Wüstenlöwen

110 Antworten · 33,3k Aufrufe · gestartet 04. Mai 2010 von klaus63
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135 Beiträge · seit 200916. Aug. 2011 · #101
Hallo lilytrotter,
danke für die ausführliche Antwort. Jetzt muss ich aber nochmal blöd fragen. Wo befindet sich denn das "Agab Rudel"???...und wird dieses Rudel auch von dem P. Stander betreut???
liebe Grüsse
Tamara
4'129 Beiträge · seit 200817. Aug. 2011 · #102
Hallo, Landblume!

Das Agab Rudel lebt bevorzugt in der Region des Agab River, ca. 50 km südl. von Palmwag.
http://www.desertlion.info/gpscollars/gps_18.html

Schau mal auf der Seite von Desertlion, unter - Prides -, da kannst du auch die anderen Rudel nachschauen, derer gibt es 9.
Naja, - also jetzt nur noch 8.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
135 Beiträge · seit 200924. Aug. 2011 · #103
Vielen lieben Dank lilytrotter 😉
2'338 Beiträge · seit 200701. Nov. 2011 · #104
Hallo zusammen

Bitte schaut euch dieses Video an:

Bei YouTube ansehen ↗



Zum Schluss des Films erklärt Philip Stander den Einheimischen, dass sie die Löwen töten dürfen, wenn sie sich über ihre Tiere hermachen 🙁 .

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
983 Beiträge · seit 201101. Nov. 2011 · #105
Hallo Erika,
das ist nur ein Ausschnitt aus einem TV-Bericht über den Schutz der Wüstenlöwen. Ich habe gesehen, wie der Bericht weitergeht. Der Naturschützer will nicht wirklich, dass die Löwen getötet werden. Er sagt hinterher, dass er den Lokalen nur aus taktischen Gründen gesagt habe, sie könnten die Löwen ja töten. Die Löwen werden dann auch nicht getötet, zumindest behauptet das der TV-Bericht.
Beste Grüße
Ralf
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2011
1'737 Beiträge · seit 201001. Nov. 2011 · #106
Hallo zusammen

das ist die deutsche Reportage zu diesem Ausschnitt von Juli 2008

Die Rückkehr der Wüstenlöwen

Ich bedaure ebenfalls sehr, dass es noch immer kein vernünftiges Miteinander zwischen Mensch und Tier gibt. Doch stellt sich für mich noch immer die Frage, in welcher Höhe erhalten die Himba und Herero in Puros eine Entschädigung für den Verlust Ihrer Tiere aus den Einnahmen der absolut überteuerten Touristen-Touren zu den Wüstenlöwen und Philip Stander. Es ist Ihr Land. Wenn es vermarktet wird, müssen nach meiner Meinung die Bedingungen auf beiden Seiten stimmen. Es kann wohl nicht sein, dass "einer" sein Forscherleben finanziert, andere dafür mit Ihrer Existenzgrundlage zahlen sollen.

Vielleicht kennt ja jemand von Euch die Modalitäten, wie speziell in diesem Gebiet der Verlust durch Raubtiere entschädigt wird.

LG
Botswanadreams
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
4'129 Beiträge · seit 200801. Nov. 2011 · #107
Es geschieht dort oben in Himbaland nichts, was nicht durch Mr John Kasaona abgesegnet ist!

Mr John Kasaona selbst betont seinen Stolz darüber, dass sie nun wieder so viele Löwen haben, dank ihrer tierschützerischen Aktivitäten!


Zu den
Einnahmen der absolut überteuerten Touristen-Touren zu den Wüstenlöwen und Philip Stander.
Philip Stander macht keine Touristen-Touren, um damit erhebliches Geld zu verdienen, der erhält sein Geld von ganz anderen Quellen, die er selbst generiert. Die Touren nützen den ansässigen Touristenunternehmen (auf deren Mithilfe Stander angewiesen ist) und geben nebenbei der ansässigen Bevölkerung einen Einblick darin, dass man außer durch Jagd, mit Löwen und Naturschutz Geld verdienen kann. Sie erhalten Ausbildung und haben Einnahmen von dem Projekt und solchen Touren.

Das alles geschieht, wie schon erwähnt, unter der genauen Beobachtung des IRDNC und der Himba-Chiefs!
Es fließt permanent Geld in die Kassen der Chiefs. Glaubt nicht, das sich ein Stander da oben irgendwelche Unregelmäßigkeiten leisteten könnte, er wäre sofort erledigt. Wenn dort irgendwas nicht bei den Geschädigten ankommt, so ist das ein Problem der internen Verteilung im Stammessystem, da sind permanent alte Rechnungen offen...


Und diese Touren sind in keiner Weise überteuert, für das, was dort geboten wird. Jeder Professor vom Format eines Philip Stander erhält ein Mehrfaches an Gage, allein schon für einen Vortag. Es ist nebenbei sehr ungewöhnlich, an der Arbeit eines Forschers teilnehmen zu können, das ist etwas ganz Besonderes.
Es entbehrt jeglicher Grundlage, zu glauben, dass Stander mit 4 Touren im Jahr sein Forscherleben finanzieren würde. Es tut mir leid, Botswanadreams, aber du hast keine Ahnung, wovon du sprichst.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2011
1'737 Beiträge · seit 201001. Nov. 2011 · #108
Hallo lilytrotter

ich habe nicht behauptet, dass Mr. Stander Touren veranstaltet. Dass sie jedoch aus meiner Sicht in 2009 überteuert waren, kann ich sehr wohl beurteilen. Für mich waren 4 Tage, 3 Nächte ab/bis eine Lodge in der Region pro Person mit 1200 € überteuert (max. Teilnehmerzahl 8 = 9600 €). Ich hatte ein Angebot dafür. Vielleicht mögen für andere solche Beträge angemessenen sein, für mich nicht. Auch heute noch steht auf der Desert Lion Seite 2-4 Personen haben die Mögichkeit ..., bei der neu gegründeten "Kunene Conservancy Safaris" - in 2009 war es noch ein anderes Unternehmen - ist die Mindestteilnehmerzahl 2, maximal 9 Personen pro "Desert Lion Safari with Dr Philip Stander".

Meine Frage war nur, ob jemand weiß, wie die Entschädigung für Verluste geregelt ist.

Botswanadreams
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
4'129 Beiträge · seit 200802. Nov. 2011 · #109
Hi, Botswanandreams!
Meine Frage war nur, ob jemand weiß, wie die Entschädigung für Verluste geregelt ist.
Du hattest zuvor geschrieben:
Es kann wohl nicht sein, dass "einer" sein Forscherleben finanziert, andere dafür mit Ihrer Existenzgrundlage zahlen sollen.
Du hattest nicht nur gefragt, du hattest die Behauptung aufgestellt, dass Stander sich auf Kosten der Bevölkerung sein Forscherleben finanzieren würde. Das ist absurd.
Und darauf war ich eingegangen.



Noch mal: Es fließt Geld, und zwar von Desertlion zur Bevölkerung, bei jedem nachgewiesenen Riss.
Es fließt viel Geld, durch Jagd in den Hegegebieten. Erst durch das Löwenprojekt sind die hohen Jagdquoten dort möglich geworden. Das ist sehr viel Geld, was in die Kassen der Local Conservancys fließt, soviel wie nie zuvor, bevor es das Projekt gab. Sie sind erfreut.
Es bestehen durch Desertlion qualifizierende Ausbildungsprojekte und auch am großen Kunene People Park Projekt, das endlich den Himba mehr Einnahmen aus den (bisher kostenlosen) Aufenthalten von allen Touristen/Touren auf ihrem schönen wilden Land ermöglichen soll (nicht nur von den Touren der ortsansässigen Anbieter), ist Desertlion beratend beteiligt. Dort läuft alles Hand in Hand. Denk nicht, dass sich die Chiefs die Butter vom Brot nehmen lassen würden. Die Clans stehen gut da. Ein Philip Stander arbeitet dort aufgrund der Erlaubnis der Chiefs, sie wünschen es. Wäre es irgendwann nicht mehr so, dann wäre sein Projekt erledigt.
Und was dort gesellschaftlich an Problemen durch das Tribal System existiert, ist nicht von anderen zu verantworten.
Das müssen die selber untereinander regeln.

Vielleicht ist es jetzt deutlicher.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2011
1'737 Beiträge · seit 201002. Nov. 2011 · #110
Hi lilytrotter,

besten Dank für Deine Belehrungen. Was darf ich denn nun aber bei Deinen Kenntnissen unter viel und sehr viel verstehen? Leider konnte ich keinen Report mit konkreten Zahlen zum Desert Lion Projekt finden.

Botswanadreams
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4'129 Beiträge · seit 200803. Nov. 2011 · #111
Hi, Botswanadreams!

Du schreibst:
Leider konnte ich keinen Report mit konkreten Zahlen zum Desert Lion Projekt finden.
Echt? 😉 Wo hast du denn gesucht?

Esel:
Es gibt übliche Sätze, die man als Fahrzeugführer in Nam zuzahlen hat: Toter Esel, kostet m.W. 1000 NAD.
Jagd:
Das kann man auch so ermitteln, aus dem was in den letzten Jahren in der Zeitung stand und was in den Jagdangeboten steht. Das deckt sich ungefär.
Z.B. Abschuss eines Mähnenlöwen: 26.000 US$.
Von allen Abschüssen der Gäste der PH’s in den Hegegebieten ca. 1/3 an die jeweilige Conservancy. Und es wird dort oben viel und alles bejagd.
Und wie wir in den letzten 2 Jahren lesen konnten, besonderes gern alte Mähnenlöwen mit Collar. Die Trophäe eines schwarzen Mähnenlöwen bringt am meisten Geld.


Das ist im Himbalaland sehr viel Geld.


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 03. Nov. 2011