Birgitt1'667 Beiträge · seit 200918. Sept. 2013 · #61
Hallo, Biggi.......ich noch einmal.... 😗 ....und leider noch einmal mit einem Foto in Deinem Reisebericht, sorry....
War das Wasser bei euch wirklich wieder klar ???? Ich kannte es immer nur klar, aber bei unserem letzten Besuch in 2010 war es ziemlich veralgt, sodaß ich nur in der Mitte schwimmen konnte. Ich dachte mir, in ein paar Jahren wären nur noch Algen darin. Aber dein Foto sah ganz gut aus.
marilou126 Beiträge · seit 201319. Sept. 2013 · #62
hallo Tiggi
Ich lese fleissig mit - vielen Dank für deinen tollen Reisebericht! Wir brechen am Sonntag auf und freuen uns sehr 🤪
Du schreibst In Kamanjab bot sich uns eine Einkaufsmöglichkeit mit Tankstelle und ein ATM bevor wir um 12.45 Uhr in den einsamen Westen Namibias aufbrachen.
In einem anderen RB steht, in Kamanjab gebe es keinen ATM - aber dann gibt es doch einen?! Ist er einfach zu finden? Bin froh um deinen Hinweis, denn wir beabsichtigen, von Twyfelfontain über den Grootbergpass und Kamanjab in den Etosha zu fahren und müssen wohl vorher volltanken - das Auto wie den Geldbeutel.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201119. Sept. 2013 · #63
@ marilou, .schrieb: wir brechen am Sonntag auf... da könnte ich eigentlich mitkommen 😗 den ATM gibt es im Supermarkt bei der Tankstelle , hinter dem Apothekentresen, an der Straße C40 zum Grootberg Pass.
@ Birgitt die Stelle, an der du schwimmst, war frei von Algen und sehr klar. Ein Stückchen nach links, in Richtung der Stufen, war ein weiterer kleiner Wasserfall. Hier gab es Algen und viel Bewuchs.
Puros - Primary School und Wüstenelefanten
Wir treffen uns um 8.15 Uhr mit Rico am Office. Eigentlich waren wir später verabredet, aber er war schon da - 🤩 ganz untypisch für Afrika! Ricco ist ein Himba, der aus dieser Gegend stammt und sich als Guide anbot. Eigentlich erkunden wir lieber alleine Afrika, aber um diese Community zu unterstützen haben wir uns mit ihm verabredet um in ein typisches 😄 Dorf zu fahren. Er verstand viel Humor, war lustig und insgesamt war es ein schöner Vormittag mit ihm. Mit Ricco fuhren wir zuerst zu einer Aussichtsplattform. Ein Rund-um-Blick im Morgenlicht:
Rico leitete uns zu diesem Viewpoint und kann gar nicht mehr genau sagen, wie wir dorthin kamen. Es bot sich uns jedenfalls ein fantastischer Blick in die Umgebung von Puros.
Wenige Kilometer weiter erreichten wir das Himbadorf, trafen auf mehrere Frauen und Kinder sowie einen alten Mann, der das heilige Feuer bewachen musste. Die Menschen zeigten uns ihr Alltagsleben, d.h. den Bau der Hütten, das Körbeflechten, die Herstellung des Ockerpulvers usw. Viele dieser Tätigkeiten haben wir bereits im letzten Jahr beim Besuch der Himbas auf der Farm Gelbingen gesehen. Ricco war verwandt mit Bewohnern dieses Dorfes und konnte uns somit viele unserer Fragen beantworten, die sich auf die Dinge des Lebens bezogen, die man nicht immer sieht. So z. B. die Frage nach der medizinische Versorgung, alles rund um die Geburten, Handybenutzung und Geld ! oder die Frage nach Hochzeiten, Treue und Beerdigungen. Somit entwickelte sich diese Tour zu einer sehr informativen Veranstaltung.
Die Kinder begegneten uns scheu und zurückhaltend, schauten aber neugierig auf ihre Bilder in meiner Kamera.
Rico erklärte uns, dass die Kinder so erzogen werden, dass sie Fremden gegenüber auf Distanz gehen und sich nur nach Aufforderung nähern.
Viele Kinder des Dorfes besuchen die 12 KM entfernte Schule. Sie übernachteten im Dorf und kamen immer erst am Freitag zurück. Den Weg gehen die meisten Kinder zu Fuß und barfuß. Einmal jährlich besucht ein Arzt die Region Puros. Dann müssen alle Menschen die 10-12 Kilometer laufen, ansonsten bringen die Touristen Medikamente und Verbandsmaterial mit. (Hier wurden wir nicht auf Medikamente angesprochen!). Außerhalb des Krals befindet sich die Buschtoilette. Hygiene? Tote werden in mindestens 6 m Tiefe bestattet. Bei dem steinigen Boden ist das Ausheben des Grabes Schwerstarbeit.
Vom gut 2 Kilometer entfernten Brunnen kam eine junge Frau mit einem 20 l Eimer Wasser auf dem Kopf zurück. Eine gelblich-braune Brühe wurde abgestellt. Zweimal täglich wird das Wasser geholt. Ricco nahm sich einen Becher und schöpfte sogleich einen großen Schluck Wasser daraus. Er lächelte und sagte, dass das gutes Wasser sei. Er wisse aber auch, dass wir dieses Wasser nicht trinken dürften. 🤢 Die junge Frau stellte er uns als eine Frau vor, die er hätte heiraten können. Ricco war bereits 36 Jahre alt und hatte aber noch eine Freundin bei den Epupafalls. Mit der Treue nehmen die Himbas es wohl nicht so ernst! 🤪 Wenig später lernten wir seine Halbschwester kennen. Er erklärte, dass sie den selben Vater, aber nicht die selbe Mutter haben.
Wir fuhren nach Puros (Main Village) zurück. Als Rico erfuhr, dass ich Lehrerin bin, musste er uns die Schule noch zeigen:
Die Schule besteht aus einer Holzhütte, sowie neuerdings aus Klassenräumen, die in Zelten untergebracht sind.
Der 1. und 2. Jahrgang wird gemeinsam in der Holzhütte unterrichtet, die größeren Kinder sitzen brav in den Zelten. Vier Lehrer sind hier beschäftigt. Wir lernen Michael Ngorera kennen. Er ist der Klassenlehrer der 1. und 2. Klasse. Nach seinem Studium wurde er in diese Einöde versetzt. Zuvor war er aber schon einmal hier, um die Umgebung kennenzulernen. Wenn wir ihn richtig verstanden haben, hatte er eine Art Praktikum hier absolviert. Er verfügt über einen Internetzugang und bat uns, ihm die Fotos zu senden. Das machen wir natürlich gerne. 🙂 Und habe ich auch schon erledigt. Bei diesem Bild beachte man bitte die Bilder zu den Monaten! Im Dezember schwitzt man . 😉 Und so sieht der Stundenplan in Afrika aus!
Die Kinder wurden aus einem großen Topf mit Millipap versorgt, den zwei Frauen aus dem Dorf kochten. Tja, Gemüse und Fleisch oder gar Nudeln gab es natürlich nicht, sondern eher die 3-D Krankheit (Dermatitis, Diarrhoe und Demenz) die durch die einseitige Ernährung durch Millipap verursacht wird. Bereits durch weniges Gemüse und Eier lässt sich der Vitaminmangel ausgleichen, aber all diese Dinge kosten viel Geld. Die Kinder erschienen uns aber vergleichsweise gesund.
Ricco blieb im Dorf und wir machten uns auf den Weg in den Puros Canyon. Schließlich wollten wir die Wüstenelefanten finden. Ricco warnte uns noch vor den doch aggressiven Elefanten. Allerdings konnte er uns nicht sagen, wo sich die Elefanten befanden. Er sah am Tag zuvor eine Kuh mit ihrem Kalb in der Nähe des Campsites. Der Canyon erstrahlte in einem saftigen Grün, immer wieder durchquerten wir Furten
und trafen auf viele Oryxe, Springböcke, Paviane, unbekannte Footprints und natürlich irgendwann auch auf die Wüstenelefanten.
Diese Paviane bewegten sich rückwärts im Wasser und gruben im Boden nach ... vielleicht saftigen Wurzeln?? Wir konnten nicht erkennen, was sie da aßen.
Und dann trafen wir auch recht schnell auf die ersten Wüstenelefanten. Sie wirkten ganz entspannt und nahmen uns nicht wirklich wahr! 😐
Rico gab uns noch den Tipp, viel Abstand zu den Elefanten zu halten. Es gab erst kürzlich einen Unfall mit einem Touristen, der sich zu dicht an die Elis gewagt hatte. Wir befolgten seinen Rat, konnten allerdings später keine Feindseligkeiten der Elis uns gegenüber bemerken. Tiefer im Canyon konnten wir uns zu einer kurzen Wanderung entschließen, trotz der großen Hitze, aber immer nur im Auto bei der großartigen Landschaft, wäre eine Sünde. Wir hatten zwischen 38 und 40° C! Als wir gegen Nachmittag zurückkehrten sahen wir noch einmal eine Herde Elefanten, sogar mit Jungtieren.
Der Canyon erschien uns wie ein wahres Juwel in dieser trockenen Wüste. Es war so schön hier! 😛 Wir waren nicht zum letzten Mal dort. Auf dem Rückweg sammelten wir Rico wieder im Dorf ein und fuhren ins Camp zurück.
Aber die weitere Umgebung mussten wir natürlich auch noch erkunden. Da war der Weg nach Oruquembe... Fortsezung folgt.. Biggi
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201120. Sept. 2013 · #64
🙂 🙂 🙂 Danke , allen Danke-Button-Drückern! 😁
Puros - Opuwo - Epupa Die Mondlandschaft auf dem Pad nach Oruquembe haben wir auch noch erkundet, sind dann aber nach Sesfontein zurück und weiter über die C43 nach Opuwo gefahren und haben beschlossen, den Rest bis zum Marienfluss für einen weiteren Urlaub aufzusparen.
Im Hintergund sieht man die Okahirongo Elephant Lodge, der Airstrip gehört ebenfalls zu dieser Nobellodge. Wir fanden die Bungalows sehr lieblos in die Gegend gestellt.
Schattenspiele im Abendlicht bieten einen Blickfang in dieser einsamen Landschaft.
Manchmal sind es auch unscharfe Dinge, die zu einem Motiv werden können: Unser Sundowner 🤪
Hier noch ein paar Eindrücke von den Ablutions im Busch! 🤩
Versteckt und eingewachsen, kann man sich hier gut reinigen! 😏
Wir verließen das Camp mit diesem schönen Ort am nächsten Tag gegen 8.48 Uhr. Quer durch das Revier führte der Weg zum Ort Puros und dann über die Steinpad nach Sesfontein zurück. Nach guten 3 Stunden absoluter Rüttelpiste mit hartem Wellblech und diversen Fotostopps bei Giraffen und Straußen erreichten wir die C 43 nach Opuwo wieder und folgten ihr bergauf und bergab.
Die Farben dieser Rüttelpiste liebe ich, denn sie stehen für Wüste, Freiheit und die Unendlichkeit
Ein einsamer Baum, der aber für viele Lebewesen eine Überlebenschance bietet.
37 Kilometer vor Opuwo begann eine schöne Landschaft mit vielen Baobabs und immer wieder sahen wir Strauße. Ansonsten führte die C 43 durch eine sehr öde aber hügelige Landschaft.
Kurz hinter Sesfontein geht es begrauf.
Das Zentrum von Opuwo erreichten wir gegen 14.00 Uhr. Im ATM zogen wir Geld, um einen Teil bei OK Grocer gleich wieder auszugeben, der Rest wanderte in den Tank. Auf der Tankstelle und rund um das kleine Geschäftszentrum herrschte ein wildes Treiben. Auf dem angrenzenden Stadionplatz fand irgendeine große Musikshow statt, so dass die Stadt sehr voll war. Den ATM bewachte ein Security mit einem Maschinengewehr, auch in der Stadt sahen wir viele Menschen, vermutlich auch Sicherheitspersonal, mit Waffen. Viele Menschen sprachen uns an und bettelten um Geld. Himbafrauen boten ihren Schmuck an. Sie waren dabei sehr hartnäckig. Als ich dann endlich einen Armreifen (ich habe schon viele und brauchte eigentlich keinen mehr. Die Frau hatte aber ein kleines Kind bei sich!) kaufte, ließ der Strom derjenigen, die alle etwas zu verkaufen hatten nicht mehr nach und plötzlich hatten alle Frauen kleine hungernde Kinder!!!!
Immer wieder beobachteten wir Männer, die Plastiktaschen bei sich trugen. Eine Flasche darin und die leerte sich schnell! Alkohol scheint hier ein großes Problem zu sein. Wir wurden von verschiedenen Personen immer wieder nach leeren 5l-Kanister gefragt. Leider lagen unsere Kanister sehr weit im Canopy. Wir versprachen aber, am nächsten Morgen sie nach vorne zu legen und wieder zu kommen. Das taten wir auch. Die Kanister wurden uns förmlich aus der Hand gerissen. Ein fürchterlicher Sandsturm blies und pfiff durch den Ort, so dass das ohnehin schwierige, heimliche Fotografieren der Menschen fast unmöglich wurde. Wir suchten die Opuwo Country Lodge auf und erhielten den gebuchten Campsite. Zumindest fast; die uns zugewiesene Nr. 8 war belegt. Aber das störte hier niemanden, der Angestellte meinte, wir sollten uns einen anderen Platz nehmen, er würde das dann der Rezeption mitteilen. Die Plätze lagen sehr schön mit einem tollen Blick ins Tal, waren alle mit Braai, Licht und Stromanschluss ausgestattet. Außerdem standen wir auf grünem Gras. Gegen 17.00 Uhr kam der Security Nachtwächter. Auch er war bewaffnet. Sollten wir weiter darüber nachdenken? Ach nein! Er stellte sich vor und erzählte, dass er den Zaun bewachen muss. Hier ist das eben so. Wir fühlten uns aber zu keine Zeit irgendwie in Gefahr, obwohl ich im Forum mehrfach gelesen habe, dass es dort zu Überfällen gekommen sei. Na, nun war ja ein Wächter hier und da konnten wir beruhigt schlafen. Ein Stuhl für Erwachsene? Ein absolut tolles Erlebnis hatten wir noch im Supermarkt. Eine SMS unseres Sohnes erreichte uns. Es wollte nachgereist kommen. Ich kaufte also einen Campingstuhl für ihn bei OK Grocer. Dieser Stuhl war gut verpackt und mangels Geduld schaute ich ihn auch nicht näher an. An der Kasse fragte ich noch einmal die Kassiererin, ob es sich um einen Stuhl für Erwachsene handelt. Sie bestätigte in gutem Englisch. Ich kaufte. Bei genauerer Betrachtung am Abend, stellte sich jedoch heraus, dass dieses nur ein Kinderstuhl war. Am nächsten Morgen ging ich erneut in den Laden und wollte den Stuhl tauschen. Es gab aber keine großen Campingstühle. Die gleiche Kassiererin nahm dann den Stuhl packte ihn aus und... Diese Frau konnte sich sehr gut an das Gespräch am Abend erinnern. Es war tatsächlich ein Stuhl für Erwachsene! Diese Frau hatte einen sehr runden, breiten Hintern, wie man es von den Hererofrauen kennt und sie setzte sich damit auf den kleinen Kinderstuhl. Nicht nur ich, auch alle Kollegen, die inzwischen angelaufen kamen, konnten sich vor Lachen nicht mehr beruhigen. Damit bestätigt, dass es sich um einen Stuhl auch für Erwachsene handelte. Leider hatte ich in dem Moment keine Kamera dabei. Mein Geld bekam ich aber trotzdem zurück!! Jetzt haben wir wieder etwas gelernt. Unser Sohn hätte uns mit mit riesigen ungläubigen Augen und vielen Fragezeichen darin angeschaut. 🤩 🤩 🤩
So, jetzt aber schnell weiter... zu den Epupa Falls 12.7: Nach 2,5 Stunden über eine gute Pad erreichten wir den kleinen Ort Epupa. Die Pad wechselte von weißem Steinstaub zu rotem Sand. 47 Kilometer vor Epupa befuhren wir schönen roten Sand und passierten herrliche Baobabs, ab 22 Kilometer vor dem Ort beginnt dann wieder der graue Schotter. Ein kleiner Airstrip (5 KM vor dem Ort) mit Scenic-Flieger-Maschinen lässt erahnen, dass auch Touristen mit dickerem Geldbeutel sich hierher verirren. Bereits um 11.15 Uhr checkten wir in der Omarunga Lodge/Campsite ein.
Ein wunderschöner Platz, direkt am Fluss erwartete uns. Bei einer Cappuccinopause genossen wir die nächsten Stunden mit einem Buch.
Die Bäume waren von kleinen Buschhörnchen bewohnt. Ich wartete immer auf eine der Makalaninüsse, die sie eventuell hinunterwerfen. Das wäre sehr schmerzhaft geworden. 😈 Ab und zu bekamen wir Besuch. Einer fragte, ob wir noch Feuerholz benötigten und eine Frau wollte unsere Wäsche waschen. Bereits bei der Anmeldung wurden wir über diese Nachfragen informiert. Man versucht die örtlich Himbabevölkerung in den Tourismus mit einzubinden.
Über dem Bartresen befand sich dieses Ortsschild. Ich meine, dass es von Himba-Uwe stammt. (?) 🤩 😊
Ein Spaziergang zu den Wasserfällen folgte später.
Ach ja, ein sehr sehr interessanter Reisebericht, reise gerne mit Euch mit...........
BMW
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201120. Sept. 2013 · #67
@ BMW
danke für dein feedback! Okahirongo L.: Du hast recht, wenn man das Eingangstor mit der langen Anfahrt hinter sich hat, wird es schöner. Wir haben dort allerdings nicht genächtigt. Deine Erlebnisse klingen ja auch sehr aufregend! 🤩
TiaRosario215 Beiträge · seit 201220. Sept. 2013 · #68
Hallo Biggi,
habe mir gerade in meine "Wunschliste Namibia" die C 43 nach Opuwo eingetragen (samt dem Titel deines Reiseberichts). Die Aufnahmen von der Straße bzw. Landschaft wecken ganz schlimme Sehnsucht nach diesem schönen Land. Und auch die Bilder vom Marktleben sind spitze geworden.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201122. Sept. 2013 · #71
Ein Nachmittag unter Himbas Gegen Mittag zogen wir, mit dem Fotoapparat bewaffnet, zu den Wasserfällen. Auf dem Weg dorthin stellten einige Himbafrauen ihre geflochtenen Körbe und geschnitzten Puppen zum Verkauf aus.
Diese Kleine präsentierte ihre Schnotternase (scheint hier im Winter normal zu sein!), aber die neugierigen Augen sind so herzerwärmend.
Die Fälle sind wenig spektakulär, aber in eine sehr schöne Landschaft eingebunden. Viele Makalanipalmen säumen den Uferrand.
Jede Felskante hatte ihren Reiz... und immer wieder entdeckte ich neue Fotomotive. So, z.B. unser Auto im Hintergrund 🤩
Am Wasser trafen wir einen Himba, der seine Wäsche wusch.
Er berichtete, dass er 5 Monate als Guide sein Geld verdient. Eigentlich lebt er 25 KM entfernt in einem Dorf. Er würde uns gerne am nächsten Tag zu einem Himbadorf begleiten .... Wieder einmal hatten wir Gelegenheit in das Leben dieser Menschen einzutauchen. Dieser junge Mann hatte sehr viel Informatives für uns. Es war ein sehr nettes Gespräch, auch wenn wir keinen Guide für einen Besuch im Himbadorf engagierten.
Während der Zeit des Gesprächs näherte sich eine Mutter mit ihren vier Kindern und wollte ihre Decken waschen. Dazu legte sie diese in ein Überlaufbecken und stampfte mit ihren Füssen darauf herum. Das Wasser verfärbte sich schnell durch die intensive rotbraune Farbe. Wir hatten aber nicht den Eindruck, dass die Decken sauber wurden. Die Frau fragte nach Waschpulver. Leider hatten wir keines dabei. Später kauften wir der Frau Waschpulver. Zuvor machten wir noch die Bekanntschaft von zwei weiteren Jungen, die sehr intelligent erschienen und dieses Mal uns die Fragen stellten. "Wie ist es in Deutschland? Wie ist das Wetter? Wie oft und was esst ihr?" Es war sehr spannend, was die Jungen wissen wollten. Ihre Idee war es dann auch, dass wir das Waschpulver kauften. Sie begleiteten uns zum Laden in Epupa. Natürlich hatte Manfred dann auch noch "Sweeties" für die Kinder.
Nein, nein, wir sind nicht im Gefängnis von Epupa gelandet und wollen hier auch niemanden besuchen. Das ist ein S U P E R M A R K T 🤩 Und man braucht keine Angst zu haben 😗
Das Angebot beschränkte sich in dem Supermarkt auf Millipap, Dosen mit Bohnen, Öl, ein paar Getränken und Waschpulver. Direkt neben dem Verkaufsraum befand sich eine Tagesdisco, zumindest drang sehr laute Musik aus dieser Halle, in der sich ein Billardtisch befand. Ein paar Jugendliche vertrieben sich hier die Zeit. Einer unserer Begleiter, zeigte dann auf einen jungen Mann und stellte ihn uns als seinen Lehrer vor. Ein Lehrer, der nachmittags ( ca. 14.30 Uhr 😉 ) Billard spielt, hat dort einen tollen Job. 🤩
Eines der typischen Häuser in Epupa.
Die Frau freute sich sichtlich über den Schatz "Waschpulver" Ich hatte allerdings so meine Zweifel, ob das aus ökologischer Sicht gut sei ... 🤢 und bei der fettigen Farbe konnte auch Omo nichts mehr bewirken 🤩
Wir blieben noch lange bei den Menschen, lernten zwischendurch auch noch eine Familie aus den Niederlanden kennen, die uns noch oft begegnen sollten. Am Nachmittag blieb noch etwas Zeit, um am Pool zu relaxen und zur Sundowner - Zeit kam ich auf die Idee zur Waterfall Lodge zu gehen. Sie liegt sehr schön auf einem Hügel.
Werktäglich werden in Ruacana am Sperrwerk um 16.00 Uhr die Tore geöffnet und mehr Wasser fließt den Kunene herab. Ungefähr gegen 17.00 Uhr erreichen die Wassermassen die Falls und dann entsteht dieser Sprühnebel durch den angestiegenen Wasserspiegel.
Und dann verbrachten wir einen traumhaften Abend unter dem Mond und der Venus bei African TV, über uns die Milchstraße und neben uns das Feuer - das Programm war sehr abwechslungsreich, je nach Holzstärke wechselte die Spannung und ... es gab keine Werbepausen.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201122. Sept. 2013 · #72
13.7: Ein Tag auf der Kunene River Lodge Mit einer herrlich warmen Dusche starteten wir in den Tag. Heute war wieder nur eine kleine Etappe zur Kunene River Lodge geplant. Auf dem Weg dorthin stoppten wir erneut an einem Himbadorf.
Nur so...weil es auf dem Weg lag und siehe da, wieder einmal waren unsere medizinischen Nicht-Kenntnisse gefragt. Die Mutter, eines gut englischsprechenden jungen Mannes klagte über Rücken- und Knieschmerzen. Eine gute Salbe aus Thailand hatten wir noch im Gepäck (ähnlich wie Voltarengel). Manfred rieb ihr dünn die Kniegelenke ein und erklärte dem Sohn wie man die Creme anwendet. Hoffentlich hilft die Salbe auch ihr? Manfreds Hand brauchte nach der Massage einige Wäschen, um die rote Farbe zu entfernen. Die ist sehr echt!
Kurz vor Okongwati stolperten wir über diese Einrichtung. Das Schild war nicht zu übersehen.
Ein Besuch ist nur nach Voranmeldung möglich. Wer Interesse hat, kann weitere Infos über die Homepage erhalten.
Es war keine große Herausforderung die Pad zur Kunene River Lodge zu fahren. Wir hielten unterwegs noch an einem Gedenkstein, der an einen Treck erinnert, der von Angola 1925 hier durch zog. Das Denkmal und die Gräber interessierten uns weniger, als der tolle Blick hinunter ins Kunene Tal.
Es war etwas dunstig, aber trotzdem bleibt der Kunene erkennbar.
Die Lodge erreichten wir gegen 12.30 Uhr und wurden auf Deutsch begrüßt.
Die Lodge liegt in absoluter Abgeschiedenheit und ist in einen wunderschönen tropischen Garten eingebettet.
Diese Terrasse erlaubt herrliche Blicke über den Kunene nach Angola. Und wer eine sichere Erfrischung dem Fluss vorzieht, nimmt ein Bad im Pool. Auf der Lodge lebt (oh, ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe den Namen vergessen) ein junger Mann aus Deutschland. Beim Check-In bot man uns auch eine Raftingtour an, wir wurden aber gleich an den Unfall im letzten Jahr erinnert. Der junge Mann ist auf der Lodge Raftingguide und versicherte uns, dass die gefährliche Stelle jetzt umgangen wird. Wir lehnten trotzdem ab.
Unser Platz lag sehr schön am Fluss.
Warane tummelten sich am Ufer und kamen auch auf den Campsite, vor den frechen Meerkatzen musste man sich in Acht nehmen. Sie klauten uns sogar die Handseife, aber das war auch kein Wunder, stand doch "Peach-Soap" auf dem Etikett. Pfirsiche, egal in welcher Form, sollen gut schmecken!
Dieser freche Kerl versuchte immer wieder den Eimer zu öffnen, aber leider ohne Erfolg, solange wir zugegen waren. Schlau sind sie, trotz des kleinen Innenlebens in ihrem Kopf. 🤩 Er kam irgendwie an die Orange (nicht von uns 🤩 )
Dieses haben unsere holländischen Freunde aufgenommen, als sie unseren Tisch retteten, weil wir noch auf einem Spaziergang waren.
Wir konnten endlich einmal ins Internet und nutzten das W-LAN-Zelt um Mails zu beantworten und Fotos hochzuladen. Außerdem war es dringend nötig im Auto für Ordnung zu sorgen. Jetzt endlich hatten wir unseren Tresor gefüllt und die Kurbel für den einen Reservereifen gefunden!
Viele Vögel umgaben uns in dieser tropischen Landschaft .. . ..Sie waren schön anzusehen, für die einzelnen Namen gibt es hier im Netz ja Spezialisten. Ich zähle nicht zu denen.
Der Graulärmvogel macht seinem Namen alle Ehre und sorgt immer für Radau! Wir genossen die Umgebung bei einem Spaziergang, wobei der nicht so spannend war. Gegen Nachmittag traf erneut die holländische Familie aus Epupa ein und wir hatten noch viel zu erzählen. Die Krokodile .. usw. so hatten wir einen netten Tag am Kunene. An diesem Abend gab es erstmals kein Lagerfeuer. Die Lodge befindet sich in einem Nationalpark, in dem Lagerfeuer und das Sammeln von Holz verboten sind. Lediglich Grillkohle wäre erlaubt, aber das ist ja nur halb so interessant. Wir verzichteten auf das Feuer. Das Abenddinner ist übrigens sehr preiswert. Für 110 NS$ wird man mit einem guten Menu verwöhnt. Am nächsten Tag verließen wir die Kunene Region und es ging zurück ..... Etosha / Onguma.... demnächst Biggi
Hallo Biggi, als fleißige Danke-Button Drückerin mag ich mich jetzt mal zu Wort melden 😗 Dein Bericht ist einfach Ober-Klasse 🤩 und ich sauge alles auf, was irgend geht, bestärkt es mich doch sehr in meinem Wunsch, nächsten April Richtung Opuwo, Epupa, Caprivi, etc. aufzubrechen 😉 unsere Grobplanung steht ja bereits 😄 und so freu ich mich auf Deine Fortsetzung 😘
Liebe Grüße Claudia P.S. natürlich waren auch die Sichtungen im Etosha der Knaller 🤩
Guggu2'261 Beiträge · seit 201123. Sept. 2013 · #74
Liebe Biggi, vielen Dank für diese herrlichen Fotos aus Namibia. Der Norden (bis Opuwo waren wir schon) wäre für uns auch was. 😛 Das ist was mir fehlt wenn ich durch Botsuana fahre. Auf den Fahrten von A nach B ist nicht viel was dem Auge erfreuen kann, immer nur flach und mit staubigen Büschen bewachsen. 😵 🙄 Ich freue mit sehr auf die Fortsetzung deines Berichts. 😛
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201123. Sept. 2013 · #75
Danke, für euer Lob, 🙂 es motiviert mich weiter zu schreiben, obwohl-- ja , hier liegt noch andere Arbeit, aber bekanntlich läuft die Arbeit ja nicht weg 😮 Außerdem wird es bald ohnehin eine längere Pause geben. Die Herbstferien beginnen in 1 1/2 Wochen und dann ruft die Sonne... 🤩
@ Claudia - ich kann euch den Norden wärmstens empfehlen, wenn ihr nicht nur Tiere sehen wollt. Die Menschen sind so aufgeschlossen und auch genauso neugierig auf uns, wie wir auf sie und wenn man sich abseits der üblichen "Touri-Dörfer" mal Zeit nimmt, taucht man in deren Lebensweise viel besser ein. Ich habe gelernt und jetzt verstanden, wie schwierig es ist Körbe und Schalen herzustellen. Und wir erfuhren viel über die schwierige Krankenversorgung. Und das alles auch mal ohne Kamera. 😗 😈 Dann weiß man zu schätzen, wie gut wir hier in Deutschland leben, obwohl viele Menschen "meckern"!!! Der Lehrer Michael aus Puros schrieb mir diese Woche auch gerade wieder.
@ Guggu - es stimmt, Namibia ist landschaftlich abwechslungsreicher, aber die Tierwelt gefällt uns im Okavango Gebiet viel besser. Der Etosha hat zunehmend immer mehr Zoocharakter, in Botswana (Chobe mal ausgenommen) sind die Erlebnisse viel authentischer und aufregender fanden wir. Der Mahango und Mudumu werden nun auch immer mehr von Safarigruppen angefahren und erlebt bestimmt bald ein ähnlich hohes Touristenaufkommen wie der Etosha.
Aber dazu komme ich noch später....
LG Biggi
Durch den Etosha zur Onguma Lodge
Bei der Durchsicht meiner Fotos "fiel" mir noch diese kleine etwas unscharfe Fledermaus auf. Im W-Lan Zelt auf der Kunene Lodge leistete sie uns Gesellschaft.
Der Spion 🤩 , nun kennt wahrscheinlich das gesamte Kunene Tal den Inhalt meiner Mails .Snodown lässt schön grüßen!!! 😈
14.7: Ausnahmsweise gelang es uns gegen 7.35 Uhr das Camp zu verlassen. So früh waren wir bisher noch nicht "on the road", aber heute lag eine längere Strecke vor uns. Wir hielten immer mal wieder am Kunene, dann folgten zwei Wasserdurchfahrten und die üblichen Fotostopps.
Ich habe noch beide Füße, somit schlossen wir daraus; hier gab es keine Krokodile!
Wir nähern uns Ruacana, die Pad ist gut zu fahren und ...
immer wieder lohnt es sich zu stoppen und hier unsere zukünftige Bleibe! 😊
Wir hielten auf einem Berg, unter uns befand sich ein Dorf und man sah uns bereits von weitem ... aber wahrscheinlich hat die Fledermaus schon unseren Besuch angekündigt. 😈
Im Morgendunst lässt sich das große Kraftwerk von Ruacana erahnen, mit dem dahinterliegenden Grenzposten nach Angola. Dieses Bauwerk, vor allem die Staumauer, ist schon sehr mächtig und passt so gar nicht ins Landschaftsbild von Afrika. Um 9.11 Uhr erreichten wir in Ruacana den Staudamm und von nun an befuhren wir die langweilige TAR über Oshakati und Ondangwa.
Es war ein Sonntag und wir mussten dringend einkaufen, was aber auch hier am Sonntag schwer ist. In Ruacana hatten die Geschäfte geschlossen, mal sehen was noch so kommt?
Die gerade Straße (B1) von Ruacana führte immer an einem Kanal entlang. Vielen Leuten konnten wir daher beim Wäschewaschen, beim Baden oder dem Auffüllen der Wassertanks zusehen. Aber eigentlich ist diese endlos erscheinende Strecke sehr eintönig. Immer mal wieder kreuzten Esel unseren Weg. Man musste beim Autofahren höllisch aufpassen. Dann erreichten wir die große Stadt Oshakati. Hier endet der Kanal in einem Reservoir. Ein großes Shoppingcentre mit einem Spar hatte geöffnet und wir konnten wunderbar einkaufen. Neben frischem Obst und Gemüse, Brot und Brötchen konnten wir auch unsere Sundownervorräte auffüllen und das am Sonntag! Eigentlich versperrte eine Werbetonne von Red Bull den Zugang zum Bottleshop, der hier Teil des Sparmarktes war. Ich ging durch, nahm die Biere und Savanna und ging damit zur Kasse. Die Kassiererin schaute etwas verwirrt, sprach noch kurz mit einer weiteren Angestellten, tippte aber dann alles brav ein. Wahrscheinlich hatte sie Mitleid mit uns oder sah sie unser Zittern .... 🤢 🤩
Dieser Stand wäre eine tolle Wahlwerbung für den Vege-Day der Grünen. Bei dem Metzger werde auch ich zum Vegetarier. 😈
Viele Ovambo boten an Straßenständen Fleisch und allerlei Gebratenes an.
Vor allem vor den Bars herrschte Hochbetrieb. Oshakati ist eine sehr moderne Stadt, in der man fast genauso viel kaufen kann wie in Windhoek, eine große neue Einkaufsmall befand sich kurz vor Fertigstellung. Moderne Autohäuser, Sport- und Möbelgeschäfte fielen uns auf und es gab das erste Mal seit Windhoek rote Ampeln!
Für uns war der viele Verkehr ungewohnt und wir waren froh, als wir wieder auf der B1 gen Süden weiterfuhren. Wir verließen die B1 bei Oshivelo und fuhren gegen 14.00 Uhr durch das King Nehale Gate erneut in den Etosha Park ein. Und dann waren sie wieder da... juchhu... endlich 😁
In diesem tieferen Loch steckten noch Warzenschweine und Impalas (Wasserloch Andoni)
Die Giraffen trauten sich langsam, gaaaaanz langsam aus dem Busch. Erst einmal erschien eine/r der die Lage peilte, dann folgten immer mehr, die sich in Tsumcor quälten, um ans Wasser zu gelangen.
Gymnastikstunde bei den Giraffen Auch die Glanzstare beobachteten die Giraffen, die immer noch sehr unruhig waren, aber wir konnten keine Raubkatze erblicken.
Ein Elefant hielt sich in der Nähe auf, aber das war wohl nicht der Grund für ihre Unruhe.
Zebras, Oryxe, Gnus, Giraffen, Dik-Diks und die üblichen Verdächtigen begrüßten uns. Zur besten Kaffeezeit erreichten wir Namutoni. Hier mussten wir noch unsere Parkgebühren entrichten und ein kurzer Gang zum Wasserloch gehörte auch noch dazu.
Diese Graulärmvögel, im Schatten sitzend, waren ausnahmsweise ganz still. Nur ein großer Elefant durchforstete das Schilf, aber neben kleinen Vögel erschien die Umgebung verwaist. Auf dem Weg zum Lindquist Gate begrüßten uns zahlreiche Dik-Diks.
Wir freuten uns auf die Unterkunft im Onguma Camp, welches direkt am Lindquist Gate liegt.
DasCamp gefiel uns ausgesprochen gut. Es war total super und das Essen... hm..ein Gedicht!
Dieser Vogel beobachtete uns beim Sundowner von oben und ... wir ihn, ...
aber da waren noch ein paar Augen.
Den Sundowner nahmen wir auf der schönen Terrasse am Wasserloch ein - ein traumhaftes Plätzchen,
dann zogen wir uns ins "Wohnzimmer" zurück... und checkten unsere Mails.
Das fürstliche Dinner nahmen wir hier ein...
Zum Abenddinner ließen wir uns dort ebenfalls verwöhnen. Ich aß Lamm und Manfred Steak mit Bratkartoffeln, Süßkartoffeln, Möhren und Blumenkohl. Vorneweg gab es eine Tomatensuppe mit Pilzen und zum Dessert Panakotta mit Himbeer-Mangosoße, hmm lecker! Dazu gab es einen leckeren Wein und zum Abschluss noch einen echten Espresso. Den Abend nutzten wir das Wifi und konnten unsere vielen Erlebnisse mit den Kindern in Europa teilen.
Campsite "Dik-Dik" gehörte uns mit einem eigenen Duschbad und heißem Wasser sowie Stromanschluss. Aber das Beste kam am nächsten Morgen... 15.7: 4.30 Uhr lautes Löwengebrüll weckt uns. Immer wieder hören wir den Löwen noch ca. 6.00 Uhr. Er muss "close to the Camp" sein. Später erfahren wir, dass er im frühen Morgengrauen am Wasserloch erschien. Schade, dass wir so schwer aus dem Bett kamen. Hyänen waren am späten Abend ebenfalls deutlich zu hören. Obwohl das Onguma Camp nicht den gleichen Zaun wie den Etosha Park teilt, kann man hier fast alle Tiere sehen. Der Tag begann mit einer heißen Dusche und einem komfortablen Frühstück. Dann mussten wir unser Auto packen. (Am Vortag hatte ein Überlaufen unseres Faltkanisters (er war nicht richtig zugeschraubt! Hat Mann gemacht!) zu viel Nässe geführt und wir hatten viele Sachen zum Trocknen verteilt.) Ein Gamedrive über das Gelände und der Besuch des luxuriösen Onguma Fort gehörten zum Vormittagsprogramm. Im Fort wurden wir sehr freundlich und persönlich begrüßt, obwohl wir "nebenan" wohnten. Das ist hier aber überhaupt kein Problem. Gast ist Gast. Von der Terrasse aus hatten wir einen fantastischen Blick in die Weite der Ebene. Im Gelände sahen wir neben zahlreichen Dik-Diks, Zebras, Oryxen und Kudus auch ein Pärchen Schakale. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und werden bestimmt wieder kommen.
Eigentlich kann man hier in jeder Preisklasse eine Übernachtung bekommen. Vom Camp, zum Bungalow, dem Tree House Camp oder ein Zimmer im Fort.
Der Eingang passt schon gar nicht nach Südafrika, man vermutet so eine Anlage eher in Marokko! Aber der Blick auf die Savanne mit den Tiere... das ist Afrika!
Und hier kommentarlos noch ein Impressionen .... von unserem kleinen Abstecher nach Marokko 🤪
Auf dem Gelände der Lodge leben viele Tiere... Hier wurden wir traumhaft verwöhnt .... es war super! 😘 😘 😘
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201124. Sept. 2013 · #77
@ Lil - ich finde die süßen Antilopen auch ganz putzig!
Der Caprivi lockt!
So, jetzt wird es Zeit, dass wir uns beeilen... Seit ein paar Tagen zeigte eine rote Signalleuchte an, dass mit unserem Airbag irgendetwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Wir nutzten deshalb die Gelegenheit und statteten der Bosch Werkstatt in Tsumeb einen Besuch ab. Ein Fehler wurde nicht gefunden, wahrscheinlich war es ein Kontaktfehler, hervorgerufen durch den Kontakt mit Wasser. Unser System wurde resetet. Für die fast einstündige Arbeit zahlen wir 154 NS$. Bei Cymot ergatterten wir einen neuen Kochaufsatz. Obwohl unser Aufsatz völlig neu und unbenutzt war, kam nur wenig Gas hindurch. Offensicht befanden sich noch Metallspäne im Ventil. Der Kochaufsatz sowie die Kosten der Boschwerkstatt wurden uns später von Value Car anstandslos erstattet. Bei "Schlachter" ließen wir uns Kudusteak einschweißen und waren dann alsbald wieder "on the road", auf der B8 bis kurz vor Grootfontein. Eigentlich wollten wir eine Pad zum berühmten Baobab nehmen, dieses musste nun ausfallen, da die Zeit schon vorangeschritten war. Ein bestimmtes Ziel hatten wir allerdings nicht. So fuhren wir erst einmal bis zu Roy`s Camp, beschlossen dann aber bis zum Mangetti NP weiterzufahren. (Ein Tipp von Pizza Joerg!). Leider gab es hier keine Übernachtungsmöglichkeit. Das Gate war verschlossen! Ein Veterinärzaun und eine Fleischkontrolle folgten und schon befanden wir uns in der Kavangoregion. Es war sehr auffallend, wie sich unmittelbar am Zaun die Umgebung veränderte. Arme Rundhütten, keine großen Farmen, Menschen, die zu Fuß unterwegs waren, Frauen mit Wassereimern oder Holz auf dem Kopf. Hier leben viele Menschen an der und von der Straße. Die Gegend wird auch als Armenhaus von Namibia bezeichnet.
Zahlreiche Stände mit Holzarbeiten, Flechtkörben oder Fischreusen säumen die B 8.
Märkte zogen sich entlang der stark befahrenen Straße bis Rundu.
Es bot sich die Gelegenheit, dass wir uns neu einkleiden 😐
Nach dieser ernst zunehmenden Attacke, haben wir unsere Pläne verworfen 🤪 🤪 🤪
Also war unser nächstes Ziel Rundu. Die Post, unsere Karten verschwanden hier! Den Weg nach Deutschland fanden sie erstaunlich schnell. Wir fanden eine schöne Unterkunft auf der N`kwaizi Lodge.
Am Abend brannte ein Feuer in der sehr gemütlichen Lapa und mit 4 jungen Australiern und zwei deutschen Frauen wurde es ein netter Abend mit Amarula, Bier und Savanna. Zum Sundowner beobachteten wir noch das Treiben am Okavango. Ganz selbstverständlich pendeln angolanische Bürger über den Fluss oder umgekehrt. Später erfuhren wir, dass viele sogar Familienangehörige in Namibia haben.
Eine grüne Wiese, gute Ablutions, kein Braaiplatz, aber viele Bäume und nette Leute.
Die Eigentümer dieser Lodge (deutschsprechend) unterstützen soziale Projekte im Dorf. Sie beschäftigen z.B. nur Personal aus diesem Dorf, versorgen die Bürger mit Lebensmitteln und fördern die Herstellung von Korbflechtarbeiten oder anderen Dingen. Führungen ins Dorf werden angeboten, regelmäßige Vorführungen von Tänzen o.ä. finden auf der Lodge statt.
16.7: Von nun an gilt die Caprivitime wieder! Über eine Gravelroad gelangten wir an diesem Morgen bis Mashara und dann über die TAR bis Divundu. Unterwegs trugen die Frauen ihre Wassereimer heim Eine Polizeikontrolle Ankunft in Divundu und im Mahango Park: Hier frischten wir unsere Wasservorräte auf, kauften noch ein paar Kekse, gönnten unserem Auto auch noch ein paar gute Schlucke und erreichten schließlich die wunderschöne Nunda River Lodge.
Zwei Nächte wollten wir bleiben, es wurden dann aber drei, weil ... nun ja, manchmal klappt eben nicht alles. Was aber eigentlich gar nicht so schlimm war ... dazu später mehr. Campsite No. 2, direkt am Okavango gefiel uns auf Anhieb. Hier blieben wir. Uns gegenüber befand sich ein Hippopool. Es machte Spaß die Tiere zu beobachten. Bei Cappuccino und Keksen stärkten wir uns. Für den Nachmittag planten wir noch einen Gamedrive in den Mahango NP. Bis zum Gate waren es gerademal 15 KM. Im Office entrichteten wir die 90 NS$ Gebühren. Die freundliche Dame im Office empfahl uns die Strecke am Wasser entlang zu fahren, denn am Nachmittag befänden sich viele Tiere in Ufernähe.
Bereits nach wenigen Kilometern eröffnete sich uns eine große Weidefläche mit Zebras, Impalas, Kuhantilopen und Kudus.
Ein schöner Hintern kann auch entzücken - aber das Geweih haut einen um! 😈
Ein Buschböckchen versteckte sich im Gestrüpp, (Er konnte sich uns ja nicht in voller Schönheit zeigen, weil er auf Guggu gewartet hat 😉 🤩 )
auf den Bäumen entdeckten wir einen Schreiseeadler in Begleitung eines Geiers...
und im Sumpf stand eine Antilope, von der wir annahmen, dass es sich um eine Lechwe handelte. Vielleicht war es aber auch ein.. Elefant 🤪
Und dann wieder ein Eli und... ... ein paar Piepmätze, mal groß, mal klein. 🙄
"Oh, Schreck, da beobachten mich ja schon wieder zwei so neugierige Weiße..!"
"Schnell weg ,.....!" 🤩
Der sogenannte Picknickplatz war schon besetzt.
Ein Blick aufs Wasser und dann sollte es uns für den heutigen Tag reichen. Wir fuhren zurück. Auf dem Weg zurück gelangen noch ein paar Schanppschüsse... Tessebe Kudus
eine Frage: Ist die Baustelle an der C43 zwischen Sesfontein und Opuwo eigentlich weg? Da wurde ja schon sehr lange am Joubert-Pass gebaut, um den tiefer zu legen?
Beste Grüße
Guido
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201125. Sept. 2013 · #79
@ Guido - Guten Morgen, die Baustelle ist immer noch vorhanden, wir konnten aber ohne Behinderungen oder Wartezeit durchfahren.
hallo tiggi ich kriege augenwasser so schön und interessant ist dein bericht. vielen herzlichen dank und werde gerne weiter lesen. eure route interessiert mich sehr, denn gerne möchte ich diese gebiete auf meiner nächsten namibi reise auch bereisen. ich war dieses jahr das erste mal in namibia als single und habe mich einer reisegruppe angeschlossen. es war auch sehr schön und wir haben die klassische route gemacht. windhouk runter bis fish river über aus, lüderlitz bis soussusvli, swakop, errongo, etosha, waterberg nach windhouk.. frans indingo loge war unsere letzte station. nun möchte ich mehr den norden sehen wie ihr. bin gespannt wie es weiter geht und nochmals vielen dank liebe grüsse tessi