Hallöle alle zusammen, es wird wohl endlich mal Zeit, dass ich meine (unsere) Urlaubserlebnisse mit euch teile, nachdem ich mich immer wieder unter eure Reisen mische. Ich versuche einfach mal meine Sicht der Dinge mit Fotos zu unterlegen und dann seht selbst ... Hoffentlich klappt jetzt auch die Technik? Unsere Route 2013 😁 😁 😁
Flug mit SA über Johannesburg nach Windhoek, Fahrzeugübernahme von Value Car, GPS von Bwana Tucke-Tucke, 1. Ü: Pension Uhland 2. Ü: Omaruru Game Lodge - Nashorn zum Streicheln, Geparden und ein Leo 3. -5. Ü: Etosha NP Okaukuejo und Halali 6. Ü Khowarib Lodge/Campsite - schöne Landschaft in der gleichnamigen Schlucht+Ogongo Wasserfall 7. -8. Ü: Puros Community Camp - Wüstenelefanten in dem Ouros Canyon+Himbadorf+Schulbesuch 9. Ü: Opuwo Country Lodge/Camp - nur zur Übernachtung ok. 10. Ü: Onguma Campsite Epupa Falls - Leben unter Himbas 11. Ü: Kunene River Lodge - Ruhe+Vögel 12. Ü: Onguma Lodge (Etosha Ost) - Traumhafte Lodge mit vielen Tieren 13. Ü: N`Kwaizi Lodge (Rundu) - Rustikale Unterkunft am Okavango 14.-16 Ü: Nunda River Lodge (Divundu) - wunderschöne Lodge am Okavango, super freundlich und gepflegt+ Besuch des Mahango NP+Tsodillo Hills 17. 19.Ü: Mavunje Camp (Kongola) - absolutes Highlight+Bootstrip durch die Floodplains+Mudumu NP+Begegnung mit den Mafwe 20. Ü: Kalizo Lodge (Katima Mulilo) - eher langweilig! 21. Ü: Camp Chobe (Ngoma) - sehr schön gelegen, absolut empfehlenswert, viele Tiere 22. -23.Ü: Senyati Camp (Leshoma Valley/Kazungula) - super toll, viele Elefanten! 24. Ü: Chobe Safari Lodge (Kasane) - sehr nett , Boatcruise 25. Ü: Savuti Campsite- absolutes Highlight: Miez, Miez und mehr Miez, Miez 26. Ü: Khwai North Gate (Moremi) 27. Ü: Third Bridge (Moremi) 28. Ü: Xakanaxa (Moremi) - Elefantenüberfall 29. Ü: Tautona Lodge (Ghanzi) 30. Ü: Ondekaremba Farm 31. Ü: Pension Uhland (Windhoek)
Das erst einmal vorab, damit ihr euch entscheiden könnt, ob ihr mitkommen wollt. Wem das zu lang ist oder langweilig wird, kann da so einen Button drücken... 😏 Aber da kennt ihr euch bestimmt besser aus, als ich . PS: Es wird aber nicht langweilig! 😗
1. Juli 2013: Wir sind startklar: Mein roter Rucksack, mein Monchi, der mich seit 35 Jahren durch die Welt begleitet und als Glücksbringer immer dabei sein muss, all die Glückwünsche von Freunden und Verwandten und mein Chauffeur Manfred (seit 25 Jahren mein Ehemann).
Teil 211. Sept. 2013
Auf zum ersten Hightlight Am frühen Nachmittag erreichten wir die Lodge, gute 8200 KM von unserem Heimatdorf entfernt! Ich hatte eine Self-Catering Unterkunft gebucht. Nach der herzlichen Begrüßung, wurden wir gefragt, ob wir nicht eines der Doppelzimmer am Wasserloch beziehen wollten. Es wären nur wenige Gäste hier und wir wären im Campbereich alleine. Das Angebot nahmen wir gerne an, zumal wir nichts dazu zahlen mussten. Das eigene Kochen war nun allerdings schwierig und so meldeten wir uns zum Abenddinner an. Eine sehr gute Idee, wie sich herausstellte, denn das Essen war lecker und die sehr persönliche Menükarte äußerst liebevoll gestaltet. (Tomatensuppe/ griech. Salat, Kudusteak mit Pilzsoße, Pommes und Gemüse und zum Nachtisch: Erdbeeren mit Vanilleeis. Nein, die Pilzsoße enthielt nicht den Einmalessbaren! 🤢 )
Es fiel uns überhaupt nicht schwer, für dieses Bett unsere Schlafsäcke noch eine weitere Nacht verpackt zu lassen!
Den Nachmittag besuchten bereits einige, weniger spannende Tiere das Wasserloch. So kamen Strauße, Giraffen, Gnus und diverse Vögel direkt vor unserem Bungalow vorbei. Bei einem Spaziergang über einen Teil des Geländes sahen wir Eland und Zebras.
Das erste Highlight der besonderen Art sollte noch folgen, aber dazu später, denn ich kann die Fotos nur in kleinen Mengen hochladen und so serviere ich euch den Urlaub häppchenweise. Das ist auch viel verdaulicher! 😈
Teil 311. Sept. 2013
Hier also das nächste Häppchen... In einem großen Waldgehege werden Geparden gehalten, auch einen Leopard gab es. Zufällig konnten wir die Fütterung der Geparden miterleben. Einer der Angestellten fragte, ob wir ihn nicht begleiten wollten. Natürlich taten wir das nur zu gern, auch wenn es ein bisschen was von Zoocharakter hatte. Drei männliche und ein weiblicher Gepard leben zusammen. Es war für uns wieder einmal faszinierend, diese wilden Tiere so nah zu erleben. Wir waren live dabei und die eher harmlosen Geparden zum Glück nur auf ihre Mahlzeit konzentriert. Das Fleisch war bestimmt deutlich schmackhafter, als unsere chemieverseuchten Körper. 🤪 🤪 🤪
Ist er nicht so süß? Er kann doch gar nicht böse werden?
Die Geparden machten einen sehr friedlichen Eindruck auf uns.
Teil 412. Sept. 2013
Nun aber zu dem besonderen Highlight... Es sollte auch einen Leoparden auf der Lodge geben, aber wo? Beim nachmittäglichen Rundgang ums Leopardengelände konnten wir das Tier nicht ausfindig machen. Ein Angestellter riet uns , es nach 17.00 Uhr noch einmal zu probieren. Also liefen wir erneut los. Aber kein Leo war zu sehen. Wir sahen ihn nicht, aber er uns. 😮 Ich drehte mich zufällig um, da sah ich wie das Tier hinter uns her schlich. Wir blieben stehen, gingen langsam auf ihn zu, doch er war schnell, so unglaublich schnell. So schnell konnte ich gar nicht denken, wie das Tier auf mich zugeschossen kam und mit seiner Pranke zu schlug. Der Schreck des Angriffs saß! Vier Tatzen mit jeweils fünf Krummdolchen schlugen gegen das Gitter. Ein Staubwolke blieb und ... leider war meine Kamera nicht so schnell schussbereit. Es reichte nur zu einem verschwommenen Leo als Beweis.
Auf dem Weg zurück sahen wir dann ... folgendes Schild, aber nur das Schild.
Zum Dinner fanden wir uns gegen 19.00 Uhr im Restaurant ein, das an eine kleine Terrasse grenzt. Dahinter befindet sich das beleuchtete Wasserloch. Gegen 17.00 Uhr werden Heuballen als Futter ausgelegt. Die Tiere kennen das Ritual und trotten alle irgendwann hier vorbei. Eigentlich sollen auch zwei Nashörner dort leben. Und tatsächlich erschienen sie pünktlich zum Abendessen am Wasserloch. Mein Blutdruck stieg, denn diese Tiere birgen für mich noch etwas Mystisches und Spannendes in sich. Dicht an der Terrasse entlang schlichen sie vorbei. Einer der Kellner motivierte uns, diese Tiere doch zu streicheln. Klingt jetzt sehr nach Zoo. Es war aber so. Wir konnten das eine Nashorn am Horn anfassen und es sogar hinter dem Ohr kraulen. Dabei drückte es noch ganz entspannt seinen Kopf weiter herüber.
Man erzählte uns, dass der schweizer Eigentümer, dieses den Tieren angewöhnt hat und er sie regelmäßig streichelt. Dieses sei auch der Grund, warum sie so nah an die Terrasse kommen. Ein sehr schönes Erlebnis. Danach schliefen wir ganz ausgezeichnet und träumten ...? Unser ganz besonderes Tageshighlight!
Biggi
Teil 514. Sept. 2013
Wir reisen weiter...
Nach den "Zootieren" sollte jetzt der Etosha Nationalpark folgen. Über die M 63 fuhren wir über Outjo nach Okaukuejo.
Diese Familie haben wir wohl beim Frühstück gestört... Ca. 5 Kilometer vor dem Gate verstauten wir unser Fleisch, denn es darf nicht mehr in den Park eingeführt werden. Wir checkten erst einmal auf dem Campsite Nr. 34 ein. Dieser Platz lag sehr weit am äußeren Zaun, aber wir wollten weit weg von den Ablutions, denn im letzten Jahr haben 10 Overlandergruppen für viel Unruhe gesorgt. Sogleich wurden wir von Johann und Magrieta, einem älteren Ehepaar aus Südafrika begrüßt. Margrieta war mal in Düsseldorf und freute sich, deutsche Nachbarn zu haben. Nach einer Mittagspause machten wir uns gegen 15.30 Uhr zum Gamedrive auf. In Gemsbokvlakte sahen wir ein Rhino, an einem weiteren Wasserloch tummelten sich die Elefanten und Zebras, ständig kreuzten Springböcke unseren Weg und dann war auch er zu sehen: Der König der Tiere mit einem Weibchen, allerdings noch recht weit entfernt.
Wieder einmal waren wir mehr von der Tarnung der Tiere beeindruckt, als von deren Auftreten. Wäre der Löwe nicht zufällig aufgestanden, hätten wir ihn gar nicht im Gras gesehen. Immer wieder fragten wir uns, wie oft wir nahe an den "Mietzis" vorbei fuhren ohne sie zu erkennen?
Teil 614. Sept. 2013
Und diese wilden "Racker" waren auch noch unterwegs...
Witzig ist der hochgestellte Schwanz, als würde er uns zum Abschied zu winken!
Ich habe mir für dieses Jahr gewünscht, Nashörner nicht nur bei Nacht am Wasserloch zu sehen, dass meine Wünsche aber gleich in den ersten Tagen (zahlreich) erfüllt wurden, damit habe ich nicht gerechnet.
Am Loch Nebrowni herrschte Hochbetrieb, das Wasser war wohl heute besonders schmackhaft, vielleicht mit einem Schuss Pinotage verdünnt! 🤪
Die Mutti möchte ihren Kleinen weg führen, aber er hat seinen eigenen Dickkopf und bestimmt wo es lang geht.
Auch dieser große Winzling tritt schon sehr souverän auf.
Wieder zurück im Camp verschwanden wir ganz schnell mit unserem Sundowner zum Wasserloch. Irgendwie fühlte ich mich immer gejagt, da ich das Gefühl nicht los werde, etwas zu verpassen. 🤩
Beim anschließend Grillen wurden wir ständig von Schakalen umlagert. Aber Magrieta hat uns bereits davor gewarnt. Zum Glück war unser Grill recht hoch gelagert, so dass unser Fleisch sicher war.
Die Nacht war kalt und ruhig. Magrieta verwöhnte uns am nächsten Morgen mit ihren selbst gebackenen Plätzchen. Wir lernten dann noch eine weitere Familie aus Capetown kennen, die mit einem Kühl-LKW als Wohnmobi,l neben uns standen und völlig spontan unser Teewasser kochten. (Wir besaßen einen nagelneuen Kochaufsatz bei dem das Ventil wohl noch mit Späne verstopft war) und deshalb kaum Gas hindurchströmte. Irgendwann verließen wir den Platz in Richtung.... Nach dem Frühstück zog es uns zuerst nach Westen zu den Wasserlöchern Leeubron, Okondeka und Wolfsnes. Die Fahrt hat sich allerdings kaum gelohnt. Neben Giraffen waren nur kleine Tiere wie die Mangusten unterwegs.
Buschhörnchen
Zurück in Okaukuejo mussten wir noch tanken und fuhren dann über die C 38 nach Halali weiter. Oryxe, Strauße, Giraffen, Kuhantilopen, Zebras und Gnus begegneten uns immer wieder. Besonders lebhaft ging es am Wasserloch von Homob zu, in Rietfontein waren auf den ersten Blick wenig Tiere zusehen. Inzwischen war es auch Mittagszeit. Bei den Gräbern lagen dann viele Gnus und Oryxe. Es waren die üblichen Verdächtigen, die sich zeigten. Wir beschlossen unseren Platz in Halali aufzusuchen und uns zu stärken. Irgendwie hielt ich es aber nicht lange aus und machte mich schnell zum Wasserloch auf.
Teil 715. Sept. 2013
Es ist jetzt zwar Sonntagmorgen, aber wir genossen den Nachmittag und Abend in Halali
Wir starteten gegen 16.30 Uhr erneut zum Gamedrive. Die in der Nähe befindlichen Wasserlöcher waren allerdings verwaist. Helio führte kaum Wasser, Goas und Noniams sahen auch trostlos aus. Auf unserer Fahrt hatten wir aber dennoch Glück. Eine Kuduherde befand sich direkt am Weg und lief vor unseren Wagen. Neugierige Jungtiere stellten ein willkommenes Fotomotiv dar.
Außerdem gab es noch diese Herde mit ihren neugierigen Blicken.
Impalas Die Sonne drohte wieder einmal zu verschwinden, aber in Afrika kommt sie ja garantiert wieder, also sahen wir dem Schauspiel ganz entspannt zu. Unser Abendessen bestand aus Springbockfleisch und Salat. Noch gab es frischen Salat, den wir in Windhoek gekauft hatten. In den nächsten Tagen sollte sich das ändern. Wieder einmal bemühte sich Manfred mit unseren Grillanzündern ein Feuer zu entfachen, als Hilfe aus Südafrika nahte. Unsere Nachbarn, hier auch wieder nette Südafrikaner, besaßen eine Zündpaste, die sofort brannte. Immer wieder versuchten wir später diese Paste zu kaufen. Scheinbar gab es sie nicht in Namibia. Die war fantastisch! Während des Abendessen bekamen wir Besuch.Vierbeinigen! Unsere Nachbarn sahen es auch und warnten uns davor. Wir empfanden den Besuch aber eher als spannend: Ein Honigdachs hatte sich unter unserem Auto versteckt und lauerte nach Essbarem. Ich griff zur Kamera, aber die Bilder sind zu dunkel und unscharf geworden. Der Dachs wollte nicht warten und stillhalten! Er schlich von Campsite zu Campsite und wurde auch irgendwo fündig. Sein Abendessen war gerettet. Später lag er vor dem Toilettenhäuschen und mampfte genüsslich sein Diebesgut.
Noch einmal spazierten wir zum Wasserloch.
Das letzte Licht reichte dann doch noch für ein Spiegelbild.
Begrüßung oder Neid??
Sechs große Rhinos standen da und tranken. Ab und zu bedrängten sie sich und der eine oder andere wurde vertrieben. Während unsere Blicke noch auf den Rhinos hafteten schlichen sich drei Hyänen an. Sie waren allerdings auch schnell wieder verschwunden und zum Fotografieren war es schon zu dunkel. Eines der beiden Flutlichter am Loch hatte ständig irgendwelche Aussetzer, so dass nur der vordere rechte Bereich erleuchtet war und sich zum Fotografieren eignete.
Biggi
Teil 815. Sept. 2013
7.7: Steigt bitte schnell ein, gefrühstückt wird später.... 😠 🤪 Das Gate wurde um 6.30 Uhr geöffnet. Wir verließen das Camp um 6.35 Uhr . Heute wollten wir einmal früh an den Wasserlöchern sein. Als erstes steuerten wir Goas an und warteten und warteten.
Das kommt vom langen Warten! 😄
Aber irgendwie ließ sich kein Tier blicken. Autos kamen und fuhren, die einzige Unterhaltung. Irgendwann beschlossen auch wir weiter zufahren in Richtung Osten. Tja, und das war genau der richtige Moment. Alleine auf der Pad oder doch nicht...
Die Dame näherte sich uns ohne Scheu...
sie kam näher und näher.
Einen kurzen Moment musste sie inne halten, stand da doch plötzlich ein Auto im Weg. 🤩
Oh, dieser Blick!
Zwei Löwinnen kamen geradewegs auf uns zu und gingen direkt am Auto vorbei, als wären wir gar nicht da. Im Gras neben uns drehten sie sich noch einmal um. Das war der Start in einen schönen Tag.
Während wir noch ganz fixiert auf die eine Löwin neben dem Auto achteten, schlich sich eine weitere Dame von links an. Es waren zwei Löwinnen, die uns einen guten Tag wünschten.
Nach diesem Morgenhighlight brauchten wir endlich unser Frühstück. In der Karte war ein Picknickspot eingezeichnet, noch ein paar Kilometer weg, aber das war unser Ziel. Die Pad führte bis nach Springbokfontein. Leider sah es hier gar nicht gut aus, da die Pad nach Namutoni neu geschoben und gegradert wurde. Das Wasserloch war fast zugeschüttet. Wir drehten und fuhren über die Hauptpad nach Westen und nach 13 Kilometern erreichten wir einen überdachten Tisch mit Infotafeln, Wasserhahn und Toiletten. Auf dem Weg dorthin begegneten uns Gnus, Springböcke, Kuhantilopen und...
Diese Gnus waren auf dem Weg zur Dusche! 😈
... ganz junge Oryxantilopen. Zum ersten Mal sahen wir die Jungtiere.
Unser Frühstück musste noch warten, denn diese Jungtiere konnten wir wirklich lange begleiten und ihre Verhaltensweise beobachten.
Nicht nur die Katzen sind süß. Mir gefielen diese beiden auch gut! 😗 Jetzt musste aber Zeit für unser Frühstück sein: .... Entspannt mit ein paar Informationen.
Bisher war uns nicht bekannt, dass es so einen Picknickplatz gibt. Entweder hatten wir es zu eilig oder nur Augen für die Vierbeiner. Wir ließen uns hier viel Zeit bevor es zum Etosha Lookout weiter ging.
Und das folgt demnächst, Viel Spaß mit den bisherigen Bildern!
Biggi
Teil 916. Sept. 2013
Der letzte Tag im Etosha - zum Lookout und zurück nach Okaukuejo! Nach dem Frühstück wollten wir noch einen Stopp am Etosha Lookout machen, aber der Weg dorthin dauerte und dauerte, weil wir wieder einmal warten mussten. Kurz hinter dem Frühstücksplatz entdeckten wir auf der Salzpan zwei dunkle Punkte.Ich ahnte da etwas...und tatsächlich ... nein, es sind keine Löwen! 😄 Durchs Fernglas sahen wir die Silhouetten zweier Rhinos und , dass sie einen Weg einschlugen, der unsere Pad kreuzen musste. Wir warteten geduldig und zum Glück hatten es die Tiere auf einmal auch ganz eilig und kamen in unsere Richtung gelaufen. Ob die wussten, dass ich noch einmal Rhinos bei Tageslicht in der Savanne sehen wollte? Zwei prächtige Tiere liefen vor uns her, auch wenn der Abstand zum Auto noch relativ groß war.
Wir fuhren gaaaanz langsam näher, irgendwie schalteten sie dann doch den Turbo ein!
Und hier kommt noch Nr. 2: Er/Es brauchte etwas länger.
Schwanz hoch und ab geht die Post. Es ist unglaublich, wie schnell diese Tiere sein können! 🤩
Ein Elefant stand dafür wenig später direkt neben uns und in der Ferne liefen Strauße vor den tollen Farben der Salzpan entlang.
Am Lookout entstanden unterschiedliche tierlose Bilder. Eine heiße, baum- und strauchlose Gegend.
Hier ist noch der Blick zurück gerichtet...
... und hier der Blick auf das/die Salzpan, toller Blick ins "Nichts" ... oder war da doch etwas? 🤩
Hier stellen wir uns nun vor, also das da sind wir --- denkt euch die Beine weg! 😈 Die Kamera stand auf dem Auto und nach 10 Sekunden kam das dabei heraus. 🤩
Die nächsten Wasserlöcher, wie Salvadora und Sueda lagen einsam in der Landschaft und warteten auf Tiere. Wir fuhren bis Homob. Auf dem Weg kreuzten diese Langbeiner unseren Weg:
"Upps, da ist ja jemand. Gilt hier links vor rechts oder umgekehrt?"
Und dieser Kleine hat natürlich getrödelt und kommt als Nachzügler noch schnell über den Weg. In Homob tummelten sich Zebras ...
und dann durften wir noch einem besonderen Schauspiel beiwohnen. Für uns war es allerdings auch sehr traurig. Das Wasserloch war gut besucht. Eine große Kuduherde befand sich direkt vor uns am Wasser, auf der gegenüberliegenden Seite liefen Oryxe und Springböcke umher, eine Zebraherde verließ gerade das Wasser.
Was erschreckte die Tiere? Auf einmal trat eine Hektik auf, die Kuduherde war blitzschnell hinter den Büschen verschwunden, die Springböcke ordneten sich in einer Reihe und blieben wie erstarrt stehen und die Oryxe zogen ganz langsam vom Wasser ab. Eine merkwürdige Stille lag in der Luft. Wir blickten uns um und konnten erst nichts Ungewöhnliches sehen.
Doch plötzlich tauchte am gegenüberliegenden Hügel ein großer staatlicher Löwe auf. Er trottete langsam ans Ufer hinunter. Er hinkte und hatte offensichtlich eine Beinverletzung. Dann legte er sich in eine Sandmulde und schlief.
Die Tiere blieben nach wie vor weg oder beobachteten ihn. Sobald er sich erhob, sprangen die anderen Tiere von dannen. Der Löwe vermittelte aber überhaupt nicht den Eindruck, dass er noch einem Tier schnell folgen könnte.
Wir blieben eine Stunde und verließen dann die Stelle. Vielleicht hat jemand nach uns den Löwen gesehen? Er tat uns schon ein bisschen leid, mit seinem kranken Bein. Ob er noch Tiere jagen kann? So jetzt war aber vorerst genug mit den Kätzchen. Über Gemsbokvlakte fuhren wir zum Okaukuejo Camp zurück und genossen den Sonnenuntergang am Wasserloch mit Giraffen und Oryxen. Wir verließen den Etosha Park am nächsten Morgen, aber nicht ohne früh morgens noch einmal ans Wasserloch zu schauen. Neben vielen Japanern gab es tatsächlich Zebras, Kudus, Black Faced Impala und Springböcke.
Auf dem Weg zum Anderson Gate fuhren wir noch eine Runde zum Wasserloch Ombika. Auch hier trafen wir die üblichen Verdächtigen: Strauß, Zebra, Dik-Dik, Springböcke und Giraffen. Nun sollte vorerst Schluss sein mit den Tieren. Wir folgten der TAR und später einer Pad nach Kamanjab. Unterwegs passierten wir Rinder- oder Gästefarmen.
In Kamanjab bot sich uns eine Einkaufsmöglichkeit mit Tankstelle und ein ATM bevor wir um 12.45 Uhr in den einsamen Westen Namibias aufbrachen.
Über den Grootbergpass ( hier sahen wir Bergzebras) folgten wir der Pad in Richtung Palmwag Lodge,
durchquerten gegen 14.00 Uhr die Veterinärkontrolle.
und fuhren noch die 70 Kilometer (ca. 1 Stunde) weiter bis Khowarib. Auf Höhe der Palmwag Lodge sahen wir einen Unfall, zum Glück gab es nur einen Sachschaden und es blieb der einzige Unfall auf der gesamten Strecke. Einem Toyota Hillux ist ein PKW hinein geschleudert. Wir fragten die zwei Südafrikaner, ob wir helfen konnten, aber sie bestätigten, dass Hilfe bereits unterwegs sei und so saßen sie auf ihrem Campingstühlen und warteten.
Und hier geht es weiter... Wir treffen uns demnächst auf der Khowarib Lodge... Biggi
Teil 1017. Sept. 2013
Hallo liebe Fomis, ich schreibe weiter ja, aber vorher muss ein großes Dankeschön an alle "Danke-Button-Drücker" gehen. Das wird endlich Zeit - Danke 😛 😛 😛
@ Hallo lionfight. Nur zu, es ist noch viel Platz! @ Lil - Ich muss dich enttäuschen, vorerst werden es deutlich weniger Tiere, aber warte nur ab - wir werden sie alle noch einmal, zweimal sehen. Wir sind ja noch ein paar Wochen unterwegs! Im Etosha verbrachten wir drei Nächte und hatten vier mal Löwen. Das war echt cool! (1. und 3. Nacht Okaukuejo, dazw. 1 Nacht Halali)
Khowarib - Ogongo - Sesfontein bis Puros
Unser heutiges Ziel war die Khowarib Lodge (Ankunft 15.30 Uhr), die wunderschön gelegen am ganzjährig wasserführenden Hoanib liegt. Sehr freundlich wurden wir empfangen, erhielten eine schöne Campsite, direkt am Canyon und waren die einzigen Campinggäste. Für das Abendfeuer brachte man uns ausreichend Holz. Ein Spaziergang entlang der Lodge war wunderschön, wir sahen Paviane und Rinder (!). Die Schlucht haben wir bereits im vergangenen Jahr besucht und dabei festgestellt, wie schön es hier ist. Zur Auswahl stand diese Lodge oder der Ogongo Campsite. Da dieser Platz aber zuerst kam, entschieden wir uns hier zu bleiben.
Die sehr gemütliche Lapa lud zum Lesen und Verweilen ein.Es war ausreichend deutschsprachige Lektüre vorhanden. Daneben gab es ein Restaurant für die Lodgegäste. Der Blick war immer über die Schlucht und auf die Berge gerichtet.
Das Gemüse für das Abendessen stammt aus biologischem Anbau, eingezäunt und auch von oben geschützt wird das Gemüse hier liebevoll gepflegt.
Zwischen der Lodge und dem Campsite wuchsen dann solche Felsen! 🤩
Gegen Abend wurde der Donkey angeheizt, wir duschten richtig heiß und ließen den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Irgendjemand im Forum fragt immer noch den Ablutions, hier ein paar Aufnahmen: Sauber, stylisch, urig, eben Afrika - und sauber!! Und damit ihr auch gleich Bescheid wisst, wer hierher gehört .... und ...
Dieser fantastische Blick war direkt aus unserem "Wohnzimmer".
9.7:Im Laufe des Vormittags verließen wir dieses schöne Plätzchen und folgten ein kurzes Stück der C43, bogen aber sehr bald auf eine sehr schlechte Pad nach Osten ab.
Wir folgten ein Stück diesem steinigen Weg. Unser GPS lockte uns dann recht bald durch ein trockenes Revier über einen Hügel nach Norden. Plötzlich endeten alle Spuren an einem Kral. Dieser Platz schien zumindest im Moment verlassen zu sein. Wir drehten, fuhren unter Akazien ein Stück zurück und fanden eine neue Spur, die nach Norden in Richtung des Ogongo Wasserfalls führen sollte.
Dieses Plätzchen erreichten wir, nachdem wir an einem einsamen Haus aus der Dornenstrauchsavanne, heraus einem Eselspfad folgten - mit dem Auto. Sehr empfehlenswert war diese Tour nicht!
An dieser Hütte wurden wir angesprochen, ob wir Medizin für eine verletzte Hand hätten. Leider konnten wir dem Mann nicht helfen. Er brauchte ein Antibiotikum oder weitere medizinische Hilfe. Dieses war unser erster Fall, bei dem unsere medizinischen Nicht-Kenntnisse gefragt wurden - weitere sollten folgen.
Im Hintergrund im Zelt liegt die verletzte Hand, der wir nicht helfen konnten. Für den Steppke davor gab es ein paar Sweeties , in der Hoffnung, dass diese "Medizin" nicht zu schlechten Gedanken führt und die Kinder nicht mit dem Betteln beginnen. (?) Aber ich bin mir sicher, so viele verrückte Offroader kommen hier nicht entlang. Nach weiteren 2 Kilometern erreichten wir die obere Plattform der Wasserfälle. Nun darf man nicht zuviel erwarten. Wir stiegen die Stufen hinab, setzten uns ans Wasser und prompt waren sie wieder da, die Kätzchen.
Das Wasser war klar und sauber und zum Baden absolut geeignet.
Die beiden Toyotas mit ihren Insassen hatten hier übernachtet und machten sich jetzt auf den Weg. Wir waren letztendlich froh, dass wir uns für die Khowarib Lodge entschieden hatten. Hier war es auch schön, aber das andere war schöner!
Neben unserem Parkplatz standen zwei junge Männer, die uns eine Preistafel zeigten, wonach wir als Tagesgäste je Person 20 N$ zahlen sollten. Wir machten den Männern nur klar, dass wir nicht bleiben und uns nur einmal umschauen wollten. Als wir den Platz verließen gaben wir 20 N$ und sie waren mehr als zufrieden, schließlich fuhren wir nach unserem Spaziergang bereits.
Nun folgten wir dem direkten Weg nach Warmquelle. Eine wunderbare Sandpiste, links und rechts des Weges warteten immer wieder Kinder, die Holzarbeiten anboten.
In Warmquelle hatten wir bereits im letzten Jahr die Schule besucht und von einem ca. 2 jährigen Mädchen ein Foto gemacht, die damals schlafend am Zaun lehnte. Sie stand auch in diesem Jahr wieder in ihren Hof. Ich machte kein Foto, jetzt ging es geradewegs nach Sesfontein.
Biggi
Teil 1118. Sept. 2013
Sesfontein bis Puros Unser Weg führte uns geradewegs nach Sesfontein weiter.
Ein Supermarkt mit vielen Säcken Millipap und dieser Metzger in unmittelbarer Umgebung 🤢 , da waren wir froh, doch vorher schon eingekauft zu haben.
Im alten Fort freuten wir uns auf einen Cappuccino, wie es im Forum immer wieder beschrieben wurde. Leider gab es dort nur einfachen Pulverkaffee., aber gemütlich war es alle mal.
Noch einmal war tanken notwendig und dann fuhren wir ins Ungewisse nach Puros. Auf den nächsten 100 Kilometern hoppelten wir über Stöcke, Steine und durch tiefe Furchen. Ich hatte bangig Angst um unsere Reifen, aber Manfred kann gut fahren und außerdem hatten wir wirklich gute Reifen, aber das sagt gar nichts!
Ich habe hier die etwas besseren Streckenabschnitte fotografiert. Irgendwie erschien mir der Hinweg auch schlimmer, als der Rückweg. Im Nachhinein betrachtet war es eine tolle Landschaft. Ich habe tatsächlich jeden Stein und jedes Sandkorn genossen. 🤪 🤩 Und ganz so einsam war es doch nicht...
Giraffen gab es einige .... auch die Oryxe leben hier noch ... und Strauße liefen immer wieder quer.. Zwischen Sesfontein und Puros befindet sich ein Herero-Dorf mit vielen Rindern. Nach drei Stunden erreichten wir das Community Camp in Puros. Und wer es noch nicht kennt: Wunder, wunderschön! Große Campsites (ca. 3000m²) mit eigener Dusche und Toilette unter sehr üppigen Bäumen versteckt, mit eigenem Wasseranschluss, ohne Strom! Umgeben ist das Camp von Sanddünen, es liegt direkt im Revier des Hoarusib, daher stehen hier viele Bäume.
Wir richten uns unter den Bäumen ein, genossen später das Lagerfeuer, die Milchstraße übernahm die Deckenbeleuchtung und die dazugehörige Musik kam von den Hyänen. In diesem Teil Namibias herrschten richtige Wüstentemperaturen. Es war auch nachts noch sehr warm und wir lagen seit langem auf den Schlafsäcken und nicht drinnen!
Den nächsten Tag starteten wir mit dem Guide Rico ..... Biggi
Teil 1219. Sept. 2013
@ marilou, .schrieb: wir brechen am Sonntag auf... da könnte ich eigentlich mitkommen 😗 den ATM gibt es im Supermarkt bei der Tankstelle , hinter dem Apothekentresen, an der Straße C40 zum Grootberg Pass.
@ Birgitt die Stelle, an der du schwimmst, war frei von Algen und sehr klar. Ein Stückchen nach links, in Richtung der Stufen, war ein weiterer kleiner Wasserfall. Hier gab es Algen und viel Bewuchs.
Puros - Primary School und Wüstenelefanten
Wir treffen uns um 8.15 Uhr mit Rico am Office. Eigentlich waren wir später verabredet, aber er war schon da - 🤩 ganz untypisch für Afrika! Ricco ist ein Himba, der aus dieser Gegend stammt und sich als Guide anbot. Eigentlich erkunden wir lieber alleine Afrika, aber um diese Community zu unterstützen haben wir uns mit ihm verabredet um in ein typisches 😄 Dorf zu fahren. Er verstand viel Humor, war lustig und insgesamt war es ein schöner Vormittag mit ihm. Mit Ricco fuhren wir zuerst zu einer Aussichtsplattform. Ein Rund-um-Blick im Morgenlicht:
Rico leitete uns zu diesem Viewpoint und kann gar nicht mehr genau sagen, wie wir dorthin kamen. Es bot sich uns jedenfalls ein fantastischer Blick in die Umgebung von Puros.
Wenige Kilometer weiter erreichten wir das Himbadorf, trafen auf mehrere Frauen und Kinder sowie einen alten Mann, der das heilige Feuer bewachen musste. Die Menschen zeigten uns ihr Alltagsleben, d.h. den Bau der Hütten, das Körbeflechten, die Herstellung des Ockerpulvers usw. Viele dieser Tätigkeiten haben wir bereits im letzten Jahr beim Besuch der Himbas auf der Farm Gelbingen gesehen. Ricco war verwandt mit Bewohnern dieses Dorfes und konnte uns somit viele unserer Fragen beantworten, die sich auf die Dinge des Lebens bezogen, die man nicht immer sieht. So z. B. die Frage nach der medizinische Versorgung, alles rund um die Geburten, Handybenutzung und Geld ! oder die Frage nach Hochzeiten, Treue und Beerdigungen. Somit entwickelte sich diese Tour zu einer sehr informativen Veranstaltung.
Die Kinder begegneten uns scheu und zurückhaltend, schauten aber neugierig auf ihre Bilder in meiner Kamera.
Rico erklärte uns, dass die Kinder so erzogen werden, dass sie Fremden gegenüber auf Distanz gehen und sich nur nach Aufforderung nähern.
Viele Kinder des Dorfes besuchen die 12 KM entfernte Schule. Sie übernachteten im Dorf und kamen immer erst am Freitag zurück. Den Weg gehen die meisten Kinder zu Fuß und barfuß. Einmal jährlich besucht ein Arzt die Region Puros. Dann müssen alle Menschen die 10-12 Kilometer laufen, ansonsten bringen die Touristen Medikamente und Verbandsmaterial mit. (Hier wurden wir nicht auf Medikamente angesprochen!). Außerhalb des Krals befindet sich die Buschtoilette. Hygiene? Tote werden in mindestens 6 m Tiefe bestattet. Bei dem steinigen Boden ist das Ausheben des Grabes Schwerstarbeit.
Vom gut 2 Kilometer entfernten Brunnen kam eine junge Frau mit einem 20 l Eimer Wasser auf dem Kopf zurück. Eine gelblich-braune Brühe wurde abgestellt. Zweimal täglich wird das Wasser geholt. Ricco nahm sich einen Becher und schöpfte sogleich einen großen Schluck Wasser daraus. Er lächelte und sagte, dass das gutes Wasser sei. Er wisse aber auch, dass wir dieses Wasser nicht trinken dürften. 🤢 Die junge Frau stellte er uns als eine Frau vor, die er hätte heiraten können. Ricco war bereits 36 Jahre alt und hatte aber noch eine Freundin bei den Epupafalls. Mit der Treue nehmen die Himbas es wohl nicht so ernst! 🤪 Wenig später lernten wir seine Halbschwester kennen. Er erklärte, dass sie den selben Vater, aber nicht die selbe Mutter haben.
Wir fuhren nach Puros (Main Village) zurück. Als Rico erfuhr, dass ich Lehrerin bin, musste er uns die Schule noch zeigen:
Die Schule besteht aus einer Holzhütte, sowie neuerdings aus Klassenräumen, die in Zelten untergebracht sind.
Der 1. und 2. Jahrgang wird gemeinsam in der Holzhütte unterrichtet, die größeren Kinder sitzen brav in den Zelten. Vier Lehrer sind hier beschäftigt. Wir lernen Michael Ngorera kennen. Er ist der Klassenlehrer der 1. und 2. Klasse. Nach seinem Studium wurde er in diese Einöde versetzt. Zuvor war er aber schon einmal hier, um die Umgebung kennenzulernen. Wenn wir ihn richtig verstanden haben, hatte er eine Art Praktikum hier absolviert. Er verfügt über einen Internetzugang und bat uns, ihm die Fotos zu senden. Das machen wir natürlich gerne. 🙂 Und habe ich auch schon erledigt. Bei diesem Bild beachte man bitte die Bilder zu den Monaten! Im Dezember schwitzt man . 😉 Und so sieht der Stundenplan in Afrika aus!
Die Kinder wurden aus einem großen Topf mit Millipap versorgt, den zwei Frauen aus dem Dorf kochten. Tja, Gemüse und Fleisch oder gar Nudeln gab es natürlich nicht, sondern eher die 3-D Krankheit (Dermatitis, Diarrhoe und Demenz) die durch die einseitige Ernährung durch Millipap verursacht wird. Bereits durch weniges Gemüse und Eier lässt sich der Vitaminmangel ausgleichen, aber all diese Dinge kosten viel Geld. Die Kinder erschienen uns aber vergleichsweise gesund.
Ricco blieb im Dorf und wir machten uns auf den Weg in den Puros Canyon. Schließlich wollten wir die Wüstenelefanten finden. Ricco warnte uns noch vor den doch aggressiven Elefanten. Allerdings konnte er uns nicht sagen, wo sich die Elefanten befanden. Er sah am Tag zuvor eine Kuh mit ihrem Kalb in der Nähe des Campsites. Der Canyon erstrahlte in einem saftigen Grün, immer wieder durchquerten wir Furten
und trafen auf viele Oryxe, Springböcke, Paviane, unbekannte Footprints und natürlich irgendwann auch auf die Wüstenelefanten.
Diese Paviane bewegten sich rückwärts im Wasser und gruben im Boden nach ... vielleicht saftigen Wurzeln?? Wir konnten nicht erkennen, was sie da aßen.
Und dann trafen wir auch recht schnell auf die ersten Wüstenelefanten. Sie wirkten ganz entspannt und nahmen uns nicht wirklich wahr! 😐
Rico gab uns noch den Tipp, viel Abstand zu den Elefanten zu halten. Es gab erst kürzlich einen Unfall mit einem Touristen, der sich zu dicht an die Elis gewagt hatte. Wir befolgten seinen Rat, konnten allerdings später keine Feindseligkeiten der Elis uns gegenüber bemerken. Tiefer im Canyon konnten wir uns zu einer kurzen Wanderung entschließen, trotz der großen Hitze, aber immer nur im Auto bei der großartigen Landschaft, wäre eine Sünde. Wir hatten zwischen 38 und 40° C! Als wir gegen Nachmittag zurückkehrten sahen wir noch einmal eine Herde Elefanten, sogar mit Jungtieren.
Der Canyon erschien uns wie ein wahres Juwel in dieser trockenen Wüste. Es war so schön hier! 😛 Wir waren nicht zum letzten Mal dort. Auf dem Rückweg sammelten wir Rico wieder im Dorf ein und fuhren ins Camp zurück.
Aber die weitere Umgebung mussten wir natürlich auch noch erkunden. Da war der Weg nach Oruquembe... Fortsezung folgt.. Biggi
Teil 1320. Sept. 2013
🙂 🙂 🙂 Danke , allen Danke-Button-Drückern! 😁
Puros - Opuwo - Epupa Die Mondlandschaft auf dem Pad nach Oruquembe haben wir auch noch erkundet, sind dann aber nach Sesfontein zurück und weiter über die C43 nach Opuwo gefahren und haben beschlossen, den Rest bis zum Marienfluss für einen weiteren Urlaub aufzusparen.
Im Hintergund sieht man die Okahirongo Elephant Lodge, der Airstrip gehört ebenfalls zu dieser Nobellodge. Wir fanden die Bungalows sehr lieblos in die Gegend gestellt.
Schattenspiele im Abendlicht bieten einen Blickfang in dieser einsamen Landschaft.
Manchmal sind es auch unscharfe Dinge, die zu einem Motiv werden können: Unser Sundowner 🤪
Hier noch ein paar Eindrücke von den Ablutions im Busch! 🤩
Versteckt und eingewachsen, kann man sich hier gut reinigen! 😏
Wir verließen das Camp mit diesem schönen Ort am nächsten Tag gegen 8.48 Uhr. Quer durch das Revier führte der Weg zum Ort Puros und dann über die Steinpad nach Sesfontein zurück. Nach guten 3 Stunden absoluter Rüttelpiste mit hartem Wellblech und diversen Fotostopps bei Giraffen und Straußen erreichten wir die C 43 nach Opuwo wieder und folgten ihr bergauf und bergab.
Die Farben dieser Rüttelpiste liebe ich, denn sie stehen für Wüste, Freiheit und die Unendlichkeit
Ein einsamer Baum, der aber für viele Lebewesen eine Überlebenschance bietet.
37 Kilometer vor Opuwo begann eine schöne Landschaft mit vielen Baobabs und immer wieder sahen wir Strauße. Ansonsten führte die C 43 durch eine sehr öde aber hügelige Landschaft.
Kurz hinter Sesfontein geht es begrauf.
Das Zentrum von Opuwo erreichten wir gegen 14.00 Uhr. Im ATM zogen wir Geld, um einen Teil bei OK Grocer gleich wieder auszugeben, der Rest wanderte in den Tank. Auf der Tankstelle und rund um das kleine Geschäftszentrum herrschte ein wildes Treiben. Auf dem angrenzenden Stadionplatz fand irgendeine große Musikshow statt, so dass die Stadt sehr voll war. Den ATM bewachte ein Security mit einem Maschinengewehr, auch in der Stadt sahen wir viele Menschen, vermutlich auch Sicherheitspersonal, mit Waffen. Viele Menschen sprachen uns an und bettelten um Geld. Himbafrauen boten ihren Schmuck an. Sie waren dabei sehr hartnäckig. Als ich dann endlich einen Armreifen (ich habe schon viele und brauchte eigentlich keinen mehr. Die Frau hatte aber ein kleines Kind bei sich!) kaufte, ließ der Strom derjenigen, die alle etwas zu verkaufen hatten nicht mehr nach und plötzlich hatten alle Frauen kleine hungernde Kinder!!!!
Immer wieder beobachteten wir Männer, die Plastiktaschen bei sich trugen. Eine Flasche darin und die leerte sich schnell! Alkohol scheint hier ein großes Problem zu sein. Wir wurden von verschiedenen Personen immer wieder nach leeren 5l-Kanister gefragt. Leider lagen unsere Kanister sehr weit im Canopy. Wir versprachen aber, am nächsten Morgen sie nach vorne zu legen und wieder zu kommen. Das taten wir auch. Die Kanister wurden uns förmlich aus der Hand gerissen. Ein fürchterlicher Sandsturm blies und pfiff durch den Ort, so dass das ohnehin schwierige, heimliche Fotografieren der Menschen fast unmöglich wurde. Wir suchten die Opuwo Country Lodge auf und erhielten den gebuchten Campsite. Zumindest fast; die uns zugewiesene Nr. 8 war belegt. Aber das störte hier niemanden, der Angestellte meinte, wir sollten uns einen anderen Platz nehmen, er würde das dann der Rezeption mitteilen. Die Plätze lagen sehr schön mit einem tollen Blick ins Tal, waren alle mit Braai, Licht und Stromanschluss ausgestattet. Außerdem standen wir auf grünem Gras. Gegen 17.00 Uhr kam der Security Nachtwächter. Auch er war bewaffnet. Sollten wir weiter darüber nachdenken? Ach nein! Er stellte sich vor und erzählte, dass er den Zaun bewachen muss. Hier ist das eben so. Wir fühlten uns aber zu keine Zeit irgendwie in Gefahr, obwohl ich im Forum mehrfach gelesen habe, dass es dort zu Überfällen gekommen sei. Na, nun war ja ein Wächter hier und da konnten wir beruhigt schlafen. Ein Stuhl für Erwachsene? Ein absolut tolles Erlebnis hatten wir noch im Supermarkt. Eine SMS unseres Sohnes erreichte uns. Es wollte nachgereist kommen. Ich kaufte also einen Campingstuhl für ihn bei OK Grocer. Dieser Stuhl war gut verpackt und mangels Geduld schaute ich ihn auch nicht näher an. An der Kasse fragte ich noch einmal die Kassiererin, ob es sich um einen Stuhl für Erwachsene handelt. Sie bestätigte in gutem Englisch. Ich kaufte. Bei genauerer Betrachtung am Abend, stellte sich jedoch heraus, dass dieses nur ein Kinderstuhl war. Am nächsten Morgen ging ich erneut in den Laden und wollte den Stuhl tauschen. Es gab aber keine großen Campingstühle. Die gleiche Kassiererin nahm dann den Stuhl packte ihn aus und... Diese Frau konnte sich sehr gut an das Gespräch am Abend erinnern. Es war tatsächlich ein Stuhl für Erwachsene! Diese Frau hatte einen sehr runden, breiten Hintern, wie man es von den Hererofrauen kennt und sie setzte sich damit auf den kleinen Kinderstuhl. Nicht nur ich, auch alle Kollegen, die inzwischen angelaufen kamen, konnten sich vor Lachen nicht mehr beruhigen. Damit bestätigt, dass es sich um einen Stuhl auch für Erwachsene handelte. Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera dabei. Mein Geld bekam ich aber trotzdem zurück!! Jetzt haben wir wieder etwas gelernt. Unser Sohn hätte uns mit mit riesigen ungläubigen Augen und vielen Fragezeichen darin angeschaut. 🤩 🤩 🤩
So, jetzt aber schnell weiter... zu den Epupa Falls 12.7: Nach 2,5 Stunden über eine gute Pad erreichten wir den kleinen Ort Epupa. Die Pad wechselte von weißem Steinstaub zu rotem Sand. 47 Kilometer vor Epupa befuhren wir schönen roten Sand und passierten herrliche Baobabs, ab 22 Kilometer vor dem Ort beginnt dann wieder der graue Schotter. Ein kleiner Airstrip (5 KM vor dem Ort) mit Scenic-Flieger-Maschinen lässt erahnen, dass auch Touristen mit dickerem Geldbeutel sich hierher verirren. Bereits um 11.15 Uhr checkten wir in der Omarunga Lodge/Campsite ein.
Ein wunderschöner Platz, direkt am Fluss erwartete uns. Bei einer Cappuccinopause genossen wir die nächsten Stunden mit einem Buch.
Die Bäume waren von kleinen Buschhörnchen bewohnt. Ich wartete immer auf eine der Makalaninüsse, die sie eventuell hinunterwerfen. Das wäre sehr schmerzhaft geworden. 😈 Ab und zu bekamen wir Besuch. Einer fragte, ob wir noch Feuerholz benötigten und eine Frau wollte unsere Wäsche waschen. Bereits bei der Anmeldung wurden wir über diese Nachfragen informiert. Man versucht die örtlich Himbabevölkerung in den Tourismus mit einzubinden.
Über dem Bartresen befand sich dieses Ortsschild. Ich meine, dass es von Himba-Uwe stammt. (?) 🤩 😊
Ein Spaziergang zu den Wasserfällen folgte später.
Teil 1423. Sept. 2013
Danke, für euer Lob, 🙂 es motiviert mich weiter zu schreiben, obwohl-- ja , hier liegt noch andere Arbeit, aber bekanntlich läuft die Arbeit ja nicht weg 😮 Außerdem wird es bald ohnehin eine längere Pause geben. Die Herbstferien beginnen in 1 1/2 Wochen und dann ruft die Sonne... 🤩
@ Claudia - ich kann euch den Norden wärmstens empfehlen, wenn ihr nicht nur Tiere sehen wollt. Die Menschen sind so aufgeschlossen und auch genauso neugierig auf uns, wie wir auf sie und wenn man sich abseits der üblichen "Touri-Dörfer" mal Zeit nimmt, taucht man in deren Lebensweise viel besser ein. Ich habe gelernt und jetzt verstanden, wie schwierig es ist Körbe und Schalen herzustellen. Und wir erfuhren viel über die schwierige Krankenversorgung. Und das alles auch mal ohne Kamera. 😗 😈 Dann weiß man zu schätzen, wie gut wir hier in Deutschland leben, obwohl viele Menschen "meckern"!!! Der Lehrer Michael aus Puros schrieb mir diese Woche auch gerade wieder.
@ Guggu - es stimmt, Namibia ist landschaftlich abwechslungsreicher, aber die Tierwelt gefällt uns im Okavango Gebiet viel besser. Der Etosha hat zunehmend immer mehr Zoocharakter, in Botswana (Chobe mal ausgenommen) sind die Erlebnisse viel authentischer und aufregender fanden wir. Der Mahango und Mudumu werden nun auch immer mehr von Safarigruppen angefahren und erlebt bestimmt bald ein ähnlich hohes Touristenaufkommen wie der Etosha.
Aber dazu komme ich noch später....
LG Biggi
Durch den Etosha zur Onguma Lodge
Bei der Durchsicht meiner Fotos "fiel" mir noch diese kleine etwas unscharfe Fledermaus auf. Im W-Lan Zelt auf der Kunene Lodge leistete sie uns Gesellschaft.
Der Spion 🤩 , nun kennt wahrscheinlich das gesamte Kunene Tal den Inhalt meiner Mails .Snodown lässt schön grüßen!!! 😈
14.7: Ausnahmsweise gelang es uns gegen 7.35 Uhr das Camp zu verlassen. So früh waren wir bisher noch nicht "on the road", aber heute lag eine längere Strecke vor uns. Wir hielten immer mal wieder am Kunene, dann folgten zwei Wasserdurchfahrten und die üblichen Fotostopps.
Ich habe noch beide Füße, somit schlossen wir daraus; hier gab es keine Krokodile!
Wir nähern uns Ruacana, die Pad ist gut zu fahren und ...
immer wieder lohnt es sich zu stoppen und hier unsere zukünftige Bleibe! 😊
Wir hielten auf einem Berg, unter uns befand sich ein Dorf und man sah uns bereits von weitem ... aber wahrscheinlich hat die Fledermaus schon unseren Besuch angekündigt. 😈
Im Morgendunst lässt sich das große Kraftwerk von Ruacana erahnen, mit dem dahinterliegenden Grenzposten nach Angola. Dieses Bauwerk, vor allem die Staumauer, ist schon sehr mächtig und passt so gar nicht ins Landschaftsbild von Afrika. Um 9.11 Uhr erreichten wir in Ruacana den Staudamm und von nun an befuhren wir die langweilige TAR über Oshakati und Ondangwa.
Es war ein Sonntag und wir mussten dringend einkaufen, was aber auch hier am Sonntag schwer ist. In Ruacana hatten die Geschäfte geschlossen, mal sehen was noch so kommt?
Die gerade Straße (B1) von Ruacana führte immer an einem Kanal entlang. Vielen Leuten konnten wir daher beim Wäschewaschen, beim Baden oder dem Auffüllen der Wassertanks zusehen. Aber eigentlich ist diese endlos erscheinende Strecke sehr eintönig. Immer mal wieder kreuzten Esel unseren Weg. Man musste beim Autofahren höllisch aufpassen. Dann erreichten wir die große Stadt Oshakati. Hier endet der Kanal in einem Reservoir. Ein großes Shoppingcentre mit einem Spar hatte geöffnet und wir konnten wunderbar einkaufen. Neben frischem Obst und Gemüse, Brot und Brötchen konnten wir auch unsere Sundownervorräte auffüllen und das am Sonntag! Eigentlich versperrte eine Werbetonne von Red Bull den Zugang zum Bottleshop, der hier Teil des Sparmarktes war. Ich ging durch, nahm die Biere und Savanna und ging damit zur Kasse. Die Kassiererin schaute etwas verwirrt, sprach noch kurz mit einer weiteren Angestellten, tippte aber dann alles brav ein. Wahrscheinlich hatte sie Mitleid mit uns oder sah sie unser Zittern .... 🤢 🤩
Dieser Stand wäre eine tolle Wahlwerbung für den Vege-Day der Grünen. Bei dem Metzger werde auch ich zum Vegetarier. 😈
Viele Ovambo boten an Straßenständen Fleisch und allerlei Gebratenes an.
Vor allem vor den Bars herrschte Hochbetrieb. Oshakati ist eine sehr moderne Stadt, in der man fast genauso viel kaufen kann wie in Windhoek, eine große neue Einkaufsmall befand sich kurz vor Fertigstellung. Moderne Autohäuser, Sport- und Möbelgeschäfte fielen uns auf und es gab das erste Mal seit Windhoek rote Ampeln!
Für uns war der viele Verkehr ungewohnt und wir waren froh, als wir wieder auf der B1 gen Süden weiterfuhren. Wir verließen die B1 bei Oshivelo und fuhren gegen 14.00 Uhr durch das King Nehale Gate erneut in den Etosha Park ein. Und dann waren sie wieder da... juchhu... endlich 😁
In diesem tieferen Loch steckten noch Warzenschweine und Impalas (Wasserloch Andoni)
Die Giraffen trauten sich langsam, gaaaaanz langsam aus dem Busch. Erst einmal erschien eine/r der die Lage peilte, dann folgten immer mehr, die sich in Tsumcor quälten, um ans Wasser zu gelangen.
Gymnastikstunde bei den Giraffen Auch die Glanzstare beobachteten die Giraffen, die immer noch sehr unruhig waren, aber wir konnten keine Raubkatze erblicken.
Ein Elefant hielt sich in der Nähe auf, aber das war wohl nicht der Grund für ihre Unruhe.
Zebras, Oryxe, Gnus, Giraffen, Dik-Diks und die üblichen Verdächtigen begrüßten uns. Zur besten Kaffeezeit erreichten wir Namutoni. Hier mussten wir noch unsere Parkgebühren entrichten und ein kurzer Gang zum Wasserloch gehörte auch noch dazu.
Diese Graulärmvögel, im Schatten sitzend, waren ausnahmsweise ganz still. Nur ein großer Elefant durchforstete das Schilf, aber neben kleinen Vögel erschien die Umgebung verwaist. Auf dem Weg zum Lindquist Gate begrüßten uns zahlreiche Dik-Diks.
Wir freuten uns auf die Unterkunft im Onguma Camp, welches direkt am Lindquist Gate liegt.
DasCamp gefiel uns ausgesprochen gut. Es war total super und das Essen... hm..ein Gedicht!
Dieser Vogel beobachtete uns beim Sundowner von oben und ... wir ihn, ...
aber da waren noch ein paar Augen.
Den Sundowner nahmen wir auf der schönen Terrasse am Wasserloch ein - ein traumhaftes Plätzchen,
dann zogen wir uns ins "Wohnzimmer" zurück... und checkten unsere Mails.
Das fürstliche Dinner nahmen wir hier ein...
Zum Abenddinner ließen wir uns dort ebenfalls verwöhnen. Ich aß Lamm und Manfred Steak mit Bratkartoffeln, Süßkartoffeln, Möhren und Blumenkohl. Vorneweg gab es eine Tomatensuppe mit Pilzen und zum Dessert Panakotta mit Himbeer-Mangosoße, hmm lecker! Dazu gab es einen leckeren Wein und zum Abschluss noch einen echten Espresso. Den Abend nutzten wir das Wifi und konnten unsere vielen Erlebnisse mit den Kindern in Europa teilen.
Campsite "Dik-Dik" gehörte uns mit einem eigenen Duschbad und heißem Wasser sowie Stromanschluss. Aber das Beste kam am nächsten Morgen... 15.7: 4.30 Uhr lautes Löwengebrüll weckt uns. Immer wieder hören wir den Löwen noch ca. 6.00 Uhr. Er muss "close to the Camp" sein. Später erfahren wir, dass er im frühen Morgengrauen am Wasserloch erschien. Schade, dass wir so schwer aus dem Bett kamen. Hyänen waren am späten Abend ebenfalls deutlich zu hören. Obwohl das Onguma Camp nicht den gleichen Zaun wie den Etosha Park teilt, kann man hier fast alle Tiere sehen. Der Tag begann mit einer heißen Dusche und einem komfortablen Frühstück. Dann mussten wir unser Auto packen. (Am Vortag hatte ein Überlaufen unseres Faltkanisters (er war nicht richtig zugeschraubt! Hat Mann gemacht!) zu viel Nässe geführt und wir hatten viele Sachen zum Trocknen verteilt.) Ein Gamedrive über das Gelände und der Besuch des luxuriösen Onguma Fort gehörten zum Vormittagsprogramm. Im Fort wurden wir sehr freundlich und persönlich begrüßt, obwohl wir "nebenan" wohnten. Das ist hier aber überhaupt kein Problem. Gast ist Gast. Von der Terrasse aus hatten wir einen fantastischen Blick in die Weite der Ebene. Im Gelände sahen wir neben zahlreichen Dik-Diks, Zebras, Oryxen und Kudus auch ein Pärchen Schakale. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und werden bestimmt wieder kommen.
Eigentlich kann man hier in jeder Preisklasse eine Übernachtung bekommen. Vom Camp, zum Bungalow, dem Tree House Camp oder ein Zimmer im Fort.
Der Eingang passt schon gar nicht nach Südafrika, man vermutet so eine Anlage eher in Marokko! Aber der Blick auf die Savanne mit den Tiere... das ist Afrika!
Und hier kommentarlos noch ein Impressionen .... von unserem kleinen Abstecher nach Marokko 🤪
Auf dem Gelände der Lodge leben viele Tiere... Hier wurden wir traumhaft verwöhnt .... es war super! 😘 😘 😘
Biggi
Teil 1524. Sept. 2013
@ Lil - ich finde die süßen Antilopen auch ganz putzig!
Der Caprivi lockt!
So, jetzt wird es Zeit, dass wir uns beeilen... Seit ein paar Tagen zeigte eine rote Signalleuchte an, dass mit unserem Airbag irgendetwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Wir nutzten deshalb die Gelegenheit und statteten der Bosch Werkstatt in Tsumeb einen Besuch ab. Ein Fehler wurde nicht gefunden, wahrscheinlich war es ein Kontaktfehler, hervorgerufen durch den Kontakt mit Wasser. Unser System wurde resetet. Für die fast einstündige Arbeit zahlen wir 154 NS$. Bei Cymot ergatterten wir einen neuen Kochaufsatz. Obwohl unser Aufsatz völlig neu und unbenutzt war, kam nur wenig Gas hindurch. Offensicht befanden sich noch Metallspäne im Ventil. Der Kochaufsatz sowie die Kosten der Boschwerkstatt wurden uns später von Value Car anstandslos erstattet. Bei "Schlachter" ließen wir uns Kudusteak einschweißen und waren dann alsbald wieder "on the road", auf der B8 bis kurz vor Grootfontein. Eigentlich wollten wir eine Pad zum berühmten Baobab nehmen, dieses musste nun ausfallen, da die Zeit schon vorangeschritten war. Ein bestimmtes Ziel hatten wir allerdings nicht. So fuhren wir erst einmal bis zu Roy`s Camp, beschlossen dann aber bis zum Mangetti NP weiterzufahren. (Ein Tipp von Pizza Joerg!). Leider gab es hier keine Übernachtungsmöglichkeit. Das Gate war verschlossen! Ein Veterinärzaun und eine Fleischkontrolle folgten und schon befanden wir uns in der Kavangoregion. Es war sehr auffallend, wie sich unmittelbar am Zaun die Umgebung veränderte. Arme Rundhütten, keine großen Farmen, Menschen, die zu Fuß unterwegs waren, Frauen mit Wassereimern oder Holz auf dem Kopf. Hier leben viele Menschen an der und von der Straße. Die Gegend wird auch als Armenhaus von Namibia bezeichnet.
Zahlreiche Stände mit Holzarbeiten, Flechtkörben oder Fischreusen säumen die B 8.
Märkte zogen sich entlang der stark befahrenen Straße bis Rundu.
Es bot sich die Gelegenheit, dass wir uns neu einkleiden 😐
Nach dieser ernst zunehmenden Attacke, haben wir unsere Pläne verworfen 🤪 🤪 🤪
Also war unser nächstes Ziel Rundu. Die Post, unsere Karten verschwanden hier! Den Weg nach Deutschland fanden sie erstaunlich schnell. Wir fanden eine schöne Unterkunft auf der N`kwaizi Lodge.
Am Abend brannte ein Feuer in der sehr gemütlichen Lapa und mit 4 jungen Australiern und zwei deutschen Frauen wurde es ein netter Abend mit Amarula, Bier und Savanna. Zum Sundowner beobachteten wir noch das Treiben am Okavango. Ganz selbstverständlich pendeln angolanische Bürger über den Fluss oder umgekehrt. Später erfuhren wir, dass viele sogar Familienangehörige in Namibia haben.
Eine grüne Wiese, gute Ablutions, kein Braaiplatz, aber viele Bäume und nette Leute.
Die Eigentümer dieser Lodge (deutschsprechend) unterstützen soziale Projekte im Dorf. Sie beschäftigen z.B. nur Personal aus diesem Dorf, versorgen die Bürger mit Lebensmitteln und fördern die Herstellung von Korbflechtarbeiten oder anderen Dingen. Führungen ins Dorf werden angeboten, regelmäßige Vorführungen von Tänzen o.ä. finden auf der Lodge statt.
16.7: Von nun an gilt die Caprivitime wieder! Über eine Gravelroad gelangten wir an diesem Morgen bis Mashara und dann über die TAR bis Divundu. Unterwegs trugen die Frauen ihre Wassereimer heim Eine Polizeikontrolle Ankunft in Divundu und im Mahango Park: Hier frischten wir unsere Wasservorräte auf, kauften noch ein paar Kekse, gönnten unserem Auto auch noch ein paar gute Schlucke und erreichten schließlich die wunderschöne Nunda River Lodge.
Zwei Nächte wollten wir bleiben, es wurden dann aber drei, weil ... nun ja, manchmal klappt eben nicht alles. Was aber eigentlich gar nicht so schlimm war ... dazu später mehr. Campsite No. 2, direkt am Okavango gefiel uns auf Anhieb. Hier blieben wir. Uns gegenüber befand sich ein Hippopool. Es machte Spaß die Tiere zu beobachten. Bei Cappuccino und Keksen stärkten wir uns. Für den Nachmittag planten wir noch einen Gamedrive in den Mahango NP. Bis zum Gate waren es gerademal 15 KM. Im Office entrichteten wir die 90 NS$ Gebühren. Die freundliche Dame im Office empfahl uns die Strecke am Wasser entlang zu fahren, denn am Nachmittag befänden sich viele Tiere in Ufernähe.
Bereits nach wenigen Kilometern eröffnete sich uns eine große Weidefläche mit Zebras, Impalas, Kuhantilopen und Kudus.
Ein schöner Hintern kann auch entzücken - aber das Geweih haut einen um! 😈
Ein Buschböckchen versteckte sich im Gestrüpp, (Er konnte sich uns ja nicht in voller Schönheit zeigen, weil er auf Guggu gewartet hat 😉 🤩 )
auf den Bäumen entdeckten wir einen Schreiseeadler in Begleitung eines Geiers...
und im Sumpf stand eine Antilope, von der wir annahmen, dass es sich um eine Lechwe handelte. Vielleicht war es aber auch ein.. Elefant 🤪
Und dann wieder ein Eli und... ... ein paar Piepmätze, mal groß, mal klein. 🙄
"Oh, Schreck, da beobachten mich ja schon wieder zwei so neugierige Weiße..!"
"Schnell weg ,.....!" 🤩
Der sogenannte Picknickplatz war schon besetzt.
Ein Blick aufs Wasser und dann sollte es uns für den heutigen Tag reichen. Wir fuhren zurück. Auf dem Weg zurück gelangen noch ein paar Schanppschüsse... Tessebe Kudus
Und wieder viele Kudus, die unseren Weg kreuzten.
Eine Roan Biggi
Teil 1626. Sept. 2013
Mein gestriger Bericht endete mit der sehr scheuen Roan...
Wieder zurück auf der Nunda Lodge, setzten wir uns auf die herrliche Terrasse über dem Okavango, nutzten den Internetzugang und genossen den Sundowner.
Zum Abendessen gab es aus unserer Campingküche Süßkartoffeln, gegrilltes Oryxsteak und Tomaten-Fetasalat. Paprika hatten wir auch noch und einen Südafrikanischen Pinotage Rose`. Das Fleisch war wieder ausgezeichnet zart und schmeckte mit Knoblauchbutter und ein bisschen Peri-Peri-Soße lecker. Wir lauschten noch der Unterhaltung der Hippos, die die Nacht über anhielt, verstanden aber nur immer wieder die gleichen Laute. Irgendwann kuschelten wir uns ins Zelt und wurden gegen Morgen durch ein Hippo geweckt, das sich unmittelbar vor unserem Platz durch das Gras mampfte. Und noch ein Tag im Mahango 17.7: Wir stellten fest, dass alle Hippos ihren nächtlichen Ausflug beendet hatten und nun wieder auf der Sandbank lagen. Nach dem Frühstück starteten wir erneut zu einem Gamedrive in den Nationalpark. Wir befuhren an diesem Morgen den Westteil des Parks. Gute 10 Kilometer hinter dem Gate befand sich ein lieblos angelegtes Wasserloch mit einem Beobachtungshäuschen und auffallend viel Müll! Auf dem Weg dorthin sahen wir eine Herde Elefanten...
Dieses Verkehrssschild wird wenigstens auch von den Elefanten verstanden! 🤪
... und immer wieder Tsessebes ,
Zebras und eine große Herde Roans, die aber sehr schnell im Dickicht verschwanden,
Hinter dem Wasserloch versteckten sich noch Strauße im Gras. Die weiteren 20 KM Tiefsandpad waren verwaist, wir sahen bis auf Kudus keine anderen Tiere. Da hier die Mopanesträucher sehr eng standen, kann es durchaus sein, dass sich Tiere in unmittelbarer Nähe befanden, wir sie aber auf Grund der Baumdichte nicht sahen. Eigentlich lohnte sich der lange Weg nicht.
Dann fuhren wir wieder die Strecke am Fluss entlang. Hier ist das Gelände deutlich offener und tierreicher.
Elefanten, große und kleine fraßen links und rechts der Pad, Lechwe und Hippos standen im und am Wasser,
ein Buschböckchen hatten wir länger beobachtet. Als ich mich ihm näherte, bellte es wie ein Hund zur Warnung und sprang tiefer in den Busch. Meerkatzen eroberten einen Termitenhügel und beäugten uns neugierig.
"Wir haben alles im Blick!" "Ich bin hier der diensthabende Wächer!" "Wir sind aber auch schon groß und passen auf" 😗
...die Meerkatzen waren so süß anzuschauen. ..
Die üblichen Verdächtigen, Lechwe usw. ließen sich alle irgendwann noch sehen, nur keine Kätzchen.
Sehr freundlich begrüßte uns dieser Langhals. 😄 Die Tiere im Mahango NP erschienen uns sehr scheu und entfernten sich schnell. Hier herrscht offensichtlich noch nicht so ein großer Betrieb als im Etosha NP. Die Tiere sind daher auch nicht so an Autos gewöhnt. Auf dem Weg zur Lodge hielten wir an einer kleinen Ansiedlung von Rundhütten und kauften Mopaneholz. Für 5 NS$ das Bündel (so günstig hatten es noch nie!) deckten wir uns mit 4 Paketen ein.
Eine Schar Kinder stand neugierig um unser Auto und als wir ihnen ein paar "Sweeties" in die Hand drückten, leuchteten ihre Augen noch mehr. Ich hatte zuvor noch ein paar Fotos gemacht, auf denen sie sich ganz stolz präsentierten. Gebettelt wurde nicht, ich hoffe, dass das auch so bleibt?!
Zur Mittagszeit erreichten wir die Lodge und genossen den Nachmittag mit einem Buch am Pool. Es war schon das dritte Mal in diesem Urlaub, dass wir uns Zeit am Pool gönnten, obwohl ich immer das Gefühl habe, es warten wieder Tiere. 🤪 🤨 Aber... Wir hatten uns für die Boatcruise um 16.30 Uhr angemeldet und da gab es ja noch ein paar Tierchen... und einen Haufen (5) älterer Südafrikaner, die ebenfalls auf dem Boot waren. Diese Leute hatten viel Humor uns so wurde es eine spaßige Tour. Der Kleine war schon etwas größer, suchte aber immer noch Schutz zwischen den Eltern. Irgendwie mag ich die jungen Hippos, sie schauen echt dumm drein und außerdem sind sie noch nicht so zerkratzt wie die Großtiere.
Es ging dann zuerst am Hippopool entlang, ...
... die Hippos erlösten wir von ihrem Tagesschlaf und schon verschwanden sie im Nass.
Dieser Wächter lag gleich daneben auf der Sandbank.
Aber auch er verschwand im Nass, als wir uns näherten. Nun gab es noch eine Toilette anzuschauen, die Kormorantoilette
Und dann steuerten wir die Popa Falls an . Gegenverkehr hatten wir auch..
Unser Guide ist in dieser Gegend groß geworden. Er kannte jede Untiefe und jede Ecke durch die er fahren konnte. Und so gelangten wir von einer Stromschnelle zur nächsten.
Viele Fotomotive gab es auch... ja, einfach zu viele 😊
Hier bestand die Möglichkeit zu einem kleinen Spaziergang, um den Sonnenuntergang zu genießen. Entsprechende Sundowner gab es auch, nach der ersten Runde reichte die Kühlkiste noch für eine weitere und... Wieder auf dem Boot wurden weitere Hippos gesucht und gefunden...
hier noch einen Familieneintopf! 😄
ein Großmaul... Karies? 🤢 . Ob der glaubte, ich entferne den Zahnschmelz?
... und nach Sonnenuntergang gegen 19.30 Uhr waren wir wieder zurück. Inzwischen waren die Temperaturen sehr weit gefallen und eine lange Hose mit einem warmen Pullover wurde notwendig.
Inzwischen war der Platz neben uns belegt. Hier standen Charlie und Hilde aus Südafrika. Zwei sehr lustige und abenteuerlustige Menschen. Sie kamen mit ihrem Hillux und Wohnkabine gerade aus Tanzania. Beide befanden sich bereits im Rentenalter. Hilde hatte sich eine neue Videokamera gekauft, kam aber noch nicht so ganz mit der Bedienung zurecht. Sie bat mich um Hilfe und über meinen Laptop sahen wir uns ihre Filme an. Filmen konnte sie aber. Am Spannendsten war ein Ausschnitt, als die große Gnu-Migration einen Fluss durchquerte und eines der Tiere von einem Krokodil erfasst wurde. Es war fast wie im Fernsehen, nur ein bisschen verwackelt. Die beiden betreiben eine Jagdfarm, 135 KM nördlich von Pretoria, und haben uns ganz selbstverständlich zu sich eingeladen. Charlie war schon ein besonderer Geselle und sprach dem Alkohol sehr zu, das machte ihn noch lustiger. Ich fand kaum Zeit zum Kochen, deshalb aßen wir an diesem Abend auch sehr spät. Durch die Nacht begleiteten uns wieder die Hippos mit ihren lauten Diskussionen.
Amnächsten Tag wollten wir die Nunda River Lodge verlassen... eigentlich taten wir das auch .... aber ...
demnächst erfahrt ihr mehr. 😊 Biggi
Teil 1729. Sept. 2013
Auf nach Botswana zu den Tsodillo Hills 19.7 Nach der großen Verabschiedung von Charlie und Hilde brachen wir nach Botswana zu den Tsodillo Hills auf. Hier wollten wir übernachten, aber es sollte anders kommen... Um 9.00 Uhr verließen wir die Nunda River Lodge und erreichten wenig später das Gate zum Mahango Nationalpark diesen durchqueren wir in Richtung Süden, deshalb müssen wir keine Gebühren entrichten und standen nach weiteren 12 Km an der Grenze zu Botswana. Die Abfertigung erfolgte sehr schnell und unbürokratisch. Wir mussten allerdings wieder die Ein- und Ausreisekarten ausfüllen und für das Auto noch eine Versicherung abschließen. Das Double-Trip-Ticket kostete 230 Rand. Bereits um 9.50 Uhr erreichten wir den Choopies Supermarkt in Shakawe, bei der Barclay Bank zog ich 4000 Pula aus dem ATM, wir kauften frisches Gemüse, Brötchen und ein paar Kleinigkeiten, wie z. B. Creme cheese, Lebensmittel, die hier deutlich preisgünstiger waren als in Namibia. Dann machten wir uns auf nach Süden. Der Verkehr war minimal, aber viele Esel, Rinder und Hunde überquerten immer wieder die Straße. Eine knappe Stunde später war unser Tagesziel erreicht. Wir standen vor einem Häuschen mit geschlossenem Tor. Aus dem nahen Dorf kam eine junge Frau, die uns die Gebühr (Park-Fee) abnahm.
Diese Felshügel sind vor über 450 Mio. Jahren aus glimmerartigem Quarzitschiefer entstanden. Man vermutet, dass vor etwa 20000 Jahren hier noch ein See gewesen war. Inzwischen ist diese Gegend knochentrocken. Wir entrichteten nicht nur unseren Eintritt, es waren auch wieder einmal unsere medizinischen Nicht-Kenntnisse gefragt und Dr. Biggi gab ihr Bestes. ( 🤢 Es hat nicht geblutet, daher konnte ich helfen!) Vor dem Office lag ein Kind im Sand. Die Frau erklärte, dass es Bauch- und Kopfschmerzen habe und fragte nach Medizin. Wir konnten mit Schmerztabletten aushelfen. Meine Diagnose: ? Migräne, Regelschmerzen???
Die nächsten 2,5 Kilometer bis zum Parkplatz mit dem kleinen Museum waren ausgesprochen schlecht zu befahren. Tiefe Rillen, Dornen und Steine erschwerten den Weg. Dort angekommen, erklärte man uns, dass man den Rhino-Trail nur mit einem Guide erklimmen kann. Dieser kostete 120 Pula. Als wir ankamen verließ gerade eine Gruppe Overlander den Platz und wie es oft so ist, waren ihre Hinterlassenschaften gut sichtbar. D. H. so erklärte man uns die Misere: Irgendwer hat die Solarpanelen für die Ablutions geklaut, es gäbe es kein Wasser und deshalb waren die Toiletten verschlossen. Zwei Dixiklos standen mit herausgefallenen Türen in der Landschaft, tja und deshalb... es war eklig. 🤢 Und nun stand für uns fest, dass wir zwischen dem Klopapier auch nicht übernachten wollten. Aber den Rhino-Trail begingen wir noch.
Zuerst besuchten wir die Ausstellung und erfuhren so einiges zur Geschichte der Tsodillos Hills. Seit Dezember 2001 stehen die Tsodilo Hills auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe. Tausende Felszeichnungen und rätselhafte Entdeckungen inmitten einer flachen Buschsavanne haben diese Hügelkette berühmt gemacht. Für die !Kung-Buschleute stellen die Berge den Sitz der Götter dar. Für sie ist dieses Gebiet eine heilige Stätte. Die weiter oben dargestellten Fotos mit den Bergen vergleichen die Buschleute mit Personen. So wird der größte Hügel als Mann , der zweit kleinere als seine Frau und der noch kleinere dahinter soll das gemeinsame Kind darstellen.
Präsentiert werden unter anderem Alltagsgegenstände der Buschleute.
Mit Hilfe von Schautafeln kann man die Entstehung der Felszeichnungen gut einordnen und sich ein Bild über die damalige Zeit machen. So gab es hier zwei Eisenzeitdörfer, die bereits weitreichende Handelsbeziehungen bis nach Indien gehabt haben mussten. Glasperlen, die hier gefunden wurden, gelten als Beleg dafür. Nach dem Besuch der Ausstellung starteten wir mit dem Guide zu einer Rundwanderung über den Female (Frau-) Hügel:
Mehr als 4000 Felszeichnungen befinden sich auf einer Gesamtfläche von 10 Km², die meisten davon kann man auf dem Female Hill sehen. Gestartet sind wir mit den Zeichnungen "Van der Post´s Panel". Der Name geht auf einen südafrikanischen Schriftsteller (Laurens van der Post) zurück, der in den 1950er Jahren bei einigen Expeditionen die Zeichnungen genau beschrieb. Erste Beschreibungen hat allerdings bereits der deutsche Geologe Siegfried Passarge 1893 vorgenommen. Van der Post`s Panel Schöne Felsen, oder... Was erkennt man? ..Eine Afrikakarte 🤩
Die berühmte Wal-Zeichnung
Rhino mit Kalb Bisher wanderten wir am Fuße des Berges von Felszeichnung zu Kunstwerk, dann folgten wir unserem Guide in eine Höhle und in weiteren Nischen zeigte er uns die berühmten Bilder. Es war inzwischen 12.00 Uhr mittags als wir den Aufstieg auf die "Hills" auf uns nahmen. Die Temperaturen lagen um die 35°C oder höher(!) und Schatten spendete nur ein Hut. Oben angekommen, eröffnete sich uns ein toller Blick und weitere Felszeichnung, die wir wahrscheinlich ohne Guide nicht gefunden hätten.
Die "Tanzenden Penisse" - An diesem Felsüberhang sind Darstellungen von Jägern mit stark vergrößerten und erigierten Geschlechtsteilen aufgemalt. Nachdem wir nun auf dem Berg ein kleines Tal erreicht hatten, durchwanderten wir die Hochebene und fanden...
... diese Fußspuren, die deutlich erkennen ließen, dass die Tiere immer wieder diesen Weg wählten, weil es hier Wasser gab.
Der Abstieg war alles andere als witzig. Hier war eine Menge Klettergeschick gefragt. Es ging über große Steine und Wurzeln.
In Deutschland hätte man den Weg schon aus Sicherheitsgründen gesperrt. Als wir nach drei Stunden heile und ohne Knochenbrüche das Museum wieder erreichten, meinte der Guide, er sei froh, dass er uns gesund zurück gebracht hätte. 🤪 🤩 Es gab hier schon einige Unfälle! Es war eine sehr schöne Tour und wer eine Abwechslung zur fantastischen Tierwelt sucht, ist hier richtig. Ein bisschen enttäuscht waren wir von dem Campsite, der mit Fäkalien verdreckt, sehr ungepflegt wirkte. Vielleicht wird es jetzt aber wieder besser! 😕
Nun wollten wir hier nicht mehr übernachten und machten uns auf den Weg zurück nach Shakawe. Die Drotzky`s Cabin erschien als Campsite geeignet. Wir fuhren den Platz an. Er war ganz o.k. , lag aber hinter hohem Schilf versteckt und machte einen guten, sauberen Eindruck. Wir waren die einzigen Gäste und am Restaurant und der Aussichtsterrasse befand sich eine Baustelle. Unser nächstes Ziel war das Mavunje Camp in Namibia und da wir sowieso zurück mussten, beschlossen wir kurzer Hand, bis zum Mahango Camp zurück zu fahren. Also gesagt, getan, wir standen bald an der Grenze und was passierte? Nein, das glaubt kein deutscher Beamter. ...
Bei den Beamten in Botswana wurde schnell und zügig gearbeitet. Nach wenigen Minuten und einem Stempel im Pass war die Kontrolle beendet. Aber an dem Häuschen zu Namibia...? Der Immigrationofficer brauchte gerade eine Pause. Eine Kaffeepause wäre ja gut und sicher auch verdient gewesen, aber er brauchte mehr. Eine Polizistin registrierte das Auto, dann sollten wir warten. 10 Minuten vergingen und sie erklärte uns, dass ihr Kollege gleich käme. Nach 20 Minuten kam ein anderer Kollege und meinte, er riefe seinen Kollegen mal auf dem "mobile" an. Nach 30 Minuten ging er zu Fuß ins Dorf und wollte nachschauen, ob er vielleicht nach Hause gegangen sei. Während uns diverse Uniformierte bemitleideten, weil wir warteten, konnte aber niemand unsere Pässe abstempeln. Wir warteten, dann verschwand auch die Polizistin ins Dorf. Tja, aber dann endlich kam ein Officer aus dem Dorf. Irgendwie bewegte er sich vor, so leicht torkelnd (oder dachten wir das nur?) und kam auf uns zu. Er ging hinter den Schalter, nahm unsere Pässe, stempelte sie irgendwo und meinte "finish!". Diese Worte brachte er noch über die Lippen, aber seine Whiskyfahne haute uns fast aus den Schuhen. Wir fuhren schnell weg. Dieses Mal wurde weder ein Einreiseformular kontrolliert, noch der Pass gescannt!!! That`s Africa! Don`t worry be happy. 😄
Ein letztes Mal durchfuhren wir den Mahango NP und wollten im Mahango Camp übernachten. Ein netter Angestellter zeigte uns den Platz, aber irgendetwas gefiel es uns hier nicht. Entweder waren es die Kleidungsstücke, die hier umherlagen und keinen Eigentümer mehr hatten oder die alte grüne Baracke, in der sich die Toiletten befanden, oder die unfreundlichen Angestellten mit ihrer Harke? Normalerweise interessieren uns diese Dinge in Afrika nicht so. Hier gab es nur ein einziges Gästepaar und das waren die zwei Frauen, mit denen wir bereits auf der N`Kwaizi Lodge zusammen standen und so beschlossen wir dann doch wieder mit Charlie und Hilde zusammen zu stehen!. Ein kurzer Anruf auf der Nunda River Lodge und wir erhielten unseren alten Stellplatz. Ein bisschen verwundert taten die überaus freundlichen Leute an der Rezeption schon, aber sie freuten sich uns wieder zu sehen. Überaus herzlich wurden wir wieder empfangen, vielleicht war es auch das, was wir so schätzten? In dieser Nacht war der Campsite total überfüllt, so dass noch zwei Zelte auf der Wiese vor der Rezeption aufgebaut wurden. Welch ein Glück wir doch mit unserem Platz hatten!
Charlie und Hilde freuten sich ganz besonders über die "neuen" Nachbarn und es wurde wieder ein wunderbarer Abend! 🙂 Biggi
Wir blieben noch im Caprivi und fuhren zum nächsten Highlight....
Teil 1804. Okt. 2013
Durch die Floodplains des Kwando und Mashi
19.7: Heute hieß es für lange Zeit "Abschied nehmen" von der Nunda River Lodge und seinen Hippos. Im ATM im Supermarkt in Divundu versorgten wir uns noch mit Barem, überquerten den Okavango und passierten die Polizeikontrolle zum Eintritt in den Bwabwata Nationalpark. Die üblichen Fragen nach dem "Woher" und "Wohin" folgten, man wünschte uns eine gute Reise und schon befuhren wir die B8. Sie führte geradewegs nach Osten, Hinweisschilder auf Elefanten ließen uns hoffen, einige zu sehen. Aber nur ein einziges Mal sahen wir eine kleine Herde im "Wald".
Leider sahen wir auch keine Painted Dogs, zumindest nicht im Caprivi.
Links und rechts der Straße waren kleinere Feuer zu sehen, einmal brannte auch eine größere Fläche und der dichte Qualm versperrte den Blick. Aber wir stellten auch fest, da wo es gebrannt hatte, wuchs schon wenige Wochen später frisches Gras. Wir passierten viele Dörfer, es war Freitag, der Tag an dem viele Kinder die Internate verließen und zu ihren Familien heimkehrten. Da sie zu Fuß liefen, befanden sich links und rechts der Straße immer wieder einige Gruppen von ihnen. In Kongola bogen wir auf die C49-Straße ab. Eine Behelfspiste befand sich immer noch neben der Baustelle. Diese Straße sind wir vor einem Jahr auch schon gefahren, wir hatten den Eindruck, dass die Chinesen nicht viel weiter im Bauen vorangeschritten waren! Nach 12 Kilometern bogen wir zu Dan ins Mavunje Camp ab. Dieses erreichten wir nach weiteren 2,5 Kilometern Pad. Ein Angestellter empfing uns sehr nett, zeigte den Platz, der wunderschön ist. Es war noch Vormittag, wir benötigten nur 2,5 Stunden von der Nunda River Lodge zu Dan, und konnten nun stundenlang auf die vor uns liegenden Floodplains schauen und die Sonne, die Ruhe und die Vögel genießen.
Ich fand Zeit, zum Hochladen einiger Fotos. Allerdings nur solange der Akku hielt, denn bei Dan lebt man ohne Steckdose!. Vor dem kleinen eigenen Speisesaal genossen wir den Nachmittag am Wasser in der Sonne und in "unserer" eigenen Küche entstand ein Cappuccino und eine Stärkung.
Dan lernten wir gegen 15.30 Uhr kennen und starteten dann auch schnell mit seinem Boot zu einer fantastischen Tour durch diese Schilflandschaft, die Floodplains bis zum Bwabwata NP. Die nächsten Stunden mutierten zu den schönsten unseres Urlaubs. 😘 🤩
Das Papyrusgras, die Gräser und die Wasserlilien waren schon schön anzuschauen, ... Welch ein Flügelschlag - ein oder zwei Vögel? Wer erkennt es? 🤪 😈
Vor der Gruppe der Lechwe befand sich ein kontrolliert abgebranntes Stückchen Land. Dan erklärte, dass in der Conservancy beschlossen wurde, immer wieder einzelnen Landflächen abzubrennen, damit frisches Grün nachwachsen kann und so die Tiere vor Ort bleiben und nicht hinter der Nahrung herziehen müssten.
Immer wieder gab es tolle Ausblicke, auf eine Landschaft, die so unsagbar ruhig daliegt und so viele Schätze beherbergt.
...aber badenden Elefanten ganz nah zu sein, war ein supertolles Erlebnis.
Dieser Eli ließ sich weder durch das Boot, noch durch uns irgendwie beeindrucken. 🤪
Ich habe gefühlte 1001 Elefantenbilder an dem Abend fotografiert, weiß aber nicht, was ihr so aushaltet 🤢 - hier eine kleine Auswahl! 🤩 Wir befuhren die Floodplains und immer wieder tauchte eine Herde am Wasser zum Trinken auf, oder sie durchquerten dieses Gewässer, da ihr Wanderweg unsere Tour kreuzte. Dan wusste natürlich immer genau, wo sich wieder Tiere aufhielten, denn er kennt ihre Pads genau 🤩 Aber wir sahen auch ....
Hippos ... ... und davon nicht zu wenige. Dan kannte (!) offensichtlich alle namentlich und wusste viel Informatives zu deren Verhalten.
Hier ist der Trinkhalm wohl zu lang! 😮 Oder testet er das Ergebnis von Mamas Diät?
Und der Kleine "bläst uns auch schon den Marsch!" 😈
Zeitweilig wussten wir gar nicht, ob wir die Hippos links vom Boot im Auge behalten sollten oder die Elefanten, die sich rechts befanden.
Upps! Da ist ja auch noch einer -... 🤪
...oder zwei!
Irgendwie waren sie aber neugierig - waren wohl Weibchen! (Das stammt nicht von mir 😈 )
Und wieder sahen wir eine kleine Familie, die sich über die Dämme zu einer Wanderung nach schmackhaftem Essen auf machte. Allerdings ist auch das Elefantenleben nicht immer ganz einfach. Schlammlöcher erschwerten das Weiterkommen...
Er gelangte noch alleine, auf die Beine...
... hier sah es schon schwieriger aus. 😈
..und plumps, wieder ins Loch 😄 Dank Mamas Hilfe schaffte es der kleine Eli dann doch noch - 🙂
Lechwe und Impalas grasten auf den Weiden, auch hier versorgte Dan uns immer wieder mit Informationen über deren Lebensweise. Wir waren sehr erstaunt, was man sich in sechs Jahren Afrikaleben alles aneignen kann.
Dieser, nicht ganz hübsche Geselle, beäugte uns von ganz oben. Der Chefpilot genießt einmal Afrika ohne Steuer in der Hand! 😈
Zur üblichen Sundowner Zeit zauberte Dan den Weißwein hervor und wir genossen die Gespräche mit ihm.
Es wurde dunkel, aber neben Vögeln, Kudus, Giraffen und Impalas kannte Dan noch eine Stelle, wo er eine Woche zuvor auf Wildhunde traf. Leider waren sie heute nicht da, aber diese Tour war so einmalig schön, dass ich wünschte, sie würde nicht enden. Zu Guter Letzt haben wir noch die Sternenbilder studiert, an denen Dan uns erklärte, wie wir den Weg zurück zum Camp finden würden.
Schon von Weitem sahen wir die Petroleumlampen im Camp leuchten, die sein Angestellter für uns angezündet hatte. Es war so unendlich schön romantisch!
Abendessen in unserem Speisezimmer! 😛 Das Lagerfeuer war auch schon entzündet und wartete auf uns ... welch ein toller Service! Direkt vor unserer "Haustür" graste ein Hippo mit Kalb, in der Nacht zogen die Elefanten durchs Camp und am Morgen überraschte uns Dan mit einer Kanne frischem Kaffee ... Biggi
Teil 1906. Okt. 2013
Buschwalk mit den Mafwe und alle Big Five voll!
20.7: Bevor wir heute auf Tour gingen, hieß es ein wenig arbeiten. Dan meinte es wie immer gut mit uns und wollte den Donkey anheizen. Beim Hacken des Holzes traf er aber leider die Wasserleitung und nun .... ja, das Ergebnis war eine Fontäne hinter unserer Dusche und nicht in der Dusche! Dan grub fleißig und wir besorgten das immer gute Tapeband (!) aus unserem Notfallkoffer. Zum Glück waren ausnahmsweise mal nicht unsere medizinischen Nicht-Kenntnisse gefragt. Mit etwas Draht, Tapeband und einem Ersatzstück Leitung gelang es Dan die Leitung zu reparieren. Diese Reparatur war aber nur provisorisch. Sein Guy hatte an diesem Tag frei. Es war Wochenende, aber er kam später doch noch zur Hilfe.
Wir verließen inzwischen das Camp zu einem Buschwalk mit den Mafwe. Das Mafwe Village befand sich hinter Kongola nach Norden. In Begleitung von zwei Frauen (die Namen? Ich weiß sie nicht mehr) und ihrem Sohn, Konrad (den Namen konnte ich mir merken) zogen wir ins Feld ...
und gruben nach Baumwurzeln. Die ersten Wurzeln wurden gebunden, gekocht und als Tee gegen Bauchschmerzen oder gegen ein Herzleiden verwendet. Die nächsten Zweige eines Baumes fanden als Zahnbürste Verwendung,
So strahlend weiße Zähne, das muss eine tolle Zahnpflege sein! Also, auch ausprobieren?
...dann lernten wir wieder Wurzeln und Pflanzen kennen, die auch zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Wir liefen weiter, mein Chefpilot in Sandalen und ich in Trekkingstiefeln (es könnten ja irgendwelche Krabbeltierchen da sein) unsere Begleiter, inklusive des 2 jährigen Kindes waren barfuß!!
Es war übrigens auch noch nicht so warm! Unsere Wanderung führte uns zu einem idyllischen See mit vielen Wasserlilien.
Das Wasser war sehr kalt, aber das hielt die Mafwefrau nicht davon ab, uns Lilien zu pflücken. Mit den Füssen stampfte sie am Seeboden bis sich die langen Stängel gelöst hatten. Daraus riss sie mit den Zähnen eine schöne Kette und die wurde uns umgehängt.
Konrad durfte natürlich nicht vergessen werden. Oh, er war sooo süß und besonders pfiffig für sein Alter. Da musste die Mutter schon gut aufpassen, dass er nicht aus versehen in unserem Auto landete. 😊
Wieder zurück im Dorf erwartete uns eine lustige Truppe, die uns mit Tänzen und Musik empfing.
Auf Konrads Komando hörte die Truppe. der Kleine hatte einfach alles in Griff! Ist er nicht süß? 😘
Später führte uns die Mutter von Konrad durch das Hüttendorf, zeigte uns Fallen und deren Funktionsweise, das Herstellen von Hirsemehl, Spiele, die Schmuckherstellung und das Flechten ihrer traditionellen Schalen.
Konrad meisterte seine Aufgabe als großer Krieger, eine Phyton hatte er schon erlegt! 🤩
Die Kinder waren immer in das Programm mit eingebunden. Spätestens jetzt wurde uns aber auch klar, dass wir nicht zum Vergnügen hier waren. Wir gehörten dazu und mussten ebenfalls an die Arbeit. 🤢
Ich versuchte mich im Flechten einer kleinen Schale
und der Chefpilot übte das Jagen, sowie es Konrad uns vormachte. Zuerst sollte er ein Hippo durch Rufe in einer Trommel anlocken. Er konnte der Trommel auch ein Geräusch entlocken, aber das Hippo zeigte sich nicht. Das war auch gut so! Wir lernten Früchte kennen ...
und so manche neue Erkenntnis über das Leben im Caprivistreifen gewannen wir dazu. In den Tänzen wurden Ernteszenen, die Jagd oder der tägliche Kampf mit wilden Tieren dargestellt. Szenisch wurden die Tänze immer begleitet. In diesem Dorf wurde das harte Leben wirklich anschaulich vorgestellt. Hier lernten wir das Mafwedeo kennen. Diese Kräutermischung reiben sich die Menschen unter die Achseln und ein angenehmer Geruch verbreitet sich. Unter den Achseln befand sich noch ein Rest des Deos. 🙄 Hier waren wir zwar zahlende Touris, a la Hummeldumm, aber durch das Einbinden und Ausprobieren der täglichen Arbeit bekamen wir ein Gefühl für den "schweren" Alltag vermittelt. Es war für uns ein gelungener Vormittag und gerne haben wir diese Art von Living Museum durch eine großzügige Spende unterstützt. Das Engagement dieser Menschen, die hier eine Perspektive gefunden haben, ihre Kultur und Tradition wieder aufleben lassen und nicht arbeitslos am Straßenrand dem Alkohol zu sprechen, sollten man unbedingt unterstützen. Denn damit ist auch die Zukunft von Konrad gesichert.
Zwischen diesen Baobabs kann man am Rande des Dorfes auch nächtigen.
Wieder zurück in Kongola nahmen wir uns Zeit, um das Wochenendleben der Afrikaner zu studieren.
Unter einem Baum entstand durch das Schlachten eines Rindes eine Spontan-Schlachterei.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entwickelte sich ein kleiner Markt und vor dem Kaza Markt leisteten wir wieder einmal Erste Hilfe!
Das Angebot im Kaza Markt war äußerst bescheiden. Käse, Honig oder Artikel, die nicht in Dosen verpackt waren, gab es kaum. Aber wir lernten hier Leon kennen. Leon ist gebürtiger Niederländer, lebt seit 30 Jahren in Windhoek und betreibt drei Lodges. Zwei dieser Lodges befinden sich in Sambia und werden von seinem Sohn gemanaged. Alle sechs Wochen schaut er dort nach dem Rechten und versorgt die Lodges mit Dingen, die es in Sambia nicht gibt. Er war gerade wieder einmal auf dem Weg dorthin als ihm ein Reifen zerfiel. Der Draht schaute bereits seit 100 KM aus dem Gummi! Leider hatte er kein Radkreuz dabei und so fragte er uns, ob wir ihm helfen konnten. Wir konnten - Dank Value Car befand sich in unserer Notkiste das nötige Werkzeug. Als Dank lud er uns auf seine Lodges ein, sofern wir mal in der Nähe sind! Auf seine Visitenkarte schrieb er "Remember, flat tyrel! - greeting Leon". Jetzt wurde es für uns Zeit, mal wieder nach Tieren Ausschau zu halten. Wir folgten der C43 bis zum Mudumu Nationalpark, ...
(die Ansicht von vorne war nett, aber das Dach filtert jeden Regenguss und verwandelt das Büro in einen Pool! 🤢 😈 ) ... meldeten uns zuerst im Nahatwa Office an, entrichteten die Gebühr und dann steuerten wir die Süd-Ostecke des Parks an.
Eine große Elefantenherde war in Sichtweite, aber ansonsten schienen alle Tiere noch im Mittagsschlaf gewesen zu sein.
Unsere Mägen meldeten sich und der Chefpilot verlangte nach einem Cappuccino. Wir parkten direkt am Fluss und kochten zwischen Eli-Kack-Bällen unseren ital. Kaffee. Während wir auf das kochende Wasser warteten, kamen mir so ein paar Ideen....
Kack auf Baum+Safaritasse=Amarula auf Geländewagen (Tipp zum Überleben in der Wildnis)
Ein paar Warzenschweine kamen des Weges entlang, wir möchten nicht wissen, was die sich dachten bei unserem Anblick! Nun wünsche ich allen Mitreisenden einen schönen Sonntag.. 😘
Es geht noch weiter am Kwando entlang... Biggi
Teil 2007. Okt. 2013
Es geht noch am Kwando entlang ..., Teil II Ein paar nette Tierbegegnungen hatten wir im Mudumu auch noch...da waren zuerst die Warzenschweine. Wir fuhren zurück zum Office, daran vorbei und bogen ziemlich schnell nach links ab. Von nun an folgten wir dem Kwando. ...ein paar Elefanten ließen sich auch irgendwo sehen..
Impalas waren natürlich reichlich vertreten, aber scheint ja überall so zu sein. ..dann graste am frühen Nachmittag, zu einer sehr unüblichen Hippozeit dieser Onkel auf einer Lichtung und vom Wasser einige hundert Meter entfernt.
von unten betrachtet, hat der große Onkel (oder ist es doch eine Tante? 😄 ) saubere Füße, ohne Schwimmhäute 🤩
das war ihm dann wohl doch zu viel Nähe, also zog er schnell zum Wasser zurück. Während wir den großen Onkel beobachteten wurden auch wir beäugt. Über uns saß ein Schreiseeadler.
Das sind dann immer die Momente, in denen ich von einem größeren Objektiv träume 😊
Plötzlich waren sie wieder da, die vier Augen. Zwei schauten neugieríg von links auf uns, zwei blickten von rechts. In der Wildnis ist man nie alleine, von irgendwoher kommen immer Augen!!! Wir folgten nun dem Buffalo Trail und tatsächlich, die Tiere mussten ahnen, das sie sich auf dem richtigen Trail bewegen sollten. Sie waren plötzlich da. 🤩
Es ist nicht immer so, dass man gerade hier auf Büffel trifft. Dan empfahl uns das Süd-Ostende des Parks für die Büffelbegegnung. Wir fuhren noch eine Schleife, um etwas dichter an die Tiere zu kommen. Da sie immer zu vielen Hunderten auftreten, mussten wir ja irgendwo auf weitere Tiere treffen. Und dann warteten sie auch direkt vor der Linse. Leider stand die Sonne etwas ungünstig, aber auch das Gegenlicht hat durchaus seinen Reiz. Vielleicht wirken die Tiere dann nicht ganz so unhübsch 🤪 🙄
Nicht hübsch, nicht brauchbar, nicht sehenswert- oder doch?
Nun war es erreicht, das Big Five-Ziel! Alle Big Five sahen wir bisher im Urlaub, was jetzt noch kommt, kann trotzdem die bisherigen Begegnungen noch toppen... Aber darauf müsst ihr noch warten. Bis zum Einsetzen der Dämmerung kreuzten noch Roans, Gnus und Zebras unseren Weg.
Am Hippo Pool liefern die Roans leider davon und zeigten uns nur ihre schönen Hintern. 😈
Wieder in unserem Luxuscamp bei Dan, bereitete ich noch ein Abendessen. Das Lagerfeuer brannte schon, alles war wieder liebevoll hergerichtet als wir eintrafen und wir konnten sogar heiß duschen. 🤩 So, jetzt folgt eine Pause. Jetzt fliegen wir erst einmal in die Sonne. Nein, ihr braucht nicht neidisch zu sein, unser Geld reicht nicht bis Afrika. Wir steigen in Dubai aus! 😈 Eure Biggi