JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202118. Mai 2025 · #41
Klein Aus Vista 2. Fortsetzung
Auf der Klein Aus Vista Farm sind wir eigentlich täglich dem Einhorn, hier unter einem Baum im Schatten, und dem Vogel Strauss begegnet.
Unser Desert Vista Chalet bei Tag und bei Nacht. Es war fast Vollmond, daher konnte man die Milchstrasse nicht erkennen, ausserdem hätte ich auch nicht gewusst, wie ich die auf einem Foto sichtbar machen kann
Am nächsten Tag sind wir wieder zur Pferdetränke gefahren, mit dem Fernglas konnte man wieder Pferde antraben sehen, diesmal waren es 5 Pferde. Kurz vor der Tränke verfielen die Pferde in einen flotten Trab, sie schienen wohl recht durstig zu sein, sie haben lange getrunken.
Zurück auf der B4 haben wir bei den Pferden angehalten, die dort herumlungerten. Sie waren sehr neugierig und schauten in unser Auto rein. Vielleicht wird ihnen von anderen Touris ja auch was zu Essen angeboten, bei uns gabs jedenfalls nicht ausser Streicheleinheiten.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202121. Mai 2025 · #42
Lüderitz
Es geht nach 3 Nächten nach Lüderitz, wo wir 4 Nächte zu bleiben gedenken. Die Zeit in Lüderitz war leider geprägt von sehr viel Nebel die ganzen Tage, so dass wir eine bereits für morgens reservierte Bootstour all die Tage nicht machen konnten. Zwar hat der Veranstalter mittags nach uns gefragt, aber da waren wir immer unterwegs. Die Ankündigungen, dass die Tour dann mittags durchgeführt wird, war immer sehr kurzfristig. Hier eingestellte Fotos mit blauem Himmel sind am 3. oder 4. Tag gemacht, die ersten beiden Tage war es diesig neblig, teilweise regnerisch. Trotzdem war Lüderitz ein Foto-Highlight, insbesondere wegen Kolmanskop – diese Geisterstadt ist fotografisch gesehen herausragend empfehlenswert!!!
Vor den Toren von Lüderitz, d.h. etwa 10km, liegt an der Einfallstrasse linker Hand Kolmanskop, was auch eins unserer Ziele sein wird. Jetzt, vor dem Einchecken, reichen Distanzfotos von der B4 aus.
Bei der Einfahrt nach Lüderitz werden wir von netten Stadtschildern begrüßt.
Untergekommen wind wir im Hotel Alte Villa, dort bekommen wir das Dachgeschosszimmer, das ausreichend gross mit vielen Dachschrägen ist. Wir haben einen schönen Ausblick Richtung Meer. Das Zimmer war geräumig und gemütlich, insbesondere wegen des Regens und der ausgefallenen Bootstouren haben wir dort viel Zeit mit Lesen auf dem Sofa verbracht. Das erste Foto ist vom ersten Tag, das zweite ist vom dritten Tag nachmittags mit blauem Himmel. Das Grundstück ist von einer hohen Mauer umgeben mit einer abgeschlossenen Gartentür, das Auto wird auf dem Grundstück geparkt.
Täglich gabs ab 14:00 Uhr ein Stück Kuchen und Kaffee zum selbstbedienen aufs Haus, wovon wir eigentlich immer Gebrauch gemacht haben. An der Strassenauffahrt zum Hotel liegt diese alte Turnhalle, das Gebäude ist jetzt Vereinsheim für Deutschstämmige.
Die Stadt ist nicht gross, 30.000 Einwohner, alles ist fussläufig erreichbar, auch der SPAR, zu dem wir erst einmal gehen, um unsere Trink-, Obst- und Keksvorräte aufzufüllen. Zum Mittagessen sind wir ins Restaurant Essenzeit an der Hafenmole gegangen und haben draussen gegessen. Es gab eine sehr schmackhafte Seezunge, sehr lecker. Viel Verkehr gibt’s in der Stadt nicht, sie wirkt fast wie ausgestorben. Auch eine Bahn haben wir hier nicht fahren sehen. Das Woermann-Haus steht leer.
Abends bin ich noch zum Agate Beach gefahren, etwa 8km von der Alten Villa entfernt.
Wirklich interessantes gabs nicht zu sehen, allerdings habe ich das erste Mal Oryxe nicht in der Wüste, sondern auf saftig grüner Wiese gesehen. Sie waren auch nicht scheu, als ich ausstieg um Fotos zu machen. Im Sand der felsigen Dünen konnte ich Fussspuren einer Hyäne ausmachen sowie kleinere Stapfen von Schakalen. Überall sieht man Strassen-Hinweisschilder auf braune Hyänen, aber diese nachtaktiven Viecher sind uns leider nicht über den Weg gelaufen.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202123. Mai 2025 · #43
Lüderitz: Fahrt zum Diaz Point
Da die Wettervorhersage für unseren ersten vollen Tag nicht vielversprechend klang und Regen ganztägig in Aussicht stellte sowie die morgentliche Bootstour wegen Nebel abgesagt wurde, sind wir mit dem Auto Richtung Diaz Point gefahren und haben auf der dazugehörigen Halbinsel die Rundfahrt gemacht. Letztendlich hat der Regen schon zu Beginn aufgehört und hat erst wieder angefangen als wir die Runde beendet hatten.
Diese Flamingos standen ganz am Anfang direkt nach der Stadtgrenze von Lüderitz in der Bucht. Am Diaz Point sind wir ausgestiegen und haben uns etwas die Beine vertreten, es gab Seelöwen zu besichtigen sowie einige Schwarze Austernfischer und ein großer Schwarm Kormorane.
Der Diaz Point heisst so, weil der portugiesische Seefahrer Diaz als erster an diesem Ort an Land gegangen ist im Jahr 1488, und so die Inbesitznahme des Landes im Auftrag seines Heimatlandes dokumentieren sollte. Allerdings hatten die Portugiesen anscheinend kein wirkliches Interesse an diesem unwirtlichen Ort, sie sind weitergesegelt und nie wiedergekommen. Das jetzt aufgestellte Kreuz ist eine Kopie des Originals.
Etwas weiter auf der Rundfahrt sind wir auf den Halifax Point gestossen, von dem aus man eine gute Sicht auf die Halifax Insel hat. Dort gibt es Pinguine, zu denen man auf der ausgefallenen Bootstour noch dichter heran kommen würde. So gibt es nur ein Foto durch 840mm Brennweite.
Wir haben noch einige andere Punkte angesteuert, die waren fototechnisch allerdings nicht ergiebig. Auf der touristischen Karte, die wir im Hotel erhalten hatten, war noch für diese Halbinsel eine braune Hyäne eingezeichnet, allerdings haben wir bei unserer Rundfahrt keine Hinweise darauf gefunden, dass diese Tiere hier tatsächlich das Gebiet bewohnen. Wird aber wohl stimmen.
Zu einem verspäteten Mittagessen haben wir an diesem Tag passenderweise im Diaz Coffee Shop zurück in Lüderitz gegessen. Nette Atmosphäre, das Essen war recht passabel, guter Kaffee, alles in allem empfehlenswert.
Weitere Restaurants, die wir besucht hatten: The Portugese Fisherman, sieht etwas einfach aus mit Bedienungen die eher auf Aushilfsniveau kellnerten, das Essen ist aber ordentlich, sowie Cozy Corner Coffee Shop, dort sind die Gerichte eher einfach und werden bei Bestellung aufgewärmt. Nach dem Canyon Roadhouse habe ich hier meinen zweiten Rockshandy meines Lebens getrunken, weil ich hier im Forum von einigen Mitgliedern davon gelesen hatte. Also im Cozy das zweite mal einen Rockshandy bestellt, nachdem ich beim ersten Mal dachte, dass da etwas schief gelaufen sein musste, so widerlich kann ja kein Getränk normal schmecken. Aber nein, ein Rockshandy schmeckt anscheinend tatsächlich so ekelhaft bitter, weil da eben einige Anteile Bitter zugemischt werden. Leute, trinkt das Zeuch ohne mich 🤢 , ich bleibe bei einer normalen Limonade.
Lüderitz: Kolmanskuppe
Hier kommt das fotografische Highlight von Lüderitz. Das Häuser-Ensemble der ehemaligen Diamantenstadt ist eingezäunt und man muss Eintritt bezahlen, dafür kann man eine Führung mitmachen. Bei diesen Führungen bekommt man zwar nicht mehr erklärt als man nicht auch im dortigen Museum oder im Internet nachlesen könnte, aber es ist ja mal trotzdem ganz erfrischend, von einem Local dies zu hören und Nachfragen stellen zu können. Die Öffnungszeiten sind nur vormittags von 8 bis 13 Uhr. Man kann aber ein Fotopermit kaufen, damit verlängert sich die Zutrittsmöglichkeit von 6 bis 18 Uhr, und man hat das farbenintensivierende Morgen- bzw. Abendlicht fürs Fotografieren. Dieses Fotopermit hat mich 400 Nam$ gekostet, es lässt sich jederzeit unkompliziert am Gate kaufen auch für jeden beliebigen Tag im voraus. Ich habe nach der morgentlichen Führung um 10:30 Uhr entschieden,am Nachmittag so gegen 16 Uhr wiederzukommen und war dann der einzige auf dem Gelände.
Die typischen Sukkulenten, wie sie unzählig um Lüderitz herum wachsen, so auch auf dem Gelände von Kolmanskuppe.
Morgens war es neblig mit geringer Fernsicht, nachmittags hatte ich blauen Himmel. Die hier eingestellten Fotos sind nicht nach vormittags und nachmittags sortiert, sondern sind kunterbunt durcheinander gemischt. Eine Warnung vorab wie auch schon zu Beginn meines Berichts: die Fotos sind nicht Straight-out-of-the-Cam, sondern teilweise stark bearbeitet, d.h. Kontraste, Sättigung und Scharfzeichnung habe ich nach Belieben hochgefahren, mit dem Resultat, dass die Farbanmutung teilweise recht intensiv erscheint.
Auf dem Gelände wird man erst einmal von diesem Schild begrüßt, das so in unterster Reihe zwischen den Häusern steht.
Die untere Reihe der Häuser birgt sowohl einige Sandverwehungen im Innern…
… als auch einige ausgestellte Infrastruktur wie Verkaufsläden, eine Eisfabrik etc. Allerdings fehlten mir die zündenden Ideen, die Einrichtungsgegenstände fotografisch ordentlich in Szene setzen zu können. Eine Kegelbahn findet sich auch, die ist im Gebäude des Casino.
Ausgangs- und Sammelpunkt der Führungen ist das Casino, das sowohl Turnhalle, Festsaal als auch Ausstellungsräume beherbergt. Alles typisch deutsch, deutscher geht es gar nicht…
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202125. Mai 2025 · #44
Kolmanskuppe 1. Fortsetzung
Die übrigen Gebäude auf dem Gelände sind dann durch eigene Initiative erforschbar, alles ist zugänglich ohne Restriktionen, betreten der Gebäude auf eigene Gefahr, es herrscht Einsturzgefahr überall. Zu Hochzeiten beherbergte diese Diamanten-Stadt 1.400 Einwohner, davon knapp 1.000 Schwarze, die getrennte Quartiere bewohnten, die nicht Teil des Sightseeings sind. Die Stadt existierte von 1903 bis in die 1960er. Es gibt ein Buchhalterhaus, ein Architektenhaus, ein Krankenhaus, ein Lehrerhaus usw. Es gibt auch Badewannen Eidechsen.
Vor Schlangen und Skorpionen wird bei der Führung gewarnt, habe aber diesbezüglich nichts gesehen. Nun geht’s in die diversen Häuser, ich lasse die Bilder mal weitgehend unkommentiert durchrauschen.
Aufgrund des aktuellen Wetters mit Nebel und zeitweisem Regen herrschte über einen langen Zeitraum weitgehende Windstille. Dies führt dazu, dass die menschlichen Fussschritte, die wir Touristen hinterlassen, lange unverändert sichtbar bleiben. Zu anderen Zeiten führen Windgeschwindigkeiten von bis zu 140km/h dazu, dass alles wieder verweht wird. Leider war es mir somit nicht möglich, den Eindruck der völligen Verwilderung einzufangen.
Was für tolle Bilder und ein sehr schön zu lesender Bericht dazu. Könnte gleich wieder in den Flieger steigen! Dankeschön
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, daher immer in Vorfreude
Ines
2001 Ghana, 2019 Südafrika, Eswatini, 2019/2020 Südafrika, Lesotho, 2022 Südafrika, 2024 Südafrika, Eswatini, Namibia, 2025 Sinai, 2027 Tanzania in Planung
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202127. Mai 2025 · #46
Vielen Dank für Deine Rückmeldung, Afrikaträumerin. Ab und zu ein Feedback hilft ob man noch auf dem richtigen Weg ist. Jetzt gibts erstmal weitere Bilder vom Lost Place Kolmanskuppe, ein wenig weiteren morbiden Charme.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202127. Mai 2025 · #47
Kolmanskuppe 2. Fortsetzung
Das große Gebäude in der Bildmitte ist das Casino.
Hier ist das Krankenhaus von aussen und von innen.
Gegenüber des Krankenhauses
Das Haus des Buchhalters
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202127. Mai 2025 · #48
noch mehr Kolmanskuppe
Die Häuser des Buchhalters und des Minenverwalters
Diese Bahn hat schon vor mehr als hundert Jahren Keetmanshoop und Aus mit Lüderitz verbunden, die Schienentrasse ist aber inzwischen neu gebaut worden. Züge haben wir nicht fahren sehen.
Wirklich schöne Bilder. Kolmanskuppe hat uns damals auch unglaublich fasziniert. Toll, wie die Farbgestaltung der Wände zum Teil vorgenommen wurde!
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202130. Mai 2025 · #50
Jessika schrieb:Wirklich schöne Bilder. Kolmanskuppe hat uns damals auch unglaublich fasziniert. Toll, wie die Farbgestaltung der Wände zum Teil vorgenommen wurde!
wie gesagt, die Bilder sind bearbeitet mit dem Resultat, dass es alles farbintensiver auf den Fotos wirkt als in echter Ehrlichkeit vor Ort. Aber ja, ich war sehr beeindruckt vom Stilleben, daher habe ich Euch überschüttet mit zig Fotos von Kolmanskop.
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202130. Mai 2025 · #51
Haifischinsel
Eines neblig-grauen Vormittags sind wir zu Fuss zur Haifischinsel gelaufen, die ja gar keine Insel ist, sondern nur eine Halbinsel. In Anbetracht der deutschen Geschichte, dass dieser Ort ein grausames Konzentrationslager war, in dem mehrere Tausend Menschen litten und gestorben sind, fand ich das, was der Tourist heute zu sehen bekommt, recht mager. Bis auf einige Gedenksteine deutete nichts auf das ehemalige Konzentrationslager hin, ganz im Gegensatz zu vielen Orten in Deutschland und Polen, die ehemals Konzentrationsläger im Dritten Reich waren. Die Haifischinsel ist nun am Anfang mit Luxusimmobilien und Touristenunterkünften belegt, im weiteren Verlauf Richtung Spitze gibt es einen Campingplatz. Ausserdem werden hier nicht nur der Opfer des Konzentrationslagers gedenkt (gedacht?), sondern auch einem Kolonialisten, nämlich Adolf (Meilenschwindler) Lüderitz, sowie mehreren deutschen Soldaten, und das in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gedenktafeln für die namibischen Einwohner - wäre ich schwarzer Namibier, ich wäre darüber ziemlich angepisst.
Es war mal wieder neblig, erst zum Nachmittag hin wurde es sonnig.
Lüderitz Nach der Haifischinsel ging es den sonnig-nebligen vormittags weiter zum naheliegenden Goerke-Haus, der Felsenkirche und weiteren umliegende farbenfrohe Häuser. Schön von aussen anzusehen, wir sind nirgendwo reingegangen, obwohl zumindest das Goerke-Haus zu besichtigen ist auch von innen.
JP K schrieb:HaifischinselEines neblig-grauen Vormittags sind wir zu Fuss zur Haifischinsel gelaufen, die ja gar keine Insel ist, sondern nur eine Halbinsel. ...
Die Haifischinsel war ursprünglich tatsächlich eine Insel. Bei der "Landbereinigung" zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Deutschen Reich erhielt letzteres das Wüstenland und der Hafen wurde als britisches Exklaven-Territorium heraus geschnitten, sowie alle Inseln vor der Küste. So schüttete man eilig einen Steg zur Haifischinsel an und damit schlug man den Briten ein Schnippchen, die Haifischhalbinsel kam unter deutsche Verwaltung.
LG Logi
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202130. Mai 2025 · #53
Logi schrieb:Die Haifischinsel war ursprünglich tatsächlich eine Insel. Bei der "Landbereinigung" zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Deutschen Reich erhielt letzteres das Wüstenland und der Hafen wurde als britisches Exklaven-Territorium heraus geschnitten, sowie alle Inseln vor der Küste. So schüttete man eilig einen Steg zur Haifischinsel an und damit schlug man den Briten ein Schnippchen, die Haifischhalbinsel kam unter deutsche Verwaltung.
oh, das ist aber mal ein Detailwissen. Kannte ich nicht, höre ich zum ersten Mal. Danke Logi!
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202101. Juni 2025 · #54
Fahrt zur Teufelskrallenlodge
Lüderitz fand ich eine sehenswerte Destination, sollte man mal unbedingt gemacht haben. Um die Stadt herum gibt es nur Wasser und Sand, es wächst nichts und auch die vielen Regenfälle der letzten Zeit haben nicht dazu geführt, dass sich die Landschaft verändert hätte.
keine Hyäne weit und breit zu sehen
Je weiter wir Richtung Aus kamen, desto grüner wurde der Flaum, der sich über die Landschaft gelegt hatte nach den vielen Regenfällen.
Hier sind wir bereits an Aus vorbei und auf der C13 / C14.
Es wird immer grüner.
Jedoch wird es nicht nur grün, sondern es kündigen sich auch heftige Gewitter an. Zuerst aber ein Pferdefuhrwerk, ich meine mich zu erinnern, dass wir das in Maltahöhe gesehen haben.
Danach wurd es eine Fahrt gegen die Zeit. Die Regenwolken verdichteten sich immer mehr und die gelegentlichen Regenschauer wurden heftiger. Ich befürchtete als ungeübter Namibiafahrer, dass ich irgendwann nichtmehr durch die wassergefüllten Senken durchkommen würde.
Letztlich ist aber doch alles gut gegangen, wir sind ohne Probleme in der Teufelskrallen Lodge angekommen.
solitaire1'942 Beiträge · seit 201101. Juni 2025 · #55
Hallo JP K, tolle Bilder. Vor allem die Nebelstimmung in Lüderitz finde ich ganz toll. Interessant, diese Destinationen mal "in grün" zu sehen, war immer nur vor der Regenzeit dort.
Liebe Grüße Solitaire
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
JP KThemenstarter387 Beiträge · seit 202106. Juni 2025 · #56
Teufelskrallen Lodge
Für das Klo muss man raus. Das war am ersten Abend sehr unangenehm, da es stark regnete, und ausserdem hatten wir wohl das Licht für ne Zeit angelassen und es sammelte sich alle möglichen Insekten im kleinen Raum. War gar nich n büsschen gemütlich...
Die Lodge war ein netter Ausklang für unsere zweite Namibiareise, wenn auch kein Highlight. Das liegt u.a. auch daran, dass die angedachten geführten Safari-Ausfahrten nicht durchführbar waren. Für die geführten Touren bedient sich die Teufelskrallenlodge seiner Schwesterlodge, der Red Dunes Lodge. Die Red Dunes Lodge war allerdings abgesoffen an dem Tag, an dem wir ankamen durch den Regenbruch, der kurz vor unserer Ankunft runtergegangen sein muss. Nicht nur, dass die Lodgegebäude in einer Senke stehen und bis unters Dach mit Wasser gefüllt waren, sondern es bestand auch kein Überblick über den Zustand der Tiere, anscheinend war das Gelände großflächig mit Autos unpassierbar. Die Red Dunes Lodge musste letztendlich für unbestimmte Zeit schliessen, die Wassermassen haben der Lodge zu stark zugesetzt.
Kaptäubchen
Die Teufelskralle hat aus sich selbst heraus nicht wirklich etwas zu bieten für 4 Tage, wir haben die Zeit eher abgesessen. Die 4 Gnus und wohl 8 Springböckchen hatten wir schon zum Frühstück durchgezählt, das kleine Gelände war zu Fuss auch irgendwann abgelaufen. In der näheren Umgebung war auch nichts, was uns empfohlen werden konnte, weil wohl alles durch den Regen in Mitleidenschaft gezogen wurde. So haben wir viel auf der Terrasse gesessen und viel gelesen.
So sah die C21 bei der Teufelskrallenlodge aus, sie war überspült, links und rechts bedeckte Wasser die flache Landschaft.
Eines Abends sind wir vom Abendessen zurückgekommen zu unserem Zelt und fanden diese kleine Schlange (etwa 60cm lang) und den braunen Skorpion im Licht der Taschenlampe.
Die letzten Bilder sind der eingestürzten Brücke auf dem Weg nach Windhoek auf der B1 gewidmet. Die Brücke wurde aufgrund der Regenfälle etwa 10 Tage vorher unterspült und stürzte ein. Eine Umfahrung war aber wenige Tage später eingerichtet, wie man hier sieht.
Das wars, diese unsere Reise endet damit. Der Flug Windhoek / FFM mit Discover war wie der Hinflug auch ereignislos.
Fazit Namibia in der Regenzeit ist absolut sehenswert. Wir ziehen das Grün der Regenzeit allemal der braunen Sandkiste des südlichen Winters vor.
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201406. Juni 2025 · #57
Guten MorgenJP K Auch vom mir ein herzliches Dankeschön für deinen tollen Bericht und die wunderschönen Fotos. Die Regenzeit hat tatsächlich auch ihren Reiz, ist halt wegen der unberechenbaren Straßensituationen schwieriger zu planen. Wir waren das erste Mal im März 22 in Namibia. Da hatte es aber kaum geregnet. Dieses Jahr hatte die Regenzeit eine andere Hausnummer. Da war ich froh, erst für Mai gebucht zu haben. Ich glaube jede Jahreszeit hat ihren Reiz und ihren Nachteil.
Dankeschön für deine Impressionen und liebe Grüße, Silvia