Das 1. Mal Afrika - Namibia & Botswana Okt. 2012

50 Antworten · 15,7k Aufrufe · gestartet 14. Feb. 2013 von aku1986
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Themenstarter151 Beiträge · seit 201114. Apr. 2013 · #21
Hallo zusammen,

danke für die lieben Beiträge. Ja, wir hatten schon wirklich ein unglaubliches Glück und konnten es gar nicht fassen.

@ bayern schorsch: Das mit den Zebras war eigentlich ganz einfach. Die Herde war so aggressiv durch den großen Durst und die Löwen am Wasserloch, dass die hinteren immer die vorderen Richtung Löwen gedrückt haben. Da kam einiger Ärger auf und wir standen einfach daneben, ich mein 100-400mm im Anschlag und dann musste ich nur noch abdrücken... Leider hat das Wetter an dem Abend nicht so mitgespielt, sonst wären die Bilder noch schöner geworden.

Und jetzt geht's endlich weiter!

Tag 8 – Freitag, 5. Oktober 2012

Endlich ausschlafen! Das war zumindest unser Plan für heute, da ausnahmsweise mal kein Game Drive ansteht. Irgendwie wachen wir aber trotzdem um 6.30 Uhr auf, kein Wunder, wenn man um 21.30 Uhr ins Bett geht… Aber heute nutzen wir die Zeit für ein langes und ausgiebiges Frühstück.
Gut gesättigt geht es wieder on the road; 400km liegen vor uns, um in den Caprivi zu gelangen. Die Fahrt verläuft unspektakulär und problemlos, in Rundu machen wir einen kurzen Stopp und kaufen ein. Außerdem werfen wir einen ersten Blick auf den Okavango.

Schon um 13.30 Uhr erreichen wir die Mahangu Safari Lodge, wo wir einen Campingplatz wunderschön am Fluss gelegen zugewiesen bekommen. Während wir Mittag essen, schwimmen Hippos vorbei und am anderen Ufer sehen wir Warzenschweine und Elefanten. Es ist unglaublich schön hier.
Gegen 16 Uhr fahren wir weiter zum Mahangu Game Reseve, wo wir noch eine Fahrt entlang der Waterfront machen. Neu für uns sind die Pferde- und Rappenantilopen, außerdem beobachten wir ganz fasziniert die Grünmeerkatzen, die ich am liebsten vom Baum klauen würde. Leider sehen wir auch ein totes Leopardenjunges, das am Wegesrand liegt. Ob es angefahren wurde, erkennt man nicht, äußerlich ist es unversehrt.
Abends kehren wir zurück zum Camp, wo wir uns zunächst ein kühles Radler an der Bar mit Ausblick auf den Fluss genehmigen. Zum Abendessen wird mal wieder ein Feuerchen gemacht und Chakalaka-Braaiwurst probiert – nicht ganz mein Fall, aber Dirk schmeckt es. Als wir ins Bett gehen, ist es immer noch angenehm warm, doch der klare Sternenhimmel kündigt schon die kalte Nacht an.
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
Themenstarter151 Beiträge · seit 201114. Apr. 2013 · #22
Tag 9 – Samstag, 6. Oktober 2012

Wie immer stehen wir mit der Sonne auf, die wunderschön über dem Fluss aufgeht.
Schnell packen wir alles zusammen und sind so die ersten, die um 7 Uhr in den Nationalpark einfahren. Für heute haben wir uns die Allradstrecke vorgenommen, langsam müssen wir ja schließlich mal üben. Die Strecke zum Wasserloch hin ist aber sehr einfach, die hätten wir fast auch noch mit Frontantrieb geschafft. Am Wasserloch dann aber tote Hose. Kein Wunder, das ist auch fast ausgetrocknet. Na gut, also wieder auf zur Waterfront. Die Dame an der Rezeption hatte zwar empfohlen, den gleichen Weg zurück zu nehmen, aber das ist uns zu langweilig. Also fahren wir einfach weiter, 20 km sollen es bis zur Waterfront sein.

Kurz darauf erkennen wir, warum sie uns diese Strecke nicht empfohlen hat. Es wird tiefsandig und geht bergauf. Gut, wir sind bereit, umkehren gilt nicht. L4 wird eingeschaltet und los geht’s. Dirk scheint alles im Griff zu haben, wir fahren gleichmäßig den Berg hinauf. Noch vor der Kuppe sehen wir links vom Weg zwei Elefanten friedlich grasen und plötzlich steht rechts direkt neben uns im Dickicht ein weiterer. Er stellt sofort die Ohren auf und warnt uns. Anscheinend sind die Elefanten hier nicht so sehr an Menschen und Autos gewöhnt wie im Etosha. Wir haben aber keine andere Wahl, wenn wir jetzt stehen bleiben, stecken wir fest. Zum Glück tritt der Elefant den Rückzug an und wir können passieren. Puls 180, das war knapp.

Langsam erholen wir uns wieder von dem Schreck und fahren immer entspannter durch den Tiefsand. Viel Wild gibt es hier nicht, aber dafür auch keine anderen Autos. Dann plötzlich läuft etwas aus dem Dickicht vor uns auf den Weg. Wildhunde! Ungefähr sieben sind es und sie laufen vor uns bis sie ein schattiges Plätzchen gefunden haben und sich dort in den Tiefsand plumpsen lassen. Wir halten an und beobachten sie bei einem gemütlichen Kaffee. Total begeistert sind wir von ihren süßen großen Ohren, die sie immer wieder zu uns aufstellen. Großartig beeindruckt sind sie aber nicht von uns.
Nach einer ganzen Weile fahren wir weiter und noch einmal am Fluss entlang. Wir sind stolz, dass wir die 4x4-Strecke ohne großartige Probleme gemeistert haben. Mal sehen, was uns in Botswana erwartet.
Zurück im Camp gibt es einen ausgiebigen Brunch und wir beschließen, den Rest des Tages zu faulenzen. Die Sichtung vom Morgen kann sowieso nicht mehr getoppt werden und wir freuen uns darauf, einfach mal nichts zu tun. Also gehen wir zuerst zum Poolbereich, wo wir lesen und baden. Nachmittags machen wir es uns am Auto in der Hängematte gemütlich und abends gönnen wir uns das Dinner in der Lodge. Die Lage des Restaurants direkt am Fluss ist einfach wunderschön.

Zurück an der Campsite ist es uns mit den Mücken draußen zu heikel, vor allem mich haben sie wie immer zum Fressen gern. Deswegen legen wir uns noch ins Zelt und lesen. Nachts hören wir wieder Löwen und diesmal auch Elefanten, die am anderen Flussufer fressen.
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290 Beiträge · seit 201014. Apr. 2013 · #23
Hallo aku,

danke, dass Du uns mitreisen lässt!

Schöner Bericht mit schönen Bildern!! 🙂 Die Löwen beim genüsslichen Abendessen zu beobachten war sicher ein besonderes Erlebnis. Sehr beeindruckend!!

Wir sind dabei und warten gespannt auf die Fortsetzung!

VG, Dirk

... nein, ich bin nicht der Dirk, der hier live mitgereist ist. 😄
Reisebericht: Namibia 2010/ 2011 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Reisebericht: Südafrika 2011/ 2012
1'271 Beiträge · seit 200715. Apr. 2013 · #24
Hallo,

es macht Spass Eurer Reise zu folgen. Ihr habt ja echt viel Glück mit den Tiersichtungen, aber Ihr wisst ja: Das Glück ist mit den Tüchtigen 😉

Und die Wildhunde sind ja echt traumhaft, ein ganz besonderer Moment, denn es sind sehr seltene Tiere.

Vielen Dank, dass Ihr uns teilhaben lasst.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter151 Beiträge · seit 201115. Apr. 2013 · #25
Hallo zusammen,

danke für die netten Nachrichten! Und weiter geht's durch den Caprivi!

Tag 10 – Sonntag, 7. Oktober 2012

Heute dürfen wir wieder etwas ausschlafen, da kein Game Drive ansteht. Um 6.30 Uhr stehen wir aber doch wieder auf und frühstücken gemütlich am Fluss. Danach verlassen wir das Camp und fahren weiter auf dem Trans-Caprivi-Highway Richtung Kongola. Unterwegs fahren wir immer wieder durch Dörfer aus Strohhütten. Die Kinder winken uns meistens zu, ob es hier Schulen gibt, wissen wir nicht.

Kurz vor Kongola schickt uns das Navi in die Pampa, aber leider ist nirgendwo etwas von unserem Camp zu sehen. Also rufen wir den Inhaber Dan an und mit Hilfe seiner Beschreibung finden wir das Mavunje Camp südlich von Kongola am Kwando River. Wahrscheinlich hatten wir die falschen Koordinaten eingegeben.
Kurz nach unserem Eintreffen kommt auch Dan mit seinem Boot angefahren. Wie sich herausstellt, hat er uns nicht für die Overnight-Campingtour, sondern den Afternoon Cruise eingetragen. Aber sofort legt er los und organisiert alles, sodass wir lediglich mit etwas Verspätung starten können.

Es geht durch hohes Schilf auf winzigen Kanälen wie in einem Labyrinth. Die Sonne brennt auf uns herunter. Neben Dan – der gebürtig aus England kommt – ist noch Clemont (o.ä.) mit uns auf dem Boot. Er gehört den Sifwe an und ist Spezialist, was die Tierwelt anbelangt. Erster Stopp ist ein Badestopp, den wir dankend annehmen, auch wenn mir aufgrund der Krokodile, die es hier wohl gibt, etwas mulmig ist. Aber anscheinend haben sie Angst vor Motorbooten und hauen davor ab. Dort wo wir baden, ist das Wasser auch nur knietief.

Nach der herrlichen Erfrischung fahren wir weiter und sehen schon bald eine Elefantenherde. Dan erklärt uns, dass hier vor einigen Tagen ein Elefantenkalb von Löwen gerissen wurde. Ein Teil der Herde steht auch tatsächlich um den Kadaver herum. Als sie uns riechen, ziehen sie aber weiter und wir können uns das Werk der Raubtiere aus der Nähe ansehen.

Wir fahren weiter über das Wasser, überall sind Elefanten und Hippos. Dan macht jedes Mal einen großen Bogen um die Hippos, da er letzte Woche von einem angegriffen wurde, der ein großes Loch ins Boot geschlagen hat.
An einige im Schilf fressende Elefanten kommen wir ganz nah heran, ohne dass sie sich stören lassen, da der Wind günstig steht.
Am Horseshoe sehen wir wieder zwei große Herden, sicherlich insgesamt um die 50 Tiere. Und dann legt Dan auf einmal an und sagt, dass wir einem weiteren Elefanten weiter zu Fuß folgen können. Ich bin skeptisch, aber da er eine Ausbildung zum Guide gemacht hat, vertraue ich ihm. Im Gänsemarsch nähern wir uns dem Elefanten, der uns aufgrund der Windrichtung nicht riechen kann. Wir nähern uns mehr und mehr und mir wird das Ganze ziemlich suspekt. Als wir auf ca. 50m hinter ein paar Büschen an ihm dran sind, dreht plötzlich der Wind und er nimmt unsere Witterung auf, dreht sich zu uns und schaut uns mit groß aufgestellten Ohren an. Ich bin schon halb auf dem Sprung, auch wenn Dan meinte, dass man auf keinen Fall wegrennen solle. Sich aber in so einer Situation unter Kontrolle zu haben, ist gar nicht so leicht, denn Auge in Auge mit einem Elefantenbullen fühlt man sich schon sehr klein und wehrlos. Zu meiner Erleichterung dreht er sich nach ein paar angespannten Sekunden aber um und zieht sich zurück, wir tun das gleiche. Ich bin ziemlich froh, als ich wieder das Boot besteigen darf.

Weiter geht die Fahrt durch wunderschöne Landschaft, vorbei an Impalas, Elefanten, Büffeln und sogar zwei Sitatungas, die aber ganz schnell wegrennen. Gegen Spätnachmittag steigen wir noch mal aus und klettern auf einen Baum, von dem wir die Aussicht genießen. Anschließend genießen wir an Deck kühles Bier und probieren zum ersten Mal Savannah Dry, das uns sehr gut schmeckt. Dabei durch diese wunderschöne Landschaft zu schippern, ist einfach eine tolle Erfahrung.
Abends erreichen wir die Insel, auf der wir unsere Zelte aufschlagen. Überall hört man Hippos und Elefanten sowie Frösche, die ganz witzige Geräusche von sich geben. Es klingt so, als würden durchgehend hunderte klitzekleine Glöckchen klingeln. Während der ganzen Zeit erklärt uns Dan viel über die Tiere, aber auch über das Land und die Leute in Namibia. Insbesondere erhalten wir einen tieferen Einblick in das Leben und die Probleme der Caprivi-Bevölkerung. Außerdem lernen wir einige Wörter in Sifwe: Löwe – Ndawo (Lautschrift), Elefant – Ndschowe und Pavian – Nguje.
Zum Abendessen gibt es leckeres Chicken Curry, dazu guten südafrikanischen Weißwein. Wir genießen jede Minute und gehen später zufrieden ins Bett. Nachts wachen wir auf, weil eine Gruppe von Elefanten maximal 20m von unseren Bodenzelten entfernt vorbeizieht. Im Mondschein sieht man ihre dunklen Umrisse, bis sie im Schilf verschwinden. Für mich ist die Nacht mal wieder nicht so schlafintensiv, es ist die übliche Schlaflosigkeit nach der Einnahme von Lariam.
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zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2013
Themenstarter151 Beiträge · seit 201115. Apr. 2013 · #26
Tag 11 – Montag, 8. Oktober 2012

Als wir am Morgen um 5.30 Uhr aufstehen, hören wir aufgeregte Paviane und Löwen in der Ferne. Wir trinken schnell einen Kaffee und Tee und fahren dann mit dem Boot los, als die Sonne aufgeht.
Heute Morgen haben wir jedoch nicht so viel Glück, die Raubtiere halten sich versteckt und wir sehen nur die gewöhnlichen Steppentiere. Außerdem fliegen auch die verschiedensten Vogelarten durch die Gegend, vom Bee-Eater, der sein Nest in die Lehmwände der Uferböschung gebohrt hat, über Fish Eagle bis zu Geiern ist alles dabei. Wir genießen die herrliche Morgenstimmung auf dem Wasser.
Nach rund zwei Stunden kehren wir zurück zum Camp, wo wir ein sagenhaft gutes englisches Frühstück serviert bekommen. Anschließend bauen wir das Lager ab und fahren zurück. Wir sehen noch ein Krokodil, trotzdem geht Dirk kurz darauf noch baden. Ich verzichte.
Am späten Vormittag verabschieden wir uns. Die letzten 24 Stunden waren wirklich unglaublich schön und wir würden es immer wieder so machen.
Weiter geht die Fahrt Richtung Katima Mulilo. Da im Reiseführer extra erwähnt wird, dass man an der Grenze nur mit Pula oder Rand zahlen kann, versuchen wir in Katima, genau diese zu bekommen. Doch das stellt sich als schwerer heraus als gedacht. Der erste ATM ist kaputt, der zweite spuckt nur namibische Dollar aus. Also ab zur Wechselstube. Dort die Info, dass wir nicht mit Kreditkarte Rand bekommen können, Pula sowieso nicht. Also erst wieder zum Automaten und namibische Dollar abheben. Anschließend in die lange Schlange an der Wechselstube stellen. Und diese Schlange ist sehr lang. Nach einer gefühlten Ewigkeit – insgesamt über eine Stunde – bekommen wir unsere Dollar in Rand gewechselt und fahren zur Grenze. Dort vier weitere Stationen; Ausfahrt Namibia, Lebensmittelcheck, Schuhabputzerei, Einfahrt Botswana. Wir kommen uns am heutigen Tag etwas vor wie Asterix und Obelix auf der Suche nach dem Passierschein A38. Und das alles, um an der letzten Station die Info zu bekommen, dass wir natürlich mit namibischen Dollar hätten zahlen können! Argh!!!!!! Na gut, wir regen uns nicht auf, wir sind ja schließlich im Urlaub.
Nun geht’s auf der Transitstrecke auf direktem Weg nach Kasane. Unterwegs unzählige Elefanten, wobei sich unsere Stimmen jedes Mal um zwei Oktaven erhöhen, wenn wieder ein winzig kleiner Dumbo dabei ist.
In Kasane müssen wir shoppen. Vor uns liegen 10 Tage ohne jegliche Einkaufsmöglichkeit. Also packen wir unsere Checkliste wieder aus und legen los. Anschließend wollen wir tanken. Die übrigen Rand können wir zwar als Zahlungsmittel verwenden, allerdings mit einem extrem schlechten Wechselkurs. Da gibt’s selbst an der Wechselstube mehr für. Also wieder umtauschen, dieses Mal in Pula. Den Wahnsinn hätten wir uns sparen können… Naja, aber jetzt haben wir fast alles. Der uns empfohlene Mario’s Meat Market in Kazungula soll noch das beste Fleisch in der Region haben. Natürlich kommen wir um 17.14 Uhr an, geöffnet hat er bis 17 Uhr. Also wieder umdrehen nach Kasane, denn Grillfleisch brauchen wir schließlich.

Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir das Senyati Safari Camp und sind schon gleich wieder entspannter, als wir die tolle Anlage mit dem schönen Wasserloch, eigenen Badezimmern und der tollen Bar sehen. Wir bauen schnell auf, duschen und gehen dann an die Bar mit Aussicht, wo wir etwas Kühles trinken und beim Anblick von 20 Elefanten wieder runterkommen, nach diesem etwas aufreibenden Tag. Anschließend gehen wir todmüde ins Bett.
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5'479 Beiträge · seit 200916. Apr. 2013 · #27
Die Overnight-Bootstour mit Camping hört sich sehr interessant an. Könntest Du dazu noch ein paar Informationen posten, wie z.B. Preis, Homepage usw.

Vielen Dank
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'292 Beiträge · seit 200716. Apr. 2013 · #28
Hallo Topobär,

zumindest die Homepage kann ich dir schon mal nennen, da wir in 10 Tagen für 3 Nächte zum campen in Mavunje sein werden 😉 http://www.mashiriversafaris.com/campsites.html
Die "1 night Floodplain Tour" haben wir erst einmal nicht geplant....aber wenn ich das so lese...vielleicht könnten wir uns auch dafür begeistern.
Preise für die Touren habe ich keine mehr gefunden. Aber da wird aku1986 sicherlich noch etwas dazu sagen. Die Schilderung macht auf jeden Fall Lust das auch zu machen.
Danke an aku1986

Gruß

Panther
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Themenstarter151 Beiträge · seit 201116. Apr. 2013 · #29
Hi zusammen,

also ich habe noch mal nachgesehen. Die Kosten lagen bei N$1650-00 pro Person und ich kann diese Tour mehr als empfehlen. Es war eine tolle Erfahrung, man kommt den Tieren so nahe, da sie mit Booten einfach gar nichts anfangen können und sie nicht als Bedrohung betrachten. Man ist ganz allein, nirgendwo andere Boote und die Betreuung durch Dan ist super. Er legt außerdem sehr viel wert darauf, die Probleme und Herausforderungen der Sifwe People zu erklären, sodass man wirklich mal einen Einblick in ihr Leben erhält. Das ist eine Tour, die ich jedes Mal wieder machen würde...

Tag 12 – Dienstag, 9. Oktober 2012

Nachdem nachts einige Elefanten im Camp unterwegs waren, steht Dirk als erster auf und zaubert ein leckeres Frühstück, während ich „ausschlafen“ darf. Es ist wirklich sehr lecker, allerdings hat Dirk festgestellt, dass der Kühlschrank heute Morgen warm war, weswegen wir etwas besorgt sind. Wir prüfen, woran es liegen kann, finden aber keine Lösung. Die zweite Batterie ist recht niedrig, vielleicht hat sie sich über Nacht entladen. Na gut, zum Glück haben wir eine Steckdose, sodass wir das Problem kurzfristig umgehen können.
Um 8 Uhr werden wir von unserem Shuttle abgeholt, der uns an die Grenze nach Zimbabwe bringt. Dort warten wir eine Weile und werden dann auf der anderen Seite von einem anderen Bus abgeholt, der uns nach VicFalls bringt. Dort gehen wir in den Nationalpark und sehen uns die beeindruckenden Wasserfälle an. Auch wenn der Wasserstand zu dieser Jahreszeit recht niedrig ist, sind die Fälle noch sehr eindrucksvoll. Die leichte Gischt ist dabei sehr angenehm, denn es ist schon sehr heiß. Wir wandern entlang der Kante, beobachten die Wahnsinnigen, die sich auf der zambischen Seite in den Devil’s Pools direkt vor die Fälle legen und sind froh, als wir wieder am Hauptgebäude ankommen, wo Schatten ist. Inzwischen haben wir nämlich schon über 40°C. Also trinken wir erstmal etwas Kühles und bestellen zwei Burger mit Pommes – natürlich ein viel zu fettes Essen für die Hitze.
Anschließend gehen wir noch mal zum Devil’s Cataract und sehen noch einen wunderschönen Regenbogen. Natürlich wollen wir uns auch noch die berühmte Bungeejumping-Brücke zwischen Zambia und Zimbabwe ansehen, also marschieren wir motiviert los. Es ist aber leider kein Wahnsinniger auf der Brücke und nach kurzer Zeit müssen wir auch wieder zurück, um unseren Transfer zu schaffen. Fix und alle und vollkommen durchgeschwitzt steigen wir in den kühlen Minibus und lassen uns bequem zurück zum Camp shuttlen.

Dort wird erstmal gründlich kalt geduscht und dann setzen wir uns in die Aussichtsbar und spielen ganz gemütlich das erste Mal unser Spiel (Fürsten von Catan), das wir extra mitgenommen haben, falls wir mal Zeit haben. Und wo geht das besser als in dieser Traumbar?!
Dirk kannte es vorher gar nicht und gewinnt natürlich sofort. Na toll. Danach braten wir unser geniales Rinderfilet und gehen dann noch mal in die Bar. Heute ist eine riesige Büffelherde am Wasserloch. Anschließend gehen wir wie immer früh ins Bett.
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Themenstarter151 Beiträge · seit 201116. Apr. 2013 · #30
Tag 13 – Mittwoch, 10. Oktober 2012

5 Uhr, so früh klingelt heute Morgen der Wecker. Wir möchten so früh wie möglich an der Chobe Waterfront sein, 10 Minuten Dösen gönnen wir uns aber noch. Dann geht's auf zum Sidudu Gate. Dort klappt – trotz angeblicher Restriktionen für Selbstfahrer an der Riverfront – alles einwandfrei und wir fahren um 6.30 Uhr in den Park. Schon nach kurzer Zeit sehen wir mehrere Elefantenherden. Das einzige, was es hier noch häufiger gibt als Elefanten, sind Menschen. Überall Safariautos voller Touristen, die durch das von den Elefanten plattgewalzte Gelände fahren. Ansonsten kaum eine Spur von Tieren. Erst als wir die Serondela Picnic Site passieren, wird die Landschaft schöner, es gibt weniger Autos und dafür mehr Tiere. Hier gefällt es uns schon besser.
Als zwei Autos am Wegesrand stehen, halten wir auch. Und da, ein Leopard im Baum, im Tiefschlaf. Wir sind begeistert und im Gegensatz zu den schnell davoneilenden Tour-Fahrzeugen bleiben wir länger dort und beobachten ihn. Immer wieder kommen neue Autos vorbei, halten, machen ein paar Fotos und düsen dann weiter. Der Leopard lässt sich davon nicht beeindrucken und schläft weiter. Erst als wir alleine mit ihm sind, kommt ein unglaublich penetranter Vogel lauthals singend dazu und setzt sich in den Baum. Die Katze zeigt jetzt das erste Mal Reaktion; der Störenfried ist offensichtlich unerwünscht und wird angefaucht. Was dem Vogel natürlich vollkommen egal ist. Dann eben einmal umbetten, putzen und schon wird weitergeschlafen. Wir bedanken uns im Stillen für die schönen Bilder und fahren weiter.
Danach berichten uns einige, Löwen in der Nähe des Ihaha Camps gesehen zu haben. Super, da wollen wir ja sowieso gerade hin. Leider finden wir sie jedoch nicht und checken dann erstmal ein. Schon im Januar hatte ich aufgrund vieler Empfehlungen die Campsite 10 gebucht und sie auch bestätigt bekommen. Aber wie kann es auch anders sein – ausgerechnet hier hat es eine Doppelbuchung gegeben und der Platz ist belegt. Ich ärgere mich sehr, denn die neu zugewiesene Nr. 6 ist nicht annähernd so schön. Na gut, es bringt nichts, die anderen haben tatsächlich die gleiche Bestätigung. Also ziehen wir auf Nr. 6 ein, genießen den Ausblick auf die namibischen Rinder und machen ein Mittagspäuschen.

Als es gegen Nachmittag wieder kühler wird, fahren wir los, auf der Suche nach den Löwen. Leider sind sie jedoch nicht zu finden. Dafür wimmelt es an der Riverfront jetzt nur so vor Tieren. Zebra- und Büffelherden, Giraffen, Impalas und überall Elefanten. Wir sehen sicherlich einige hundert. Es sieht einfach toll aus, wie die Flächen voll sind mit Tieren.
Bei Sonnenuntergang kommen wir im Camp an, machen Feuer und bauen unser Camp so auf, dass ich mich auch mehr oder weniger sicher fühle. Mit einem dichten Busch an der Seite und unserem Auto "Muddy" im Rücken geht es. Ich muss mich wohl einfach erst an die echte Wildnis gewöhnen. Dirk bekommt jedes Mal den freundlichen Hinweis (Anpfiff), einmal ins Dunkle zu leuchten, bevor er an die Heckklappe geht, er sieht alles etwas lockerer. Während die anderen Camper teils in vollkommener Dunkelheit alleine mit ihrer Taschenlampe zu den Toiletten laufen, sitze ich mit Spiritus und Pfefferspray neben mir am Feuer und rede mir ein, dass ich mich entspannen muss. Na gut, es ist ja immerhin die erste Nacht ganz alleine in der Wildnis, da darf man wahrscheinlich noch ein bisschen nervös sein.

Nach einem weiteren leckeren Rumpsteak und Maiskolben legen wir uns zum Schlafen in unser Dachzelt.
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1'249 Beiträge · seit 201217. Apr. 2013 · #31
Guten Morgen!
ich verfolge Deinen Bericht sehr gespannt, da wir dieses Jahr zu fast der gleichen Zeit auch an vielen Orten sind, an denen Ihr gewesen seid! Und da ich Camping-Anfängerin bin und mir ganz, ganz viele Gedanken mache, wie das wohl alles wird, finde ich es super, Eure Erlebnisse zu lesen! Sehr schöner Bericht und tolle Bilder! Das mit dem Pfefferspray ist ein guter Tipp 😗 Ich hoffe, Du hast es nie gebraucht?
Danke für Deine Mühe und liebe Grüße,
Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
835 Beiträge · seit 200617. Apr. 2013 · #32
Hallo,

auch von mir guten Morgen!
Ich habe Deinen Bericht eben entdeckt und lese gespannt mit. Wir planen eine ähnliche Tour im August 2014 und sind wie auch Alexa als Camping-Anfänger unterwegs.
Ich bin wirklich gespannt, wie es bei euch weitergeht....

LG
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
Themenstarter151 Beiträge · seit 201117. Apr. 2013 · #33
Hi Susanne und Alexa,

Freut mich, dass euch der Bericht gefällt. Also ich kann euch beruhigen, das Pfefferspray habe ich nicht gebraucht und ich wurde mit der Zeit auch immer nachlässiger. Aber am Anfang beruhigt es doch noch ein bisschen, würde es einem doch vielleicht im Fall der Fälle die lebensrettenden Sekunden schenken. Und auch wenn das nicht funktioniert, die Psyche ist beruhigt.


Tag 14 – Donnerstag, 11. Oktober 2012

Die Nacht ist sehr unruhig, zumindest für mich. Dirk schläft wie ein Stein. Mir aber ist viel zu heiß, ich wache bei jedem Geräusch (Löwe? – Nein, Warzenschwein.) auf und leider patrouillieren die Soldaten an der Grenze zu Namibia nicht im Schritttempo, sondern mit High Speed.

Kurz vor’m Aufstehen um 5.15 Uhr höre ich Löwen, weswegen wir auch gleich in die Richtung an der Riverfront fahren. Sie sind jedoch leider schon weg. Also fahren wir einfach komplett entlang der Riverfront bis Sidudu und sehen riesige Herden von Büffeln (sicher an die tausend), Zebras, Impalas und Elefanten. Die Aussicht ist beeindruckend.
Als es gegen Mittag wieder heiß wird, fahren wir auf Empfehlung zur Chobe Safari Lodge und genießen dort mit Aussicht auf den Fluß das Mittagsbuffet und den Poolbereich. Nachmittags geht’s wieder zurück in den Park und wir fahren wieder komplett entlang des Flusses bis nach Ihaha. Dort sind inzwischen zwei weitere Parteien auf der Nr. 6, Doppelbuchungen scheinen hier das große Business zu sein. Egal, wir verteilen uns so, dass jeder noch seine Privatsphäre hat. Dann setzen wir uns zu einem deutschen Paar und unterhalten uns, bis es schon dunkel ist. Das Abendessen lassen wir heute Mal ausfallen, mittags gab’s schließlich genug. Wir lauschen noch den Löwen und gehen dann doch wieder recht früh ins Bett.
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
Themenstarter151 Beiträge · seit 201117. Apr. 2013 · #34
Tag 15 – Freitag, 12. Oktober 2012

Endlich ist es morgens mal wieder schön kühl, heute schlafen wir sogar etwas länger bis 6 Uhr. Danach packen wir zusammen und verlassen Ihaha in Richtung Ngoma Gate. Unterwegs mal wieder viele Kadaver, Geier und Marabous freuen sich darüber. Auch sehen wir verhältnismäßig kleine Zebrafohlen, sicher erst wenige Monate alt und unglaublich niedlich. Ansonsten das Übliche – Impala und Co. – und alles wieder in wunderschöner Morgenstimmung.
Kurz vor dem Ngoma Gate wird es sehr tiefsandig und vor uns stecken zwei Südafrikaner mit ihrem Hilux inklusive Anhänger. Ihre Freunde mit großem Landcruiser sind aber schon auf dem Weg, also brauchen wir nicht zu schieben. Wir kommen trotzdem ins Gespräch und kaufen ihnen 20l Diesel ab, da sie wieder auf dem Weg in die Zivilisation sind und das bei uns ja noch etwas dauert. Danach verlassen wir den Park und fahren weiter Richtung Savuti. Zuerst geht es noch über Teerstraße und dann beginnt die berüchtigte Sandpiste. Es schaukelt ordentlich und geht hier und da auch durch Tiefsand, insgesamt haben wir sie uns aber schlimmer vorgestellt.

Schon mittags erreichen wir unsere Campsite und machen erstmal ein Päuschen in der Hängematte mit leckerem Mittagessen. Ein Toko freut sich über die Reste Kartoffelpürree...
Am Nachmittag zieht es uns in die Savuti Marsh, bzw. nicht ganz bis dahin, aber in die Richtung. Dort sollen heute Löwen gesichtet worden sein. Die Landschaft ist zuerst unglaublich trocken, als wäre alles ausgestorben. Dort, wo die Flüsse aber versickern, ist eine wunderschöne saftige Savanne entstanden, wo viele Elefanten und Gnus grasen. Von den Löwen fehlt jedoch jede Spur. Doch wir geben nicht auf und suchen weiter. Und dann sehe ich tatsächlich irgendetwas, das sich gerade unter einem Baum bewegt hat. Rückwärtsgang einlegen und da sehen wir es – ein in die Luft gestrecktes Pfötchen ist der Beweis, dass dort ein Löwe liegt.
Wir warten ab, aber bei den Löwen tut sich nichts. Die liegen einfach faul in der Gegend herum. Trotzdem bin ich ganz stolz, dass ich diese kleine Pfote entdeckt habe.

Abends machen wir es uns wieder am Feuer gemütlich und kochen mal wieder mit unserem Potije. Danach geht's ab ins Dachzelt.
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zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2013
23 Beiträge · seit 201419. Feb. 2014 · #35
Jetzt habe ich diesen tollen Reisebericht gefunden und muss leider feststellen, dass er leider nie zuende geschrieben wurde.
Vielleicht hat die Autorin dieses Beitrags ja wieder Lust gefunden 😉
705 Beiträge · seit 201414. Mai 2014 · #36
Blumenfee schrieb:Jetzt habe ich diesen tollen Reisebericht gefunden und muss leider feststellen, dass er leider nie zuende geschrieben wurde.
Ja, ein wirklich guter Bericht und schade dass er bisher nicht weiter geht.

Im Moment bin ich am Planen einer sehr ähnlichen Route zur gleichen Jahreszeit und die Tipps im Bericht sind toll.

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
Themenstarter151 Beiträge · seit 201111. Juli 2014 · #37
Hallo zusammen

Ja, was soll ich sagen... inzwischen ist es fast zwei Jahre her, dass wir auf unserer Reise waren. Zwei Jahre voller Ereignisse (3-monatige Südamerika-Reise, Umzug in die Schweiz, neuer Job, Hochzeit, ...). Aber, alles keine Entschuldigung, dass ich diese Geschichte nicht zu Ende erzählt habe. Tut mir wirklich leid! Ich werde mich heute Abend hinsetzen und zu Ende bringen, was ich angefangen habe. Versprochen!

Viele Grüsse
Ann-Kathrin
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Themenstarter151 Beiträge · seit 201112. Juli 2014 · #38
Tag 16 – Samstag, 13. Oktober 2012

Mal wieder klingelt der Wecker sehr früh – bereits um 5.15 Uhr stehen wir auf. Die Sonne scheint hier aber ein paar Minuten später aufzugehen. Wir fahren wieder in Richtung Savuti Marsh und halten Ausschau nach den Löwinnen von gestern, finden sie aber nicht. Nach einer Weile machen wir es uns neben einer Zebra-Gnu-Herde in unserem Auto gemütlich, trinken eine heiße Tasse Kakao und genießen den Ausblick auf die weite Ebene. Mal wieder ziehen am Horizont einige Wolken auf. Anschließend fahren wir noch etwas durch die Gegend und beschließen dann, weiter Richtung North Gate zu fahren.

Zwar sagten die Camp-Mitarbeiter, dass die Marsh Road befahrbar sei, da wir von Schweizern aber hörten, sie sei „sumpfig“ und von ihnen deswegen nicht befahren worden, entscheiden wir uns dagegen. Die Sandridge Road ist gut fahrbar und wir kommen zügig voran. Im Süden wird es währenddessen immer dunkler. Als der Weg noch mal an der Marsh vorbeiführt, bietet sich dadurch ein toller Anblick mit dem hellen Gras vor den dunklen Wolken.
Als wir durch das Mababe Gate fahren, ist es inzwischen komplett bewölkt und es fallen sogar ein paar vereinzelte Regentropfen. Oh oh, bitte kein Regen, wo wir hin wollen, ist es schon feucht genug! Wir lassen uns beschreiben, wie man zur North Gate Campsite kommt, denn die „Hauptstraße“ ist überflutet. Optimistisch fahren wir los, schon bald geht es über kleine Wege entlang des Khwai River. Die Landschaft ist zwar wunderschön, aber sind wir noch auf dem richtigen Weg?

Als wir nach einiger Zeit nicht mehr sicher sind, wo es weitergeht, kommt glücklicherweise ein Safari-Touri-Auto vorbei. Wir folgen ihm, bis wir an eine ziemlich breite Wasserdurchfahrt kommen. Der Guide hält gar nicht an, sondern fährt unbeirrt durch. Das Wasser läuft ihm dabei sogar über die Motorhaube seines Defenders. Da fahren wir NICHT durch! Es muss einen anderen Weg geben. Also machen wir uns direkt auf die Suche nach einer Alternativroute. 1,5 Stunden später stehen wir wieder vor dem tiefen Wasser. Es hilft nichts, wir müssen da durch. Letzte Stoßgebete werden ausgesprochen, dann fährt Dirk los. Erste Sandbank – noch ist alles okay. Dann geht’s ins Tiefe und Muddy meistert die Aufgabe mit Bravour. Wir haben zwar beide einen Puls von 250, aber es ist geschafft. Und das Wasser war auch bei uns kurz bis auf der Motorhaube…

Weiter geht’s, nur noch wenige Kilometer bis zum Camp laut GPS. Dann noch eine Wasserdurchfahrt, die sieht aber nicht so schlimm aus. Also Augen zu und durch, wieder klappt es. Mir fallen tausende Steine vom Herzen, als wir endlich das Camp erreichen.

Wir essen Mittag und machen eine Siesta, bevor wir noch mal zu einem Game Drive aufbrechen. Kaum 700m gefahren, sehen wir schon zwei Löwinnen faul herumliegen. Hoffentlich kommen die uns heute Nacht nicht besuchen. Auf der weiteren Fahrt sehen wir viele Elefanten und die sonstigen üblichen Verdächtigen. Am Ende stellen wir uns noch mal an das Löwen-Wasserloch, aber die beiden tun uns nicht den Gefallen, sich zu bewegen. Dafür kommt aber noch mal die Sonne heraus und wir machen tolle Bilder einer Elefantenherde im Sonnenuntergang.
Nach diesem ereignisreichen Tag sitzen wir gemütlich am Feuer und sind froh, endlich mal kein Fleisch auf dem Speiseplan zu haben. Heute gibt es leckere Spaghetti. Als wir im Dunkeln dasitzen, den Elefanten im Camp und den Löwen in der Ferne lauschen, holt Dirk Champagner und zwei Reise-Sektgläser heraus und wir verloben uns.

Zum Einschlafen sehen wir uns noch einen Film über Löwen und Geparden im Dachzelt auf dem Laotop an, während einige Tiere durch’s Camp marschieren.
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zuletzt bearbeitet 12. Juli 2014
1'409 Beiträge · seit 201012. Juli 2014 · #39
aku1986 schrieb:
Als wir im Dunkeln dasitzen, den Elefanten im Camp und den Löwen in der Ferne lauschen, holt Dirk Champagner und zwei Reise-Sektgläser heraus und wir verloben uns.

Zum Einschlafen sehen wir uns noch einen Film über Löwen und Geparden im Dachzelt auf dem Laotop an, während einige Tiere durch’s Camp marschieren.
omg, ein Traum....wie romantisch...!!! 😘 😘 🙄 🙄 😘 😘

Belated Congrats!!
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
Themenstarter151 Beiträge · seit 201112. Juli 2014 · #40
Tag 17 – Sonntag, 14. Oktober 2012

Inzwischen wachen wir schon immer ohne Wecker vor Sonnenaufgang auf. Das Prozedere hat sich eingespielt, sodass wir wieder als erste das Camp verlassen und uns noch mal den östlichen Teil der Gegend vornehmen. Anscheinend schlafen aber auch die meisten Tiere noch, dafür ist es landschaftlich im Morgenlicht unglaublich beeindruckend. Aufregendes Highlight der Tour ist mal wieder eine Hippo-Aktion. Anscheinend fährt Dirk etwas zu nah ans Ufer, jedenfalls steuern sofort einige Flusspferde zügig auf uns zu und geben uns deutlich zu verstehen, dass wir hier nichts zu suchen haben. Wir machen uns schnell vom Acker, diese Biester sind einfach unberechenbar.
Um 9 Uhr kehren wir zurück ins Camp, frühstücken ausgiebig, während sich die Meerkatzen um uns versammeln. Wie schnell die kleinen Mistkerle sind, glaubt man erst, wenn man es selber einmal erlebt hat. Im Nu sind sie irgendwie im Auto und klauen uns Cracker und Maiskolben. Unglaublich! Wir verschließen das Auto komplett und haben unsere Lektion gelernt.
Danach machen wir es uns gemütlich, lesen, sonnen uns und essen Mittag. Zwischendurch läuft ein Elefant vorbei. Wir genießen den Tag. Am Nachmittag ziehen wieder dunkle Wolken auf und wir wollen wieder los. Doch Muddy springt nicht an. Wir verstehen es nicht, haben aber schnell überbrückt und fahren dann los. Die Wolkenwand kommt immer näher, es sieht beeindruckend aus. Als es dann wie aus Eimern anfängt zu schütten und es kräftig blitzt und donnert, merken wir, wie der Scheibenwischer immer langsamer wird und die digitale Uhr nicht mehr lesbar ist. Sicherheitshalber fahren wir auf direktem Weg zurück zum Camp, jetzt ist es sowieso nicht mehr so schön.
Am Camp bestätigt sich unser Verdacht; die Batterie hat sich während der Fahrt nicht aufgeladen. Batterie kaputt? Lichtmaschine? Wir versuchen noch mal, mit Hilfe eines Namibianers zu überbrücken, aber das dauert bereits auffällig lange und auch danach lädt die Batterie nicht bei laufendem Motor. Ohoh, das bedeutet nichts Gutes. Heute Abend können wir aber sowieso nichts mehr machen. Also machen wir wieder ein großes Feuer, grillen Boerewoerst mit Maiskolben und legen uns danach gemütlich ins Dachzelt.
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