Alptraum Südafrika oder alles auf Reset

116 Antworten · 57,2k Aufrufe · gestartet 01. Feb. 2011 von Kori
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2'048 Beiträge · seit 200717. Feb. 2011 · #41
hallo Lillytrotter,
halt mal dendie Kori nicht mit Nebensächlichkeiten auf, 🙂 damit er Zeit hat die Fortsetzung zu schreiben. 🤩 Muss doch wissen wie es weiter geht - hab schließlich selbst 2010 meine Batterie verkocht - allerdings an einem Sonntag zwischen Grootfontein und Windhuk.

Viele Grüße
jaw

Korrektur: Hätte ich eigentlich wissen müssen 😊
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2011
Themenstarter231 Beiträge · seit 200917. Feb. 2011 · #42
jaw schrieb:
hallo Lillytrotter,
halt mal den Kori nicht mit Nebensächlichkeiten auf, 🙂 damit er Zeit hat die Fortsetzung zu schreiben. 🤩 Muss doch wissen wie es weiter geht - hab schließlich selbst 2010 meine Batterie verkocht - allerdings an einem Sonntag zwischen Grootfontein und Windhuk.

Viele Grüße
jaw
Auch nur eine Nebensächlichkeit, aber richtig muss es heißen "die Kori".

PS: Fortsetzung folgt umgehend
Themenstarter231 Beiträge · seit 200917. Feb. 2011 · #43
Hallo liebe Forumianer, hier ist der 9. Teil meiner Reiseerzählung, der ich den Titel

„Und wieder alles auf reset“

geben möchte. Viel Spaß beim Lesen.

Am späten Nachmittag brechen wir zu einem nahen Wasserloch nur wenige Kilometer nördlich Polentswa auf. Wir wollen uns „auf die Lauer legen“. Vielleicht haben wir wieder soviel Glück wie im Vorjahr, als wir dort auf ein Löwenrudel getroffen sind. Unterwegs beobachten wir eine Herde roter Kuhantilopen. Es ist schön, den friedlichen Tieren zuzusehen. Sie sind kein bisschen scheu.

Am Wasserloch ist „tote Hose“. Nur ein paar Vögel spielen im und am Wasser. In der Ferne sehen wir Gnus. Sie scheinen das Wasserloch anzusteuern, bleiben aber in der Ferne stehen. Sie beobachten uns. Stehen wir zu dicht am Wasser? Stören wir die Tiere vielleicht? Als wir noch überlegen, unseren Abstand zu vergrößern, setzen sie ihren Marsch fort. Direkt auf uns zu. Sie genießen die Erfrischung. Dabei ist es längst nicht mehr so warm, wie noch vor ein paar Stunden. Der Himmel ist inzwischen bewölkt und es regnet hin und wieder ein paar Tropfen. Ein schönes Wetter haben wir uns da ausgesucht. Na ja, immer noch besser als die Saukälte in Deutschland.
Plötzlich, wie aus dem Nichts, geben die Gnus Fersengeld, brechen auseinander und rennen was das Zeug hält. Sollte da ein Räuber in der Nähe sein, den die sensiblen Tiere gewittert haben? Wir stehen noch eine ganze Weile an dem Wasserloch, aber es tut sich gar nichts. Wir beschließen, noch ein Stück in Richtung Unions End zu fahren. Unser Landrover springt eigentlich ganz gut an. Der Gestank aus dem Batteriekasten hält sich auch in Grenzen. Wir können noch ein paar Kilometer riskieren. Wir sind mutig.

Nach ein paar Kilometern sehen wir etwas vor uns auf der Straße laufen, können es aus der Ferne aber nicht zuordnen. Als wir näher kommen, erkennen wir eine Braune Hyäne. Sie tänzelt um die vielen Pfützen auf dem Weg, legt sich auch schon mal in die tieferen und genießt ein Bad. Als sie uns sieht, verlässt sie den Weg, läuft aber parallel dazu weiter. Vorsichtig nähern wir uns und bringen die Kameras in Position. Die Hyäne sieht uns an, wir beobachten sie.

Irgendwann verschwindet sie. Wir wollen weiter, noch ein Stück in Richtung Norden und dann zurück zum Campsite. Heute Abend ist Brotbacken angesagt - wenn es nicht regnet und wir ein Lagerfeuer anbekommen. Unser Landrover scheint andere Pläne für den Abend zu haben. Nur zu bekannt ist das Geräusch das er macht. Leider springt er aber nicht an. Alptraum Südafrika - aller auf Reset. Vermisst haben wir das nicht. Also das bekannte Spiel: Batterie abklemmen, zehn Minuten der Alarmanlage „lauschen“, neuer Versuch. Wieder nichts. Wir ziehen die Relais im Kasten unter dem Fahrersitz, stecken sie wieder rein, neuer Versuch. Wieder nichts. Wir beratschlagen, was wir tun können. Glücklicherweise haben wir alles dabei. Notfalls übernachten wir mitten auf dem Weg. Irgendwann wird schon jemand vorbei kommen.

Irgendwann ist eine gute halbe Stunde später. Wir sehen einen Wagen mit einer Familie aus Deutschland. Später stellt sich heraus, dass es Tina81 hier aus dem Forum mit ihrer Familie ist. Wir begrüßen uns gegenseitig und erklären unser Problem, quatschen miteinander, beugen uns gemeinsam über den Motor und sind gemeinsam ratlos. Die Karre springt nicht an. Tina, ihr Mann und die beiden Kinder wollen eigentlich weiter nach Nossob, würden aber viel lieber auf Polentswa übernachten. Sie haben sich ganz kurzfristig zu der Reise entschlossen, erst eine Woche vor dem Abflug zu kurzfristig, um beim DWNP zu reservieren. Über die Sanparksseite geht das schneller.

Wahnsinn: Wir planen fast ein Jahr an unserer Tour und alles geht schief, andere reisen spontan und haben kein Problem. Tina und Familie bieten an, uns abzuschleppen, wir bieten an, unseren Platz an der Polentswapan zu teilen. Eine knappe Stunde später sind wir dort, bauen die Dachzelte auf und sitzen abwechselnd unter dem Dach weil es immer wieder regnet oder am Feuer. Wir tauschen unsere Erlebnisse aus. Obwohl Tina eine Flyin-Safari in das Okavango Delta unternommen hat, sei die Geschichte unserer Reise viel spannender, sagt sie.

Nach einer verregneten Nacht wachen wir am Silvestermorgen auf und unternehmen als erstes einen neuen Versuch mit unserem Landrover. Unglaublich: Er springt sofort an. Trotzdem beschließen wir, den ganzen Tag auf dem Campsite zu bleiben und abends gemeinsam Silvester zu feiern. Tina und ihre Familie hatten nur eine Übernachtung in Nossob buchen können. Sie wollten nach einer zweiten fragen und notfalls weiterfahren. Wir freuen uns, sie einladen zu können, eine zweite Nacht mit uns auf Polentswa zu bleiben.

Wie fast immer in Afrika erleben wir Mitternacht nicht. Schon kurz nach zehn haben wir uns alle in die Dachzelte verkrümelt. Das Wetter ist nicht gut, es regnet kräftig und in einiger Entfernung ruft ein Löwe sein Rudel zur Jagd zusammen . . . (Fortsetzung folgt)
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2011
Themenstarter231 Beiträge · seit 200919. Feb. 2011 · #44
Liebes Forum, hier ist Teil 10 meiner Reiseerzählung. Fotos haben wir an diesem Tag nicht gemacht, wir hatten anderes zu tun.

Viel Vergnügen beim Lesen, Kori

Ich nenne diesen Teil:

„Sprachlos“

Am Neujahrsmorgen heißt es „Abschied nehmen“. Tina möchte weiter in Richtung Windhuk und versuchen, auf dem Weg dorthin noch eine oder zwei Übernachtungen in einem der Camps zwischen Nossob und Mata Mata zu bekommen. Die Vier lassen sich Zeit. Sie haben „die Ruhe weg“, wie man so sagt. Wir sind hektischer. Schließlich müssen wir unsere neue Batterie in Nossob abholen und einbauen und dann weiter nach Mabuasehube. Die Ahnung vom Vorabend bewahrheitet sich: Der Kühlschrank ist ausgefallen. Am Abend war der Wein nur ein wenig zu warm. Jetzt zeigt die Anzeige auf 18 Grad. Dafür springt der Landrover beim ersten Versuch an. Die Straße nach Nossob steht an einigen Stellen unter Wasser. Es hat viel geregnet in der letzten Nacht. Wir nehmen die Umfahrungen.

In Nossob kennt man uns inzwischen. Wir müssen gar nicht mehr sagen, was wir möchten. Der Junge an der Tankstelle bietet an, den Tankwart/Mechaniker zu holen, der mit Rob von Bushlore telefonierte, den Batteriekauf in Upington organisierte und sich uns als Adri vorgestellt hat. Ich gehe Duschen, mein Mann und mein Sohn wollen sich um die Batterie kümmern. Als ich in neuem Glanz zurück komme stehen sie mit finsteren Mienen am Auto. Die neue Batterie ist nicht da!

Weil Bushlore die Batterie nicht wie vereinbart beim Händler in Upington bezahlt hatte und der Mitarbeiter der Parkverwaltung in Vorleistung treten musste, als er sie dort abgeholt hatte, will er sie jetzt nur gegen Barzahlung herausgeben. Wir haben größtes Verständnis dafür und können kaum glauben, dass er überhaupt so hilfsbereit war, eigenes Geld vorzulegen. Er ist allerdings mitsamt der neuen Batterie in Twee Rivieren und wir müssten dorthin fahren, um sie zu übernehmen. Wir können das alles nicht glauben. Wir sind sprachlos. Mein Mann ruft aus dem Büro der Parkverwaltung Rob von Kwenda Safari beziehungsweise Bushlore an. Ich habe meinen Mann selten so sauer erlebt. Eine nachvollziehbare Erklärung hat Rob nicht. Er bedauert. Geholfen ist uns damit aber auch nicht.

OK, wir planen um: Es ist inzwischen nach 9 Uhr. Wenn wir den Sechs-Stunden-Umweg über Twee Rivieren fahren, kommen wir nicht mehr im Hellen nach Mabuasehube. Eine Notübernachtung im ausgebuchten Nossob zu organisieren sollte nicht zu schwer fallen. Wir fahren einen Tag später in die Mabuasehube-Sektion. Wir haben allerdings nicht genügend ZAR-Bargeld dabei, einen Geldautomat gibt es in Nossob nicht und auch von der Parkverwaltung ist gegen Kreditkarte nichts zu bekommen, wohl auch, weil an diesem Tag die Computer streiken. Wir bieten an, in US-Dollar (wir haben stets eine Notkasse in dieser Weltwährung dabei) zu bezahlen. Adri bietet das dem Mitarbeiter und Besitzer „unserer“ Batterie in Twee Rivieren an. Der ist einverstanden.

Wir kaufen noch schnelle Eis ein, das wir in leere Wasserkanister füllen und in den Kühlschrank stellen. Damit dürfte wenigstens ein gemütlicher Sundowner am Abend drin sein - es sollte nichts daraus werden, dazu aber später mehr. Adri füllt noch mal Wasser in die Batterie und gibt uns eine ganze Flasche davon für unterwegs mit. Als wir gerade los wollen, ruft Rob zurück und teilt uns mit, dass er eine andere Lösung gefunden habe: Er habe organisiert, dass uns die neue Batterie in die Mabuasehube-Sektion nachgebracht und dort eingebaut wird.

Unseren Ärger, unsere maßlose Enttäuschung, die immer mehr zu Wut wird, kann das kaum besänftigen. Wir machen uns auf dem Weg nach Mabuasehube. Vor zwei Jahren sind wir die Strecke zuletzt gefahren. Es geht erst über die Dünen. Sie sind gut zu bewältigen. Durch den Regen der Vortage ist der Sand kompakt.
Nach einer Weile dringt gasende Schwefelsäure aus dem Batteriekasten, schließlich beginnt es wieder fürchterlich nach faulen Eiern zu stinken. Immer wieder müssen wir Wasser nachfüllen. Wir wissen: Das einzige, was hilft, ist die voll aufgedrehte Klimaanlage. Wieder legen wir die Schlafsäcke um, weil es tierisch kalt ist. Vor dem Beifahrersitz sammelt sich das Kondenswasser bis es zur Tür hinausläuft.

Den Motor auszuschalten, riskieren wir jetzt nicht mehr. Fotostopps fallen aus. Nur einmal halten wir für das Nötigste kurz an - bei laufendem Motor - und ein zweites Mal, als uns zwei Autos mit Reisenden aus Südafrika entgegen kommen. Wir wünschen uns ein frohes neues Jahr, tauschen Informationen über die Strecke aus. Man kann den Südafrikanern ansehen, dass sie sich über die seltsamen Deutschen wundern, die da in ihre Schlafsäcke eingewickelt im Auto sitzen, obwohl die Temperaturen an die 40 Grad reichen. Sie sagen aber nicht, und wir haben keine Lust über unser Leid zu reden.

Wir fahren weiter und erreichen am späten Nachmittag Mabuasehube. Von Bosobogolo Pan führt unser Weg nach Mpayathutlwa Pan. Vor zwei Jahren waren wir da und haben es genossen. Wir freuen uns tierisch auf den großen Platz Nummer 2 direkt an der Pan, als mein Mann wie ein Wahnsinniger in die Bremsen steigt. „Da, ein Leopard“, ruft er. „Wo?“, frage ich. (Fortsetzung folgt)
245 Beiträge · seit 200919. Feb. 2011 · #45
Hallo Kori,

so langsam kann ich Eure Aussage verstehen, dass Ihr auf diese Tour sogar verzichten würdet wenn sie kostenlos wäre. Ich leide richtig mit Euch.

Liebe Grüße
Lio
169 Beiträge · seit 200919. Feb. 2011 · #46
da hörst du ja im spannensten Moment auf...
405 Beiträge · seit 201119. Feb. 2011 · #47
Hi Kori,
das kann ja alles wohl nicht wahr sein 🤩.Ich bewundere euch, daß ihr der Reise trotzdem noch was abgewinnen konntet. Ich warte schon immer ganz gespannt auf Deinen nächsten Bericht.
Wie wäre es, wenn Du Deine ganzen Reiseerfahrungen als Buch bringen würdest 😄 ? Du schreibst wirklich sehr interessant und auch humorvoll.
Ein schönes Wochenende wünsche ich euch.
Gruß,
Purzel
zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung.Wir verprassen das Erbe unserer Kinder...;-) Reisebericht Namibia 2013 "Nur" eine Einsteiger-Tour
273 Beiträge · seit 200919. Feb. 2011 · #48
Also bisher konnte ich ja alles nachvollziehen. Aber warum ihr nun die Batterie nicht abgeholt habt (was soll der arme Kerl denn nun mit der Batterie anfangen?) und dazu noch mit einer völlig kaputten Batterie 170 km in die Mabuasehube Area gefahren seit, kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Auch wenn der Typ verspricht, dahin zu kommen (warum sollte er, wenn er es bisher nicht mal schaffte, eine Batterie nach Twee Rivieren zu schicken?), was für ein bodenloser Leichtsinn.

Ich stand selbst an Weihnachten 2010 mit einer durchgebrannten 40 amp Sicherung für die Zündung zwischen Dikkbaardskolk und Melkvlei. Zum Glück kamen mir Südafrikaner mit einer 30 amp Sicherung zu Hilfe. In Twee Rivieren hatten wir Glück, am nächsten Tag fuhr jemand nach Twee Rivieren, doch leider brachte der gute Mann nur eine Sicherung mit (Zwei waren bestellt). Dnn standen wir nochmal mit regungsloser Zündung bei Kij Kij, da sogar nur 50 m von einem Löwenrudel enfernt. Da wir in TR nicht checken konnten, woher der Fehler genau kam, sind wir im südafrikanischen Teil geblieben. Mit nur einer untermotorisierten Reserve-Sicherung auf eine abgelegene Campsite in der Mabua zu fahren kam nicht in Frage.

In Nossob trafen wir zwei Gäste, die 4 Tage in der Mabua fest sassen mit defekter Lichtmaschine, bevor ein Techniker aus Uppington kam mit zwei Ersatzbatterien, der Spass kostete 12.000 Rand. Sie hatten Löwenbesuch im Camp und sassen mehrfach stundenlang im Wagen......

Kopfschüttelnde Grüße,

Hans
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
Themenstarter231 Beiträge · seit 200919. Feb. 2011 · #49
DummiYummi schrieb:
Also bisher konnte ich ja alles nachvollziehen. Aber warum ihr nun die Batterie nicht abgeholt habt (was soll der arme Kerl denn nun mit der Batterie anfangen?) und dazu noch mit einer völlig kaputten Batterie 170 km in die Mabuasehube Area gefahren seit, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Kopfschüttelnde Grüße,

Hans
@ Hans

Ja, wir haben in einigen Situationen irrational gehandelt. War das die pure Verzweiflung, die Reaktion auf diese Hinhalte-Taktik des Autovermieters? Haben wir uns in Grenzbereichen bewegt, die wir nicht beherrscht haben? Wir waren während unserer zahlreichen Afrikatouren schon einige Male in außergewöhnlichen Situationen, bisher aber nie von einem Gefühl völliger Ohnmacht überwältigt. Wir haben uns diesmal sozusagen von einer Hoffnung zur anderen gehangelt.
Für uns machte es in Nossob keinen großen Unterschied, ob wir 160 Kilometer nach Twee Rivieren fahren oder 170 Kilometer nach Mabuasehube, zumal Rob von Bushlore über Adri verabredet hatte, dass die Batterie uns aus Twee Rivieren nachgefahren wird. Also selbst wenn wir auf der Querung nach Mabuasehube liegen geblieben wären, wären spätestens am nächsten Tag die Mitarbeiter der Parkverwaltung mit der neuen Batterie auf derselben Strecke gefahren und auf uns gestoßen.
Aber wie gesagt, grundsätzlich hast du natürlich Recht.

Herzlichst, Kori
51 Beiträge · seit 201020. Feb. 2011 · #50
Hi Suse,
du schreibst das schön auf. Das waren zwei tolle Tage im Camp Polentwa. Wir haben ja wie du weißt im April/Mai, auch mit kwenda safari oder buschlore fahren wollen, war im Vorfeld ein sehr guter Kontakt, na ja. Das werden wir jetzt definitiv nicht tun. Ich suche gerade nach einem anderen Vermieter. Ist gar nicht so einfach, so kurzfristig. Im April geht es los. Danke noch mal für die vielen Tips für Richtersveld usw.

Auf bald Tina
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2011
439 Beiträge · seit 200920. Feb. 2011 · #51
Also das was ich da lese klingt unglaublich. So verhält sich doch kein normaler Rentalservice. Wenn ich richtig mitgezählt hab ging das Theater über ner Woche. Die müssten doch nur nen Pannenservice aus Upington losschicken. Das sind zwei Stundn fahrt bis zum Park. Das wars. Hab auch schon mit Pannen gestanden. Die Vermieter waren dann aber immer bemüht schnell Hilfe zu organisieren. Habe mal mit defekter Lichtmaschine in der CKGR im Khutse festgesessen, das kam mein Vermieter aus Johannesburg und hat ausgetauscht. Das hat keine 18 Stunden gedauert. Abends angerufen, nächsten vormittag war er der Service da und hat ausgetauscht.
51 Beiträge · seit 201020. Feb. 2011 · #52
@ Fritzmann
Bei welchem Vermieter buchst du, wen kannst du empfehlen?

VlG Tina
579 Beiträge · seit 201020. Feb. 2011 · #53
Hallo,
Fritzmann schrieb:
Also das was ich da lese klingt unglaublich. So verhält sich doch kein normaler Rentalservice. Wenn ich richtig mitgezählt hab ging das Theater über ner Woche. Die müssten doch nur nen Pannenservice aus Upington losschicken.
Die Medaille hat immer 2 Seiten. Ursprünglich war mit Bushlore abgemacht, sich in Upington eine neue Batterie zu besorgen und Bushlore erstattet die Kosten. Das ist dann so nicht gelaufen. Dem Geschädigten obliegt immer eine Schadensminderungspflicht. Eine neue Batterie nach Twee Rivieren oder in die Mabuasehube Section zu bringen, dürfte mindestens 3-5 mal so teuer sein, wie eine neue Batterie in Upington einzubauen. Diesen erweiterten Schaden muss Bushlore dann nicht übernehmen.

Ich wäre bei dem Fahrzeugproblem auch nicht mehr in die Mabuasehube Section gefahren. Wenn das Auto da gar nicht mehr fährt, wird es richtig lustig in Sachen Abschleppen und Abschleppkosten.

Das es an den Weihnachtsfeiertagen nicht ganz so schnell Support gibt, kann ich ebenfalls begrenzt verstehen, auch wenn es mich selbst in der Situation auch nicht erfreut hätte. Das seitens Bushlore telefonisch weitere Zusagen erfolgten, die dann nicht eingehalten wurden, ist natürlich mies. Verlässlichkeit ist das A und O.

Sonnige Grüße
439 Beiträge · seit 200921. Feb. 2011 · #54
@ Tina: Habe in den letzten Jahren größtenteils bei 4x4camper.com gemietet und durchweg beste Erfahrungen gemacht.

@ lowflyer: Sehe ich anders. Ich hätte vom Autovermieter erwartet das er die Batterie in Upington bei seinem Vertragspartner/Vertragswerkstatt organisiert und Kori da hin schickt. Oder ein Treffen am Parkeingang oder am Grenzübergang oder an der Straßenkreuzung zwischen Grenzübergang und Upington arangiert. Das wären meine Vorschläge am Anfang der Probleme gewesen. Später hätte nur noch ein Werkstattwagen geholfen.
1'287 Beiträge · seit 200821. Feb. 2011 · #55
Hallo,

es wäre doch schön, wenn Kori einfach ihre (unterhaltsam geschriebene) Geschichte zu Ende erzählte und wir diese nicht mit allen möglichen Spekulationen zerpflückten.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2011
843 Beiträge · seit 200821. Feb. 2011 · #56
Hallo Kori,

vielen Dank für Deinen Bericht! Wir können Eure Erlebnisse mit Agentur sowie Vermieter sehr gut nachempfinden, weil wir 2009 auch RIESENmist in ähnlicher Form erlebt haben. Wobei lange nicht klar war, was Ursache des Defekts war.

Nach Deinen Schilderungen und unseren Erlebnissen, war und ist für mich klar, dass eine zwischengeschaltete Agentur sich bei Problemen gerne auf den Standpunkt zurückzieht, dass Du ja nicht direkt bei Ihr mietest, sie also fein raus ist. In den AGBs habe ich aber nichts dergleichen gefunden.
Daher kam für uns später nur noch "direkte Miete" infrage.

Den wahren "Wert" eínes Vermieters erkennt man erst, wenn es Probleme gibt.... .

Bin sehr gespannt darauf, wie Eure Geschichte weitergeht...!

LG

Dirk
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zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2011
962 Beiträge · seit 200721. Feb. 2011 · #57
Hallo Kori, grosses Kompliment für deine Nervenstärke!
Ich wäre ausgerastet, was sich die Firma geleistst hat, das wäre ja eine Fortsetzungsserie für die Bildzeitung als Abschreckung für einen derartig unglaublichen schlechten Service. Ich hoffe, dass ihr eine Schadenerstzklage wegen entgangener Urlaubsqualität erreicht, da habt ihr evtl. Erfolg.
2009 hatten wir ein ähnliches Problem infolge des fehlendes 2.Fahrzeug-Schlüssels, ich machte Bobocamper darauf aufmerksam, was denn im Ernstfall sein würde, er winkte ab, no problem.Prompt kam es zum Schlüsselabbruch(er hatte schon einen kleinen Riss)
Bobocamper versuchte mir die Verantwortung aufzuzwängen, ich lehnte konsequnet ab. 20 h später war der Monteur im Etosha und wechselte alle Schösser(Kabine, Wasser und Sprittank). Wir belohnten ihn für seinen Einsatz mit einem "fürstlichen Frühstück und "Presents"
Dann bei Epupa: Dieselleitungsriss, das gleiche Spiel, man sagte uns die Reparaturkosten zu und drei prächtigte Moneure brachten bis in die späte Sonntagnacht hinein, alles wieder ins Lot. Nur gut dass wir genug "Klammotten" zum Verschenken und noch US §§§ zur Belohnung hatten.
Wir wünschen euch viel Erfolg .
HG myrio 🙂
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2011
499 Beiträge · seit 200621. Feb. 2011 · #58
Hallo,

es geht auch anders: einem Kollegen ist auf der Fahrt der Kühlschrank ausgestiegen. Hubert Hester hat sofort einen Mechaniker mit neuem Kühlschrank losgeschickt. Nach einer Nacht (die wir sowieso in Maun waren) war der Kühlschrank getauscht.
Mir ist mal in der Central Kalahari die Dieselleitung gerissen. Hab das in einer Werkstatt reparieren lassen und anschliessend von HH ohne Diskussion deas Geld zurückbekommen.
Gruss
Tobias
Themenstarter231 Beiträge · seit 200921. Feb. 2011 · #59
Tobias schrieb:
Hallo,

es geht auch anders: einem Kollegen ist auf der Fahrt der Kühlschrank ausgestiegen. Hubert Hester hat sofort einen Mechaniker mit neuem Kühlschrank losgeschickt. Nach einer Nacht (die wir sowieso in Maun waren) war der Kühlschrank getauscht.
Mir ist mal in der Central Kalahari die Dieselleitung gerissen. Hab das in einer Werkstatt reparieren lassen und anschliessend von HH ohne Diskussion deas Geld zurückbekommen.
Gruss
Tobias
So kenne ich das von anderen Vermietern auch. Ich kenne eigentlich nur einen, der das anders handhabt - seit neuestem.

Kori
Themenstarter231 Beiträge · seit 200921. Feb. 2011 · #60
Hallo, nochmal zur Verdeutlichung unserer Situation:

Sicher, wir haben zugesagt, dass wir versuchen, in Upington eine neue Batterie aufzutreiben. Das ist aber nun mal nicht gelungen: Wohl auch weil Sonntag war und Weihnachtszeit und Ferien, haben wir telefonisch niemanden erreicht, auch nicht Kwenda
beziehungsweise Bushlore, um die neue Situation zu besprechen. Deswegen haben wir bei erster Gelegenheit, noch am selben Tag, eine E-Mail geschrieben und die neue Sachlage erklärt - mit konkreten Vorschlägen.
Was hätten wir sonst tun sollen? Auf Verdacht nach Upington fahren? Einen Tag dort verbringen, eine weitere Übernachtung dranhängen? Einen weiteren Tag nach einer Batterie suchen, die wir dann möglicherweise nicht bekommen, weil sie vielleicht nicht vorrätig ist? Wir hatten Übernachtungen in Rooiputs gebucht. Uns schien es das Logischste, dort, in der Nähe zum Parkeingang, auf das Teil zu warten. Außerdem lief der Wagen je zunächst auch wieder.
Wir sind technisch nicht besonders wissend und haben - auch im Vertrauen auf sonst übliches Vermieterverhalten - darauf gesetzt, dass die neue Batterie, zum Beispiel per Kurierdienst, gebracht wird. Als am nächsten Tag die Probleme massiv auftauchten, waren wir - wie beschrieben - nicht in der Lage, zu reagieren. Zwischenzeitlich gelang es ja auch immer wieder, den Wagen flott zu bekommen.
Die Fahrt nach Mabuasehube anzutreten war sicherlich irrational, nur mit unserem Ausnahmezustand und der völlig aus dem Ruder gelaufen Situation zu erklären, letztendlich aber durch die Ansage von Rob von Bushlore verursacht. Wir waren ja gewissermaßen (widerwillig) schon auf dem Weg nach Twee Rivieren, um die neue Batterie in Empfang zu nehmen, als er uns erkläre, er habe den Transport von Twee Rivieren in die Mabuasehube organisiert. Das war doch eine klare Ansage. Endlich! Sollten wir in dieser Situation einen anderen, eigenen Weg gehen?
Wie sich später herausstellte (siehe nächsten Teil meiner Reiseerzählung, an dem ich gerade schreibe), war es ein absoluter Glücksfall, dass wir nach Mabuasehube gefahren waren. Alles sollte gut werden.

Viele Grüße, Kori