From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012

Reisebericht 282 Antworten · 117k Aufrufe · gestartet 20. Juni 2012 von Steffi82
Themenstarter672 Beiträge · seit 201114. Juli 2012 · #121
...


Zurück in Okaukuejo checkten wir erst einmal ein und bezogen unser Zimmer. Die Putzfrauen waren gerade erst fertig geworden und grüßten uns freundlich, als wir unser Gepäck ins Zimmer wuchteten. Danach gab’s das obligatorische Thunfisch mit Keks und Zwiebel Mittagessen 😎 , bevor wir uns noch einmal in den Park begaben.

Wir fuhren noch eine kleine Runde zum Omibika Wasserloch, wo aber außer einer Horde Selbstmordhühner in Action nichts zu sehen war. Am Nebrowni –Wasserloch trafen wir dann jedoch noch auf eine Herde leicht angesäuerter Zebras. Ein Elefantenbulle stand scheinbar regungslos am Wasserloch – sobald jedoch ein Zebra an das Wasser wollte, reichte ein leichtes Zucken mit Rüssel und Kopf und die Zebras stoben davon. Wirklich interessant zu sehen, wie viel Respekt die Zebras vor dem Elefanten hatten…

Namibia12-123.jpg


Namibia12-124.jpg


Den Rest und ein kleines Fazit zum Etosha gibt's morgen!

LG
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
1'362 Beiträge · seit 201114. Juli 2012 · #122
Hi Steffi,
Zum ersten Mal sehe ich Oryx -Kids !! Die sind ja wirklich niedlich...!! 😁
LG, Nane
P.S. Und wie immer super lustig geschrieben...😄
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
Themenstarter672 Beiträge · seit 201115. Juli 2012 · #123
Hallo zusammen,

und wieder geht es weiter 🙂 .

14. Mai 2012
Etosha Nationalpark (Halali - Okaukuejo)
oder auch: „Jagdfieber!“
Teil 3: „Nashorn-Entertainment“

Den Sonnenuntergang wollten wir an diesem Tag am Okaukuejo-Wasserloch genießen. Nachdem am Morgen soviele Tiere dort waren, hatten wir die Hoffnung, dass wir auch nun von vielen Zebras und Gnus beglückt werden würden...

Zuerst jedoch noch ein Hörnchen 😄 ...

Namibia12-125.jpg


Das Wasserloch hatte allerdings andere Pläne. Zu behaupten, dass gar nichts los gewesen wäre, wäre zwar gelogen - aber das gebotene Tierprogramm war eher minimalistisch ...🤔

Ein paar Oryx...

Namibia12-1_2012-07-15.jpg


Gefolgt von zwei (!!!) Zebras ....

Namibia12-12.jpg


... danach lange Zeit gar nichts bzw. nur zwei Schakale, die zwischen den Steinen lustig umherwuselten 🙂 ...

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Kurz vor Sonnenuntergang trabte dann doch noch eine größere Gruppe Zebras heran...

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Aber, hey, wir hatten ein paar Wolken zum Sonnenuntergang 😄

Namibia12-127.jpg


Und ein reichlich hübsches Nachglühen... 🙂

Namibia12-4_2012-07-15.jpg


Nach Sonnenuntergang machten wir uns auf zum Zimmer um uns dort ein bisschen frisch zu machen. Da wir noch etwas zu früh fürs Abendessen dran waren, gestatten wir im Anschluss dem Wasserloch noch einen kurzen Besuch ab - und HALLO ... mit uns zusammen traf tatsächlich gerade eine dreiköpfige Nashorngruppe ein 🤩 !

Ans Wasserloch marschierte ein großes ausgewachsenes Nashorn (wir nennen sie mal Mama-Nashorn), ein etwas kleineres 7/8 Nashorn und der Joungster, ein 3/4 Nashorn. Zuerst wurde getrunken, doch dann entschied sich 3/4 dafür, dass das alles totaaaal langweilig wäre. Beschwingt trabte es zu Mama-Nashorn und wackelte lustig mit Kopf und Horn hin und her. Half aber nichts - Mama Nashorn wollte nicht spielen. Also kehrt gemacht und ab zu 7/8. Wieder beschwingt mit Kopf und Horn gewackelt, dabei mit den Vorderfüßen leicht in die Luft gesprungen 😄 und? 7/8 wollte auch spielen!!! 🤩

Spiellektion Nr. 1: Lustiges Hornaneinanderreiben, das von äußerst witzigen Luftsprüngen von 3/4 garniert war (ich hab ja wirklich nie im Leben daran gedacht, dass ich jemals ein Nashorn sehe, welches mit allen vieren in die Luft springt 🤩 ).

Spiellektion Nr. 2: Ähm ja ... nennen wir es einmal Sexualkundeerziehung light 😎 ... 3/4 wollte also auf 7/8 aufsteigen. Problem: Man merkte 3/4 definitiv an, dass er keine Ahnung hatte, wie er das bewerkstelligen sollte 🙄 ! Also einfach mal probiert - klappte auch hervorragend, nur dass sich 3/4 die Breit- anstatt die Kehrseite ausgesucht hatte und nun das schmunzelnde Menschenpublikum über den Rücken von 7/8 hinweg ansah. 😄 Noch dööfer war die Tatsache, dass 7/8 plötzlich nach vorne marschierte und 3/4 feststellen musste, dass auf zwei Füßen seitwärts zu laufen eine gewisse Herausforderung darstellt 😄 .

So gutes Entertainment hatten wir nie und nimmer von einem Nashorn erwartet!

Leider wurde das Spiel der Nashorner unterbrochen, da sich ein weiteres Nashorn dem Wasserloch näherte. Das rief Mama Nashorn auf den Plan, die sich mit dem Neuankömmling ein wenig abseits längere Zeit rangelte, bis alle vier Nashörner schließlich von der Dunkelheit verschluckt wurden und nicht mehr zu sehen waren.

Wir begaben uns nun auch zum Abendessen - und was soll ich sagen? Ich Vergleich zum Januar 2011 hatte es sich tatsächlich etwas gebessert, es sah aufgeräumter aus (auch am nächsten Morgen) und die Salattheke bot tatsächlich eine Reihe genießbarer Salate. Das warme Essen jedoch - und insbesondere die Soßen - waren immer noch fernab von gut. Wobei das Fleich (es gab Eland) dieses Mal meiner Meinung nach nicht ganz so scheußlich war. Aber von gut waren wir immer noch recht weit entfernt 😕 .

Wir futterten uns also am Salat satt und schlenderten dann noch einmal zum Wasserloch. Diesmal war eine Gruppe von 10-15 Giraffen anwesend, die meditatives "aus der Dunkelheit heraus und wieder herein" Kopfgewackel machten. Zum Wasserloch trauten sich innerhalb einer halben Stunde tatsächlich nur zwei Giraffen, die anderen wagten sich leider nicht nach vorne.

Da wir am nächsten Tag einen langen Fahrtag hatten, beschlossen wir ins Bett zu gehen und die Giraffen, Giraffen sein zu lassen.

Kleines Fazit Etosha: Auch mein zweiter Besuch im Etosha war sehr lohnenswert. Nachdem ich das letzte Mal 2 Nächte im Park war, war es diesmal doppelt so lange, also 4 Nächte. Und ich muss zugeben: Ich würde nicht mehr unter drei Nächte den Park besuchen wollen. Auch mit 4 Nächten in drei Camps haben wir es nicht geschafft alle Wege abzufahren - obwohl wir wirklich viel auf Achse waren.
Mit den Tiersichtungen waren wir mega zufrieden - mit derart vielen Löwen und Nashörnern hatten wir wirklich nicht gerechnet und der Kampfadler war ein absolutes Highlight. 🙂
Von den Camps fanden wir unterkunftstechnisch alle drei absolut okay, das Essen war in Halali und Namutoni überraschend schmackhaft und in Okaukuejo wie erwartet nicht der Brüller. 😉 Am Wohlsten haben wir uns tatsächlich in Halali gefühlt.

Der Gabi lernt Antilope-Kurs schloss mit mittelmässigen Ergebnissen ab 😉 - Impala, Gnu und Oryx wurden fortan erkannt und ansonsten sah Gabi während der Reise weiterhin viele Steinböcke 😣 😗 😎 !

LG
Steffi
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
107 Beiträge · seit 201216. Juli 2012 · #124
Hallo Steffi,

ich habe erst gestern Deinen tollen Reisebericht entdeckt und musste eine Woche Peggy hinterher laufen. Obwohl ich eigentlich gar keine Gruppenreisen mag, bin ich jetzt aufgesprungen, nachdem ich gestern bis tief in die Nacht Deinen Bericht verschlungen habe.

Die Art und Weise wie Du Situationen und Erlebnisse beschreibst, ist absolut klasse und der Unterhaltungswert ist um ein vielfaches größer als bei Hummeldumm. Ich habe mich beim Lesen sehr amüsiert und die Vorfreunde auf unsere eigene Reise im November wird von Tag zu Tag größer.

An dieser Stelle auch ein Dank an Gabi, ohne die ja diese Reise wohl nicht zustande gekommen wäre. Und vielen Dank auch für die vielen Tierwünsche, die auch zahlreich in Erfüllung gingen. Das mit der Tiersichtungsfee werde ich dann auch mal ausprobieren.

Mir gefällt auch die Dosierung von Text und wirklich tollen Fotos sowie die bewegten Bilder in Form der kurzen Video Clips.

So ich bin angeschnallt, es kann weiter gehen.
Freue mich schon auf die unterhaltsame Weiterfahrt mit Euch und Peggy.

Gruß
Thomas
Themenstarter672 Beiträge · seit 201117. Juli 2012 · #125
Hallo Thomas,

willkommen an Bord 🙂 !

Freut mich, dass es dir bisher gefällt - wir werden unser Bestes tun, dass es so bleibt 🙂 !

Gruppenreisen stehe ich auch eher skeptisch gegenüber - ich glaube, ich persönlich wäre da wenig kompatibel 😉 . Dann lieber zu zweit unterwegs und die Mitfahrenden erst später hier im Forum beim Reiseberichtschreiben ins Auto laden 😄 .

Für den nächsten Reiseberichtteil (der, soweit meine kaputte Hand mitmacht, heute Abend folgt) habe ich leider eher weniger Fotos und auch keine Videos - dafür aber lernen wir alle Dieselwasserfilterpumpe 😈 😗 ...

LG
Steffi
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6'369 Beiträge · seit 201117. Juli 2012 · #126
Zagra!!!

Steffi!!!

So gehts aber nicht!!!

Du kannst doch nicht einfach einen Reisebericht schreiben ohne mich mitfahren zu lassen!!!

Ich renn Dir jetzt schon seit 30 Minuten bis Seite 9 hinterher, aber nun brauch ich eine Pause...würdest Du bitte kurz wenden und mich da abholen???

So ein toller und spassiger Bericht, und dann darf ich nicht mal mitfahren...tststs...😊
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2012
Themenstarter672 Beiträge · seit 201117. Juli 2012 · #127
Hallo zusammen,

@picco: Schön, dass du auch dabei bist 🙂 ! Hhhmm, umkehren ist schlecht - aber damit du besser aufholen kannst, bauen wir heute gleich mal unsere erste Panne ein 😎.

Weiter geht's!

15. Mai 2012
Etosha Nationalpark – Hohenstein Lodge im Erongo (via Farm Ameib)
oder auch: „Gabi und Steffi lernen Dieselwasserfilterpumpe!“B)
Teil 1: „Help, I need somebody! Help - not just anybody! HEEEEELP!“ 😵



Unser letzter Morgen im Etosha begrüßte uns freundlich und nett mit einem Nashorn in der beginnenden Morgendämmerung am Wasserloch.

Namibia12-129.jpg


Das war dann Nashorn No. 7 unseres Etosha – Aufenthaltes – im Hinblick darauf, dass unsere Nashornerwartung vorher gleich Null war, ein phänomenales Ergebnis. 🙂

Namibia12-128.jpg


Pünktlich zur Toröffnung tuckelten wir mit Peggy in den Park – diesmal aber nicht um auf Pirsch zu gehen, sondern um den Park zu verlassen. Die Tiersichtungsfee schickte uns dankenswerterweise gleich noch ein Begleitgeschwader in Form von zwei Hyänen auf Selbstmordhuhntripp, die es scheinbar total spannend fanden, vor der fahrenden Peggy hin- und her zu flitzen 🤩 (keine Fotos hiervon, ich war zusehr damit beschäftigt Gabi ins Ohr zu brüllen, dass sie bloss keine Hyäne überfahren solle … 😗 ).

Vom heutigen Tag gibt es im Übrigen kein Foto vom Sonnenaufgang – Gabi weigerte sich nämlich schlicht für den Sonnenaufgang zu Bremsen und behauptete tatsächlich, dass das sowieso wieder die gleiche Sonne wie am gestrigen Tag gewesen sei. 😎

Dann fuhren wir auch schon mit einem lachenden (neue Abenteuer ahoi! 😄 ) und einem weinenden (*snüff* keine Elefanten mehr 🙁 … @Bele: du kannst nun wieder unbekümmert mitlesen 😉 ) Auge aus dem Park heraus.

Die heute lange Fahrstrecke verkürzten wir uns mit falschem und schrägem Nachgesinge diverser Musikstücke 😄 (unser Namibia-Reise-Musik-Mix hatte seine Höhen und Tiefen, unser musikalisches Talent hingegen – wie müssen gestehen – nur Tiefen 😗 ). Wir haben im Übrigen festgestellt, dass Lieder der Beatles ganz hervorragend geeignet für das Geruckel auf Schotterpisten sind und irgendwie auch für alle Reiselebenslagen den richtigen Ton finden 😗 … mehr dazu weiter unten im Text 😎 ….

Nach Outjo bogen wir auch die M63 in Richtung Kalkfeld ab … hurra, unsere erste richtige Gravel-Strecke. … die sich allerdings recht eintönig dahinzog … Da der Straße das scheinbar bewusst war, versüßte sie uns die Fahrt mit einigen Steinböckchen und Warzenschweinen, die wir entlang des Weges sahen 🙂 . Und einer dicken Puffotter mitten auf der Straße. 🤩

Kurz hinter der Puffotter wurde ich plötzlich mit folgender Frage konfrontiert:

„Sag mal, Steffi, weißt du was ist, wenn dieses eine Wartungslämpchen orange leichtet?“

Die Antwort lautete „Öhm? Nö?“ 🙄 Wir starten zu zweit einige Sekunden auf die Amaturenanzeige von Peggy, wo tatsächlich ein Zeichen orange leuchtete. 😵

Okaaaaayyyy….??? 🤨

HILFE!!!! 😵

Dann ging ich meinem Job als kompetente Beifahrerin nach 😉 und konsultierte das Peggy-Handbuch. Neben einer Abbidung unseres leuchtenden Lämpchens stand da die Erörtung „drain fuel filter water“ verbunden mit dem Hinweis „ Go to your toyota dealer immediatly!“ 😣

Na herzlichen Dank auch! 😵

Wobei wir scheinbar erst in Stufe eins des „fuel filter water“-Problems waren, denn einen Absatz später stand noch, dass wenn das Lämpchen leuchte und dazu ein „buzzing sound“ ertöne 🙄 , man doch bitte immediately 🙄 das Auto zu stoppen habe, und den toyota dealer anrufen solle. 🤩

Wir lauschten!

Nichts!

Wir lauschten ganz konzentriert!

Von einem „buzzing sound“ war nichts zu hören.

Buh!

Wir interpretierten das so, dass die Notlage noch nicht ganz schlimm ausgeprägt war – was sollten wir auch anderes tun – die Puffotter hinter uns klassifizierte sicher nicht als toyota dealer 😉 und ansonsten hatten wir auf den letzten 20 Kilometern keine Menschenseele gesehen…

Das weitere Studium des Peggy-Handbuchs führte uns so einen Verweis auf ein hinteres Kapitel, wo sich tatsächlich eine Abbildung zum manuellen Entleeren der ominösen Dieselwasserfilterpumpe fand. Das Bild dazu war ganz hübsch, die Anleitung dazu las sich eher konfus… 🤨

Wir grübelten, was das Handbuch uns damit sagen wollte: Sollten wir nun eine Werkstatt ansteuern oder selbst versuchen das Ding zu entleeren ? Und wielange hatten wir Zeit um eine Werkstatt aufzusuchen? 🙄

Da wir nach wievor ohne „buzzing sound“ unterwegs waren und die nächste kleine Stadt, Kalkfeld, laut Karte nur noch 10 Kilometer entfernt war, entschlossen wir uns, dorthin zu fahren und dort nach einer Werkstatt zu suchen, in der Hoffnung, dass der buzzing Sound uns bis dahin verschonen würde.

Die nächsten 10 Minuten waren insofern reichlich angespannt. Gabi und ich zeichnen uns beide durch ein rege Phantasie aus und sahen für unserem inneren Auge Peggy wahlweise lustig qualmen bis kurz vor der Explosion stehen. 😗

Wie schön war es daher, als wir endlich in Kalkfeld angekommen waren…

Die arme Tankdame an der Tankstelle muss sich dann auch reichlich überfallen vorgekommen sein, als wir aufgeregt schnatternd irgendetwas von „mechanical problem“ von uns gaben und nach dem nächsten Mechaniker fragten. Auch wenn sie uns wohl nur zu einem Drittel verstanden haben dürfte – unser Wunsch nach einer Werkstatt war wohl unüberhörbar und wir wurden flugs wieder mit Richtungsangaben auf die Straße und 500 Meter weiter geschickt.

Und da war sie: Eine Tankstelle mit Werkstatt! 🤩 Gibt es was Schöneres? – für uns in diesem Moment wahrhaft nicht. 😉

Wir fielen dann auch abermals überfallartig über den ersten Menschen her, der Hilux-kompetent aussah 😉 … wie wir später feststellten, war das kein Mechaniker, sondern der von uns höchst amüsierte Busfahrer einer Reisegruppe. Oops! 😗 Aber er kannte sich aus 😄 – beruhigte uns erst einmal, dass das alles halb so wild sei und in wenigen Minuten zu richten.

Okaaaay! Klang ja gut! 🙂

Dann winkte er einem Mechaniker, zu viert (wir hatten natürlich unsere Nasen mit vorne dran 😉 ) beugten wir uns über Peggys Motorhaube und die Herren zeigten uns den Grund allen Übels: die Dieselwasserfilterpumpe!


Die Dieselwasserfilterpumpe hat für mich persönlich unglaubliche Ähnlichkeit mit einer Fahrradtrinkflasche. Um sie zu entleeren, muss man jedenfalls den Nippel oben hochziehen, dann unten das Wasser herauslassen, bis kein Wasser, sondern Diesel kommt und dann oben pumpen.

Dann sollte auch das Licht wieder weg sein. Hhmm…. war es aber nicht! 🙄 Kommt wohl bei den Hiluxen manchmal vor, erklärte man uns – hilft nur das komplette Ab- und Wiederanklemmen der Pumpe! 😵

Okaaayyy…??? Vielleicht hatte das doch vorhin zu gut geklungen? 🙄

Die Methode half aber tatsächlich! 🙂 Pumpe leer, Peggy an, Kontrolllämpchen aus – alles perfekt! 😄 Unsere zwei Retter waren etwas peinlich berührt, als wir uns überschwänglich bedankten und sie zu unseren Helden des Tages ernannten. 😎

Und so konnten wir – keine 15 Minuten nachdem wir die Tankstelle angefahren hatten – mit einer nun wieder braven Peggy unseres Weges ziehen! 🙂

Halleluja! 🙂

Morgen im zweiten Teil des Tages geht’s dann wieder weiter mit mehr Fotos (und weniger Text 😉 ) vom Erongo bzw. unserem Abstecher zur Farm Ameib!

LG
Steffi
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
1'816 Beiträge · seit 200817. Juli 2012 · #128
Hallo Steffi,
schön, dass es weitergeht. Bitte ganz schnell weiterschreiben, wir sind nämlich im September auch 2 Nächte auf der Hohenstein Lodge, interessiert mich brennend 😁

Wehe du schreibst was falsches 😄 😄 🤩 😈

LG Boris
160 Beiträge · seit 200917. Juli 2012 · #129
Hallo Steffi,
ich weiß zwar immer noch nicht so genau, was eine Dieselwasserfilterpumpe ist, aber Ihr habt das Problem ja prima lösen können. In gut sieben Wochen sind wir auch mit einem Hilux unterwegs, haben aber zwei Herren der Schöpfung mit an Bord, die für technische Probleme zuständig sind. jedenfalls haben wir - Mutter und Tochter - das so beschlossen 😄 😉 😛
Gruß
uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
8'684 Beiträge · seit 201017. Juli 2012 · #131
Steffi82 schrieb: @Bele: du kannst nun wieder unbekümmert mitlesen 😉
LG
Steffi
Uffff, Steffi, danke - aber ehrlich gesagt treffen mich die ganzen anderen Sichtungen trotzdem ein bisschen - ich kenne die Etosha-Wasserlöcher ja nur als...naja.... eben als Löcher.... mit Wasser drin, davon reichlich, auch drumrum.... aber das war's dann auch schon. Da kann ich auch an unsere 3 Seen hier radeln, ist gesünder und kommt billiger 😉 Aber Rache ist süß - Etosha mach was du willst, in 30 Tagen geb ich Chobe eine Chance (und wehe.....😠 )!

@ Picco: "sterb".....haha... Männer..... stell dich nicht so an, ein bisschen Sport hat noch keinem geschadet *duck*! (Ich kenn auch nen Picco, das Gejammer könnte von ihm sein 😛 )

Steffi, ich warte dann eben mal auf die Fortsetzung, okay? Hab mir nebenher ne heiße Zitrone gemacht 🙁

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2012
6'369 Beiträge · seit 201118. Juli 2012 · #132
Hoi Bele
Champagner schrieb:@ Picco: "sterb".....haha... Männer..... stell dich nicht so an, ein bisschen Sport hat noch keinem geschadet *duck*! (Ich kenn auch nen Picco, das Gejammer könnte von ihm sein 😛 )
Jaja...da sterben wir Männer täglich tausend stille Tode (und rennen seitenweise hinter der Peggy her) um Euch Frauen das Leben zu versüssen und dann solche Sprüche...tststs...:P 😄 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 18. Juli 2012
107 Beiträge · seit 201220. Juli 2012 · #133
Oh wow, gut dass die Peggy grade Pause macht, vermutlich ein Tankstop, nachdem die Dieselwasserpumpe jetzt wieder Diesel zieht. Jedenfalls steig ich jetzt auch ein, nachdem ich Etosha mit Haut und Haaren verschlungen hab.😮
nach unserer Ersttat im November 2011 gehen wir dieses Jahr gleich nochmal und ich hab mir all die Tiere gemerkt und bestelle sie hiermit vor! 🙂


LG Peter
LG Peter http://www.mastny.de
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2012
2'845 Beiträge · seit 201121. Juli 2012 · #135
Huhu Steffi & Gaby,

wenn es später scheppert in der Peggy bin ich es - verhungert oder verdurstet!
Ich sitze hier seit Taaaaagen - und nicht mal ein Willi kommt und fährt mich weiter.... 🙁

Seufzende Grüße
Strelitzie
Themenstarter672 Beiträge · seit 201121. Juli 2012 · #136
Hallo zusammen,


@Peter: Auch für dich ein herzliches Willkommen auf der Peggy! 🙂

@Strelitzie: Nicht verhungern ... ich reich dir mal nen Keks und ne Cola 🙂 ! Auf den Willi - oder eher den 3. Bruder von Willi musst du noch ein bisschen warten, der begegnete uns erst am Sossusvlei 😗 ...

@picco: Entschuldige ... ich wollte dir eigentlich ein bisschen Verschnaufspause geben! 🙂 Nicht böse sein...

denn: Es geht jetzt auch endlich weiter!

15. Mai 2012
Etosha Nationalpark – Hohenstein Lodge im Erongo (via Farm Ameib)
oder auch: „Gabi und Steffi lernen Dieselwasserfilterpumpe!“
Teil 2: „Von Zeseln und kleinen Drachen“



Nachdem das Peggy-Problem gelöst war (… ich muss vielleicht einschieben: erst einmal… 😗 ) fuhren wir gemütlich weiter in Richtung Omaruru. Dort fielen wir über den Super Spar her und verpflegten uns für die nächsten Tage 🙂 . Danach noch schnell in Usakos getankt und auf in Richtung Farm Ameib. Da wir recht gut in der Zeit waren, wollten wir dorthin noch einen kleinen Abstecher machen.

Hmmm, wie soll ich die Farm Ameib nun beschreiben? Also erst einmal, muss man wohl sagen, dass es ein wirklich schöner Flecken Erde ist. Zum zweiten kam es uns aber irgendwie wir eine kleine Zeitreise vor … das ganze hatte den Flair als wäre die Farm, während sich die Welt außen herum weitergedreht hat, einfach stehengeblieben …! Wir fanden das unglaublich interessant und auch recht charmant 🙂 , allerdings ist die Farm auch fest in der Hand von unzähligen Katzen, wahrscheinlich sogar zu vielen Katzen 🙄 .

Nachdem wir unser Permit bei Frau Kögler bezahlt hatten, durften wir noch im (großen) Essensbereich der Farm unsere Zelte aufschlagen und Picknicken. Eigentlich wollten wir das ja im Freien machen, aber
a) war der Hunger zu groß 😎
und
b) war es unterdessen richtig heiß geworden, sodass ein schattiger Platz enorm an Reiz gewann 🙂 .

Am Anschluss tuckelten wir gesättigt und vergnügt über die schmale Farm-Pad in Richtung Bull’s Party. Die Wanderung zur Philipp’s Höhle strichen wir einvernehmlich von unserem Plan, weil es uns einfach zu heiß war und wir, pannengeschädigt wie wir an diesem Tag waren, es nun eher gemütlich angehen lassen wollten.

Auf Ameib gibt’s es übrigens Elefanten … aber keine Sorge Bele … nur aus Stein… 😉

Namibia12-130.jpg


Die Gesteinsformationen dort sind wirklich sehr schön – zum Wandern sicherlich ganz toll, wenn man die Zeit und Muße dafür mitbringt. Wir erkundeten ein bisschen das Gebiet, suchten uns irgendwann ein nettes Plätzchen und genossen einfach die Natur, Ruhe und Stille. 🙂

Schatten...

Namibia12-5_2012-07-21.jpg


Aussicht vom "Parkplatz"...

Namibia12-131.jpg


Auf dem Rückweg hatten wir dann noch eine Ziegen-Pad-Sperrung 🙂 . Auf Ameib muss es wahrscheinlich mittlerweile vor lauter Babyziegen wimmeln, denn was da an schwerstträchtigen Ziegen vor uns über die Straße watschelte (von gehen konnte man da nur noch schwer sprechen… 😎 ) war zum Quietschen komisch. 😄

Ja, und dann lief uns in einer Gruppe Esel tatsächlich der hier noch über den Weg!
Tatatata! Ein Zesel! 🤩

Namibia12-132.jpg


Der Zesel war aber sehr dokumentationsunwillig 🤨 – deswegen gibt’s nur dieses eine Foto von ihm!

Danach machten wir begaben wir uns für die letzten 35km zurück auf die Piste!

Namibia12-6_2012-07-21.jpg


Am späten Nachmittag erreichten wir die Hohenstein Lodge, wo wir sogleich von Frau Stüber, einem Angestellten und Hund freudigst begrüßt wurden. So macht ankommen Spaß 🙂 ! Wir genehmigten uns dann auch gleich ein paar kühle Getränke auf der Terrasse und bezogen dann unser Zimmer, bevor wir wieder auf der Terrasse bei weiteren kühlen Getränken und Flirtattacken unseres neuen Lieblingshundes landeten. 😄

Die Zimmer der Hohenstein Lodge sind sehr nett mit schönem großen Bad. Und der Ausblick von der Terrasse (und teilweise auch den Zimmern) ist echt toll.

Namibia12-134.jpg


In einiger Entfernung hat die Lodge auch ein Wasserloch, an dem wir sogar ein Gnu sehen konnten. 🙂

Kleine Drachen gibt es auf Hohenstein auch… 😉

Namibia12-133.jpg


Namibia12-7_2012-07-21.jpg


Da wir am nächsten Morgen wieder mit Sonnenaufgang aufbrechen wollten, verabredeten wir mit Frau Stüber, dass sie uns kleine Frühstückspakete packt. Was rein sollte, dürften wir uns sogar aussuchen 🙂 ! Da die Betreiberin Vegetarierin ist und in der Küche mit anpackt, ist das Essen auf Hohenstein ein wenig weniger fleischlastig, als woanders. Oder anders ausgedrückt: Die Fleischmenge ist dort in einem ausgewogenem Verhältnis zu den Beilagen 😄 ! Für uns war es in jedem Fall mal eine schöne Abwechslung und alles sehr lecker.

Nach dem Essen drückte es uns schon recht bald die Augen zu, sodass wir abermals vor 21 Uhr in unserem Betten lagen, gespannt darauf, was der nächste Tag bringt!

Ja, und der brachte einiges 🙂 :
- einen Besuch der Spitzkoppe
- einen Besuch der Robben am Cape Cross
- und Swakopmund

LG
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
2'845 Beiträge · seit 201121. Juli 2012 · #137
Jaaaa -Danke! Und Keks mit Cola!! Klasse! Kein Thunfisch mit Zwiebeln - bin gerettet! 😘

LG
1'816 Beiträge · seit 200821. Juli 2012 · #138
Hallo Steffi,

na endlich 🤩 geht's weiter 😁 😁

Hast du vielleicht noch ein paar Fotos von der Hohenstein Lodge? Wir sind doch im Sept. auch dort. Habt ihr iregendetwas von Baulärm gehört? Es soll umgebaut oder die Wege neu angelegt werden, hab ich mal irgendwo gelesen?

Gruß Boris
107 Beiträge · seit 201221. Juli 2012 · #139
Jo, grade rechtzeitig zugestiegen... 😉 Interessant, lohnt sich denn der Abstecher nach Ameib? Wir werden im Okt. von Swakopmund bis Etosha "durchreiten" und haben uns überlegt, da mal eine Erfrischungspause einzulegen.

Thunsfisch mit Zwiebel... uhh. 🤢 Ist das ein Vorgeschmack auf Cape Cross?

Dann lieber kalte Cola, gerne in großen Mengen....
LG Peter http://www.mastny.de
Themenstarter672 Beiträge · seit 201121. Juli 2012 · #140
Hi,

@Strelitzie: Also, wenn du lieber Thunfisch mit Zwiebel haben möchtest ... 😎 😈 ! Gab's aber an dem Tag tatsächlich nicht. Aber dafür am nächsten Tag wieder 😛 !

@Boris: Ich hab grad mal nachgesehen und leider keine brauchbaren Fotos von Hohenstein direkt gefunden. Irgendwie steckte an dem Tag der Dieselwasserfilterpumpen-Schock mir doch ziemlich lang in den Knochen, was sich in einer recht geringen Anzahl Fotos niederschlug. Ich fand aber, dass das Preis-Leistungsverhältnis dort sehr gut ist. Für Ausflüge nach Ameib ist die Lodge genial und auf die Spitzkoppe kann man gut als Tagesausflug einplanen. Es wurden jetzt wohl auch ganz "frische" Wanderwege angelegt, man kann zu den "Small Miners" am Hohenstein wandern, usw. Ich fand das Angebot und die Atmosphäre dort alles in allem sehr sympahtisch.
Vom Baulärm bzw. Bauaktivitäten habn wir gar nichts mitbekommen. Wenn die am anderen Ende der Lodge bauen, bekommst man es vorne aber auch gar nicht mit, weil die Häuschen über eine kleine Kuppe gebaut sind.

@Peter: Also ich persönlich finde schon, dass sich der Ausflug nach Ameib lohnt - allerdings sollte man da mindestens einen halben Tag für einplanen. Wir waren zeitlich schon fast zu knapp dran und konnten daher nur einen Teil des Gebiets sehen. Die Philipp's Höhle hatte mich schon auch noch gereizt...! Überhaupt, glaube ich, muss man den Erongo ein bisschen auf sich wirken lassen...! In die Tagesetappe Swakopmund - Etosha würde ich Ameib persönlich eher nicht einplanen - da habt ihr, abgesehen von viel Fahrerei nichts von, da Ameib ja auch nicht direkt neben der Hauptstraße liegt.

LG
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)