jaffles1'312 Beiträge · seit 200630. Nov. 2013 · #41
Hallo Günter,
da kommen Erinnerungen hoch. So tolle Bilder! Mopani hat mir von der Aussicht auch total gut gefallen. Unglaublich, was dort am Wasser los war. Ich hab noch in Erinnerung, dass wir dort sehr viele Vögel gesehen haben. Freue mich schon auf den nächsten Teil!
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201002. Dez. 2013 · #42
Hallo Dagmar, Chrissie und Claudia, Danke auch an Euch für das Interesse und Feedback. Ein bisschen Aufmunterung tut gut, da gehen die Fortsetzungen dann gleich etwas leichter von der Hand. Grüße Günter
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201010. Dez. 2013 · #43
Elefanten satt und kein Rhino !!
Eine Reise durch den NO von Südafrika in Bildern im September / Oktober 2013
Teil VII
Krüger Park
Mopani - Shingwedzi - Punda Maria
Abschiedsfoto vom Mopani Camp über dem unvergleichlichen Pioneer Dam:
Für diesen Tag haben wir uns eine vergleichsweise lange Strecke vorgenommen. Sie ist in der Besucherkarte mit 130 km und 5 Std.Fahrzeit angegeben. Shingwedzi konnten wir wegen des Hochwassers leider nicht buchen. Es wäre eigentlich unser Wunschcamp gewesen.
Keine Sonne, kalt und windig. Auffallend wie schon am Vortag die riesigen Schwärme der Blutschnabelweber. Hin und wieder Elefantenbullen. Die übrigen Tiere scheinen bei der Witterung lieber im Busch zu bleiben. Auch der kurze Abzweig zur Olifantsbad Pan bringt keine Abwechslung.
Red Rocks dagegen ist ein faszinierender Aussichtspunkt an dem man auch aussteigen darf. Auch hier leider keine Tierbegegnungen und der Aufenthalt draußen macht bei dem kalten Wind nicht wirklich Freude. Ingrid hat das anders und schöner erlebt. Darum verweise ich an dieser Stelle auf ihren Link zu den Red Rocks: http://www.ingrids-welt.de/reise/sa/html/knp_nordredrocks.htm
Die vom Hochwasser beschädigte H1 vor Shingwedzi ist noch nicht wieder geteert, aber auch ohne Teerdecke wieder in sehr gutem Zustand und dementsprechend gut zu fahren.
Die nigelnagelneue Picnicsite in Shingwedzi mit Riverview:
Auch Reception, Shop und Restaurant erstrahlen in neuem Glanz. Von den Hochwasserschäden ist hier nichts mehr zu sehen. Das Restaurant selbst ist allerdings noch geschlossen. Auf der Brücke über den Shingwedzi darf man wg.der beschädigten Eisengeländer noch nicht wieder aussteigen. Der Ausblick über das Flussbett ist jedoch ungebrochen schön:
Am Abzweig zum Mphongolo Loop entschließen wir uns auf der Teerstraße zu bleiben und werden auch gleich danach mit einem Löwenmännchen belohnt. Er liegt ziemlich abseits im Busch, dreht sich nach einiger kurz mal um sich selbst und ist danach im dichten Busch kaum noch zu sehen. Dabei behält uns der Löwe scheinbar voll im Blick. Es wäre kaum möglich gewesen, jemand anderem den Löwen zu zeigen, so perfekt war nun seine Tarnung. Nun, es war eh keiner da, dem wir ihn hätten zeigen können. Das blieb auch so bis Punda Maria. Bis dahin Einsamkeit pur, so wie wir das von unserer ersten Reise hierher in Erinnerung hatten.
Wirklich schön sind die Hornraben nicht. Ausgeprägt jedoch die Augenbrauen die wie angesetzt wirken. Begegnungen mit ihnen sind eher selten und machen uns dafür umso mehr Freude.
Baumhopfe machen dagegen eine äußerst gute und dazu farbenprächtige Figur:
Die Babalala Picnicsite ist zugig an diesem Tag. Da halten wir uns nicht lange auf. Landschaftlich sehr schön der Verbindungsloop von der H1 zur H13 Ri.Punda Maria. Der Abstecher zum Dzundzwini Aussichtspunkt lohnt sich bei dem trüben Wetter allerdings nicht wirklich.
Der Grünbülbül wird seinem Namen nicht wirklich gerecht, finde ich. Nicht richtig gelb, aber auch nicht richtig grün. Größentechnisch und figürlich gesehen erinnert er uns stark an unsere Amseln.
Auch im Punda Maria - Gebiet sind Büffel nicht selten. Hier das Porträt von einem Characterkopf:
Meerkatzen streifen laufend durch das Punda Maria Camp und sorgen für Unterhaltung. Dazu an dieser Stelle ein paar Bilder:
Und nun zu den in Aussicht gestellten Elefanten-Bullen-Kampf-Fotos von der S60 unweit nördlich des Punda Maria Camps:
Einer steht schon bereit. Er hat einen Zahn wohl schon bei einem früheren Kampf verloren.
Die Auseinandersetzung selbst wird dann von anderen geführt. Er hält sich da raus.
Eine seltsame Stimmung ist das. Bilder können sie eigentlich nicht wirklich wiedergeben.
Irgendwie unheimlich. Und doch scheinen sie sich nicht wirklich weh tun zu wollen. Abstand halten, Kopf schütteln und mit den Ohren wackeln, zwischendurch mal ein Trompetenstoß, schau mir in die Augen Kleiner und aufeinander los !! Danach beginnt alles wieder von vorne.............
Mickey-BGL205 Beiträge · seit 201310. Dez. 2013 · #46
Wunderschöne Bilder sind das Günter Franz - vielen Dank dafür!! Da fühle ich mich gleich in den Krüger zurückversetzt. Vor allem die Landschaftsaufnahmen finde ich total genial 😁 Warum habt ihr denn nach Letaba den Tropic of Capricoorn Loop gemacht? Wir hatten hier - gerade am Tihongonyeni Wasserloch - wundervolle Tiersichtungen.
Guggu2'261 Beiträge · seit 201111. Dez. 2013 · #47
Lieber Günther,
das sind so wunderschöne Bilder und ich kann gar nicht sagen welches mir am besten gefällt. 🙂
Da kann ein Massenknipser wie ich, der aber auch in den Anfängen stecke, schon grün vor Neid 🤢 werden. Deine Fotos sind alle outstanding und du machst ganz deutlich weniger ist mehr. 😉
Champagner8'684 Beiträge · seit 201011. Dez. 2013 · #48
Guggu schrieb: Da kann ein Massenknipser wie ich, der aber auch in den Anfängen stecke, schon grün vor Neid 🤢 werden. Deine Fotos sind alle outstanding und du machst ganz deutlich weniger ist mehr. 😉 Herzlichen Dank für das Zeigen
LG Guggu
Guggu, da schließe ich mich dir voll und ganz an!
@Günther: ich schwanke betreffs Lieblingsfoto zwischen der Meerkatzenmama mit Baby 😘 und den zwei Elefanten, die sich Stirn an Stirn anstieren 😄 !
Susi651'127 Beiträge · seit 201111. Dez. 2013 · #50
Hallo Günter,
habe bis jetzt immer nur still mit gelesen, aber jetzt muss ich mich doch auch mal zu Wort melden um Dir zu Deinen wirklich tollen Fotos zu "gratulieren" 😁 . Wirklich Glück hattet Ihr nicht nur mit Euren Tiersichtungen, einfach genial finde ich die Wolkenformationen. Die geben Deine Bildern eine unheimliche Tiefe, genial 🤩 🤩 . Bei uns im September hatte der Himmel eher so eine gleich bleibende (ein wenig langweilige) blau/graue Farbe 😐 .
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201013. Dez. 2013 · #51
DANKE,
Dagmar und Nane, es freut mich, dass die Fotos gefallen. So haben auch andere was von unserer Reise.
Michael, Nein, Thongonyeni haben wir nicht besucht. Bei 2 Nächten/3Tagen in Mopani ist es einfach nicht möglich alle Loops abzufahren. Wir hatten auch so schöne Tierbegegnungen in der Gegend.
Guggu, Du hast recht, weniger ist oft mehr. Ich muss mich immer wieder selbst beschränken in der Auswahl meiner Bilder. Schließlich möchte ich niemanden langweilen, indem ich dasselbe Motiv in x verschiedenen Varianten zeige.
Bele, ja, das Stirn-an-Stirn-Foto gefällt mir selbst auch am besten. Es ist schon ausdrucksstark und man könnte neben Ab-, genau so auch Zuneigung hinein interpretieren, finde ich.
bayern schorsch, Danke für Dein Feedback. Bei der großen Zahl der Reiseberichte ist es kaum mehr möglich alle zu lesen, geschweige denn über den Danke-Button hinaus Stellung zu beziehen. Klar aber auch, dass jedem Schreiber ein gewisses Feedback gut tut, sonst weiß man ja nicht ob oder wie ein Bericht überhaupt aufgenommen wird.
Susi: Ja, die Wolkenformationen waren oft traumhaft. Ohne sie machen viele Landschaftsaufnahmen nicht wirklich Sinn. Das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass auch wir an gefühlt einem Drittel der Tage ebenfalls bedeckten Grau-in-Grau-Himmel hatten.
Am WE werde ich mit dem Bericht fortfahren, ich möchte ja nicht zuletzt in meinem eigenen Interesse mal ein Ende finden. Und das unbedingt noch vor Weihnachten.
Es ist das älteste Camp im Park und hat sich seit unserem ersten Besuch in 2000 auf den ersten Blick nicht verändert. Hinzugekommen sind ein schönes Schwimmbad und einige moderne und großzügige Tents. Die Tents hatten wir schon Monate vorher direkt bei SANParks zu buchen versucht. Leider auch vor Ort ohne Erfolg. Also haben wir das Zimmer in der ersten Reihe direkt an der Einfahrtstraße in das Camp bezogen. Sie wurden offensichtlich saniert und sind in jd. Hinsicht in bestem Zustand. Die Küche liegt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Auch sie ist in gutem Zustand. Auch wenn der Himmel weiterhin bedeckt und es recht kalt und windig ist fühlen wir uns hier wieder sehr wohl. Nettes, kleines Restaurant mit schöner Terrasse unter großen Bäumen was ein echtes „Busch“feeling vermittelt. Auch hier freundliches Personal, ganz besonders dasjenige an der Reception.
Viele Vögel, Grünmeerkatzen (sh.Fotos im vorigen Teil) und Buschböcke im Camp.
Einsam und wild: Die Pafuri Picnicsite. Hier waren wir, wie schon die ganze Strecke von Punda Maria hierher alleine.
Im Einzugsbereich des Luvhuvhu sehen wir viele Tiere. Nyalas sind hier die häufigsten Antilopen.
Auf der Brücke über den Luvhuvhu und im äußersten Norden des Krügerparks wirkt die Landschaft besonders tropisch, finde ich. Es sind noch nicht alle Hochwasserschäden behoben. Ungeachtet der beschädigten Geländer darf man hier den Wagen verlassen.
Pafuri Gate
Road closed:
Wir fahren arglos dahin, achten nur auf Menschen oder Vieh am Straßenrand. R 525 „Road closed“ ! Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich wo es hier weiter gehen soll. Auf ein paar Dutzend Meter ist die Straße unterbrochen, im Nichts verschwunden und hat ein metertiefes Loch hinterlassen. Oh, da gibt es einen Weg. Also fahren wir hinein und stehen nach kurzer Fahrt vor einem Steilstück, das ich mich mit dem Corolla nicht hochzufahren getraue. Zu niedriger Radstand und kein Vierradantrieb. Schließlich fasse ich Mut und nehme das Hindernis. Es schrammt der Unterboden etwas über die Erde, ist aber nochmal gut gegangen. Nun stehen wir auf einer Art Damm, vor mir sehe ich nur die Kühlerhaube aber keine Straße mehr. Also steigen wir aus, begutachten das und kommen zu dem Schluss, dass wir da nicht runter fahren können. Gefühlt noch steiler als das was wir grade hinter uns haben. Nach rechts gehen Fahrspuren ab. Die rechte Spur endet nach kurzer Zeit im Gestrüpp. Also versuchen wir es mit der anderen Variante. Sand. Wir hätten es wissen müssen. Kaum drin, stecken wir auch schon fest.
Das Gute daran: Von gleich 3 Seiten kommt Hilfe aus dem nahen Dorf. Die Männer helfen uns wieder heraus, sagen uns, dass wir das Steilstück fahren müssten. Eine andere Option gäbe es nicht. Diesmal schrammen wir mit dem vorderen und hinteren Kotflügel hinunter. Wie wir später sehen hat es keine größeren Schäden gegeben. Eigentlich hatte ich befürchtet, dass wir hier aufsitzen könnten.
Ist nochmal alles gut gegangen. Ein höher gelegtes Fahrzeug wäre besser gewesen. Es wäre das einzige Mal gewesen wo wir es wirklich gebraucht hätten. Hilfe kam spontan, wir mussten nicht einmal darum bitten. Die netten Männer werden das hier wohl nicht lesen, wir bedanken uns aber noch einmal von Herzen bei Ihnen. In der Aufregung haben wir leider keine Fotos gemacht.
Das Hochwasser lag jetzt im Oktober schon ein halbes Jahr zurück. Eine nur kurze Wegstrecke zuvor und innerhalb des Krügerparks waren die Straßen bestens wieder hergestellt. Selbst die Schotterstraßen waren frisch gegrädert und glatt wie ein Kinderpopo. Völlig unverständlich, dass diese kleine Umfahrung soo vernachlässigt wird. Das wäre vergleichsweise leicht zu beheben gewesen. Da gibt es wohl unterschiedliche Zuständigkeiten. Nicht anders wie bei uns.
Der Rest des Weges verläuft ohne Probleme. Nach Musina müssen wir die südliche Umfahrung nehmen, die direkte Straße ist wg.Hochwasserschäden gesperrt. Die angekündigten Schlaglöcher bei Venetia Mine und Bridgewater stellen sich als harmlos heraus. Sonst durchweg gute Teerstraße, von Busch und Wildzäunen gesäumt. Ansiedlungen gibt es hier wohl nicht. Praktisch kein Verkehr.
Leokwe Camp / Mapungubwe NP:
Leokwe ist ein Traum. Alles Positive was hier im Forum bisher über dieses Camp geschrieben steht können wir nur bestätigen. Voll ausgestattete Küche und ein großes Speisezimmer. Einen Fernseher brauchen wir zwar nicht, hier ist er aber vorhanden. Großzügig auch die Terrasse mit Grillstelle. Schlafzimmer. Bad mit Außendusche. Kein Handyempfang.
Mit Abstand das schönste und beste was ich je in einem staatlichen Camp angetroffen habe. Von der Lage direkt unter den roten Felsen gar nicht zu reden. Hier könnten wir länger bleiben.
Unser Bungalow, fast schon ein komplettes Einfamilienhaus im Leokwe Camp, Mapungubwe NP
Bunt wie ein Vogel: der Plattgürtelschweif.
Das Felsenbad. Wir hatten es an allen Tagen für uns alleine.
Futuristisch. Das Infozentrum, Museum und Bistro im Mapungubwe Park
12 km Schotterweg vom Mapungubwe Gate zum Leokwe Camp. Nur wenige Straßen können und dürfen mit einem normalen Pkw befahren werden. Besonders steile Passagen sind betoniert.
Der Baumwipfelpfad war bereits wieder hergerichtet. Lediglich an der Aussichtsplattform an dessen Ende wird noch gearbeitet.
08:00 h früh, die Handwerker treffen ein.
Neben der artenreichen Vogelwelt waren hier auch mehrere Elefantenbullen unterwegs. Man hätte sie (fast) mit Händen greifen können.
Afrika pur. Über dem Zusammfluss von Limpopo und Shashe River, gegenüber von Botswana und Simbabwe gelegen gibt es mehrere kühn angelegte Aussichtsplattformen. Der Ausgangspunkt zu Ihnen ist die Picnicsite.
Der Abschluss unserer Reise führt uns in den Soutpansbergen in das Mashovhela Village und zu den Löwen in der Ukutula Lion Lodge unweit von Tshwane/Pretoria.
Bis dahin herzliche Grüße und danke für das Interesse Günter
uns geht es immer genauso wie Dir - es ist unglaublich, wie hilfsbereit die Menschen (meistens zumindest) im südlichen Afrika sind. Schwierig wird´s dann, wenn man fragt, was man "schuldig" ist. Die Anwort ist immer: "nichts, das passt schon".
Natürlich passt das nicht, aber für solche Fälle haben wir immer Kleidung dabei. Und dann wird´s für uns schwierig, wenn wir nur einen BMW-Pulli dabei haben, und genau den will ein jeder der Helfer haben. 🙂
Aber hingekriegt haben wir das auch.
Leokwe - ja, das sieht toll aus. Hast Du vielleicht noch ein paar Bilder mehr davon. Auch innen, Außendusche, Betten ....
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201014. Dez. 2013 · #55
Hallo Schorsch, einen BMW-Pulli hatten wir leider nicht mit dabei. Dafür Shirts und Mützen für alle. Ich denke mal, dass die Hilfsbereitschaft wie bei uns in stärker besiedelten Gebieten von SA weniger ausgeprägt wäre.
Ich wünsche Dir ein schönes WE, bei uns hier im SW hat es heute leider Dauerregen. Ich nehme mal an, er wird früher oder später auch Bayern erreichen. Grüße Günter
Susi651'127 Beiträge · seit 201114. Dez. 2013 · #56
Hallo Günter,
sehr schöne Fotos vom Leokwe Camp und vom Mapungubwe. Wir hatten im Mapungubwe im September leider nur bei der Ankunft Sonnenschein und danach zog es kräftig zu, wurde reichlich frisch und blieb bis zu unserer Abfahrt zwei Tage später auch so 🙁 😐 . Aus dem Grund haben wir uns auch ziemlich viel in der wirklich genialen Unterkunft aufgehalten....und haben auch ein paar Fotos von drinnen gemacht ( Achtung "Schleichwerbung" ;): Schorsch, die gibt es dann bald auch in meinem Reisebericht zu sehen 🙂 ).
Ich weiß ja nicht genau, ab wann Ihr im September unterwegs wart, aber wir hatten einige identische Ziele und ich würde sagen Ihr seit uns wohl teilweise hinterher gereist 😄 .
Günter FranzThemenstarter915 Beiträge · seit 201015. Dez. 2013 · #57
Hallo Lil, danke für's Mitlesen. Ja, die Hornraben haben was vornehmes und häufig sind die Begegnungen mit Ihnen nicht.
Hallo Susi, wir waren vom 25.September bis 15.Oktober d.J.unterwegs. Da hätten wir uns in der Tat beinahe begegnen können. Erkannt hätten wir uns allerdings vermutlich nicht. Ich muss mein Fahrzeug vielleicht mal Namibia-Forums-mäßig kennzeichnen. Schade, dass es bei Euch in Mapungubwe bewölkt war. Die roten Felsen kommen halt nur in der Sonne so richtig zur Geltung.
Unsere Südafrikareise vom 25.September bis 15.Oktober 2013 geht dem Ende entgegen. Auf dem Weg von Mapungubwe nach JNB wollten wir in den Soutpansbergen für 2 Nächte/3 Tage Zwischenstation machen. Mashovhela war mir schon lange durch die besonders informative Webseite aufgefallen. Es interessierte uns die Landschaft in der sie liegt, in den Soutpansbergen waren wir bisher nicht gewesen. Aber auch die Touren zu Vendadörfern die von hier aus angeboten werden, haben uns neugierig gemacht. Wir wählen die naheliegende Strecke via R521/523 zum Verwoerd Tunnel an der N1. Durchweg gute Teerstraße, keine Schlaglöcher, weiterhin weit überwiegend eingezäuntes Buschland, Farmen. Bis Alldays und dessen Einzugsgebiet reger Verkehr. Hier treffen wir auf einen Unfall, der offensichtlich durch einen Schwertransporter verursacht wurde und in den auch ein Polizeiauto verwickelt ist. Erst wieder stärkerer Verkehr auf der N1. Sonst gewohnte Einsamkeit.
Mashovhela Lodge Die Einfahrt folgt bald nach dem letzten der beiden Verwoerd Tunnel ohne Vorankündigung und könnte leicht verpasst werden. Von da sind es noch 4 km über einen roten Schotterweg bis zur Lodge. Der Busch wird stets dichter und wir dachten schon, dass wir uns verfahren hätten. Unter steilen Felsen öffnet sich das Tal etwas und die Lodge taucht unvermittelt auf. Der Empfang ist herzlich und es stellt sich heraus, dass für den nächsten Tag keine Tourbuchungen mehr möglich sind. Für uns ist das kein Problem. Wir waren ja lange vor Mittag angekommen und so wurde uns gleich unser sehr sympathischer Guide für den Besuch des Dorfes und den anschließenden Sundownerdrive für denselben Tag vorgestellt. Der Drive führte uns auf kühnen Wegen (die hätte ich nicht mal laufen wollen) in einen Bergsattel mit weitem Blick zu den Wasserfällen und über die dicht bewachsenen Berge und Täler.
Die Terrasse der Lodge. In den Felsen brüten Felsenadler. Unser Bungalow. Innenansicht.
Maskenweber
Krumme Nasen riechen besser. Die Elefantenspitzmaus (oder Rüsselspringer) macht ihrem Namen alle Ehre. Sie scheinen gar nicht soo selten zu sein. Dennoch wurde erst hier unser Wunsch wahr, diese interessanten Tiere endlich einmal beobachten zu können. Und dann gleich aus so großer Nähe, dass ich schon fürchtete (oder hoffte) sie würde mir auf die Knie springen.
Mashovhela Village Das Dorf liegt innerhalb des Morning Sun Reservats und kann mit dem Fahrzeug in wenigen Minuten erreicht werden. Es ist kein Museum. Hier gehen die Bewohner ihren normalen Tagesverrichtungen nach und es ist offen wen man gerade antrifft. Ich möchte nicht viele Worte über diesen Besuch machen, der uns wie schon andere Besuche dieser Art unvergesslich bleiben wird und lieber die Bilder sprechen lassen.
Schön bemalte Häuser im Mashovhela Village.
Menschen in Mashovhela. Es ist Waschtag.
Die Teenager lassen sich gerne fotografieren.
Ich hoffe, das Foto wird nicht als unerlaubte Werbung gewertet. In diesem Fall werde ich es unverzüglich löschen. Ich habe nicht's davon und bin da auch nicht beschäftigt (gewesen). South Africa ! Wo gehobelt wird, fallen Spähne. Trommelschnitzer in Mashovhela. Das Baumaterial wird selbst gefertigt.
Nachzucht im Hausgarten.
Wäschetrockner.
Selbst gefertigter Schmuck wird angeboten.
Menschen im Dorf.
Fazit zu Mashovhela: Herrliche Lage in einem engen und dicht bewaldeten Felsental. Es wird von einem munter plätschernden Bach durchzogen. Nach der Trockenheit im Krügerpark und Mapungubwe tut das satte Grün hier den Augen gut. Mehr Buschfeeling kann man nicht haben. Wir waren obwohl WE fast alleine hier, es waren nur 4 bzw.2 weitere Gäste da. Großzügige Bungalows die vergleichsweise eng beieinander stehen. Dennoch bekommt man durch die geschickte Lage von den (eh spärlichen) Nachbarn nicht wirklich etwas mit.
Schöner Pool, den wir ausgiebig genutzt haben. Einzige Besucher waren hier ein paar Echsen, unglaublich große, bunte Schmetterlinge und Grünmeerkatzen. Die Diademmeerkatzen oder Samangos die wir hier erhofft hatten, haben wir leider nicht gesehen. Wie wir jetzt wissen, kommen sie zwar in den Soutpansbergen vor, nicht aber im Morning Sun Reservat in dem Mashovhela liegt. (Sehr) gutes Essen. Geräumige und rustikale Bungalows Sh. die Fotos dazu. Wenn ich an die natürliche Freundlichkeit, ja geradezu Warmherzigkeit unseres Guides und des ganzen Personals dort denke, komme ich aus dem Schwärmen nicht heraus. Da fühlten wir uns sofort daheim und sind nur ungern wieder gegangen.
Hinweise: Dort evtl.geplante Touren sollten unbedingt im Voraus gebucht werden. Die Website der Lodge (Verknüpfung sh.oben) informiert nicht nur über die Lodge selbst, sondern auch ausführlich über Kultur und Leben der Venda. Sehr interessant zu Lesen, auch wenn man nicht dahin zu fahren beabsichtigt.
Ich hoffe die Fotos machen dem einen oder anderen wieder etwas Freude und ihr haltet noch durch bis zum Schluss, unserem Besuch in der Ukutula Lion Lodge. Herzliche Grüße Günter
Nane421'362 Beiträge · seit 201115. Dez. 2013 · #59
Bin wieder mal begeistert von deinen Fotos !!! Diesmal vor allem diese tollen Kinderportraits 😁 ! Klasse !! Und diese Maus.... soooo süüss !! Wir haben sie ja leider in Leshiba nicht gesehen... 🙁 Ich bin selbstverständlich bis zum Schluss dabei... LG, Nane 🙂
casimodo4'528 Beiträge · seit 200715. Dez. 2013 · #60
Hallo Günter,
einen schönen, interessanten Bericht mit tollen Bildern schreibst Du da. 😎 Ich bin schon auf die mir bisher unbekannte Lodge in den Soutpansbergen gespannt.