Alptraum Südafrika oder alles auf Reset

116 Antworten · 57,2k Aufrufe · gestartet 01. Feb. 2011 von Kori
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245 Beiträge · seit 200911. Feb. 2011 · #21
Hallo Kori,

das ist so ärgerlich. Tut mir unglaublich leid für Euch. Da freut man sich so lange auf die Reise, gibt eine Menge Geld dafür aus und dann wird die Tour durch solche Dinge getrübt.

Wenigstens habt Ihr zwischen dem ganzen Ärger auch echt herausragende Erlebnisse. Glückwunsch zu dem trinkenden Löwenmann! Ein Hammerbild!

LG
Lio
290 Beiträge · seit 201011. Feb. 2011 · #22
Hallo Kori,

zum Glück gab es immer die Möglichkeit, den "Reset-Knopf" zu drücken!

Wirklich ärgerlich mit dem ach so tollen A380 und dann auch noch das stinkende (und hupende) Auto... Anhand der tollen Bilder vermute ich aber, dass es Euch trotzdem gut gefallen hat?!

Bin gespannt, was noch passiert und wie Eure Reise weitergeht!

LG, Dirk
Reisebericht: Namibia 2010/ 2011 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Reisebericht: Südafrika 2011/ 2012
499 Beiträge · seit 200612. Feb. 2011 · #23
oh man, oh man, oh man...
Das klingt alles wie in einem schlechten Film...
Bin gespannt auf die Fortsetzung!
Gruss
Tobias
249 Beiträge · seit 200812. Feb. 2011 · #24
Darf ich fragen wer genau dieser Herr Lehmann ist?
Wir hatten unser Auto auch von bushlore, allerdings einen Ford Ranger, aber in unserer Info Mappe die uns übergeben wurde standen 2 Kontaktmenschen drinnen, aber das war kein Herr Lehmann. Wir bekamen unser Auto auch am Flughafen, vielleicht war ja kwenda das Problem, aber die gehören ja irgendwie zusammen?!
Von uns auf jeden Fall größten Respekt, ich hätte schon nach dem Flugzeugproblem den Hut draufgeschmissen u wär verzweifelt!
Obwohl, voriges Jahr hatten wir einen auslaufenden Reservetank (nicht bushlore) und dann lecke Kanister im Auto und das alles zwischen Moremi und savuti, da war ich auch am Ende mit den nerven aber es geht immer irgendwie weiter und der Urlaub bleibt trotzdem dank der tollen Tierbegegnungen in guter Erinnerung!
Bin gespannt auf die Fortsetzung! Lg Julia
Südafrika 2007 | Südafrika 2008 | Botswana 2009 | Botswana 2010
Themenstarter231 Beiträge · seit 200912. Feb. 2011 · #25
Vielen Dank. Ja, die Tier- und Landschaftserlebnisse entschädigen wohl. Jetzt, mit einigem Abstand sehen wir einige Dinge auch schon viel gelassener als in der akuten Situation. Wir freuen uns inzwischen an den schönen Erinnerungen. Ein bitterer Nachgeschmack wird allerdings bleiben, zumal wir im weiteren Verlauf unserer Reise noch einiges auszuhalten hatten.

@ Julia Wir hatten den Wagen bei Kwenda Safari mit Adresse in Deutschland gemietet. Auf die erste Anfrage reagierte Herr Lehmann. Wir hatten im Vorfeld der Reise einen ausgesprochen netten und hilfreichen Kontakt. Herr Lehmann hat alle Anfragen schnell und umfänglich beantwortet und uns stets seine Hilfe angeboten, wirklich sehr freundlich. Kwenda Safari - das haben wir später erfahren, hat wohl keine eigenen Autos und ist identisch mit Bushlore. Wird so eine Art Markenname sein. Den Mietvorvertrag in Deutschland haben wir Mit Kwenda Safari geschlossen, wobei im Briefkopf der Mietbestätigung Kwenda und Bushlore im Untertitel sowie die Adresse in Johannesburg genannt sind.
Den Mietvertrag in Johannesburg haben wir dann bei und mit Bushlore abgeschlossen. Bushlore stand auch am Auto. Von Kwenda war keine Rede mehr.
Auf unserer Info-Mappe waren auch nur die Bushlore-Notrufnummern. Als wir dort am ersten Weihnachtsfeiertag niemanden erreicht haben, haben wir es bei Herrn Lehmann versucht und hatten Erfolg. Er hatte in seiner "Gute-Reise-Mail" wenige Tage vor Beginn unserer Reise neben den südafrikanischen auch seine deutsche Rufnummer für den Notfall genannt. Und weil er unser Problem kannte, haben wir dann auch wieder bei ihm angerufen, um nicht alles noch einmal erzählen zu müssen.

Liebe Grüße, Kori
Themenstarter231 Beiträge · seit 200912. Feb. 2011 · #26
Hallo zusammen, hier ist Teil 7 meiner Erzählung.

Bitterpan ist der Hit

Wir sind schon früh wach und genießen vom Dachzelt aus den Blick in die Weite der Savanne. Rooiputs ist ein wundervoller Ort, immer wieder. Wir wollen weiter nach Bitterpan. Einige Wildernesscamps kennen wir schon von früheren Aufenthalten, Bitterpan bisher nur von Fotos und Berichten hier im Forum. Die Vorfreude ist groß. Die nächsten zwei Tage sollen Höhepunkte unserer Reise werden. Wir wollen früh los, um viel Zeit dort zu verbringen.

Nach dem Frühstück packen wir zusammen. Auf geht’s, Bitterpan, wir kommen. Denkste: Der Landrover springt nicht an. Wir setzen auf das Rezept des Vortages und warten einfach eine Stunde. Für das obligatorische Reset ist es eh noch zu früh, die Nachbarn . . .
Auch nach einer Stunde tut sich nichts. Nach mehreren Startversuchen macht der Wagen keinen Mucks mehr. Die Batterie ist jetzt auch noch leer.

Irgendwie müssen wir nach Twee Rivieren kommen, dort haben wir Mobilfunk-Empfang. Wir besuchen unsere Nachbarn. Uli aus Kapstadt ist mit Frau, Tochter, Schwiegersohn und Enkeln dort. Wir haben uns am Vorabend kennen gelernt. Uli bietet spontan an, mit uns nach Twee Rivieren zu fahren und Hilfe zu organisieren - nach dem Frühstück. Eine Stunde später geht es los. Toll, diese Hilfsbereitschaft. In Deutschland stehst du drei Tage an der Straße und kein Schwein hält an . . . Uli ist fassungslos, als wir von unserer Auto-Odyssee berichten. Er kennt Deutschland von einigen Messebesuchen für seine Firma. Heute ist er im Ruhestand und genießt das Leben.

Herr Lehmann von Kwenda Safari beziehungsweise Bushlore ist nicht zu erreichen, nur die Mailbox, auf die wir sprechen müssen und um Rückruf bitten. Nach einer halben Stunde starten wir einen weiteren Versuch, dann noch einen und noch einen und noch einen. Nichts. Herr Lehmann ist nicht zu erreichen. Wir fragen bei der Parkverwaltung nach Hilfe und werden zur Werkstatt auf der anderen Seite hinter dem kleinen Supermarkt geschickt. Eine Batterie gibt es hier auch nicht, aber die Zusage, „so schnell wie möglich“ nach Rooiputs zu kommen, um zu sehen, was geht. Wir kaufen noch schnell kühle Getränke und fahren zurück. Nach langem Bitten lässt Uli sich zu Cola und Tonic Water einladen.

Nur wenige Minuten nach uns erreicht das Werkstattteam Rooiputs. Der Mechaniker und sein Helfer haben es voll drauf. Die Batterie wird aufgeladen, im Motorraum und im Relais-Kasten unter dem Fahrersitz analysiert und herumhantiert. Nach einer halben Stunde läuft der Landrover, und sogar die Scheibe auf der Beifahrerseite ist wieder in der Hebe- und Senkvorrichtung montiert. Eine Rechnung gibt es nicht, die Mechaniker haben keinen Quittungsblock dabei. Sie wird nach Nossob durchtelefoniert, wir sollen dort bezahlen.



Es Mittag, als wir endlich loskommen. Wir sagen Uli noch mal Dankeschön und er wünscht uns viel Glück. Fünf bis sechs Stunden werden wir laut T4A bis Bitterpan benötigen. Unterwegs halten wir nur wenig an, zu kurzen Fotostopps, den Motor abzuschalten, riskieren wir bis Nossob nicht. Weil wir auch dort keinen Mobilfunkempfang haben, dürfen wir vom Festnetz der Parkverwaltung bei Herrn Lehmann anrufen: wieder nur die Mailbox. Wir bitten erneut um eine neue Batterie, sagen, dass wir jetzt zwei Tage in Bitterpan sind, danach nach Twee Rivieren kommen könnten, um die Batterie zu übernehmen. Er könne sie aber auch nach Nossob schicken lassen, da kämen wir ohnehin vorbei. Er soll uns einfach über die Parkverwaltung benachrichtigen.



Über den Nossob-Campingplatz geht es zum Gate nach Bitterpan. Die Fahrt durch die Dünen ist einsam und schön. Die Geruchsentwicklung aus dem Batteriekasten hält sich in Grenzen. Wir sind zufrieden. Außer einem Oryx sehen wir aber keine Tiere. Am frühen Abend erreichen wir Bitterpan. Die Fans dieses Camps haben nicht zuviel versprochen. Es ist wunderschön. Wir bekommen zwei der kleinen Häuschen auf der einen Seite des Küchenzeltes, auf der anderen wohnen zwei südafrikanische Paare. Wir machen es uns in unseren Campingstühlen bequem, beobachten das Wasserloch, lesen, machen jede Menge Fotos. Unser Sohn darf mit dem großen Tele auf die Jagd gehen.



Wir genießen den Sundowner. Den Plan für den nächsten Tag haben wir geändert. Wir wollen nicht unnötig mit dem Auto fahren, verzichten deswegen auf die fünfzehn Kilometer lange Rundfahrt. Vielleicht verlieren wir dann für ein paar Stunden die quälenden Gedanken an das Problem, das doch so einfach zu lösen wäre. Wir hoffen auf eine Nachricht von Herrn Lehmann oder von Bushlore. Vielleicht bringen die uns ja eine Batterie nach Twee Rivieren. Der Umweg wäre verkraftbar.



Wir genießen unseren Faulenzertag in Bitterpan, backen einen Schokokuchen (fertige Backmischung, aus Deutschland), Schakale und ein einsamer Oryx besuchen das Wasserloch. Am Abend taucht eine Braune Hyäne auf, trinkt und kühlt sich im Wasser ab. Wir sitzen am Lagerfeuer, backen ein Brot im Potje und quatschen mit den anderen Reisenden.
Am nächsten Morgen wollen wir nach Polentswa. Von unserem Autovermieter gibt es keine Nachricht. Vielleicht gibt es in Nossob Neuigkeiten für uns. Hoffentlich kommen wir dort hin. Wird der Landrover anspringen? (Fortsetzung folgt)
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2011
4'129 Beiträge · seit 200812. Feb. 2011 · #27
Hallo Kori!
Das ist ja alles furchtbar, was ihr da mit dem Landi erlebt habt. Und wahrscheinlich kommt‘s noch schlimmer…
Es ist gelinde gesagt, eine Schweinerei, was sich Euer Auto-Vermieter da geleistet hat. Der wusste genau, was die Stunde geschlagen hat, als ihr ihm gesagt habt, dass die Batterie Dämpfe entwickelt! Sich dann nicht umgehend darum zu kümmern, auch wenn Weihnachten ist und sich später gar zu verpissen, weil er merkt, mit euch kann er’s ja machen, das ist das Allerletzte!
Er hat Euch mit einer total kaputten Batterie (und das war ja nicht der einzige Mangel) in die Wildnis losgelassen! Ein Vermieter weiß es, wenn die Batterie so hinüber ist! Denn, wenn eine Batterie denn schon beim Laden stinkt, dann „kocht“ sie und hatte schon lange vorher gezeigt, dass sie kaputt ist, indem sie nicht mehr ausreichend geladen hat, d.h. das Fahrzeug hatte schon lange permanent Start-Probleme gezeigt. Und die Probleme kannte er ja sehr wohl! Hat Euch dann aber erfolgreich die Mär vom Rest erzählt. Wie gemein.

Wir hatten einmal so einen Fall, mit unseren alten Reiseauto und wussten schon lange, dass unsere Batterie hinüber ist, wollten aus falscher Sparsamkeit, sprich: Geiz, aber keine Neue kaufen; es war ja auch die Zusatzbatterie... Bis sie dann anfing zu „kochen“ und die ätzenden giftigen Dämpfe freisetzte. Das war uns eine Lehre!
Abgesehn von den gesundheitlichen Risiken beim Einatmen der hochgiftigen Dämpfe ist es auch nicht ungefährlich, mit einer kochenden Batterie unterwegs zu sein! Da kann nämlich noch eine ganze Menge mehr passieren! Letztendlich kann sie sich entzünden und das Auto fackelt ab.

Nachdem was wir alles so von dem Herrn L. lesen, wüssten wir schon, bei wem wir niemals buchen würden.

Ihr habt ja ziemlich gute Nerven, dass ihr damit weitergefahren seid und zwischendurch sogar noch geschafft habt, Eure Reise zu genießen.
Ansonsten vielen Dank, dass Ihr darüber berichtet und weiterhin schönes Reisen und gute Nerven.

Grüße lilytrotter


PS: Leider habt auch Ihr einen Fehler gemacht, indem ihr dem Herrn L. das Zugeständnis gemacht habt, dass ihr Euch in Upington eine neue Batterie kauft, es dann aber nicht getan habt. Damit macht man sich für die später eintretende Situation zumindest mitverantwortlich, und er ist aus’m Schneider.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter231 Beiträge · seit 200913. Feb. 2011 · #28
lilytrotter schrieb:
Hallo Kori!
Das ist ja alles furchtbar, was ihr da mit dem Landi erlebt habt. Und wahrscheinlich kommt‘s noch schlimmer…
Es ist gelinde gesagt, eine Schweinerei, was sich Euer Auto-Vermieter da geleistet hat. Der wusste genau, was die Stunde geschlagen hat, als ihr ihm gesagt habt, dass die Batterie Dämpfe entwickelt! Sich dann nicht umgehend darum zu kümmern, auch wenn Weihnachten ist und sich später gar zu verpissen, weil er merkt, mit euch kann er’s ja machen, das ist das Allerletzte!
Er hat Euch mit einer total kaputten Batterie (und das war ja nicht der einzige Mangel) in die Wildnis losgelassen! Ein Vermieter weiß es, wenn die Batterie so hinüber ist! Denn, wenn eine Batterie denn schon beim Laden stinkt, dann „kocht“ sie und hatte schon lange vorher gezeigt, dass sie kaputt ist, indem sie nicht mehr ausreichend geladen hat, d.h. das Fahrzeug hatte schon lange permanent Start-Probleme gezeigt. Und die Probleme kannte er ja sehr wohl! Hat Euch dann aber erfolgreich die Mär vom Rest erzählt. Wie gemein.

Wir hatten einmal so einen Fall, mit unseren alten Reiseauto und wussten schon lange, dass unsere Batterie hinüber ist, wollten aus falscher Sparsamkeit, sprich: Geiz, aber keine Neue kaufen; es war ja auch die Zusatzbatterie... Bis sie dann anfing zu „kochen“ und die ätzenden giftigen Dämpfe freisetzte. Das war uns eine Lehre!
Abgesehn von den gesundheitlichen Risiken beim Einatmen der hochgiftigen Dämpfe ist es auch nicht ungefährlich, mit einer kochenden Batterie unterwegs zu sein! Da kann nämlich noch eine ganze Menge mehr passieren! Letztendlich kann sie sich entzünden und das Auto fackelt ab.

Nachdem was wir alles so von dem Herrn L. lesen, wüssten wir schon, bei wem wir niemals buchen würden.

Ihr habt ja ziemlich gute Nerven, dass ihr damit weitergefahren seid und zwischendurch sogar noch geschafft habt, Eure Reise zu genießen.
Ansonsten vielen Dank, dass Ihr darüber berichtet und weiterhin schönes Reisen und gute Nerven.

Grüße lilytrotter


PS: Leider habt auch Ihr einen Fehler gemacht, indem ihr dem Herrn L. das Zugeständnis gemacht habt, dass ihr Euch in Upington eine neue Batterie kauft, es dann aber nicht getan habt. Damit macht man sich für die später eintretende Situation zumindest mitverantwortlich, und er ist aus’m Schneider.
Mag sein, dass wir hier formal falsch entschieden haben. Für uns ging es aber darum, bei der Lösung des Problems mitzuhelfen, soweit das in unserer Kraft stand. So haben wir das bei unseren Reisen immer gemacht. Damit sind wir immer gut gefahren - im wahrsten Sinne des Wortes. Deswegen werden wir das auch in Zukunft so handhaben. Jeder, der mal in Afrika unterwegs war, wird wissen, dass an einem Auto immer etwas kaputt gehen kann. Das ist völlig normal. Selbstverständlich ist es auch uns schon mehrfach so ergangen. Aber in Zusammenarbeit mit dem Vermieter wurden diese Probleme stets gelöst. Davon hatten dann immer beide etwas. Und deswegen werden wir auch in Zukunft nicht nach formaljuristischen Feinheiten suchen, sondern sehen, dass wir vorankommen.
Viele herzliche Grüße, Kori
245 Beiträge · seit 200913. Feb. 2011 · #29
Hallo Kori,

ich denke auch, dass Eure Handlungsweise absolut richtig war. Ihr habt einfach Pech gehabt. Am schlimmsten wäre für mich die Situation gewesen in der Ihr immer wieder angerufen habt und sich niemand gemeldet hat. Und Eure Mailboxnachrichten ignoriert wurden. Da fühlt man sich doch völlig allein gelassen. Kein Wunder, dass diese Dinge Eure Reise so sehr belastet haben, dass es leider die "unschönste Tour" geworden ist. Dabei hat die Landschaft alles geliefert, was man für einen Traumurlaub braucht. Wirklich superschade. Ich kann mir Eure Enttäuschung, Verärgerung und Traurigkeit darüber vorstellen. Eigentlich finde ich es schon bewundernswert, dass Ihr die Phasen zwischen dem Ärger überhaupt noch genießen konntet.

LG
Lio
237 Beiträge · seit 201013. Feb. 2011 · #30
Hallo Kori, ich finde es schade das Du deinen Beitrag Alptraum Südafrika nennst. Eigentlich müßte es doch heißen: Alptraum Landrover und Vermieter. Deinen Bildern nach zu Urteilen hattet ihr nur schöne Landschaften, und nach deinem Beitrag viele nette Menschen kennengelernt. Das diese Karre euren Urlaub versaut, ist mir schon klar.
Darum : Gott schützte uns vor Sturm umd Wind und Autos die aus England sind.

Beim nächsten mal Toyota mieten, da fehlt meisten nix.
Übrigens ; Wir hatten im Herbst ein schweizer Paar getroffen denen ist es ähnlich gegengen wie Euch, die hatten nur das Glück das Auto nach 2 Tagen zurückgeben zu können, und durften dann für den Rest des Urlaubs fürs gleiche Geld mit einem Toyota cruisern.
Schöne Grüße aus Bayern.
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Ovambo)
Themenstarter231 Beiträge · seit 200913. Feb. 2011 · #31
Liebes Forum, hier ist Teil 8 meiner Reiseerzählung, den ich mit

„Wenn die Geier über uns kreisen“
überschreiben möchte.

Viel Vergnügen beim Lesen, Kori



Wir haben keine Nachricht von Bushlore, Kwenda oder Herrn Lehmann bekommen, dass eine Batterie für uns in Twee Rivieren bereit steht, werden also den direkten Weg nach Polentswa nehmen. In Nossob wollen wir ein weiteres Mal versuchen, Kontakt zu unserem Autovermieter zu bekommen. Weil wir an diesem Tag nicht weit zu fahren haben, lassen wir es langsam angehen - nicht ohne vorab einen Anlassversuch zu unternehmen. Der Landrover ist beim ersten Versuch da.

Wir frühstücken, der Wagen springt erneut problemlos an, und wir machen uns auf den Weg. Zwei herrliche Tage in Bitterpan gehen zu Ende. Das ist ein wunderbares Camp. Wir werden ganz sicher wiederkommen. Schon nach wenigen Kilometern fängt es aus dem Batteriekasten unter dem Beifahrersitz fürchterlich an zu stinken. So richtig intensiv nach faulen Eiern. Ekelhafter geht es kaum noch. Selbst bei allen heruntergelassenen Fenstern ist es kaum auszuhalten. Das einzige, was hilft, ist die voll aufgedrehte Klimaanlage. Die arbeitet ordentlich, transportiert ihr Kondenswasser aber nach wie vor in das Wageninnere, wo es sich vor dem Beifahrersitz sammelt. Wir legen uns die Schlafsäcke um, weil es tierisch kalt ist, aber immer noch besser als dieser ekelhafte Gestank. Das muss ulkig ausgeschaut haben: die Touristen aus Deutschland im südafrikanischen Hochsommer mit hochgedrehten Scheiben und in Schlafsäcke eingewickelt . . .

In Nossob angekommen, stellen wir fest, dass die Batterie völlig trocken ist. Wir erreichen telefonisch auch gleich Herrn Lehmann von Kwenda Safari. Wir wollen jetzt einen Lösungsvorschlag von ihm. Das sei eigentlich gar nicht seine Angelegenheit. Schließlich sei er nur der Vermittler unseres Mietvertrages, wir sollten uns direkt an Bushlore wenden. Das er überhaupt mit uns rede, sei reine Freundlichkeit. Unglaublich! Immerhin sagt er zu, unser Problem erneut an Bushlore weiterzugeben und für einen Rückruf zu sorgen. Wir wollen das Entgegenkommen der Parkverwaltung, die uns von ihrem Festnetz telefonieren lässt, nicht überstrapazieren. In Nossob funktioniert unser Mobiltelefon nicht.

Nach einer Weile ruft tatsächlich Rob von Bushlore an. Hilfe aus der Basis in Johannesburg könne er nicht schicken, sagt Rob, das sei zu weit. Jemand anderen aus Upington mit einer Batterie zu schicken, sei kompliziert. Und dann erzählt er uns von Land-Rover-Garantiebedingungen, die einer Reparatur im Bush im Wege stünden. Land Rover biete aber an, defekte Wagen im Bush abzuholen, in einer Vertragswerkstatt zu reparieren. Und das soll jetzt nicht umständlich sein? Wir brauchen doch in erster Linie eine neue Batterie. Das mit den ständigen Reset kriegen wir dann schon hin. Rob bezweifelt, dass die Batterie defekt ist.

Wir rufen den Tankwart beziehungsweise Mechaniker von Nossob herbei, der sich das Problem gerade angesehen hat. Er bestätigt: nichts mehr zu machen. Er soll die Starterbatterie abklemmen und die Kühlschrankbatterie als Starterbatterie anschließen, schlägt Rob vor. Das wolle er nicht riskieren, entgegnet der Mechaniker. Die komplizierte Schaltung mit Relais und Sicherungen und einem echten Kabelwirrwarr machen ihm Angst. Aber er hat einen anderen Vorschlag: Einer seiner Kollegen fahre am Nachmittag privat nach Upington. Wenn Bushlore dort bei Land Rover alles organisiere, könne er eine neue Batterie mitbringen. Die könnten wir dann zwei Tage später einbauen, wenn wir von Polentswa zurück sind und bevor wir weiter in die Mabuasehube-Sektion fahren.

Perfekt! Einfach Perfekt! Genau so machen wir das. Wir verabreden mit Rob, dass Bushlore bei Land Rover in Upington alles organisiert. Zwei Tagen später sind wir wieder in Nossob und alles wird gut. Die Paar Kilometer nach Polentswa schaffen wir schon. Dort werden wir weitere zwei Faulenzertage einlegen und weitgehend darauf verzichten, herum zu fahren. Unser Mechaniker füllt neues Wasser auf die Batterie und gibt uns eine ganze Flasche zur Reserve mit.



Am Wasserloch gleich hinter Nossob hat es sich eine Kolonie Geier bequem gemacht. Als wir anhalten und fotografieren, fliegen sie auf. Ist das eine Schicksalsbegegnung? Wir scherzen: Werden die über uns kreisen, wenn wir mit unserem Schrottauto endgültig liegen bleiben?




Bis Polentswa sind es nur wenige Kilometer. Wir kommen am frühen Nachmittag an, beziehen unseren Platz direkt an der Pfanne und machen es uns in den Hängematten bequem. Gegen Abend wollen wir eine kurze Ausfahrt zu einem nahen Wasserloch unternehmen.
(Fortsetzung folgt)
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2011
652 Beiträge · seit 200713. Feb. 2011 · #32
Hallo Kori,
das ist schon heftig,was ihr in den "schönsten Wochen" des Jahres mitgemacht habt. Wahrscheinlich habt ihr eure relative Gelassenheit dem Umstand zu verdanken,dass ihr zum ca. 1o.? Mal in Afrika seid.Ich glaube als Anfänger wäre man verzweifelt. Aber wirklich klasse Bilder - bei allem Pech--Und mal sehen was noch kommt.
Viele Grüße
Mutsel
3'883 Beiträge · seit 201113. Feb. 2011 · #33
Hallo Kori,
mit Cliffhängern am Ende einer Fortsetzung wie "Gegen Abend wollen wir eine kurze Ausfahrt zu einem nahen Wasserloch unternehmen." machst du es wirklich spannend. Man - in meinem Fall frau - ahnt "da kommt wieder was" und fiebert der nächsten Fortsetzung entgegen.

Bitte ganz schnell weiter mit dem Reisekrimi!

wünscht sich freshy
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607 Beiträge · seit 201014. Feb. 2011 · #34
Hallo,
ich kann nur jedem empfehlen, das Angebot eines Vermieters anzunehmen in Bezug auf Wagentausch, ist bei Landrover wirklich Standard. Ist uns in der Etosha passiert(2009), 2.Gang ging nicht mehr raus. Anruf am Nachmittag, nächster Tag Nachmittag kam LKW mit anderem Landrover von Windhoek in Okaukujeo an(sind ja nur ein paar Meter). Der Wagentausch war in einer halben Stunde getauscht, wir standen nur mit offenem Mund da und meinten: that's africa?! really. Bei den Dokumenten gabs Probleme, das haben wir aber erst an der Grenze nach Sambia bemerkt. Bei dem 2.Landrover ging dann Vakuumpumpe kaputt, der Wagen wurde aber nicht mehr getauscht, da wir nicht mehr in Namibia waren. Also grenzüberschreitend gilt es anscheinend nicht.
Viele Grüße
Wolfgang
Themenstarter231 Beiträge · seit 200914. Feb. 2011 · #35
Hippie schrieb:
Hallo,
ich kann nur jedem empfehlen, das Angebot eines Vermieters anzunehmen in Bezug auf Wagentausch, ist bei Landrover wirklich Standard. Ist uns in der Etosha passiert(2009), 2.Gang ging nicht mehr raus. Anruf am Nachmittag, nächster Tag Nachmittag kam LKW mit anderem Landrover von Windhoek in Okaukujeo an(sind ja nur ein paar Meter). Der Wagentausch war in einer halben Stunde getauscht, wir standen nur mit offenem Mund da und meinten: that's africa?! really. Bei den Dokumenten gabs Probleme, das haben wir aber erst an der Grenze nach Sambia bemerkt. Bei dem 2.Landrover ging dann Vakuumpumpe kaputt, der Wagen wurde aber nicht mehr getauscht, da wir nicht mehr in Namibia waren. Also grenzüberschreitend gilt es anscheinend nicht.
Viele Grüße
Wolfgang
Wenn wir einen Fahrzeugtausch angeboten bekommen hätten, hätten wir natürlich sofort zugesagt.
Wir haben ja ganz am Anfang der Probleme schon darum gebeten, den Wagen auszutauschen. Da bekamen wir zur Antwort, es sei Hauptreisezeit und alle Autos wären unterwegs.
Später kam der Vorschlag, Land Rover werde den Wagen abholen und in der Werkstatt reparieren. Wir hätten dann die Leute von Landrover in die Werkstatt begleiten müssen, oder wir hätten tagelang in Nossob ohne Auto festgesessen. Ins Spiel gebracht wurde diese Variante erstmals in Nossob. Das hätte bedeutet, dass wir dort einen Tag auf die Abholung gewartet hätten. Von Nossob nach Upington ist man locker sechs Stunden unterwegs. Dann muss der Wagen repariert werden, bevor es zurück geht.
Da hängen locker drei bis vier Tage dran. Was bleibt dann noch vom Resturlaub, von den verloren gegangenen Buchungen ganz zu schweigen?

Viele Grüße, Kori
298 Beiträge · seit 201014. Feb. 2011 · #36
Hallo Kori,
ersttmal vielen Dank für deinen Bericht und die tollen Fotos!! Da ich selbst gerade am Schreiben bin, weiss ich wie viel Arbeit da drin steckt.
Ich finde es unglaublich, wie ihr mit dieser Autogeschichte umgegangen seid! Ich bzw. wir wären auf unsrer 1. Reise verzweifelt, aber ich denke auch, dass man ja trotzdem den lang ersehnten Urlaub genießen will, irgendwie mit so einem Auto...
Liebe Grüße Kiwi
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
Themenstarter231 Beiträge · seit 200915. Feb. 2011 · #37
@ Mutsel
Ja, es war unsere 17. Afrika-Tour. Wir sagen: Ein Jahr ohne Afrika ist ein verlorenes Jahr!
Normalerweise sind wir im afrikanischen Sommer in Afrika, um den europäischen Winter für drei Wochen zu unterbrechen. Wir waren aber auch schon zu anderen Jahreszeiten dort, beispielsweise während der deutschen Sommerferien, weil wir dann sechs Wochen Zeit hatten und in Regionen kamen, die in der Regenzeit nicht erreichbar sind.

@ freshy
Ich gebe mir die größte Mühe, so schnell wie möglich fortzusetzen. Aber da gibt es noch einen Job, einen pubertierenden Teenager, einen Hund, ein Haus, einen vielbeschäftigten Ehemann und, und, und.

@Kiwi
Ja klar, irgendwie willst du den Urlaub immer genießen, vor allem, wenn du so viel Geld dafür bezahlt hast. Rückblickend behaupte ich: Würdest du mir heute anbieten, dieselbe Reise zu wiederholen und wir müssten nicht einen Cent dafür bezahlen, wir würden dankend ablehnen und die Weihnachtsferien zu Hause verbringen. Vielleicht auch deswegen, weil wir schon oft in Afrika waren, ohne all die negativen Einflüsse.

Herzlichst, eure Kori
1'287 Beiträge · seit 200816. Feb. 2011 · #38
Kori schrieb:
Mag sein, dass wir hier formal falsch entschieden haben. Für uns ging es aber darum, bei der Lösung des Problems mitzuhelfen, soweit das in unserer Kraft stand. So haben wir das bei unseren Reisen immer gemacht. Damit sind wir immer gut gefahren - im wahrsten Sinne des Wortes. Deswegen werden wir das auch in Zukunft so handhaben. Jeder, der mal in Afrika unterwegs war, wird wissen, dass an einem Auto immer etwas kaputt gehen kann. Das ist völlig normal. Selbstverständlich ist es auch uns schon mehrfach so ergangen. Aber in Zusammenarbeit mit dem Vermieter wurden diese Probleme stets gelöst. Davon hatten dann immer beide etwas. Und deswegen werden wir auch in Zukunft nicht nach formaljuristischen Feinheiten suchen, sondern sehen, dass wir vorankommen.
Viele herzliche Grüße, Kori
Hallo Kori,

vielen Dank für den Bericht und vorallem auch obige Reaktion. Leider überwiegt beim "gemeinen" Forumslesenden (also auch bei mir) mit zunehmenden zeitlichem Abstand zum letzten Afrikaaufenthalt immer mehr der ordentliche Europäer, der sich eine Autoreise ohne Notrufsäule alle 2 km, ständig funktionierendes Handy und überdimensionierter Schutzbrief nur schwer vorstellen kann.
Ich denke es ist eben auch Teil des "Afrikafeelings" welches wir suchen, dass nicht alles perfekt läuft und unser Improvisationsgeschick und unsere Flexibilität gefragt sind.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und wünsche Euch für das nächste Mal Afrika etwas weniger Anlässe Eure offensichtlich sehr gut entwickelte Geduld und positive Grundeinstellung zu "testen".

Gruß
Carl

P.S. Weil mir Euer Bericht ausnehmend gut gefällt verzichte ich auch auf irgendwelche Landrover/cruiser Bermerkungen 🙂
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2011
4'129 Beiträge · seit 200816. Feb. 2011 · #39
Hallo Kori!

Eh das hier mit dem Missverstehen weitergeht, scheint es mir nun doch nötig, meinen Satz zu klären. Vielleicht hätte ich gleich mehr erklären müssen...
PS: Leider habt auch Ihr einen Fehler gemacht, indem ihr dem Herrn L. das Zugeständnis gemacht habt, dass ihr Euch in Upington eine neue Batterie kauft, es dann aber nicht getan habt. Damit macht man sich für die später eintretende Situation zumindest mitverantwortlich, und er ist aus’m Schneider.
1. Es liegt mir fern Euch zu kritisieren, es war nur als Hinweis gedacht, nach dem Motto: „aus Fehlern lernen für die Zukunft“!
Der Satzteil, …es dann aber nicht getan habt.“ ist der entscheidende Hinweis – und nur darum geht es.
Es geht natürlich nicht um die Formalien, beim eigenen Handeln... es geht nur darum, etwas nicht zu tun, was man dem Vermieter zugesagt hat. Und wenn‘s auch nur aus Freundlichkeit oder aus Not war. Natürlich würden wir ebenso alles selbst erledigen/reparieren, was wir machen können und das ist eine ganze Menge (allein schon aus banalem Eigennutz, wir fahren auch mit Mietautos nie ohne eigenes Werkzeug in die Wildnis).
Der Hinweis bezog sich, wie schon erwähnt, darauf, dass man auch erledigen muss, was man dem Vermieter zusagt, z.B. etwas am Fahrzeug zu „reparieren“. Dann nämlich kann der Vermieter das auch von einem erwarten, egal welchen Fehler er zuvor gemacht hat. Er kann sich sogar darauf berufen. – Fährt man dann trotzdem noch eine Ewigkeit mit dem sich vergrößernden Schaden rum, kann es schon mal kritisch werden, fürs Portemonnaie, wenn sich ein Vermieter hernach drauf beruft, er wäre davon ausgegangen, dass man den beginnenden Schaden repariert hätte, weil man ihm das gesagt habe.

Es war natürlich nicht so gemeint, dass Du „in Zukunft nach formaljuristischen Feinheiten suchen“ sollst, der Gedanke war einfach der, dir den Tipp zu geben, sich selbst so zu verhalten, dass man sich nicht eventuell selbst schadet.(Man unterschreibt ja immer‘ne ganze Menge Klauseln in die Richtung im Kleingedruckten…)

Und nur das wollte ich Dir mitgeben, für weitere schöne Reisen. Tut mir leid, wenn das so in die Hose gegangen ist und Du Dich angegriffen gefühlt hast.

Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter231 Beiträge · seit 200917. Feb. 2011 · #40
Hallo lilytrotter,

ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Ist alles im grünen Bereich. Zur Erklärung noch mal der zeitliche Ablauf:
Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir abends gesagt, wir versuchen, eine neue Batterie aufzutreiben. Das wollten wir am nächsten Tag in Upington erledigen. Das gelang aber nicht, weil der zweite Weihnachtsfeiertag ein Sonntag war und niemand zu erreichen war.
Das haben wir unserem Autovermieter am Vormittag des selben Tages per E-Mail mitgeteilt, weil wir auch ihn telefonisch nicht erreichten. Am darauf folgenden Tag (Montag) haben wir dann gegen Mittag wieder mit dem Autovermieter telefoniert und um Hilfe gebeten.

Viele Grüße, Kori