ich wollte mich mit meinem vorherigen Statement nur Dirk anschliessen. Ich denke, bei allem was Euch passiert ist, handelt man irgendwann nur noch intuitiv und nicht mehr rational. Hinterher, wenn man Eure Geschichte liest, ist es einfach zu sagen, warum habt ihr nicht... Ich finde diese Kritik nutzlos. Wahrscheinlich habt ihr, wieder zu Hause, selbst manchmal gedacht, warum haben wir so entschieden. Aber Du schreibst ja, alles wird gut. Das lässt auf den nächsten Teil Deines Berichtes hoffen, den ich mit Spannung erwarte! Bekommst Du die Geschichte bis Donnerstag fertig? Wir fliegen nämlich Donnerstag nach Kapstadt 😉 Viele Grüsse Tobias PS.: Mit dem Erlebten gehört ihr jetzt zu den Cracks in der Szene 😉 Beim nächsten Trip kann euch nichts mehr erschüttern!
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200922. Feb. 2011 · #62
Hallo zusammen,
hier ist Teil 11 meiner Reiseerzählung. Viel Vergnügen, Kori
Ich gebe ihm die Überschrift:
„Alles wird gut“ oder
„Hilfsbereitschaft, die uns einfach nur überwältigt“
Nur wenige Meter neben dem Weg läuft die elegante Katze. Wir setzen zurück, können den Leopard aber nur noch hinter einem Busch verschwinden sehen. Schwach schimmert das markante gefleckte Fell durch das Gehölz. Wir verändern unseren Standort, um eine bessere Sicht zu bekommen. Nutzt aber auch nichts. Wir sehen gerade noch, wie der Prachtkerl im Unterholz verschwindet. Warum nur sind wir immer wieder so angetan, wenn wir einen Leoparden sehen? Sind es die Schönheit und die Eleganz? Oder macht die Seltenheit dieser Begegnungen die Faszination aus und steht so weit über anderen Tiersichtungen?
Wir erreichen Mpayathutlwa Pan Nummer 2 und beschließen die paar hundert Meter zur Nummer 1 zu fahren, um nachzuschauen, ob wir Nachbarn haben. Vielleicht treffen wir ja auch wieder auf die Löwenfamilie, die es sich vor zwei Jahren dort gemütlich gemacht hatte. Tatsächlich stehen dort drei Autos, und unter dem Sonnendach qualmt ein Grill. Drumherum steht eine ganze Gruppe Erwachsener und Kinder. Es hat wieder angefangen zu regnen. Wir sagen „guten Abend“ und wünschen „Happy new year“. Die drei südafrikanischen Familien, die, wie sie später erzählen, in der Nähe von Rustenburg zuhause sind, sind zum Sundowner hier, übernachten aber an der Monamodi Pan ganz in der Nähe des Gates. Auch sie haben auf eine Löwenbegegnung gehofft.
Wir verabschieden uns. Wir wollen zurück zur Nummer 2 und das Nachtlager aufbauen. Unser Landrover hat andere Pläne. Als mein Mann den Zündschlüssel dreht, tut sich gar nichts. Als er den Schlüssel wieder herauszieht, hupt die Alarmanlage los. Oh nein, nicht schon wieder! Jetzt verderben wir diesen netten Südafrikanern, die uns gerade noch zum Abendessen eingeladen hatten, auch noch den Sundowner. Diese Sch…karre ist nicht ruhig zu stellen. Wir sagen sorry, sorry, sorry. Die anderen nehmen’s mit Gelassenheit, fragen, wie sie helfen können. Vielleicht mit einem Fremdstart? Funktioniert nicht. „Gebt mir ein paar Minuten“, sagt der Südafrikaner, der sich uns als Rian vorstellt. Erst wird zu Abend gegessen. Wir setzen uns dazu und müssen von unserem Auto erzählen. Wir wählen die Kurzfassung.
Rian bietet uns seine Batterie an. Er habe eine ganz neue Zusatzbatterie dabei, an die sein Kühlschrank angeschlossen sei. Die könne er uns überlassen, für den Selbstkostenpreis. Und wenn wir nicht genügend Bares dabei hätten, könnten wir ihm das Geld auch überweisen, wenn wir zurück in Deutschland sind. Wahnsinn! Von soviel Hilfsbereitschaft sind wir nur überwältigt. Wir wissen gar nicht, was wir sagen sollen. Nach dem Abendessen sieht er sich unseren Batteriekasten mit einem seiner beiden Freunde ganz genau an. Die beiden Männer scheinen Ahnung zu haben. Sie stecken die Köpfe in den Wagen und diskutieren das Problem auf Afrikaans. Schließlich wird Werkzeug herbei geholt und geschraubt. Kabel werden abmontiert und neu wieder verbunden. Noch ein Blick in den Motorraum und ein paar Handgriffe im Relaiskasten.
Die ganze Notoperation dauert knapp zwei Stunden. Mittlerweile ist es dunkel, und es regnet in Strömen. Dann steht die defekte Starterbatterie neben dem Auto und die Kühlschrankbatterie hat ihre Funktion übernommen. Sie ist natürlich auch leer, der Fremdstart funktioniert jetzt aber sofort. Das müsste jetzt funktionieren, wir müssten aber eine Weile fahren, damit sich die Batterie richtig aufladen kann, sagt Rian und bietet uns an, mit zur Monamodi Pan zu kommen und dort zu übernachten. Falls unser Wagen am nächsten Morgen nicht anspringen sollte, könne er uns wieder fremd starten. Für die Südafrikaner ist es die letzte Nacht in Mabuasehube. Sie wollen am nächsten Morgen ganz früh die Heimreise antreten. Wir nehmen dankend an und folgen den drei Autos in völliger Dunkelheit die fünfzehn Kilometer zur Monamodi Pan.
Als wir dort ankommen, trifft auch ein Auto mit Parkrangern ein. Wir sind im Dunkeln gefahren. Das ist nicht erlaubt. Wir zeigen unsere Permits und erklären die Notlage. Die freundlichen Ranger wünschen uns eine gute Nacht und fahren wieder. Wir müssen noch unsere Zelte aufbauen. Es ist spät geworden. Wir trinken noch ein Glas Wein und verabschieden uns in die Zelte.
Schon kurz nach Sonnenaufgang machen sich die drei südafrikanischen Familien auf den Heimweg, nicht ohne sich zuvor davon zu überzeugen, dass unser Auto auch anspringt. Wir tauschen E-Mail-Adressen aus, bedanken uns nochmals und sagen Tschüs.
Nach einem ausgedehnten Frühstück brechen auch wir auf. Wir müssen zur Mpayathutlwa Pan Nummer 2. Dort sind wir mit Kwenda Safari Bushlore wegen der neuen Batterie verabredet. (Fortsetzung folgt)
jaffles1'312 Beiträge · seit 200622. Feb. 2011 · #63
Hallo Kori,
mein Gott, ist ja Wahnsinn, was ihr alles durchgemacht habt. Respekt, wie ihr die Situationen gemeister habt. Ich hoffe, ihr habt den Rest der Reise dann noch geniessen können. Deinen restlichen Reisebericht kann ich dann leider erst in 3 Wochen lesen, denn wir folgen euren Spuren ab morgen.
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200922. Feb. 2011 · #64
Hallo Claudia,
viel Spaß dabei und einen guten Autovermieter. Fahrt ihr eine ähnliche Runde? Ich beneide euch.
Von einem weiteren Reset hatten wir bis zum Ende unserer Tour keine Probleme mehr mit dem Auto. Unsere Tage in Mabuasehube waren relativ unspektakulär. Zum Abschluss und auf dem Weg nach Johannesburg waren wir noch in Pilanesburg - Nashörner sind da garantiert.
Herzliche Grüße und gute Reise, Kori
jaffles1'312 Beiträge · seit 200622. Feb. 2011 · #65
Hallo Kori,
wir starten von Windhoek und sind dann 17 Tage im KTP inklusive Mabuasehube. Eine Mischung aus Wilderness Camps und Dachzelt-Camping. Wir mieten wie immer bei HH. Hatten letztes Jahr auch Probleme, auch unser 4x4 sprang nicht mehr an. War ne wichtige Sicherung, die nicht so problemlos zu beschaffen war. HH hat sie per Express zu einem Mechaniker nach Keetmannshop geschickt. Der kam dann am Folgetag nachmittags ins Camp und tauschte die Sicherung aus. So haben wir nur einen Tag verloren. Seit dem bin ich froh, dass wir immer ein SAT-Phone dabei haben. Das beruhigt doch ungemein.
LG Claudia
P.S. Freut mich, dass dann der Rest der Reise noch problemlos war!
Hallo, Claudia wir wünschen euch und natürlich auch Barabara und Norbert, die ihr ja treffen werdet, eine glückliche Reise ohne Kompikationen mit vielen Tiersichtungen in Mabua und im KTP. Wir folgen euch dann Ende März von Moremi kommend quasie auf euren Spuren. HG Frank und Inka
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200926. Feb. 2011 · #67
Entschuldigung dafür, dass die Fortsetzung so lange auf sich warten ließ. Aber ich musste in den letzten Tagen zu viel arbeiten. Dafür verspreche ist, dass die restlichen Folgen jetzt zügig kommen
Teil 12 meiner Reiseerzählung möchte ich unter folgende Überschrift stellen:
Für jedes Problem eine Lösung
Auf dem Weg zum Mpayathutlwa Pan Nummer 2 machen wir einen kurzen Halt an Nummer 1 Hier gibt es Wasser und eine Dusche. Es ist noch etwas frisch am frühen Morgen, aber wir genießen die Dusche trotzdem. Von den Löwen aus dem vorletzten Jahr ist keine Spur zu sehen. Die Raubtierfamilie lag damals nur wenige Meter neben dem eigentlichen Platz hinter einem Busch in einer leichten Senke. Diesmal nicht. In der Morgensonne tollen die Erdmännchen (nach Hinweis von Nanamibi/Frank muss ich das korrigieren: es waren Erdhörnchen, nicht Erdmännchen) über den Platz. Es macht immer wieder Spaß, diesen possierlichen Tieren zuzuschauen. Sie sind wieselflink und sehr zutraulich und seeehr fotogen.
Es wird Zeit, zur Nummer 2 Zu fahren. Wir sind hier mit den Kurieren von Kwenda Safari beziehungsweise Bushlore wegen der neuen Batterie verabredet. Die dürften aber kaum vor Mittag hier sein. Wir haben keine große Lust, solange auf dem Campsite zu warten. Außerdem müssen wir unsere Zweitbatterie „vollfahren“. Also schreiben wir ein großes Schild, das wir gut sichtbar am Sonnendach befestigen: spätestens um 14 Uhr wollen wir zurück sein.
Unser erstes Ziel ist das Parkgate. Wir wollen nach Eis fragen, um unseren Kühlschrankinhalt zu kühlen, weil die Batterie jetzt ja als Starterbatterie angeschlossen ist. Vielleicht gibt es dann ja heute Abend mal wieder einen gut temperierten Sundowner. Tatsächlich besorgt uns der nette Ranger zwei tief gefrorene Wasserflaschen, die wir als Akkus in den Kühlschrank stellen. Afrika ist fantastisch, es gibt für jedes Problem eine Lösung.
Wir fahren eine Runde ganz in den Süden des Parks zu Bosobogola Pan und sind mittags wieder zurück an unserem Campsite. Hier wollen wir uns einen lauen machen, in den Hängematten liegen, etwas lesen, ein paar Fotos machen, nichts tun. Bushlore kommt an diesem Nachmittag nicht, um uns eine neue Batterie zu bringen und auch am nächsten nicht. Mal wieder haben sie ihre Zusage nicht eingehalten. Mal wieder lassen sie uns im Regen stehen - pardon, die Sonne schein, es ist wundervolles Wetter, der Wagen läuft, die improvisierte Kühlung klappt bestens, alles ist besser als das Desaster der zurückliegenden Woche. Was wollen wir also mehr? Genießen wir doch endlich unseren Urlaub, wenigstens die letzten paar Tage.
Wir haben einen wundervollen, unbeschwerten Abend mit Sonnenuntergang, Lagerfeuer, einem leckeren Abendessen mit frischem Brot aus dem Potje und unserem letzten Stück Käse. Und dazu gibt es natürlich eine Flasche dieses wunderbaren Chardonnay. Wir sind immer wieder erstaun, um wie viel besser dieser Wein hier im Vergleich zu dem in Deutschland gekauften schmeckt. Liegt das nur am weiten Transport oder hat das auch etwas mit dem besonderen Feeling zu tun? Egal. Wir freuen uns diebisch, dass wir hier für unter zehn Euro Wein von einer Qualität trinken, für die wir in Europa mindestens das Fünffache bezahlen müssten.
Wir schlafen am liebsten mit geöffnetem Dachzelt und haben nur die Moskitonetze verschlossen. Das ist schön luftig und man kann den Sternenhimmel sehen. In dieser Nacht rächt sich das mal wieder. Es beginnt zu regnen, und wir müssen die Regenplanen schließen, um nicht nass zu werden. Mit dem ersten Tageslicht werden wir wach, stehen auch gleich auf und klappen die Zelte ein. Wir wollen früh los und später irgendwo unterwegs frühstücken. Als wir startfertig im Auto sitzen und den Zündschlüssel drehen, ist es mal wieder soweit. Der Anlasser dreht und dreht, aber der Motor springt nicht an. Die Zeit ist wohl mal wieder reif für das Reset. (Fortsetzung folgt)
Nanamibi113 Beiträge · seit 201026. Feb. 2011 · #68
Hallo,
ich verfolge auch schon die ganze Zeit Euer "Abenteuer". Toller Bericht, wenn ich das selber auch nicht erleben möchte. Schöne Fotos.
Eine kleine Anmerkung. Auf den Fotos sind keine Erdmännchen sondern Erdhörnchen. 😉 Die sind aber trotzdem sehr niedlich.
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200926. Feb. 2011 · #69
Nanamibi schrieb:
Hallo,
ich verfolge auch schon die ganze Zeit Euer "Abenteuer". Toller Bericht, wenn ich das selber auch nicht erleben möchte. Schöne Fotos.
Eine kleine Anmerkung. Auf den Fotos sind keine Erdmännchen sondern Erdhörnchen. 😉 Die sind aber trotzdem sehr niedlich.
Viele Grüße Frank
Hallo Frank,
und vielen Dank, du hast natürlich Recht. Ich werde das sofort ändern.
Kori
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200927. Feb. 2011 · #70
Hallo und einen schönen Sonntag. Hier die Fortsetzung - Teil 13.
Viel Spaß beim Lesen, Kori
Pech mit dem Auto - Glück mit den Tiersichtungen
Wir sind reset-erprobt. Batterieabklemmen und Relais ziehen sind eins. Im Teamwork ist der Wagen nach gut zehn Minuten komplett resetet - und er springt tatsächlich an. Und los geht es. Das Schild für Kwenda Safari und Bushlore hängt nach wie vor an unserem Sonnendach. Wir wollen eine Rundfahrt über die nördlichen Pans unternehmen: Khiding, Mabuasehube, Lesholoage. Es ist ein wundervoller Morgen. Wir erinnern uns, dass wir vor zwei Jahren, als wir hier waren, auf einer Pans ein Pferd gesehen haben. Keine Ahnung, wie es dahin kam. Jetzt sehen wir so ungefähr fünfzig Meter vom Weg entfernt auch eine Bewegung, die wir aber nicht zuordnen können. Wir steigen auf das Autodach und nehmen das Fernglas: Löffelhunde. Eine ganze Familie - sagt man Kolonie oder Rudel - hat ihren Bau dort. Wir beobachten die Tiere eine ganze Weile, sie uns auch. Einen Kilometer weiter sitzen Geier am Boden. Wir bringen die Kameras in Anschlag und hoffen, dass sie auffliegen - tun sie aber nicht.
Auf der Mabuasehube Pan stehen Gnus, Kuhantilopen und Oryx. Drei der vier Campsites hier sind ähnlich gut gelegen, wie die an der Mpayathutlwa Pan. Na ja, vielleicht nicht ganz so gut. Immerhin liegen sie günstiger zum Sonnenuntergang. Unterwegs ändern wir unsere Pläne für die nächsten Tage. Eigentlich wollten wir noch zwei Nächte in der Mabuasehube bleiben, dann in einem durch bis zum Pilanesberg Game Reserve fahren und am Abflugtagbequem nach Johannesburg. Uns quält allerdings der Gedanke an unser unzuverlässiges Auto. Was passiert, wenn der Wagen auf der einsamen Strecke zwischen dem Gate und Sekoma liegen bleibt. Da kommt mitunter stunden- und tagelang kein Mensch vorbei. Ganz zu schweigen davon, dass wir unseren Flug verpassen würden, was schlimm genug wäre, glauben wir auch nicht, dass Bushlore es auf die Reihe bekäme, Hilfe zu organisieren (wir hinterlassen als letzte Sicherheit immer unsere ungefähre Reiseroute bei den Autovermietern), wenn wir zum verabredeten Zeitpunkt nicht in Johannesburg ankommen. Die haben es ja nicht einmal geschafft, eine Batterie zu organisieren. OK, wir fahren schon morgen. Dann haben wir einen weiteren Tag Reserve. Wir werden versuchen, in die Nähe der Grenze zu kommen und dort irgendwo in einem Motel, einer Lodge oder einem B&B zwischen übernachten. Den Nachmittag verbringen wir vorzugsweise in der Hängematte. Eine Yellow Horn Bill schaut vorbei und macht sich an unserer Pfanne zu schaffen.
Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgedehnten Frühstück brechen wir früh auf zu unserer letzten Etappe. Der Wagen springt an wie eine eins. Am Gate tauschen wir die inzwischen aufgetauten Kühl-Akku-Wasserflaschen gegen neue aus, sagen noch mal Danke, verschenken unsere restlichen Lebensmittel, Wasser- und Holzvorräte und geben ein Tipp. Als Zugabe bekommen wir eine ganz genaue Wegbeschreibung. Die ersten 150 Kilometer zum Transkalahari-Highway sind extrem einsam. Kein anderes Auto, kein Mensch, nichts. Wir wagen nicht, den Motor abzuschalten, wenn wir für die nötigsten Dinge anhalten. Alles geht gut. Wir erreichen Sekoma, tanken nach und fahren gleich weiter. Wir liegen gut in der Zeit, kommen prima voran und sind viel früher an der Grenze als erwartet. Nach T4A müssten wir das Pilanesberg Game Reserve vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Und wenn nicht, gibt es auf dem Weg dahin reichlich Unterkunftsmöglichkeiten.
Tatsächlich erreichen wir das Manyane Resort noch, auch wenn wir die letzte Stunde in der Dunkelheit fahren mussten. Aber hier wollten wir ohnehin unsere letzte Nacht verbringen. So haben wir zwei an einem Ort, und das ist allemal besser, als noch mal umzuziehen. Die Preis sind gesalzen und mit denen unseres ersten Besuchs hier vor ein paar Jahren nicht mehr zu vergleichen. Problemlos bekommen wir ein Chalet für zwei Nächte, beziehen Quartier, laden das Nötigste aus dem Auto aus und machen es uns im Restaurant gemütlich. Das Essen ist ordentlich, der Service lausig. Ist uns aber egal. Die Zivilisation hat uns wieder. Ein - zurückhaltend formuliert - durchwachsener Urlaub geht zu Ende. Und zum ersten Mal werden wir Afrika ohne Wehmut verlassen. Die Vorfreude auf zuhause, auf unser vierbeiniges Familienmitglied, ist riesig. (Fortsetzung folgt)
wir hatten ein ähnliches Erlebnis mit Air Namibia. Triebwerk Nr. 4 redet nicht mit unserem Bordcomputer. Reset erforderlich. Übernachtung auf dem Flughafen im Steigenberger Hotel auf dem Fußboden ( Kein Hotel verfügbar wegen Messe) War besser als erwartet. Wir kamen 1,5 Tage später an als geplant. Air namibia hat alle Kosten übernommen und wir haben noch 200 Euro als Entschädigung bekommen.
Wie stellt sich denn da die Kranich Fluglinie an ????
Das würde ich gerne mal erfahren wie die LH da reagiert.
Ansonsten wir waren bis jetzt 5 mal in SA . war immer toll und wir haben es sehr genossen. Der Virus wird euch auch nicht loslassen. Spätestens wenn der Ärger vorrüber ist beginnt die nächste Planung. so geht es uns jedenfalls.
Herzliche Grüße Hubertus.
FRFritzmann439 Beiträge · seit 200928. Feb. 2011 · #72
hsh schrieb:
Hallo Kori,
wir hatten ein ähnliches Erlebnis mit Air Namibia. Triebwerk Nr. 4 redet nicht mit unserem Bordcomputer. Reset erforderlich. Übernachtung auf dem Flughafen im Steigenberger Hotel auf dem Fußboden ( Kein Hotel verfügbar wegen Messe) War besser als erwartet. Wir kamen 1,5 Tage später an als geplant. Air namibia hat alle Kosten übernommen und wir haben noch 200 Euro als Entschädigung bekommen.
Wie stellt sich denn da die Kranich Fluglinie an ????
Das würde ich gerne mal erfahren wie die LH da reagiert.
Ansonsten wir waren bis jetzt 5 mal in SA . war immer toll und wir haben es sehr genossen. Der Virus wird euch auch nicht loslassen. Spätestens wenn der Ärger vorrüber ist beginnt die nächste Planung. so geht es uns jedenfalls.
Herzliche Grüße Hubertus.
Verspätungen mit diesem Umfang sind als Flugausfälle zu bewerten und auf der Langstrecke mit pauschal 600 Euro pro Passagier zu entschädigen. So sieht es die EU-Richtlinie vor. Fluggesellschaften müssen sich hierbei technische Probleme zurechnen lassen und können sie nicht als Ausrede gebrauchen. Einzige Voraussetzung: der Ziel- oder der Startflughafen müssen in der EU liegen. Natürlich drücken sich die Gesellschaften da gern. Aber es gibt inzwischen eindeutige Gerichtsentscheidungen.
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200928. Feb. 2011 · #73
Danke, Fritzmann, für den Hinweis. Dashört sich interessant an. Da will ich mich mal erkundigen. Wäre ja ein schönes Trostpflaster.
wenn Du noch nichts unternommen hast wird es jetzt höchste Zeit. Soweit ich weiß mußt Du deine Ansprüche innerhalb von 4 Wochen anmelden.
Übrigens irgendwo gibt es im internet eine Firma, die dich professionell in diesen Flugreklamationen vertritt. kostet zwar etwas aber lohnt sich.
Gruß Hubertus
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200901. März 2011 · #75
Hier ist Teil 14 meiner Reiseerzählung. So langsam geht der Urlaub zu Ende. Viel Spaß beim Lesen, Kori
Von der Jagd auf große und kleine Tiere
Der letzte Tag des Urlaubs ist der, vor dem mir vom ersten Tag der Reise an graut. Nicht nur, weil es dann wieder nach Hause geht. Das ist diesmal gar nicht weiter dramatisch. Viel schlimmer ist die Packerei. Wer je in Afrika als Camper unterwegs war, wird wissen, wovon ich rede. Aber noch lässt sich das unvermeidliche je hinausschieben. Wir wollen ganz früh in den Park fahren. Es ist gerade hell, als wir losfahren. Der Landrover springt an, wir erledigen am Gate die Formalitäten. Von unserem letzten und bisher einzigen Besuch im Pilanesberg sind mir vor allem die vielen Nashörner in Erinnerung geblieben. Wir wollen heute (Foto-)Jagd auf die ganz großen Tiere machen. Es ist ein übersichtlicher Park mit weit überwiegend bestens ausgebauten und zum Teil sogar asphaltierten Wegen. Es gibt einige umzäunte Beobachtungshäuschen an Wasserstellen. In einem dieser Häuschen machen wir es uns mit unserer Thermoskanne mit frischem Kaffee gemütlich. Zu sehen ist allerdings nichts. Kein Vogel, kein Wasserbewohner. Es regnet mal wieder. Aber der Kaffee ist gut. Wir beschließen weiterzufahren.
Inzwischen klart das Wetter auf. Wir sehen Heißluftballons, die in einiger Entfernung zu ihrer Fahrt aufsteigen. Und die ersten Tiere kreuzen unseren Weg. Giraffen, Springböcke, Gnus. Hinter einer Wegbiegung steht ein junger Elefantenbulle und macht sich über das satte Grün her. Ein Stück weiter ist ein Artgenosse ebenso beschäftigt. Schließlich sehen wir unsere ersten Nashörner. Eine ganze Familie ist auf der gegenüberliegenden Seite einer kleinen Schlucht unterwegs. Insgesamt werden wir an diesem Tag sage und schreibe siebzehn Rhinos vor die Linse bekommen. Dazu einige weitere Elefanten, Vögel und verschiedene Antilopen. Einzig von den Räubern lässt sich keiner sehen. Nach unserer morgendlichen Rundfahrt wollen wir frühstücken. Bis 11 Uhr gibt es im Restaurant der Lodge Büfett angeboten. Das ist gegen 10.30 Uhr aber ebenso leer geräumt, wie unser Hunger groß ist. Immerhin werden die unterschiedlichen Eiervariationen noch frisch zubereitet und auf Nachfrage bekommen wir noch Toast und für unseren Junior frische Pfannkuchen. Im Gästebuch lesen wir später von einem Gast, der sich fürchterlich über den „inakzeptablen Service“ beklagt.
Jetzt kommen wir nicht mehr drum herum, jetzt lässt es sich nicht mehr verschieben: Kofferpacken ist angesagt. Währens sich unser Sohn im Pool vergnügt, pressen wir Kleidung und Equipment in die Taschen. Und die kleinen Figuren, die wir gerade gekauft hatten, müssen auch noch hinein.
Am späten Nachmittag geht es noch mal in den Park. Viel zu sehen bekommen wir nicht. Nach dem Abendessen gehen wir früh schlafen, wobei für das, was wir zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang getan haben, „Schlafen“ der falsche Ausdruck ist. Nein, nein, nicht das, was ihr jetzt denkt . . . Wir gehen auf Kleinwildjagd. Es wimmelt nur so von Moskitos. Kaum ist das Licht aus werden aus den Jägern Gejagte. Und die Moskitonetze sind im Koffer, und der Koffer ist im Auto. Dumm gelaufen.
Auf der Fahrt nach Johannesburg überlegen wir, wie die Begegnung mit Bushlore beziehungsweise Kwenda Safari ablaufen wird. Wir haben die Autorückgabe am Flughafen verabredet. Wird Rob, mit dem wir unterwegs die vielen Probleme verhandelt haben, selbst kommen? Oder wir ein anderer Repräsentant des Unternehmens kommen und ein paar Worte des Bedauerns sagen? Wird Bushlore sich der Verantwortung stellen? Oder schickt Bushlore einfach „nur“ einen Fahrer und drückt sich vor der Begegnung? (Fortsetzung folgt)
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200903. März 2011 · #76
Hier ist der 15 und letzte Teil meiner Reiseerklärung. Viel Spaß beim Lesen, Kori
Wir haben überlebt
Wir sind viel zu früh am Flughafen, über eine Stunde vor der verabredeten Zeit. In das Parkhaus passt der Wagen nicht – zu hoch. Also beschließen wir, es auf der Kurzparkspur direkt vor dem Terminal zu versuchen. Es ist reichlich Platz und relativ wenig los. Mein Mann und unser Sohn gehen zum Check in, um die Koffer loszuwerden. Es dauert ewig, fast eine Stunde, dann sind sie zurück. Eine Schlange gab es nicht, aber irgendwelche Probleme mit der Familie, vor ihnen. Und dann galt es noch, die fast zehn Kilo Übergewicht zu verhandeln.
Jetzt warten wir auf Bushlore. Eine knappe halbe Stunde nach der verabredeten zeit kommen die beiden Männer angefahren. Wir feiern Wiedersehen mit unserem Fahrer aus Zimbabwe, der uns vor knapp drei Wochen hier abgeholt hat. Die Autorückgabe läuft reibungslos, wir bekommen das Übergabeprotokoll und helfen dann noch, weil der Wagen mal wieder nicht anspringen will und der Anlasser ständig durchdreht. Ein Reset ist aber nicht erforderlich, nach einer Weile läuft er dann doch.
Die Zeit bis zum Abflug vergeht rasch, der Flug ist unspektakulär und pünktlich. Wir erreichen das eiskalte Frankfurt ganz früh am Morgen. Das war vor knapp zwei Monaten. Seitdem sind wir mit Herrn Lehmann von Kwenda Safari, der Bushlore in Deutschland vertritt in einem regen E-Mail-Schriftwechsel. Er hat leider Recht mit seiner triumphierend vorgetragenen Einschätzung, dass er nur Vermittler ist, wenn wir etwas wollen, müssen wir uns mit Bushlore auseinandersetzen und Gerichtsstand ist dann Südafrika.
Uns sind tatsächliche Mehrkosten für Telefon, Reparaturen, zusätzliche Übernachtungen usw. von knapp 500 Euro entstanden. Diese Mehrkosten von Kwenda Safari Bushlore erstattet zu bekommen, sollte selbstverständlich sein. Wir schlagen vor, uns außerdem vier Tagesmieten dafür zu erstatten, dass das Auto von den 19 bezahlten Miettagen an 13 Tagen nur eingeschränkt nutzbar war. Ein Drittel der Tagesmiete zurückzubekommen, finden wir ein faires Angebot. Buschlore beziehungsweise Kwenda Safari sieht das anders: 147 Euro Auslagenerstattung und eine Tagesmiete heißt das Angebot. Telefonkosten und Kosten für zusätzliche Übernachtungen würden grundsätzlich nicht erstattet, und eine Tagesmiete Ausfallentschädigung reiche aus, weil eine Reparatur, wäre sie denn erfolgt, ja schließlich höchstens einen Tag gedauert hätte.
Gleichzeitig werden unserer Kreditkarte 900 ZAR belastet, weil wir in eine Radarfalle gefahren sein sollen - 750 ZAR kostet das Strafmandat, 150 ZAR berechnet Bushlore als Servicecharge. Die Kreditkarte mussten wir inzwischen sperren lassen, weil ständig Versuche unternommen werden, Geld abzubuchen, für so ominöse Dinge wie „Heilpraktikerleistungen“, aber immer in Verbindung mit der Nennung Bushlore. Wie es dazu kommt, kann das Kreditkartenunternehmen nicht erklären. (Ende)
Beate21'117 Beiträge · seit 201004. März 2011 · #77
Hallo Kori,
danke für die Mühen mit deinem Reisebericht, der sich ja mehr wie ein schlechtes Märchen liest. Zum Glück kennt ihr Südafrika auch anders, sonst wäre dies vielleicht euer erster und letzter Urlaub hier gewesen. Ich hätte wirklich nicht in eurer Haut stecken mögen! Soviel Inkompetenz und Dreistigkeit seitens Kwenda und Bushlore geht an die Substanz. Und was sollt ihr denn angestellt haben, als ihr in die Radarfalle gefahren seid? ZAR 750 als Strafe habe ich noch nie gehört. Das bin ich ja neugierig und versuche mal raus zu finden, ob das so sein kann...
Wir haben dank eurer Erlebnisse wohl alle wieder was dazu gelernt beim Umgang mit Autovermietern... Ich weiss, ihr hättet gut drauf verzichten können!
Ich hoffe, ihr kommt wieder - dann mit mehr Glück und richtiger Erholung
Danke für den tollen Bericht und die schöne Bilder 🙂 Ich schließe mich der Beate an 🙂 Bitte halte uns mal auf dem Laufenden , was da beim Autovermieter raus kommt.Das mit dem "Knöllche" muss der doch auch nachweisen oder 😉 Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Beate21'117 Beiträge · seit 201004. März 2011 · #79
Wenn es wirklich ein Knöllchen gab, dann wird eine Gebühr von allen Autovermietern erhoben, und da sind die ZAR150 wohl fällig. Das müsste aber im Mietvertrag stehen.
Vielleicht ist es ja ähnlich wie mit Heilpraktikerleistungen und ihren sonstigen Versprechen - alles bluff?? 😠
Viel Glück Beate
KOKoriThemenstarter231 Beiträge · seit 200904. März 2011 · #80
Hallo Beate,
vielen Dank für den Link. Ich habe da jetzt nachgesehen. Bushlore hatte mir die Vorgangsnummer gemailt. Tatsächlich wird unter dieser Vorgangsnummer ein Vergehen bearbeitet. Statt der erlaubten 60 km/h soll ich 71 km/h gefahren sein, also 11 km/h zu schnell. Dafür wird eine Buße in Höhe von 375 ZAR berechnet. Bushlore hat das mal eben verdoppelt und auch noch 150 ZAR Servicegebühr aufgeschlagen.