Jedes Fleckchen Erde wurde genutzt.
Wir durchfuhren riesige uralte Eukalyptuswälder.

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Und die Menschen waren auch wieder sehr freundlich. Bei unseren Fotostopps hielten oft Leute an und fragten, ob wir eine Panne hätten und Hilfe bräuchten.
Je höher wir kamen, umso bewölkter wurde es leider auch.
Bis wir schließlich in die Wolken eintauchten und Nieselregen einsetzte, der, vorweg genommen, auch nicht mehr aufhörte.
Von der schönen Bergszenerie sahen wir nun leider Nichts mehr.
Teil 2011. Jan. 2014
CHIMANIMANI

Wir sahen aber nicht nur Bergurwälder, sondern auch ganze Bergrücken, die abgeholzt waren. Hier wird intensive Holzwirtschaft betrieben. Die riesigen Holztransporter kamen uns öfters entgegen.
Je höher wir kamen, umso nebliger wurde es. Schließlich mussten wir sogar am hellen Tag mit Licht fahren. Kurz vor Chimanimani sahen wir diese vorindustrielle Holzverarbeitungsfabrik.

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Und endlich kamen wir an: Chimanimani, 1550 Meter hoch gelegen. Wir hatten uns eigentlich eine kleine Stadt vorgestellt, sollte sie doch 20000 Einwohner haben.
Da es immer noch tüchtig am Nieseln war, suchten wir uns eine feste Unterkunft und kein Camping.
Beim Frog and Fern standen wir vor einem großen Tor, dass mit einer dicken Eisenkette verschlossen war. Also kehrten wir im Chimanimani Hotel ein. Das war ganz schön gelegen, ortsnah, mit eigener Zufahrt, und deshalb etwas abseits des Trubels.

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Es handelt sich um ein großes, altes und einfaches Hotel, was sicher schon bessere Zeiten gesehen hatte. Aber ich mag diese nostalgischen Räumlichkeiten. Die Teppiche und die Dielenbohlen waren abgelatscht und knarrten bei jedem Schritt. Aber alles war sauber.
Wir bezogen ein Zimmer im ersten Stock, mit Blick auf einen sehr schönen, gepflegten Garten mit Pool.

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Unser Zimmer war recht groß,mit großem Balkon, mit bequemen Bett, kleiner gepolsterter Sitzecke und ein Bad mit Badewanne. Die Zimbabwer baden scheinbar lieber als zu duschen. Das ist uns schon öfter aufgefallen.
Die Rezeptionistin erzählte uns ganz stolz, es gäbe auch eine Bar im Hotel. Na, dann nix wie hin.
Es war eine einfache Bar, die Getränke, die zur Auswahl standen, waren auf drei Holzregalen an der Wand ausgestellt, das letzte bestimmt in 3 Metern Höhe.
Nun folgt eine unendliche Geschichte, wie man sie wohl nur in Afrika erlebt. Ich erzähle sie mal im Wortlaut.
Vorweg genommen, wir haben eine ¾ Stunde auf unser Getränk gewartet.
Also, wir auf dem Barhocker. Bardame erkennt Gäste, und bewegt sich Zentimeter um Zentimeter auf uns zu.
Dame: Hallo, wie geht,s ?
Ich: Gut, und dir ?
Dame: auch gut,….was darf es sein ?
Ich: wir hätten gerne 2 Gläser Weisswein
Dame: Oh, Weisswein,…..welchen denn?
Ich: einen trockenen
Dame geht langsam weg in einen hinteren Raum, kommt noch langsamer wieder zu uns , mit einer Mappe in der Hand.
Dame: wir haben verschiedene Weissweine
Es waren 5 an der Zahl. Sie las alle Namen langsam vor.
Ich: die kenne ich alle nicht, aber die Weine aus Südafrika sind immer gut, also nehmen wir diesen.
Und tippe mit meinem Finger auf den Namen.
Die Dame entschwindet wieder mit der Mappe in der Hand, aber nicht zu schnell. …..UND schon kommt sie wieder, mit einem riesigen Taschenrechner in der Hand.
Nun ging die Rechnerei los,…..24 Dollar geteilt durch 5 Gläser. Es war wohl nicht so einfach, die riesige Tastatur zu treffen, oder sie war die höhere Mathematik am späten Nachmittag einfach nicht gewohnt, jedenfalls musste der Vorgang mehrere Male wiederholt werden.
Aber dann,…. die Summe stand fest, die Gläser kamen auf den Tresen, die Flasche wurde geholt, sie war schon geöffnet, es wurde eingeschenkt,…..ich probiere, ….und kotz, würg, brech,…..der Wein war völlig vergoren.
Die Dame roch selber daran und sah es dann auch sofort ein.
Dame: es war schon lange niemand hier, der Wein trinken wollte, nun ist der Wein schlecht, ich hätte ihn kalt stellen sollen.
Ich: dann nehmen wir irgendeinen anderen Weisswein.
Dame: ok, wir haben auch nur noch eine andere Flasche. Moment, ich hole eben die Mappe und den Taschenrechner.
Ich: NEIN, nicht nötig , wir nehmen ihn…..
Es wurde wieder eingeschenkt, und wieder waren sich alle Parteien einig, dass auch dieser Wein schlecht war.
Dame: Entschuldigung, das war die letzte Flasche Weisswein.
Ich: ok, dann nehmen wir einen Rotwein.
Die Dame entschwand wieder unseren Blicken, um mit der Mappe und dem Taschenrechner zurück zu kehren.
Wieder suchten wir eine Flasche aus. Sie ging mit der Mappe weg, kehrte aber ohne Flasche zurück.
Dame: Sorry, den Wein haben wir nicht mehr.
Sie ging wieder, um mit der Mappe zurück zu kommen. Meine Fresse, ich kann diese Mappe nicht mehr sehen…….beim nächsten Mal zerreiß ich sie……..
Aber ich übte mich in afrikanischer Höflich – und Gelassenheit, und wählte den nächsten Wein aus. Die Dame strahlte.
Dame: jaa, den haben wir….
Ich auf meinem Barhocker eine halbe LA OLA Welle angedeutet…….das Problem war nur, dieser Wein stand auf dem obersten Regal in 3 Metern Höhe…..
ICH: dann nehmen wir den da unten…
Nein, die Dame bestand darauf, der da oben soll es sein.
Ein anderer Angestellter erhielt auf einer mir nicht geläufigen Sprache eine Order, verschwand, und kehrte 5 Minuten später mit einer riesigen Leiter aus dem Garten zurück.
Er lehnte die Leiter an, natürlich unter Anweisung der Bardame, kletterte hoch, griff nach der Flasche, und kam heile wieder unten an.
Endlich was zu trinken, denn diese Flasche war noch ungeöffnet………aber weit gefehlt. Es sollte noch etwas dauern. Erstmal kam der Taschenrechner wieder auf den Tisch. Um die erneute Prozedur zu verkürzen, sagte ich, wir nehmen die ganze Flasche. Da strahlte sie wieder.
Nun kam das Problem des Flasche Öffnens.
Ihr kennt ja sicher alle diese Flaschenöffner, die links und rechts einen Hebel haben, wo man die Hebel runter drückt, und der Korken kommt hoch. So einen hatte sie, aus Plastik, und mit einem alten Korken tief im Innern steckend. Dieser ließ sich nicht heraus drehen. Kein Problem für die Bardame. Sie ging kurz weg, und kam mit einem Messer zurück, das eher an eine Machete erinnerte.
Damit pröckelte sie kleine Bröckchen des alten Korkens ab. Ich sah schon den halben Finger ab…..
Josef übernahm die Sache etwas gekonnter. Der Korken löste sich. Dann wollte die Gute die Banderole der Flasche ebenfalls mit der Machete zerschneiden. Wir zeigten ihr, dass man das Ganze auch etwas stilvoller machen kann, indem man das rote Bändchen abzieht.
Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir anstossen……..PROST

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