tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Sept. 2013 · #81
Mein gestriger Bericht endete mit der sehr scheuen Roan...
Wieder zurück auf der Nunda Lodge, setzten wir uns auf die herrliche Terrasse über dem Okavango, nutzten den Internetzugang und genossen den Sundowner.
Zum Abendessen gab es aus unserer Campingküche Süßkartoffeln, gegrilltes Oryxsteak und Tomaten-Fetasalat. Paprika hatten wir auch noch und einen Südafrikanischen Pinotage Rose`. Das Fleisch war wieder ausgezeichnet zart und schmeckte mit Knoblauchbutter und ein bisschen Peri-Peri-Soße lecker. Wir lauschten noch der Unterhaltung der Hippos, die die Nacht über anhielt, verstanden aber nur immer wieder die gleichen Laute. Irgendwann kuschelten wir uns ins Zelt und wurden gegen Morgen durch ein Hippo geweckt, das sich unmittelbar vor unserem Platz durch das Gras mampfte. Und noch ein Tag im Mahango 17.7: Wir stellten fest, dass alle Hippos ihren nächtlichen Ausflug beendet hatten und nun wieder auf der Sandbank lagen. Nach dem Frühstück starteten wir erneut zu einem Gamedrive in den Nationalpark. Wir befuhren an diesem Morgen den Westteil des Parks. Gute 10 Kilometer hinter dem Gate befand sich ein lieblos angelegtes Wasserloch mit einem Beobachtungshäuschen und auffallend viel Müll! Auf dem Weg dorthin sahen wir eine Herde Elefanten...
Dieses Verkehrssschild wird wenigstens auch von den Elefanten verstanden! 🤪
... und immer wieder Tsessebes ,
Zebras und eine große Herde Roans, die aber sehr schnell im Dickicht verschwanden,
Hinter dem Wasserloch versteckten sich noch Strauße im Gras. Die weiteren 20 KM Tiefsandpad waren verwaist, wir sahen bis auf Kudus keine anderen Tiere. Da hier die Mopanesträucher sehr eng standen, kann es durchaus sein, dass sich Tiere in unmittelbarer Nähe befanden, wir sie aber auf Grund der Baumdichte nicht sahen. Eigentlich lohnte sich der lange Weg nicht.
Dann fuhren wir wieder die Strecke am Fluss entlang. Hier ist das Gelände deutlich offener und tierreicher.
Elefanten, große und kleine fraßen links und rechts der Pad, Lechwe und Hippos standen im und am Wasser,
ein Buschböckchen hatten wir länger beobachtet. Als ich mich ihm näherte, bellte es wie ein Hund zur Warnung und sprang tiefer in den Busch. Meerkatzen eroberten einen Termitenhügel und beäugten uns neugierig.
"Wir haben alles im Blick!" "Ich bin hier der diensthabende Wächer!" "Wir sind aber auch schon groß und passen auf" 😗
...die Meerkatzen waren so süß anzuschauen. ..
Die üblichen Verdächtigen, Lechwe usw. ließen sich alle irgendwann noch sehen, nur keine Kätzchen.
Sehr freundlich begrüßte uns dieser Langhals. 😄 Die Tiere im Mahango NP erschienen uns sehr scheu und entfernten sich schnell. Hier herrscht offensichtlich noch nicht so ein großer Betrieb als im Etosha NP. Die Tiere sind daher auch nicht so an Autos gewöhnt. Auf dem Weg zur Lodge hielten wir an einer kleinen Ansiedlung von Rundhütten und kauften Mopaneholz. Für 5 NS$ das Bündel (so günstig hatten es noch nie!) deckten wir uns mit 4 Paketen ein.
Eine Schar Kinder stand neugierig um unser Auto und als wir ihnen ein paar "Sweeties" in die Hand drückten, leuchteten ihre Augen noch mehr. Ich hatte zuvor noch ein paar Fotos gemacht, auf denen sie sich ganz stolz präsentierten. Gebettelt wurde nicht, ich hoffe, dass das auch so bleibt?!
Zur Mittagszeit erreichten wir die Lodge und genossen den Nachmittag mit einem Buch am Pool. Es war schon das dritte Mal in diesem Urlaub, dass wir uns Zeit am Pool gönnten, obwohl ich immer das Gefühl habe, es warten wieder Tiere. 🤪 🤨 Aber... Wir hatten uns für die Boatcruise um 16.30 Uhr angemeldet und da gab es ja noch ein paar Tierchen... und einen Haufen (5) älterer Südafrikaner, die ebenfalls auf dem Boot waren. Diese Leute hatten viel Humor uns so wurde es eine spaßige Tour. Der Kleine war schon etwas größer, suchte aber immer noch Schutz zwischen den Eltern. Irgendwie mag ich die jungen Hippos, sie schauen echt dumm drein und außerdem sind sie noch nicht so zerkratzt wie die Großtiere.
Es ging dann zuerst am Hippopool entlang, ...
... die Hippos erlösten wir von ihrem Tagesschlaf und schon verschwanden sie im Nass.
Dieser Wächter lag gleich daneben auf der Sandbank.
Aber auch er verschwand im Nass, als wir uns näherten. Nun gab es noch eine Toilette anzuschauen, die Kormorantoilette
Und dann steuerten wir die Popa Falls an . Gegenverkehr hatten wir auch..
Unser Guide ist in dieser Gegend groß geworden. Er kannte jede Untiefe und jede Ecke durch die er fahren konnte. Und so gelangten wir von einer Stromschnelle zur nächsten.
Viele Fotomotive gab es auch... ja, einfach zu viele 😊
Hier bestand die Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang, um den Sonnenuntergang zu genießen. Entsprechende Sundowner gab es auch, nach der ersten Runde reichte die Kühlkiste noch für eine weitere und... Wieder auf dem Boot wurden weitere Hippos gesucht und gefunden...
hier noch einen Familieneintopf! 😄
ein Großmaul... Karies? 🤢 . Ob der glaubte, ich entferne den Zahnschmelz?
... und nach Sonnenuntergang gegen 19.30 Uhr waren wir wieder zurück. Inzwischen waren die Temperaturen sehr weit gefallen und eine lange Hose mit einem warmen Pullover wurde notwendig.
Inzwischen war der Platz neben uns belegt. Hier standen Charlie und Hilde aus Südafrika. Zwei sehr lustige und abenteuerlustige Menschen. Sie kamen mit ihrem Hillux und Wohnkabine gerade aus Tanzania. Beide befanden sich bereits im Rentenalter. Hilde hatte sich eine neue Videokamera gekauft, kam aber noch nicht so ganz mit der Bedienung zurecht. Sie bat mich um Hilfe und über meinen Laptop sahen wir uns ihre Filme an. Filmen konnte sie aber. Am Spannendsten war ein Ausschnitt, als die große Gnu-Migration einen Fluss durchquerte und eines der Tiere von einem Krokodil erfasst wurde. Es war fast wie im Fernsehen, nur ein bisschen verwackelt. Die beiden betreiben eine Jagdfarm, 135 KM nördlich von Pretoria, und haben uns ganz selbstverständlich zu sich eingeladen. Charlie war schon ein besonderer Geselle und sprach dem Alkohol sehr zu, das machte ihn noch lustiger. Ich fand kaum Zeit zum Kochen, deshalb aßen wir an diesem Abend auch sehr spät. Durch die Nacht begleiteten uns wieder die Hippos mit ihren lauten Diskussionen.
Amnächsten Tag wollten wir die Nunda River Lodge verlassen... eigentlich taten wir das auch .... aber ...
sachsess74 Beiträge · seit 200727. Sept. 2013 · #82
Hallo tiggi,
habe erst heute Deinen tollen Bericht und die noch tolleren Fotos entdeckt. Das alles weckt Erinnerungen und macht Appetit auf neue Abenteuer. Bin z. Zt. in der Planungsphase für unseren nächsten Afrikaaufenthalt. Deswegen eine Frage: Verrätst Du uns, wieviel Ihr für das Auto bezahlt habt? Christian Rink ist mir bisher auch völlig unbekannt, Value Car hingegen schon. Gebucht habe ich aber bei denen noch nicht.
Freue mich schon auf Deine Antwort (gerne auch per PN) und auf weitere Bilder und Texte... 🙂
Gruß sachsess
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht aendern kann; gib mir den Mut, Dinge zu aendern, die ich zu aendern vermag; und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201127. Sept. 2013 · #83
Hallo Sachsess, danke für dein Interesse und Lob - mittlerweile macht es mir viel Spaß, unsere Erlebnisse noch einmal in dieser Form aufzubereiten. Gerne verrate ich dir die Details über die Anmietung des Autos. Ich denke, es interessiert auch andere Leser. Christian Rink ist erreichbar über www.camelhorse-safaris.com oder info@camelhorse-safaris.com - gezahlt haben wir 2338,00 € incl. Fughafentransfer, 2 Reservereifen, Kompressor und Campingausstattung (die sehr gut war!) sowie den Cross Border Permits . Der Preis variiert allerdings je nach Versicherungsleistung. Wir hatten keine Zusatzversicherung gebucht. LG Biggi
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201129. Sept. 2013 · #84
Auf nach Botswana zu den Tsodillo Hills 19.7 Nach der großen Verabschiedung von Charlie und Hilde brachen wir nach Botswana zu den Tsodillo Hills auf. Hier wollten wir übernachten, aber es sollte anders kommen... Um 9.00 Uhr verließen wir die Nunda River Lodge und erreichten wenig später das Gate zum Mahango Nationalpark diesen durchqueren wir in Richtung Süden, deshalb müssen wir keine Gebühren entrichten und standen nach weiteren 12 Km an der Grenze zu Botswana. Die Abfertigung erfolgte sehr schnell und unbürokratisch. Wir mussten allerdings wieder die Ein- und Ausreisekarten ausfüllen und für das Auto noch eine Versicherung abschließen. Das Double-Trip-Ticket kostete 230 Rand. Bereits um 9.50 Uhr erreichten wir den Choopies Supermarkt in Shakawe, bei der Barclay Bank zog ich 4000 Pula aus dem ATM, wir kauften frisches Gemüse, Brötchen und ein paar Kleinigkeiten, wie z. B. Creme cheese, Lebensmittel, die hier deutlich preisgünstiger waren als in Namibia. Dann machten wir uns auf nach Süden. Der Verkehr war minimal, aber viele Esel, Rinder und Hunde überquerten immer wieder die Straße. Eine knappe Stunde später war unser Tagesziel erreicht. Wir standen vor einem Häuschen mit geschlossenem Tor. Aus dem nahen Dorf kam eine junge Frau, die uns die Gebühr (Park-Fee) abnahm.
Diese Felshügel sind vor über 450 Mio. Jahren aus glimmerartigem Quarzitschiefer entstanden. Man vermutet, dass vor etwa 20000 Jahren hier noch ein See gewesen war. Inzwischen ist diese Gegend knochentrocken. Wir entrichteten nicht nur unseren Eintritt, es waren auch wieder einmal unsere medizinischen Nicht-Kenntnisse gefragt und Dr. Biggi gab ihr Bestes. ( 🤢 Es hat nicht geblutet, daher konnte ich helfen!) Vor dem Office lag ein Kind im Sand. Die Frau erklärte, dass es Bauch- und Kopfschmerzen habe und fragte nach Medizin. Wir konnten mit Schmerztabletten aushelfen. Meine Diagnose: ? Migräne, Regelschmerzen???
Die nächsten 2,5 Kilometer bis zum Parkplatz mit dem kleinen Museum waren ausgesprochen schlecht zu befahren. Tiefe Rillen, Dornen und Steine erschwerten den Weg. Dort angekommen, erklärte man uns, dass man den Rhino-Trail nur mit einem Guide erklimmen kann. Dieser kostete 120 Pula. Als wir ankamen verließ gerade eine Gruppe Overlander den Platz und wie es oft so ist, waren ihre Hinterlassenschaften gut sichtbar. D. H. so erklärte man uns die Misere: Irgendwer hat die Solarpanelen für die Ablutions geklaut, es gäbe es kein Wasser und deshalb waren die Toiletten verschlossen. Zwei Dixiklos standen mit herausgefallenen Türen in der Landschaft, tja und deshalb... es war eklig. 🤢 Und nun stand für uns fest, dass wir zwischen dem Klopapier auch nicht übernachten wollten. Aber den Rhino-Trail begingen wir noch.
Zuerst besuchten wir die Ausstellung und erfuhren so einiges zur Geschichte der Tsodillos Hills. Seit Dezember 2001 stehen die Tsodilo Hills auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe. Tausende Felszeichnungen und rätselhafte Entdeckungen inmitten einer flachen Buschsavanne haben diese Hügelkette berühmt gemacht. Für die !Kung-Buschleute stellen die Berge den Sitz der Götter dar. Für sie ist dieses Gebiet eine heilige Stätte. Die weiter oben dargestellten Fotos mit den Bergen vergleichen die Buschleute mit Personen. So wird der größte Hügel als Mann , der zweit kleinere als seine Frau und der noch kleinere dahinter soll das gemeinsame Kind darstellen.
Präsentiert werden unter anderem Alltagsgegenstände der Buschleute.
Mit Hilfe von Schautafeln kann man die Entstehung der Felszeichnungen gut einordnen und sich ein Bild über die damalige Zeit machen. So gab es hier zwei Eisenzeitdörfer, die bereits weitreichende Handelsbeziehungen bis nach Indien gehabt haben mussten. Glasperlen, die hier gefunden wurden, gelten als Beleg dafür. Nach dem Besuch der Ausstellung starteten wir mit dem Guide zu einer Rundwanderung über den Female (Frau-) Hügel:
Mehr als 4000 Felszeichnungen befinden sich auf einer Gesamtfläche von 10 Km², die meisten davon kann man auf dem Female Hill sehen. Gestartet sind wir mit den Zeichnungen "Van der Post´s Panel". Der Name geht auf einen südafrikanischen Schriftsteller (Laurens van der Post) zurück, der in den 1950er Jahren bei einigen Expeditionen die Zeichnungen genau beschrieb. Erste Beschreibungen hat allerdings bereits der deutsche Geologe Siegfried Passarge 1893 vorgenommen. Van der Post`s Panel Schöne Felsen, oder... Was erkennt man? ..Eine Afrikakarte 🤩
Die berühmte Wal-Zeichnung
Rhino mit Kalb Bisher wanderten wir am Fuße des Berges von Felszeichnung zu Kunstwerk, dann folgten wir unserem Guide in eine Höhle und in weiteren Nischen zeigte er uns die berühmten Bilder. Es war inzwischen 12.00 Uhr mittags als wir den Aufstieg auf die "Hills" auf uns nahmen. Die Temperaturen lagen um die 35°C oder höher(!) und Schatten spendete nur ein Hut. Oben angekommen, eröffnete sich uns ein toller Blick und weitere Felszeichnung, die wir wahrscheinlich ohne Guide nicht gefunden hätten.
Die "Tanzenden Penisse" - An diesem Felsüberhang sind Darstellungen von Jägern mit stark vergrößerten und erigierten Geschlechtsteilen aufgemalt. Nachdem wir nun auf dem Berg ein kleines Tal erreicht hatten, durchwanderten wir die Hochebene und fanden...
... diese Fußspuren, die deutlich erkennen ließen, dass die Tiere immer wieder diesen Weg wählten, weil es hier Wasser gab.
Der Abstieg war alles andere als witzig. Hier war eine Menge Klettergeschick gefragt. Es ging über große Steine und Wurzeln.
In Deutschland hätte man den Weg schon aus Sicherheitsgründen gesperrt. Als wir nach drei Stunden heile und ohne Knochenbrüche das Museum wieder erreichten, meinte der Guide, er sei froh, dass er uns gesund zurück gebracht hätte. 🤪 🤩 Es gab hier schon einige Unfälle! Es war eine sehr schöne Tour und wer eine Abwechslung zur fantastischen Tierwelt sucht, ist hier richtig. Ein bisschen enttäuscht waren wir von dem Campsite, der mit Fäkalien verdreckt, sehr ungepflegt wirkte. Vielleicht wird es jetzt aber wieder besser! 😕
Nun wollten wir hier nicht mehr übernachten und machten uns auf den Weg zurück nach Shakawe. Die Drotzky`s Cabin erschien als Campsite geeignet. Wir fuhren den Platz an. Er war ganz o.k. , lag aber hinter hohem Schilf versteckt und machte einen guten, sauberen Eindruck. Wir waren die einzigen Gäste und am Restaurant und der Aussichtsterrasse befand sich eine Baustelle. Unser nächstes Ziel war das Mavunje Camp in Namibia und da wir sowieso zurück mussten, beschlossen wir kurzer Hand, bis zum Mahango Camp zurück zu fahren. Also gesagt, getan, wir standen bald an der Grenze und was passierte? Nein, das glaubt kein deutscher Beamter. ...
Bei den Beamten in Botswana wurde schnell und zügig gearbeitet. Nach wenigen Minuten und einem Stempel im Pass war die Kontrolle beendet. Aber an dem Häuschen zu Namibia...? Der Immigrationofficer brauchte gerade eine Pause. Eine Kaffeepause wäre ja gut und sicher auch verdient gewesen, aber er brauchte mehr. Eine Polizistin registrierte das Auto, dann sollten wir warten. 10 Minuten vergingen und sie erklärte uns, dass ihr Kollege gleich käme. Nach 20 Minuten kam ein anderer Kollege und meinte, er riefe seinen Kollegen mal auf dem "mobile" an. Nach 30 Minuten ging er zu Fuß ins Dorf und wollte nachschauen, ob er vielleicht nach Hause gegangen sei. Während uns diverse Uniformierte bemitleideten, weil wir warteten, konnte aber niemand unsere Pässe abstempeln. Wir warteten, dann verschwand auch die Polizistin ins Dorf. Tja, aber dann endlich kam ein Officer aus dem Dorf. Irgendwie bewegte er sich vor, so leicht torkelnd (oder dachten wir das nur?) und kam auf uns zu. Er ging hinter den Schalter, nahm unsere Pässe, stempelte sie irgendwo und meinte "finish!". Diese Worte brachte er noch über die Lippen, aber seine Whiskyfahne haute uns fast aus den Schuhen. Wir fuhren schnell weg. Dieses Mal wurde weder ein Einreiseformular kontrolliert, noch der Pass gescannt!!! That`s Africa! Don`t worry be happy. 😄
Ein letztes Mal durchfuhren wir den Mahango NP und wollten im Mahango Camp übernachten. Ein netter Angestellter zeigte uns den Platz, aber irgendetwas gefiel es uns hier nicht. Entweder waren es die Kleidungsstücke, die hier umherlagen und keinen Eigentümer mehr hatten oder die alte grüne Baracke, in der sich die Toiletten befanden, oder die unfreundlichen Angestellten mit ihrer Harke? Normalerweise interessieren uns diese Dinge in Afrika nicht so. Hier gab es nur ein einziges Gästepaar und das waren die zwei Frauen, mit denen wir bereits auf der N`Kwaizi Lodge zusammen standen und so beschlossen wir dann doch wieder mit Charlie und Hilde zusammen zu stehen!. Ein kurzer Anruf auf der Nunda River Lodge und wir erhielten unseren alten Stellplatz. Ein bisschen verwundert taten die überaus freundlichen Leute an der Rezeption schon, aber sie freuten sich uns wieder zu sehen. Überaus herzlich wurden wir wieder empfangen, vielleicht war es auch das, was wir so schätzten? In dieser Nacht war der Campsite total überfüllt, so dass noch zwei Zelte auf der Wiese vor der Rezeption aufgebaut wurden. Welch ein Glück wir doch mit unserem Platz hatten!
Charlie und Hilde freuten sich ganz besonders über die "neuen" Nachbarn und es wurde wieder ein wunderbarer Abend! 🙂 Biggi
Wir blieben noch im Caprivi und fuhren zum nächsten Highlight....
sachsess74 Beiträge · seit 200730. Sept. 2013 · #86
Hi tiggi,
danke schön für die schnelle Antwort. Ihr hattet das Auto vermutlich für 30 Tage gemietet? Dann war das wirklich ein günstiger Preis. Werde mich mal an den Christian wenden.
LG sachsess
Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht aendern kann; gib mir den Mut, Dinge zu aendern, die ich zu aendern vermag; und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201104. Okt. 2013 · #87
Hallo Tommy, hier das versprochene Foto - Campsite 2 - Im Hintergrund kann man sehr schön die Hippos beobachten.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201104. Okt. 2013 · #88
Durch die Floodplains des Kwando und Mashi
19.7: Heute hieß es für lange Zeit "Abschied nehmen" von der Nunda River Lodge und seinen Hippos. Im ATM im Supermarkt in Divundu versorgten wir uns noch mit Barem, überquerten den Okavango und passierten die Polizeikontrolle zum Eintritt in den Bwabwata Nationalpark. Die üblichen Fragen nach dem "Woher" und "Wohin" folgten, man wünschte uns eine gute Reise und schon befuhren wir die B8. Sie führte geradewegs nach Osten, Hinweisschilder auf Elefanten ließen uns hoffen, einige zu sehen. Aber nur ein einziges Mal sahen wir eine kleine Herde im "Wald".
Leider sahen wir auch keine Painted Dogs, zumindest nicht im Caprivi.
Links und rechts der Straße waren kleinere Feuer zu sehen, einmal brannte auch eine größere Fläche und der dichte Qualm versperrte den Blick. Aber wir stellten auch fest, da wo es gebrannt hatte, wuchs schon wenige Wochen später frisches Gras. Wir passierten viele Dörfer, es war Freitag, der Tag an dem viele Kinder die Internate verließen und zu ihren Familien heimkehrten. Da sie zu Fuß liefen, befanden sich links und rechts der Straße immer wieder einige Gruppen von ihnen. In Kongola bogen wir auf die C49-Straße ab. Eine Behelfspiste befand sich immer noch neben der Baustelle. Diese Straße sind wir vor einem Jahr auch schon gefahren, wir hatten den Eindruck, dass die Chinesen nicht viel weiter im Bauen vorangeschritten waren! Nach 12 Kilometern bogen wir zu Dan ins Mavunje Camp ab. Dieses erreichten wir nach weiteren 2,5 Kilometern Pad. Ein Angestellter empfing uns sehr nett, zeigte den Platz, der wunderschön ist. Es war noch Vormittag, wir benötigten nur 2,5 Stunden von der Nunda River Lodge zu Dan, und konnten nun stundenlang auf die vor uns liegenden Floodplains schauen und die Sonne, die Ruhe und die Vögel genießen.
Ich fand Zeit, zum Hochladen einiger Fotos. Allerdings nur solange der Akku hielt, denn bei Dan lebt man ohne Steckdose!. Vor dem kleinen eigenen Speisesaal genossen wir den Nachmittag am Wasser in der Sonne und in "unserer" eigenen Küche entstand ein Cappuccino und eine Stärkung.
Dan lernten wir gegen 15.30 Uhr kennen und starteten dann auch schnell mit seinem Boot zu einer fantastischen Tour durch diese Schilflandschaft, die Floodplains bis zum Bwabwata NP. Die nächsten Stunden mutierten zu den schönsten unseres Urlaubs. 😘 🤩
Das Papyrusgras, die Gräser und die Wasserlilien waren schon schön anzuschauen, ... Welch ein Flügelschlag - ein oder zwei Vögel? Wer erkennt es? 🤪 😈
Vor der Gruppe der Lechwe befand sich ein kontrolliert abgebranntes Stückchen Land. Dan erklärte, dass in der Conservancy beschlossen wurde, immer wieder einzelnen Landflächen abzubrennen, damit frisches Grün nachwachsen kann und so die Tiere vor Ort bleiben und nicht hinter der Nahrung herziehen müssten.
Immer wieder gab es tolle Ausblicke, auf eine Landschaft, die so unsagbar ruhig daliegt und so viele Schätze beherbergt.
...aber badenden Elefanten ganz nah zu sein, war ein supertolles Erlebnis.
Dieser Eli ließ sich weder durch das Boot, noch durch uns irgendwie beeindrucken. 🤪
Ich habe gefühlte 1001 Elefantenbilder an dem Abend fotografiert, weiß aber nicht, was ihr so aushaltet 🤢 - hier eine kleine Auswahl! 🤩 Wir befuhren die Floodplains und immer wieder tauchte eine Herde am Wasser zum Trinken auf, oder sie durchquerten dieses Gewässer, da ihr Wanderweg unsere Tour kreuzte. Dan wusste natürlich immer genau, wo sich wieder Tiere aufhielten, denn er kennt ihre Pads genau 🤩 Aber wir sahen auch ....
Hippos ... ... und davon nicht zu wenige. Dan kannte (!) offensichtlich alle namentlich und wusste viel Informatives zu deren Verhalten.
Hier ist der Trinkhalm wohl zu lang! 😮 Oder testet er das Ergebnis von Mamas Diät?
Und der Kleine "bläst uns auch schon den Marsch!" 😈
Zeitweilig wussten wir gar nicht, ob wir die Hippos links vom Boot im Auge behalten sollten oder die Elefanten, die sich rechts befanden.
Upps! Da ist ja auch noch einer -... 🤪
...oder zwei!
Irgendwie waren sie aber neugierig - waren wohl Weibchen! (Das stammt nicht von mir 😈 )
Und wieder sahen wir eine kleine Familie, die sich über die Dämme zu einer Wanderung nach schmackhaftem Essen auf machte. Allerdings ist auch das Elefantenleben nicht immer ganz einfach. Schlammlöcher erschwerten das Weiterkommen...
Er gelangte noch alleine, auf die Beine...
... hier sah es schon schwieriger aus. 😈
..und plumps, wieder ins Loch 😄 Dank Mamas Hilfe schaffte es der kleine Eli dann doch noch - 🙂
Lechwe und Impalas grasten auf den Weiden, auch hier versorgte Dan uns immer wieder mit Informationen über deren Lebensweise. Wir waren sehr erstaunt, was man sich in sechs Jahren Afrikaleben alles aneignen kann.
Dieser, nicht ganz hübsche Geselle, beäugte uns von ganz oben. Der Chefpilot genießt einmal Afrika ohne Steuer in der Hand! 😈
Zur üblichen Sundowner Zeit zauberte Dan den Weißwein hervor und wir genossen die Gespräche mit ihm.
Es wurde dunkel, aber neben Vögeln, Kudus, Giraffen und Impalas kannte Dan noch eine Stelle, wo er eine Woche zuvor auf Wildhunde traf. Leider waren sie heute nicht da, aber diese Tour war so einmalig schön, dass ich wünschte, sie würde nicht enden. Zu Guter Letzt haben wir noch die Sternenbilder studiert, an denen Dan uns erklärte, wie wir den Weg zurück zum Camp finden würden.
Schon von Weitem sahen wir die Petroleumlampen im Camp leuchten, die sein Angestellter für uns angezündet hatte. Es war so unendlich schön romantisch!
Abendessen in unserem Speisezimmer! 😛 Das Lagerfeuer war auch schon entzündet und wartete auf uns ... welch ein toller Service! Direkt vor unserer "Haustür" graste ein Hippo mit Kalb, in der Nacht zogen die Elefanten durchs Camp und am Morgen überraschte uns Dan mit einer Kanne frischem Kaffee ... Biggi
Champagner8'672 Beiträge · seit 201004. Okt. 2013 · #91
Mensch Biggi, das sind ja wirklich traumhafte Fotos - das lenkt mich prima von meinen Wasserschaden-Floodplains ab 🤪 ! Und ich kann mir vorstellen, dass der Bootsausflug auch deshalb so toll war, weil Ihr alleine unterwegs wart, oder ?!
Übrigens: es sind natürlich zwei Vögel, weil zwei Paar Beine 😉 !
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200904. Okt. 2013 · #92
Hallo, Biggi hat man euch denn an den Tsodilo Hills nicht erzählt, dass es dort mehrere Plätze zum campen gibt ? Dort war zwar gar keine Infrastruktur, aber sauber, mitten im Busch, direkt an den Bergen. Auf dem Gewusel des Hauptplatzes hätte ich auch nicht gecampt.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201106. Okt. 2013 · #93
Guten Morgen - ihr lieben Mitreisenden! Es freut mich immer wieder das Forum zu öffnen und zu erfahren, dass ihr noch dabei seid und ich euch nicht langweile. 🤩
@Birgitt - ja, wir haben die anderen Plätze natürlich gesehen und hätten auch den einen oder anderen belegen können. Nun mussten wir aber sowieso zurück nach Divundu und da passte es schon. Die Umgebung empfanden wir etwas trostlos und fühlten uns dort einfach nicht wohl. Die Menschen am Visitor Center wirkten sehr abweisend, es fehlte die Herzlichkeit, die wir gewohnt waren. Auch unser Guide zeigte wenig persönliches Engagement. Wir hatten das Gefühl, er spulte sein Programm ab um dann abzukassieren.
@Bele - liebe Bele, vielen Dank für dein Lob. Aber mit deinen Painted Dog-Bildern kann ich nicht mithalten, die waren super! Und erst deine vielen Leos....klasse! Ein paar niedliche Katzenbilder habe ich noch, aber ob die mit deinen konkurieren können? Für den Wasserschaden hast du mein vollstes Verständnis, denn 2 Tage nach unserem Urlaub hatte wir das selbe Problem. 🤢 Vor dem Urlaub haben wir unser neues Gästebad eingeweiht, es wurde dann 5 Wochen nicht genutzt und nach dem Urlaub, kam unser Sohn ( er bewohnt das Souterrain) völlig aufgelöst angerannt. Bei ihm läuft das Wasser aus alles Fugen. Zum Glück befindet sich sein Bad direkt unter dem Gästebad. Unsere Toilette ließ Wasser! Du kennst ja dann die Prozedur. Im neuen Bad musste die Toi. abgebaut werden, Fliesen oben und unten im Bad von den Wänden. Trocknungsgeräte und, und und. Ich bin dann sehr schnell wieder in die Schule geflüchtet! Jetzt haben die Herbstferien begonnen, wir entschwinden noch einmal in die Sonne, in die Emirate, und hoffen, ohne Wasserschaden das Haus dann vorzufinden. 😈
@ bayern schorsch - es freut mich ganz besonders, auch dich mit meinem Bericht begeistern zu können, schön dass du dabei bist, @Lil - ich hoffe, ich enttäusche dich nicht, denn es gibt bald eine Pause. Ein oder zwei Tage werde ich euch noch auf meine Reise mitnehmen, dann müsst ihr warten, denn ich brauche eine kreative Schöpfungspause ! 😈
Aber es geht weiter...! 🙂 Vielen Dank auch an alle stillen Mitleser! Gruß Biggi
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201106. Okt. 2013 · #94
Buschwalk mit den Mafwe und alle Big Five voll!
20.7: Bevor wir heute auf Tour gingen, hieß es ein wenig arbeiten. Dan meinte es wie immer gut mit uns und wollte den Donkey anheizen. Beim Hacken des Holzes traf er aber leider die Wasserleitung und nun .... ja, das Ergebnis war eine Fontäne hinter unserer Dusche und nicht in der Dusche! Dan grub fleißig und wir besorgten das immer gute Tapeband (!) aus unserem Notfallkoffer. Zum Glück waren ausnahmsweise mal nicht unsere medizinischen Nicht-Kenntnisse gefragt. Mit etwas Draht, Tapeband und einem Ersatzstück Leitung gelang es Dan die Leitung zu reparieren. Diese Reparatur war aber nur provisorisch. Sein Guy hatte an diesem Tag frei. Es war Wochenende, aber er kam später doch noch zur Hilfe.
Wir verließen inzwischen das Camp zu einem Buschwalk mit den Mafwe. Das Mafwe Village befand sich hinter Kongola nach Norden. In Begleitung von zwei Frauen (die Namen? Ich weiß sie nicht mehr) und ihrem Sohn, Konrad (den Namen konnte ich mir merken) zogen wir ins Feld ...
und gruben nach Baumwurzeln. Die ersten Wurzeln wurden gebunden, gekocht und als Tee gegen Bauchschmerzen oder gegen ein Herzleiden verwendet. Die nächsten Zweige eines Baumes fanden als Zahnbürste Verwendung,
So strahlend weiße Zähne, das muss eine tolle Zahnpflege sein! Also, auch ausprobieren?
...dann lernten wir wieder Wurzeln und Pflanzen kennen, die auch zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Wir liefen weiter, mein Chefpilot in Sandalen und ich in Trekkingstiefeln (es könnten ja irgendwelche Krabbeltierchen da sein) unsere Begleiter, inklusive des 2 jährigen Kindes waren barfuß!!
Es war übrigens auch noch nicht so warm! Unsere Wanderung führte uns zu einem idyllischen See mit vielen Wasserlilien.
Das Wasser war sehr kalt, aber das hielt die Mafwefrau nicht davon ab, uns Lilien zu pflücken. Mit den Füssen stampfte sie am Seeboden bis sich die langen Stängel gelöst hatten. Daraus riss sie mit den Zähnen eine schöne Kette und die wurde uns umgehängt.
Konrad durfte natürlich nicht vergessen werden. Oh, er war sooo süß und besonders pfiffig für sein Alter. Da musste die Mutter schon gut aufpassen, dass er nicht aus versehen in unserem Auto landete. 😊
Wieder zurück im Dorf erwartete uns eine lustige Truppe, die uns mit Tänzen und Musik empfing.
Auf Konrads Komando hörte die Truppe. der Kleine hatte einfach alles in Griff! Ist er nicht süß? 😘
Später führte uns die Mutter von Konrad durch das Hüttendorf, zeigte uns Fallen und deren Funktionsweise, das Herstellen von Hirsemehl, Spiele, die Schmuckherstellung und das Flechten ihrer traditionellen Schalen.
Konrad meisterte seine Aufgabe als großer Krieger, eine Phyton hatte er schon erlegt! 🤩
Die Kinder waren immer in das Programm mit eingebunden. Spätestens jetzt wurde uns aber auch klar, dass wir nicht zum Vergnügen hier waren. Wir gehörten dazu und mussten ebenfalls an die Arbeit. 🤢
Ich versuchte mich im Flechten einer kleinen Schale
und der Chefpilot übte das Jagen, sowie es Konrad uns vormachte. Zuerst sollte er ein Hippo durch Rufe in einer Trommel anlocken. Er konnte der Trommel auch ein Geräusch entlocken, aber das Hippo zeigte sich nicht. Das war auch gut so! Wir lernten Früchte kennen ...
und so manche neue Erkenntnis über das Leben im Caprivistreifen gewannen wir dazu. In den Tänzen wurden Ernteszenen, die Jagd oder der tägliche Kampf mit wilden Tieren dargestellt. Szenisch wurden die Tänze immer begleitet. In diesem Dorf wurde das harte Leben wirklich anschaulich vorgestellt. Hier lernten wir das Mafwedeo kennen. Diese Kräutermischung reiben sich die Menschen unter die Achseln und ein angenehmer Geruch verbreitet sich. Unter den Achseln befand sich noch ein Rest des Deos. 🙄 Hier waren wir zwar zahlende Touris, a la Hummeldumm, aber durch das Einbinden und Ausprobieren der täglichen Arbeit bekamen wir ein Gefühl für den "schweren" Alltag vermittelt. Es war für uns ein gelungener Vormittag und gerne haben wir diese Art von Living Museum durch eine großzügige Spende unterstützt. Das Engagement dieser Menschen, die hier eine Perspektive gefunden haben, ihre Kultur und Tradition wieder aufleben lassen und nicht arbeitslos am Straßenrand dem Alkohol zu sprechen, sollten man unbedingt unterstützen. Denn damit ist auch die Zukunft von Konrad gesichert.
Zwischen diesen Baobabs kann man am Rande des Dorfes auch nächtigen.
Wieder zurück in Kongola nahmen wir uns Zeit, um das Wochenendleben der Afrikaner zu studieren.
Unter einem Baum entstand durch das Schlachten eines Rindes eine Spontan-Schlachterei.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entwickelte sich ein kleiner Markt und vor dem Kaza Markt leisteten wir wieder einmal Erste Hilfe!
Das Angebot im Kaza Markt war äußerst bescheiden. Käse, Honig oder Artikel, die nicht in Dosen verpackt waren, gab es kaum. Aber wir lernten hier Leon kennen. Leon ist gebürtiger Niederländer, lebt seit 30 Jahren in Windhoek und betreibt drei Lodges. Zwei dieser Lodges befinden sich in Sambia und werden von seinem Sohn gemanaged. Alle sechs Wochen schaut er dort nach dem Rechten und versorgt die Lodges mit Dingen, die es in Sambia nicht gibt. Er war gerade wieder einmal auf dem Weg dorthin als ihm ein Reifen zerfiel. Der Draht schaute bereits seit 100 KM aus dem Gummi! Leider hatte er kein Radkreuz dabei und so fragte er uns, ob wir ihm helfen konnten. Wir konnten - Dank Value Car befand sich in unserer Notkiste das nötige Werkzeug. Als Dank lud er uns auf seine Lodges ein, sofern wir mal in der Nähe sind! Auf seine Visitenkarte schrieb er "Remember, flat tyrel! - greeting Leon". Jetzt wurde es für uns Zeit, mal wieder nach Tieren Ausschau zu halten. Wir folgten der C43 bis zum Mudumu Nationalpark, ...
(die Ansicht von vorne war nett, aber das Dach filtert jeden Regenguss und verwandelt das Büro in einen Pool! 🤢 😈 ) ... meldeten uns zuerst im Nahatwa Office an, entrichteten die Gebühr und dann steuerten wir die Süd-Ostecke des Parks an.
Eine große Elefantenherde war in Sichtweite, aber ansonsten schienen alle Tiere noch im Mittagsschlaf gewesen zu sein.
Unsere Mägen meldeten sich und der Chefpilot verlangte nach einem Cappuccino. Wir parkten direkt am Fluss und kochten zwischen Eli-Kack-Bällen unseren ital. Kaffee. Während wir auf das kochende Wasser warteten, kamen mir so ein paar Ideen....
Kack auf Baum+Safaritasse=Amarula auf Geländewagen (Tipp zum Überleben in der Wildnis)
Ein paar Warzenschweine kamen des Weges entlang, wir möchten nicht wissen, was die sich dachten bei unserem Anblick! Nun wünsche ich allen Mitreisenden einen schönen Sonntag.. 😘
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201107. Okt. 2013 · #95
Es geht noch am Kwando entlang ..., Teil II Ein paar nette Tierbegegnungen hatten wir im Mudumu auch noch...da waren zuerst die Warzenschweine. Wir fuhren zurück zum Office, daran vorbei und bogen ziemlich schnell nach links ab. Von nun an folgten wir dem Kwando. ...ein paar Elefanten ließen sich auch irgendwo sehen..
Impalas waren natürlich reichlich vertreten, aber scheint ja überall so zu sein. ..dann graste am frühen Nachmittag, zu einer sehr unüblichen Hippozeit dieser Onkel auf einer Lichtung und vom Wasser einige hundert Meter entfernt.
von unten betrachtet, hat der große Onkel (oder ist es doch eine Tante? 😄 ) saubere Füße, ohne Schwimmhäute 🤩
das war ihm dann wohl doch zu viel Nähe, also zog er schnell zum Wasser zurück. Während wir den großen Onkel beobachteten wurden auch wir beäugt. Über uns saß ein Schreiseeadler.
Das sind dann immer die Momente, in denen ich von einem größeren Objektiv träume 😊
Plötzlich waren sie wieder da, die vier Augen. Zwei schauten neugieríg von links auf uns, zwei blickten von rechts. In der Wildnis ist man nie alleine, von irgendwoher kommen immer Augen!!! Wir folgten nun dem Buffalo Trail und tatsächlich, die Tiere mussten ahnen, das sie sich auf dem richtigen Trail bewegen sollten. Sie waren plötzlich da. 🤩
Es ist nicht immer so, dass man gerade hier auf Büffel trifft. Dan empfahl uns das Süd-Ostende des Parks für die Büffelbegegnung. Wir fuhren noch eine Schleife, um etwas dichter an die Tiere zu kommen. Da sie immer zu vielen Hunderten auftreten, mussten wir ja irgendwo auf weitere Tiere treffen. Und dann warteten sie auch direkt vor der Linse. Leider stand die Sonne etwas ungünstig, aber auch das Gegenlicht hat durchaus seinen Reiz. Vielleicht wirken die Tiere dann nicht ganz so unhübsch 🤪 🙄
Nicht hübsch, nicht brauchbar, nicht sehenswert- oder doch?
Nun war es erreicht, das Big Five-Ziel! Alle Big Five sahen wir bisher im Urlaub, was jetzt noch kommt, kann trotzdem die bisherigen Begegnungen noch toppen... Aber darauf müsst ihr noch warten. Bis zum Einsetzen der Dämmerung kreuzten noch Roans, Gnus und Zebras unseren Weg.
Am Hippo Pool liefern die Roans leider davon und zeigten uns nur ihre schönen Hintern. 😈
Wieder in unserem Luxuscamp bei Dan, bereitete ich noch ein Abendessen. Das Lagerfeuer brannte schon, alles war wieder liebevoll hergerichtet als wir eintrafen und wir konnten sogar heiß duschen. 🤩 So, jetzt folgt eine Pause. Jetzt fliegen wir erst einmal in die Sonne. Nein, ihr braucht nicht neidisch zu sein, unser Geld reicht nicht bis Afrika. Wir steigen in Dubai aus! 😈 Eure Biggi
Sonnenklar162 Beiträge · seit 201111. Okt. 2013 · #96
Hallo Biggi
Ein super Toller Bericht....da bekommt man gleich wieder das Afrikasyndrom Wir planen auch gerade unser Reise fürs nächtes Jahr November/Dezember Wir wollen in etwa Eure Route fahren,nur das Swako und Victoria Falss dabei sein sollen. Nun ja bin gespannt auf Deinen weiteren Reisebericht Vielen vielen Dank dabei sein zu dürfen...... Viel Spaß in Dubai
LG Chris
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201121. Okt. 2013 · #97
Ihr Lieben, dank Emirates sind wir wieder sicher in Hamburg angekommen, nun hat uns der ganz alltägliche Wahnsinn 🤪 🤢 😄 wieder und ich finde bestimmt auch wieder Zeit für meinen Bericht!
@ Hallo Chris, danke für dein Lob. Ich hoffe, ich kann mit meinen Bildern deine Planungen versüßen, denn bekanntlich ist die Vorfreude die schönste Freude!!
So, und jetzt folgt bald der Ornithologen-Teil unserer Reise.... LG Biggi
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201121. Okt. 2013 · #98
Kackende Vögel auf der Kalizo Lodge
21.7: Schweren Herzens mussten wir das Mavunje Camp verlassen. Wir kommen aber bestimmt wieder. Einen letzten Kaffee tranken wir mit Dan und dachten dabei an das Wasser vor uns. So erzählte Dan, dass dieses Flusswasser sauberer sei als jeder Tropfen aus einem europäischen Wasserhahn. Schließlich gibt es hier keine Verschmutzung durch Dörfer oder die Umwelt. Zudem hat das Schilf eine filternde und reinigende Funktion. Auf meine Frage nach dem Elefanten- und Hippokot im Wasser, meint er nur: "Diese Tiere fressen nur frisches Grün. Das was dahinten heraus kommt ist absolut organisch." Diese Hippopippi ist meiner Haut übrigens sehr gut bekommen! Mit Dan besprachen wir noch unsere weiteren Pläne. Er empfahl uns das neue Camp Chobe im Flutgebiet an der Grenze, reservierte kurzer Hand dort einen Platz und telefonierte noch schnell mit der Kalizo Lodge, um sicher zu gehen, dass wir dort auch unterkamen. Ich hatte keine weiteren Unterkünfte im Caprivi gebucht. Die nächste Buchung wäre erst in ein paar Tagen das Senyati Camp., machte mir aber keine Sorgen deshalb. Wir durchquerten den Caprivistreifen bis Katima Mulilo. Viele Holzschnitzer boten Elefanten oder andere Tiere an der B8-Straße an. Wir kauften in Katima Mulilo im großen Supermarkt ein und bekamen alles, was das Herz so brauchte. Auch Schokolade! Die Durchfahrt durch die Innenstadt war auf Grund einer Baustelle versperrt, aber bis zur Tankstelle im Stadtkern gelangten wir noch. Bald erreichten wir die Kalizo Lodge und konnten unsere Akkus wieder auffüllen.
Wir fanden einen wunderbaren Platz direkt an der Abbruchkante des Sambesi, waren umgeben von vielen kackenden Vögeln
und leider auch den diebisch, frechen Meerkatzen.
Erst viel später merkten wir, dass die Vögel die Früchte im Baum über unserem Platz aufpickten und dabei jedes Mal eine Flüssigkeit herunter tropfte. (Kackende Vögel!)
Der Sambesi entfaltet bei Hochwasser Mordskräfte und hat einen nicht unerheblichen Teil des Lodgegeländes mit sich gerissen.
Die Eigentümer versuchen, ihr Land vor den Fluten zu schützen, in dem sie Sandsäcke und Gestrüpp aufstocken.
Auf der Lodge werden zahlreiche Touren zum Angeln oder Beobachten der Vögel angeboten. Die Aussicht war sehr schön, aber das war es auch schon! Ein ruhiger Nachmittag, ein netter etwas lauter Abend, ein Schwätzchen mit unseren Nachbarn aus Graz/Österreich (Lehrerfamilie) und sonst scheint diese Lodge nur für die Kaminspinte interessant zu sein. Diese Vögel kamen aber erst im September. Wir waren schlichtweg zu früh hier.
Ein Pärchen Grauschnabeltockos. Der Blick ist mal nach links, mal nach rechts gerichtet! Vögelchen beobachten uns 😉
Der Abend war sehr laut, weil die Gruppe Südafrikaner, die zum Tigerfischen auf der Lodge waren, beim Billiard und Dartspielen dem Alkohol laut zu sprachen. Das waren noch echte Männer. Gegen 22.00 Uhr wurde es ruhiger. Vielleicht waren diese Töne nur ungewohnt für uns, da wir doch in den letzten Tagen immer das Hippokonzert gehört hatten.
Der Chefpilot bereitet das Frühstück vor. 🤪
Am nächsten Morgen lag der Sambesi wieder ruhig unter uns...
Guggu2'261 Beiträge · seit 201121. Okt. 2013 · #100
Hallo Biggi,
einfach nur schön. 🙂 Ich bekomme große Sehnsucht und könnte gleih wieder losdüsen. Ich glaube inzwischen wurde der Guggu-Mann auch wieder nach Mavunje gehen 🤩 Das ist fei eine schöne Ecke welche wir uns da für den Urlaub ausgesucht haben, gell. *like* Ich bin gespannt auf das Chobe Camp, also schnell weiterschreiben. 😗