Northern Circuit & Zanzibar als Selbstfahrer 08/15

Reisebericht 42 Antworten · 14,8k Aufrufe · gestartet 06. Sept. 2015 von aku1986
Themenstarter151 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #1
Hallo zusammen

Seit einer Woche sind wir zurück; das zweite Mal Afrika, das erste Mal Tansania. 3 Wochen haben wir mal wieder viel erlebt - und auch wenn unsere Reise im August diesen Jahres stattfand, war es definitiv keine: 08/15-Reise. Aber wem sage ich das - ihr wisst ja, was man da immer so erlebt.

Und damit ich nicht zu viel Zeit mit dem Verarbeiten der Bilder und Berichte vertrödle, baue ich mir schon mal selber Druck auf und kündige hiermit meine Berichterstattung an... Wer also Lust hat, mitzureisen, ist herzlich eingeladen!

Was gibt es vorab zu erklären:
Unterwegs waren wir zu viert (im Bild unten v.l.n.r.) - mein Mann Dirk, ich Ann-Kathrin, meine Schwester Franziska (Zissi) und meine Mutter Maria (Moa). Dirk und ich waren schon mal 3 Wochen in Namibia und Botswana, meine Mutter vor über 30 Jahren einmal in Südafrika. Das war es dann auch mit unserer Afrika-Erfahrung. Aber Tansania stand bei mir schon lange auf dem Reiseplan und so einigten wir uns auf den diesjährigen August, da meine Mutter als Lehrerin sowieso immer etwas eingeschränkt ist, was die Jahreszeit betrifft.


haad7663.jpg



Bevor es aber losgeht, möchte ich noch ein paar Dinge loswerden. Ganz nach dem Motto "Hinterher ist man immer schlauer" gibt es doch die einen oder anderen Punkte, die ich hier gerne festhalten möchte - denn viel zu schnell hat man sie wieder vergessen. Die Liste ist jetzt doch etwas länger geworden, aber ich hoffe, dass ich dem einen oder anderen damit die Planung erleichtern kann.

Unsere Strecke
Mit eurer Hilfe stand der Reiseplan nach einiger Zeit - klar war sowieso, dass wir am Ende der Reise noch ein paar Relax-Tage auf Zanzibar anhängen wollten. Zum einen, um von dem ganzen Safari-Dreck wieder sauber zu werden, zum anderen aber vor allem für Dirk, der als leidenschaftlicher Kiter gerne noch ein paar Tage den Sommerwind ausnutzen wollte. In Arusha haben wir noch ein paar Routenänderungen vorgenommen und mussten auch in Lake Ndutu wegen Fahrzeugproblemen noch umplanen - so waren wir auf folgender Route unterwegs:

06.08.2015 Hinflug mit Lufthansa/Ethiopian Airlines von Hannover bzw. Zürich über Frankfurt und Addis Abeba nach Kilimanjaro
07.08.2015 Ankunft mittags, Mietwagenübernahme, Shopping, Übernachtung L'Oasis Lodge
08.08.2015 Fahrt zum Arusha NP, Übernachtung Arusha NP Public Campsite 01
09.08.2015 Arusha NP, Fahrt nach Longido, Übernachtung Masaai Campsite bei Longido
10.08.2015 Fahrt nach Lake Natron, Übernachtung World View Campsite
11.08.2015 Fahrt nach Serengeti Lobo (Einfahrt Serengeti NP 16:00), Übernachtung Lobo Public Campsite
12.08.2015 Fahrt zum Mara River, Übernachtung Tingitana Tented Camp
13.08.2015 Mara River, Fahrt nach Lobo, Übernachtung Lobo Hill Special Campsite
14.08.2015 Serengeti Lobo, Übernachtung Lobo Hill Special Campsite
15.08.2015 Fahrt nach Seronera, Übernachtung Sero 04 Special Campsite
16.08.2015 Serengeti Seronera, Übernachtung Tumbili Public Campsite
17.08.2015 Serengeti Seronera, Fahrt nach Moru Kopjes, Übernachtung Special Campsite 03
18.08.2015 Fahrt nach Lake Ndutu (Einfahrt NCA 16:00), Übernachtung Ndutu Safari Lodge
19.08.2015 Fahrt zum Ngorongoro Crater (Ausfahrt NCA 16:00), Übernachtung Panorama Campsite
20.08.2015 Fahrt zum Tarangire NP (Einfahrt 13:00), Übernachtung Tarangire Public Campsite
21.08.2015 Tarangire NP, Übernachtung Tarangire Public Campsite
22.08.2015 Tarangire NP - Fahrt zu den Swamps, Übernachtung Tarangire Public Campsite
23.08.2015 Tarangire NP (Ausfahrt 11:00), Fahrt nach Arusha, Rückgabe Mietwagen, Übernachtung L'Oasis Lodge
24.08.2015 Flug nach Zanzibar, Kiten, Übernachtung Belvedere Resort
25.08.2015 Kiten, Faulenzen, Übernachtung Belvedere Resort
26.08.2015 Kiten, Faulenzen, Übernachtung Belvedere Resort
27.08.2015 Schnorcheln, Fahrt zu Spice Farm und nach Stone Town, Übernachtung Belvedere Resort
28.08.2015 Kiten, Faulenzen, Übernachtung Belvedere Resort
29.08.2015 Rückflug über Kilimanjaro, Addis Abeba, Frankfurt nach Zürich bzw. Hannover
30.08.2015 Ankunft zu Hause

Im Nachhinein würde ich persönlich auf den Arusha NP verzichten - hier gingen unsere Meinungen aber auseinander. Ich fand ihn landschaftlich jetzt nicht so atemberaubend, auf der anderen Seite ist er so praktisch gelegen, dass man bei Problemen am Anfang jederzeit noch mal zurück nach Arusha kann.
Den Mara River in der Migrationszeit erlebt zu haben, ist schon etwas Besonderes. Wir waren nur 1,5 Tage und 1 Nacht oben, weil es so teuer war, etwas mehr Zeit wäre aber sicherlich entspannter gewesen und hätte natürlich die Chancen auf ein Crossing verbessert. Wobei man bei den Automassen da oben auch wieder froh ist, wenn man davon weg kann. Ein amerikanisches Paar war aber z.B. erfolgreich, in dem sie einfach am Kogatende Airstrip gefragt haben, ob sie dort übernachten dürften. Durften sie (irgendwo in der Nähe der Brücke) und hat sie nichts extra gekostet (hatten für die Nächte eigentlich Lobo Public Camp geplant). Manchmal muss man es einfach probieren. Da oben gibt es jedenfalls eigentlich keine Campsite und jedes Tented Camp kostet min. $200 pro Person.
Der Ngorongoro Crater hat uns alle ziemlich enttäuscht. Vielleicht lag es an der Jahreszeit oder daran, dass wir erst später am Morgen hineinfahren konnten. Wir hatten ihn uns jedenfalls irgendwie grüner und auch tierreicher vorgestellt. Reich war er eigentlich nur an Touristen. Am Beeindruckendsten fanden wir definitiv den Blick vom Kraterrand, den Aufenthalt innen drin empfanden wir alle als wenig eindrücklich.
Im Tarangire NP reicht sicherlich auch ein Tag weniger, auch wenn er zu dieser Jahreszeit wirklich sehr schön ist. Uns hat er von allen Landschaften mit der Lobo Region am besten gefallen.

Strecken
Wir haben auf unserer Tour aus meiner Sicht fünf recht selten gewählte Strecken befahren. Teilweise bereits im Voraus geplant, teilweise aber auch erst in Arusha entschieden, weil sie uns dort von unserem Mietwagen-Vermieter Nathan so empfohlen worden sind. Diese sind:

Arusha NP - Longido über das Momella Gate gen Norden
- problemlos machbar auch mit einem Fahrzeug
- gute Strecke, die viele Dörfer passiert
- in Tracks4Africa Karte

Longido - Lake Natron
- bis Kitumbeine gute Strecke, viel Wellblech, aber problemlos befahrbar, auch alleine
- ab Kitumbeine viele 4x4-Flussdurchfahrten (in unserem Fall trocken), irgendwann viel Staub und sehr einsam
- Strecke in Tracks4Africa Karte

Lobo - Kogatende Airstrip
- gute Strecke ohne Wellblech, die von allen Mara-Touristenautos befahren wird, also auch alleine machbar
- Strecke in Tracks4Africa Karte

Moru Kopjes - Lake Ndutu über Kusini Air Strip
- gute Strecke ohne Wellblech, jedoch sehr einsam und viele Tsetse, teilweise sehr sandig/staubig
- Strecke nicht in Tracks4Africa Karte

Lake Ndutu - Ngorongoro Crater über Endulen
- gute Strecke ohne Wellblech, jedoch sehr einsam und manchmal schwer im Sand auszumachen
- extrem sandig/staubig
- Strecke in Tracks4Africa Karte

Detail-Beschreibungen der Strecken findet ihr in den jeweiligen Tagesberichten. Alle Strecken waren grundsätzlich gut und unproblematisch befahrbar (zumindest zu unserer Zeit im August), einige davon jedoch sehr wenig befahren, sodass ich sie mit nur einem Fahrzeug nicht wählen würde. Hinzu kommt, dass nicht alle Strecken auf der Tracks4Africa-Karte hinterlegt sind, wo wir direkt zum nächsten Punkt kommen.

Tracks4Africa
Die Karte hat uns in Namibia und Botswana sehr gute Dienste geleistet, weswegen ich sie direkt wieder für Tansania heruntergeladen habe. Leider musste ich jedoch feststellen, dass viele Routen nicht (mehr) korrekt vermerkt sind und viele andere POIs (Special Campsites oder das Visitor Center in Seronera) fehlen. Das machte es uns teilweise etwas schwer, die jeweilige Campsite zu finden.

Reisezeit
Sicherlich hätte ich den August nicht ausgewählt, wenn wir unabhängig von meiner Mutter als Lehrerin hätten planen können. So ging es aber nicht anders und wir haben aus meiner Sicht die dafür am besten passende Route gewält. Hier und da war die Landschaft aber trotzdem wie leergefegt - zum Beispiel in der Lobo Region und natürlich auch um Moru Kopjes und Ndutu, aber das wussten wir vorher. Andere Monate, in denen auch noch mehr Tiere der Migration unterwegs sind, sind da sicherlich noch mal besser geeignet. Dafür war das Wetter die ganze Zeit über sehr angenehm mit warmen aber nicht zu heissen Temperaturen am Tag und kühlen Nächten.

Campsites
Wir hatten die meisten unserer Campsites vorgebucht, da wir gerne viel echtes Afrika-Feeling haben wollten - auch wenn manche von uns schon zu den eher ängstlichen Personen gehören. Hier unsere Top- und Flop-Liste der Camps:

Top 1: Sero Special Campsite 04, Serengeti NP
Grandioser Platz unweit der vielen Public Campsites aber trotzdem ganz allein und direkt unter einer Schirmakazie mit Blick über die leicht abfallende Savanne. Rund herum Gnus, Zebras, Elefanten, Giraffen, haufenweise Hyänen und in der Nähe auf jeden Fall auch Löwen (Amerikaner hatten vor uns Löwenbesuch, der einen Campingstuhl zum Spielen benutzt hat).

Top 2: Tarangire Public Campsite, Tarangire NP
Wunderschön gelegen mit tollem Ausblick über den Park. Viel Elefanten-, Zebra &Co-Besuch und zu unserem Zeitpunkt vollkommen leer, sodass wir ihn meist nur mit einer anderen Selbstfahrer-Partei geteilt haben. Für diese Campsite haben wir unsere Terminalia Special Campsite-Buchung verfallen lassen.

Top 3: World View Campsite, Lake Natron
Wunderschön gelegen, grün wie eine Oase nach langer Fahrt. Die saubersten sanitären Anlagen der Reise - man muss sich hier einfach wohlfühlen.

Flop: Terminalia Special Campsite
Am Ende der Welt (okay, am Ende einer 9 km-langen Sackgasse) irgendwo im Tarangire NP gelegen. Fernab vom Fluss, sodass wenig Tiere in der Nähe sind. Keine Aussicht. Wir sind trotz unserer Buchung lieber auf der Public Campsite geblieben.

Mietwagen von Tanzanian Pioneers / Serengeti Select Safaris
Wir haben uns für diesen Anbieter entschieden, weil er mehrfach empfohlen wurde und in jeglichen Vergleichen auch der günstigste Anbieter war. Wir waren zu viert und haben uns von Anfang an dafür entschieden, zwei Fahrzeuge zu mieten. Von den Sitzplätzen her hätte zwar ein Fahrzeug gereicht, aber garantiert nicht vom Stauraum her. Mit Einkäufen für zwei Wochen sowie Reisegepäck, Feuerholz und Campingausrüstung wird es schon bei zwei Fahrzeugen eng. Wir hatten einen Defender mit zwei Dachzelten und einen ohne Zelte. Ich würde es immer wieder so mieten, anstatt ein Zelt auf jedem Dach zu haben. So konnten wir viele Pirschfahrten nur mit einem Fahrzeug machen, während das andere mit den Zelten einfach stehen geblieben ist. Ausserdem konnten wir dadurch hervorragend die Dachluke beim Pirschfahrt-Fahrzeug nutzen. So ist meist einer gefahren und die anderen drei standen auf der Rückbank und haben die Aussicht durch die Dachluke genossen.
Nun aber zum Vermieter. Die Kosten lagen bei US$ 100 / Tag / Fahrzeug wobei 100 km inbegriffen sind pro Tag. Eigentlich bedeutet das also: Man zahlt einfach $1/1 km. Das Gute an diesem Konzept ist, dass man nicht in Stress kommt - man muss den Reisezeitraum nicht unter Druck möglichst klein halten, um einen Tag Miete zu sparen, sondern zahlt einfach das, was man am Ende gefahren ist - ob man dafür einen Tag mehr oder weniger gebraucht hat, ist nicht entscheidend, da man meist sowieso nicht unter die 100 km/Tag kommt. Hinzu kommt, dass unser Ansprechpartner Nathan in Arusha so kulant war, dass er in unserem Fall nicht pro Fahrzeug abgerechnet hat, sondern beide Kilometerstände addiert und diese Summe durch 2 geteilt hat. Dadurch, dass wir die Fahrzeuge unterschiedlich stark genutzt haben, wären wir sonst mit dem Camping-Fahrzeug tatsächlich unter den 100 km /Tag geblieben und hätten eigentlich mehr zahlen müssen. Wir haben am Ende insgesamt 3'300 km (2'000+1'300) absolviert und haben dementsprechend $3'300.- für zwei Fahrzeuge über 16 bzw. 17 Tage gezahlt. Von den Kosten her war hier also alles vollkommen in Ordnung und sehr empfehlenswert.
Wir haben alle unsere Buchungen und Absprachen im Voraus mit Daniel gemacht, der in Deutschland sitzt und als Ansprechpartner fungiert. Hier kamen alle Antworten sehr schnell und wir haben auch viel Hilfe bei der Reiseplanung bekommen. Was mich gestört hat, war jedoch die Tatsache, dass wir im Voraus leider falsch über die Ausstattung der Fahrzeuge informiert wurden. Obwohl es auf der Website so kommuniziert ist und ich bzgl. einiger Ausstattungen extra vorab noch mal nachgehakt hatte, hatten die Fahrzeuge weder zwei Batterien, noch einen AUX-Anschluss geschweige denn überhaupt ein Radio. Hinzu kam, dass wir die Fahrzeuge eigentlich am Ankunftstag übernehmen wollten, vor Ort aber niemand darüber Bescheid wusste - sie hatten die Übernahme für den nächsten Morgen geplant. Da wäre aber Feiertag gewesen und wir hätten nicht einkaufen gehen können. Zum Glück waren sie so flexibel, dass sie uns kurzfristig eins der beiden Autos gegeben haben, damit wir das Shopping schon mal hinter uns bringen konnten.
Die Campingausrüstung war einwandfrei - wobei man explizit darauf hinweisen sollte, ob man mit den zwei Autos immer gemeinsam unterwegs ist oder nicht. Wir haben Amerikaner getroffen, die nicht immer mit ihren Familienmitgliedern im anderen Fahrzeug die gleiche Tour gemacht haben und so sie viele Abende ohne Tisch oder ohne Gaskocher hatten. Ist aus meiner Sicht aber ein Abstimmungsthema vorab.
Wie soll ich am besten den Zustand der Fahrzeuge beschreiben? Natürlich hat man bei diesem Mietpreis deutlich niedrigere Ansprüche an ein Auto. So war ich auch weder positiv noch negativ überrascht, als wir sie übernommen haben. Äusserlich waren sie sowieso super in Schuss und hatten fast neue Reifen. Innen waren sie natürlich entsprechend abgenutzt und bis auf die wichtigsten Funktionen Fahren, Licht, Scheibenwischer und Fensterheber hat auch nichts mehr funktioniert - keine Heizung, keine Klimaanlage und kein Radio. Aber auch das war für uns kein Problem. Die Kupplung bei einem Fahrzeug war sehr gewöhnungsbedüftig, die Stossdämpfer bei beiden nicht mehr neuwertig - bei den Strassenbedingungen aber auch kein Wunder. Grundsätzlich also eigentlich alles soweit okay, man sollte sich eben nur bewusst sein, dass man hier keine Neuwagen mietet. Wir hatten dazu mit einem unserer Fahrzeuge einen Haufen Probleme, die ich zumindest kurz erwähnt haben möchte: Batterie leer (konnten wir überbrücken), Radmuttern lose (was man eigentlich nur hört, wenn man zwischendurch mal auf Asphalt fährt, zum Glück haben wir es gemerkt, bevor das Rad ab war), mehrfach an verschiedenen Stationen der Reise Zündungsprobleme (sprang z.B. an, ging aber bei Loslassen des Schlüssels wieder aus, musste mal bergab gestartet werden...), gebrochener Stossdämpfer mit dadurch beschädigtem Treibstoffschlauch (der Schaden geht wohl auf unsere Kappe). Alle Schäden konnten überall soweit repariert werden, dass man weiterfahren konnte, aber natürlich waren wir dadurch konstant immer ein bisschen in Sorge, und hätten wir nur dieses eine Problem-Fahrzeug gehabt, hätten wir ein paar Mal doof dagestanden. Positiv lässt sich aber vermerken, dass man Nathan zu jeder Zeit immer über das zur Verfügung gestellte tansanische Notfall-Handy erreichen konnte.
Als Fazit kann man also sagen, dass für uns soweit alles gestimmt hat. Die Fahrzeuge haben mehr oder weniger gut zwei Wochen gehalten, wobei sie in keinem grandiosen, aber einem akzeptablen Zustand waren. Man sollte aber immer darauf gefasst sein, dass man hier und da mal Probleme bekommt und ein paar Stunden oder vielleicht auch mal einen Tag verliert. Daniel in Deutschland war sehr hilfsbereit, da es aber einige elementare Fehlinformationen vorab bzgl. der Fahrzeuge gab, würde ich beim nächsten Mal direkt die Abstimmung mit Nathan vor Ort suchen - zumindest bzgl. der Fahrzeuge. Ich weiss aber nicht, ob das möglich ist. Auch Nathan war vor Ort sehr hilfsbereit und hat sich unsere Route noch genau angesehen und hier und da Empfehlungen gemacht, die allesamt sehr gut waren. Es ist insgesamt alles sicherlich etwas chaotisch, aber damit auch ein Teil des "Abenteuers" und ich würde wieder bei ihnen mieten.

Tanken
Mit unseren Fahrzeugen hatten wir bzgl. Sprit keinerlei Probleme, trotzdem möchte ich noch mal kurz auflisten, wo wir überall Diesel bekommen haben - das erleichtert die Planung doch etwas. Trotzdem muss ich hinzufügen: Alle Angaben ohne Gewähr. Auf unserer Reise gab es hier Diesel, ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es an einigen dieser Stellen häufiger mal leere Tanksäulen geben könnte.
Arusha, Usa River, Longido, Wasso, Serengeti NP Seronera, Karatu, Mto wa Mbu

Einkaufen
Wir haben unseren Grosseinkauf im Meat King sowie im Shoprite in Arusha gemacht. Der Meat King hatte sehr günstiges Fleisch, allerdings war die Qualität zwar in Ordnung aber nicht besonders - man sollte nie ein tansanisches Rinderfilet mit einem europäischen verwechseln. Im Shoprite haben wir alles zum Überleben für zwei Wochen gefunden, wenn auch die Auswahl nich überragend war. Wir haben vor allem "richtiges" Brot vermisst - in den meisten Ländern gibt es zumindest Pumpernickel, aber hier gab es nur labberiges Toastbrot. Leider hatte die Bäckerei in Usa River auch nicht geöffnet. Zum Glück hatten wir noch die Idee, Hefe, Alufolie und Mehl mitzunehmen - so haben wir uns sehr leckeres Brot in der Lagerfeuer-Glut bzw. Fladen in der Pfanne gebacken. Sehr empfehlenswert!
Unterwegs gab es noch einen Supermarkt in Usa River und kleine Läden in Longido, Wasso, Seronera und unterwegs bis zum Tarangire. Auch grössere Läden in Karatu.

Tsetse-Fliegen
Jeder, der schon einmal von diesen Viechern angefallen worden ist, wird mir zustimmen: diese Biester sind extrem nervig und können die Stimmung auf einer Pirschfahrt komplett kippen. Sie sind penetrant, beinahe unsterblich und von ihren Stichen hat man teilweise tagelang etwas. Deswegen haben wir ein Konzept von Erika (vielen Dank noch mal für die Bilder irgendwo in deinem Reisebericht!) übernommen, für das wir immer wieder sehr dankbar waren. Es ist eigentlich ganz einfach: Wir haben aus Deutschland gewöhnliche schwarze (durch die kann man besser durchschauen als durch die weissen) Fenster-Fliegennetze mitgenommen, sie etwas zugeschnitten und an einer Seite zusammengenäht. So konnten wir sie bei Bedarf einfach über die Fahrer- bzw. Beifahrertür "rüberstülpen", an der nicht zugenähten Seite zusammenknoten und fertig war unser perfekter Tsetse-Schutz. Damit es auch wirklich dicht ist, haben wir noch diese Klebe-Klett-Streifen (sind auch in einer Fenster-Ausrüstung dabei) mitgenommen und sie aussen auf den Türrahmen geklebt; dort, wo das Fenster in der Tür verschwindet. Man braucht diese Netze nicht auf der ganzen Reise, doch wir hatten Gebiete - insbesondere Lobo, Tarangire und ganz extrem zwischen Moru Kopjes und Ndutu, wo wir richtig angefallen wurden. Und da zumindest unsere Fahrzeuge keine funktionierende Klimaanlage hatten, waren geschlossene Fenster leider auch keine dauerhafte Option. Wer genauere Tipps dazu braucht - einfach gerne melden!


hf6f1c06.jpg



Zuletzt noch die Auflistung der Dinge, die ich auf keiner Afrika-Reise mehr vermissen wollen würde:
- Reise-Hängematte; immer wieder sehr bequem in der Mittagspause
- Camping-Dusche; ideal, um sich auf den Special Campsites richtig zu duschen
- zwei Kameras; wer Wert auf Fotos legt und mit Spiegelreflexkamera unterwegs ist, sollte nicht an den Objektiven sparen - ein ordentliches Tele ist natürlich Pflicht, wobei 300mm mindestens dabei sein sollte. Ein zusätzlicher Weitwinkel ist für die tollen Landschaften ideal - unbedingt auf einer zweiten Kamera montieren, denn bei dem Staub überall sollte man nie das Objektiv abschrauben. Ausserdem hat man dann immer das falsche Objektiv zur falschen Zeit montiert... Da das alles extrem viel Geld kostet, habe ich mir die zweite Kamera geliehen - sollte man aber immer im Bewusstsein machen, dass das Material dort vor Ort unter Staub und Dreck leidet.
- Ferngläser; damit man schneller erkennen kann, dass es doch nur ein Baumstamm ist...
- Steinschleuder; wirkt schon prophylaktisch bei allen Pavianen Wunder
- Funkgeräte; wenn man mit zwei Fahrzeugen unterwegs ist, die einzige Möglichkeit zu kommunizieren, sich zu warnen, o.ä.
- Spannungswandler; konvertiert Zigarettenanzünder-Strom zu Steckdosen-Strom 🙂, nur so kann man Kamera-, Computer-, Funkgerät-Akkus etc. laden, denn Strom gibt es auf keiner Campsite

So, mehr fällt mir momentan nicht mehr ein. Wie gesagt, ich hoffe, dass diese Vorab-Infos schon mal einigen Leuten bei der Planung helfen werden. Es sind alles natürlich immer subjektive Eindrücke, aber ich hoffe, sie helfen trotzdem.

Mit dem nächsten Beitrag geht es dann los...

Liebe Grüsse
Ann-Kathrin
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2015
2'396 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #2
Hallo Ann-Kathrin,

da kommt mir doch vieles bekannt vor! Ich freu mich darauf, mit Euch zu reisen - Dein Bericht ist abonniert!

LG aus dem sonnigen HH,

Karsten

Edit: Unser Fahrzeug hatte 2 Batterien, war aber keins der beiden auf dem Foto.
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2015
3'175 Beiträge · seit 200606. Sept. 2015 · #3
Hallo liebe Ann-Kathrin!

Da scheint ihr ja einen tollen Urlaub gehabt zu haben!

Verstehe ich das richtig, dass ihr 200US DOLLAR pro Tag für ein Auto bezahlt habt!

War da der Sprit includiert?

Vielen Dank, bin schon gespannt wie es weiter geht.

Liebr Grüsse vom Sambesi!

Joerg
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2015
1'450 Beiträge · seit 200606. Sept. 2015 · #4
Hallo Ann-Kathrin,

schön zu lesen, dass es Euch gefallen hat.
Ja, auch mir kommt sehr vieles von Dir geschriebene sehr bekannt vor.

Ich habe ja bisher immer Tanzanian Pioneers empfohlen, weil wir zweimal wirklich sehr zufrieden mit der Abwicklung und auch dem Auto waren. Aber unterdessen habe ich so viele negative Rückmeldungen bekommen (teilweise schreibst Du ja auch etwas), dass ich diese Firma nicht mehr mit gutem Gewissen empfehlen kann.

Jetzt bin ich richtig neugierig auf Deinen Reisebericht.

Gruss Beate
Themenstarter151 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #5
Verstehe ich das richtig, dass ihr 200US DOLLAR pro Tag für ein Auto bezahlt habt!

War da der Sprit includiert?
Hallo Joerg

Nein, die Gesamtkosten von 3'300 US Dollar waren für 2 Fahrzeuge. Also haben wir ca. 100 US Dollar pro Tag pro Fahrzeug gezahlt. Exkl. Sprit natürlich.
Aber unterdessen habe ich so viele negative Rückmeldungen bekommen (teilweise schreibst Du ja auch etwas), dass ich diese Firma nicht mehr mit gutem Gewissen empfehlen kann.
Hallo beate

Ja, es ist nicht alles glatt gelaufen - aber ich habe noch von keinem vergleichbar günstigen Vermieter in Arusha gehört, von daher würde ich sie, wenn auch nicht uneingeschränkt, trotzdem empfehlen.

Viele Grüsse
Ann-Kathrin
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2015
1'450 Beiträge · seit 200606. Sept. 2015 · #6
Ja, das stimmt. Die sind mit Abstand die günstigsten und natürlich weiss man nicht, wie gut ein Katastrophen-Management bei anderen Vermietern klappen würde.
Denn ,nachdem der grüne Defender wegen Unfall mit Totalschaden ausgefallen ist, hat sich Nathan mit der Organisation dieses Sonderfalles bestimmt keine Medaille verdient. Eher im Gegenteil.

Gruss Beate
Themenstarter151 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #7
Denn ,nachdem der grüne Defender wegen Unfall mit Totalschaden ausgefallen ist, hat sich Nathan mit der Organisation dieses Sonderfalles bestimmt keine Medaille verdient. Eher im Gegenteil.
Beate, ich weiss leider nicht, was du hiermit meinst. Ich habe zwar auch von einem Totalschaden gehört (da gab es ja kurz die Missverständnisse mit unserem Dachzelt), aber kenne keine Details. Ich kann nur unsere "Krisensituationen" beurteilen und da wurde schnell und pragmatisch eine Lösung gefunden.

Liebe Grüsse
Ann-Kathrin
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
1'450 Beiträge · seit 200606. Sept. 2015 · #8
Ja, Du warst es, die im Forum angefragt hatte, nachdem TP Euch ein Bodenzelt vorgeschlagen hat.
OK, Ihr habt ein Dachzelt bekommen. Und das ist gut so, denn Ihr hattet es auch gebucht.
Nur leider scheint Nathan dieses vom Unfall beschädigte Dachzelt bei einem anderen Kunden aufs Auto gepackt zu haben. Und diesen Kunden war das dann nach ein paar Tagen doch zu gefährlich und sie sind auf Lodges ausgewichen.
Auch scheint der einzige, wirklich gut funktionierende Kühlschrank in diesem verunglückten Auto gewesen zu sein, denn ich höre jetzt auch von anderen Kunden, dass deren Kühlschrank nicht funktioniert hat.

Aber trotzdem freue ich mich mit Euch, dass Euch der Urlaub im Grossen und Ganzen gefallen hat. Denn Tanzania ist wirklich ein tolles Reiseland. Wir würden nur allzu gerne wieder hinfliegen, nur wird es uns einfach zu anstrengend, jeden Tag aufs Auto zu steigen 🤩

LG
Beate
Themenstarter151 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #9
Donnerstag, 06. August 2015
von Ann-Kathrin

Der heutige Tag beginnt recht unterschiedlich: Während Dirk und ich noch arbeiten müssen, haben Zissi und Moa frei. Deswegen können sie auch schon früh losfahren, um Rosa (Zissis Hund) in Hannover abzusetzen. Nach gemütlichem Kuchen werden sie von dort zum Flughafen Hannover gebracht, wo sie das ganze Prozedere hinter sich bringen.

Dirk und ich machen uns etwas später nach einem langen und typisch stressigen letzten Tag im Büro um 18 Uhr auf den Weg zum Bahnhof Schlieren, von wo wir mit dem Zug gemütlich zum Zürcher Flughafen fahren. Zum Glück haben wir bei den wahnsinnigen 35°C nicht noch unser Gepäck dabei - das hatten wir glücklicherweise schon gestern aufgegeben. Dort angekommen essen wir noch schnell etwas und gehen anschliessend durch die wie immer zügige Security zum Gate. Zuerst einma sind wir damit beschäftigt, unser Handgepäck so klein wie möglich aussehen zu lassen, denn der Kitebag sieht schon sehr gross aus - und da der Fotorucksack zwar klein aber doppelt so schwer ist wie erlaubt, wollen wir möglichst wenig Aufmerksamkeit erregen.

Als Zissi und Moa in Frankfurt landen, startet unser Flieger pünktlich in Zürich, sodass die Hoffnung steigt, dass wir unseren Anschlussflug kriegen werden. Tatsächlich landen wir auch früh in Frankfurt und erreichen dadurch nach einem kurzen Sprint unser nächstes Gate, wo Zissi und Moa bereits auf uns warten. Also trinken wir noch ein Radler und stossen auf die nächsten drei Wochen an.

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Der Zürcher Flughafen von oben.
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2015
Themenstarter151 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #10
Freitag, 07. August 2015
von Ann-Kathrin

Der Übernachtflug mit Ethiopian Airlines verläuft unspektakulär und geht schnell vorbei. Wir schlafen viel und essen erstaunlich gut, sodass wir relativ erholt am Morgen im verregneten Addis Abeba ankommen. Dort haben wir einen längeren Aufenthalt, den wir mit Cappuchino und Orangensaft überbrücken. Pünktlich geht es vormittags weiter zum Kilimanjaro Airport, wobei wir kurz vor der Landung schon einen Blick auf den höchsten Berg Afrikas werfen können, wenn wir auch leider auf der falschen Seite sitzen.

Nach dem verregneten Äthiopien sieht hier das Wetter schon besser aus. Wir bringen das ganze Einreise-Prozedere hinter uns und werden von unserem Fahrer Dennis abgeholt, der uns vorbei an Hirten mit vielen Rindern, Ziegen und Eseln und am Ende durch klitzekleine chaotische Strassen zur Lodge bringt. Dass wir diese erste Fahrt bei den vielen Kamikaze-Fahrern überleben, freut uns schon mal. Aber warum bringt er uns eigentlich zur Lodge? Sollten wir nicht eigentlich unsere Fahrzeuge entgegennehmen? Nein, anscheinend hat es ein Missverständnis gegeben und unsere Fahrzeugübergabe ist für morgen Früh eingeplant. Nach einigen Gesprächen einigen wir uns aber darauf, dass wir heute zumindest schon mal ein Fahrzeug für die ganzen Einkäufe bekommen. Und so nehmen wir Fahrzeug Nr. 1 entgegen. Von aussen noch okay, aber innen schon sehr alt - und trotz anderer Ankündigung ohne Radio und ohne zweite Batterie. Egal, klappt schon irgendwie alles.

Wir gehen also Fleisch kaufen im Meat King und suchen danach den Shoprite Supermarkt auf. Egal wo man anhält oder aussteigt - sofort sind überall Menschen, die einem irgendwas verkaufen wollen. Wir haben aber kein Interesse und sie verstehen es auch immer - manche früher, manche später. Im Shoprite sind wir sicherlich zwei Stunden mit dem Grosseinkauf für zwei Wochen beschäftigt. Dank meiner Shoppingliste geht alles zwar einigermassen geordnet, doch trotzdem sind wir heilfroh, als wir irgendwann endlich unsere vier Einkaufswägen in den Defender geladen haben. Todmüde, dehydriert und dreckig arbeiten wir uns durch den Feierabendverkehr im Dunkeln zurück zur Lodge. Fahrerin des Tages ist übrigens Zissi, da sie als einzige bei der Fahrzeugübergabe ihren Führerschein dabei hat. Sie meistert das afrikanische Linksverkehr-Chaos mit Bravour.

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Unser Grosseinkauf.

In der L'Oasis Lodge geniessen wir nach einer warmen Dusche das leckere Abendessen. Danach sind wir fix und alle und gehen direkt schlafen.

Fazit Unterkunft: L'Oasis Lodge
$106 pro Doppelzimmer inkl. Frühstück

Versteckt gelegene Lodge im Randgebiet von Arusha. Bei der Fahrt denkt man, man wäre falsch, da die Straßen rund herum sehr einfach und die Häuser sehr ärmlich sind. Die Lodge selber ist ummauert und bietet viele Zimmer bzw. freistehende Bungalows in einer netten Anlage. Alles sauber, wenn auch teilweise etwas in die Jahre gekommen. Großer Loungebereich, Pool. Kleine Speisekarte mit ca. 15 Dinner-Gerichten, aber alles lecker, teilweise waren die Portionen etwas klein. Frühstücksbüffet. WLAN kostenlos. Nur ca. 7 Minuten Fahrt von Serengeti Select, 1h Fahrt zum Kilimanjaro Airport.
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1'835 Beiträge · seit 201506. Sept. 2015 · #11
Hallo ihr Vier Globetrotter!Schön euch auf diesem Forum auf euren Fotos wiederzusehen. Wir haben uns auf dem Tarangire Public CS zum ersten Mal getroffen und du hast mir so lieb erklärt wo wir den Leopard im Boabab (reimt sich fast!
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
1'835 Beiträge · seit 201506. Sept. 2015 · #12
Ach so, Kurzantwort ist nur 2 Zeilen? Da muss ich lernen wie das geht mit all den Tasten!

Item, sagte noch dass ich dank Beate und deinem Reisebericht mich hier bei eurem Forum angemeldet habe und werde nun deinen Bericht mit Interesse verfolgen und natürlich mit unserer Erfahrung vergleichen.

Mein Mann sagt auch "hi" und ist nur enttäuscht dass er deinen Bericht nicht verstehen kann, da er nur ein wenig Bärntütsch versteht.
Ich werde in nächster Zukunft meinen Trip report schreiben, aber auf English weil mir das leichter geht als auf Deutsch, und werde ihn dann auf Safaritalk.net und etwa tripadvisor publizieren. Bin aber noch lange nicht so weit. Hatte grosse Probleme mit meinem Mac unsere Fotos aufzuladen und habe noch keine sortiert.
Freue mich auf deinen Bericht und Bilder!
Liebe Grüsse auch an Maria, Franziska und Dirk. War schön euch zu treffen!

Und es gibt natürlich eine kleine Story wieso wir uns in der L'Oasis Lodge nicht noch mal getroffen haben!
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Themenstarter151 Beiträge · seit 201106. Sept. 2015 · #13
Hallo Sadie
Super, dass wir uns hier wieder treffen! Dann muss ich erstmal schnell unseren Reisebericht schreiben, denn wenn eurer kommt, verblasst unserer dagegen - bei dem, was ihr alles erlebt habt! 😉
Liebe Grüsse zurück!
Ann-Kathrin
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1'835 Beiträge · seit 201507. Sept. 2015 · #14
Also Sadie ist mein Mini Dackel. Ich heisse Katrin, wie du.
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zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2015
1'835 Beiträge · seit 201507. Sept. 2015 · #15
Himmel, wieder hat es nicht alles gedruckt. Was mache ich den falsch? 😈

Also wollte noch sagen dass ich deinen RB von 2012 auch mit Interesse gelesen habe. Weisst du dass wir euch genau drei Wochen Voraus waren? Fast die gleiche Strecke gemacht und es war auch unser erstes Afrika Safari Abenteuer. Gleiche Komentare hatten wir auch. Wieso denn Bots und nicht Südafrika zuerst?
So hat uns der Afrika Virus gepackt. Dann im 2013 machten wir Krüger Park, letztes Jahr dann Kgalagadi, CKGR, Nxai Pan und Boteti, dazu wieder Moremi und Etosha.

Freue mich auf deinen Bericht!

Grüsse an die CH.
Katrin

Vermisse die Berge!
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1'737 Beiträge · seit 201007. Sept. 2015 · #16
Hallo Aku

Man ist die Zeit schnell vergangen. Ihr seit schon wieder zurück. Es ist doch hoffentlich noch ein Plätzchen frei in einem Eurer Autos, denn ich möchte bitte mit. Ich bin gespannt, wie Ihr die Gnus erleben durftet. Da wird mir einiges sehr bekannt vorkommen. Ich bin noch immer beim Bilder sichten - also im Kopf mittendrin im Geschehen.

Danke fürs Reisebericht schreiben.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter151 Beiträge · seit 201107. Sept. 2015 · #17
So, nach drei Versuchen gebe ich es für heute auf, erfolgreich einen weiteren Bericht zu posten. Vielleicht habe ich morgen mehr Glück. 😈 😈 😈

Christa, willkommen an Bord!

Liebe Grüsse und einen schönen Abend an alle!
Ann-Kathrin
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Themenstarter151 Beiträge · seit 201111. Sept. 2015 · #18
Hallo zusammen

Es tut mir sehr leid, technische Probleme Sorgen momentan dafür, dass ich keine Bilder hochladen kann. Woran es genau liegt., kann ich nicht sagen, ich nehme an es liegt am Laptop.
Ich werde es weiter versuchen.

Liebe Grüße und schönes Wochenende
Ann-Kathrin
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zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2015
6'369 Beiträge · seit 201120. Sept. 2015 · #19
Hoi Ann-Katrin
aku1986 schrieb:Bei der Fahrt denkt man, man wäre falsch, da die Straßen rund herum sehr einfach und die Häuser sehr ärmlich sind.
Genau so ist's mir beim ersten Mal auch vorgekommen! 😄

Bin dabei und freue mich auf den weiteren Bericht! 🙂

Tante Edit meint: Der RB wurde soeben in die Zusammenfassung Reiseberichte Tansania eingefügt....
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2015
Themenstarter151 Beiträge · seit 201121. Sept. 2015 · #20
So, nachdem ich mich ernsthaft mit meinem Laptop auseinandergesetzt habe, möchte ich es heute wieder probieren. Ich hoffe, der Upload der Bilder funktioniert jetzt...

Samstag, 08. August 2015
von Zissi

Um halb 7 geht der Wecker und wir machen uns fertig für das Frühstück, wobei es den ersten Vorgeschmack auf Nicht-Zivilisation gibt: Klospülung funktioniert nicht, es läuft nur heißes Wasser und schließlich fällt auch noch der Strom aus. Welcome to Africa! Dazu kommt, dass das Wetter grau und ungemütlich ist und es auch leicht tröpfelt. So verläuft das Frühstück dann aber gemütlich bei Kerzenschein und es gibt Pfannkuchen, Obst und heiße Getränke. Doch noch ein guter Start in den Tag und auch der Nieselregen trübt die Laune nicht.

Wir fahren nach dem Frühstück zu Serengeti Select, wo Nathan uns die Fahrzeuge erklärt, Checklisten mit uns durchgeht, die Route bespricht und zahlreiche Tipps und Hinweise gibt. Etwa zwei Stunden später sind wir dann mit allem durch und voller Freude, endlich loszufahren. Vorher lassen wir uns aber noch Kaffee, heiße Schoki und Cola in einem angrenzenden Café schmecken.


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So ist es letztendlich 13:00 Uhr ehe wir von Arusha abfahren. Per Funkgerät haben wir die beiden Autos miteinander verbunden, damit wir uns nicht aus den Augen verlieren können und uns immer über alles auf dem Laufenden halten können. Bei einem kurzen Stopp in Usa River kaufen wir noch die Dinge ein, die wir am Vortag vergessen haben. Leider hat die German Bakery geschlossen, sodass wir die nächsten Wochen mit Toastbrot auskommen müssen.

Der Arusha NP ist unser erstes Ziel und schon bald sind wir auf den holprigen Straßen unterwegs. Monkey (Spitzname vom silbernen Auto) vorne, Gecko (Spitzname vom blauen Auto) hinten. Zuallererst sehen wir ein paar Paviane, wobei wir von diesen über den ganzen Tag verteilt noch ganze Horden sehen. An einem Aussichtspunkt oben am Kraterrand müssen unsere Kameras alles an Zoom geben, was geht, um mehr als die beiden lustigen Vögel im Baum über uns zu zeigen: Gaaaanz weit Weg am Waldrand des "kleinen Ngonrongoro" haben wir nämlich eine Herde Büffel entdeckt.


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Wir fahren immer weiter am Kraterrand entlang, doch bis auf diese Tiere und eben Paviane sehen wir nichts weiter. Aufrund der tiefhängenden Wolken gibt es auch keine Chance, den Kili zu sehen. Also geht es zurück und dann in Richtung Campsite. Unterwegs sehen wir die erste Giraffe!!! 🙂 Ich finde zwar, dass sie recht klein ist, bin aber trotzdem begeistert. Kurz darauf sehen wir noch mehr Giraffen, eine weitere Herde Büffel, eine Wasserdingsbumbsochsengazellenantilope (Übersetzung von Ann-Kathrin: Ellipsen-Wasserbock) und noch ein paar Dik Diks.


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Nachdem wir die Schlüssel für die Campsite geholt haben, fahren wir genau dorthin (Camp 1) und sehen kurz vor Ankunft noch Odumdidum (Übersetzung von A-K: Colobus-Affen) und ein paar andere Affen, deren wildes Treiben wir noch ein wenig beobachten.

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Erst dann bauen wir eine Stunde lang das Dachzelt und das sonstige Equipment auf und sortieren alles. Moa und ich "duschen", doch das Wasser ist nur ein dünner Strahl und eiskalt. Brrrr. Wir ziehen uns im Anschluss warm an und dann gibt es - passend zum kalten und feuchten Wetter - leckeres Schweizer Käsefondue, ganz praktisch aus der Tüte. Als Nachtisch gibt es noch eine Portion Milchreis. Alles jedoch gekocht auf dem Gaskocher, da wir das Lagerfeuer leider nicht in Gang bringen - kein Wunder, ist ja auch alles nass. Niedlich ist ein kleines Dik Dik, das die ganze Zeit in der Nähe grast und teilweise sogar in greifbare Nähe herankommt. Wir spielen noch kurz ein Spiel, ehe wie um 20:15 ins Dachzelt klettern.

Fazit Unterkunft: Arusha NP Public Campsite No. 1
In einer Waldlichtung gelegene Campsite, für die man beim Ranger Post die Schlüssel zu Waschräumen und Küche bekommt. Sanitäre Anlagen sehr einfach, nur kaltes Wasser aus einem dünnen Strahl, aber alles soweit sauber. Campsite No. 2 liegt ganz in der Nähe, ist etwas dunkler, hat dafür aber viele Affen rundherum, inkl. einigen Colobusaffen.
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2015