vielen Dank für die sehr interessanten Beschreibungen und schönen Fotos. Ich kann deine Aussage bestätigen. Unsere Game Drives im Chobe haben wir bisher auch immer erst am späteren Vormittag begonnen und sind noch nie enttäuscht worden. Einzig die Bootstouren nehmen wir (wegen des wunderschönen Lichts) immer um 07:00 Uhr in Angriff.
Hallo Flori,
demnach habt Ihr am Chobe mehr Elefanten gesehen als im Hwange?
Die meistens Elis im Mai/Juni sahen wir auch immer in der Choberegion und nicht im Hwange. Aber das kann Zufall sein.
Herzliche Grüße und Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200903. Apr. 2014 · #222
Flori schrieb:Hallo, Birgitt,
demnach habt Ihr am Chobe mehr Elefanten gesehen als im Hwange?
LG Doro
Hallo, Doro
Da hast du Recht. Dieses Mal hatten wir deutlich mehr Elis am Chobe. 2012 zur selben Zeit war es genau umgekehrt. Da wimmelte es im Hwange förmlich von Elefanten. Sie nervten teilweise schon, da sie fast hinter jeder Kurve standen, und wir ständig warten mussten, bis sie sich bequemten, von der Straße zu gehen, und wir weiter fahren konnten. Der Park kam uns völlig überbevölkert vor. Dafür sahen wir am Chobe null Elefanten. So unterschiedlich kann es halt sein. Schön war es aber trotzdem.
Erika2'338 Beiträge · seit 200707. Apr. 2014 · #223
Hallo liebe Birgitt
Habe nun deinen tollen Reisebericht endlich zu Ende gelesen, herzlichen Dank für die viele Arbeit, die du dir damit aufgehalst hast. Mit euch zu reisen macht richtig Spass.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200908. Apr. 2014 · #225
SENYATI CAMP - NATA
Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unsere Sachen im Senyati Camp zusammen, und machten uns auf den Weg nach Nata. Die lange, zeitraubende Baustelle ist mittlerer weile auf einige Kilometer geschrumpft. Nur noch selten muss man auf die alte Straße ausweichen. Oft kann man schon auf dem neuen Asphalt fahren, stellenweise aber nur mit 30 km/h, da alle paar Meter Huppels eingebaut waren. Uns störte es aber wenig, da wir Zeit genug hatten. So ca. 100km vor Nata sahen wir zu unserer Überraschung wieder einige Elefanten in der Landschaft. Hier war es sehr trocken, und nur wenig grün war an den Büschen zu sehen. Trotzdem sahen wir vier Mal einzelne Tiere, ich schätze mal, es waren Bullen. Dieser war auf alle Fälle einer.
Wir hielten gerade auf einem Busparkplatz an, als der Bulle sich einen Weg durch den Zaun bahnte, und Anstalten machte, die Bundesstraße zu überqueren.
Auch der heran nahende LKW musste dieses große Tier gesehen haben. Uns stockte fast der Atem. Der Elefant marschierte Richtung Straße, und der LKW reduzierte nicht im Geringsten seine Geschwindigkeit.
Nur der Rücksicht des Elefanten ist es zu verdanken, dass es nicht zu einer Kollision kam. Und er brachte seinen Unmut über soviel Rücksichtslosigkeit deutlich zum Ausdruck. Er schnaubte laut, und schüttelte verärgert seinen Kopf, bevor er weiter marschierte.
Es war nicht das erste Mal, dass wir von einheimischen Fahrern in Botswana so ein aggressives Fahrverhalten bei Elefantenbegegnungen gesehen hatten. Am frühen Nachmittag erreichten wir die Nata Lodge. Die Mädels am Empfang erkannten uns wieder, und freuten sich, dass wir erneut dort einkehrten. Wir bezahlten für zwei Übernachtungen, bezogen dieses Mal Bungalow 21,und freuten uns auf die Annehmlichkeiten einer Lodge.... 😄 😗 🙂
Den Nachmittag verfaulenzten wir am Pool….
Dort lernten wir einige nette Leute kennen. 3 südafrikanische Ehepaare, die in der Reisebranche tätig waren und 2 deutsche Ehepaare. So standen wir alle mit unseren Kaltgetränken im wohltemperierten Pool, und quatschten das Blaue vom Himmel. Diesen Tag widmeten wir einfach nur unserem Wohlbefinden.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200910. Apr. 2014 · #226
NATA LODGE - NATA BIRD SANCTUARY
Nach einer erholsamen Nacht in unserem klimatisierten Bungalow, begaben wir uns zu einem späten, aber ausgiebigen Frühstück. Wir konnten schön einige Vögel an der Futterstelle beobachten. Leider reichte es nicht zu einem Foto, die Pflanzen waren einfach zu dicht. Da wir nicht ganz so faul auf der Lodge rumhocken wollten, beschlossen wir , am späten Nachmittag in die Pans zu fahren, dem Nata Bird Sanctary. Dies liegt nur gut 15 km von der Lodge entfernt. Die Dame am Gate instruierte uns sofort, dass wir nur auf dem Hauptweg fahren sollten. Es hätte schon sehr viel geregnet, und die Pans sowie die Nebenwege seien nicht mehr passierbar. Nun gut, dann also nur die Hauptpiste. Wir sahen in den ebenen Flächen Gnus, die zusammen mit Kuhherden am Grasen waren. Aber wir waren ja wegen den Birds hier,…..und hielten nach ihnen Ausschau. Die Ausbeute war äußerst gering, um nicht zu sagen, sie bewegte sich gen Null. Dafür wurde die Landschaft interessanter. Wir fuhren an den ersten Pans vorbei.
Noch interessanter wurde es aber, als die Hauptpiste mitten durch die Pfanne führte, die voll mit Wasser war.
Wir hielten erst einmal an, um die Lage zu checken. Wir hatten noch die mahnenden Worte der Dame am Gate im Ohr,……nur Hauptpiste, und nicht durchs Wasser……. Ehrlich gesagt, trauten wir uns nicht durch diese Seenplatte zu fahren. Also suchten wir uns einen Weg durch die Pfanne, aber außerhalb des Wassers. Josef gab ordentlich Gas, und schon nach einigen Metern war uns klar, was die Dame meinte. Wir sackten ganz schön ein in dem weichen Boden, zogen tiefe Spuren, kamen immer mehr ins schlingern. Josef lenkte wie wild,….. bloß nicht an Geschwindigkeit verlieren. Ich krallte mich als Beifahrer irgendwo, so gut es ging, im Auto fest ,…….und irgendwann waren wir durch, standen wieder auf der Hauptpiste und hatten wieder festen Boden unter unseren Rädern. Wir hielten erst einmal an, um uns nach so einer Fahrt zu beruhigen. Nach einigen Kilometern sahen wir dann am Horizont die Aussichtsplattform, das Ziel unseres Ausflugs. Aber wir sahen auch die nächste Wasserdurchquerung vor uns . Da uns nun der Ehrgeiz gepackt hatte, meisterten wir, bzw. Josef auch dieses Hindernis. Angekommen am Aussichtspunkt waren wir ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Hunderte Meter entfernt sahen wir endlich Vögel.
Nur durch das Fernglas konnten wir erkennen, um welche Vögel es sich handelte.
Wir fuhren noch einige hundert Meter an der Pan entlang, aber die Sicht auf die Tiere wurde nicht besser. Nur mit digitalem Zoom konnten wir einige Fotos machen. Deshalb die schlechte Qualität. Wenn etwas mehr Wasser in der Pan und das Ufer etwas näher gewesen wäre , hätte es ja durchaus seinen Reiz gehabt. Aber ob man dann den Aussichtspunkt erreicht hätte ???????
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200917. Apr. 2014 · #227
NATA LODGE
Wir fuhren noch einige kleine Wege entlang, aber die Sicht auf die Vögel wurde nicht besser. Wir bereuten nicht dorthin gefahren zu sein, aber ich hatte mir vom Nata Bird Sanctuary deutlich mehr erhofft und vorgestellt. Wir nahmen den selben Rückweg, und waren froh, als wir die Piste gemeistert hatten. Unser Auto sah aus wie Sau. Später konnten wir die harten, getrockneten Schlammbrocken aus den Radkästen kloppen. Aber es hatte uns auch die Kabel vom Tacho abgehauen. Josef konnte es nicht mehr flicken, sodaß wir die letzten Tage ohne Tachometer fahren mussten….:( Wieder in der Nata Lodge angekommen, nahmen wir einen kleinen Imbiss zu uns , und begaben uns dann zum Pool. Dort lernten wir ein junges Pärchen kennen. Die beiden waren seit 6 Monaten mit Rucksack und Zelt in Afrika unterwegs. In Tansania waren sie gewohnt, dass es auf den meisten Campingplätzen auch eine Kochgelegenheit mit Töpfen und Geschirr etc. gab. Da man ihnen in Kasane gesagt hatte, für die Nata Lodge sollen sie man ordentlich Lebensmittel einkaufen, gingen die Beiden davon aus, daß es auf dem dortigen Camp Site auch so eine Kochgelegenheit gibt, was aber nicht der Fall war. Nachdem wir uns etwas kennen gelernt hatten, boten wir ihnen an, ihnen unser Geschirr und Kocher zur Verfügung zu stellen. Wir brauchten es ja nicht, da wir im Bungalow waren. Die zwei nahmen dankend an. Am späten Nachmittag fuhren wir zu ihrem Camp Site und luden unsere Kisten mit Geschirr und Töpfen aus. Zusätzlich stellten wir ihnen noch unseren Tisch und Stühle und unser Gaslicht hin. Die Beiden sagten am nächsten Morgen, dass sie so toll noch nie campiert hatten, und sich überlegen, das nächste Mal vielleicht auch ein Auto mit so einer Ausrüstung zu mieten. Wir freuten uns, den Beiden so eine Freude bereiten zu können. Dann verabschiedeten sich die Zwei, um nach Nata zu laufen und den Bus nach Kasane zu nehmen. Bepackt waren sie mit Rucksäcken, einer vorne, einer hinten auf dem Rücken, und in jeder Hand noch Taschen…….so etwas kann man wahrscheinlich nur mit 20 Jahren machen und überstehen,………. ich fühlte mich an unsere Rucksacktour durch Sri Lanka, damals noch Ceylon erinnert, da unser VW Bulli von Rameswaram in Indien nicht verschifft werden konnte.
Nach einem leckeren Abendessen verbrachten wir den Abend an der Bar, wo wir ein nettes Ehepaar aus Südafrika kennen lernten. Er arbeitete in einer Mine in der Nähe von Pretoria. Und die Beiden hatten vor, am nächsten Morgen gegen 3 Uhr in aller Frühe aufzubrechen, um in einem Rutsch durchzufahren. Wir wollten am nächste Tag nach Maun aufbrechen. Daher verabschiedete sich die Ehefrau früh. Ihr Mann, David, blieb noch bei uns, und wir unterhielten uns angeregt, bestellten natürlich auch Getränke,..... Gin Tonics...., und der Abend wurde immer später….. Irgendwann fiel mein Blick auf eine Flasche mit schwarzem Inhalt. Ich fragte David, um was es sich da handelt. Er wusste es auch nicht, also bestellte er gleich mal 3 Pöttchen davon. Es schmeckte irgendwie nach Lakritz mit Alkohol. Höflich wie ich bin, sagte ich,……mhhh, ganz lecker…..also gleich noch ne Runde bestellt. …..mein Fehler…..puhhhhh……..Josef wollte natürlich in Nix nachstehen,…….also noch ne Runde……Ich sagte noch, für mich bitte nicht,….aber die Bardame hatte schon drei Gläschen eingeschenkt...... 😠 Da gab es dann auch für mich kein Zurück mehr...... 🤢 Gott sei Dank wollte die Dame dann ihre Bar schliessen. Wir verabschiedeten uns herzlich von einander, und eierten dann zu unseren Bungalows zurück. ..... 🤪 .. David wohnte 2 Häuschen neben uns. Ich merkte jetzt schon, dass dies wohl meine Jahreshauptvergiftung sein würde……. 🤢 Wir fielen müde ins Bett, und wurden gegen 7 Uhr morgens von Autogeräuschen geweckt. David hatte es nicht geschafft, um 3 Uhr morgens los zu fahren. Und wir beschlossen, Maun sausen zu lassen, in einem Stück nach Ghanzi durch zu fahren, und einen weiteren Tag in der Nata Lodge unseren Kopfschmerz zu pflegen.
So, nun komme ich zu dem letzten Kapitel unseres Reiseberichtes………
Wie gesagt, verbrachten wir einen weiteren Tag auf der Nata Lodge. Das ist das Angenehme, wenn man nichts gebucht hat. Man ist flexibel, und kann „ unerwarteten Ereignissen „ entspannt entgegen schauen…… Nach einem verspäteten Frühstück kühlten wir unsere Köpfe noch etwas im Pool ab, und überlegten, wie wir den Tag gestalten können. Spontan entschieden wir uns, Elephant Sands zu besuchen. Wir fuhren die gut 40 Kilometer zurück Richtung Kasane. Unterwegs sahen wir weit im Busch immer wieder einzelne Elefanten. Auch an dem kleinen Wasserloch der Logde ließ sich ein halbwüchsiger Elefant blicken.
Wir setzten uns an die Bar, und beobachteten ihn. Das Bierchen schmeckte auch schon wieder….. 😊 Aber noch schöner waren die Webervögel, die dabei waren, ihre Nester im Baum vor der Bar zu bauen. Dort konnte man sehr gut alle Stadien des Nestbaus beobachten.
AUA,....die blöden Dornen.....
aller Anfang ist schwer...
vor allem im Spagat.....
da stürzt man schnell mal ab....
aber man gibt nicht auf.....
sieht aber schon ganz gut aus, oder....
letzte Kontrolle von unten.....
und von oben.........perfekt......
es gab runde Nester und längliche Nester
nun noch die Abnahme durch das Weibchen.......geschafft....
Die Lodge selber hat uns nicht wirklich zugesagt. Vielleicht lag es am Empfang, der völlig lustlos war, nach dem Motto,….Oh Gott, das sieht nach Arbeit aus…..Die Dame wusste ja schließlich nicht, daß wir nicht einchecken wollten, sondern lediglich ein Bierchen schlabbern wollten. Vielleicht lag es aber auch an den anderen Gästen, die sich halb aphatisch in die Sitzecke vor der Bar lümmelten, kein Ton sprachen, nur vor sich hin starrten. Es kam auch kein Hallo, als wir kamen. Und so heiß war es an diesem Tag nicht, dass solch eine Lethargie gerecht fertigt gewesen wäre. Nun gut, jedem das seine. Die Webervögel waren jedoch super. Als dann noch eine Gruppe Overlander über den angrenzenden Camp Site herfielen, beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren. Dort angekommen, packten wir schon mal unsere Sachen zusammen. In drei Tagen sammelt sich doch einiges ausserhalb unseres Koffers an. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen nicht all zu spät Richtung Ghanzi aufbrechen. Ich muss sagen, obwohl wir Camping lieben, haben wir diese 3 Tage in der Nata Lodge mit ihren Annehmlichkeiten , lecker Trinken, lecker Essen, toller Pool, sehr genossen. Am nächsten Morgen starteten wir nach einer großen Verabschiedung gegen 8 Uhr Richtung Maun . Bei der Durchfahrt des Makgadikgadi National Parks sahen wir einige Tiere, Gnus, Zebras, einsam in der Ebene stehen. Aber die Landschaft sah völlig vertrocknet aus, in weiten Teilen war die Erde von Feuer schwarz verbrannt. Dem Himmel nach zu urteilen war der nächste Regen aber nicht mehr fern, und die Landschaft mit ihren Pflanzen wird wieder zu neuem Leben erwachen. In Maun stoppten wir nur für einen kleinen Einkauf. Wir mussten unsere wasservorräte auffrischen. Auf dem Weg nach Ghanzi holten uns endgültig die schwarzen Wolken und mit ihnen der Regen ein.
Es fing an zu Schütten, dass wir uns teilweise nur noch mit 40km/h fortbewegen konnten. Da wir in Ghanzi schon drei Mal im netten Thakadu Camp waren, wollten wir dieses Mal etwas neues ausprobieren, und entschlossen uns, in die Tautona Lodge zu fahren. Ein großer Fehler…..:( Bei unserer Ankunft in der Lodge war es immer noch am Regnen, und als wir gefragt wurden, Camping oder Bungalow, entschieden wir uns für einen Bungalow. Der Preis war derselbe wie in der Nata Lodge, also erwarteten wir auch ähnliches. Aber weit gefehlt. Nachdem wir unseren Bungalow gefunden hatten, mussten wir fast lachen. Ein derartiges Häuschen hatten wir während unserer langjährigen Afrikafahrten noch nie gesehen. Es war nicht nur winzig klein, diese Winzigkeit war auch noch voll gestopft mit allem Möglichen. Es gab nicht nur das Bett nebst Nachtschränkchen. Gegenüber gab es auch noch eine Sitzecke mit wuchtigen Sesseln, sodass man sich kaum bewegen konnte. Dem nicht genug, wurde in die Ecke auch noch eine Küchenzeile gequetscht. Die Türen der Schranke ließen sich zwar nicht öffnen, da waren die Sessel im Weg. Aber, man konnte immerhin mit einer Küchenzeile prahlen. Im gesamten Raum konnte man sich kaum bewegen. Einen Platz , um den Koffer abzulegen gab es nicht, dieser konnte nur aufrecht neben dem Bett abgestellt werden. Öffnen war nur auf dem Bett möglich. Das Bad war so eng und klein, das habe ich noch nie erlebt. Ein adipöser Mensch hätte keine Chance gehabt, die Toilette, geschweige denn die Dusche zu erreichen. Also räumten wir erst einmal das Zimmer um, um uns wenigstens in der Mitte bewegen zu können. Der Wohnzimmertisch landete auf der unmöbilierten Terrasse, dazu stellten wir unsere Campingstühlchen, und tranken erst einmal ein Frustbier. Nachdem der Regen aufgehört hatte, beschlossen wir, uns den Camp Site anzuschauen, der ca. 700 Meter entfernt liegt. Der Weg führte uns durch schönes Buschland mit vielen Bäumen. Dann ärgerten wir uns erneut maßlos. Kurz vor dem Campingplatz gab es es nagelneues Tented Camp. In dieser schönen Landschaft standen einsam vier sehr große Wohnzelte , die bei unserem Einchecken nicht erwähnt wurden. Und das für deutlich weniger Geld als für den winzigen Bungalow. Hier hätten wir noch einmal einen Abend mit Afrikafeeling verbringen können. Der Camp Site dahinter war sehr schön . Die Ablutions waren ebenfalls neu. Zusätzlich gab es einen großen schon gemauerten Feuerplatz, der wohl Overlandern dienen soll. Abends im Restaurant sah ich den Manager wieder. Ich sprach ihn darauf an, warum er uns so eine kleine Hütte vermietet, wo es doch so ein schönes Tented Camp gibt. Es grinst mich an, und meint, das wäre seine Strategie. Ich habe nicht weiter nach gefragt, habe ihm nur gesagt, dass ich diese Strategie im Internet unter keinen Umständen weiter empfehlen werde. Daraufhin guckte er etwas sparsam. Auch das gesamte Restaurant entsprach nicht meinen Vorstellungen einer afrikanischen Lodge. Es befand sich zusammen mit der Bar in einem geschlossenen Raum, wo ich doch so gerne draußen sitze. Zudem waren die Wände geschmückt mit Gemälden von irgendeinem Großwildjäger, der stolz über einem abgeschossenen Löwen posierte. Ob es sich dabei um den Besitzer der Lodge handelte, habe ich nicht nach gefragt, sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch mehr aufgeregt. Und das wäre noch etwas lauter geworden. Gott sei Dank hatte unsere Hütte wenigstens Air Condition, sonst hätte ich noch Platzangst darin gekriegt. Schon früh verließen wir diesen Ort, und werden bestimmt nicht dahin zurück kehren. Die Grenzformalitäten von Botswana nach Namibia verliefen ohne Probleme sehr zügig. Wir kamen am frühen Nachmittag auf der Farm unserer Freundin Ulla an. Die Wiedersehensfreude war groß, hier verbrachten wir noch schöne 1 ½ Tage,…….sahen vorerst den letzten afrikanischen Sonnenuntergang
……… bevor uns Air Namibia pünktlich in den norddeutschen Winter zurück brachte.
auch für mir ganz herzlichen Dank für deinen informativen Bericht, der mir bei den Planungen für 2015 sehr nützlich sein wird. Hinsichtlich Elephant Sands sind wir anscheinend zur gleichen Meinung gekommen... 😗
Herzliche Grüße und Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Erika2'338 Beiträge · seit 200724. Apr. 2014 · #235
Hallo Birgitt
Es hat mir grosse Freude bereitet, mit euch zu reisen. Ihr nehmt es sehr locker und das gefällt mir. Und so ein Totalabsturz mit allen Nachwehen gehört auch hin und wieder dazu 🤩 .
Danke für den sehr kurzweiligen, schönen Reisebericht.
BirgittThemenstarter1'667 Beiträge · seit 200924. Apr. 2014 · #237
Fazit unserer Reise
Ich hoffe, ich konnte euch durch meinen Bericht dieses wunderschöne Land etwas näher bringen. Zimbabwe besticht durch seine schöne, abwechslungsreiche Landschaft, und der dort lebenden Menschen. In meinen Augen ist Zimbabwe sehr einfach zu bereisen. Wir trafen durchweg auf sehr freundliche Menschen. Viele von ihnen hießen uns als Touristen in ihrem Land Willkommen, baten uns für Zimbabwe etwas Werbung zu machen…….was ich hiermit mache….:) Da ja doch einige Touristen das Land wieder bereisen, spürte man vielerorts eine positive Aufbruchstimmung. Die Leute wollen wieder arbeiten und Geld verdienen, auch durch den Tourismus. Es war aber auch immer wieder rührend zu sehen, wie die Menschen mit wenig zur Verfügung stehenden Mitteln alles versuchten, die Dinge nett herzurichten. Angebettelt wurden wir nie. Die wenigen Polizeikontrollen, die wir passieren mussten, verliefen allesamt höflich und freundlich. Die Polizisten erwarten Gleiches von uns. Respektiert man sie , kann man problemlos passieren. Auch von ihnen wurden wir oft als Tourist im Land begrüßt.
Der Gonerazhou Park kam bei uns deutlich zu kurz. Vier Tage waren einfach zu wenig. Der Park ist landschaftlich wunderschön, abwechslungsreich, einsam und wild, ebenso die Tiere die dort leben.
Die Chimanimani Berge und die Bvumba Moutains sind immer eine Reise wert. Leider hatte uns das Wetter dort einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diese region werden wir bestimmt wieder besuchen.
Der Chizarira Park lohnt schon alleine wegen der grandiosen Aussicht von da oben. Auch wenn es, wie bei uns, nur zu einem Picknick reicht.
Der Matobos Park hat seine eigene Faszination. Viele Tiere sollte man hier nicht erwarten. Er besticht einfach durch seine Granitfelsenlandschaft und die vielen Höhlen mit ihren Felsmalereien, die es zu erwandern gibt.
Der Hwange Park ist natürlich auch immer wieder eine Reise wert. Auch wenn unsere Tiersichtungen dieses Jahr relativ gering waren. Schön war es trotzdem……
Nun möchte ich noch allen Mitlesern und den treuen Danke Button Drückern für ihre Geduld danken. War es doch oft bei mir etwas zähflüssig…..:( GELLE, picco…… 😄 🤪 😗 Erika und Butterblume, ich hoffe, wir haben uns beim Pfingst Braai viel zu erzählen.
Panther, euch wünsche ich einen tollen, erlebnisreichen Urlaub. Mein Neid reist mit euch….. 🙂 😎
Und natürlich auch Werner und Ute, die am Montag starten. Genießt euren Urlaub und kommt gesund zurück, damit wir uns Pfingsten wieder sehen.
Natürlich auch Danke an Logi, Topobär, Nane, Manaslu, Daxiang, Fleur, engelstrompete und Sanne
...werde Deine humorvollen Stories a la "die Barkeeperin näherte sich uns zentimeterweise"
😄 😄 😄 😄 😄 😄 richtiggehend vermissen.........
mit lieben Grüssen,
BMW
Sanne2'462 Beiträge · seit 200624. Apr. 2014 · #239
Liebe Birgitt,
das war ein wirklich schöner Bericht. Wie oft hast Du uns in Deiner Beschreibung von Land und Leute so sehr aus dem Herzen gesprochen - lieben Dank für Deine Mühen mit dem Bericht.
Weitere Infos zum Gonerazhou erbitten wir dann beim Pfingstbraai 😉
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
ich möchte mich bei Dir ebenfalls bedanken, dass ich ein Stück noch unbekanntes Zimbabwe kennen lernen durfte und Du mir alt bekanntes wieder in Erinnerung gebracht hast, als wäre es gestern gewesen. Vor lauter Planen für 2014 bin ich immer nur im Stück mehrerer Tage hinterher gereist. Nun bist Du am Ende mit Deinem tollen Bericht und wir habe die Flüge für den 29.08.2014 nach Entebbe gebucht. Doch irgendwann werden auch wir wieder nach Zimbabwe reisen, dann muss ich Deinen Bericht ein zweites mal lesen.
Danke und liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway