Tierischer Adventskalender 2024

Reisebericht 52 Antworten · 4'162 Aufrufe · gestartet 30. Nov. 2024 von leofant
Themenstarter754 Beiträge · seit 201022. Dez. 2024 · #41
Guten Morgen freshy, es stimmt! Die letzten Tage sind unglaublich schnell vorbei gegangen. Aber so ist das ja auch beim „richtigen“ Adventskalender: Am 24.12. liegt das letzte Stück Schokolade etc. hinter dem Türchen. Dann ist Schluss mit lustig. Aber ich werde zumindest einen kleinen Nachschlag am 25.12. einstellen. Und vielleicht zu Ostern ein paar Überraschungseier präsentieren 😉 Und Danke für den wirklich schönen Kommentar, der wird gerne von mir genommen. Naja mit den „ugly five“ tue ich mich schon schwer. Jedes Tier ist irgendwie schön ... zumindest in einer gewissen Weise 😗 Ich versuche immer wieder, auch diese Tiere irgendwie interessant zu präsentieren, auch wenn es vermutlich nicht immer gelingt.

Hallo Bele, ich hoffe du hast inzwischen das Schlimmste hinter dir mit deinen „Feuchtgebieten“. Auf jeden Fall drücken Ruth und ich die Daumen. Was den Chobe anbetrifft: Wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, dann kann man durchaus (fast) ungestört auf die Pirsch gehen, aber das kennst du ja. Wir konnten auf dem und am Chobe immer tolle Dinge entdecken, auch wenn wir in 2024/2025 darauf verzichtet haben bzw. darauf verzichten werden. Aber das hat andere Gründe.
Und ich freue mich, wenn ich dich zumindest für einen klitzekleinen Moment etwas vom Desater ablenken konnte. Liebe Grüsse auch von meiner Frau.
Kommen wir zum

Türchen Nummer 22

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Bild 85 Zeitpunkt: Oktober
Manchmal gelingen sie, die Portraits in Augenhöhe. Zum Glück sind die Tokos nicht nur am Boden zu finden, sondern sitzen öfter in einer vielversprechenden Höhe. Da kann ich eigentlich nie widerstehen. Ich mag auch den roten Schnabel vor dem blauen Hintergrund.

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Bild 86 Zeitpunkt: Oktober
Dieser Toko sitzt eigentlich einen Tick zu niedrig. Aber das softe Gegenlicht, das die Umrisse von Kopf und Schnabel etwas aufleuchten lässt, gibt diesem Foto – zumindest für mich – eine besondere Note.

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Bild 87 Zeitpunkt: November
Das Licht ist perfekt, die Haltungsnoten während des Fluges liegen bei etwa 9,5 von 10,0 Punkten, der Abstand zu mir ist eigentlich ideal. Zum Glück sind wir mit dem kleinen Boot (ohne Sonnendach) unterwegs und ich habe deshalb die komplette Bewegungsfreiheit. Aus diesem Grund gibt es für mich nur noch eine Aufgabe: Rechtzeitig auf den Auslöser zu drücken. Der Rest kommt dann von allein 🙂

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Bild 88 Zeitpunkt: Dezember
Ja, bei dieser Aufnahme war etwas Glück im Spiel. Ich bin mit Guide Tefo unterwegs. Wir haben das Sedudu Gate passiert, biegen kurz danach in Richtung Fluss ab. Am Ufer angekommen folgen wir jedoch nicht der Pad in westlicher Richtung sondern nehmen dem Weg, der uns theoretisch zurück nach Kasane führen wurde. Nach ein paar Minuten steigt die Pad an und wir haben einen schönen Blick über den Fluss bis rüber nach Namibia. Hier steht ein mächtiger Baobab. Fast auf Augenhöhe sieht man eine Baumhöhle. Genau dort haben die Ground Hornbills ein Nest gebaut. Tefo und ich sind alleine, wir haben also alle Zeit der Welt. Wir „parken“ deshalb, verhalten uns ruhig und unterhalten uns auch nur im Flüsterton. Und irgendwann werde ich für meine Geduld belohnt. Ein Altvogel verlässt die Baumhöhle und ich kann ihn in einer sehr schönen Position fotografieren. Wieder einmal bestätigt sich der Satz: Tierfotografen brauchen ein wenig Glück und sehr viel Geduld, dann sind die Chancen groß, ein paar schöne Bilder zu machen.

… Fortsetzung folgt …
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zuletzt bearbeitet 22. Dez. 2024
148 Beiträge · seit 201822. Dez. 2024 · #42
Hallo Leofant,
ein großes Dankeschön von mir für Deine täglichen "Tierchen hinter den Türchen".
Jeden Morgen nach dem Frühstück freue ich mich darauf, sehr schöne ausdrucksstarke Bilder mit lebevollen Begleittexten. Einfach ein Genuss!!
Ich wünsche frohe Weihnachten und eine gutes 2025 und bin jetzt schon gespannt auf die letzten 2 Türchen.
Als Dankeschön erlaube ich mir ein Paar Bilder von unserer "Jackpotsichtung" 2023 aus dem Delta anzufügen, mit den Lieblingstieren Deiner Frau. Gepardin mit 6 kleinen, ja, es waren wirklich SECHS.
Liebe Grüße Till
Themenstarter754 Beiträge · seit 201023. Dez. 2024 · #43
Guten Morgen Till, ooooooh ! Da hast du aber einen Treffer gelandet!
Ruth und ich haben uns die Fotos angeschaut und so kommentiert: „Well, not too bad. Can´t complain.“ Danach haben wir unsere Gesichter im Spiegel betrachtet … und sie waren ganz grün … VOR NEID 🤢 Aber jetzt ernsthaft: Wir gönnen euch diese wirklich, wirklich aussergewöhnliche Sichtung von Herzen, aber natürlich haben wir erst einmal gaaaaanz tief geseufzt. Schreibst du mir bitte, WO im Delta ihr diese Familie gesehen habt? Vielleicht Chief´s Island? Ich hoffe du hast nichts dagegen wenn ich Bild 1 mit dem Smartphone fotografiere und das „meinen Jungs“ (den Guides) im April 2025 zeige? Wir werden 8 Nächte in der Moremi Gegend verbringen, da kann ich die Jungs dann richtig unter Druck setzen! Anmerkung: Wir kennen unsere Guides schon länger, die kommen mit einem nervigen Leofanten ganz gut klar. Ich kann es manchmal nicht verstehen, aber die freuen sich sogar, wenn wir dort erscheinen – ehrlich! 🙂
Und hier kommt das vorletzte Türchen, nicht wahnsinnig spektakulär, aber hoffentlich trotzdem interessant...

Türchen Nummer 23

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Bild 89 Zeitpunkt: November
Es müssen nicht immer die grossen Säugetiere sein, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, manchmal sind die „Models“ für andere wahrscheinlich eher unscheinbar. Dieser Schlangenhalsvogel sitzt auf einer der Inseln mitten im Chobe. Der Himmel ist bedeckt, ich bin nicht böse darum, denn das Licht ist nicht sehr intensiv und zeigt die Zeichnung der Federn recht gut. Wir sind mit dem kleinen Boot unterwegs, ich liege ganz vorne am Bug - so habe ich meine bevorzugte Position auf Augenhöhe.

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Bild 90 Zeitpunkt: Dezember
Warum habe ich dieses Bild gemacht? Ich fand die Farbkombination – blauroter Kopf, viele weiße Punkte, dunkles Federkleid, umgeben vom satten Grün in der Regenzeit, sehr ansprechend. Die Kopfhaltung des Perlhuhns ist auch nicht unbedingt alltäglich. Das waren für mich Gründe genug, dem Perlhuhn „eine Bühne“ im Fotobuch zu geben.

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Bild 91 Zeitpunkt: April
Unten am Chobe, in der Nähe der Chobe Safari Lodge, melden sich die Boote vor der Einfahrt in den Park an. Statt danach dem Flusslauf in Richtung der Chobe Game Lodge zu folgen, fahren wir an diesem Morgen nach Nordwesten. Man passiert die Spitze einer Insel, kommt an drei markanten Bäumen vorbei und wendet sich ganz nach Westen. Hier kann man eine Wasserstraße befahren, die in eine Sackgasse mündet. Wie fast immer bewegen wir uns eher im Schneckentempo vorwärts, denn wir wollen keinen der Anwohner stören. Schon bald hat Guide John diesen Pied Kingfisher ausgemacht. Noch ehe wir dicht bei ihm sind, hat er sich im Sturzflug ins Wasser gestürzt und ein Fischlein geholt. Kaum ist er auf seinen „Favourite Spot“ zurückgekehrt, sind wir ganz nah am Geschehen und ich kann meine Fotos machen. Ich denke man kann sich gut vorstellen, wie die Geschichte weitergeht. Der Fisch wird solange hin und her geschleudert, bis es für den Vogel passt und Schwupps! hat er ihn verschluckt.

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Bild 92 Zeitpunkt: November
Während wir dem ausgetrockneten Savuti Channel folgen, lassen wir unsere Blicke rechts und links schweifen. In der Mitte fahren wir in der sandigen Spur, die von Grasflächen begrenzt wird. Das Gras wiederum reicht bis zum sattgrünen Buschwerk, denn die Regenzeit hat bereits begonnen und die vor etwa zwei Wochen noch trockene Region völlig verwandelt. Außer einigen Impalas ist für uns eigentlich nichts zu sehen, aber Guide Obed stoppt und deutet in eine bestimmte Richtung. „Schaut mal, da sitzt eine Verreaux's eagle-owl (früher Giant eagle-owl genannt)!“ Jetzt haben auch wir sie entdeckt. Wie immer ist den scharfen Augen unseres Guides nichts entgangen. Obed verlässt die Pad und fährt vorsichtig auf den Milchuhu zu. Jetzt dreht er den Kopf und schaut uns – wie ich finde – mit etwas hochmütigem Blick an. Ich freue mich über diese Begegnung. Ich konnte in der Vergangenheit zwar schon einige Bilder dieser Vögel machen, aber sie befanden sich immer oberhalb in den Bäumen. Diesmal ist die Situation viel besser. Die Entfernung ist gut und die Perspektive ist fast perfekt. Na da gibt es kein Zögern für mich. Danke lieber Milchuhu und Danke Obed. Ihr habt beide dafür gesorgt, dass ich den folgenden Sundowner noch ein Stückchen zufriedener genießen kann 🙂

… Fortsetzung folgt …
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148 Beiträge · seit 201823. Dez. 2024 · #44
Hallo Leofant,
gegen Dein Handyfoto von den geleckten habe ich nichts.
Gesehen haben wir diese Familie im Februar 2023 in der Qorokwe-Konzession im Delta.
Nach 2 über Wochen Wüste (KTP und CKGR) wollten wir für unsere letzten Tage auf dieser Reise eigentlich noch in den südlichen Moremi für 3-4 Tage. Vorgebucht hatten wir nix. In Maun kam uns dann die Idee bei den Anbietern der gehobenen Unterkünfte mal nach einen besonders günstigen "Walk-In-Preis" zu fragen. Direkt am Airport in Maun bei Wilderness wurden wir fündig, mit dem von Wilderness vertriebenen Angebot der Qorokwe-Lodge. Diese liegt südöstlich von Chief`s Island in der Nähe der Wilderness_Lodge "Chitabe". Das Konzessionsgebiet ist sehr groß, geht bis an den Südrand vom Moremi GR. Wir waren ab Tag 2 die einzigen Gäste und unser Guide John ein sehr guter.
Laut John hat es die Gepardenmutter in 2021 geschafft, 5 Kleine bis zur Selbständigkeit durchzubringen. Jetzt toppt sie es mit 6 Keinen. Wir hatten das Glück mit dieser Familie 2 Stunden ungestört zu verbringen, dann kamen die Geier um sich an den Impalaresten zu laben. Da wurde es der Mutter zu heiß, in Richtung entdeckt werden und sie verschwanden in den Büschen.
Gruß Till
Themenstarter754 Beiträge · seit 201023. Dez. 2024 · #45
Hallo Till, ja super dann mache ich das und zeige den Jungs das Bild als Aufgabe 🤩
Unser Standort ist etwa 40 km Luftlinie von Chitabe entfernt und die Cheetah Mama macht sich im April 2025 bestimmt auf den Weg zu uns - natürlich mit Nachwuchs 😄 😄 😄 Wir kennen tatsächlich einen Teil des Gebietes, die Sandibe Lodge (and beyond) ist dort auch in der Nähe und dort waren wir mal. Naja Wildnerness können "Normalsterbliche" eher nur als Sonderangebot buchen, aber da habt ihr ja Glück gehabt. Danke noch mal und viele Grüsse von Walter
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1'624 Beiträge · seit 201523. Dez. 2024 · #46
Hallo Walter,

die ersten 14 Türchen habe ich auf einmal geöffnet....das war schon fast ein overkill an tollen Fotos. und so werde ich mir in der ruhigen Zeit diese sicherlich noch einmal ansehen. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf die letzten 2? Türchen.
Ganz ganz ganz herzlichen Dank fürs Teilen und die damit verbundene Zeit.
Liebe Grüße,
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter754 Beiträge · seit 201024. Dez. 2024 · #47
Guten Morgen liebe Fomis,
heute am 24.12. ist das letzte Türchen dran. Wie das bei vielen Kalendern üblich ist, habe ich dieses Türchen etwas grösser - also mit ein paar Bildern mehr - gestaltet. Vielleicht nicht wahnsinnig spektakulär, aber hoffentlich trotzdem sehenswert. Auch an Elisabeth (sphinx) geht natürlich noch ein Gruss raus. Ich habe mich über alle, die dabei waren, sehr gefreut 😘

Türchen Nummer 24


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Bild 93 Zeitpunkt: November
Wir haben die Upper Road verlassen und sind in Richtung Fluss abgebogen. Dort senkt sich die Pad leicht ab und verläuft ein Stück niedriger als der Pistenrand. Als Bodenbrüter hat sich der Kaptriel entschlossen, genau hier seine Eier auszubrüten. Die Stelle kommt meinen Wünschen entgegen, ich beuge mich aus dem Fahrzeug, halte die Kamera etwas tiefer und schon habe ich eine gute Perspektive, nämlich fast auf Augenhöhe mit dem Vogel. Was mich allerdings ein wenig wundert: Nur wenige Meter entfernt verläuft unverkennbar ein „Elephant Highway“. Dann kann man nur hoffen, dass sich kein unvorsichtiger Eli in die Nähe des Triels verirrt! Allerdings sind die Vögel für ihre Furchtlosigkeit bekannt. Wenn so etwas passiert, wird er vermutlich mit gespreiztem Gefieder und aggressiven Bewegungen versuchen, den grauen Riesen wieder auf den richtigen Pfad zu dirigieren und es würde mich nicht wundern, wenn ihm das auch gelingt 🙂

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Bild 94 Zeitpunkt: November
Einer der Inseln im Chobe – noch ein gutes Stück vor der Chobe Game Lodge – haben wir den Namen „Skimmer Island“ gegeben, denn hier brüten die Scherenschnäbel während der Saison sehr gerne. Dann kommt mir ausnahmsweise der starke Verkehr auf dem Wasser zugute, denn die Skimmer sind Boote gewöhnt. Wir sind wieder mit dem kleinen Boot unterwegs. Das hat so gut wie keinen Tiefgang. Der Motor wird also abgestellt und wir lassen uns solange treiben, bis wir ganz sanft am Ufer aufsetzen. Obwohl wir so nah sind ist es oft nicht einfach, die Jungtiere zu entdecken. Solange sie sich zwischen den Grasbüscheln aufhalten, sind sie perfekt getarnt. Erst wenn der Altvogel mit einem Fisch im Schnabel landet, kommt plötzlich Bewegung in die Szenerie und mit aufgerissenen Schnäbeln betteln die Kleinen um Futter. Leider habe ich in diesem Fall keine Chance, mit der Kamera noch weiter nach unten zu kommen, es war nicht vorher zu sehen, dass die Fütterung so nah vor mir stattfindet. Ach ja, es dauert etwas mehr als eine Minute und der relativ große Fisch ist fast vollständig von dem Winzling verschluckt. Nur der Schwanz schaut noch länger aus dem Schnabel. Mutter Natur zeigt mir immer wieder unglaubliche Geschichten!
Allerdings gibt es auch traurige Aspekte zu berichten. Etwa ein Jahr später bin ich wieder auf dem Chobe unterwegs. Leider wird diese kleine und schmale Sandinsel auch von den Büffeln benutzt, um von einer Insel zur nächsten zu kommen. Die Auswirkungen für den Skimmer-Nachwuchs sind dann verheerend, denn vor etwa 100 Büffeln, die über diese Insel trampeln, kann man sich nicht in Sicherheit bringen.

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Bild 96 Zeitpunkt: November
Wieder einmal passieren wir die Einfahrt zur Chobe Game Lodge und fahren auf der „roten Pad“ in Richtung Elephant Beach / Serondela. Links und rechts stehen viele Bäume. Doch halt! Was ist das? Ein Lilac-Brested Roller fliegt davon und im Baumstamm sehen wir ein großes Loch. Guide John ist sich sicher: Dort ist ein Nest. Gut zu wissen, denn diesen Weg nehmen wir ja sehr oft, in der Regel auf dem Hinweg und auf dem Rückweg. Also fahren wir in den nächsten Tagen grundsätzlich immer sehr langsam an diesem Baum vorbei, während ich die Kamera in der Hand halte. Und eines Tages passiert es! Ich weiss, das Bild ist wirklich nicht perfekt, leider etwas verschwommen. Aber ich musste es einfach in den Bildband aufnehmen, denn solche Möglichkeiten habe ich bisher selten gehabt. Auch dieses Foto resultiert aus den Grundsätzen: Immer wachsam sein und Geduld mitbringen – dann bekommt man seine Chancen.

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Bild 95 Zeitpunkt: Dezember
Ein nettes Bild, wie ich finde. Aber dahinter steckt eine Menge Zeitaufwand. Jetzt sind wir wieder bei dem Thema: Mit einer guten Vorbereitung, viel Geduld und etwas Glück gelingen mir – wie ich zumindest finde - durchaus gute Bilder. Wenn man jeden Tag am Flussufer des Chobe entlangfährt, dann entdeckt man auch die Lieblingsplätze der Bee-Eater. Wie oft schon habe ich versucht, ein ungewöhnliches Bild zu machen. Und wie oft habe ich dabei versagt 🤢 Aber an diesem Tag hat es endlich geklappt. Es ist später Vormittag und der Autoverkehr hält sich in Grenzen. Wir können also ungestört parken und ich kann mein Glück versuchen. Glück ist allerdings nur ein Aspekt, der andere ist (wie bereits erwähnt): Gute Vorbereitung. Heute bin ich mit Guide Tefo unterwegs. Während wir also diesen Ast als einen der Lieblingsplätze ausgemacht haben, ist Geduld angesagt. Eine weitere Herausforderung ist die hohe Geschwindigkeit der kleinen Vögel. Und irgendwann – bei dem (gefühlten) Versuch Nummer 20 – gelingt es. Das Weibchen sitzt genau richtig, ich kann also den Fokus auf eine Stelle ausrichten. Und Tefo macht seine Ansagen. Achtung Walter! Das Männchen hat gerade in der Luft etwas gefangen! Jetzt macht es einen Bogen (quasi wie ein Flugzeug, dass zur Landebahn schwebt), und vier, drei, zwei eins… ich drücke den Auslöser schon bei „zwei“ und es passt! Juhuuuuuuu! Es hat geklappt. Alleine hätte ich es nie hinbekommen, denn meine Reaktionszeit ist einfach viel zu langsam. Jetzt noch mit Spannung die Fotos vergrößert… ok! Sie sind scharf. Nach etwa einer halben Stunde können wir also zufrieden unseren Gamedrive fortsetzen.

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Bild 97 Zeitpunkt: Mai
Es ist schon einige Jahre her und trotzdem kann ich mich noch gut an diese Situation erinnern. Die Sonne steht schon knapp über dem Horizont, wir blicken über eine weite goldfarbene Ebene irgendwo in der Nxai Pan, ein paar Vögel singen ihr Abendlied und in einiger Entfernung zieht majestätisch eine Giraffe vorbei. Den Afrika-Erfahrenen wird es nicht fremd sein. Das Gefühl, welches sich in solchen Momenten aufbaut: Ich will hier nie wieder weg!

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Bild 98 Zeitpunkt: November
Natürlich gibt es diese Momente wie im Bild vorher beschrieben auch auf dem Chobe. Mit etwas Glück erwischt man einen ruhigen Moment ohne viel Bootsverkehr. Ja, das Hippo habe ich leider nicht exakt im Profil erwischt und noch schöner wäre es gewesen, wenn der gesamte Kopf sich vor dem goldenen Wasser abgezeichnet hätte. Aber manchmal gelingt es mir tatsächlich, ein nicht zu anspruchsvolles Bild zu machen, die Kamera wegzulegen und den Moment zu genießen. Das klappt bei der Jagd nach schönen Bildern leider viel zu selten, tut aber auch mal gut…

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Bild 99 Zeitpunkt: Diverse
Warum fahrt ihr eigentlich so oft nach Afrika? Viele von euch kennen vermutlich diese Frage aus dem Freundes- oder Familienkreis. Hmmm… ja … unter anderem auch wegen der Sonnenuntergänge. Und ich werde garantiert nicht müde, solche Szenen immer wieder aufzunehmen, solange ich die Möglichkeit habe.
Bild links oben: South Luangwa, Zambia – links unten: Hwange NP, Zimbabwe
Bild Mitte oben: Timbavati, South Africa – Mitte unten: Chobe Riverfront bei Ngoma, Botswana
Alle Bilder rechts: Chobe River, Botswana

Mit diesen Bildern verabschiede ich mich für dieses Jahr und bedanke mich für alle Kommentare und „Danke“ Klicks (die haben mich natürlich sehr motiviert). An diesem Tag möchte ich mich ausserdem bei drei Freunden bedanken, ohne deren Unterstützung viele der Fotos im Adventskalender gar nicht möglich gewesen wären: Danke an Gabi und Phil, die ehemaligen Eigentümer der Garden Lodge am Chobe (die gibt es in dieser Form leider nicht mehr) und an Walter von Desert & Delta Safaris (ja, der heisst genauso wie ich). So, dann wünschen Ruth und ich allen Fomis:
HABT EIN ENTSPANNTES UND FRIEDLICHES WEIHANCHTSFEST und kommt gut ins neue Jahr

Ich wiederhole gerne meinen Abschlusskommentar aus dem letzten Jahr:
Liebe Grüße vom „Tau ya monna mogolo“. Das heißt auf Setswana „Alter Löwe“. Und so nennen mich die Guides dort … weil ich gerne an jedem Wasserloch auf der Lauer liege 🤩

… Fortsetzung folgt … im Dezember 2025 !
Anmerkung: Ich habe inzwischen wieder einige Schnappschüsse für das nächste Fotobuch und damit den nächsten virtuellen Kalender sammeln können. Die folgende Collage zeigt einige davon. Wobei ich das „reale“ Fotobuch erst in Angriff nehmen werde, wenn wir Mitte April 2025 wieder aus Botswana zurück sind. Dann erst werde ich entscheiden, welche Fotos am Ende präsentiert werden – vielleicht kommen ja noch ein paar nette Bildchen dazu …

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Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011
zuletzt bearbeitet 24. Dez. 2024
4'382 Beiträge · seit 201524. Dez. 2024 · #48
Guten Morgen, lieber Walter Leofant,
wie jeden Morgen (senile Bettflucht!)seit 24 Tagen habe ich neugierig auf Deinen aktuelles Adventskalender gewartet! Herzlichsten Dank für Deine Mühe, uns Einblicke in Deine Fotografier- und Formulierungskunst zu geben. Man könnte beinahe schwach werden und wiederholt „zum letzten Mal“ nach Botswana reisen wollen….
Schöne Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
3'883 Beiträge · seit 201124. Dez. 2024 · #49
Guten Morgen lieber Walter,
auch von mir - wenn auch beschämend verspätet für eine Seniorin 😉 - ein herzliches Dankeschön für deinen besonderen Adventskalender. Ich glaube, es wurde schon alles geschrieben, was mir jetzt nicht spontan einfällt.
Wieso musst du zum Schluss diesen Cliffhanger anfügen, der mir den Mund wässrig macht? Ich finde das gemein, denn Wartenkönnen gehört nicht zu meinen bevorzugten Charakterzügen.
Dir und deiner Frau wünsche ich ein friedvolles Weihnachtsfest und fürs neue Jahr Glück und Gesundheit, damit du weitere neue Kalenderfotos schießen kannst.

Auf Wiederlesen!
Gertraude
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Themenstarter754 Beiträge · seit 201024. Dez. 2024 · #50
Hallo Friederike, genau! Auch an Weihnachten legt die „Bettflucht“ keine Pause ein. Dafür war es zumindest bei mir beim Waldspaziergang sehr ruhig. Bis auf die Rehe, die etwas hektisch waren 😗
Und das mit dem „letzten Mal Botswana“ kennen wir nur all zu gut. Wir werden – was Fernreisen betrifft – langsam reisemüde, aber wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten. Eigentlich war 2025 schon gar nicht mehr geplant, aber dann gibt es doch wieder Gründe, NOCH EIN EINZIGES MAL nach Botswana zu reisen. Im Familien- /Freundeskreise lächeln sie nur noch müde, wenn wir das sagen.
Mal sehen, was die Zukunft noch bringt.
Hallo Gertraude,
also ich war richtig verwirrt, als ich am frühen Morgen nichts von dir gehört bzw. gelesen habe 😄 Naja, im TV gibt es ja auch manchmal die Cliffhanger: Versäumen sie nicht, auch das nächste Mal wieder rein zu schauen wenn es heisst: Wir jagen die wilden Tiere Botswanas … aber nur MIT DER KAMERA…

Noch einmal Danke für die guten Wünsche und ich hoffe, ihr könnt ähnlich entspannt die Feiertage geniessen, wie wir das vermutlich hinbekommen.
Liebe Grüsse von Ruth und Walter
Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011
768 Beiträge · seit 201724. Dez. 2024 · #51
Hallo Leofant
Vielen herzlichen Dank für diesen genialen Adventskalender mit den grossartigen Fotos!
Er hat mir viel Freude gemacht. Im 2026 möchten wir auch wieder nach Botswana.
Ich wünsche allen frohe Festtage und schöne Reisen im 2025!
Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter754 Beiträge · seit 201027. Dez. 2024 · #53
Hallo Caroline und Konni,
vielen Dank für eure Kommentare 😘 Ja, ich bin jetzt schon gespannt, was uns im April 2025 so erwartet im Okavango Delta
und in Savute. Zumindest ein paar Impalas werden mir wohl vor die Linse laufen 😄 😄
@ Caroline: 2026 kommt schneller als man denkt...
Liebe Grüsse
Walter
Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011