ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201226. Jan. 2013 · #21
Hallo Fleur, ich beeil mich, ich beeil mich 🤩 - schön, dass Du dabei bist 😄
Hallo Purzel, schön, dass Du dabei bist - Schokolade ist heute nicht nötig (im RB, sonst schon 😄 )
Hallo Guggu, ich hab gerade nen guten Lauf, da hab ich mir gedacht, nicht abreißen lassen 😉 die Hütten in Roy's Restcamp haben uns sehr gut gefallen (haben doch mal gelinst 😊) in Khwai waren wir aber auch nicht so die Orientierungshelden, haben uns aber glücklicherweise nicht festgefahren 🤪
Hallo Tina, Treffer 🤩 (Nähe D'dorf) Da habt Ihr ja ne tolle Tour vor Euch - haaachh wie schön. Mal sehen, wie weit ich bis dahin komm. Ich bleib dran.
@ alle, die schon im Wagen sitzen oder noch mit zusteigen möchten...
ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201226. Jan. 2013 · #22
Geht los 😄
24. Mai 2011
von Nyae-Nyae nach Maun 390 km ca. 120km Tiefsand (3 Std.), dann 180 km ab Sehitwa Asphalt ************************************************ Der Wecker klingelt um 5.30h, wir aber sind bereits wach und daher auch schnell auf den Beinen. Das war eine Nacht. So ganz allein, ziemlich weit draußen, mit all den Geräuschen. Ganz schön spuki 😮 Mitten in der Nacht wurden wir von einem unheimlichen Geschrei geweckt, nein, aus dem Schlaf gerissen. Wir werden es wohl nie erfahren, glauben aber, dass es ein Käutzchen war (hoffen wir). Obwohl wir hier am A. der Welt sind, kommt doch tatsächlich gegen 7.00h ein San vorbei und kassiert die Gebühr fürs Campen. Wir stellen uns mal wieder die Frage: “wo kommt der her – wo geht der wieder hin“ 😉
das Potje muss ja noch gespült werden 😗
Relativ pünktlich kommen wir um 7.30h weg, so dass wir, nach einem kurzen Abstecher zum Hohlboom, gegen 8h wieder auf dem Hauptpad sind.
Bis zur Grenze nach Botswana ist es nicht weit, aber die Formalitäten haben es in sich. Zuerst die namibische Grenze, relativ entspannt, nur seeeehr langsam, dann durch ein Gatter (Vet-Fence),
hier müssen wir die Schuhe in ein Desinfektionsbad tauchen und auch die Reifen werden abgespült, danach wir der Kühlschrank noch mal kontrolliert, so dass wir bereitwillig unsere geöffnete Milch opfern. Jetzt erst dürfen wir die botswanische Seite befahren und uns den dortigen Grenzformalitäten widmen. Das dauert ein wenig länger.
Die Grenzstation Dobe 🙄
Verwirrung stiftet wohl auch, dass es einen Unterscheid zwischen Reg.No. und Id.No. gibt, so dass wir für den Wagen fast keine Genehmigung für den Grenzübertritt bekommen hätten. Ging dann aber doch, da der Police Officer sich vergewissert hat, dass wir mit dem Wagen unterwegs sind, für den wir auch die Papiere haben. Puhhh, das ging ja mal so..... erst später bemerken wir, dass wir die beim Grenzübertritt übliche Gebühr nicht entrichten mussten (oder haben die es einfach vergessen)😗 Egal, dann brauchen wir ja jetzt nur schnell die 120 km bis zur Teerstraße hinter uns zu bringen. Hahaha, schnell geht hier gar nichts.
Wir brauchen fast 3 Stunden und die haben es echt in sich. Der Pad ist so was von ausgewaschen. Gut, dass wir nicht vor einer Woche hier waren, da hätte das hier bestimmt noch viel schlimmer ausgesehen. Was uns erst im Laufe des Tages auffällt (das Navi hat‘s die ganze Zeit gezeigt), in Botswana ticken die Uhren anders, so dass uns zu der langen Fahrzeit auch noch eine Stunde geklaut wird, na super, war nichts mit früh ankommen. Wir müssen noch mal einen Vet-Fence passieren, brauchen aber nicht raus, da wir dem Beamten klar machen können, dass wir in Dobe bereits alles los geworden sind, was nicht o.k. ist. Aber wirklich schnell kommen wir jetzt auch auf dem Teerpad nicht voran, da hier die Kühe, die Ziegen, die Esel und die Pferde auf der Straße stehen. Hier gibt’s keine Zäune; wir nennen es natürliche Rasenmäher 🤪 . Geschafft, vielleicht 1x in die Radarfalle getappt 😣 (hmmm, wird sich dann wohl später rausstellen), kommen wir gegen 15.30h in Maun an. Mann, ist hier viel Trouble. Viele Menschen, viel los, da müssen wir uns erst mal orient-ieren. Gut, dass wir zuerst zum Airport wollen, um für Morgen einen Flug übers Delta klar zu machen. Kein Problem, morgen früh 8.30h soll’s losgehen. Also cruisen wir noch kurz durch den Ort und suchen dann Xomae, um unsere Buchung für die Nxai Pan und 3rd Bridge bestätigen zu lassen, da wir bis kurz vor unserer Abreise keine Abbuchung auf der CC hatten (Anm.: bis heute wurde die CC nicht belastet, so dass wir zwei kostenlose Übernachtungen hatten 🤩 ) Wir fahren dann raus zur Island Safari Lodge. Leider dauert das einchecken ein wenig länger, da hier wohl ein Trainee am Werk ist. Aber egal, uns hetzt heute nichts mehr und essen wollen wir auch nur kalt, da wir gestern ja das ganze Potje leergemacht haben.
Wir vertrödeln des Rest des Nachmittages mit Duschen, Dachzelt aufbauen und gucken, was geht. Direkt am Thamalakane ist ganz schön viel los. Hier werden Bootstouren gemacht, so dass ständig was vorbeirauscht. Auch die kleine Affenschar hält uns auf Trapp. Nett sind sie ja, haben es aber faustdick hinter den Ohren. Mal sehen, ob es ihnen gelingt, uns was zu stibitzen...
die verdammten kleinen Diebe 😎
Wir sitzen noch bis 21.00h draußen, verziehen uns dann aber ins Dachzelt. Wie immer sind wir ziemlich kaputt, allerdings war die Strecke heute auch nicht von Pappe. Mal sehen, ob wir hier gut schlafen können. So still es gestern war, so laut ist es heute. Pünktlich um 18.00h haben bereits die, wir nennen sie “Klinkerklönker Frösche“ angefangen, ihr Lied zu singen – die ganze Nacht !!! Außerdem turnt hier der Security Mensch rum, was ja eigentlich gut ist, würde er nicht so dicht am Wagen vorbeilaufen (schluff, schluff) und dabei auch noch laut Musik hören... ebenfalls die ganze Nacht 😣 Nett war allerdings der Mietzekatzenbesuch am Abend. Mensch die hat uns direkt adoptiert und wollte gar nicht weg und selbst als wir zum Töö mussten ist sie mit und hat (lautstark) draußen auf uns gewartet - soooo süüüüß 😘 (Mädchenmodus)
So Ihr Lieben, das war nur eine kleine Episode heute (ich muss mich jetzt um das Bobotie kümmern - heute gibt's: Besuch, Bilder u. Bobotie)
Morgen geht's weiter, mit einem unvergesslichen Flug über das Delta 🤩
ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201227. Jan. 2013 · #23
Hightlight des Tages: Flug übers Delta. Ich hoffe, es sind nicht zu viele Bilder, aber es war soooooo beeindruckend 🤩
25. Mai 2011
Maun - 29,5 km ********************** Um 6.30h klingelt der Wecker (bedingt durch die Zeitverschiebung auch o.k.). Wir frühstücken und fahren gegen 8.00h los in Richtung Maun (sind ja ca. 10km). Blöderweise ist das restliche Brot beim zusammenräumen doch tatsächlich den Affen zum Opfer gefallen! Da haben es die Biester doch geschafft, was zu klauen. Verdammt, eine Sekunde nicht aufgepasst.
da sitzt's im Baum, unser Brot 😈
Pünktlich kommen wir bei KavangoAir an, bezahlen den Flug, müssen durch den Sicherheitsscheck (Maun International Airport) und laufen wenig später über das Rollfeld zu unserem kleinen Flieger.
Rory ist unser Pilot und ich darf vorne sitzen. Mann, bin ich aufgeregt. Ich erklär ihm noch, dass ich mich normaler weise an Axel klammere (hihihi) und schon geht es los. Wow, mit so einer kleinen Maschine sind wir noch nie geflogen, ist das klasse.
Meine Nervosität ist schlagartig weg und ich hab nur noch Augen für das Delta. Ich bin überwältigt, so dass mir sogar die Tränen in die Augen schießen 😊 (gut dass ich die Sonnenbrille an hab). Wir machen viele Fotos, sehen Elefanten, Zebras, Giraffen, Büffel…
Aber am beeindruckendsten ist die Landschaft.
Die vielen Wasserstraßen, Lilien soweit das Auge reicht, grün ohne Ende. Es hat aber auch noch viele trockene Stellen, da das Wasser gerade erst kommt.
Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis 😘
Leider vergehen die 45 Minuten viel zu schnell, so dass wir bereits gegen 10.00h wieder am Terminal stehen. Das war einfach unbeschreiblich und wird uns ewig in Erinnerung bleiben, auch wenn Axel ein kleines bisschen Magendrehen hatte 🤢 Zum runterkommen setzen wir uns erst mal ins gegenüberliegende Kaffee und trinken was. Irgendwann machen wir uns dann aber auf den Weg. Zuerst geht’s ins National Park Office, wir müssen ja noch bezahlen. Das dauert erwartungsgemäß ein wenig, ist aber ohne Probleme zu bewältigen, so dass unseren Besuchen in den verschiedenen Parks in den nächsten Tagen nichts im Weg steht. Dann fahren wir zu Rileys, tanken den Wagen voll (diesmal nur 12l/100km) Neben Rileys gibt’s nen gut sortierten Laden mit vakuumverpacktem Fleisch (sehr lecker), dort decken wir uns für die nächsten Tage ein. Die restlichen Lebensmittel kaufen wir im Spar Laden. Nach einem kleinen Souvi Stopp und einem Hemdkauf (Axel ist jetzt ein richtiger Super-Safari), fahren wir dann gegen 13.00h wieder zurück zur Island Safari Lodge. Hier machen wir erst mal unseren Wassertank leer, denn das Brackwasser darin ist nicht wirklich toll und selbst zum Spülen, viel zu ekelig. Wir halten noch ein kleinen Schwatz mit unseren neuen Nachbarn und trödeln ein wenig rum, lüften das Dachzelt mal ausgiebig und sortieren uns ein wenig. Nach dem Kaffee, laden wir zum ersten Mal die Bilder um und so komm auch ich zum 1. Mal dazu ein paar Zeilen im Netbook zu schreiben.
Besuch zum Kaffee 🙂
Wir genehmigen uns unseren 1. Gin-Tonic und gegen 19.00h machen wir uns auf, in der Lodge zu essen. Mal sehen... Leider ist das Essen nicht so, wie erwartet, das Fleisch ziemlich zäh, die Beilagen Pommes dünn, blass und geschmacklos, Schade.
Zurück auf der Campsite gibt’s noch nen Schlummitrunk, während wir den “Klönker-Fröschen“ zuhören und immer wieder in völliger Begeisterung über unseren Flug über’s Delta sprechen. Gegen 22.00h sind wir dann auch in der Waagerechten.
Morgen geht’s raus in die Wildnis – Nxai Pan – und wir sind soooo gespannt. Hätten wir gewusst, was auf uns zukommt, wir hätten die Herztropfen schon mal raus geholt…
Also, bleibt dran, wenn es im nächsten Kapitel heißt: Herzstillstand!
Liebe Grüße Claudia
P.S.: ich beeil mich, dann wird’s vielleicht nachher noch was.
ich fahre immer noch begeistert mit und freue mich weiterhin über den spannenden Bericht und die schönen Bilder! An dieser Stelle mal vielen Dank für Deine Mühe. 🙂 Ich kann übrigens gut verstehen, wenn einem beim Flug über das Delta flau im Magen wird. Das ging mir ganz genauso, obwohl ich es gleichzeitig auch einfach traumhaft fand, die Elefanten- und Büffelherden aus der Luft zu beobachten.
Jetzt machst Du es aber richtig spannend mit Nxai Pan!!! 🙂 Meine drei Mitreisenden (zwei davon das erste Mal überhaupt in Afrika) habe ich auch schon etwas verängstigt damit, dass wir da mitten in der Wildnis campen werden, wo nebenan die Löwen herumspazieren können. Wenn Du über Herzstillstand schreibst, kommt mir die leise Vermutung, dass Ihr vielleicht im Camp auch so ein Begegnung der etwas gruseligen Art hattet. Aber immerhin, Ihr seid ja wieder zurückgekommen. 😉
Liebe Grüße und bitte schreib schnell weiter, damit ich nicht vor Neugier sterbe. Tina
P.S. Über das Bild mit den vielen Kühen auf der Straße mußte ich ja echt schmunzeln..:-)
Champagner8'672 Beiträge · seit 201027. Jan. 2013 · #26
Oh mensch Claudia,
diese Fotos vom Delta *schmelz* 😘 !! Bis jetzt ist meine Mitreisende noch nicht davon überzeugt, dass wir einen solchen Flug auch machen, aber wir hätten soooo schön Zeit auf der Weiterreise von Dombo nach Kasane....😜
Wirklich ein ganz toller Bericht - ich klebe am Screen:) !
Und jetzt auch noch dieses Warten unter Spannung - da muss ich mir wohl mal schnell einen Kaffee machen, um die Zeit zu überbrücken 😉
ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201227. Jan. 2013 · #27
Da will ich Euch mal nicht auf die Folter spannen 😄
Thema heute: Herzstillstand
26. Mai 2011
von Maun zur Nxai Pan 244 km 144 km bis zum Parkeingang – in 2 Stunden Zugangsstraße (35km) sehr tiefsandig! **************************************** Alles planmäßig, sind wir um kurz vor 6.30h auf den Beinen und frühstücken bei knackigen 8-9°C. Wie auch gestern sind um spätestens 7.30h die Meerkatzen am Start und lauern, so können wir auch ein paar Bilder machen.
Die Katze besucht uns auch noch mal, bevor wir unser Zelt abbrechen. Um kurz nach 8.00h sind wir startklar, fahren südlich Richtung Maun, biegen dann in Richtung Francistown ab und fahren dann ca. 120 Kilometer bis zum Park Eingang der Nxai Pan.
Wir passieren mal wieder nen Vet-Fence, müssen Schuhe (sogar die Flip-Flops) desinfizieren und Axel muss zum 1. Mal seinen internationalen Führerschein zeigen. Auch Kühlschrankkontrolle ist angesagt, aber es gibt nichts zu beanstanden, so dass wir mit dem Auto durchs Desinfektionsbecken fahren und unsere Reise fortsetzen können. Mann, war der genau, aber gelacht haben wir alle 😄, als er wissen wollte, wo wir hin wollen und wir “NxaiPan“ gesagt haben. Häää? Das kannte der gar nicht (das gibt’s doch nicht) erst als wir ihm die Karte unter die Nase gehalten haben, sagt der doch wie selbstverständlich “Ach so, ihr meint NX Pan“ wobei er das Wort Nxai nur durch einen Schnalzlaut ersetzt hat 🤪 das werden wir jetzt den Rest der Reise üben, versprochen (diese Sprache ist wirklich nicht einfach). Für die 144 Kilometer bis zum Park Eingang brauchen wir zwei Stunden (inkl. Vet-Fence). Am Eingang selbst geht’s relativ schnell, da wir unsere Campsite nachweisen können und den Parkeintritt bereits bezahlt haben.
Durch ziemlich weichen Sand geht’s über den Hauptpad erst mal 17km geradeaus.
Dann rechts ab Richtung Baines Baobabs, einer Ansammlung riiiiiesiger Baobabs, mitten in der Kudiakam Pan.
Glücklicherweise ist die Pan zum größten Teil bereits trocken, so dass wir durchfahren können. Man kann aber noch gut die Spuren von den vergeblichen Versuchen sehen, da hat sich in den letzten Wochen bestimmt der ein oder andere festgefahren. Auch fette Eli Spuren sind in der Matsche zu sehen (gibt’s für Elis Wagenheber?) 🤪
Wir sind von der Gegend total beeindruckt, machen uns aber, nachdem wir ein paar Bilder gemacht haben, wieder auf den Rückweg (11km) zum Hauptpad. Von hier sind es noch weitere 18km bis zum South Gate.
Hier war früher wohl die National Park Station, heute sitzt nur noch jemand im Häuschen und winkt zum Gruß. Wir fahren erst mal zu unserer Campsite No. 1 und stärken uns ein wenig.
Dann sehen wir uns ein wenig um, können den alten mit dem neuen Ablution Block vergleichen (hier wird ja nix abgerissen). Junge, Junge, das war ja früher richtig Abenteuer, das haben wir auf alten Bildern auch schon mal gesehen. Die Campsites 2-8 liegen alle beisammen, nahe des alten Ablution Blocks. Unsere Campsite 1 und auch die 9 u. 10 liegen dagegen ein wenig Abseits, finden wir gar nicht so schlecht. Wirklich? vielleicht werden wir unsere Meinung noch ändern 😣
Ablution Block mit Eli-Sperre 🙄
Da es bereits 14h ist wollen wir jetzt mal los. Es geht kreuz und quer durch die Nxai Pan, Tiere beobachten. Leider ist die Ausbeute nicht allzu groß. Wir fahren vorbei an vielen großen Baobabs, können immer wieder erkennen, dass hier vor nicht allzu langer Zeit viel Wasser stand und sehen vereinzelt Schakale, ein paar Springböcke und Gnus. O.K. ganze Herden, aber viel zu weit weg. Giraffen (gehen immer) und auch ein paar Löwen lassen sich in der Ferne erkennen.
durch das Flmmern in der Luft überhaupt nicht scharf 🙁
Und dann endlich: zwei Elis am Wasserloch. Wir sind ganz allein und es ist total friedlich, so können wir sie in aller Ruhe beobachten und Fotos machen.
Als sich dann der 1. nach einer ganzen weile trollt, machen auch wir uns auf den Rückweg zur Campsite. Zurück ist es bereits nach 17h, so dass wir erst mal das Dachzelt aufbauen und uns dann fürs Abendessen vorbereiten. Es gibt Springbock und eine Mischung aus Kartoffeln und Kürbis (Gemsquasches, lecker!)
Jetzt kommt’s !!! Als ich den Leatherman aus der Fahrertür holen will, nehme ich im Augenwinkel eine beige Gestalt wahr 😮 Da sitzt doch tatsächlich, direkt neben der Campsite und nur ca. 5-8 Meter entfernt, EINE LÖWIN !!! und beobachtet uns. Ich kann es kaum fassen, das Herz rutscht mir in die Bux und ich bin kurz vor nem Herzstillstand. Ich sprinte mal kurz… Nein, gehe ruhig aber bestimmt, ach quatsch, ich weiß gar nicht mehr, wie ich mich bewegt habe (totale Lücke 😣 ) an Axel vorbei und bring mich mit den Worten „davornesitztnelöwinichweißnichtwasdumachstichsetzmichindenwagen“ erst mal in Sicherheit. Das lässt Axel sich nicht 2x sagen und schon sitzen wir zu zweit im Wagen. Na toll, wir wollten Abenteuer, jetzt haben wir Abenteuer. Axel traut sich wenig später, mit der Kamera bewaffnet, noch mal raus und macht ein Foto. Da sich beide erschrecken, sitzt Axel wenig später wieder neben mir und die Löwin trollt sich so langsam. Nicht aber, ohne sich ausgiebig zu strecken, sich an einem Baum zu schubbern und dort auch noch mal ihre Krallen zu schärfen.
leider das einzige Bild von unserer Besucherin 😣
Und wir, wir sitzen immer noch im Auto und haben ganz schön weiche Knie. Sollen aber auch so schnell nicht zur Ruhe kommen, denn wenig später kann man im Unterholz schon ein Knacken hören (O-Ton Axel: da hackt bestimmt einer Holz – ja nee, is klar). Wenig später steht ein riesiger Elefant an fast der gleichen Stelle, wo die Löwin uns beobachtet hat. Ich bin mal wieder im Auto, Axel bleibt diesmal draußen. Just in diesem Moment kommt ein Wagen der Parkverwaltung vorbei und wir werden gefragt, ob alles O.K. sei... ? Ja Ja, natürlich 🤩 Diesen Augenblick nutzt der Eli und verschwindet im Gebüsch (leider ohne Bild) An solche Momente müssen wir uns wohl erst mal gewöhnen... 🙄 Ach ja, wir sollen aufpassen, es gibt zur Zeit sieben Löwen hier (nee, echt?) und wir sollen im Dunkeln nicht ohne Taschenlampe zum Klo, oder aber mit dem Auto fahren (klar mit Dachzelt), so sparen wir uns für den Rest des Abends den Weg dorthin. Mit dem Wagen im Rücken (oder besser gesagt den Rücken im Wagen) gibt’s wenig später auch das lecker gegrillte Fleisch. Es bleibt ruhig und so kommen wir, auch mit Hilfe von zwei (oder waren es mehr) Gin-Tonic, so langsam wieder runter. Runter geht aber auch die Temperatur, so dass wir gegen 20.45h in unserem Dachzelt verschwinden.
Mir wird jetzt noch ganz warm, wenn ich an diese Szene denke. Wer weiß, wie lange die Löwin da schon gelegen hat, was wäre gewesen wenn, etc. 😣 Ach, ist ja gut gegangen...😊
So Ihr Lieben, das soll’s für dieses WE gewesen sein. Ich hoffe, Ihr konntet ein wenig die Aufregung teilen und brauchtet nur geringe Mengen Herztropfen.
Für den nächsten Tag sei schon mal gesagt: legt die Schokolade raus.
habe mich gerade köstlich über Eure Löwen-Einlage amüsiert 🤪 Ich hätte vermutlich einen Herzkasper bekommen, obwohl solch ein Erlebnis ein Traum von mir ist 😗
Freue mich auf die Fortsetzung, die Herztropfen stehen parat LG Fleur
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201127. Jan. 2013 · #29
Hallo Claudia,
Neid 🤢 , Neid 🤢 ! Einmal überhaupt wegen des Fluges über das Delta (ich möchte auch wieder!), und zweitens weil Ihr die besseren Fensterscheiben im Flieger hattet, Eure Fotos des Deltas sind viel schöner als meine! 😣 Das
ich weiß gar nicht mehr, wie ich mich bewegt habe (totale Lücke
kommt mir nur allzu vertraut vor. 😎 Aber Véro hat glücklicherweise nicht so viele Worte
verloren, offensichtlich waren diese Sekunden für den armen Axel nicht lebensentscheidend 😎 ! ( Oder?! Es ist doch hoffentlich der gleiche Axel, mit dem Du dies Jahr in Afrika warst? 😗 )
LG aus Hamburg,
Karsten
PS: Annick, der Flug ist ein "Muss"! Bele, zeig Deiner Mitreisenden Claudias Fotos!
Hut ab, ich habe schon Deinen ersten Reisebericht mit Genuss gelesen und freue mich sehr, dass es so schnell schon wieder Nachschub gibt.
Es macht viel Spaß mitzureisen, da doch einige Erinnerungen wach werden. Besonders über die Frösche musste ich schmunzeln - bei uns heißen die Kling-Klong-Frösche (erinnern mich an die Blechdinger, die es früher immer auf der Kirmes zu kaufen gab) 😛
Bei Deinen Bildern vom Rundflug könnte ich sofort wieder los - allerdings gehts mir wie Axel -🤢 besonders wenn der Flieger statt geradeaus eher so diagonal fliegt. 🤢 🤢 🤢
Bin gerade wegen Eures Löwen und Elefanten-Intermezzos von der Apotheke zurück - meine Herztropfen waren alle 🤩
Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung - langsam nimmt die gedankliche Urlaubsplanung für nächstes Jahr Gestalt an.
Liebe Grüße Kerstin
casimodo4'528 Beiträge · seit 200727. Jan. 2013 · #31
Hallo Claudia,
bei den Löwen hätte Euch vielleicht die sächsische "Heuchef-Abwehrtaktik" genannt "Husch Husch" weiterhelfen können 😉
Ansonsten kann ich mich meiner Frau nur anschließen :
Es macht viel Spaß mitzureisen, da doch einige Erinnerungen wach werden. Besonders über die Frösche musste ich schmunzeln - bei uns heißen die Kling-Klong-Frösche
Ein sehr spannender Reisebericht & das Löwin-abenteuer - wow!!! 🤩 Die Bilder vom Flug über das Okavangodelta sind wirklich traumhaft schön! 🙂 🙂
Bisher 4x Kenya, 1x Tanzania, 1x Namibia, 1x Südafrika
ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201227. Jan. 2013 · #33
Hallo Annick, Hallo Bele, bei dem Flug über's Delta kann ich mich Karsten nur anschließen: UNBEDINGT machen 🤩
@ Karsten ja, es ist immer noch der gleiche Axel 😘 Aber ich bin mir bis heute ganz sicher: er hat nicht eine Silbe von dem verstanden, was ich von mir gegeben hab 😄 aber er kennt mich halt lange genug 🤩
@ Fleur auf den Schreck hätt ich auch verzichten können, möchte ihn aber um nichts missen
Ich kann mich noch daran erinnern - als wir übers Delta geflogen sind, hab ich geheult (weil's so schön war) und hab gedacht: "Mama, wenn ich morgen sterbe, hab ich alles gesehen ;)" Ich muss wohl nicht erwähnen, dass einen Tag später meine Gedanken eher in die Richtung "Aber doch nicht schon heute 😣 " gingen 🤩
@ Kerstin sorry, dass ich Deine Herztropfen aufgebraucht habe 😄 ist ja lustig, bei den Fröschen haben wir erst gar nicht gepeilt, wer das Geräusch erzeugt (häää? wir sind doch hier nicht auf der Kirmes) 🤩 Ich hab mit Axel immer nur bedingt Mitleid, wenn 🤢 kommt 😊 er mach ja trotzdem immer mit (ich zwing ihn da zu nix)
@ Casimodo die "Heuchef-Abwehrtaktik" hab ich ja jetzt erst kennen gelernt, das probier ich beim nächsten Mal auch 🤪
Danke an alle, es macht riesig Spaß, wenn Ihr dabei seid 😘
Ich wünsch Euch einen angenehmen Wochenstart Claudia
franzicke2'085 Beiträge · seit 201228. Jan. 2013 · #34
Guten Morgen Claudia, für den angenehmen Wochenstart hast du ja auf jeden Fall schon mal gesorgt - ein herzliches Danke dafür!
So langsam bin ich ja schon ein bisschen irritiert - das mit den Löwen auf der Campsite häuft sich ja grad ein bisschen ... und ihr rückt tatsächlich nur mit dem Rücken ans Auto, ruft eventuell noch ein Husch-Husch und grillt weiter ohne Angst, dass ihr was vom Teller geklaut bekommt??? Ich freu mich jedenfalls sehr auf mehr! Grüße Franzicke
Guggu2'261 Beiträge · seit 201128. Jan. 2013 · #35
Hallo Claudia,
Mensch, schon wieder sooo schön und Spannend. 🤩 🤩 Ich muß jeden Tag ein Pillchen schlucken wegen Hypertonie, jetzt habe ich kurzfristig die Dosis erhöht - sonst übersteht man die ganzen Geschichten Löwenindencampundrückenindenwagen nicht. 🙄 🤩 Ich war schon mal ein wenig neidisch auf die Camping-Erlebnisse, jetzt bin ich aber seeehr froh, das wir in Lodges hausen. Schisser mal wieder 😕 😉
Auf Nxai Pan und den Baines B freue ich mich sehr, lassen uns auf Dombo aber hübsch kutschieren 😄
bin auch noch schnell mit 'nem Riesensatz aufgesprungen. Toll, dass Du uns gleich wieder mit auf Reisen nimmst. Geht ja auch gleich wieder gut los.
Die Löwendame sieht so aus, als hätte sie genauso viel Respekt vor Euch, wie umgekehrt. Nach Euren und Karstens Löwenbegegnungen beschleicht mich allmählich immer mehr das Gefühl, dass wir in Rooiputs viel zu sorglos agiert haben.
Freue mich schon auf die weitere Fahrt. LG Philipp
ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201229. Jan. 2013 · #37
Hallo Philipp, schön, dass Du auch wieder dabei bist 😄 Wir waren im Nov., trotz der Begegnung in der Kxai Pan, im Rooiputs Camp ganz entspannt 😗 was will man sich auch vorher nen Kopf machen.
Hallo Guggu, ohhh sorry, dass Du die Pillendosis erhöhen musstet. ABER! da bin ich dooch jetzt nicht allein Schuld 🤪 da gibt's doch noch den Karsten und den Heuchef... (da brauch ich auch immer mal ein Kissen oder die Herztropfen) 🤩
Hallo Franzicke, also mein Fleisch hätt ich mir natürlich nicht von Teller klauen lassen 😣
Und damit die Herztropfen und Pillen nicht schlecht werden, geht's gleich weiter. Heute ist aber der Titel das Hauptthema 🤪
ClaxThemenstarter836 Beiträge · seit 201229. Jan. 2013 · #38
** fertig 😄 **
27. Mai 2011
Nxai Pan bis ins Kaziikini Community Camp 249 km in ca. 3 Std. (reine Fahrzeit) *************************************************** Um 6.00h klingelt der Wecker. Boah, ist das kalt – da steht doch keiner auf! Wir bleiben mind. noch eine halbe Stunde liegen, bevor wir uns aus den Schlafsäcken quälen. Schokoladenwettessen, bei 0,2°C zum Sonnenaufgang, der Hammer !
Wir sind relativ ausgeschlafen, denn trotz des Besuches von gestern Abend, hatten wir eine ruhige Nacht.
Nachdem der 1. Kaffee im Stehen getrunken wurde, kommen wir so langsam in die Gänge. Gegen 9.00h sind wir soweit, dass wir noch mal zum Wasserloch fahren, leider aber ohne Tiersichtung. In weiter Ferne kann man wieder große Herden Springböcke sehen, auch Gnus sind wieder da, aber auch die sind viel zu weit weg.
Wir reißen uns los, fahren noch mal über den Baobab-Loop und verlassen um 10.40h den nördlichen Park.
Fazit: wäre der Besuch gestern Abend nicht gewesen, wäre die Ausbeute hier nicht wirklich gut 😵 Wahrscheinlich ist die gute Regenzeit nicht ganz unschuldig daran 😣 Wir wühlen uns zurück, über den tiefsandigen Pad, bis zum Ausgang und fahren die 144 Kilometer zurück nach Maun.
Am Vet-Fence hat heute jemand anderes Dienst, so dass wir unser erlerntes “NX“ Pan nicht anbringen können (wer weiß, wofür das gut ist 😗) Um kurz nach 13 Uhr sind wir dann in Maun. Tanken, kaufen Fleisch (neben Rileys) und noch mal Tonic-Water für die Malaria Prohylaxe bei Spar. Natürlich auch noch ein paar Lebensmittel, da wir die nächsten 6-7 Tage dazu wohl keine Gelegenheit haben werden. Der anschließende Versuch, Bargeld am Bank-o-maten zu besorgen, scheitert beim 1. Versuch (nur Visa), aber am Flughafen gibt’s ne Bank, da funktioniert’s. Jetzt noch ein wenig Holz besorgt (jahaa, auch ein Souvenir am Straßenrand musste sein 😄 ) und schon geht’s weiter. Bis Shorobe ist die Straße asphaltiert, danach wird’s staubig. Kurz vor dem Abzweiger zur Kaziinkini Community müssen wir noch mal durch nen Vet-Fence, werden aber nur aufgeklärt und können weiter, ohne dass wir gefilzt werden (Glück gehabt, bei all dem Fleisch).
Um 15.20h stehen wir dann in der Reception der Kaziinkini Community und wenig später auf unserer Campsite “Elephant Grove“ (mal sehen, ob die Elis hier auch groven).
Wir trinken erst mal gemütlich Kaffee, sammeln anschließend noch ein bisschen Holz und gegen 17.30h steht auch das Dachzelt. Die Open-Air Duschen werden wir wohl morgen mal nutzen, die sind richtig klasse. Aus Meru-Canvas im Schnecken Format (walk in) oben offen, so richtige Buschduschen.
Probe sitzen 😄
"Gemeinschaftsbad"
Nach einem kurzen Schnack mit unseren einzigen Nachbarn, ordern wir noch Holz, schmeißen aber schon mal das Feuer mit dem vorhandenen Holz an, da das Holz hier erst für uns gehackt werden muss… und das wird wohl dauern 🤪
wir basteln was für die Hyänen - oder sagt man gegen? 🙄
Gegen 18.30h hören wir dann die Schubkarre quietschen und wenig später liegt dann die Boerewors auf dem Braai-Grit.
Gut, dass wir am Feuer sitzen, es ist lausig kalt 😣 und so halten wir auch nur bis kurz vor 21h durch und verschwinden im Dachzelt. Den ganzen Abend hindurch haben wir Hyänen gehört, aber leider (oder auch gut so) keine zu Gesicht bekommen. Auch das verdächtige Knacken der “Holzfäller“ (sprich Elis) war sowohl am Abend, als auch in der Nacht zu hören.
Allerdings nur von Axel, ich hab so was von fest geschlafen... 😗
Der Tag war, als Fahr- und Einkaufstag, ja eher entspannt und ohne besondere Vorkommnisse. Mal sehen, wie es wird, wenn wir morgen Richtung 3rd Bridge fahren…
Und wenn alles klappt, gibt’s morgen schon die Fortsetzung. Oh je, ich vermute aber, das wird dann etwas bildlastig 😊
Steelers315 Beiträge · seit 201029. Jan. 2013 · #39
Hallo Claudia,
du bist ja schon wieder fleißig am Reisebericht schreiben! Ich habe ihn gerade erst entdeckt und in einem Rutsch bis hierhin durchgelesen (heute schreibe ich also definitiv nicht mehr an meinem weiter 😗 ). Der Flug über das Delta muss genial gewesen sein. Was für herrliche Bilder! Ich hoffe, ich darf bald mit dir weiterreisen. 🙂 Danke, dass du dir die Mühe machst den Bericht für uns zu schreiben.