Die Eulenmuckels auf Jubiläumsreise

Reisebericht 444 Antworten · 111k Aufrufe · gestartet 15. Dez. 2013 von Eulenmuckel
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200626. Dez. 2013 · #102
Samstag, 27. Juli 2013 – Faulenzen

Xakanaxa, Moremi

Nun sind wir seit einer Woche in Afrika und haben schon wieder so unglaublich viel erlebt. Ohne diesen Reisebericht könnten wir uns schon jetzt nicht mehr an alles erinnern.
Wir standen erst nach Sonnenaufgang auf und räumten unsere Sachen zusammen.

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Spuren des gestrigen Elefantenbesuchs:

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Da der Weg zu den Ablutions recht weit ist und ohnehin auf dem Weg liegt, fuhren wir ausnahmsweise bis dorthin, erledigten unsere Morgentoilette und starteten dann den Gamedrive. Zunächst ging es mit Nadi und Felix im Konvoi zu den Paradise Pools. Leider sahen wir dort nicht viele Tiere. Vielleicht hatte das Krokodil alle aufgefressen.

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Vor einem Jahr hatten wir hier eine Leopardenmutter mit ihrem Kleinen beobachtet. Irgendwie können wir es nicht lassen, an genau diesen Stellen immer wieder besonders Ausschau zu halten. Aber es könnte ja sein, dass …
Wir entschieden uns, in Richtung Dead Tree Island zu fahren. Auf dem Weg dorthin bogen unsere Reisepartner wieder nach Xakanaxa ab. Irgendwie gelang es uns nicht, auch nur einen vernünftigen Weg nach Dead Tree Island zu finden. Wann immer wir eine Spur dorthin fanden und ihr folgten, endete diese im Wasser oder Schilf, so dass wir umkehren mussten. Als der Mittag nahte, fuhren wir ebenfalls wieder nordwärts nach Xakanaxa. Dabei sahen wir noch eine kleine Herde Wasserböcke.

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Ansonsten standen immer wieder Impalas im Gebüsch. Kurz vor der letzten Wasserdurchfahrt beobachteten wir noch einen Streifenliest.

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Im Camp legten wir eine lange Mittagspause ein. Nadia lag im Zelt und ruhte sich aus. Nachdem es ihr am Morgen besser gegangen war, fühlte sie sich nach dem Gamedrive wieder deutlich schlechter. Langsam sind wir ratlos, da sämtliche Mittel gegen Erkältungsbeschwerden nicht helfen. Wir machten Omeletts für alle und aßen Brot und Brötchen.

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Anschließend ging Ruth ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Schleich dem Vogel hinterher, bis er davonfliegt und außer einem Beweisfoto nichts bleibt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Geduld und Energie sie dabei hat. Ihre Ausbeute bestand aus einem Braundrossling und einem Coucal, aber welcher ist das? In unserem Bestimmungsbuch gibt es sehr viele Unterarten, die sich für uns kaum unterscheiden. Warum haben eigentlich so viele Vögel rote Augen?

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Nadia ruhte sich im Zelt aus, und Felix war so nett, für alle den Abwasch zu übernehmen. Es war herrliches Wetter, und auf der schönen Xakanaxa-Campsite ließ es sich gut aushalten.
Am Nachmittag drehten wir eine weitere Runde durch die Umgebung, jedoch wieder ohne nennenswerte Tiersichtungen. Wir kamen lediglich an Zebras, Pavianen und Lechwe-Antilopen vorbei.

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Zum Abendessen machten wir Salat, Folienkartoffeln und Boerewors. Anschließend saßen wir noch lange am Feuer und unterhielten uns. Über uns funkelten tausende Sterne. Als wir im Zelt lagen, brüllte wieder ein Löwe. Tierbesuch bemerkten wir diese Nacht keinen.

Kilometer: 57
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zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2013
8'684 Beiträge · seit 201026. Dez. 2013 · #103
Eulenmuckel schrieb: Coucal, aber welcher ist das? In unserem Bestimmungsbuch gibt es sehr viele Unterarten, die sich für uns kaum unterscheiden. Warum haben eigentlich so viele Vögel rote Augen?



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Liebe Eulenmuckels,

ich tippe auf einen Coppery-Tailed Coucal (Centropus cupreicaudus), eben weil die Schwanzfedern braun und nicht schwarz sind, zumindet sieht es auf dem Foto so aus. Passen würde auch die feine Bänderung oben am Schwanz, die sonst leicht verdeckt ist, wenn er sich nicht aufführt wie auf dem Bild 😉 ! Auch das Verbreitungsgebiet stimmt.

Mal schaun, was die anderen sagen....

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2013
1'271 Beiträge · seit 200726. Dez. 2013 · #104
Hallo Ruth und Uwe,

kaum versinkt man im Vorweihnachtsstress und ist mal eine kurze Woche zum Skifahren, schon verpasst man den Anfang Eures Reiseberichts 🤨

Und wieder großes Kino, Eures Fotos und Euer Bericht. Es macht soooooo viel Spass, Eurer neuen Reise zu folgen und ich hoffe, es wird noch so einige Jubiläumsreisen geben.

Ich freue mich auf die Fortsetzung mit weiteren schönen Bildern.

Liebe Grüße und schreibt bald weiter,

Nicole
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2013 · #105
@Bele: Vielen Dank für deine Erläuterung. So ganz überzeugt sind wir aber noch nicht. Nach unserem Buch könnte es auch der Senegal Coucal sein?! Hier müsste vielleicht noch mal ein Biologe ran 😉

@Nicole: Vielen Dank. Wir schreiben schon weiter.
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zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2013
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2013 · #106
Sonntag, 28. Juli 2013 – Löwenjagd II

Xakanaxa, Moremi

Es wird immer wärmer. Heute hatten wir beim Aufstehen um 7.00 Uhr schon fast 10 Grad. Wir genossen den Sonnenaufgang. Für uns sieht es aus, als würde hier jemand im Wurstbaum liegen.

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Wieder fuhren wir nach dem Einklappen des Daches zum Waschhaus und anschließend auf die „Jagd“. Der erste Weg führte uns wie meist in Richtung Paradise Pools. In einiger Entfernung vor uns fuhr ein Safariwagen. Er war schon lange außer Sicht, als er uns plötzlich mit relativ hoher Geschwindigkeit entgegenkam und davonbrauste. Wir vermuteten, dass der Fahrer einen Funkspruch erhalten hatte, wo sich die Löwen aufhielten, die wir am Abend und in der Nacht gehört hatten. So versuchten wir eine neue Taktik, drehten auch um und folgten dem Wagen. Das war gar nicht so einfach, und bald hatten wir ihn und seine Spur verloren. So ein Ärger!
Also mussten wir unser Glück wieder alleine suchen und fuhren einen eigenen Weg südlich von Xakanaxa, bis Ruth eine Impalaherde auffiel, die sich auffällig benahm. Alle Tiere schauten angespannt an uns vorbei in dieselbe Richtung. Ihrem Blick folgend entdeckten wir zunächst nichts, doch schon bald spazierte ein männlicher Löwe aus dem Gebüsch genau auf uns zu.

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Beim Näherfahren bemerkten wir einen zweiten Löwen. Die beiden schritten gemächlich ihres Weges. Wir folgten ihnen, so lange es die Fahrspur erlaubte. Bald entfernten sie sich und verschwanden zwischen den Büschen. Inzwischen stand noch ein Safariwagen bei uns. Wir zogen unser GPS zu Rate und fanden in der Richtung, die die Löwen eingeschlagen hatten, in ein paar hundert Metern Entfernung einen Weg. Schnell folgten wir der Spur, denn wir hofften, ihnen im Grasland den Weg abschneiden zu können, obwohl wir hierfür einen ziemlichen Umweg um viele enge Kurven und Sträucher herum machen mussten. Und tatsächlich: Unsere Mühe wurde belohnt, denn die beiden erschienen unmittelbar, nachdem wir unseren errechneten Treffpunkt erreicht hatten, wie verabredet und legten sich platt vor unser Auto. Das Safari-Auto kam erst einige Minuten später an. Ha, hätte der Fahrer doch mal unsere Taktik von heute früh übernommen und wäre uns direkt hinterhergefahren! 😉
Als nun das zweite Auto auftauchte, erhoben sich die beiden Löwen wieder und liefen vor uns den Weg entlang.

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Sie erschienen uns noch relativ jung, und ihre Mähnen sahen aus wie geschoren. Während wir die beiden beobachteten, entfernten sie sich weiter in unzugänglicheres Gebiet. Inzwischen waren weitere Safariwagen (vermutlich über Funk informiert) eingetroffen, die teilweise querfeldein hinter den Löwen her fuhren. An einem Wasserlauf löschten die Tiere ihren Durst und wateten durch den schwarzen Pröddel. Alleine wären wir an dieser Stelle umgekehrt, aber die Safariguides kannten sich aus und fuhren voran. Wir sahen, dass das Wasser nicht tief war und folgten.
Als die Löwen stehen blieben und sich hinlegten, stellten wir uns in eine gute Position zum Fotografieren.

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zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2013
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2013 · #107
Auf dem offenen Wagen neben uns saß eine Gruppe Schweizer und schnatterte ohne Pause in enormer Lautstärke. Wir werden wohl nie verstehen, warum man sich in einer solchen Situation lautstark über das Essen oder andere banale Dinge unterhalten muss, anstatt einfach mal in Stille den Moment zu genießen. Irgendwann wurde es Ruth zu viel, und sie wies die Plappermäuler mit zugehörigem Lehrerinnen-Autoritäts-Ich-Dulde-Keine-Widerrede-Blick 😠 darauf hin, sich doch BITTE ein wenig leiser zu unterhalten. Folgsam benahmen sie sich tatsächlich besser. Anscheinend waren aber nicht nur die Schweizer, sondern auch ihr Auto so eingeschüchtert, dass der Motor des Safariwagens wenige Minuten später nicht mehr anspringen wollte. Ein anderer Fahrer wurde herbeigefunkt, der mit seinem Auto anschieben musste. In einiger Entfernung tauschte die komplette Reisegruppe unter den wachsamen Blicken der beiden Löwen die Wagen.

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Als immer mehr per Funk verständigte Gruppen eintrafen, verschwanden die Löwen endgültig im hohen Gras. Nun wurde ihnen der Trubel hier wohl doch zu groß. Wir waren rundum glücklich, weil wir sie lange beobachten konnten und vor allem deshalb, weil wir sie selbst entdeckt hatten.
Sehr zufrieden mit diesem tollen Safarierlebnis kehrten wir auf dem schnellsten Weg an einer Herde Wasserböcke vorbei zum Campingplatz zurück.

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Vorher trugen wir uns noch ganz stolz auf der Sichtungstafel am Xakanaxa-Gate ein:

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Zwergspint

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Zusammen mit Nadia und Felix frühstückten wir ausgiebig mit Müsli und Brötchen. In der Mittagspause wurde gespült und gefaulenzt. Ruth lag in der Hängematte. Schließlich gingen wir duschen und brachen zu einer Nachmittagsfahrt auf.
Wir blieben jedoch nicht lange, da wir zum einen fast keine Tiere sahen, und zum anderen auch keine Lust hatten, sehr weit zu fahren. So kehrten wir früh ins Camp zurück. Dort hatte sich bei einem der vorderen Stellplätze ein Zwischenfall mit einem einzelnen Elefanten ereignet. Der Elefant hatte sich wohl an den Essensvorräten einer geführten Gruppe zu schaffen gemacht, Milchtüten und Bierdosen geknackt und ausgetrunken und war aggressiv geworden, als man versucht hatte, ihn zu vertreiben. Schließlich war es den zur Hilfe eilenden Rangern mit Autos und Schüssen gelungen, dafür zu sorgen, dass das Tier den Campingplatz verlässt. Nun herrschte große Aufregung, und die Frage stand im Raum, ob der Elefant zurückkehren würde. Nadi war sehr verunsichert und der Meinung, dass wir hier nicht bleiben könnten, da mittlerweile die wildesten Gerüchte über den Elefanten kursierten. Gemeinsam liefen Ruth und Nadi zu den Ablutions, um den entsprechenden Guide selbst zu interviewen. Dieser war völlig aufgebracht. So etwas habe er in 20 Jahren noch nicht erlebt. Und er war sich sicher: Dieser Elefant sei nicht normal, er werde diese Nacht zurückkommen, sich rächen und sogar töten! Seine komplette Reisegruppe war gerade dabei, ihre Zelte abzubauen, um diese Nacht aus Sicherheitsgründen im Duschhäuschen zu verbringen. Dies war nicht gerade das, was die Mädels hatten hören wollen. 😕
Nadi war nun keinesfalls beruhigt, ganz im Gegenteil! Die Bemerkung, dass man bei 20 Jahren Berufserfahrung doch eigentlich wissen müsse, dass man keine Essensvorräte für wilde Tiere erreichbar im Camp herumliegen ließe, tat der überaus fähige Guide nur mit einer wegwerfenden Handbewegung ab. Wir müssten selbst wissen, was wir tun. Er werde jedenfalls kein Risiko eingehen.
Um Xakanaxa jetzt noch zu verlassen, war es bereits zu spät, denn es wurde schon bald dunkel.

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Auf dem Weg zurück zu unserem Stellplatz beobachteten Ruth und Nadi eine Gruppe von Südafrikanern, die mit fünf Autos unterwegs waren. Sie hatten diese in Kreisformation geparkt, einen Zaun darum aufgebaut und waren nun gerade dabei, einen kleineren, zweiten Elekto-Zaun zu errichten. Hmmmm! Nadi war mit den Nerven am Ende. Auch Ruth war nicht mehr ganz so mutig. Was war denn hier los? Die einen schlafen lieber in der stinkigen Toilette, die anderen verschanzen sich in einer doppelt gesicherten Wagenburg.
Wie beruhigend war doch die Meinung zweier Südafrikaner, die in ihrem kleinen Bodenzelt schon seit mehreren Tagen hier campierten. Als die beiden Mädels aufgeregt diskutierend an ihnen vorbeiliefen und ihnen vom merkwürdigen Verhalten der anderen Camper berichteten, fingen sie lauthals an zu lachen. Die Leute im Duschhäuschen müssten sie unbedingt fotografieren gehen, das würde ihnen sonst niemand glauben. Die Elefanten seien jeden Abend und jede Nacht da, jedoch noch nie aggressiv gewesen. Und nein, sie hätten keine Angst in ihrem winzigen Bodenzelt zu übernachten.
Nach einer kurzen Lagebesprechung – viele Möglichkeiten hatten wir ja nicht – bewerteten wir die Voraussage des Guides als übertrieben. Zu Nadias Beruhigung stellten wir die beiden Autos etwas dichter aneinander zwischen zwei große Bäume. Die beiden Südafrikaner kamen noch kurz vorbei und boten uns einen Jägermeister zur Beruhigung an. Obwohl Ruth solch ein Zeug überhaupt nicht mag, nahm sie das Angebot dankend an. Sieh mal einer an, da wird sich doch niemand Mut antrinken wollen?!
Nachdem wir lange über die Gefahr diskutiert hatten, die von dem möglicherweise aggressiven Elefanten ausgehen kann, war es dunkel geworden, und wir hatten keine Lust mehr zu grillen. So machte Ruth einen sehr leckeren Wurstsalat.
Wir sind nun seit einer Woche mit Nadia und Felix unterwegs und merken, dass die beiden den Urlaub nicht uneingeschränkt genießen können. Einerseits ist Nadias Erkältung noch immer nicht auskuriert, längere Autofahrten strengen sie sehr an, manchmal hat sie noch Fieber und fühlt sich permanent schlapp. Andererseits hat sie auch immer wieder große Angst vor den wilden Tieren hier im Park und kann daher nachts nicht gut schlafen. Ständig ist sie wach und horcht auf das kleinste Geräusch. Wir haben ein schlechtes Gewissen, weil wir den beiden zu diesem Urlaub geraten haben und davon ausgegangen sind, dass wir mit unserer Erfahrung sämtliche Probleme, die den beiden begegnen würden, lösen könnten. Nun machen wir uns Sorgen, dass wir Nadia und Felix vielleicht zu viel zugemutet haben. Hoffentlich können wir ihnen in den nächsten Tagen doch noch zu einem schönen Urlaub verhelfen.

Kilometer: 46
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zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2018
2'772 Beiträge · seit 200627. Dez. 2013 · #108
Die Löwen sehen ja richtig zum Knuddeln aus! 😄 Die meisten haben ja eine zottelige Mähne.

Weiter so, ich freue mich Eurem Bericht zu folgen.

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
8'684 Beiträge · seit 201027. Dez. 2013 · #109
Eulenmuckel schrieb:@Bele: Vielen Dank für deine Erläuterung. So ganz überzeugt sind wir aber noch nicht. Nach unserem Buch könnte es auch der Senegal Coucal sein?!
Ich hatte einen ähnlichen Gedanken - allerdings hat der Senegal Kuckuck so richtig schwarze Schwanzfedern (und auch nicht diese knatschroten Augen) - auf eurem Foto sieht der Schwanz sehr braun aus. Allerdings würde für den Senegal sprechen, dass die schwarze Kopfkappe nicht so weit runter geht wie beim Coppery..... Habt Ihr nicht noch andere Fotos von ihm?

So, jetzt les ich aber mal den Bericht weiter!

LG Bele

Edit: Uiiii, da wird es ja richtig spannend.... und ich bekomme Bedenken, ob ich meinen Bekannten für nächstes Jahr nicht zu viel zumute... 😐 ! Als wir neulich in großer Runde zusammen saßen, konnte einige so ganz und gar nicht verstehen, dass die Beiden sich von mir hatten bequatschen lassen 😗 ! Aber ich bin mal optimistisch und hoffe, dass Ihr die Moremi-Elefanten inzwischen alle gezähmt habt und wir mit unseren Bodenzeltle dann nächsten Sommer keine Probleme bekommen 🙂 !

Die Löwen scheinen tatsächlich noch an ihrer Mähne zu arbeiten - die sehen ja richtig spießig aus 🤪 ! Bitte bald weiterschreiben - ich schwelge in Erinnerungen und Vorfreude gleichzeitig....

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2013
874 Beiträge · seit 200827. Dez. 2013 · #110
Hihihihi
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
95 Beiträge · seit 200627. Dez. 2013 · #111
Hallo Ruth und Uwe.

herzlichen Dank für den tollen Reisebericht und die super Fotos!

Ich bin mir bei Euerem Coucal ziemlich sicher, dass es sich hier um einen
Coppery-Tailed Coucal handelt.
Der Schnabel ist länger als bei einem Senegal Coucal. Ausserdem hat er
die typische schwarz-weiss Zeichnung am Ansatz der Schwanzfedern.

LG
Thomas
Unsere Bilder bei flickr: http://www.flickr.com/photos/jaffles/sets
5'479 Beiträge · seit 200927. Dez. 2013 · #112
Wir haben die Moremi-Elefanten zwar als sehr aufdringlich, aber nie aggressiv erlebt. Waren sehr intensive Erfahrungen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'127 Beiträge · seit 201127. Dez. 2013 · #113
Hallo Ihr zwei,

ein nach wie vor wunderschöner Reisebericht mit tollen Fotos (obwohl Eure Löwen mit der kurzen Mähne schon ein wenig seltsam aussehen 🤪 🙄 ).

Campen in Botswana steht bei uns auf der Wunschliste ziemlich weit oben und als ich Eure Bilder von der Wasserdurchfahrt gesehen habe, habe ich bei mir so gedacht: "Aaach, das sieht ja garnicht so wild aus, das haben wir in Australien alles auch schon hin bekommen 🙂 ." Als ich dann allerdings weitergelesen habe und bei der Geschichte mit dem "Elefantenbesuch" gelandet bin 🤩 , da wurde mir dann aber doch reichlich mulmig 🤢. Da ist das Campen in Australien aber deutlich harmloser 😉. Ich weiß nicht, ob da der Jägermeister zum Mut antrinken ausreichen würde 😐. Vor Elefanten haben wir, gerade auch nach unserem letzten Urlaub, einen Heidenrespekt. Da kann ich Eure Freunde schon gut verstehen, vorallem wenn man dann zusätzlich auch noch gesundheitlich angeschlagen ist. Ich bin schon sehr gespannt wie es bei Euch weitergeht und auch wie es Euren Freunden weiter gefallen hat.

Nach den ganzen tollen Reiseberichten hier im Forum (auch den Euren 😉 ), werden wir es auf jedes Fall bei unserer Südnamibiatour im nächsten Jahr auch mal (wieder) mit campen probieren und uns dann, was das Campen im südlichen Afrika angeht, hoffentlich nach und nach weiter "vorantasten" 🙂 .

Liebe Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
3'700 Beiträge · seit 200927. Dez. 2013 · #114
Hallo Eulenmuckels,

Eure Gefiederten machen richtig Freude! 😁 Wenn es mit der Größe hinkommt, schließe ich mich Bele und Allesverloren an und tippe ebenfalls auf den Coppery-Tailed Coucal. Der Schnabel ist im Verhältnis zu den anderen möglichen Coucals schon größer. Kommt leider auch im Sinclair/Ryan nicht so rüber!

Herzlichen Dank und Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'162 Beiträge · seit 201227. Dez. 2013 · #115
Ein liebes Hallo an die Kuckucksfreunde,

ich befürchte, dass ich alle bereits vorgeschlagenen Namen zurückweisen muss.
Nach meiner Einschätzung handelt es sich um den Weißbrauenkuckuck (White-browed Coucal) [Centropus superciliosus]. Und zwar ist es die Subspezies burchelli bei der der sonst so charakteristische weiße Lidstrich fehlt.
Orientiert habe ich am "Handbook of the Birds of the World", Bd. 4 (Lynx Edicions), 1997, 679 S. [Diese wunderbare Serie umfasst 17 Bde. mit insges. ca. 11.000 S.]

Wenn ich es schaffe schaue ich mir die anderen Vögel noch zeitnah an.

Beste Grüße
B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
8'684 Beiträge · seit 201027. Dez. 2013 · #116
Biologe schrieb:
Nach meiner Einschätzung handelt es sich um den Weißbrauenkuckuck (White-browed Coucal) [Centropus superciliosus]. Und zwar ist es die Subspezies burchelli bei der der sonst so charakteristische weiße Lidstrich fehlt.

Beste Grüße
B.
Hallo B., mir welcher Begründung?? Für mich ist Verbreitungsgebiet, Schnabel und braune Schwanzfedern (sofern die Farbwiedergabe des Fotos stimmt), typisch für den Coppery-tailed Coucal. Würde mich interessieren, woran du den Weißbrauenkuckuck festmachst!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2013
1'162 Beiträge · seit 201227. Dez. 2013 · #117
Hallo Bele,

für mich ist die Verbreitung natürlich auch wichtig. Die ssp. burchelli kommt in Botswana vor, der Coppery-tailed offensichtlich nicht.
Bei dem burchelli ist die hellere Braunfärbung der Flügel sehr viel ausgeprägter als bei dem Coppery-tailed, der zum Rücken hin deutlich dunkler wird. Die Schwanzwurzel ist beim burchelli hell gesprenkelt, beim Coppery-tailed nicht, und auch der burchelli hat bräunliche Schwanzfedern
Der Schnabel ist bei den afr. Centropus ziemlich gleich und weist kaum signifikante Unterschiede auf, der vom burchelli ist vielleicht etwas schmaler, aber das lässt sich an Hand des Fotos fast nicht beurteilen.
Die Coucal-Arten, die theoretisch in Frage kommen (Coppery-tailed, Senegal und White-browed) sind sich so ähnlich, dass eine absolut sichere Bestimmung an Hand eines einzelnen Fotos sehr schwierig ist. Vom Coppery-tailed bin ich aber nicht überzeugt, dieses Foto zeigt mehr Merkmale, die auf den White-browed hinweisen. Lass uns hinfahren und den Vogel in natura besichtigen.

Beste Grüße
B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2013
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200627. Dez. 2013 · #118
Lieber Kuckucks-Clan,

wir haben uns schon gedacht, dass die Bestimmung nicht so einfach wird. Wir sind mit dem Coppery-Tailed Coucal auch nicht ganz zufrieden, weil der Schwanz-Ansatz unseres Vogels gesprenkelt ist. Hat der White-Browed Coucal denn auch eine so helle Brust? In unserem Vogelbuch hat der Senegal-Coucal übrigens rote Augen. Hm...
Wir werfen mal noch einen Burchell's Coucal in den Ring, der sich verflogen und außergewöhnlich helle Schwanzfedern hat (vermutlich haben wir eine neue Unterart entdeckt) 😉 Denn bei uns ist es genau umgekehrt: Der Burchell's kommt im Okavango-Delta nicht, der Coppery-Tailed jedoch sehr wohl vor.
Hier ist ein weiteres Foto, leider aus der gleichen Perspektive und in ähnlicher Pose:

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Das nochmalige Hinfahren ist ein sehr guter Plan. Wir buchen mal schnell.

@Pascalinah und Bele: Wir haben uns auch sehr über die Mähnen der Löwen gewundert. Als kämen sie gerade vom Friseur.

@Topobär: Wir selbst haben zwei Abende zuvor auch nur die neugierigen Elefanten erlebt. Aggressiv waren sie bei uns nicht. Wenn dir allerdings ein Safari-Guide mit schreckgeweiteten Augen ausmalt, was der aggressive Elefant in der kommenden Nacht alles anstellen wird, kann das doch sehr verunsichern.

@Susi: Das Vorantasten ist eine gute Vorgehensweise. Das war bei uns auch so. Mit jeder Reise wird man ein wenig sicherer. Ruth stressen eigentlich nur Temperaturen unter Null Grad und Elefanten in unmittelbarer Nähe. Mit letzteren werdet ihr im Süden Namibias wohl keine Probleme haben. Und im September wird es hoffentlich auch nicht mehr so kalt sein.

Viele Grüße,
Ruth und Uwe
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8'684 Beiträge · seit 201027. Dez. 2013 · #119
Biologe schrieb: Die ssp. burchelli kommt in Botswana vor, der Coppery-tailed offensichtlich nicht.
Lass uns hinfahren und den Vogel in natura besichtigen.

Beste Grüße
B.
Bin dabei (also beim Hinfahren) 🙂 . Das mit dem Verbreitungsgebiet lass ich so nicht stehen: der Coppery-tailed kommt gerade in der Gegend, wo er fotografiert wurde, vor - wenn ich nicht völlig falsch informiert bin 😉 !

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2013
1'162 Beiträge · seit 201227. Dez. 2013 · #120
Danke für Eure Rückmeldungen,

das mit der Verbreitung kann ich jetzt nicht im Detail überprüfen, dafür fehlt mir die lokale Literatur. Lassen wir diese Frage mal im Raum stehen.
Es gibt aber noch ein Merkmal, das für den Burchell's Coucal spricht: die bläulich-graue Beinfarbe, die auf beiden Fotos gut zu erkennen ist. Beim monotypischen Coppery-tailed ist sie grundsätzlich schwarz, beim polytypischen White-browed variiert sie von schwarz bis bläulich-grau. Und das spricht auch für meine Einschätzung. Aber, was soll's; schätze mal, die Frage bleibt bis auf weiteres unentschieden. Vielleicht widmet sich ja noch ein anderer Kenner diesem Vogel. Meine "Weisheit" ist in dieser Frage wohl erschöpft.

Beste Grüße
B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer