Reisebericht

Der Süden Namibia‘s in der Regenzeit

von JP K · begonnen 13. Apr. 2025 · 22 Teile

Teil 113. Apr. 2025
Seit 4 Jahren bin ich in diesem Forum Mitglied, habe einige Reiseberichte in dieser Zeit hier eingestellt – nur noch nicht von Namibia. Ich denke, jedes Mitglied sollte recht schnell diesem dem Forum namensgebenden Land einen Reisebericht spendieren, und so bekam ich im Laufe der Jahre ein immer schlechteres Gewissen, dass ich noch nicht darüber geschrieben habe. Also sind wir im März zum zweiten Mal nach 2017 in dieses schöne Land gereist, um einen Pflichtbericht schreiben zu können. Auch wenn fast jeder hier aus dem Forum schon mal dort war, diesen tausendunddrölften Namibia-Bericht müsst Ihr nun über Euch ergehen lassen. Falls Euch trotzdem mein Bericht interessieren sollte, freue ich mich natürlich darüber.

Der erste Besuch in 2017 war die klassische Ersttäter-Route im August/September, sehr trocken, viel Sandkiste, daher stand uns der Sinn nach unbekanntem Terrain mit hoffentlich grünem Anstrich. Wir wurden nicht enttäuscht. Hier unsere Route vom 3. bis 29. März 2025:

1. Gocheganas Lodge, 3 Nächte, 80 km Fahrt
2. Kalahari Game Lodge, 4 Nächte, 530 km Fahrt
3. Quivertree Forest Restcamp, 2 Nächte, 250 km Fahrt
4. Canyon Roadhouse, 4 Nächte, 250 km Fahrt über B1 Grünau
5. Klein Aus Vista Eagle’s Nest, 3 Nächte, 280 km Fahrt
6. Alte Villa in Lüderitz, 4 Nächte, 130 km Fahrt
7. Teufelskrallen Lodge, 4 Nächte, 500 km Fahrt
8. Windhoek Flughafen, 250 km Fahrt

Auch die beiden Fahrtage mit den langen Strecken waren überhaupt kein Problem, die Strassen waren in einem sehr guten Zustand, nirgendwo Wellblech-Geruckel. Im Vergleich zu unserer ersten Reise in 2017 vornehmlich in den Norden, Sossusvlei und Walvis Bay waren die Strassen in einem um Längen besseren Zustand. Meine Befürchtung, dass die Regenzeit auch Strassen unpassierbar macht, hat sich zumindest für unsere Strecke an unseren Fahrtagen nicht bewahrheitet. Wir haben allerdings auch gehört, dass die Anfahrt zum Fish River Canyon drei Tage später auf anderer Route unmöglich war. Zum Ende der Reise hatten wir Strassen, die Tage vorher unter Wasser waren, und natürlich haben wir auch die eingestürzte Brücke kurz vor Windhoek gesehen und umfahren müssen.

Alles in Allem war es eine sehr entspannte Reise, nicht zu heiss, phasenweise hohes saftig-grünes Gras und viele Kälber (Gnus, Antilopen) haben wir gesehen. Wer Fotos von Katzen, Büffel oder Elefanten erwartet, ist hier falsch. Hier gibt’s stattdessen viele Fotos von geradeauslaufenden Strassen.

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Apropos Fotos: die hier gezeigten Fotos sind teilweise nicht mehr unbearbeitet wie in anderen Berichten von mir, sondern aufgrund der gleissenden Tagessonne habe ich den Bildern u.a. etwas höhere Kontraste verpasst, die Bilder waren etwas zu flach out of cam.
Teil 214. Apr. 2025
Ich hätte ja nicht damit gerechnet, dass Namibia weiterhin die Aufmerksamkeit erfährt nach so vielen tollen Reiseberichten 😄

Dann geht es jetzt los.

Geflogen sind wir mit Discover FFM – Windhoek ohne besondere Vorkommnisse und ohne Verspätung, wir kamen pünktlich frühmorgens gegen kurz nach 8:00 Uhr an. Den Mietwagen, ein Toyota Fortuner, nahmen wir von Europcar entgegen. Bis zum Ende der Reise gab es mit dem Auto keine Probleme. Die Reifen wurden mir mit einem Reifendruck von 1,8 bar übergeben mit dem Hinweis, dass ich auch bei Tiefsandfahrten den Druck so konstant halten soll.

Nach einer kurzen Einfahrt nach Windhoek, einigen Einkäufen und einem verregneten Mittagessen (Fish ´n‘ Chips) ging es nachmittags zu unserem ersten Stop Richtung Süden.


Gocheganas Lodge
Die erste Lodge war auch gleichzeitig die hochwertigste und teuerste der Reise. Die Lodge wird von einer deutschstämmigen Familie geführt, die Häuser der Gocheganas Lodge liegen auf einem Hügel mit toller Übersicht über die umliegende Landschaft. Mit einem Fernglas sieht man einiges an Wild auch von oben, aber mit einem Game Drive sieht man natürlich noch viel mehr. Vor unserer Terrasse spielte sich das kleine Federvieh ab.
Meisensänger
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Halsbandschnäpper Priritschnäpper
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Rotschnabel-Frankolin
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Mit dem eigenen Auto darf man nicht fahren, sondern muss zwingend einen Drive buchen. Geregnet hat es täglich, aber glücklicherweise konnte man aufgrund des Weitblicks in etwa einschätzen, wie viel Zeit die Wolken benötigten, bis man selbst nass wurde. So bin ich einige Spaziergänge gegangen auf der Haupt-Strasse der Lodge um zu sehen, was es zu sehen gibt. Insgesamt war die Entfernung vom Maingate zu den Lodgegebäuden wohl etwa 5km. Das Lodgegelände hatte insgesamt 6.000 ha. Die Herde Oryxe war sehr scheu und nahm Reißaus, obwohl ich etwa 200 Meter entfernt war.
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Grauschnabeltoko
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Eine Gruppe von 8 Giraffen kreuzte meinen Weg, mit den üblichen Halskämpfen auf der Strasse.
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Kleinvieh transportiert auch Mist. Auch wenn die Käfer überall zu sehen sind, ist es doch recht selten, dass man sie bei der Arbeit sieht. Dieser hier musste über die ganze Breite der Strasse rüber.
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Das Essen war auch klasse, wir hatten Halbpension gebucht, wozu dann nachmittäglich Kaffee und Kuchen kam. Entweder hats geregnet, so dass wir gemütlich im Restaurant sassen, oder es war gutes Wetter, dann sassen wir auf der Terrasse.
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Teil 316. Apr. 2025
Gocheganas Lodge Fortsetzung

Geführte Morning Walks konnten wir auch machen, und so haben wir eines Morgens bei gutem trockenen Wetter uns auf den Weg gemacht. Viel interessantes gabs nicht zu sehen, allerdings zeigten sich Erdmännchen, die wir bisher nur aus dem Fernsehen kannten. Leider verschwanden sie ziemlich schnell, so dass ich nur aus grosser Entfernung Fotos machen konnte.
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Den Game Drive hatten wir uns für den letzten Tag aufgespart, samt Nashorn-Sundowner. Einen schönen Blick auf die Lodgehäuser bekamen wir auch. Hier zeigte sich der Tierreichtum der Lodge.
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Die Lodge hatte viele jugendliche Springböcke, die uns das Pronking vorgeführt haben.
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Der Schutz der Dickhäuter vor Wilderer scheint eine große Herausforderung zu sein, da Wilderer wohl nachts mit Wärmebildkameras bestückte Drohnen einsetzen um die Tiere zu lokalisieren. Während unserer Zeit auf der Lodge gab es wohl eine Zusammenkunft der benachbarten Farmer im Restaurant, in dem auch wir aßen, und so konnte ich Gesprächsfetzen aufschnappen, zumal meistens deutsch gesprochen wurde.
Teil 421. Apr. 2025
Kalahari Game Lodge

Die Fahrt von Gocheganas zur Kalahari Game Lodge war auf der B1 – C20 – C15 eine sehr angenehme Fahrt. Das Thermometer stieg schnell auf über 30 Grad, und man sah am Strassenrand an den häufigen Pfützen, dass es die letzten Tage ausreichend geregnet hat, ohne dass die Schotterstrasse C15 in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Pfützen waren mit grün schimmernden Schmetterlingen besetzt, die zu Hunderten ihre Gruppenmeetings abhielten.
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Das Auob-Tal, in dem die C15 längsführte, war deutlich grün, allerdings nur kurzes Gras. Man konnte am Baumverlauf sehen, wo die Wasserstrasse auch unterirdisch langführen muss.

Die Kalahari Game Lodge liegt etwa 15 km vor dem Mata Mata Grenzübergang direkt an der C15 auf der linken Seite. Auf dem Weg zu der Lodge-Rezeption sahen wir bereits einige Antilopen. Der Unterschied zur Gocheganas Lodge war schon am Tor augenfällig: während Gocheganas ein mit einem Mitarbeiter besetztes elektrisches Automatik-Tor hat, lässt man sich in der Kalahari Game Lodge selbst rein und schiebt das Tor eigenhändig wieder zu.
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Auf dem Weg vom Tor zur Rezeption hatten wir einige Antilopen schon erspähen können. Die Lodge mit ihren Gebäuden und Campingplatz liegt direkt im Auob-Tal, und dieser Talabschnitt war sehr grün. Im Bereich der Lodge hielten sich regelmässig Herden von Springböcken und Gnus auf, gelegentlich kam eine Herde Oryxe vorbei und auch einmal eine Gruppierung Strausse. Erdhörnchen wühlten ständig vor unserer Hütte.

Auf dieser Lodge konnten wir mit dem eigenen Auto einen Game Drive auf dem Gelände fahren, was ich entsprechend 2-mal täglich machte. Die Landschaft besteht aus rotsandigen Dünenkämmen und grün bewachsenen Dünentälern. Das Gras war sehr hoch gewachsen, wohl bis zu 1 Meter, so dass die Hoffnung, einen Karakal zu Gesicht zu bekommen, unrealistisch war. Aber die diversen Antilopen waren ja weithin sichtbar trotz hohem Gras.
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Die Erdhörnchen mussten immer wachsam sein, da zwei Falken ihr Jagd-Unwesen trieben und teilweise von hoch oben auf die Hörnchen herabstürzten.

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Trotz der Nähe zu unserem Haus war das Fotografieren in der Tageshitze fast nicht möglich: aufgrund des Luftflimmerns war kaum ein scharfes Bild möglich.

Die nächsten beiden Bilder sind von Besuchern auf unserer Terrasse, eine Schwalbe und eine Stabheuschrecke Gottesanbeterin.
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Der Rundweg wurde auf einem Zettel, den wir beim Einchecken bekamen, mit 23,5 km Strecke angegeben, eine Runde mit dem Auto dauerten, je nach Intensität der Tiersuche durch das Fernglas, zwischen 2 und 3 Stunden. Andererseits wirbt die Lodge damit, dass das Gelände 40.000 Hektar groß sei. Die Angaben zum Rundweg und der Gesamtfläche passen für mich nicht zusammen, auch weil ich bei meiner Fahrt in der Ferne häufiger den Zaun sehen konnte, was eher für eine Fläche von 4.000 Hektar (also 40 qkm) sprechen würde. Oder gibt es ein weiteres, grösseres, getrennt gehaltenes Gebiet, das für Lodgebucher nicht zugänglich ist?
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Was ist das für eine Spinne? - Wespenspinne


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Teil 522. Apr. 2025
Kalahari Game Lodge Fortsetzung
Die lange Dauer, in der wir in den einzelnen Lodges blieben, führt natürlich auch dazu, dass wir untätig auf unserer Terrasse verweilten und in die Gegend hineinschauten, sofern wir nicht ein Buch in die Hand nahmen oder Spiele spielten. Von den Skorpionen und Schlangen, die sich angeblich auch an den Hütten aufhalten sollen laut dem Lodgepersonal und das uns vor diesen Tieren gewarnt hatte bei unserer Ankunft, war weit und breit keine Spur. Also bin ich mit meinem Tele auf die Vogelpirsch gegangen und habe das folgende Gefieder ablichten können:
Fleckenspecht
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Uhu (engl. Eagle Owl)
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Drongo oder Fahlflügelstar?
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Weissbrauenweber
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Da staunt auch das Gnu im Auob-Tal.
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Eines schönen Nachmittags fahre ich mit meinem schönen Mietwagen so in der Gegend rum und erfreue mich der Landschaft…
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… als ich dieses Webernest weitab von der Pad entdecke und abrupt anhalte. Seht ihr schon was?
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Lange schon, also seit unserer ersten Namibia-Reise, scanne ich mit meinen Augen immer wieder solche Nester ab, und dieses Mal hatte ich das Glück, nicht nur Webervögel daran zu entdecken, sondern etwas, was laut den Webervögeln nicht dahin gehört. Ich parkierte mein Gefährt, stieg aus und stapfte durch das hohe Gras zum Nest hinüber. Die Webervögel waren in hellster Aufregung, und das zurecht. Laut schnatternd berieten sie, was angesichts der unmittelbaren Gefahr für ihre Brut zu tun ist.
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Letztlich kamen sie zum Schluss, dass sie nichts machen können als sich weiterhin laut über den Störenfried zu ereifern. Sie haben den Feind kommen sehen, aber nichts dagegen unternommen, dass er ihr Nest kapern kann, am hellichten Tag. Nein, die Rede ist nicht von Donald Trump, sondern von der Kapkobra.
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Ich habe immer nur davon gelesen und wollte es mit eigenen Augen sehen, sie räubert die Nester aus.
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Auch die Webervögel hatten in dieser Jahreszeit viele Junge, aus vielen Nestern fiepte es heraus, die Jungvögel mussten noch im Nest gefüttert werden.

Das war schon eine stattliche Schlange (2 Meter +), die aber am Nest nicht so richtig zu Potte zu kommen schien, so dass ich nach etwa 20 Minuten wieder zurück zum Auto gegangen bin.

Auf Nachfrage, weil ich einen Verdacht hatte, wurde mir bestätigt, dass es genau 6 Giraffen auf der Lodge zu sehen gibt. Es waren also immer die gleichen Langhals-Tiere, die ich zu sehen bekam Tag für Tag. Das ist natürlich etwas enttäuschend, immer die selben Tiere zu treffen. Die Gocheganas Lodge hatte da erheblich mehr Giraffen auf ihrem Gelände. Dafür hatte die Kalahari Game Lodge eine gesunde Population an Oryxe, und einmal traf ich auf eine Gruppe von über 50 Tieren. Die Herde Eland-Antilopen war auch immer dieselbe, die ich beobachten konnte, etwa 10 Tiere. Also: Tierreichtum war nicht so dolle im Vergleich zu Gocheganas.
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Teil 624. Apr. 2025
Quivertree Forest Rest Camp

Auf der C15 und C17 ging es Richtung Keetmanshoop. Schnurgrade Strassen, entspanntes Fahren, immer mal wieder hat die Farbe des Sandes sich geändert, aber insgesamt sehr trocken, trotz gelegentlicher Pfützen am Strassenrand.
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Bevor wir im Quivertree Forest Rest Camp eincheckten, sind wir etwas durch Keetmanshoop gegangen, haben eingekauft, im Spar was gegessen und das Museum besucht, das ich recht eindrücklich und besuchenswert fand. Das Museum befindet sich in dieser alten Kirche.
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Auf den hundert Jahren alten Bildern sind mir die Gesichtszüge insbesondere der Nama-Frauen aufgefallen, die auch heutzutage noch vorherrschen. So habe ich dann später mein gelerntes Wissen bei einer Frau bestätigend nachgefragt, ob sie Nama sei, und bei einer anderen Kellnerin im Canyon Roadhouse gefragt, wo sie denn herkomme, sie schiene mir nicht aus dieser Gegend zu sein (weil sie nicht die Nama-Gesichtszüge hatte). Damit lag ich auch richtig, denn sie kam aus dem Norden Namibia’s, aus Kavango.
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Erstaunlich, dass Spar sich aus Deutschland völlig zurückgezogen hat, und in Namibia den LEH mit dominiert. Leider habe ich am Spar einen Hund angefahren, als ich ausstieg um nach ihm zu sehen, lief er humpelnd auf drei Beinen davon. Ich habe immer noch ein schlechtes Gefühl, wobei der Hund die Verkehrsregeln nicht beachtet hatte, nicht ich.
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Am Bahnhof kein Zug weit und breit zu sehen, der Bahnsteig verlassen. Diese ausrangierte Lok kommt ausnahmsweise nicht aus Deutschland.
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Im Forum habe ich immer die Bilder von Rosenköpfchen gesehen, nun kann ich ebenfalls eines beisteuern.
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Die Lodge machte einen sehr gemütlichen Eindruck, draussen viele Sitzgelegenheiten auch im Schatten. Es hatte wieder deutlich über 30 Grad, tagsüber war Schatten unerlässlich, die Sonne brannte herab, es gab kein Regen für uns, allerdings war auf dem Weg zu den Quivertrees ein grosser See entstanden.
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Diese Lodge war die günstigste Unterkunft während unserer Reise, ich fand das Preis/Leistungsverhältnis o.k. Die Zimmer waren recht basic, man hält sich nicht gerne darin auf. Das Essen war schmackhaft, wir hatten Halbpension gebucht. Eine Nacht fiel der Strom aus, so dass wir keine AirCon hatten, wir konnten kaum schlafen, es war auch nachts heiss. Das Betreiber-Ehepaar fand ich schrullig-nett, beide seit vielen Generationen weisse Namibianer. In Gesprächen mit ihnen konnte man die typischen Vorbehalte erkennen, die die weisse Bevölkerung gegenüber der anscheinend zunehmend durch Schwarze dominierten Regierung hat – es scheint auch in Namibia zunehmend „nicht mehr alles so gut zu funktionieren wie früher, als die Weissen noch mehr Einfluss hatten“.

Täglich um 17 Uhr wird zur Gepardenfütterung gebeten, wir haben uns dann auf die Steintribüne gesetzt. Die beiden Geparden, die die Lodge anscheinend weiter halten darf, kamen schon etwa 30 Minuten vorher vom Freifeld ans Gehegegatter und warteten auf ihre Fleischbrocken. Tolle Fotos durch den Zaun sind nicht entstanden, daher schenke ich mir mal die Bilder hier einzustellen. Danach wurde es Zeit, sich für den Sonnenuntergang zu den Bäumen zu begeben.
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Diese Agame hatte es mir angetan, daher bin ich den nächsten Tag morgens und abends zum Wald hinspaziert und habe ich auf die Suche begeben nach den Agamen und den Klippschliefern, im nächsten Post mehr von den Tieren.

Was ist ein Forrest, also ein Wald? So sieht der Wald hier aus, nicht wirklich ein dichtes Kronendach, sondern eher ein paar Bäume hier und da.
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Nachtfotos mit der Milchstrasse habe ich nicht gemacht, dazu scheine ich einfach zu doof zu sein. Hinzu kommt, dass Vollmond grade an dieser Lodge war, also der Nachthimmel war ohne Wolken hell erleuchtet, da wird die Milchstrasse sowieso nicht sichtbar.
Teil 726. Apr. 2025
Quivertree Forest Rest Camp Fortsetzung

Morgens nach dem Frühstück bin ich dann zu den Quivertrees gelaufen, um mich der Tierwelt zu widmen. Dies gelang auch recht ordentlich, ich bin zufrieden mit der fotografischen Ausbeute.
Gleich an der Pforte des Waldes werde ich auf ein Pärchen Rotstirn-Bartvögel aufmerksam:
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Morgens müssen auch die Klippschliefer erst einmal aufwachen und gähnen um die Wette.
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Auch bei den Klippschliefern gibt es Nachwuchs
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Die Kaprussmeise hat ihr Höhlennest in einen der Quivertrees hineingebohrt oder von einem anderen Vogel die Höhle übernommen.
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Besonders angetan haben es mir die Agamen, die von Stein zu Stein flitzen, um den besten Sonnenplatz zu finden. Ich habe die etwas genervt, da ich ja einen guten Fotostandplatz finden wollte und bin ihnen hinterhergehechelt, ich war mindestens genauso leichtfüssig auf den Steinen wie die Echsen. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der Fotohintergrund weit entfernt und im Schatten liegt, so dass ich die Agame vor einem schwarzen Hintergrund freistellen konnte. Die Agame selbst sonnt sich im gleissenden Sonnenlicht, und ich habe sehr stark abgeblendet. So bringt fotografieren Spass.
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Das weisse unter dem Baum im Vordergrund ist von den Klippschliefern.

Tagsüber an der Lodge wieder Rosenköpfchen.
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Zum Sonnenuntergang wieder zu den Quivertrees. Es zeigte sich, dass am späten Nachmittag die Klippschliefer die Sträucher am Rande des Geländes auchsuchen, um nach Nahrung zu suchen.
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Es gibt ja noch den Giant’s Playground ganz in der Nähe als eine weitere Touristendestination, da waren wir aber nicht, denn Steine gabs ja auch am Quivertree Forrest. Und bei Mesosaurus waren wir zwar, aber irgendwie haben wir niemanden dort gefunden, der uns erklärt was es zu sehen gibt, also haben wir das dann auch ausgelassen.
Teil 829. Apr. 2025
Fish River Canyon

Die Fahrt von Keetmanshoop zum Fish River Canyon ging erst einmal über die geteerte B1 bis Grünau, danach über die C12. Wie man sieht, können die Namibier gerade Strassen bauen. Vor uns die Karasberge.
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Ab hier isset die C12, die Vegetation wird trockener.
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wir sind häufiger an Bahnschienen längsgefahren auch nach Lüderitz, ab wir haben nie einen Zug fahren sehen.
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Das Canyon Road House ist ausstaffiert mit alten Rostlauben, ähnlich wie Solitaire. Das ist schon recht cool gemacht, aber Leute die die Welt bereisen können darin wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal mehr erkennen. Hier gibt es übrigens auch Diesel zu tanken, man muss also nicht ängstlich auf die eigene Tanknadel achten. Generell gab es für uns in jedem Ort in dem wir waren bzw. auf jeder Fahrstrecke genügend Tankstellen, und immer war auch Diesel vorhanden. Vorbei die Zeiten, in denen Tankstellen nichts zu tanken hatten.
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Drinnen setzt sich der aufgesetzte Eindruck einer Möchtegern-Trucker-Raststätte fort: so sieht das Restaurant von innen aus
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Meine Reaktion beim Einchecken: abgeklärtes Lächeln, alles schon mal in jungen Jahren so ähnlich gesehen, erinnert an USA, damals hab ich den Mund vor lauter Staunen nicht wieder zu gekriegt, heute denke ich: lasst Euch mal was Neues einfallen. Trotzdem: alle Requisiten sind hochglanz-gepflegt, das äussere Wüstenambiente passt zum Thema, ungezwungene Atmosphäre, hier lässt es sich gut übernachten. Insgesamt haben wir uns sehr wohlgefühlt, das Zimmer war nett und sauber eingerichtet, es gab wieder eine funktionierende Klimaanlage, das Frühstücksbüffet hatte genügend Auswahl. Dies hat allerdings auch seinen Preis, im Vergleich zum Quivertree Forest Restcamp kostete die Nacht fast doppelt so viel, und das ohne Abendessen. Nur das A-la-Carte-Abendessen war etwas zu amerikanisch inspiriert. Auf der Rückseite des Roadhouses:
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Teil 903. Mai 2025
Fish River Canyon 1. Fortsetzung

Am nächsten Tag sind wir natürlich den Fish River Canyon mit seinen diversen Aussichtspunkten abgefahren, was schon recht beeindruckend ist. Mein Grand Canyon Besuch in den USA liegt ausreichend lange, nämlich 35 Jahre zurück, so dass ich vom Anblick des Fish River Canyons nicht enttäuscht wurde. Die Eintrittsgelder hier in Namibia sind ja immer noch moderat im Vergleich zu Attraktionen in anderen Ländern. Zuerst haben wir den Hauptansichtspunkt angefahren

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Danach sind wir zum Hiker’s Viewpoint gefahren, an dem es einen Pfad in den Canyon gibt.
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Danach ging es in die andere Richtung, 16 Kilometer kaum befahrene Piste mit zwei weiteren Lookouts, deren Namen ich mir aber nicht gemerkt habe. Während der Haupt-Aussichtspunkt sowie Hiker’s Viewpoint gut besucht waren, ist kaum jemand in die andere Richtung die lange Strecke gefahren, wir sind keinem anderen Auto begegnet. Jedoch lohnen sich die Ausblicke gerade auf dieser Strecke, wir sind immer mal wieder angehalten und sind ein paar Meter gelaufen bis zum Canyonrand, die Ausblicke fand ich spektakulär. Hier kommen ein paar Bilder ohne weitere Kommentare.
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Auf dem Rückweg zum Roadhouse haben wir noch Zebras und Oryxe am Wegesrand fotografiert.
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Teil 1007. Mai 2025
Fish River Canyon 2. Fortsetzung

Wir haben einen Ausflug nach Ais Ais gemacht. Auf dem Weg kamen wir an diesem unterwässerten Baum vorbei, der zu einer Fotosession einlud.

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Ais Ais besteht aus nichts weiter als dem Talausgang des Fish River Canyons, sowie dem Hotelkomplex mit seinen heissen Quellen. Einige Camper waren auf dem Campingplatz. Ob die wohl die Wanderung durch den Canyon auf dem Programm hatten? Jedenfalls war es brüllend heiss, ich hätte keinen Spass bei der Temperatur lange zu wandern. Die natürliche Quelle ist tatsächlich sehr heiss, um die 60 Grad Celsius, ich habe meinen Finger reingehalten.
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Die Bademöglichkeit war Indoor, die Hotelzimmer hatten eine direkte Zugangsmöglichkeit zum Pool. Wir waren die einzigen, die ins Wasser gegangen sind, und fraglich ist, ob aufgrund der geringen Gästenutzung die Anlage überhaupt regelmässig gereinigt wird. Alles sah so trostlos verlassen aus und wie lange nicht genutzt. Allerdings hatten wir nicht den Eindruck, dass das Wasser verdreckt ist.
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Eingang bzw. Ausgang des Tals. Ich bin etwa 20 Minuten reingewandert, es gab nichts zu sehen.
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Vorher hier das Frühstücksbuffet im Canyon Roadhouse – ansprechend präsentiert und reichhaltig.
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Auch draussen auf der Terrasse stand ein Auto.
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Sonnenuntergang am Canyon Roadhouse.
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Das Canyon Roadhouse hatte einen Pool, dessen Wasser recht frisch war, es diente tatsächlich zur Abkühlung an einem heissen Tag. Trotzdem wurde es schnell langweilig am Pool, so dass der mitgebrachte Fotoapparat zum Einsatz kam.

Bergschmätzer
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Rotstirn-Bartvogel, dem es auch recht heiss war. Die Wüste bietet nicht viel natürliche Wasserquellen, da sind Menschengemachte Hilfen gern genommen.
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Nochn paar Autofotos vom Roadhouse
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Teil 1111. Mai 2025
Fish River Canyon 3. Fortsetzung

Beim Hobas-Parkeingang zum Fish River Canyon hatten es die Angestellten nicht eilig. Man merkt, es ist ein öffentlicher Arbeitgeber.
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Vögel am Parkeingang, während ich ein Eis gegessen und ein Bier getrunken habe.
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Berg-Schmätzer
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Maskenweber
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Red-eyed Bulbul
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Während beim ersten Besuch am Canyonrand der Fish River furztrocken war, rauschte nun, zwei Tage später, das Wasser den Strom runter. Die Regenfälle irgendwo am anderen Ende des Fish Rivers waren ergiebig, und das Wasser bahnt sich seinen Weg. Der Fischfluss ist mit 650km der längste Fluss Namibias.
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Dann am folgenden Tag war es Zeit, zum nächsten Ziel aufzubrechen. Die Wüste blüht.
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Auf der Fahrt nach Aus kommen wir am Naute Damm vorbei, in dessen Nähe der Weinanbau auf riesigen Flächen betrieben wird.
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Der Fish River, wie er von weit her kommt und voll Wasser ist vom Regen
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Teil 1213. Mai 2025
Klein Aus Vista

Nächster Stop Klein Aus Vista für 3 Nächte, wir hatten das Desert Vista Chalet aus dem Eagle’s Nest. Die Chalets sind ja ganz herzallerliebst, in den Hang hineingehauen, komplett aus Stein, tolle Atmosphäre, mit schöner Veranda. Leider hat es häufig so stark geregnet, dass auch durch den Wind die Veranda nass wurde, so dass ich den Regen nicht unter dem Verandadach geniessen konnte wie ich eigentlich wollte.

Auch wenn die Chalets ausgelegt sind für Selbstversorger, haben wir Halbpension gebucht. Das Restaurant im Haupthaus ist stilvoll, und insbesondere morgens haben wir immer das Frühstück draussen auf dem Balkon eingenommen. So mussten wir täglich 7 Kilometer von unserem Chalet zum Restaurant mit dem Auto fahren.

Wir haben am ersten Abend gleich eine Sundowner-Tour gebucht, da für die folgenden Tage heftiger Regen vorhergesagt war. Auf der Tour kam man an Steinmauern vorbei, die noch aus dem Ersten Weltkrieg stammen und als Wehrbefestigungen dienten. Hier in Namibia wurden Fronten gebildet, Südafrikaner, die auf der Seite der Briten kämpften, und Deutsche standen sich gegenüber. Nach einigen Gefechten in verschiedenen Teilen Deutsch-Südwestafrikas kapitulierten die Deutschen vor der Übermacht der Buren und liessen sich gefangen nehmen. Die Schutztruppler wurden in einem Lager in Aus gefangen gehalten bis zum Ende des Krieges. Das Gefangenenlager lässt sich auch besuchen, was wir aber nicht gemacht haben.
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Danach ging es in die Geisterschlucht. Dort steht ein Gerippe eines alten Autos, der Diamantenschmugglern als Fluchtfahrzeug vor der Polizei diente. Es kam in der Geisterschlucht zu einem tödlichen Schusswechsel, das Fluchtfahrzeug wurde von Polizeikugeln durchsiebt, wie man noch deutlich sehen kann.
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Am Eingang zur Geisterschlucht hat der Eigentümer der Klein Aus Vista Farm seine Privatgemächer, die wir aber nur aus der Ferne sehen konnten. Es war jedoch ein beeindruckend grosses Anwesen, was man so von Weitem erkennen konnte.

Ein Einhorn gibt es auch auf der Farm.
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Und natürlich sind die Hauptattraktion die wilden Pferde bei Garub. Uns wurde erklärt, dass die Pferde der Farm zwar wild gehalten werden, aber nicht zu den berühmten Wildpferden gehören. Trotzdem, ein schönes Fotomotiv geben sie allemal ab. Tatsächlich trennt die Farmpferde und die Wildpferde nur der Farmzaun, und wir konnten auf beiden Seiten des Zauns Pferde sehen. Zum Abschluss gabs einen Sundowner, bevor es zum Abendessen im Dunkeln wieder ins Restaurant ging.
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im Hintergrund unser Chalet
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Wandern kann man auf der Farm auch, es gibt ausgeschilderte Wege. Allerdings hat es bei unserem Aufenthalt häufig geregnet, so dass der Regen die Wanderversuche nach kurzer Zeit zunichte gemacht hat.

Die Farm weist beim Einchecken auf Chamäleons hin, die anscheinend tagsüber häufig die Wege kreuzen, und man möge bitte langsam auf dem Gelände fahren und für Chamäleons bremsen. Leider ist uns keines begegnet. So häufig ich auch in alle umliegenden Büsche gespäht habe.

Im Haupthaus der Lodge hat es einige Vögel in der Luft, insbesondere Mausvögel, sowie Mäuse am Boden.
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Teil 1315. Mai 2025
Klein Aus Vista 1. Fortsetzung

Auf zu den Wildpferden in Garub. Man muss etwa 30 Kilometer von der Farm fahren bis zu dem Aussichtspunkt. Zuerst begrüßen uns auf dem Weg dorthin auf den Strommasten sitzend zwei Raubvögel: ein Kampfadler und ein Steppenfalke.
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Die Landschaft ist beeindruckend, sehr trocken, es wächst nicht viel. Wie immer kommts auf den Bilder weniger rüber als im echten Leben. In den nächsten Tagen wird es regnen, wir werden nach Lüderitz fahren, und auf der Rückfahrt von Lüderitz hat sich dann ein grünlicher Flaum über die Landschaft gelegt, von der ich aber kein weiteres Foto gemacht habe. Jedenfalls ist für die Pferde dann für ausreichend Nahrung gesorgt.
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Und immer wieder führt die Strasse geradeaus.
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Von der B4 abbiegend zum Pferdeaussichtspunkt erwarten uns zwei Pferde. Eines davon nutzt unser Auto, um sich zu jucken und zu kratzen.
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Am Aussichtspunkt angekommen, sehen wir eine Gruppe Strausse an der Wasserstelle.
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Später kommt ein einzelnes Pferd aus der Ferne angeschlichen, es dauert 10 Minuten, ehe es aus unserem Fernglaus heraus zur Wasserstelle schafft.
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Meine Vorstellungen von den Wildpferden der Garub vor der Reise und die echte Wirklichkeit musste ich erst einmal übereinander bringen. Ich habe mir immer vorgestellt, dass eine große Herde Pferde durch die Wüste stromert und nur selten zu sehen ist aufgrund der weiten Ausdehnung der Wüste. Tatsächlich waren aber zu jeder Gelegenheit, die wir die B4 entlang fuhren, Pferde zu sehen, teilweise standen oder liefen sie alleine, teilweise in kleineren Grüppchen von max. 10 Tieren. Andererseits soll ja die Gesamtzahl der Pferde zwischen 120 und 200 betragen, die nicht sichtbaren Pferde sind also tatsächlich hinter den Hügelketten unterwegs und kommen nur sporadisch zur Tränke.

Einige Oryxe sind in der Ferne auszumachen. Die Luft flimmert in der Mittagshitze.
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Natürlich sind wir auch zur Bahn-Haltestelle Garub gefahren und haben Fotos gemacht von diesem Lost Place.
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Nach Aus sind wir auch gefahren, einmal um zu tanken, das andere mal haben wir uns Mittagessen, Kaffee und Kuchen gegönnt im Bahnhofshotel, was von einer deutschsprachigen weissen Namibierin gemanagt wird. Wir sassen auf der Veranda draussen, sind gar nicht rein gegangen. Die ganze Hotelatmosphäre war danach, als wenn man sich in einem deutschen Hotel befand, alles sehr gepflegt und altbacken-schick. Nur die Bedienungwar nicht danach, die hatten nichts zu tun, hingen zusammen rum und unterhielten sich lautstark in der Gruppe untereinander.
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Teil 1418. Mai 2025
Klein Aus Vista 2. Fortsetzung

Auf der Klein Aus Vista Farm sind wir eigentlich täglich dem Einhorn, hier unter einem Baum im Schatten, und dem Vogel Strauss begegnet.
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Unser Desert Vista Chalet bei Tag und bei Nacht. Es war fast Vollmond, daher konnte man die Milchstrasse nicht erkennen, ausserdem hätte ich auch nicht gewusst, wie ich die auf einem Foto sichtbar machen kann
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Am nächsten Tag sind wir wieder zur Pferdetränke gefahren, mit dem Fernglas konnte man wieder Pferde antraben sehen, diesmal waren es 5 Pferde. Kurz vor der Tränke verfielen die Pferde in einen flotten Trab, sie schienen wohl recht durstig zu sein, sie haben lange getrunken.
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Zurück auf der B4 haben wir bei den Pferden angehalten, die dort herumlungerten. Sie waren sehr neugierig und schauten in unser Auto rein. Vielleicht wird ihnen von anderen Touris ja auch was zu Essen angeboten, bei uns gabs jedenfalls nicht ausser Streicheleinheiten.
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Teil 1521. Mai 2025
Lüderitz

Es geht nach 3 Nächten nach Lüderitz, wo wir 4 Nächte zu bleiben gedenken. Die Zeit in Lüderitz war leider geprägt von sehr viel Nebel die ganzen Tage, so dass wir eine bereits für morgens reservierte Bootstour all die Tage nicht machen konnten. Zwar hat der Veranstalter mittags nach uns gefragt, aber da waren wir immer unterwegs. Die Ankündigungen, dass die Tour dann mittags durchgeführt wird, war immer sehr kurzfristig. Hier eingestellte Fotos mit blauem Himmel sind am 3. oder 4. Tag gemacht, die ersten beiden Tage war es diesig neblig, teilweise regnerisch. Trotzdem war Lüderitz ein Foto-Highlight, insbesondere wegen Kolmanskop – diese Geisterstadt ist fotografisch gesehen herausragend empfehlenswert!!!

Vor den Toren von Lüderitz, d.h. etwa 10km, liegt an der Einfallstrasse linker Hand Kolmanskop, was auch eins unserer Ziele sein wird. Jetzt, vor dem Einchecken, reichen Distanzfotos von der B4 aus.
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Bei der Einfahrt nach Lüderitz werden wir von netten Stadtschildern begrüßt.
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Untergekommen wind wir im Hotel Alte Villa, dort bekommen wir das Dachgeschosszimmer, das ausreichend gross mit vielen Dachschrägen ist. Wir haben einen schönen Ausblick Richtung Meer. Das Zimmer war geräumig und gemütlich, insbesondere wegen des Regens und der ausgefallenen Bootstouren haben wir dort viel Zeit mit Lesen auf dem Sofa verbracht. Das erste Foto ist vom ersten Tag, das zweite ist vom dritten Tag nachmittags mit blauem Himmel. Das Grundstück ist von einer hohen Mauer umgeben mit einer abgeschlossenen Gartentür, das Auto wird auf dem Grundstück geparkt.
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Täglich gabs ab 14:00 Uhr ein Stück Kuchen und Kaffee zum selbstbedienen aufs Haus, wovon wir eigentlich immer Gebrauch gemacht haben. An der Strassenauffahrt zum Hotel liegt diese alte Turnhalle, das Gebäude ist jetzt Vereinsheim für Deutschstämmige.
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Die Stadt ist nicht gross, 30.000 Einwohner, alles ist fussläufig erreichbar, auch der SPAR, zu dem wir erst einmal gehen, um unsere Trink-, Obst- und Keksvorräte aufzufüllen. Zum Mittagessen sind wir ins Restaurant Essenzeit an der Hafenmole gegangen und haben draussen gegessen. Es gab eine sehr schmackhafte Seezunge, sehr lecker. Viel Verkehr gibt’s in der Stadt nicht, sie wirkt fast wie ausgestorben. Auch eine Bahn haben wir hier nicht fahren sehen. Das Woermann-Haus steht leer.
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Abends bin ich noch zum Agate Beach gefahren, etwa 8km von der Alten Villa entfernt.
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Wirklich interessantes gabs nicht zu sehen, allerdings habe ich das erste Mal Oryxe nicht in der Wüste, sondern auf saftig grüner Wiese gesehen. Sie waren auch nicht scheu, als ich ausstieg um Fotos zu machen. Im Sand der felsigen Dünen konnte ich Fussspuren einer Hyäne ausmachen sowie kleinere Stapfen von Schakalen. Überall sieht man Strassen-Hinweisschilder auf braune Hyänen, aber diese nachtaktiven Viecher sind uns leider nicht über den Weg gelaufen.
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Teil 1623. Mai 2025
Lüderitz: Fahrt zum Diaz Point

Da die Wettervorhersage für unseren ersten vollen Tag nicht vielversprechend klang und Regen ganztägig in Aussicht stellte sowie die morgentliche Bootstour wegen Nebel abgesagt wurde, sind wir mit dem Auto Richtung Diaz Point gefahren und haben auf der dazugehörigen Halbinsel die Rundfahrt gemacht. Letztendlich hat der Regen schon zu Beginn aufgehört und hat erst wieder angefangen als wir die Runde beendet hatten.
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Diese Flamingos standen ganz am Anfang direkt nach der Stadtgrenze von Lüderitz in der Bucht. Am Diaz Point sind wir ausgestiegen und haben uns etwas die Beine vertreten, es gab Seelöwen zu besichtigen sowie einige Schwarze Austernfischer und ein großer Schwarm Kormorane.
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Der Diaz Point heisst so, weil der portugiesische Seefahrer Diaz als erster an diesem Ort an Land gegangen ist im Jahr 1488, und so die Inbesitznahme des Landes im Auftrag seines Heimatlandes dokumentieren sollte. Allerdings hatten die Portugiesen anscheinend kein wirkliches Interesse an diesem unwirtlichen Ort, sie sind weitergesegelt und nie wiedergekommen. Das jetzt aufgestellte Kreuz ist eine Kopie des Originals.
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Etwas weiter auf der Rundfahrt sind wir auf den Halifax Point gestossen, von dem aus man eine gute Sicht auf die Halifax Insel hat. Dort gibt es Pinguine, zu denen man auf der ausgefallenen Bootstour noch dichter heran kommen würde. So gibt es nur ein Foto durch 840mm Brennweite.
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Wir haben noch einige andere Punkte angesteuert, die waren fototechnisch allerdings nicht ergiebig. Auf der touristischen Karte, die wir im Hotel erhalten hatten, war noch für diese Halbinsel eine braune Hyäne eingezeichnet, allerdings haben wir bei unserer Rundfahrt keine Hinweise darauf gefunden, dass diese Tiere hier tatsächlich das Gebiet bewohnen. Wird aber wohl stimmen.

Zu einem verspäteten Mittagessen haben wir an diesem Tag passenderweise im Diaz Coffee Shop zurück in Lüderitz gegessen. Nette Atmosphäre, das Essen war recht passabel, guter Kaffee, alles in allem empfehlenswert.

Weitere Restaurants, die wir besucht hatten: The Portugese Fisherman, sieht etwas einfach aus mit Bedienungen die eher auf Aushilfsniveau kellnerten, das Essen ist aber ordentlich, sowie Cozy Corner Coffee Shop, dort sind die Gerichte eher einfach und werden bei Bestellung aufgewärmt. Nach dem Canyon Roadhouse habe ich hier meinen zweiten Rockshandy meines Lebens getrunken, weil ich hier im Forum von einigen Mitgliedern davon gelesen hatte. Also im Cozy das zweite mal einen Rockshandy bestellt, nachdem ich beim ersten Mal dachte, dass da etwas schief gelaufen sein musste, so widerlich kann ja kein Getränk normal schmecken. Aber nein, ein Rockshandy schmeckt anscheinend tatsächlich so ekelhaft bitter, weil da eben einige Anteile Bitter zugemischt werden. Leute, trinkt das Zeuch ohne mich 🤢 , ich bleibe bei einer normalen Limonade.

Lüderitz: Kolmanskuppe

Hier kommt das fotografische Highlight von Lüderitz. Das Häuser-Ensemble der ehemaligen Diamantenstadt ist eingezäunt und man muss Eintritt bezahlen, dafür kann man eine Führung mitmachen. Bei diesen Führungen bekommt man zwar nicht mehr erklärt als man nicht auch im dortigen Museum oder im Internet nachlesen könnte, aber es ist ja mal trotzdem ganz erfrischend, von einem Local dies zu hören und Nachfragen stellen zu können. Die Öffnungszeiten sind nur vormittags von 8 bis 13 Uhr. Man kann aber ein Fotopermit kaufen, damit verlängert sich die Zutrittsmöglichkeit von 6 bis 18 Uhr, und man hat das farbenintensivierende Morgen- bzw. Abendlicht fürs Fotografieren. Dieses Fotopermit hat mich 400 Nam$ gekostet, es lässt sich jederzeit unkompliziert am Gate kaufen auch für jeden beliebigen Tag im voraus. Ich habe nach der morgentlichen Führung um 10:30 Uhr entschieden,am Nachmittag so gegen 16 Uhr wiederzukommen und war dann der einzige auf dem Gelände.
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Die typischen Sukkulenten, wie sie unzählig um Lüderitz herum wachsen, so auch auf dem Gelände von Kolmanskuppe.

Morgens war es neblig mit geringer Fernsicht, nachmittags hatte ich blauen Himmel. Die hier eingestellten Fotos sind nicht nach vormittags und nachmittags sortiert, sondern sind kunterbunt durcheinander gemischt. Eine Warnung vorab wie auch schon zu Beginn meines Berichts: die Fotos sind nicht Straight-out-of-the-Cam, sondern teilweise stark bearbeitet, d.h. Kontraste, Sättigung und Scharfzeichnung habe ich nach Belieben hochgefahren, mit dem Resultat, dass die Farbanmutung teilweise recht intensiv erscheint.

Auf dem Gelände wird man erst einmal von diesem Schild begrüßt, das so in unterster Reihe zwischen den Häusern steht.
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Die untere Reihe der Häuser birgt sowohl einige Sandverwehungen im Innern…
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… als auch einige ausgestellte Infrastruktur wie Verkaufsläden, eine Eisfabrik etc. Allerdings fehlten mir die zündenden Ideen, die Einrichtungsgegenstände fotografisch ordentlich in Szene setzen zu können. Eine Kegelbahn findet sich auch, die ist im Gebäude des Casino.
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Ausgangs- und Sammelpunkt der Führungen ist das Casino, das sowohl Turnhalle, Festsaal als auch Ausstellungsräume beherbergt. Alles typisch deutsch, deutscher geht es gar nicht…
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Teil 1725. Mai 2025
Kolmanskuppe 1. Fortsetzung

Die übrigen Gebäude auf dem Gelände sind dann durch eigene Initiative erforschbar, alles ist zugänglich ohne Restriktionen, betreten der Gebäude auf eigene Gefahr, es herrscht Einsturzgefahr überall. Zu Hochzeiten beherbergte diese Diamanten-Stadt 1.400 Einwohner, davon knapp 1.000 Schwarze, die getrennte Quartiere bewohnten, die nicht Teil des Sightseeings sind. Die Stadt existierte von 1903 bis in die 1960er. Es gibt ein Buchhalterhaus, ein Architektenhaus, ein Krankenhaus, ein Lehrerhaus usw. Es gibt auch Badewannen Eidechsen.
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Vor Schlangen und Skorpionen wird bei der Führung gewarnt, habe aber diesbezüglich nichts gesehen. Nun geht’s in die diversen Häuser, ich lasse die Bilder mal weitgehend unkommentiert durchrauschen.
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Aufgrund des aktuellen Wetters mit Nebel und zeitweisem Regen herrschte über einen langen Zeitraum weitgehende Windstille. Dies führt dazu, dass die menschlichen Fussschritte, die wir Touristen hinterlassen, lange unverändert sichtbar bleiben. Zu anderen Zeiten führen Windgeschwindigkeiten von bis zu 140km/h dazu, dass alles wieder verweht wird. Leider war es mir somit nicht möglich, den Eindruck der völligen Verwilderung einzufangen.
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Teil 1827. Mai 2025
Kolmanskuppe 2. Fortsetzung

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Das große Gebäude in der Bildmitte ist das Casino.

Hier ist das Krankenhaus von aussen und von innen.
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Gegenüber des Krankenhauses
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Das Haus des Buchhalters
Teil 1927. Mai 2025
noch mehr Kolmanskuppe


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Die Häuser des Buchhalters und des Minenverwalters
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Diese Bahn hat schon vor mehr als hundert Jahren Keetmanshoop und Aus mit Lüderitz verbunden, die Schienentrasse ist aber inzwischen neu gebaut worden. Züge haben wir nicht fahren sehen.
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Teil 2030. Mai 2025
Haifischinsel

Eines neblig-grauen Vormittags sind wir zu Fuss zur Haifischinsel gelaufen, die ja gar keine Insel ist, sondern nur eine Halbinsel. In Anbetracht der deutschen Geschichte, dass dieser Ort ein grausames Konzentrationslager war, in dem mehrere Tausend Menschen litten und gestorben sind, fand ich das, was der Tourist heute zu sehen bekommt, recht mager. Bis auf einige Gedenksteine deutete nichts auf das ehemalige Konzentrationslager hin, ganz im Gegensatz zu vielen Orten in Deutschland und Polen, die ehemals Konzentrationsläger im Dritten Reich waren. Die Haifischinsel ist nun am Anfang mit Luxusimmobilien und Touristenunterkünften belegt, im weiteren Verlauf Richtung Spitze gibt es einen Campingplatz. Ausserdem werden hier nicht nur der Opfer des Konzentrationslagers gedenkt (gedacht?), sondern auch einem Kolonialisten, nämlich Adolf (Meilenschwindler) Lüderitz, sowie mehreren deutschen Soldaten, und das in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gedenktafeln für die namibischen Einwohner - wäre ich schwarzer Namibier, ich wäre darüber ziemlich angepisst.
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Es war mal wieder neblig, erst zum Nachmittag hin wurde es sonnig.

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Lüderitz
Nach der Haifischinsel ging es den sonnig-nebligen vormittags weiter zum naheliegenden Goerke-Haus, der Felsenkirche und weiteren umliegende farbenfrohe Häuser. Schön von aussen anzusehen, wir sind nirgendwo reingegangen, obwohl zumindest das Goerke-Haus zu besichtigen ist auch von innen.
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Goerke-Haus

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