Elefanten satt und kein Rhino !!

Reisebericht 84 Antworten · 20,2k Aufrufe · gestartet 10. Nov. 2013 von Günter Franz
1'312 Beiträge · seit 200630. Nov. 2013 · #41
Hallo Günter,

da kommen Erinnerungen hoch. So tolle Bilder! Mopani hat mir von der Aussicht auch total gut gefallen. Unglaublich, was dort am Wasser los war. Ich hab noch in Erinnerung, dass wir dort sehr viele Vögel gesehen haben.
Freue mich schon auf den nächsten Teil!

LG Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter915 Beiträge · seit 201002. Dez. 2013 · #42
Hallo Dagmar, Chrissie und Claudia,
Danke auch an Euch für das Interesse und Feedback.
Ein bisschen Aufmunterung tut gut, da gehen die Fortsetzungen dann gleich etwas leichter von der Hand.
Grüße
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
Themenstarter915 Beiträge · seit 201010. Dez. 2013 · #43
Elefanten satt und kein Rhino !!

Eine Reise durch den NO von Südafrika in Bildern im September / Oktober 2013

Teil VII

Krüger Park

Mopani - Shingwedzi - Punda Maria

Abschiedsfoto vom Mopani Camp über dem unvergleichlichen Pioneer Dam:

hd6b5b91.jpg



Für diesen Tag haben wir uns eine vergleichsweise lange Strecke vorgenommen. Sie ist in der Besucherkarte mit 130 km und 5 Std.Fahrzeit angegeben. Shingwedzi konnten wir wegen des Hochwassers leider nicht buchen. Es wäre eigentlich unser Wunschcamp gewesen.

Keine Sonne, kalt und windig. Auffallend wie schon am Vortag die riesigen Schwärme der Blutschnabelweber. Hin und wieder Elefantenbullen. Die übrigen Tiere scheinen bei der Witterung lieber im Busch zu bleiben. Auch der kurze Abzweig zur Olifantsbad Pan bringt keine Abwechslung.


ha3ef662.jpg


Red Rocks dagegen ist ein faszinierender Aussichtspunkt an dem man auch aussteigen darf. Auch hier leider keine Tierbegegnungen und der Aufenthalt draußen macht bei dem kalten Wind nicht wirklich Freude.
Ingrid hat das anders und schöner erlebt. Darum verweise ich an dieser Stelle auf ihren Link zu den Red Rocks:
http://www.ingrids-welt.de/reise/sa/html/knp_nordredrocks.htm

Die vom Hochwasser beschädigte H1 vor Shingwedzi ist noch nicht wieder geteert, aber auch ohne Teerdecke wieder in sehr gutem Zustand und dementsprechend gut zu fahren.

Die nigelnagelneue Picnicsite in Shingwedzi mit Riverview:

he5d6388.jpg


Auch Reception, Shop und Restaurant erstrahlen in neuem Glanz. Von den Hochwasserschäden ist hier nichts mehr zu sehen. Das Restaurant selbst ist allerdings noch geschlossen.
Auf der Brücke über den Shingwedzi darf man wg.der beschädigten Eisengeländer noch nicht wieder aussteigen. Der Ausblick über das Flussbett ist jedoch ungebrochen schön:

ha60c808.jpg


Am Abzweig zum Mphongolo Loop entschließen wir uns auf der Teerstraße zu bleiben und werden auch gleich danach mit einem Löwenmännchen belohnt. Er liegt ziemlich abseits im Busch, dreht sich nach einiger kurz mal um sich selbst und ist danach im dichten Busch kaum noch zu sehen. Dabei behält uns der Löwe scheinbar voll im Blick. Es wäre kaum möglich gewesen, jemand anderem den Löwen zu zeigen, so perfekt war nun seine Tarnung.
Nun, es war eh keiner da, dem wir ihn hätten zeigen können. Das blieb auch so bis Punda Maria. Bis dahin Einsamkeit pur, so wie wir das von unserer ersten Reise hierher in Erinnerung hatten.

h825dc99.jpg


Wirklich schön sind die Hornraben nicht. Ausgeprägt jedoch die Augenbrauen die wie angesetzt wirken. Begegnungen mit ihnen sind eher selten und machen uns dafür umso mehr Freude.

Baumhopfe machen dagegen eine äußerst gute und dazu farbenprächtige Figur:

h04f1c52.jpg


Die Babalala Picnicsite ist zugig an diesem Tag. Da halten wir uns nicht lange auf. Landschaftlich sehr schön der Verbindungsloop von der H1 zur H13 Ri.Punda Maria. Der Abstecher zum Dzundzwini Aussichtspunkt lohnt sich bei dem trüben Wetter allerdings nicht wirklich.

Der Grünbülbül wird seinem Namen nicht wirklich gerecht, finde ich. Nicht richtig gelb, aber auch nicht richtig grün. Größentechnisch und figürlich gesehen erinnert er uns stark an unsere Amseln.

hbd9d43f.jpg


Auch im Punda Maria - Gebiet sind Büffel nicht selten. Hier das Porträt von einem Characterkopf:

h9711ceb.jpg


Meerkatzen streifen laufend durch das Punda Maria Camp und sorgen für Unterhaltung. Dazu an dieser Stelle ein paar Bilder:

h0162efb.jpg


h4f48554.jpg


h04c5ed8.jpg


h165cff3.jpg


Und nun zu den in Aussicht gestellten Elefanten-Bullen-Kampf-Fotos von der S60 unweit nördlich des Punda Maria Camps:

hdea6e91.jpg

Einer steht schon bereit. Er hat einen Zahn wohl schon bei einem früheren Kampf verloren.

h83425d8.jpg

Die Auseinandersetzung selbst wird dann von anderen geführt. Er hält sich da raus.

h6d98f8b.jpg

Eine seltsame Stimmung ist das. Bilder können sie eigentlich nicht wirklich wiedergeben.

h54a7f83.jpg

Irgendwie unheimlich. Und doch scheinen sie sich nicht wirklich weh tun zu wollen. Abstand halten, Kopf schütteln und mit den Ohren wackeln, zwischendurch mal ein Trompetenstoß, schau mir in die Augen Kleiner und aufeinander los !!
Danach beginnt alles wieder von vorne.............
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 10. Dez. 2013
1'674 Beiträge · seit 201210. Dez. 2013 · #44
Hallo Günter Franz,

gewohnt schöne Bilder 🙂

Ganz besonders gut gefallen mir die von den beiden nebeneinander sitzenden Meerkatzen.b 😄

Vielen Dank für deine Mühe und ich freue mich auf die Fortsetung.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
1'362 Beiträge · seit 201110. Dez. 2013 · #45
Dagmar schrieb:
Ganz besonders gut gefallen mir die von den beiden nebeneinander sitzenden Meerkatzen.
Ja!!! Nicht wahr, die sind niedlich !!! 😁
Aber die kämpfenden Elefantenbullen sind auch klasse !!

LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
205 Beiträge · seit 201310. Dez. 2013 · #46
Wunderschöne Bilder sind das Günter Franz - vielen Dank dafür!! Da fühle ich mich gleich in den Krüger zurückversetzt. Vor allem die Landschaftsaufnahmen finde ich total genial 😁 Warum habt ihr denn
nach Letaba den Tropic of Capricoorn Loop gemacht? Wir hatten hier - gerade am Tihongonyeni Wasserloch - wundervolle Tiersichtungen.

Freue mich schon auf den Rest 😎

Grüße

Michael
Namibia und Südafrika 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/284439-namibia-mit-ein-bisschen-krueger-reingemogelt.html https://www.tickerfactory.com
2'261 Beiträge · seit 201111. Dez. 2013 · #47
Lieber Günther,

das sind so wunderschöne Bilder und ich kann gar nicht sagen welches mir am besten gefällt. 🙂

Da kann ein Massenknipser wie ich, der aber auch in den Anfängen stecke, schon grün vor
Neid 🤢 werden. Deine Fotos sind alle outstanding und du machst ganz deutlich weniger ist mehr. 😉

Herzlichen Dank für das Zeigen

LG Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2013
8'684 Beiträge · seit 201011. Dez. 2013 · #48
Guggu schrieb:
Da kann ein Massenknipser wie ich, der aber auch in den Anfängen stecke, schon grün vor
Neid 🤢 werden. Deine Fotos sind alle outstanding und du machst ganz deutlich weniger ist mehr. 😉
Herzlichen Dank für das Zeigen

LG Guggu
Guggu, da schließe ich mich dir voll und ganz an!

@Günther: ich schwanke betreffs Lieblingsfoto zwischen der Meerkatzenmama mit Baby 😘 und den zwei Elefanten, die sich Stirn an Stirn anstieren 😄 !

Egal - lauter tolle Fotos, ein Genuss - danke!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
3'383 Beiträge · seit 200911. Dez. 2013 · #49
Hallo Günter,

Du schreibst:
Über das eine oder andere Feedback würde ich mich freuen !!! ???
Da kann ich Dir sehr gerne ein feedback geben: Dein Bericht ist ganz super, viele schöne Fotos und mit den Tiersichtungen hattet Ihr großes Glück.

Vielen Dank für Deine Mühe und bis zum nächsten mal,

der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
1'127 Beiträge · seit 201111. Dez. 2013 · #50
Hallo Günter,

habe bis jetzt immer nur still mit gelesen, aber jetzt muss ich mich doch auch mal zu Wort melden um Dir zu Deinen wirklich tollen Fotos zu "gratulieren" 😁 .
Wirklich Glück hattet Ihr nicht nur mit Euren Tiersichtungen, einfach genial finde ich die Wolkenformationen. Die geben Deine Bildern eine unheimliche Tiefe, genial 🤩 🤩 . Bei uns im September hatte der Himmel eher so eine gleich bleibende (ein wenig langweilige) blau/graue Farbe 😐 .

Liebe Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter915 Beiträge · seit 201013. Dez. 2013 · #51
DANKE,

Dagmar und Nane,
es freut mich, dass die Fotos gefallen. So haben auch andere was von unserer Reise.

Michael,
Nein, Thongonyeni haben wir nicht besucht. Bei 2 Nächten/3Tagen in Mopani ist es einfach nicht möglich alle Loops abzufahren. Wir hatten auch so schöne Tierbegegnungen in der Gegend.

Guggu,
Du hast recht, weniger ist oft mehr. Ich muss mich immer wieder selbst beschränken in der Auswahl meiner Bilder. Schließlich möchte ich niemanden langweilen, indem ich dasselbe Motiv in x verschiedenen Varianten zeige.

Bele,
ja, das Stirn-an-Stirn-Foto gefällt mir selbst auch am besten. Es ist schon ausdrucksstark und man könnte neben Ab-, genau so auch Zuneigung hinein interpretieren, finde ich.

bayern schorsch,
Danke für Dein Feedback. Bei der großen Zahl der Reiseberichte ist es kaum mehr möglich alle zu lesen, geschweige denn über den Danke-Button hinaus Stellung zu beziehen. Klar aber auch, dass jedem Schreiber ein gewisses Feedback gut tut, sonst weiß man ja nicht ob oder wie ein Bericht überhaupt aufgenommen wird.

Susi:
Ja, die Wolkenformationen waren oft traumhaft. Ohne sie machen viele Landschaftsaufnahmen nicht wirklich Sinn. Das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass auch wir an gefühlt einem Drittel der Tage ebenfalls bedeckten Grau-in-Grau-Himmel hatten.

Am WE werde ich mit dem Bericht fortfahren, ich möchte ja nicht zuletzt in meinem eigenen Interesse mal ein Ende finden. Und das unbedingt noch vor Weihnachten.

Herzlichen Dank und viele Grüße bis dahin
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2013
1'242 Beiträge · seit 200913. Dez. 2013 · #52
Hallo Günter,

auch von mir wieder mal ein riesengrosses Kompliment für die tollen Bilder 😁 😁 😁 . Das vom Hornraben gefällt mir dieses Mal am besten 🤪 .

LG Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter915 Beiträge · seit 201014. Dez. 2013 · #53
Elefanten satt und kein Rhino !

Ein Reisebericht in Bildern durch den NO Südafrikas im September / Oktober 2013

Teil IX
Krüger / Mapungubwe NP

Punda Maria – Luvhuvhu – Pafuri Gate – Musina – Mapungubwe/Leokwe Camp


Punda Maria Camp:

Es ist das älteste Camp im Park und hat sich seit unserem ersten Besuch in 2000 auf den ersten Blick nicht verändert.
Hinzugekommen sind ein schönes Schwimmbad und einige moderne und großzügige Tents. Die Tents hatten wir schon Monate vorher direkt bei SANParks zu buchen versucht. Leider auch vor Ort ohne Erfolg.
Also haben wir das Zimmer in der ersten Reihe direkt an der Einfahrtstraße in das Camp bezogen. Sie wurden offensichtlich saniert und sind in jd. Hinsicht in bestem Zustand. Die Küche liegt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Auch sie ist in gutem Zustand.
Auch wenn der Himmel weiterhin bedeckt und es recht kalt und windig ist fühlen wir uns hier wieder sehr wohl.
Nettes, kleines Restaurant mit schöner Terrasse unter großen Bäumen was ein echtes „Busch“feeling vermittelt. Auch hier freundliches Personal, ganz besonders dasjenige an der Reception.

Viele Vögel, Grünmeerkatzen (sh.Fotos im vorigen Teil) und Buschböcke im Camp.

h6d54b7c.jpg

Einsam und wild: Die Pafuri Picnicsite. Hier waren wir, wie schon die ganze Strecke von Punda Maria hierher alleine.

h506d579.jpg

Im Einzugsbereich des Luvhuvhu sehen wir viele Tiere. Nyalas sind hier die häufigsten Antilopen.

h7875146.jpg

Auf der Brücke über den Luvhuvhu und im äußersten Norden des Krügerparks wirkt die Landschaft besonders tropisch, finde ich. Es sind noch nicht alle Hochwasserschäden behoben. Ungeachtet der beschädigten Geländer darf man hier den Wagen verlassen.

h615637a.jpg

Pafuri Gate

Road closed:

Wir fahren arglos dahin, achten nur auf Menschen oder Vieh am Straßenrand. R 525 „Road closed“ !
Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich wo es hier weiter gehen soll. Auf ein paar Dutzend Meter ist die Straße unterbrochen, im Nichts verschwunden und hat ein metertiefes Loch hinterlassen.
Oh, da gibt es einen Weg. Also fahren wir hinein und stehen nach kurzer Fahrt vor einem Steilstück, das ich mich mit dem Corolla nicht hochzufahren getraue. Zu niedriger Radstand und kein Vierradantrieb. Schließlich fasse ich Mut und nehme das Hindernis. Es schrammt der Unterboden etwas über die Erde, ist aber nochmal gut gegangen. Nun stehen wir auf einer Art Damm, vor mir sehe ich nur die Kühlerhaube aber keine Straße mehr. Also steigen wir aus, begutachten das und kommen zu dem Schluss, dass wir da nicht runter fahren können. Gefühlt noch steiler als das was wir grade hinter uns haben.
Nach rechts gehen Fahrspuren ab. Die rechte Spur endet nach kurzer Zeit im Gestrüpp. Also versuchen wir es mit der anderen Variante. Sand. Wir hätten es wissen müssen. Kaum drin, stecken wir auch schon fest.

Das Gute daran:
Von gleich 3 Seiten kommt Hilfe aus dem nahen Dorf. Die Männer helfen uns wieder heraus, sagen uns, dass wir das Steilstück fahren müssten. Eine andere Option gäbe es nicht. Diesmal schrammen wir mit dem vorderen und hinteren Kotflügel hinunter. Wie wir später sehen hat es keine größeren Schäden gegeben. Eigentlich hatte ich befürchtet, dass wir hier aufsitzen könnten.

Ist nochmal alles gut gegangen. Ein höher gelegtes Fahrzeug wäre besser gewesen. Es wäre das einzige Mal gewesen wo wir es wirklich gebraucht hätten. Hilfe kam spontan, wir mussten nicht einmal darum bitten. Die netten Männer werden das hier wohl nicht lesen, wir bedanken uns aber noch einmal von Herzen bei Ihnen. In der Aufregung haben wir leider keine Fotos gemacht.

Das Hochwasser lag jetzt im Oktober schon ein halbes Jahr zurück. Eine nur kurze Wegstrecke zuvor und innerhalb des Krügerparks waren die Straßen bestens wieder hergestellt. Selbst die Schotterstraßen waren frisch gegrädert und glatt wie ein Kinderpopo. Völlig unverständlich, dass diese kleine Umfahrung soo vernachlässigt wird. Das wäre vergleichsweise leicht zu beheben gewesen. Da gibt es wohl unterschiedliche Zuständigkeiten. Nicht anders wie bei uns.

Der Rest des Weges verläuft ohne Probleme. Nach Musina müssen wir die südliche Umfahrung nehmen, die direkte Straße ist wg.Hochwasserschäden gesperrt. Die angekündigten Schlaglöcher bei Venetia Mine und Bridgewater stellen sich als harmlos heraus. Sonst durchweg gute Teerstraße, von Busch und Wildzäunen gesäumt. Ansiedlungen gibt es hier wohl nicht. Praktisch kein Verkehr.

Leokwe Camp / Mapungubwe NP:

Leokwe ist ein Traum. Alles Positive was hier im Forum bisher über dieses Camp geschrieben steht können wir nur bestätigen. Voll ausgestattete Küche und ein großes Speisezimmer. Einen Fernseher brauchen wir zwar nicht, hier ist er aber vorhanden. Großzügig auch die Terrasse mit Grillstelle. Schlafzimmer. Bad mit Außendusche. Kein Handyempfang.

Mit Abstand das schönste und beste was ich je in einem staatlichen Camp angetroffen habe. Von der Lage direkt unter den roten Felsen gar nicht zu reden.
Hier könnten wir länger bleiben.

h65c7ff6.jpg

Unser Bungalow, fast schon ein komplettes Einfamilienhaus im Leokwe Camp, Mapungubwe NP

h052aa50.jpg

Bunt wie ein Vogel: der Plattgürtelschweif.

h5691be7.jpg

Das Felsenbad. Wir hatten es an allen Tagen für uns alleine.

h46c52e1.jpg

Futuristisch. Das Infozentrum, Museum und Bistro im Mapungubwe Park


h2d22c9f.jpg

12 km Schotterweg vom Mapungubwe Gate zum Leokwe Camp.
Nur wenige Straßen können und dürfen mit einem normalen Pkw befahren werden. Besonders steile Passagen sind betoniert.


h27ff8ce.jpg

Der Baumwipfelpfad war bereits wieder hergerichtet. Lediglich an der Aussichtsplattform an dessen Ende wird noch gearbeitet.

h39e042a.jpg

08:00 h früh, die Handwerker treffen ein.

h0adf995.jpg

Neben der artenreichen Vogelwelt waren hier auch mehrere Elefantenbullen unterwegs. Man hätte sie (fast) mit Händen greifen können.


h6dbf07c.jpg


h6d9945b.jpg


h9839339.jpg


h60bbc37.jpg


h81a7072.jpg


h6c29dca.jpg


Afrika pur.
Über dem Zusammfluss von Limpopo und Shashe River, gegenüber von Botswana und Simbabwe gelegen gibt es mehrere kühn angelegte Aussichtsplattformen.
Der Ausgangspunkt zu Ihnen ist die Picnicsite.



Der Abschluss unserer Reise führt uns in den Soutpansbergen in das Mashovhela Village und zu den Löwen in der Ukutula Lion Lodge unweit von Tshwane/Pretoria.

Bis dahin herzliche Grüße und danke für das Interesse
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2013
3'383 Beiträge · seit 200914. Dez. 2013 · #54
Hallo Günter,

uns geht es immer genauso wie Dir - es ist unglaublich, wie hilfsbereit die Menschen (meistens zumindest) im südlichen Afrika sind. Schwierig wird´s dann, wenn man fragt, was man "schuldig" ist. Die Anwort ist immer: "nichts, das passt schon".

Natürlich passt das nicht, aber für solche Fälle haben wir immer Kleidung dabei. Und dann wird´s für uns schwierig, wenn wir nur einen BMW-Pulli dabei haben, und genau den will ein jeder der Helfer haben. 🙂

Aber hingekriegt haben wir das auch.

Leokwe - ja, das sieht toll aus. Hast Du vielleicht noch ein paar Bilder mehr davon. Auch innen, Außendusche, Betten ....

Dank Dir schön,

der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter915 Beiträge · seit 201014. Dez. 2013 · #55
Hallo Schorsch,
einen BMW-Pulli hatten wir leider nicht mit dabei. Dafür Shirts und Mützen für alle.
Ich denke mal, dass die Hilfsbereitschaft wie bei uns in stärker besiedelten Gebieten von SA weniger ausgeprägt wäre.

Leider habe ich sonst keine Aufnahmen von unserem Bungalow in Leokwe. In Ingrids Welt findest Du allerdings schöne Innenaufnahmen:
http://www.ingrids-welt.de/reise/sa/html/map_leokwe.htm

Ich wünsche Dir ein schönes WE, bei uns hier im SW hat es heute leider Dauerregen. Ich nehme mal an, er wird früher oder später auch Bayern erreichen.
Grüße
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2013
1'127 Beiträge · seit 201114. Dez. 2013 · #56
Hallo Günter,

sehr schöne Fotos vom Leokwe Camp und vom Mapungubwe. Wir hatten im Mapungubwe im September leider nur bei der Ankunft Sonnenschein und danach zog es kräftig zu, wurde reichlich frisch und blieb bis zu unserer Abfahrt zwei Tage später auch so 🙁 😐 .
Aus dem Grund haben wir uns auch ziemlich viel in der wirklich genialen Unterkunft aufgehalten....und haben auch ein paar Fotos von drinnen gemacht ( Achtung "Schleichwerbung" ;): Schorsch, die gibt es dann bald auch in meinem Reisebericht zu sehen 🙂 ).

Ich weiß ja nicht genau, ab wann Ihr im September unterwegs wart, aber wir hatten einige identische Ziele und ich würde sagen Ihr seit uns wohl teilweise hinterher gereist 😄 .

Viele Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter915 Beiträge · seit 201015. Dez. 2013 · #57
Hallo Lil,
danke für's Mitlesen. Ja, die Hornraben haben was vornehmes und häufig sind die Begegnungen mit Ihnen nicht.

Hallo Susi,
wir waren vom 25.September bis 15.Oktober d.J.unterwegs. Da hätten wir uns in der Tat beinahe begegnen können. Erkannt hätten wir uns allerdings vermutlich nicht. Ich muss mein Fahrzeug vielleicht mal Namibia-Forums-mäßig kennzeichnen.
Schade, dass es bei Euch in Mapungubwe bewölkt war. Die roten Felsen kommen halt nur in der Sonne so richtig zur Geltung.

Danke und einen schönen Sonntag wünscht
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
Themenstarter915 Beiträge · seit 201015. Dez. 2013 · #58
Elefanten satt und kein Rhino !

Teil XI
Soutpansberge
Mashovhela Lodge und Village !

http://www.mashovhela.com/

Unsere Südafrikareise vom 25.September bis 15.Oktober 2013 geht dem Ende entgegen.
Auf dem Weg von Mapungubwe nach JNB wollten wir in den Soutpansbergen für 2 Nächte/3 Tage Zwischenstation machen. Mashovhela war mir schon lange durch die besonders informative Webseite aufgefallen. Es interessierte uns die Landschaft in der sie liegt, in den Soutpansbergen waren wir bisher nicht gewesen. Aber auch die Touren zu Vendadörfern die von hier aus angeboten werden, haben uns neugierig gemacht.
Wir wählen die naheliegende Strecke via R521/523 zum Verwoerd Tunnel an der N1. Durchweg gute Teerstraße, keine Schlaglöcher, weiterhin weit überwiegend eingezäuntes Buschland, Farmen. Bis Alldays und dessen Einzugsgebiet reger Verkehr. Hier treffen wir auf einen Unfall, der offensichtlich durch einen Schwertransporter verursacht wurde und in den auch ein Polizeiauto verwickelt ist. Erst wieder stärkerer Verkehr auf der N1. Sonst gewohnte Einsamkeit.

Mashovhela Lodge
Die Einfahrt folgt bald nach dem letzten der beiden Verwoerd Tunnel ohne Vorankündigung und könnte leicht verpasst werden. Von da sind es noch 4 km über einen roten Schotterweg bis zur Lodge. Der Busch wird stets dichter und wir dachten schon, dass wir uns verfahren hätten. Unter steilen Felsen öffnet sich das Tal etwas und die Lodge taucht unvermittelt auf.
Der Empfang ist herzlich und es stellt sich heraus, dass für den nächsten Tag keine Tourbuchungen mehr möglich sind. Für uns ist das kein Problem. Wir waren ja lange vor Mittag angekommen und so wurde uns gleich unser sehr sympathischer Guide für den Besuch des Dorfes und den anschließenden Sundownerdrive für denselben Tag vorgestellt. Der Drive führte uns auf kühnen Wegen (die hätte ich nicht mal laufen wollen) in einen Bergsattel mit weitem Blick zu den Wasserfällen und über die dicht bewachsenen Berge und Täler.

hc19935f.jpg

Die Terrasse der Lodge. In den Felsen brüten Felsenadler.
h8d4dbca.jpg

Unser Bungalow.
h818ef6a.jpg

Innenansicht.

hca95fef.jpg

Maskenweber

he7a4b48.jpg

Krumme Nasen riechen besser. Die Elefantenspitzmaus (oder Rüsselspringer) macht ihrem Namen alle Ehre. Sie scheinen gar nicht soo selten zu sein. Dennoch wurde erst hier unser Wunsch wahr, diese interessanten Tiere endlich einmal beobachten zu können. Und dann gleich aus so großer Nähe, dass ich schon fürchtete (oder hoffte) sie würde mir auf die Knie springen.
h5ca7421.jpg


Mashovhela Village
Das Dorf liegt innerhalb des Morning Sun Reservats und kann mit dem Fahrzeug in wenigen Minuten erreicht werden.
Es ist kein Museum. Hier gehen die Bewohner ihren normalen Tagesverrichtungen nach und es ist offen wen man gerade antrifft. Ich möchte nicht viele Worte über diesen Besuch machen, der uns wie schon andere Besuche dieser Art unvergesslich bleiben wird und lieber die Bilder sprechen lassen.

haed9b72.jpg

Schön bemalte Häuser im Mashovhela Village.
ha5663ad.jpg


hd87600e.jpg

Menschen in Mashovhela. Es ist Waschtag.

h6eb016b.jpg


h795c192.jpg


h09847f8.jpg

Die Teenager lassen sich gerne fotografieren.

h9d5b297.jpg

Ich hoffe, das Foto wird nicht als unerlaubte Werbung gewertet. In diesem Fall werde ich es unverzüglich löschen.
Ich habe nicht's davon und bin da auch nicht beschäftigt (gewesen).
h20e707c.jpg

South Africa !
hfab7f06.jpg

Wo gehobelt wird, fallen Spähne. Trommelschnitzer in Mashovhela.
h586d9fd.jpg

hbb0e447.jpg

Das Baumaterial wird selbst gefertigt.

hab729bb.jpg

Nachzucht im Hausgarten.

h0efef97.jpg

Wäschetrockner.

hf2f6ef3.jpg

Selbst gefertigter Schmuck wird angeboten.

h0d97070.jpg

Menschen im Dorf.

Fazit zu Mashovhela:
Herrliche Lage in einem engen und dicht bewaldeten Felsental. Es wird von einem munter plätschernden Bach durchzogen. Nach der Trockenheit im Krügerpark und Mapungubwe tut das satte Grün hier den Augen gut. Mehr Buschfeeling kann man nicht haben.
Wir waren obwohl WE fast alleine hier, es waren nur 4 bzw.2 weitere Gäste da. Großzügige Bungalows die vergleichsweise eng beieinander stehen. Dennoch bekommt man durch die geschickte Lage von den (eh spärlichen) Nachbarn nicht wirklich etwas mit.

Schöner Pool, den wir ausgiebig genutzt haben. Einzige Besucher waren hier ein paar Echsen, unglaublich große, bunte Schmetterlinge und Grünmeerkatzen. Die Diademmeerkatzen oder Samangos die wir hier erhofft hatten, haben wir leider nicht gesehen. Wie wir jetzt wissen, kommen sie zwar in den Soutpansbergen vor, nicht aber im Morning Sun Reservat in dem Mashovhela liegt.
(Sehr) gutes Essen.
Geräumige und rustikale Bungalows Sh. die Fotos dazu.
Wenn ich an die natürliche Freundlichkeit, ja geradezu Warmherzigkeit unseres Guides und des ganzen Personals dort denke, komme ich aus dem Schwärmen nicht heraus. Da fühlten wir uns sofort daheim und sind nur ungern wieder gegangen.

Hinweise:
Dort evtl.geplante Touren sollten unbedingt im Voraus gebucht werden.
Die Website der Lodge (Verknüpfung sh.oben) informiert nicht nur über die Lodge selbst, sondern auch ausführlich über Kultur und Leben der Venda. Sehr interessant zu Lesen, auch wenn man nicht dahin zu fahren beabsichtigt.


Ich hoffe die Fotos machen dem einen oder anderen wieder etwas Freude und ihr haltet noch durch bis zum Schluss, unserem Besuch in der Ukutula Lion Lodge.
Herzliche Grüße
Günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2013
1'362 Beiträge · seit 201115. Dez. 2013 · #59
Bin wieder mal begeistert von deinen Fotos !!! Diesmal vor allem diese tollen Kinderportraits 😁 ! Klasse !!
Und diese Maus.... soooo süüss !! Wir haben sie ja leider in Leshiba nicht gesehen... 🙁
Ich bin selbstverständlich bis zum Schluss dabei...
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika