Die AZ ist ja mal ziemlich deutlich!
Da kann einem ja der Hut hochgehn, wenn man das alles so liest.
Die torpedieren da oben die wissenschaftliche Forschung von Philip Stander und ihre eigene potentielle touristische Entwicklung. Das Projekt ermöglicht der lokalen Bevölkerung zusätzlich hohe zusätzliche Einnahmen, durch Trophäenjagd und von Desertlion selbst– welche, wie man nun vernimmt, vornehmlich von den lokalen Chiefs einsackt wurden, anstatt, wie geplant, der Bevölkerung zugute zu kommen. Ein typischer Skandal, mit großer Wirkung.
The Namibian schreibt auch was:
http://www.namibian.com.na/news/full-story/archive/2011/july/article/pride-of-desert-lions-poisoned/http://www.namibian.com.na/news-articles/national/full-story/archive/2011/july/article/desert-lions-face-uphill-battle/Sagte Erika es nicht schon vor einem Jahr? Die Löwen werden an die Menschen gewöhnt... Letztendlich hatte sie Recht. Und es war ein „Bärendienst“, den man den Löwen damit erwiesen hat. Hmm. Recht hat sie.
Die Gutmütigkeit Philip Standers und das Laissez-faire vom MET rächen sich nun:
Auf Wunsch der Locals (die sich zusätzliche Einnahmen versprachen, von Führungen zu dem Löwenrudel), hatte Philip Stander -er wird diesen Fehler sicher nie wieder machen- in wochenlangem Training, das recht standorttreue, aber sehr scheue und zuvor sehr selten sichtbare Hoarusib Rudel in den Foodplains an Fahrzeuge gewöhnt. Das hatte geklappt und alle waren ihm dankbar, denn nun konnte man verlässlich Löwen zeigen, das war attraktiv und brachte neue Einnahmen.
Es brachte auch zusätzliche Gefahr.
Löwen, die an Autos und zunehmend an schwätzende und aus dem Fahrzeug steigende Helden gewöhnt sind, gehen weiter. Weiter in die Dörfer, zu den Menschen, denn sie sind nicht mehr scheu! Sie treffen dort auf schmackhafte dumme Esel. Einmal das Blut des „Easy Food“ geleckt, kehren sie immer mal wieder zurück und werden mehr und mehr zur Gefahr.
Das Drama nimmt seinen Lauf.
Auch die mehrfachen extrem aufwändigen Umsiedlungsaktionen des Rudels und die Feuerwachen haben nicht verhindern können, dass Purros die Geister, die man rief, nun nicht mehr los wurde.
Und da kommt es doch wie gerufen, dass das Gift vor Ort wächst. Strychnin „löst“ das Problem der Locals und exekutiert die wissenschaftliche Arbeit von Philip Stander und nebenbei ihre eigene Einnahmequelle.
Ein Rückfall in die Barbarei, kriminell, sehr dumm und kurzsichtig.
Gruß lilytrotter
@helmar
Ja, ja, ich hatte das zwar schon gepostet, aber vielleicht wäre es sogar sinnvoller gewesen, für dieses Drama deinen neuen Thread zu nutzen. Aber nun bleib ich hier.
Über das, was da oben seit eineinhalb Jahren geschieht, kann man eigentlich gar nicht genug reden. Das ist ja echt pervers.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt