tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201104. Nov. 2013 · #141
@ Liebe Bele, so vernunftbegabt bin ich leider nicht, sonst hätten wir diese Tour nicht unternommen 🤩 (zumindest behaupten das einige Freunde 😉 😎 ) Dein erster Vorschlag war schon ok. Wir fahren einfach wieder hin...Ich buche die Flüge, du die Löwen! 😄
Große Knüller kommen nun nicht mehr, unsere Reise nähert sich dem Ende 😐 🙁 Aber ein paar Tierchen sahen wir schon noch und den großen, orangen liebenden ... 😈 ? Hmmmm? Liebe Grüße Biggi
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201107. Nov. 2013 · #142
28.7. Viele Tiere und verbranntes Brot
Nach einer lauwarmen Dusche und einem guten Frühstück war unser Zelt bereits um 8.47 Uhr verpackt. Ich machte noch ein paar Fotos von der Khwai Knüppeldammbrücke (eigentlich hatte ich genug Fotos vom letzten Jahr, aber vielleicht sah sie ja dieses Jahr schöner aus!) und dem Office mit Gate, dann schlugen wir die Richtung zur Third Bridge ein.
Die Pad begann ganz gut, dann lagen immer mehr Bäume im Weg und wir mussten uns Ausweichmöglichkeiten suchen. Wer hier wohl am Werk war? Wir begegneten den Waldarbeitern auf vier Beinen mit Rüssel auch alsbald. Ein paar Kilometer weiter, rechts der Pad befand sich ein Wald aus abgestorbenen Bäumen, dazwischen tranken viele Elefanten.
Eine Lechweantilope versteckte sich am Rande, später begegnete uns noch eine Kudufamilie auf ihrem Spaziergang zum Essen.
Immer wieder standen Zebras und Gnus zwischen den Bäumen, freche Paviane waren auf der Suche nach Nahrung und gaaanz viel Buschsteak lief kreuz und quer vor uns her.
Wir bogen kurz zum Dombo Hippo-Pool ab und bestiegen die Aussichtsplattform, es war aber nicht viel zu erkennen. Die Tiere befanden sich unter Wasser oder waren zu weit entfernt.
Einzig alleine dieses Vogelnest erregte unsere Aufmerksamkeit. Wer wohnt hier? Wir entdeckten keinen der Bewohner.
Vielleicht findet Bele den Bewohner auch ihrem Buch ????? Nachdem wir drei Brücken überfahren hatten und nur eine Wasserdurchfahrt hatten, erreichten wir das Camp Third Bridge gegen 12.00 Uhr.
Zuvor mussten wir uns noch kräftig durch den Tiefsand wühlen. Zwei Strecken führen von Xakanaxa zur Third Bridge. Wir folgten der neueren und angeblich kürzeren Strecke, zumindest gab es hin und wieder ein paar Wegweiser. Unser GPS kannte jedoch diese Pad nicht. Nach ein paar Stunden Relaxen, Lesen und Diesem- und Jenem tun mussten wieder Tiere her. Am Office erwarben wir eine Detailkarte (sehr empfehlenswert, hätten wir schon viel früher kaufen sollen, denn dieses Gebiet ist so eng mit Pads versehen, dass man leicht den Überblick verliert) und fuhren nach Süden in Richtung First Bridge. Erst nach 16.00 Uhr zeigten sich ein paar Giraffen, eine Herde Elefanten, viele Tsessebes, Zebras und Gnus und dazwischen immer wieder Impalas. Es waren die üblichen Verdächtigen.
Diese Giraffe hatte es plötzlich ganz eilig, querte unsere Pad und verschwand zu einer weiteren Gruppe Tiere.
Wenige Minuten später tauchten in der Ferne viele Elefanten auf, die sich uns schnell näherten.
Der Kleine versteckte sich immer wieder hinter seiner Mutter. Elefanten haben wir nun wirklich genug gesehen, trotzdem faszinieren sie immer wieder aufs Neue.
Und dann zogen sie weiter....
Die beiden Zebras kamen gemeinsam und diskutierten offensichtlich, ob sie nach links oder rechts laufen sollten.
Und eine Scheidung erlebten wir auch--- 🤩 Und sie fanden laut schimpfend eine Lösung...
Ein Ohr ist auf Empfang gestellt, das andere lauscht bestimmt den Zebras.
Von den Tsessebes gab es hier auch genug.
Im Camp hatte man uns inzwischen Feuerholz bereit gelegt. Es dauerte auch nicht lange, bis der Guy mit seiner Freundin kam und dafür 50 Pula verlangte. Wir unterhielten uns noch eine Weile mit ihm und dabei erklärte er uns, wie und wer hier alles lebt. Ein Wildhüter bewohnt die Steinhütte, regelmäßig begleitet er ihn durch den Nationalpark, außerdem erledigt er kleinere Arbeiten im und am Camp. Seine Freundin reinigt die Dusch- und Toilettenhäuschen, beide bewohnen die Holzhütte hinter der Brücke. Sehr selten kommen sie nach Maun zum Einkaufen. Es ist ein sehr einsames Leben hier draußen. Die Wildhüter wechseln regelmäßig (ich habe den zeitlichen Abstand vergessen), aber einmal wöchentlich fährt irgendjemand nach Maun und bringt dann auch Einkaufswünsche mit. Die Campsite neben uns bewohnte inzwischen auch ein Pärchen, Dominik und Fred, gebürtige Franzosen, die jetzt aber auf Reunion leben. Wir unterhielten uns lange über ihre Eindrücke in Botswana und das Leben auf Reunion. Beide waren mit den Wintersportsachen ihrer erwachsenen Kinder bekleidet. Ihnen war es sehr kalt hier, die Kinder leben in Frankreich und die ganze Familie trifft sich einmal im Jahr dort zum Skifahren. Heute Abend probierte ich das Brotbacken im Poitje. Na ja, wie geschrieben, wir probierten. Nachdem ich den Teig angerührt hatte, sollte mein Chefpilot selbigen im Potje neben das Feuer stellen, damit der Hefeteig auch aufgeht, aber er meinte es sehr gut und gönnte ihm die volle Hitze von unten und oben. Das Ergebnis: Zwischen dem Verbrannten und dem Rohen schmeckte das Brot wirklich lecker und es bereitete auch keine Bauchschmerzen. Jedenfalls hatten wir keine bekommen, ob es den Vögeln genauso erging?
Bei einem Gläschen Wein schauten wir auch heute den Africankrimi an. Unsere abendliche Trägheit wurde aber jäh unterbrochen, eine Werbepause folgte .... , allerdings eine, die man nicht verpassen durfte, als ich das Gefühl bekam hinter mir schleicht sich irgendjemand lang. Stirnlampe her, an und.... ein Felsen trabte dort entlang. Unglaublich, direkt hinter meinem Stuhl lief ein dickes Hippo quer über den Platz. Ich kam mir so klein vor, neben dem Koloss. Der Chefpilot rief noch unseren Nachbarn zu, dass wir Besuch hätten und sie waren sehr erschrocken und ängstlich. Das Hippo ließ sich durch unsere Lampen aber gar nicht stören. Es kam aus dem Schilf vor uns, überquerte den Campsite in Richtung des Offices und verschwand links davon im Dunkel. Hatten wir wieder einmal Glück? Hippos fürchten sich angeblich nicht vor Feuer. That`s an Africancrime! Biggi
Guggu2'261 Beiträge · seit 201108. Nov. 2013 · #143
Guten Morgen Biggi,
schön, dass du weiterschreibst. 🙂 Tolle Sichtungen!! 😛 Wie viele Elefanten und Impalas hat man schon gesehen? Und trotzdem bekommt man nicht genug. Das ist wohl das Afrikavirus. 🤪 😄 Ihr befindet euch gerade in einem Gebiet, welches ich auch gerne bereist hätte. Wird aber wahrscheinlich nie stattfinden, da uns die Lodges im Moremi/Delta zu hochpreisig sind und eure Art zu reisen, mit 4x4 durch den Tiefsand und Campen ist nichts für uns Weicheier. 🤩 Schon gar nicht für mein Cheffe. Mit ´nem Hippo hinter den Stuhl wäre er bestimmt ausgeflippt 🤩 😣
Danke schon mal im Voraus für das Weiterschreiben 😉
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201108. Nov. 2013 · #144
Wir fahren dann mal weiter.... und schauen wieder hinter jeden Strauch, Baum und Laubhaufen, was und wer sich da so versteckt 🤪 🤩 29.7 Xakanaxa und ein wilder Elefant
Ein kühler Wind umgab uns, das Sonnenkraftwerk hatte um 8.30 Uhr noch nicht seine volle Leistung erreicht. Also wurde schnell gefrühstückt, noch ein Schwätzchen mit Dominik und Fred gehalten und dann ging es weiter. Genau 14 Kilometer (direkte Verbindung) bis nach Xakanaxa.
Den von viel Schilf umgebenen Hippoplatz verließen wir über die Third Bridge.
Klares Wasser und scheinbar ohne Kroks. 🤩
Wir genossen die tolle Schilf- und später die Savannenlandschaft bis nach Xakanaxa. Auf dem Weg dorthin fuhren wir den Bodomatauloop, bogen immer mal wieder nach links und rechts in einen Rundweg und sahen viele Lechwe, Zebras, jung und alt, groß und klein. Am Gate erfuhren wir später, dass sich am Abend zuvor hier Löwen aufhielten. Entweder lagen sie verschlafen und pappsatt im Gras oder sie waren schon weiter gezogen, wir sahen sie nicht.
Mutter mit Kind
Das Junge drückt sich liebevoll an seine Mutter....
um dann einen kräftigen Schluck zu nehmen!
Am Airstrip/Flugplatz vorbei, erreichten wir alsbald das Gate, dort meldeten wir uns für die Campsite an. Der Wildhüter warnte uns noch vor einem Elefanten, der dort immer mal wieder vorbeikommt. Wir sollten keine Orangen liegen lassen, es gab schon Probleme mit Touristen.
Kurz hinter dem Gate stand dann auch schon ein friedlicher Elefant, ein Stückchen weiter sahen wir einen Reedbock (es war das erste Mal, dass wir auf dieses Tier trafen)
und hinter der nächsten Abbiegung befand sich eine Gruppe Wasserböckchen.
Ein paar Zebramangusten tummelten sich im hohen Gras und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Wir belegten unseren Campsite und sahen uns um, inspizierten die Toiletten und Duschen. Die waren ganz ok. Nun machten wir uns auf zum Paradise Pool. Die Fahrt verlief sehr unspektakulär. Immer wieder konnten wir die Fly-In-Safari Flugzeuge sehen, die direkt am Gate den Airstrip nutzten.
Am Paradise Pool umgab uns auch eine reizvolle Landschaft.
Der Weg zurück zur Campsite war spannender als der Hinweg. Wir stießen auf eine große Herde Lechwe und sahen zum ersten Mal, wir die Männchen die Weibchen beschützten. Die Weibchen versammelten sich in einer Gruppe und die Männchen gingen entweder vor oder hinter den Weibchen. Lange sahen wir den weiterziehenden Tieren zu. Auf der anderen Seite waren wieder die Waldarbeiter, sie legten die Bäume ganz mühelos und ohne Motorsägen um. Mit ihren Rüsseln entwickeln sie eine enorme Kraft, um Zweige, Äste und Blätter zu ernten.
Hier waren die Männchen, um die Weibchen zu bewachen.
Hier sammelten sich die Weibchen. In diesem Jahr hatten wir nun reichlich Lechwe, während wir im letzten Jahr lediglich zwei einsame Böcke im Chobe trafen. So ist es nun einmal in der Tierwelt, mal sind sie da, mal eben nicht. 😗 Auf der Pad nach Xakanaxa sahen wir plötzlich ein hübsches Hippo, direkt am Weg in einem kleinen See.
Komisch, dass wir das Tier auf dem Hinweg gar nicht sahen? Oberhalb des Auges hatte es eine tiefe Fleischwunde. Vielleicht eine Verletzung durch die Zweige (?) oder die Spuren eines Kampfes.
Die Elefanten folgten auch gerade unseren Spuren und tauchten an dem kleinen See nach und nach auf. Das Hippo tauchte in sein nasses Reich und schien völlig unberührt von den Elefanten zu sein.
Zu unserer Campsite gehörte ein Hügel, der den Blick über die tolle Schilflandschaft eröffnete. Ich nahm mir einen Stuhl, kletterte dort hinauf, genoss die Sonne und verbrachte die Zeit mit Lesen, während der Chefpilot ins Reich der Träume abgetaucht war. (Und später die Unterlegscheibe reparieren wollte. Erklärung folgt noch!)
Der Blick von unserem Haushügel über das Schilf.
Zu einem Abendgamedrive fuhren wir dann auch noch einmal los. Es gab ja in Nähe der Lodge noch ein paar Wege, die wir noch erkunden mussten. Besonders tierreich war die Gegend allerdings nicht. Ein paar Äffchen lebten in den Wäldern, es folgten immer wieder Wasserdurchfahrten und an einer tieferen Stelle wollten wir gerade wieder einmal aussteigen, um den Wasserstand zu testen, da lagen doch zwei große Krokos vor uns.
Eigentlich war der Abendgamedrive sehr unspektakulär. Wir fuhren offensichtlich auch durch zu enges Gelände. Die Tiere konnten sich gut verstecken. Vor dem Bodomatauloop sahen wir gerade noch Giraffen und dann knallte es plötzlich. Was war geschehen? Wir konnten nichts sehen. Aber offensichtlich hatte der eine Hinterreifen einen Holzklotz, der gut im Gras stand, mitgenommen. An unserem Schmutzabweiser war eine Unterlegscheibe verbogen und stand so ungünstig ab, dass sie am Reifen schlif. Im Camp trafen wir ein paar sehr nette, deutschsprechende Südafrikaner mit einer wohlsortierten Werkzeugkiste und im Nu waren drei Männer beschäftigt. Sie schraubten die Unterlegscheibe ab und so lernten wir wieder neue nette Afrikaner kennen.
Diese junge Giraffe war eine der schönsten Giraffen, die mir begegnet war. In der Farbe dunkel und so gleichmäßige Flecken, teilweise wirkte das Fell noch flauschig und es war ohne Kratzer! Er/sie sah wirklich hübsch aus. 🙂 😮
Der Elefantenkrimi beginnt...
Es folgte das täglich Abendprogramm: Feuer entzünden, Essen zubereiten, speisen und aufräumen, ins Zelt kuscheln und wieder ein Krimi. An diesem Tag gab es den Krimi in zwei Teilen: Ein Elefant und zwei Belgier waren die Protagonisten. Teil 1: Beim Abendessen tauchte aus der Dunkelheit ein Fahrzeug auf, heraus sprang ein junger, sehr aufgeregter Mann, der eine Campsite suchte . Wir erklärten ihm, dass der Platz neben uns noch frei sei. Es war 20.30 Uhr!... reserviert hatte wohl. Mit wenigen Sätzen schilderte er uns seinen völlig chaotisch verlaufenden Tag. Teil 2: Wir lagen gerade im Zelt, als bei den Belgiern viel Radau ausbrach. Töpfe flogen umher, Glas klirrte und Schreie waren zu hören. Kommentar meines Chefpiloten: "Erst kommen sie viel zu spät hier an und verbreiten schon Unruhe und dann schmeißen sie auch noch mit ihren Töpfen umher und brüllen sich an!" Ich schaute aus dem Zelt und da stand unser völlig aufgelöster Nachbar mit einem brennenden Holzstück vor uns und rief, dass ein Elefant gerade sein Auto ausräumt und er Angst hätte. Der Elefant ließ sich nicht verscheuchen. Es war der Elefant, vor dem uns der Ranger im Office gewarnt hatte. (Und der auch schon mehrfach hier im Forum erwähnt wurde). Der Elefant hatte tatsächlich alle Kisten aus dem Kofferraum gerissen. Er wollte an die Kühlschrankklappe. Darin befanden sich noch zwei Orangen. Die Freundin des Belgiers flüchtete derweil in die andere Richtung zu den netten Südafrikanern, denen es später gelang, den Elefanten zu verscheuchen. Eine Teekanne zertrat er noch, sämtliche Vorräte (Reis, Öl und auch Kaffeepulver fraß er auf) , viele Dinge waren verstreut oder beschädigt und nicht mehr zu gebrauchen. Was man noch verwenden konnte retteten die beiden in die Ablutions. Am nächsten Morgen fanden wir noch Reste von Verpackungsmaterial auf ihrer Campsite. Die beiden waren völlig erledigt. Wir halfen mit unseren letzten Vorräten (Kartoffeln, Möhren und Cappuccinopulver) aus. Die Belgier hatten am Tag des Unglücks für die nächsten 5 Tage eingekauft, sie wollten von Xakanaxa, nach 2 Nächten, bis zum Ilhaha Camp im Chobe durchfahren und konnten erst danach in Kasane wieder einkaufen.
Das war wirklich der beste Krimi, den wir abends erleben durften und eigentlich auch nie wieder erleben wollen. Spuren des Elefanten waren übrigens auch am nächsten Morgen noch vor unserem Auto zu sehen.
Leider gab es keine Fotos von dem nächtlichen Einsatz. Ich dachte gar nicht an meine Kamera und außerdem, wer weiß schon, wie der Elefant auf das Blitzlicht reagiert hätte?
Biggi PS: Liebe Guggu, vermutlich würde dein Mann nach so einem Erlebnis nur noch ins Wikingerland reisen!? 😗
Champagner8'672 Beiträge · seit 201008. Nov. 2013 · #145
Ach Biggi, das sind ja wieder herrliche Fotos - ich habe den Geruch in der Nase und freue mich unbändig darauf, in einem starken Dreivierteljahr genau dort rumzufahren und zu zelten. Okay, Orangen werde ich keine mitnehmen 🤩 😐 !
In Sachen Nest muss ich passen - und zu dem Hippo fällt mir nichts Nettes ein: von wegen Verletzung von Zweigen.... ich wette, die haben mal wieder gekämpft! Schau doch mal, wie verschrammt das ist! Ist ja auch verständlich - die liegen den ganzen Tag im Wasser rum, da wirds einem irgendwann langweilig und man kommt auf dumme Ideen (geht doch meinen Grundschülern nicht anders, wenn sie 5 Stunden in unserem mehr oder weniger unterhaltsamen Unterricht ausharren mussten 😎
Oweia, so eine Elefantenstory war jetzt nicht unbedingt förderlich für mein Sicherheitsgefühl: zur Zeit kursieren hier lauter so reizende Geschichten von Bodenzelten... und dann noch dies! 😵
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201110. Nov. 2013 · #146
Liebe Mitreisende, liebe Fomis und Freunde,
an dieser Stelle muss ich mich noch einmal bei allen bedanken, die mich mit PM, Kommentaren, Tipps oder dem Drücken des Dankebuttons unterstützt haben. Unsere Reise geht dem Ende entgegen, aber ein kleines Highlight folgt noch am letzten Tag in Botswana... 🙁 🤩
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201110. Nov. 2013 · #147
Am besten steigt ihr schnell ein und dann verlassen wir die tolle Umgebung des Moremi...
30.7 Zurück zur Tautona Lodge und, endlich Wild Dogs
Unsere schönen Erlebnisse gehen dem Ende entgegen. Uns blieben nur noch zwei Tage, die wir allerdings mehr mit Autofahren als mit Tiersichtungen erlebten. Zumindest dachten wir noch so am Morgen, als wir gegen 8.45 Uhr Xakanaxa verließen. Auf direktem Weg/Pad erreichten wir nach 1 Stunde und 20 Minuten das South Gate. Die Pad ließ sich gut und recht zügig befahren. Tiere sahen wir keine mehr. Nach dem Gate standen noch einmal Elefanten und Giraffen in der Landschaft, aber sonst war nichts Interessantes zu sehen. Am Veterinärzaun Fremdes Fahrzeug vor uns. Wir passierten den Veterinärzaun, mussten alle Schuhe desinfizieren und unser Auto wurde ebenfalls abgesprüht und dann ging es durch eine Winterlandschaft.
Ja, tatsächlich könnte man das fast meinen, hier war es klar, kalt und viel Raureif lag auf den Bäumen. 😣 Die Pad war so staubig 🤢 und hatte nicht gerade wenig Verkehr, so dass die Bäume weiß aussahen.
In einem kleinen Dorf versorgten wir uns noch mit Feuerholz. Maun erreichten wir kurz nach 11.00 Uhr. Im Riley`s Komplex tankten wir noch einmal 85 l/846 Pula und versuchten eine neue Unterlegscheibe zu kaufen. Leider verwies uns die Werkstatt zur Toyotafachwerkstatt. Ein paar letzte Einkäufe erledigten wir noch im Spar und dann fuhren wir nach Süden. Dort lag die große Toyotawerkstatt, direkt vor einer Kreuzung mit Ampeln! Wir waren doch sehr bestrebt den Wagen im gleichen Zustand abzugeben, wie wir ihn übernommen hatten. Leider gab es aber auch dort keine Unterlegscheibe. Nun erfuhren wir auch, dass wir die ganze Zeit mit unpassenden Reifen gefahren waren. 😮 Diese Reifen waren viel zu groß, deshalb hatten wir auch so wenig Abstand zum Radkasten und die Unterlegscheibe war auch später angeschraubt worden. Serienmäßig gehört sie da nicht hin! Die alte Scheibe wurde einfach gerade gebogen und wieder angeschraubt. Nichts schleifte mehr und alles war wieder gut. Drei nette Burschen waren mit unserem Schmutzabweiser beschäftigt und reparierten ihn. Als wir nach der Rechnung fragten, sagte der Meister zu uns: "Gebt den Jungs Geld für ein Mittagessen und habt eine schöne Reise!". Wir gaben gerne und das Essen war bestimmt für ein paar Tage gesichert.
Eigentlich wollten wir auf der Thamalakene River Lodge oder im Crocodile Camp nächtigen, aber da es noch früh am Nachmittag war, fuhren wir einfach durch bis Ghanzi und entschieden uns auf der Tautona Lodge zu bleiben. Und das war eine tolle Idee und noch einmal ein netter tierischer Abschluss dieser so wundervollen Reise. Zwischen Maun und Ghanzi befindet sich ein weiterer Veterinärposten. Es erfolgte wieder eine Kontrolle des Kühlschrankes und die Schuhe mussten desinfiziert werden. Schließlich beginnt unmittelbar dahin die Kalahari, immer wieder bricht die Maul-oder Klauenseuche aus und man versucht mit diesen Mitteln das Vieh von den Wildtieren zu trennen, um so ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern. Nachdem wir von der Hauptstraße abgebogen waren, sahen wir noch ein paar Tiere, die aber zur Game Lodge Tautona gehörten. Unter anderem hatten wir das Glück den Geparden zu begegnen.
Gegen 15.30 Uhr erreichten wir die Game Lodge und wurden gleich am ersten Tor vom Wächter empfangen, der uns darauf hinwies, dass heute die Löwen gefüttert werden. Bis dahin war uns gar nicht klar, dass es hier auch Löwen gab. Auf der Lodge gibt es ein Gehege, in dem ein Löwenpärchen lebt, die auch regelmäßig Nachwuchs haben. Während wir auf den Kollegen warteten, der die Tiere füttern wollte, sahen wir nur wenige Meter neben dem Auto die Wild Dogs. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Das waren die Tiere, die uns noch fehlten und hier liefen sie herum. Es gab zwar einen Zaun, aber es war ein echtes Rudel und da das Gelände so groß ist, dass die Tiere sich auch anderweitig aufhalten, war es wirklich ein Glücksfall, dass sie sich gerade hier zeigten. Wow! Nun war der Urlaub mit seiner Tierwelt komplett.
So besonders fotogen waren sie nicht, sie schauten immer weg oder schliefen.
Dann kam mal wieder einer zurück.
Dieses und das folgende Bild entstanden am nächsten Morgen, da befanden sie sich an anderer Stelle, aber leider befanden sich fast alle Hündchen im Traumland.
Die Löwen lebten in einem sehr kleinen Gehege. Es war wie im Zoo. Wir warteten nicht auf den Kollegen. Das gefiel uns nicht. Am zweiten Gate befindet sich die Rezeption, man durchfährt ein Tor und die Bungalows der Anlage. Dann befindet man sich wieder fast in der Wildnis. Der Campsite liegt abseits davon und einige Kilometer geht es wieder über eine Pad zu einem Dusch-/Waschhäuschen und ein paar Chalets, die sich hier noch in Sehweite befinden.
Unter Bäumen fanden wir einen schönen Platz.
Zuerst stand eine warme-heiße Dusche an. Das war toll.
Wir wollten ein bisschen Relaxen, aber da hörten wir schon die ersten Tiere. In unmittelbarer Nähe befand sich das Wasserloch, an dem auch immer Salzlecksteine ausgelegt waren. Elands und Strauße zogen vorbei.
Neben unserem Auto stand dann plötzlich eine neugierige Giraffe. Oh, wie schön, wir waren wieder in der fast Wildnis. Ducker zogen vorbei und wir entzündeten unser abendliches Feuer und dann war auch schon wieder Zeit fürs Dinner. Später kam der Nachtwächter und setzte sich zu uns ans Feuer. Wir unterhielten uns noch lange. Er erzählte aus seinem Alltag, vom Leben mit seiner Frau und den zwei Kindern. Aber er war auch sehr an unserem Alltag interessiert. So diskutierten wir über zu hohe Energiekosten und Mieten. Täglich kommt er mit dem Fahrrad. Er hätte so gerne eine Stirnlampe, wie unsere , um nicht immer bei Dunkelheit zu fahren. Leider hatten wir sehr teure Lampen, aber beim nächsten Besuch bringen wir bestimmt Fahrradlampen mit. Unsere letzten Vorräte schenkten wir ihm. U.A. waren auch noch Sweeties (Süßigkeiten) für seine Kinder dabei, die wir ihm mitgaben. Am Morgen als wir erwachten, war sein Dienst bereits beendet und er schon auf dem Weg nach Hause. Wir sahen dann, dass er selber auch viele der Bonbons genascht hatte und er das Papier einfach nicht in den Mülleimer geschmissen hatte. Die Putzfrau fegte es dann weg. Der Nachtwächter schlief übrigens auf einer Pappe im Vorraum der Dusche! Soviel zu seiner nächtlichen Tätigkeit. Sollte er uns nicht vor den Tieren schützen? Wir ließen noch eine Tasche mit T-shirts für ihn zurück und hofften, dass diese nicht in die Hände der Putzfrau fiel. Aber eigentlich ist es egal, Hauptsache ist doch, die Dinge finden den Richtigen.
Am Morgen machten wir noch einen Gamedrive durch das Gelände. Wir sahen viele Elands und einen "sitzenden" Strauß.
Dann verließen wir das Lodgegelände. Hier noch ein paar Abschiedsimpressionen. Pool und Spielplatz neben den Bungis.
Es war ein wirklich ein schönes Abschiednehmen von Botswana
marc21191 Beiträge · seit 200711. Nov. 2013 · #149
Hoi Tiggi
Diesen Elefanten trafen wir sowohl 2008 und 2010 an. Es handelt sich um einen jüngeren Bullen. Ich halte ihn an und für sich als ungefährlich aber SEHR neugierig. 2008 besuchte er uns beim Eindunkeln und wir hatten unser Auto unvorsichtigerweise unter einem Baum stehen an dem er Gefallen fand. 2010 kam er in der Dunkelheit ganz nahe. Wir waren auf der einen Seite unseres Autos, er auf der anderen, machen kannst Du da sowieso nichts. Später hat er dann neben unsern ängstlichen Nachbarn geholzt. Er wird in den nächsten Jahren von sich aus nicht auf Besuche verzichten, daran müssen sich Campsite Touris einstellen.
Auch wenn er momentan einfach neugierig ist bin ich nicht sicher ob er in ein paar Jahren seine Kraft bemerken und vielleicht zu provozieren versuchen könnte. Wie gesagt ich halte ihn primär für neugierig aber sicherlich nicht gefährlich. Problematisch ist, dass er vermutlich beinahe täglich Kontakt zu Menschen hat.
Wegen der Orangen: wenn jemand Orangen mitnimmt ist es nicht nur dumm und sein Problem sondern potetiell gefährlich auch für anderes Touris. Vielleicht müsste man entweder Dummheit verbieten oder vor Parkeintritt eine Prüfung bestehen...
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201111. Nov. 2013 · #150
31.7 Namibia hat uns wieder
Nach dem letzten, aber wirklich allerletzten Gamedrive....
Ein letztes Mal tankten wir in Botswana, da der Sprit hier günstiger als in Namibia war, dann fuhren wir die langweilige TAR zur Grenze.
Völlig problemlos passierten wir diese, stellten die Uhren um und erreichten am Mittag die Ondekaremba Farm. Diese Farm liegt ca. 40 Kilometer vor Windhoek.
Der Chefpilot dankt der Sonne 😄 😛 Allerdings sehen wir hier die ersten Wolken seit langem wieder.
Ein entspannter Nachmittag lag vor uns. Im Hauptgebäude fand ich ein Bücherregal. Ich konnte mein letztes Buch eintauschen und hatte wieder neuen Lesestoff, hurra! 🤪
Wir lernten noch eine Familie aus einem Dorf in unmittelbarer Nähe unseres Heimatdorfes kennen. 🤪 Da reist man um die halbe Welt und trifft Kollegen im Busch von Afrika. 🙄 Auch sie befanden sich am Ende ihres Urlaubs und so konnten wir noch in Erinnerungen an die tollen Erlebnisse schwelgen. Der kleinen Tochter half ich bei der Pflege ihrer rauhen Hände, denn die gute Vaseline aus der Merua Mall war noch nicht am Ende! 😘 Den Nachmittag nutzten wir auch, um unseren Koffer zu packen und das Auto ein bisschen zu reinigen, denn am nächsten Tag mussten wir uns davon trennen. Ein letztes Feuer wärmte uns am Abend. Wir befanden uns nun auf über 1000 Metern Höhe und es war deutlich kühler als in Botswana, auch die Vegetation war noch weiter zurück.
Der Blick auf die Berge.
Auf dem Farmgelände. Der Weg von den Campsites zu den Buschtoiletten und Duschen. Ein kleiner Pool am Campsite, einen größeren gab es noch zwischen den Bungalows.
In der Nacht gab es noch einmal tierischen Besuch, vermutlich war hier ein Stachelschwein am Werk. Die Spuren im oberen Bild können wir nicht deuten.
An diesem Morgen blieben wir in den Kuschelschlafsäcken liegen bis die Sonne schon ein wenig die Umgebung wärmte, denn es war wirklich kalt hier. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Windhoek. Nach dem letzten Aufräumen verließen wir die Farm. Dieses Gate sah fast ein bisschen bedrohlich aus, war aber ganz harmlos und typisch für die Begrenzung des Farmgeländes.
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201111. Nov. 2013 · #151
Damit endete unsere Reise 2013 und weil nun kaum noch etwas folgt, hier das endgültige Ende:
1.8 Windhoek
Wir fanden schnell einen Parkplatz vor dem Kalahari Sand Hotel und vertrauten unseren Wagen einem Wächter an.
Dieser kleine Markt befand sich an der Straße zur Christuskirche hoch, wurde jedoch auf Grund von Baumaßnahmen verlegt und nimmt nun die Hälfte des Parkplatzes in der Independence Avenue ein.
Ein paar Geschenke wollten wir noch kaufen und völlig entspannt das Stadtleben hier genießen. In einem Cafe gab es noch einen Cappuccino, am Nachmittag besuchten wir erneut Bwana Tucke Tucke, um unser Navi abzugeben und unseren Notfallumschlag wieder in Empfang zu nehmen. Dann checkten wir in der Pension Uhland ein, bezogen unser Zimmer und räumten unser Gepäck aus dem Auto. Nun konnten wir den Wagen übergeben. Wir fuhren zu Value Car. Die Wagenübergabe erfolgte nach einem Check sehr schnell, die Formalitäten waren erledigt und ein letzter Blick aufs Whiteboard zeigte uns, dass wir für den Flughafentransfer am nächsten Morgen für 8.00 Uhr (Pension Uhland) aufgelistet waren. Man brachte uns zur Pension zurück und nun blieb noch etwas Zeit für einen Bummel.
Plötzlich können auch Gebäude interessant sein. Wir besuchten die National Art Galerie, schauten eine Ausstellung zur Apartheit an und bummelten erneut die Independence Avenue entlang. Leider durfte man in der Galerie nicht fotografieren. Es waren einige sehr beeindruckende und bewegende Kunstwerke von Kindern dabei, die die Grausamkeiten schildern, die sie als Schwarze erlebten.
Den letzten Sonnenuntergang genossen wir mit einem Savanna am Pool der Pension Uhland. Den Abend verbrachten wir in Joey`s Beerhouse. Ein letztes Mal gab es Gamefleisch satt. Da sich unsere Pension nur 10 Minuten entfernt befand, sind wir gegen 19.00 Uhr zu Fuß dorthin gegangen. Nach Einbruch der Dunkelheit ist es nicht unbedingt ratsam auch nur kleine Entfernungen zu Fuß zu gehen. Mit Überfällen sollte man schon rechnen, dass aber auch andere Gefahren drohen, erlebten wir noch am nächsten Morgen. Wir trafen Carsten Möhle noch einmal und plauderten noch ein bisschen. Mit ihm waren deutsche Gäste im Beerhouse, die ihren ersten Tag erlebten. Ja, das war schön vor 32 Tage ....! Mit dem Taxenservice des Hauses wurden wir für 50 N$ zur Pension zurückgebracht. Sicher ist sicher!
2.8 Abflug Wir standen früh auf und frühstückten noch einmal sehr gut. Pünktlich waren wir auch abholbereit. Wir saßen in der Sonne und warteten. Um uns herum entstand eine geschäftige Hektik. Gäste kamen, fuhren und Gruppen packten Kleinwagen voll. Für alle begann der Urlaub heute. Dann erschien Jürgen Rennersmann mit seiner Frau, die Eigentümer der Pension, sie begrüßten uns und berichteten von... Ereignissen der letzten Nacht. Ja, sie erzählten, dass sie letzte Nacht einen Anruf aus dem Krankenhaus erhielten, dass ein Gast tödlich verunglückt sei. Die junge Frau aus Korea beendete am Vortag ihre Rundreise und wollte noch zwei Tage in Windhoek verweilen. Sie verließ, wie wir am Abend, nur wenigen Minuten nach uns die Pension und wurde an der nächsten Kreuzung vom Auto überfahren. Es gab keine Zeugen! Die ganze Sache erschien dem Ehepaar Rennersmann nicht geheuer. Wir sind nur wenige Minuten vor dem Unfall an der gleichen Kreuzung gestanden. Das erschütterte uns sehr. Nach einem sehr schönen Urlaub trifft so eine Nachricht mich immer sehr hart, obwohl wir die Frau gar nicht kannten. Die Zeit schritt voran und wir warteten immer noch.... und warteten. Man hat uns vergessen. Eigentlich gar nicht schlimm - dann bleiben wir eben noch! Oh, wenn das so einfach wäre! Nach diversen Anrufen, nach dem gefühlt achten Anruf bei Value Car, erfolgten noch ein oder zwei..., durch die Rennermanns und dann endlich erschien irgendwann ein Fahrer mit einem Hillux. Alle Fahrer waren unterwegs und "very busy" wie er uns versicherte. Es gab offensichtlich ein Kommunikationsproblem, denn der eine Fahrer hat im Büro gesagt, dass er unsere Strecke fahre uns uns abhole, für einen zweiten lag die Pension Uhland auch auf dem Weg, aber keiner kam. Na, so was, da hat doch bisher alles funktioniert! Wir waren die Letzten, die den Flughafen erreichten und konnten damit auch sehr schnell die Maschine nach Johannesburg besteigen. Zwei Stunden später war der Ärger vergessen, wir bummelten durch die Mall des Flughafens in Jo´burg und kauften noch ein paar Mitbringsel ein, saßen im Cafe und schauten das erste Mal einen Teil unserer Urlaubsfotos durch. Der Nachtflug verlief ohne Probleme in netter Gesellschaft mit einem reichlichen Entertainprogramm und der Anschlussflug nach Hamburg war auch pünktlich. Wir waren wieder zu Hause. Mit einem Gepäckstück gab es noch Probleme, weil während irgendeiner Kontrolle der Reißverschluss zerstört wurde, aber auch dieses klitzekleine Problem konnte durch einen finanziellen Ausgleich von Lufthansa wenig später geklärt werden.
tiggiThemenstarter1'557 Beiträge · seit 201114. Nov. 2013 · #152
Epilog Ich habe das erste Mal so einen ausführlichen Bericht geschrieben und dabei festgestellt, dass ich die Reise ein zweites Mal sehr intensiv erlebt habe. Wir durften erneut einen rundum tollen, erlebnisreichen und tierischen Urlaub erleben, für den wir sehr dankbar sind. Sicher hatten wir auch das ein oder andere Mal viel Glück, denn ohne die gehörige Portion davon geht es nicht. Es gab keine Überfälle, keine Reifenpanne oder Unfälle , alle gewünschten Unterkünfte erreichten wir und vor allem alle Tierwünsche wurden erfüllt. Nun blieb auch genug Zeit zum Reflektieren der Art und Weise des Urlaubs. Vielleicht haben wir die ein oder andere Parkregel etwas angekratzt. In einigen Nationalparks darf man nicht aussteigen und das Mitführen von Frischfleisch über die Grenze des Veterinärzaunes ist nicht erlaubt. Über die Sinnhaftigkeit mancher Regeln sollte man aber schon nachdenken. So stellt sich die Frage, ob ich zum eigenen Schutz oder zum Schutz der Tierwelt den Wagen nicht verlassen darf? Unbestritten ist wohl, dass beides eine Rolle spielt. Bei Gamedrives von Safarilodges werden regelmäßig Picknicks in den Parks veranstaltet, die Guides sind aber häufig nicht unbewaffnet und können das Verhalten vieler Raubtiere besser einschätzen als wir Flachlandtiroler, so dass diese Gäste schon mal einen Walk machen können. Und, erlebt man einige Reisegruppen, ob Overlander oder andere, viele benehmen sich nicht wie Gäste und hinterlassen gerne ihren Müll (s. Tsodillo Hills) , stören durch lautes Gerede oder anderes Verhalten die Tierwelt, dann lassen sich die Verbote und Regeln gut nachvollziehen. Ebenso werden die Lodges mit Fleisch und Farmprodukten beliefert, die die gleiche Herkunftsquelle besitzen wie unser eingeschweißtes Fleisch. Vergessen sollte man auch nicht, dass es auch in Namibia Gesundheitskontrollen gibt, bevor das Fleisch verkauft wird. Ein großes Problem stellt nach wie vor privatgeschlachtetes Fleisch da. Deshalb gelten die Regeln für alle. Eine frisch geernteter Monkeyball lag an der Grenze zu Botswana in unserem Auto. Die Grenzbeamtin sah ihn. Was hätte sie tun müssen? Richtig wäre doch, ihn uns abzunehmen. Das wäre auch gar kein Verlust gewesen, aber statt dessen sagte sie uns, dass wir ihn unter den Sitz legen sollten. Das war eine Beamtin. An der Grenze zu Botswana bei Shakawe (Tsodillo Hills) interessierte sich niemand für den Kühlschrank oder irgendwelche Farmprodukte. Bei solcher Inkonsequenz, stelle ich einige der Regeln tatsächlich in Frage. Mal muss ich meine Schuhe durch das Desinfektionsbad ziehen, mal stehe ich daneben. That`s Africa! Last but not least - Nachhaltigkeit muss rechtzeitig Berücksichtigung finden und den Erhalt dieser wundervollen Flora und Fauna muss man unterstützen. Aus diesem Grunde bitte ich, so manch ein Fehlverhalten (z.B. Auto zum Fotoshooting verlassen!)sehr kritisch zu sehen und es nicht unbedingt nach zu ahmen. Das schlechte Gewissen reiste hin und wieder mit! Wir kommen wieder, werden aber den Etosha Nationalpark ausklammern, denn der gefiel uns gar nicht mehr. Im Caprivi gibt es noch viel zu entdecken und zu erleben, jedenfalls solange er so geschützt wird, wie im Augenblick. Der geplante Ausbau des Nambwa Camp ist schon wieder so ein kleiner Wehrmutstropfen und der Ausbau der C49 wird auch einiges verändern. Hoffen wir, dass die Eingriffe die Tiere nicht stören! Die Tierwelt Botswanas erschien uns viel ursprünglicher und die Umgebung (Ausnahme ist die Chobe Riverfront) gefiel uns hier sehr gut. An der Chobe Riverfront laufen derzeit Überlegungen und Projekte, um den Besucherstrom zu reglementieren. Wir warten ab, welche Veränderungen diese Planungen nach sich ziehen und planen für 2014 Simbabwe, Sambia und Malawi. Die Flüge sind gebucht, der Landy wartet schon... und die nächsten 8 Monate und 14 Tage werde ich meinen Afrikavirus mit euren Urlaubserlebnissen eindämmen. Ich freue mich drauf! 😄 🙂
Hallo Fomis, für mich geht die Reise nach nochmaligem Erleben nun auch leider zu Ende. Jeder Tag mit solch starken Erlebnissen, das Leben im Zelt mit und bei den Tieren, es war einfach einmalig. Biggi hat alles so wahnsinnig toll wiedergegeben, so dass der Film noch einmal ablaufen konnte. Sie hat alles vorher so perfekt durchgeplant, so dass nichts schiefgehen konnte. Ich durfte ja nur fahren 😛 Dafür hat sie mir aber auch ein wunderbares Fahrzeug besorgt, und ich auch meinen Fahrtrieb austoben konnte. Wir beide hatten eine supertolle Zeit und der Virus tat gar nicht weh! Liebe Grüße Manfred
Guggu2'261 Beiträge · seit 201114. Nov. 2013 · #156
Hallo Biggi & Manfred,
schade, schade, but all good come to an end! Es war schön mit euch zu reisen, teilweise haben wir die gleichen Destinationen gehabt. Es war interesssant das in eure Sichtweise zu erleben. Herzlichen Dank für´s Schreiben 😁
danke für diesen wunderbaren Reisebericht nebst tollen Fotos. Da kam zwischendurch richtiges Fernweh auf. 🙁 🙁 🙁 Einige der Unterkünfte stehen seit diesem RB auf meiner Wunschliste und die eine oder andere Strecke wird garantiert in die nächste Reise eingebunden. Vielen Dank.
take off1'674 Beiträge · seit 201214. Nov. 2013 · #158
Hallo Biggi, alles geht einmal zu Ende: .... eure tolle Reise 😄 .... und damit leider auch für uns ein schöner Reisebericht. 🙁
Bleibt mir nur zu sagen: Vielen Dank fürs Mitnehmen Mir hat eure Reise sehr gut gefallen und auch wenn ich erst spät zugestiegen bin, habe ich jeden km genossen. 😄 😄 😄