mit den Tieren ist es uns auch immer so gegangen. Am nächsten Morgen war immer alles anders. Respekt, dass du die Aufnahmen in Halali ohne Stativ gemacht hast. Kannst du mir mal bitte zu dem Nashorn-Bild 67 die Blende, Belichtungszeit und Iso schicken. Möchte das mal mit meinen Daten vergleichen. Bin doch gerade am überlegen, ob ich mit auch ein L-Objektiv kaufen soll.
Ansonsten, wie immer ein schöner Reisebericht. Ihr hattet bestimmt viel Spass.
LG Uli
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Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201103. Juli 2012 · #82
Hallo Steffi,
puhhh- musste der Peggy eben schnell hinterher sprinten! Mein Telekommunikationsanbieter hatte mich von der Außenwelt abgetrennt - erst dann bemerkt man, wie "süchtig" man schon ist.... Aber nun bin ich ja gleich von Dir entschädigt worden (die junge Dame aus Italien, der man dann das Wasser gereicht hat, hat sich auch extra beeilt). Wir haben übrigens auch Eure Erfahrungen gemacht - die Tiere im Etosha sind Langschläfer.
So, ich warte dann mal ganz geduldig 😗 auf den nächsten Teil!
Viele Grüße Strelitzie
Champagner8'684 Beiträge · seit 201003. Juli 2012 · #83
Steffi82 schrieb:...
Das ist eine lebensechte Attrappe aus Karton, die die Parkverwaltung dort aufgestellt hatte, damit jeder Touri behaupten kann, er habe einen Elefanten gesehen 😎 !
LG Steffi
Die Attrappe hast du mir zu verdanken - sie steht seit meinem Beschwerdebrief an die Parkverwaltung dort....😜
ich habe erst jetzt Deinen Bericht angeschaut..bzw. bin noch dabei. Schöner Bericht und schöne Bilder...und ich glaube ich habe unsere Löwen wieder entdeckt (eure Salvadora Löwen 🤩 )
baobab2195 Beiträge · seit 200903. Juli 2012 · #86
Hallo Steffi,
je länger ich mitlese, desto dringender habe ich das Gefühl, endlich auch mal nach Namibia fahren zu müssen. Ich freue mich auf die Fortsetzung und verstehe die Leute nicht, die immer wissen wollen, womit ihr fotografiert und irgendwelche technischen Details. Das Auge hinter dem Apparat ist entscheidend und diesem gilt mein großes Kompliment. LG Ina
Nane421'362 Beiträge · seit 201103. Juli 2012 · #87
Hallo Steffi, also um den Sekretär beneide ich dich schon sehr !!! Ich hätte gerne mal einen so nah vor der Linse gehabt, aber die paar, die ich gesehen habe, waren gefühlte km entfernt. Tolles Foto... Es macht übrigens total Laune deinen Bericht zu lesen 😄 😁 😄 !! Man kann sich richtig vorstellen, wieviel Spass ihr hattet... LG, Nane
Jetzt bekomme ich hier auch wieder die Kurve....ich kenne Dich doch noch vom Tansania-Bericht....auch da kam ich zu spät und hatte keinen Platz mehr drinnen....und dann habe ich es versäumt den Bericht zu Ende zu lesen.
Muss ich auch noch nachholen...Der Tag müsste 48 Stunden haben 🙁
Steffi82 schrieb:... Ehrlich gesagt: Wir sind uns bis heute nicht sicher, ob das Kerlchen echt war oder nicht: Denn er bewegte sich gefühlt keinen Zentimeter. Und zwar den ganzen Tag nicht. Als wir am späten Nachmittag auf gleichem Wege wieder zurückfuhren, stand er noch genauso da, wie Stunden zuvor! 🙄 Unsere Theorien: 1. Hier lebt jemand ein sehr minimalistisches Bewegungskonzept aus 😉 oder 2. Das ist eine lebensechte Attrappe aus Karton, die die Parkverwaltung dort aufgestellt hatte, damit jeder Touri behaupten kann, er habe einen Elefanten gesehen 😎 !
Und wie es rund um Okaukuejo weiterging, erfahrt ihr im nächsten Teil 🙂 !
LG Steffi
Wie witzig, diese Theorie habe ich auch gehabt... Aber ich meine, ihn schon mal gesehen zu haben wo er sich bewegt hat. Oder war das einfach der Wind...? Fragen über Fragen! 😉
Weiter so, ich zähle die Tage... 😛
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. Juli 2012 · #90
Hallo zusammen,
@ Uli S.: Ich hab mal nachgesehen, beim Nashornfoto hatte ich Blende 5,6 bei 400mm, 1/125sek Belichtungszeit und ISO 3200. Im Orginal ist das Bild etwas schärfer, weil ich es nachträglich etwas entrauscht habe. Die ISO 3200 sind bei meinen Kameras wirklich an der Grenze, eine höhere ISO macht für meinen Geschmack keine ansehbaren Bilder mehr. Genauso ist es mit der Belichtungszeit: 1/125sek bei 400mm sind für das Objektiv schon hart an der Grenze, damit es nicht verwackelt und auch weil sich das Tier ja bewegt. Es geht aber, dank gutem Bildstabilisator und der Tatsache, dass ich mir eine einigermassen ruhige Hand mittlerweile angewöhnt habe. Aufgenommen wurde das Foto kurz nach Sonnenuntergang, aber noch bevor die Scheinwerfer am Wasserloch zugeschalten wurden - nur damit du's von den Lichtverhältnissen her einordnen kannst. Ich hoffe, ich konnte dir helfen... 🙂 ! Mit was fotografierst du eigentlich?
@Bele: 😄 Magst du noch mehr Beschwerden einlegen - z.B. wegen nicht zu sehender Leoparden? 😎 Ich würde die auch sofort unterstützen! 🙂
@Hängematte: Willkommen auf der Peggy! 🙂 Schön, dass du auch mit dabei bist! Ja, die Löwen am Salvadora Wasserloch dürften deine gewesen sein – uns mochten sie allerdings nicht gar so sehr wie euch und haben auf das Entertainmentprogramm verzichtet.
@Ina: Worauf wartest du? – Ab auf nach Namibia! 😄 Ist wirklich zu empfehlen! 😗 Und wir sind ja erst am Anfang der Reise – da kommen noch ganz viele tolle Landschaften und Tiere und Landschaften 🙂 ! Danke auch fürs Lob fürs fotografische Auge 😊 🙂 . Wobei das mit dem Fotografieren schon ein Zusammenspiel vieler Faktoren ist. Das Auge alleine nützt wenig, wenn man mit seiner Ausrüstung nicht umgehen kann und die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn man keinen Zugang zum Motiv findet bzw. „das Auge“ in der speziellen Situation nicht hat (ich tue mich da zum Beispiel bei Vögeln immer superschwer, finde es aber bei Antilopen total einfach ein schönes Bild zu machen…😳 ) . Ich selbst bin ja trotz allem absoluter Laie was Fotografieren angeht, fotografiere auch erst seit zwei Jahren und bin erst jetzt so langsam aber sicher an dem Punkt, an dem ich die Ausrüstung die ich da in der Hand halte so einzuschätzen vermag, dass ich weiß, was geht, was nicht geht und wo die Grenzen sind. Das macht dann auch bessere Bilder bzw. anders ausgedrückt: Es macht weniger schlechte Bilder in der Summe. 🙂
Bestünde im Übrigen Interesse an schlechten, verwackelten und akustisch zugeschnatterten Video-Reiseepisoden? 😎
danke für die Infos bezüglich des Bildes. Ich photographiere mit einer Canon 600d und den Kit Objektiven 18-55mm und 55-250mm. Jetzt habe ich mir mal das 18-135 mm besorgt und bin gerade am überlegen, ob ich mir mal ein L-Objektiv leisten soll. Außerdem habe ich noch eine Panasonic TZ10, die auch keine so schlechten Bilder macht.
LG Uli
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Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. Juli 2012 · #94
Euer Wunsch sei mir Befehl! 😈
Bevor es mit dem Bericht weitergeht, präsentiere ich unsere Elefantenherde vom ersten Etosha-Tag am Groot Okevi Wasserloch ... (und bitte ignoriert das Geschnatter im Hintergrund 😉 )
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. Juli 2012 · #96
Guten Abend,
und weiter im Text ... 🙂
13. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Halali oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎 ! Teil 2: ... Thunfisch? 😗
In Okaukuejo angekommen, fielen wir erst einmal über den Kiosk her und rüsteten uns mit kalten Getränken und ein paar Nüssen zum Knabbern aus. Damit ausgestattet ging es dann zum Wasserloch.
Unterwegs mussten wir aber für diese lustigen Gesellen kurz stoppen 🙂 ...
Wir müssen ja zugeben: Nach der Geschichte vom Magustenbiss in Namutoni hatten wir vor der kleinen Erdhörnchenhorde einen gewissen Respekt. Die Erdhörnchenhorde allerdings vor uns nicht - die hatte nämlich sofort Gabis Nüsse erspäht 🤩 ! So schnell wie sie uns belagerten, zogen die kleinen Kerlchen aber auch wieder von dannen, als sie neue Opfer erspähten, die mehr Aussicht auf Leckerchen versprachen (Gabi bewachte ihre Nüsse nämlich sehr vehement 😄 ).
Also weiter zum Wasserloch!
Mit dem Wasserloch in Okaukuejo stehe ich ja so ein bisschen auf Kriegsfuss. Als wir im Januar 2011 da waren sahen wir an zwei Tagen dort nur ein Gnu und vielleicht zwei Impalas. Ansonsten gähnende Leere! 😠
Da hatte das Wasserloch also einiges wett zu machen - und für den Start waren wir außerordentlich zufrieden 🙂
Neben vielen Springböcken...
... kam soeben auch eine Herde Zebras an, die sich sofort ins Wasser stürzte...
Eine ganze Weile saßen wir da, genossen den Anblick und schlürften unsere kalte Cola. So stellt man sich seinen Urlaub vor 🙂 !
Dann ging es wieder zurück zu Peggy und vorbei an den aufdringlichen Erdhörnchen...
Sind sie nicht niedlich? (wenn auch nicht ganz geheuer 😉 )
Wir beschlossen noch ein wenig in Richtung Okondeka-Wasserloch zu fahren. Unterwegs sahen wir einige Zebras, die obligatorischen Springböcke, ein paar Vogelsträße in der Ferne und einige Schakale...
Je näher wir dem Wasserloch Okondeka kamen, desto höher wurde die Tierdichte 🙂 . Am Wasserloch dann dieser Anblick (sorry, ist wegen der Mittagshitze recht verflimmert, aber es zeigt so schön die Menge an Tieren, die wir dort antrafen ... und da ging es ja rechts und links noch weiter 🙂 ...)
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201104. Juli 2012 · #97
...
Das Wasserloch in Okondeka erschien für uns irgendwie "out of space", so mitten im Nichts, in diese endlos flimmernde Ebene dahinter blickend, umgeben von so vielen Gnus, Springböcken und Oryx - einfach nur toll! 🙂
In seiner Unwirtlichkeit empfand ich es als eines der schönsten Wasserlöcher im Etosha! 🙂
Auf den Grasebenen westlich des Wasserlochs grasten zudem Unmengen an Springböcken...
Wir beschlossen hier unser obligatorisches Mittagspicknick einzulegen... und wer sich schon immer einmal fragte, was man denn so Gespräche führt, während man am Wasserloch mit dem Auto steht, die Szenerie beobachtet und der Magen knurrt, dem empfehle ich nachfolgendes Video 😎 ...
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201106. Juli 2012 · #98
Hallo zusammen,
weiter geht's...
13. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Halali oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎 ! Teil 3: ...wenn frau vor lauter Schackal den Elefant nicht sieht...😗
Gut gesättigt verabschiedeten wir uns nach einer Weile vom Wasserloch. Auf dem Rückweg nach Okaukuejo pirschte ich abermals fleissig Schlaglöcher 😉 . Hab ich schon erwähnt, dass mit Peggy auf Schotterpisten zu fahren, echt Spaß gemacht hat? 😁
In Okaukuejo legten wir sodann nocheinmal eine „Kühle-Cola-Pause“ am Wasserloch ein. Das Wasserloch war mittlereile ringsum gut mit Menschen befüllt, nur die Tiere hatten sich alle in Luft aufgelöst. Gut, wollen wir auch den Zebras ihren Mittagsschlaf gönnen.
Und der lustige Kerl flatterte mit Beute noch umher (der Vogel ist ein Gelbschnabeltoko, bei der Spinne habe ich keinen blassen Schimmer 😉 )...
Am Wasserloch sitzend muss man ja nicht zwingend Tiere beobachten – manchmal ist es fast interessanter seine Mitreisenden zu beobachten. 😉
Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass wir beide als alleinreisende junge Frauen im Etoscha eine magische Anziehungskraft auf die Generation 60+ ausübten 🙄 . Vor allem die Damen waren immer recht umsorgt um uns … und teilweise auch schrecklich schockiert, dass wir die Reise ganz alleine machten. 🤩
Wie wir also gemütlich am Wasserloch unsere Cola schlürften, kamen von hinten zwei ältere Damen an, die ihre Enttäuschung keine Tiere sehen zu können, laut kund taten. Da die beiden recht zerknirscht wirkten, warfen wir ein, dass sich das auch schnell wieder ändern könne und wir am Morgen schon viele Tiere hier gesehen hätten, sie als nur ein bisschen Geduld mitbringen müssten. Und dann klagten uns die beiden Damen ihr Leid: Die beiden waren Bestandteil einer 28-köpfigen Busrundreisengruppe mit einem Fahrer/Guide und hatten sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, in 2 Wochen ganz Namibia zu sehen. Das Ergebnis bis hierhin wäre wohl gewesen, dass sie zwar wirklich viel von Namibia gesehen hätten, aber eben nur aus dem Bus heraus 🙄 . Und jetzt müssten sie auch gleich wieder los, weil es noch bis zum Halali-Camp gehe. Ah, da konnten wir helfen 😁 ! Wir empfahlen den Damen unbedingt zum Sonnenuntergang zum Moringa-Wasserloch zu gehen, nachdem wir dort gestern die Elefanten und ein Nashorn gesehen hätten. Ja, ein Nashorn, das wäre es … und Elefanten … die beiden bedankten sich und meinten, dass sie dem Rat auf jeden Fall folgen würden. 🙂
Wenig später beim zigsten obligatorischen Erdhörnchenstopp 😎 lief uns dann auch noch der Rest der Truppe über den Weg. Nachdem wir mal wieder unabsichtlich Aufmerksamkeit auf uns zogen – wir sind da echt gut drin, 😗 …. aber kann mir einer mal erklären, warum der Toyota Hilux ein markerschütterndes „Tröööt“ ausstößt, wenn man ihn zuschließen will, wenn nicht alle 4 Türen schon zu sind 😵 ? Das ginge doch auch leiser 😊 !
Unser trötender Hilux sorgte jedenfalls dafür, dass uns nun die ganze Reisegruppe kannte und lustig herüberwinkte 😊 😗 😣 (und alle sich wahrscheinlich dabei dachten: „Und die wollen hier wirklich alleine rumfahren?" 🤨 ).
Ja, wollten wir 😎 . Ja, taten wir auch 😛 ! Und außerdem möchte ich einwerfen, dass die Peggy, wenn sie mal mit uns befüllt war, ja ganz brav war (bis dahin… 😗 ) und dann ja auch nicht trötete (also abgesehen davon, wenn frau aus Versehen mit dem Ellenbogen beim Aussteigen auf die Hupe kommt… *hust* … was uns natürlich nie, nie, niemals oft passiert ist... 😗 ).
Wir ließen also den Bus hinter uns und Peggy fuhr uns wieder in Richtung Halali. Unser Elefant vom Vormittag stand noch immer brav im Dickicht und bewegte sich nicht. Ansonsten sahen wir Zebras und Springböcke und am Wasserloch Olifantsbad ein paar Giraffen und Impala.
Weil wir immer noch nicht die Hoffnung nach einem männlichen Löwen mit Mähne aufgegeben hatten, schauten wir auch noch einmal am Wasserloch in Salvadora vorbei. Ich nehm’s gleich vorweg: Löwen – männlich wie weiblich – sahen wir dort nicht. Dafür etwas anderes … 🙂
Als wir auf den Aussichtspunkt für das Wasserloch langsam zurollten, kam es zu folgendem Dialog im Auto:
Steffi: „Och, schau mal!“ 🤩
Gabi: „Ah, schöönn!“ 😁
Steffi: „Ist zwar kein Löwe, aber …
Gabi: „… besser als gar nichts und hatten wir heute nicht allzu oft!“
Steffi: „Und schau mal wie niedlich er Wasser schlappert!“
Gabi: „Huh?“ 🤨
Steffi: „Ja, guck … also ich finde das niedlich… der kleine Schakal … schlappernd…“
Gabi: „Steffi?“ 🤨
Steffi: (sehr verzückt ihren Schakal anschauend): „Hhhmm..ja?“
Gabi: „Den Elefanten siehst du aber schon, oder?“ 🤨
Steffi: 🙄 🤩 😗 😣
Hier das Foto zum oben wiedergegebenen Gespräch 😎 :
Und ihr müsst doch alle zugeben, dass das erste, was einem bei dieser Szenerie ins Auge springt, der niedliche Schakal ist, gell? 😎
Nachdem das schallende Gelächter im Auto abgeklungen war, bewunderten wir noch eine zeitlang Schakal UND Elefant und immer noch höchst amüsiert (… ich konzentrier mich halt gerne auf die kleinen Dinge im Leben 😛 …) entschlossen wir so langsam aber sicher wieder Richtung Halali zu ziehen. Unterwegs trafen wir am Wasserloch Rietfontein abermals eine große Herde Zebras…
Ich muss zugeben, ich finde es immer wieder toll, wenn man sich einfach Mal für ein paar Minuten in so eine große Herde Tiere stellt und darauf wartet, dass die Tiere um einen herumfließen. Zebras sind da erfahrungsgemäß sehr touristenfreundlich – sie beeilen sich zwar nie damit von der Straße zu kommen, wenn man mit seinem Auto angefahren kommt, dafür tolerieren sie die Autos aber auch sehr nach bei sich. 🙂
Und so gesellten wir uns noch eine Weile zur Zebraherde und ließen das bedächtige Schmatzen der Tiere auf uns wirken.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201106. Juli 2012 · #99
...
Zwei Frauen – ein Ziel 😎 , was zur Folge hatte, dass sogar ich für kurze Zeit einmal vergaß die Schlaglöcher zu pirschen (okay, aber auf der Hauptstraße im Etosha ist das auch schwierig mit der Schlaglochpirsch 😎 …). Wir fuhren also gemütlich gen Camp, also Gabi plötzlich meinte: „Steffi, da war ein Vogel!“
Nun, müsst ihr wissen: Kommandos an den Fahrer wurden bei uns meist vehement, manchmal auch leicht quietschend, aber auf jeden Fall immer recht laut in Form von: „Daaaa!“ „Stopp!“, „Halt sofort an!“ oder wahlweise auch gemixt „Da, da, da, DAAAAA! Stopp! Halt! Sofort!“ meist begleitet vom hektischen Armfuchteln hervorgebracht. 😉
„Steffi, da war ein Vogel!“ in etwas verblüfft hervorgetragener Tonart – nein, das klang nicht nach einem Aufruf zum Bremsen. 🙄
Ich dachte an:
und fuhr weiter.
Von Gabi kam nun: „Steffi, da war ein großer Vogel!“ 🤨
Steffi dachte an
… fragte sich, wieso wir für einen Vogel zu unserer Verabredung mit dem Moringa-Wasserloch zu spät kommen sollten 🙄 , bremste aber.
Gabi sah mich daraufhin mit leicht verzücktem Gesicht an und wiederholte: „Da war ein echt großer Vogel direkt neben der Straße. Ich glaub das war ein Adler!“ 🤩
Okay, wenn Gabi fassungslos-verzückt-still ist, dann muss das einen Grund haben, also umgedreht und langsam wieder zurückgefahren. Vor meinem innerlichen Auge sah ich unsere 200ste Gabelracke umherfliegen 😗 , als auf der gegenüberliegenden Straßenseite plötzlich der hier saß:
Liebe Peggy-Mitinsaßen, ich präsentiere die Sichtung im Etosha auf die wir irgendwie am Stolzesten von allen waren 🙂 :
Tata-Taaaaa: ein Kampfadler!
DAS war mal ein großer Vogel! (da vergaß die Gabi auch fast, dass sie sich ja eigentlich einen Mähnenlöwen gewünscht hatte! 😉 )
Anfangs sind wir etwas erschrocken, weil soviele Federn ringsum lagen und unser Adler recht aufgeplüstert vor uns saß – dann aber sahen wir, dass die Federn von einem anderen Vogel stammten und unser Adler nur seine Beute schützen wolle. 🙂
Überhaupt war der Raubvogel mit der Gesamtsituation ziemlich unzufrieden – seine Beute hatte sich nämlich aus Adlersicht (wie sahen das freilich völlig anders 🙂 ) einen echt blöden Platz ausgesucht um vom Himmel zu fallen. Denn jedesmal, wenn ein Auto vorbeifuhr, wurde der Adler mächtig zugestaubt und hüpfte erbost weg.
Wir erlaubten uns einzuwerfen, dass er sowieso fotografisch auf der falschen Seite und damit im Gegenlicht säße und empfahlen ihm, mit Beute an uns vorbeizuhopsen, ins bessere Licht und in staubfreieres Gebiet 😗 – ernteten für unseren Vorschlag aber nur einen echt bösen Blick! 😎
Nachdem wir das schöne Tier ausgiebigst bestaunt hatten, ließen wir ihm seine Ruhe und rollten beglückt Richtung Camp.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201106. Juli 2012 · #100
...
Direkt vor der Zufahrt nach Halali begrüßte uns noch eine mampfende Herde Elefanten. Allerdings hatte sich durch die vielen Autos mit ins Camp Zurückkehrenden ein derartiges Autogewühl gebildet, dass wir recht schnell Reißaus nahmen.
Also ab zum Moringa-Wasserloch!
Und was soll ich sagen: Zwar hat die Tiersichtungsfee Gabi den Wunsch mit dem Mähnenlöwen an diesem Tag nicht erfüllt … ABER … dafür tauchte kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwand bei Tageslicht ein Nashorn auf 🤩 (diesmal sogar mit Ohren 😉 ).
Wie schöööön! Zufrieden dachten wir an unsere zwei Damen aus der Reisegruppe von heute Nachmittag, die jetzt auch ein Nashorn gesehen hatten … Wobei? 🙄 Moment einmal? 🤨 Von den beiden Damen war keine am Wasserloch – überhaupt keiner aus der Reisegruppe war – soweit wir das erkennen konnten - am Wasserloch! Und das obwohl der Reisebus unten am Camp parkte. 🙄 Wo waren die Leute? Jetzt hatten wir Nashorn bestellt, geliefert wurde es auch – was war los?
Nun, was los war, bekamen wir keine Minute später lautstark zu hören 😣 . Irgendwer schien nämlich für die Busreisegruppe einen Willkommens-Ständchen organisiert haben, den plötzlich schallte lauter afrikanischer Gesang und der Beifall einer deutschen Touristengruppe zum Wasserloch herüber 🙄 . Durch die Menschenreihen am Wasserloch fuhr ein kollektives Schmunzel-Stöhnen 😎 – das Nashorn nahm’s gelassen und schlürfte fröhlich weiter Wasser!
Hier noch ein Bild von zwei Sichtungswünschen auf einmal: Nashorn mit Wolken 😄
Nachdem sich das Nashorn getrollt hatte und die Sonne untergegangen war, ...
...machten wir uns auf zum Abendessen. Heute gab es – dank unserer Reisegruppe 😉 – leider kein à la carte Essen, sodern Buffett. Wobei das Buffett immer noch erstaunlich gut war 🙂 . Nach drei guten Abendessen in den staatlichen Camps in Folge glaubte mir Gabi nun auch nicht mehr die Horrorgeschichten vom Essen in Okaukuejo, die ich ihr erzählt hatte. Nun, sie sollte am nächsten Tag eines Besseren belehrt werden…😗
An diesem Abend aber fiehlen wir abermals gut gesättigt und zufrieden in unser Bett. 🙂
Was bleibt nach drei ereignisreichen Tagen an Wünschen für die Tiersichtungsglücksfee im Hinblick auf den letzten Tag Etosha?
- wenn kein Mähnenlöwe, dann vielleicht noch einmal weibliche Löwen näher?
Weiter geht es im nächsten Teil mit den vierten und letzten Tag im Etosha, in dem bewiesen wird, dass manche Wünsche einfach ein bisschen länger in der Erfüllung brauchen und der mich bis in alle Zeiten mit dem Wasserloch in Okaukuejo versöhnte! 🙂