Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201021. Nov. 2013 · #23
Elefanten satt und kein Rhino !
Eine Reise durch den Nordosten von Südafrika in Bildern !
Teil IV
7.-10. Tag: Krüger NP Satara
Bobejaan Krans Viewpoint über dem Timbavati River an der H7. Hier darf man aussteigen.
S100 und H6 gelten als die besten Löwenrouten. Für uns hat sich das auch jetzt wieder bestätigt. Schon während einer früheren Reise konnten wir hier eine Gruppe mit 25 ! Löwen sehen. Für dieses Erlebnis gibt es kein Vergessen.
Es war unsere 4.Reise in den Krügerpark. Wir lieben den Krügerpark und wollten diesmal für 10 Tage von Satara bis Punda Maria reisen. Unsere Wunschcamps waren Shingwedzi und Pafuri. Beide wurden während der letzten Überflutungen stark in Mitleidenschaft gezogen sodass daraus, obwohl schon gebucht, leider nichts wurde. Shingwedzi (Restaurant noch nicht wieder geöffnet) ist wieder hergestellt, Pafuri scheint dagegen nicht wieder eröffnet zu sein !?
Sataraland ist Adlerland Gaukler, Raub- und Kampfadler an der A6.
Strecke: Von Karongwe auf guter Teerstraße zum Orpengate. Busch und Wildzäune auf beiden Seiten der Straße. Im Süden die zerklüfteten Drakensberge. Unterwegs passiert man die Abzweigungen zum Blyde River Dam und Moholoholo.
In Hoedspruit gibt es gleich linker Hand einen Sparmarkt, etwas weiter ein Touristenzentrum mit Wechselstube. Hier haben wir unsere Reiseschecks gegen Bares eingetauscht. Da es keine großen Scheine gab haben wir die hier gleich bündelweise bekommen. Gefühlt also sehr, sehr viel Geld.
Moholoholo: Wer Gefallen daran findet, einen angeleinten Geparden zusammen mit 2 Dutzend (die nächste Gruppe wartet schon !) anderen Menschen einmal kurz anzufassen, einem Löwen hautnah und mit nur einem Maschendraht dazwischen gegenüber zu stehen, Geier zu füttern und einen Gaukler zu streicheln ist hier richtig. Wir haben diesen Ort mit gemischten Gefühlen verlassen und waren von diesem Besuch irgendwie enttäuscht. Unsere subjektive Meinung. Die Erfahrung muss wohl jeder für sich selbst machen.
Die Löwen kommen vom Giraffenriss. Sie haben sich satt gefressen. Wir sind ihnen lange, lange Zeit auf der Straße gefolgt. Hyänen, Schakale und Geier holen sich was übrig geblieben ist. Ein Schauspiel wie man es sonst nur aus Filmen kennt.
Satara Restcamp: http://www.sanparks.org/parks/kruger/camps/satara/ Wir waren gespannt was sich seit unseren ersten Besuchen hier verändert haben würde: Es gibt nun einen Pool. Der Shop ist gut bestückt. Es gibt alles was man so braucht. Auch Wildfleisch. Knappes, wenn letztlich auch ausreichendes Angebot an Obst und Gemüse. Geschirr, Grill-und Kochbedarf. Viel und für uns unnötiger Andenken-Schnickschnack. Leider wenig authentisches aus der Region, sondern Massenware wie man sie auch sonstwo findet. Sehr positiv ist dagegen das gute Angebot an Bestimmungsliteratur und Naturbüchern. Die Bungalows sind gewohnt sauber und in Schuss und sind ansonsten dieselben geblieben. Leider gab es kein Geschirr, da hätten wir wohl einen anderen Bungalow nehmen müssen. Im Restaurant hofften wir ein Büffett vorzufinden, so wie wir das von Berg-en-Dal und Pretoriuskop bei unserem Besuch in 2007 kannten. Das war zwar vorhanden, Essen gab es aber nur nach Karte. Leider kein Wildfleisch, das wir hier nach dem guten Angebot im Shop eigentlich erwartet hatten. Das Restaurant ist laut und hat Wartehallenatmosphäre. Trotz der relativen Kälte zogen wir es deshalb vor mit nur einem weiteren Paar draußen zu sitzen. Das hat sich durchaus ausgezahlt. Ist doch immerhin ein Elefantenbulle an die nahe Wasserstelle gekommen, den wohl nur wir gesehen haben an diesem Abend. Unser Rumpsteak mit Pommes und Gemüse war in Ordnung, zart rosa gebraten und hat gut geschmeckt.
Unsere Hausagame in Satara.
Fazit: Das geschilderte trifft im wesentlichen auf die anderen von uns besuchten Camps zu. Das Essensangebot ist jeweils austauschbar. Typisch „afrikanisches“ sucht man hier vergeblich. Keine gehobene Küche, aber das was es gibt ist gut und nicht wirklich zu beanstanden. Durchweg freundliches Personal, auch an den Receptionen !!
Satara war jetzt in der Hauptreisezeit stark besucht. Das hat sich im Grunde nur auf den Restaurant- und Shopbereich ausgewirkt. Am Bungalow hat man davon nichts, aber auch gar nichts mitbekommen. Auch nicht entlang der Loops, wenn es nicht gerade Löwen gab. Wir pflegen jeweils an der nächstgelegenen Picnicsite zu frühstücken und waren da häufig alleine. Also auch da verteilen sich die „Massen“, sodass sie letztlich nicht stören.
Die Satararegion gefällt uns wg.des Tierreichtums, der offenen Landschaften, abwechslungsreichen Loops, Dämme und Hides sehr, sehr gut. Wir waren für 4 Tage bzw.3 Nächte da. Es hätten locker noch mehr sein können und es wäre uns sicher nicht langweilig geworden.
Nun habe ich aber genug geschrieben, viel mehr als ich eigentlich wollte. Wenn ich erst mal dran bin finde ich kein Ende. Einfach drüber weg lesen, wenn es zuu viel wird. Ich merke das ja nicht.
Kleine und große Tiere.
Afrika ! Nwanetsi Hide und Picnicsite
Sweni Hide. Krokodilen und Hippos ganz nah. Die wenigsten finden wohl den Weg hierher. Hier waren wir meist alleine.
Es geht weiter mit Letaba. Bis dahin grüßt herzlich Günter
Nane421'362 Beiträge · seit 201124. Nov. 2013 · #24
Huch, jetzt hätte ich fast diesen Teil verpasst !! Schöne Stimmungs- und Tierfotos aus dem Kruger NP 😁 😁 !! Überhaupt stehen schon einige Tipps von Dir auf meiner Liste:Bush Kitchen, die Bootstour vom Blyde River Dam aus, der Sweni Hide... Vielen Dank !! Insgeheim plane ich ja den nächsten Kurztrip mit meiner Freundin ( hoffentlich kriegt sie Urlaub in der Zeit/ entscheidet sich leider erst im Januar)... 😗 🤪 Ich hoffe, es geht bald hier weiter ... LG, Nane 🙂
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201024. Nov. 2013 · #25
Hallo Nane, besten Dank für Dein Feedback. So bekomme ich über die bloße Zahl der Aufrufe hinaus mit, ob und wie der Bericht ankommt. Schön, dass Du bereits Anregungen für die hoffentlich bald statt findende nächste Reise entnehmen konntest. Den Bericht werde ich in Kürze fortsetzen. Schöne Grüße Günter
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201026. Nov. 2013 · #26
Elefanten satt und kein Rhino !
Eine Reise durch den Nordosten von Südafrika in Bildern !
Teil V
11. - 13. Tag: Krüger NP Letaba
Fahrstrecke: Unsere Route Richtung Norden folgt heute teils dem Verlauf des Timbavati Flusses via S40/S39, danach auf der Teerstraße H1 über den Olifants hinweg und an diesem ein Stück entlang bis zum Letaba Restcamp. Olifants wollten wir erst am nächsten Tag von da aus besuchen.
Bei der Ausfahrt aus Satara hat uns die Sonne ein Feuerwerk bescheert.
Sonst verlief unsere Fahrt erstmal ziemlich ereignislos. Bis wir schon vor dem Nsemani Dam auf eine Elefantenherde stießen. Sie schien es sehr eilig zu haben und geradewegs den Dam anzusteuern. So war es dann auch. Im schönsten Morgenlicht erreichten die Elefanten und wir fast zeitgleich den Dam. Sie haben nur kurz getrunken und sind wieder weiter gezogen. Das Ereignis hat vielleicht 10 Minuten gedauert, danach waren wir hier wieder mit uns und einem einzigen weiteren Fahrzeug alleine.
Wilde Tiere unter charactervollen Bäumen an der nur 5 km entfernten Girivana Wasserstelle.
Timbavati Picnicsite. Ein traumhafter Ort über dem gleichnamigen Flussbett. Wie so häufig waren wir hier die ersten die hier ihr Frühstück ausgepackt haben.
Gefühlt eines der vogelreichsten Gebiete die wir besucht haben. Hier haben wir unsere ersten Orangewürger überhaupt und dazu noch gleich bei der Paarung gesehen. Wahrlich prächtige Vögel, die allerdings zu weit weg waren für ein sinnvolles Foto. Einen Braunkopfliest habe ich hier eine Eidechse fangen sehen. Auch da wg.der Entfernung keine Chance auf ein Foto. Immerhin hat sich diese Mohrenmeise wenig scheu gezeigt und ist über uns in den Bäumen herum geturnt.
Auf der Brücke über den Olifants darf man aussteigen. Eine schöne Einrichtung, finde ich. Hier auch mal ein Foto mit meiner treuen Begleiterin und Ehefrau Heidi. Sie nutzt solche Stellen gerne für eine Zigarette.
N'wamanzi Aussichtspunkt, ein grandioser Ort an dem man auch aussteigen darf.
Immer wieder trifft man im Bett des Olifant Flusses auf Hippogruppen. Selten kommt man ihnen allerdings nah genug für schöne Fotos.
Der Letaba River hat einen ganz anderen Character als der Olifants. Hier von der Terrasse des Letaba Restcamps aus gesehen. Hier gibt es immer was zu sehen. Eigentlich bräuchte man da gar nicht erst herum zu fahren.
Auch das Camp selbst ist immer wieder für Überraschungen gut. Buschhörnchen sind soundso nahezu allgegenwärtig im Krüger Park. Neugierig wie sie sind, haben diese beiden Jungtiere immer wieder Ausschau nach mir gehalten.
Namaspecht und Grünschwanz-Glanzstar.
Unsere Fahrt am folgenden Tag zum Olifants Camp hat erst mal frustrierend langweilig begonnen. Graues, dürres Buschwerk und weit und breit kein Tier. Nicht mal Vögel schien es hier zu geben. Die Begegnung mit diesen Tieren war dementsprechend überraschend. Als wir sie vor uns hatten, mussten wir feststellen, dass wir an anderen bereits unbemerkt vorbei gefahren waren. Also habe ich schnell wieder den Rückwärtsgang eingelegt und zur Beruhigung von Heidi ein sicheres Plätzchen ausgesucht.
Wie an allen anderen Tagen auch, sollte dies bei weitem nicht unsere letzte Elefantenbegegnung für diesen Tag sein. Nicht wirklich ein Wunder, bei 13000 die es allein im Krüger Park geben soll.
Olifants Camp. Der Tief-und Weitblick von der Terrasse des Camps ist immer wieder berauschend schön. Hier kann man nicht lange und oft genug verweilen.
Letaba Restcamp: Schon vor der Reception ging es weitaus ruhiger zu als das im Satara Camp der Fall gewesen ist. Nur wenige Fahrzeuge. Freundlicher Empfang in der Reception. Der für uns vorgesehene Bungalow war schon fertig. So konnten wir ihn lange vor der eigentlich vorgesehenen Zeit um 14 h beziehen. Er unterscheidet sich kaum von dem in Satara. Ein wenig enger vielleicht. Die Kitchen ist gleich nebenan. Leider völlig veraltete Kochplatten, die nicht nur ungepflegt sondern mit der umgebenden Elektrik geradezu gefährlich gewirkt haben. Beides scheint seit Jahren nicht ausgewechselt worden zu sein. Auf der herrlich gelegenen Restaurantterrasse haben wir einen kleinen Mittagssnack genommen. Irgendwas mit Toast und Pommes. Sehr lecker.
Olifants Restcamp: Hier haben wir diesmal nicht übernachtet. Neu sind für uns das Restaurant mit Terrasse, die sich noch über dem eigentlichen überdachten Aussichtspunkt befinden. Gegessen haben wir hier nicht, der Dom Pedro war allerdings genial !!
Mit diesen Fotos will ich es für heute bewenden lassen. Vielleicht machen sie etwas Freude über zurückliegende oder bevorstehende Reisen in den Krügerpark. Über das eine oder andere Feedback würde ich mich freuen !!! ???
Nane421'362 Beiträge · seit 201126. Nov. 2013 · #28
Hach, schön!! Genau an dem Tisch 🤪 haben wir letzten Mai zweimal gefrühstückt 😁 !! Herrlicher Blick, und wir hatten Hippos hinten auf der Sandbank... Hoffentlich schaff' ich es nächstes Jahr wieder dort hin. Habe mittlerweile schon mal prophylaktisch 2N. Olifants gebucht... 😁 Das Sonnenaufgangsbild ist wunderschön ! LG, Nane 🙂
chrissie2'460 Beiträge · seit 200627. Nov. 2013 · #29
Nane42 schrieb: Das Sonnenaufgangsbild ist wunderschön !
Dem kann ich nur zustimmen, aber auch deine anderen Fotos gefallen mir sehr. Da wird die Sehnsucht geweckt, der Krüger ist für uns immer eine Reise wert 🙂 Freue mich schon auf den Rest eurer Reise. VG Chrissie
Steffi82672 Beiträge · seit 201127. Nov. 2013 · #30
Hallo Günter,
jetzt muss ich mich auch mal ganz herzlich für deinen Reisebericht und die schönen fotografischen Impressionen bedanken.
Da wir in dreieinhalb Wochen etwas auf deinen Spuren wandeln werden (wir werden auch Halt in der Iketla Lodge machen und der Krüger steht natürlich auch mit auf dem Programm 🙂 ), fachst du mit deinem Bericht unsere Vorfreude ganz besonders an 🙂 !
Guggu2'261 Beiträge · seit 201128. Nov. 2013 · #31
Hallo Günter,
der eigene RB ist beendet, und so habe ich jetzt mehr Zeit in anderer "Werke" zu stöbern. 😉 Ich habe jetzt dein Reisebericht in einem Rutsch gelesen. So bleibt zu sagen: Herzlichen Dank für diesen sehr schönen, sehr informativen und mit wunderschönen Fotos bebilderten RB. So muss es sein. 🙂 🙂
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201028. Nov. 2013 · #32
Hallo Chrissie, Steffi und Guggu, es freut mich, dass Euch der Reisebericht gefällt. Ich bin halt nicht so der Literat und versuche das mit den Fotos ein bisschen auszugleichen.
Übrigens Guggu, keine Sorge, in den Krügershops gibt es Gin zu kaufen falls Du da mal hin kommst !! Du merkst schon, wir mögen das auch.
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201029. Nov. 2013 · #33
Elefanten satt und kein Rhino !
Eine Reise durch den Nordosten von Südafrika in Bildern im September / Oktober 2013
Teil VI
Krüger NP Mopani
Abschied von Letaba und ein neuer Tag beginnt.
So ein Reisebericht ist gar nicht so ohne. Hast Du erst mal angefangen musst Du unbedingt bis zum Ende durchhalten. Also setze ich heute meine Bilderfahrt fort.
Zur Strecke selbst ist nicht wirklich viel zu sagen. Von Letaba nach Mopani gibt es wenig Alternativen. So sind wir die Teerstraße H1 gefahren und haben erst mal den Matambeni Hide angefahren. Mit ihm verbinden sich schöne und spannende Erlebnisse von kämpfenden Hippos während unserer ersten Reise. Diesen Hide wollten wir also keineswegs auslassen, zumal die direkte Strecke kaum 50 km lang ist und wir nicht zuu früh in Mopani sein wollten. Den Bungalow würden wir vor 14 h soundso nicht beziehen können.
Den eigentlich spannenden Moment hatten wir diesmal schon vor dem Hide selbst. Ein Leopard überquerte die Schotterstraße und verschwand hinter einer Geländeerhebung. Zuvor markierte er noch einen Baum woraus ich schließe, dass es sich um ein Männchen gehandelt haben muss. Trotz schönstem Licht gelang uns kein Foto. Es kam alles so überraschend und schnell, dass ich erst gar nicht versucht habe die Kamera in Stellung zu bringen. Wir beide waren überglücklich. Auf keiner Reise zuvor hatten wir einen wilden Leoparden (den von Düsternbrook rechne ich nicht mit) gesehen und nun nach Karongwe schon den zweiten.
Bele (Champagner) hat mir zum Markierverhalten von Leoparden folgendes mitgeteilt: "Das stimmt so nicht: Weibchen markieren genau so wie die "Jungs" mit hochgerecktem Schwanz. Ich durfte das dieses Jahr in Botswana beobachten, die markierende Leopardin haben wir später mit ihrem Baby gesehen, es war also definitiv eine "sie"!"
So macht das Spass und ich habe wieder was dazu gelernt. Danke an Bele für diesen Hinweis.
Kaum hatten wir uns im Hide eingerichtet, unsere Ferngläser, Film- und sonstigen Kameras in Stellung gebracht gab es direkt neben uns mehrere dumpfe, ich nenne es jetzt mal, Schläge ! Es war kaum zu fassen. 4 Klippspringer kamen die Felsen herab und haben sich (gefühlt) in Reichweite meiner Arme seelenruhig an den Büschen zu schaffen gemacht. So nah hatten wir sie noch nie gesehen. Der Tag hatte also kaum begonnen und schon hatten wir nach dem Leoparden das nächste Highlight. Zeitgleich mit den kleinen Springern kam von der anderen Uferseite her eine riesige Büffelherde zum Wasser. Die Hippos waren auch wieder da und Fischadlerrufe lagen in der Luft.
Diese Büffelherde schien kein Ende zu nehmen. Es müssen viele hundert oder gar tausend ? gewesen sein. Einer Ameisenstraße gleich und in Zehnerreihen nebeneinander querten sie die Straße. Die Staubwolke ließ erahnen wieviele da noch kommen würden.
Mooiplas ist der Name der Picnicsite bei der wir heuer wieder gefrühstückt haben. Ein schöner Ort wo man direkt am Tsendze Fluss sitzen kann. Hier war sogar der Dachpfosten bewohnt und häufig wuselten Zwergmangusten herum.
Es war noch früh am Tag. So hatten wir uns vorgenommen die beiden Hides am Pioneer Dam direkt gegenüber des Mopani Camps zu besuchen. Von der Teerstraße aus gesehen muss der erste Hide, hier auf den Bildern, der Übernachtungshide sein. Davon merkt man allerdings nichts und man kann ihn nutzen wie jd.anderen Hide auch.
Hier war es auch wo wir diese Mohrenralle beobachten konnten. Sie lebt auf ganz schön großem Fuß.
Der zweite Hide, nur wenige Kilometer entfernt bescheerte uns diese Bilder:
Baobabs werden jetzt, bald schon im Norden, häufiger:
Die Aussicht von der Terrasse des Mopani Camps ist grandios. Dazu noch hatten wir Glück mit diesen fotogenen Wolkenbildungen:
Tsessebe (auch Leierantilopen) hatten wir zuletzt im Mahangu NP gesehen. Obwohl wir wussten, dass sie auch hier im Krüger Park vorkommen würden, hatten wir nicht wirklich mit ihnen gerechnet.
Unsere Hausechsen sind in Mopani besonders groß ausgefallen. Dafür weniger bunt. Die Felsenechsen tummelten auch auf unserer Terrasse. Eine unbedarfte Person kann da schon mal ein bisschen erschrecken, soo groß wie die sind.
Unser Hausvogel war ein Graubülbül. Dem kräftigen Gelb wird dieser schlichte Name allerdings nicht ganz gerecht, finde ich.
Zum Mopani Restcamp: Es ist das zuletzt erbaute Camp im Krüger Park und wir hatten in dieses Camp irgendwie besondere Erwartungen:
Der Bungalow ist ausgeprochen großzügig gebaut mit einem Zusatzzimmer, ausgestattet mit Doppelbetten für Familien. Auf der Terrasse ist eine vollständig bestückte Küche vorhanden. Als überwiegende Selbstversorger haben wir uns darüber natürlich besonders gefreut. Der Herd machte hier einen deutlich besseren Eindruck als derjenige in Letaba. Abgesehen davon ist die Küche dringend sanierungsbedürftig. Schade, dass das so vernachlässigt wird. Vernachlässigung auch im Schlafzimmer. Am Nachttisch und am Bett fehlen jeweils ein Stollen. Weiter nicht schlimm. Wir sind schon nicht aus dem Bett gefallen. Leider passt es aber zum sonstigen Gesamteindruck des Bungalows. Lustig dabei: Den fehlenden Bettstollen hat die Reinigungskraft kurzerhand durch eine meiner Sandalen ersetzt. So waren das Bett und unsere kleine Schlafzimmerwelt wieder im Lot.
Das Restaurant dagegen war eine Augenweide. Gemütlich wirkendes Restaurant und schön eingedeckt. Der Clou ist aber die Terrasse. Nahezu senkrecht und hoch über dem Pioneerdam (sh.Bild) gelegen. Auch hier haben wir uns wieder einen kleinen Mittagssnack geleistet. Sehr lecker. Ausgesprochen freundliche, ja geradezu herzliche und fürsorgliche Kellner/innen.
Fazit: Mopani hat seine Unzulänglichkeiten. Von der Lage auf einem Hügel und der artenreichen Tierwelt mit vielen Elefanten und Büffeln sind wir aber so begeistert, dass wir hier jederzeit wieder hinfahren würden. Dann allerdings wenigstens 3 und nicht nur 2 Nächte. Bei den zahlreichen Loops und Hides gäbe es genug zu tun.
Vorsicht: Wir waren über's WE da. Am Samstagabend war der Fernsehraum wg.eines, ich glaube, Rugbyspiels gerammelt voll und die Unruhe hat sich auf den ganzen Restaurantkomplex ausgewirkt. Darum sind wir, wie eigentlich geplant an diesem Abend da auch nicht Essen gegangen. Schon am Sonntagabend war allerdings wieder Ruhe eingekehrt. Oh, beinah hätte ich es vergessen: Es gibt in Mopani ein wunderschönes Felsenschwimmbad !!
Demnächst geht es weiter über Shingwedzi nach Punda Maria, wo wir Elefanten haben kämpfen sehen und dann über den Luvhuvhu und raus aus dem Park, wo wir auf einer Teerstraße unseren Corolla in den Sand gesetzt haben !!
Champagner8'684 Beiträge · seit 201029. Nov. 2013 · #34
Guten Abend Günter,
jetzt habe ich mir endlich mal deinen Bericht als Betthupferl gegönnt - was für traumhafte Fotos 🙂 !!! Vielen Dank - das macht bestimmt wunderschöne Träume heute Nacht 😉 !
Günter Franz schrieb: Ein Leopard überquerte die Schotterstraße und verschwand hinter einer Geländeerhebung. Zuvor markierte er noch einen Baum woraus ich schließe, dass es sich um ein Männchen gehandelt haben muss. Günter
Das stimmt so nicht: Weibchen markieren genau so wie die "Jungs" mit hochgerecktem Schwanz. Ich durfte das dieses Jahr in Botswana beobachten, die markierende Leopardin haben wir später mit ihrem Baby gesehen, es war also definitiv eine "sie"!
So, ab ins Bett - und vielen Dank schon mal vorab fürs Weiterberichten!
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201030. Nov. 2013 · #35
Hallo Bele, vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis. Ich habe da leichtfertig vom Verhalten unserer Hauskatzen auf dasjenige von Leoparden geschlossen.
Ich habe die entsprechende Textstelle berichtigt bzw.mit Deinem interessanten Text über das Markierverhalten von Leoparden ergänzt.
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201030. Nov. 2013 · #38
Hallo Papa Kenia, hallo Lil, Die Schönheit der Landschaften im KrügerPark erschließt sich einem häufig erst auf den zweiten Blick. Darum zeige ich über die reinen Tieraufnahmen hinaus auch gerne mal Landschaftsfotos. Es freut mich, dass sie Euch gefallen !! Grüße Günter