JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202122. Apr. 2025 · #21
Logi schrieb:
Drongo natürlich.
LG Logi
o.k. danke, hätte ich wegen der roten Augen auch gedacht. Andererseits flogen vor unserem Haus ständig diese Stare rum, die ja im Sitzen dem Drongo recht ähnlich sehen und ihre fahlen Flügelpartien einklappen, so dass ich mir im nachhinein unsicher war.
JP K schrieb:Kalahari Game Lodge Fortsetzung Von den Skorpionen und Schlangen, die sich angeblich auch an den Hütten aufhalten sollen laut dem Lodgepersonal und das uns vor diesen Tieren gewarnt hatte bei unserer Ankunft, war weit und breit keine Spur.
Diese Warnung war nicht ganz unbegründet: Wir haben die Nacht von 5. auf 6. März (also vermutlich einen Tag vor Euch) auf der Kalahari Game Lodge verbracht und beides dort hautnah erlebt 🙂 : den Skorpion im Bett und die Kapkobra am Pool.
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht und die gelungenen Fotos (ganz besonders von dem süßen Uhu)!
Liebe Grüße, Dietmar
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202123. Apr. 2025 · #23
KTM schrieb: Diese Warnung war nicht ganz unbegründet: Wir haben die Nacht von 5. auf 6. März (also vermutlich einen Tag vor Euch) auf der Kalahari Game Lodge verbracht und beides dort hautnah erlebt 🙂 : den Skorpion im Bett und die Kapkobra am Pool.
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht und die gelungenen Fotos (ganz besonders von dem süßen Uhu)!
Hallo JP K, Das sind wunderschöne Fotos! Sie steigern meine Vorfreude noch mehr, sofern das überhaupt möglich ist. Wir fliegen am 1. Mai. In Gocheganas waren wir auch schon. Die Kobra ist riesig und einen Skorpion im Bett....gut dass du das schreibst. Wir lassen uns doch meist sehr unbedarft in die Betten fallen. Da müssen wir vorsichtiger werden.
Ich freu mich darauf wie es bei euch weitergeht. Liebe Grüße, Silvia
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202124. Apr. 2025 · #25
Hallo Silvia, der Scorpion im Bett kommt von KTM / Dietmar, das war ich nicht. Aber später in meinem Bericht wird es auch von mir noch ein Scorpion-Foto geben, bleib dran 🙂 Vielen Dank, dass Dir meine Fotos gefallen.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202124. Apr. 2025 · #26
Quivertree Forest Rest Camp
Auf der C15 und C17 ging es Richtung Keetmanshoop. Schnurgrade Strassen, entspanntes Fahren, immer mal wieder hat die Farbe des Sandes sich geändert, aber insgesamt sehr trocken, trotz gelegentlicher Pfützen am Strassenrand.
Bevor wir im Quivertree Forest Rest Camp eincheckten, sind wir etwas durch Keetmanshoop gegangen, haben eingekauft, im Spar was gegessen und das Museum besucht, das ich recht eindrücklich und besuchenswert fand. Das Museum befindet sich in dieser alten Kirche.
Auf den hundert Jahren alten Bildern sind mir die Gesichtszüge insbesondere der Nama-Frauen aufgefallen, die auch heutzutage noch vorherrschen. So habe ich dann später mein gelerntes Wissen bei einer Frau bestätigend nachgefragt, ob sie Nama sei, und bei einer anderen Kellnerin im Canyon Roadhouse gefragt, wo sie denn herkomme, sie schiene mir nicht aus dieser Gegend zu sein (weil sie nicht die Nama-Gesichtszüge hatte). Damit lag ich auch richtig, denn sie kam aus dem Norden Namibia’s, aus Kavango.
Erstaunlich, dass Spar sich aus Deutschland völlig zurückgezogen hat, und in Namibia den LEH mit dominiert. Leider habe ich am Spar einen Hund angefahren, als ich ausstieg um nach ihm zu sehen, lief er humpelnd auf drei Beinen davon. Ich habe immer noch ein schlechtes Gefühl, wobei der Hund die Verkehrsregeln nicht beachtet hatte, nicht ich.
Am Bahnhof kein Zug weit und breit zu sehen, der Bahnsteig verlassen. Diese ausrangierte Lok kommt ausnahmsweise nicht aus Deutschland.
Im Forum habe ich immer die Bilder von Rosenköpfchen gesehen, nun kann ich ebenfalls eines beisteuern.
Die Lodge machte einen sehr gemütlichen Eindruck, draussen viele Sitzgelegenheiten auch im Schatten. Es hatte wieder deutlich über 30 Grad, tagsüber war Schatten unerlässlich, die Sonne brannte herab, es gab kein Regen für uns, allerdings war auf dem Weg zu den Quivertrees ein grosser See entstanden.
Diese Lodge war die günstigste Unterkunft während unserer Reise, ich fand das Preis/Leistungsverhältnis o.k. Die Zimmer waren recht basic, man hält sich nicht gerne darin auf. Das Essen war schmackhaft, wir hatten Halbpension gebucht. Eine Nacht fiel der Strom aus, so dass wir keine AirCon hatten, wir konnten kaum schlafen, es war auch nachts heiss. Das Betreiber-Ehepaar fand ich schrullig-nett, beide seit vielen Generationen weisse Namibianer. In Gesprächen mit ihnen konnte man die typischen Vorbehalte erkennen, die die weisse Bevölkerung gegenüber der anscheinend zunehmend durch Schwarze dominierten Regierung hat – es scheint auch in Namibia zunehmend „nicht mehr alles so gut zu funktionieren wie früher, als die Weissen noch mehr Einfluss hatten“.
Täglich um 17 Uhr wird zur Gepardenfütterung gebeten, wir haben uns dann auf die Steintribüne gesetzt. Die beiden Geparden, die die Lodge anscheinend weiter halten darf, kamen schon etwa 30 Minuten vorher vom Freifeld ans Gehegegatter und warteten auf ihre Fleischbrocken. Tolle Fotos durch den Zaun sind nicht entstanden, daher schenke ich mir mal die Bilder hier einzustellen. Danach wurde es Zeit, sich für den Sonnenuntergang zu den Bäumen zu begeben.
Diese Agame hatte es mir angetan, daher bin ich den nächsten Tag morgens und abends zum Wald hinspaziert und habe ich auf die Suche begeben nach den Agamen und den Klippschliefern, im nächsten Post mehr von den Tieren.
Was ist ein Forrest, also ein Wald? So sieht der Wald hier aus, nicht wirklich ein dichtes Kronendach, sondern eher ein paar Bäume hier und da.
Nachtfotos mit der Milchstrasse habe ich nicht gemacht, dazu scheine ich einfach zu doof zu sein. Hinzu kommt, dass Vollmond grade an dieser Lodge war, also der Nachthimmel war ohne Wolken hell erleuchtet, da wird die Milchstrasse sowieso nicht sichtbar.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202126. Apr. 2025 · #27
Quivertree Forest Rest Camp Fortsetzung
Morgens nach dem Frühstück bin ich dann zu den Quivertrees gelaufen, um mich der Tierwelt zu widmen. Dies gelang auch recht ordentlich, ich bin zufrieden mit der fotografischen Ausbeute. Gleich an der Pforte des Waldes werde ich auf ein Pärchen Rotstirn-Bartvögel aufmerksam:
Morgens müssen auch die Klippschliefer erst einmal aufwachen und gähnen um die Wette.
Auch bei den Klippschliefern gibt es Nachwuchs
Die Kaprussmeise hat ihr Höhlennest in einen der Quivertrees hineingebohrt oder von einem anderen Vogel die Höhle übernommen.
Besonders angetan haben es mir die Agamen, die von Stein zu Stein flitzen, um den besten Sonnenplatz zu finden. Ich habe die etwas genervt, da ich ja einen guten Fotostandplatz finden wollte und bin ihnen hinterhergehechelt, ich war mindestens genauso leichtfüssig auf den Steinen wie die Echsen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der Fotohintergrund weit entfernt und im Schatten liegt, so dass ich die Agame vor einem schwarzen Hintergrund freistellen konnte. Die Agame selbst sonnt sich im gleissenden Sonnenlicht, und ich habe sehr stark abgeblendet. So bringt fotografieren Spass.
Das weisse unter dem Baum im Vordergrund ist von den Klippschliefern.
Tagsüber an der Lodge wieder Rosenköpfchen.
Zum Sonnenuntergang wieder zu den Quivertrees. Es zeigte sich, dass am späten Nachmittag die Klippschliefer die Sträucher am Rande des Geländes auchsuchen, um nach Nahrung zu suchen.
Es gibt ja noch den Giant’s Playground ganz in der Nähe als eine weitere Touristendestination, da waren wir aber nicht, denn Steine gabs ja auch am Quivertree Forrest. Und bei Mesosaurus waren wir zwar, aber irgendwie haben wir niemanden dort gefunden, der uns erklärt was es zu sehen gibt, also haben wir das dann auch ausgelassen.
Das sind echt alles wunderschöne Bilder. Wir waren im März nach dem KTP auch im Köcherbaumwald und haben auch so viele Klippschliefer gesehen. Rosenköpfchen aber diesmal keine.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201027. Apr. 2025 · #29
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202129. Apr. 2025 · #30
Fish River Canyon
Die Fahrt von Keetmanshoop zum Fish River Canyon ging erst einmal über die geteerte B1 bis Grünau, danach über die C12. Wie man sieht, können die Namibier gerade Strassen bauen. Vor uns die Karasberge.
Ab hier isset die C12, die Vegetation wird trockener. wir sind häufiger an Bahnschienen längsgefahren auch nach Lüderitz, ab wir haben nie einen Zug fahren sehen.
Das Canyon Road House ist ausstaffiert mit alten Rostlauben, ähnlich wie Solitaire. Das ist schon recht cool gemacht, aber Leute die die Welt bereisen können darin wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal mehr erkennen. Hier gibt es übrigens auch Diesel zu tanken, man muss also nicht ängstlich auf die eigene Tanknadel achten. Generell gab es für uns in jedem Ort in dem wir waren bzw. auf jeder Fahrstrecke genügend Tankstellen, und immer war auch Diesel vorhanden. Vorbei die Zeiten, in denen Tankstellen nichts zu tanken hatten.
Drinnen setzt sich der aufgesetzte Eindruck einer Möchtegern-Trucker-Raststätte fort: so sieht das Restaurant von innen aus
Meine Reaktion beim Einchecken: abgeklärtes Lächeln, alles schon mal in jungen Jahren so ähnlich gesehen, erinnert an USA, damals hab ich den Mund vor lauter Staunen nicht wieder zu gekriegt, heute denke ich: lasst Euch mal was Neues einfallen. Trotzdem: alle Requisiten sind hochglanz-gepflegt, das äussere Wüstenambiente passt zum Thema, ungezwungene Atmosphäre, hier lässt es sich gut übernachten. Insgesamt haben wir uns sehr wohlgefühlt, das Zimmer war nett und sauber eingerichtet, es gab wieder eine funktionierende Klimaanlage, das Frühstücksbüffet hatte genügend Auswahl. Dies hat allerdings auch seinen Preis, im Vergleich zum Quivertree Forest Restcamp kostete die Nacht fast doppelt so viel, und das ohne Abendessen. Nur das A-la-Carte-Abendessen war etwas zu amerikanisch inspiriert. Auf der Rückseite des Roadhouses:
Zwischendurch mal ein herzliches Dankeschön für deinen schönen Bericht. Wie herrlich, wenn alles so grün ist und so viele Blumen blühen! Auch deine Fotos gefallen mir sehr. , Liebe Grüße und eine gute Zeit, Sue
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202103. Mai 2025 · #32
Fish River Canyon 1. Fortsetzung
Am nächsten Tag sind wir natürlich den Fish River Canyon mit seinen diversen Aussichtspunkten abgefahren, was schon recht beeindruckend ist. Mein Grand Canyon Besuch in den USA liegt ausreichend lange, nämlich 35 Jahre zurück, so dass ich vom Anblick des Fish River Canyons nicht enttäuscht wurde. Die Eintrittsgelder hier in Namibia sind ja immer noch moderat im Vergleich zu Attraktionen in anderen Ländern. Zuerst haben wir den Hauptansichtspunkt angefahren
Danach sind wir zum Hiker’s Viewpoint gefahren, an dem es einen Pfad in den Canyon gibt.
Danach ging es in die andere Richtung, 16 Kilometer kaum befahrene Piste mit zwei weiteren Lookouts, deren Namen ich mir aber nicht gemerkt habe. Während der Haupt-Aussichtspunkt sowie Hiker’s Viewpoint gut besucht waren, ist kaum jemand in die andere Richtung die lange Strecke gefahren, wir sind keinem anderen Auto begegnet. Jedoch lohnen sich die Ausblicke gerade auf dieser Strecke, wir sind immer mal wieder angehalten und sind ein paar Meter gelaufen bis zum Canyonrand, die Ausblicke fand ich spektakulär. Hier kommen ein paar Bilder ohne weitere Kommentare.
Auf dem Rückweg zum Roadhouse haben wir noch Zebras und Oryxe am Wegesrand fotografiert.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202107. Mai 2025 · #33
Fish River Canyon 2. Fortsetzung
Wir haben einen Ausflug nach Ais Ais gemacht. Auf dem Weg kamen wir an diesem unterwässerten Baum vorbei, der zu einer Fotosession einlud.
Ais Ais besteht aus nichts weiter als dem Talausgang des Fish River Canyons, sowie dem Hotelkomplex mit seinen heissen Quellen. Einige Camper waren auf dem Campingplatz. Ob die wohl die Wanderung durch den Canyon auf dem Programm hatten? Jedenfalls war es brüllend heiss, ich hätte keinen Spass bei der Temperatur lange zu wandern. Die natürliche Quelle ist tatsächlich sehr heiss, um die 60 Grad Celsius, ich habe meinen Finger reingehalten.
Die Bademöglichkeit war Indoor, die Hotelzimmer hatten eine direkte Zugangsmöglichkeit zum Pool. Wir waren die einzigen, die ins Wasser gegangen sind, und fraglich ist, ob aufgrund der geringen Gästenutzung die Anlage überhaupt regelmässig gereinigt wird. Alles sah so trostlos verlassen aus und wie lange nicht genutzt. Allerdings hatten wir nicht den Eindruck, dass das Wasser verdreckt ist.
Eingang bzw. Ausgang des Tals. Ich bin etwa 20 Minuten reingewandert, es gab nichts zu sehen.
Vorher hier das Frühstücksbuffet im Canyon Roadhouse – ansprechend präsentiert und reichhaltig.
Auch draussen auf der Terrasse stand ein Auto.
Sonnenuntergang am Canyon Roadhouse.
Das Canyon Roadhouse hatte einen Pool, dessen Wasser recht frisch war, es diente tatsächlich zur Abkühlung an einem heissen Tag. Trotzdem wurde es schnell langweilig am Pool, so dass der mitgebrachte Fotoapparat zum Einsatz kam.
Bergschmätzer
Rotstirn-Bartvogel, dem es auch recht heiss war. Die Wüste bietet nicht viel natürliche Wasserquellen, da sind Menschengemachte Hilfen gern genommen.
Nochn paar Autofotos vom Roadhouse
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202111. Mai 2025 · #34
Fish River Canyon 3. Fortsetzung
Beim Hobas-Parkeingang zum Fish River Canyon hatten es die Angestellten nicht eilig. Man merkt, es ist ein öffentlicher Arbeitgeber.
Vögel am Parkeingang, während ich ein Eis gegessen und ein Bier getrunken habe. Fiscalwürger
Berg-Schmätzer
Maskenweber
Red-eyed Bulbul
Während beim ersten Besuch am Canyonrand der Fish River furztrocken war, rauschte nun, zwei Tage später, das Wasser den Strom runter. Die Regenfälle irgendwo am anderen Ende des Fish Rivers waren ergiebig, und das Wasser bahnt sich seinen Weg. Der Fischfluss ist mit 650km der längste Fluss Namibias.
Dann am folgenden Tag war es Zeit, zum nächsten Ziel aufzubrechen. Die Wüste blüht.
Auf der Fahrt nach Aus kommen wir am Naute Damm vorbei, in dessen Nähe der Weinanbau auf riesigen Flächen betrieben wird.
Der Fish River, wie er von weit her kommt und voll Wasser ist vom Regen
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201412. Mai 2025 · #35
Hallo JP K,
ich habe im Moment kein Bestimmungsbuch griffbereit, aber ich werfe bei deinen zwei "? Birds" mal Fiscalwürger und Bergschmätzer in den Ring.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202113. Mai 2025 · #36
Danke, Konni, ich hab mal meine Fragezeichen entsprechend geändert.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202113. Mai 2025 · #37
Klein Aus Vista
Nächster Stop Klein Aus Vista für 3 Nächte, wir hatten das Desert Vista Chalet aus dem Eagle’s Nest. Die Chalets sind ja ganz herzallerliebst, in den Hang hineingehauen, komplett aus Stein, tolle Atmosphäre, mit schöner Veranda. Leider hat es häufig so stark geregnet, dass auch durch den Wind die Veranda nass wurde, so dass ich den Regen nicht unter dem Verandadach geniessen konnte wie ich eigentlich wollte.
Auch wenn die Chalets ausgelegt sind für Selbstversorger, haben wir Halbpension gebucht. Das Restaurant im Haupthaus ist stilvoll, und insbesondere morgens haben wir immer das Frühstück draussen auf dem Balkon eingenommen. So mussten wir täglich 7 Kilometer von unserem Chalet zum Restaurant mit dem Auto fahren.
Wir haben am ersten Abend gleich eine Sundowner-Tour gebucht, da für die folgenden Tage heftiger Regen vorhergesagt war. Auf der Tour kam man an Steinmauern vorbei, die noch aus dem Ersten Weltkrieg stammen und als Wehrbefestigungen dienten. Hier in Namibia wurden Fronten gebildet, Südafrikaner, die auf der Seite der Briten kämpften, und Deutsche standen sich gegenüber. Nach einigen Gefechten in verschiedenen Teilen Deutsch-Südwestafrikas kapitulierten die Deutschen vor der Übermacht der Buren und liessen sich gefangen nehmen. Die Schutztruppler wurden in einem Lager in Aus gefangen gehalten bis zum Ende des Krieges. Das Gefangenenlager lässt sich auch besuchen, was wir aber nicht gemacht haben.
Danach ging es in die Geisterschlucht. Dort steht ein Gerippe eines alten Autos, der Diamantenschmugglern als Fluchtfahrzeug vor der Polizei diente. Es kam in der Geisterschlucht zu einem tödlichen Schusswechsel, das Fluchtfahrzeug wurde von Polizeikugeln durchsiebt, wie man noch deutlich sehen kann.
Am Eingang zur Geisterschlucht hat der Eigentümer der Klein Aus Vista Farm seine Privatgemächer, die wir aber nur aus der Ferne sehen konnten. Es war jedoch ein beeindruckend grosses Anwesen, was man so von Weitem erkennen konnte.
Ein Einhorn gibt es auch auf der Farm.
Und natürlich sind die Hauptattraktion die wilden Pferde bei Garub. Uns wurde erklärt, dass die Pferde der Farm zwar wild gehalten werden, aber nicht zu den berühmten Wildpferden gehören. Trotzdem, ein schönes Fotomotiv geben sie allemal ab. Tatsächlich trennt die Farmpferde und die Wildpferde nur der Farmzaun, und wir konnten auf beiden Seiten des Zauns Pferde sehen. Zum Abschluss gabs einen Sundowner, bevor es zum Abendessen im Dunkeln wieder ins Restaurant ging.
im Hintergrund unser Chalet
Wandern kann man auf der Farm auch, es gibt ausgeschilderte Wege. Allerdings hat es bei unserem Aufenthalt häufig geregnet, so dass der Regen die Wanderversuche nach kurzer Zeit zunichte gemacht hat.
Die Farm weist beim Einchecken auf Chamäleons hin, die anscheinend tagsüber häufig die Wege kreuzen, und man möge bitte langsam auf dem Gelände fahren und für Chamäleons bremsen. Leider ist uns keines begegnet. So häufig ich auch in alle umliegenden Büsche gespäht habe.
Im Haupthaus der Lodge hat es einige Vögel in der Luft, insbesondere Mausvögel, sowie Mäuse am Boden.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202115. Mai 2025 · #38
Klein Aus Vista 1. Fortsetzung
Auf zu den Wildpferden in Garub. Man muss etwa 30 Kilometer von der Farm fahren bis zu dem Aussichtspunkt. Zuerst begrüßen uns auf dem Weg dorthin auf den Strommasten sitzend zwei Raubvögel: ein Kampfadler und ein Steppenfalke.
Die Landschaft ist beeindruckend, sehr trocken, es wächst nicht viel. Wie immer kommts auf den Bilder weniger rüber als im echten Leben. In den nächsten Tagen wird es regnen, wir werden nach Lüderitz fahren, und auf der Rückfahrt von Lüderitz hat sich dann ein grünlicher Flaum über die Landschaft gelegt, von der ich aber kein weiteres Foto gemacht habe. Jedenfalls ist für die Pferde dann für ausreichend Nahrung gesorgt.
Und immer wieder führt die Strasse geradeaus.
Von der B4 abbiegend zum Pferdeaussichtspunkt erwarten uns zwei Pferde. Eines davon nutzt unser Auto, um sich zu jucken und zu kratzen.
Am Aussichtspunkt angekommen, sehen wir eine Gruppe Strausse an der Wasserstelle.
Später kommt ein einzelnes Pferd aus der Ferne angeschlichen, es dauert 10 Minuten, ehe es aus unserem Fernglaus heraus zur Wasserstelle schafft.
Meine Vorstellungen von den Wildpferden der Garub vor der Reise und die echte Wirklichkeit musste ich erst einmal übereinander bringen. Ich habe mir immer vorgestellt, dass eine große Herde Pferde durch die Wüste stromert und nur selten zu sehen ist aufgrund der weiten Ausdehnung der Wüste. Tatsächlich waren aber zu jeder Gelegenheit, die wir die B4 entlang fuhren, Pferde zu sehen, teilweise standen oder liefen sie alleine, teilweise in kleineren Grüppchen von max. 10 Tieren. Andererseits soll ja die Gesamtzahl der Pferde zwischen 120 und 200 betragen, die nicht sichtbaren Pferde sind also tatsächlich hinter den Hügelketten unterwegs und kommen nur sporadisch zur Tränke.
Einige Oryxe sind in der Ferne auszumachen. Die Luft flimmert in der Mittagshitze.
Natürlich sind wir auch zur Bahn-Haltestelle Garub gefahren und haben Fotos gemacht von diesem Lost Place.
Nach Aus sind wir auch gefahren, einmal um zu tanken, das andere mal haben wir uns Mittagessen, Kaffee und Kuchen gegönnt im Bahnhofshotel, was von einer deutschsprachigen weissen Namibierin gemanagt wird. Wir sassen auf der Veranda draussen, sind gar nicht rein gegangen. Die ganze Hotelatmosphäre war danach, als wenn man sich in einem deutschen Hotel befand, alles sehr gepflegt und altbacken-schick. Nur die Bedienungwar nicht danach, die hatten nichts zu tun, hingen zusammen rum und unterhielten sich lautstark in der Gruppe untereinander.
bei so vielen schönen Berichten gleichzeitig im Forum verliert man fast die Übersicht. Aber nun habe ich Deinen entdeckt, in einem Rutsch durchgelesen und erfreue mich gerade u.a. an den tollen Bildern. Mit der Vogelwelt hattest Du viel Glück. Rotstirn-Bartvögel sowie Rosenköpfchen konnte ich noch nie ablichten. Aber mein Highlight waren der zuckersüße Klippschliefer-Nachwuchs und auch die herzhaft gähnenden Klippschliefer 😄 Nun bin ich gespannt, was noch so kommt.