Reisebericht

Tierischer Adventskalender 2024

von leofant · begonnen 30. Nov. 2024 · 25 Teile

Teil 130. Nov. 2024
Liebe Fomis,
vor genau einem Jahr hatte ich meinen letzten „tierischen Adventskalender“ hier im Forum eingestellt. Also ist es wieder an der Zeit, den Nachfolger 2024 zu präsentieren.
Auch dieses Mal habe ich aus meinem „Fotobuch Nr. 2“ wieder pdfs generiert und Screenshots der einzelnen Seiten gemacht. Dadurch liegt die Qualität vielleicht nicht bei 100%, aber für einen virtuellen Kalender sollte es genug sein. Das Fotobuch beinhaltet 99 Seiten, also kann ich an jedem Tag ca. 4 Bilder einstellen. Ich habe manchmal kurze oder auch längere Kommentare zu der jeweiligen Situation geschrieben. So kann man nachvollziehen wie oder warum es zu den Fotos kam. Auch für diesen Kalender gilt: Für zarte Gemüter mögen manche Beschreibungen etwas brutal wirken, aber die Wildnis ist nun mal wild. Und daran will ich auch bei der Kommentierung einzelner Begebenheiten nichts ändern.
Ich hoffe, die Tierbezeichnungen auf den jeweiligen Fotos sind korrekt und ihr werdet euch nicht langweilen.

Heute, am 30.11.2024 teste ich, ob noch alles so funktioniert wie gewohnt und stelle 2 Bilder ein, nämlich die Titelseite und die Rückseite des Fotobuchs. Beide Fotos entstanden bei einer der vielen Touren auf dem Chobe River. Meine Frau Ruth und ich hatten viele Jahre lang das riesige Glück, bei Freunden in Kasane unterzukommen. Die besaßen dort eine Lodge. Während Ruth öfter mit Freundin Gabi unterwegs war, um Besorgungen für die Lodge zu machen, konnte ich fast jeden Tag den Nationalpark besuchen. Entweder zusammen mit den Gästen, oder manchmal auch ganz alleine mit einem der Guides. Das war natürlich immer das „rosarote Paradies“ für mich, denn vor allen Dingen John und Tefo waren extrem engagiert, um mir so viel „tierische Situationen“ wie möglich zu präsentieren. Leider sind unsere Freunde seit 2021 nicht mehr in Botswana. Das war ein Schock für uns, aber immerhin ist es uns weiterhin einmal pro Jahr möglich unser geliebtes Land zu besuchen. Deshalb kann ich jetzt schon sagen, dass auch der nächste Kalender 2025 wieder erscheinen wird.
Morgen – also am 01.12.2024 – geht es dann los mit dem Kalender

Liebe Grüße Walter


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Teil 201. Dez. 2024
Guten Morgen Konni und Freshy! Schön das ihr dabei seid 😁 Ich hoffe ich kann euch täglich einige nette Minuten schenken.
Dann beginne ich doch gleich mal mit

Türchen Nummer 1


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Bild 1 Zeitpunkt: November
Tatsächlich habe ich schon immer eine besondere Verbindung zu Elefanten gehabt. Sobald ich mich in der Nähe der grauen Riesen befinde, erfasst mich eine Hochstimmung, die normalerweise recht lang anhält. Im Freundes- bzw. Verwandtenkreis halten mich viele für total meschugge, weil ich unglaublich viele Elefantenbilder auf der Festplatte gespeichert habe. Aber dafür konnte ich das Leben der Elis von der Geburt bis zum Tod ganz gut (zumindest für meine Ansprüche) dokumentieren. Wie sagte Thoralf, ein deutscher Tierfilmer: Elefanten machen glücklich! Und das ist absolut wahr. Ich liebe es, wenn wir dicht an einem Elefantenpfad stehen, den Motor stoppen und auf das Herannahen einer Herde warten. Zumindest wir haben die Erfahrung gemacht: Wenn man vorher schon parkt und sich ruhig verhält, sind diese Begegnungen immer total entspannt, denn die Elis können ja selbst entscheiden, wie nahe sie an den Wagen herankommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bei den zahlreichen Begegnungen jemals Angst verspürt hätte, aber immer habe ich dieses unglaubliche Gefühl, wenn ich das Grummeln oder das kurze Trompeten der Tiere hören kann, während sie unseren Standort passieren.
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Bild 2 Zeitpunkt: November
Es ist schon einige Jahre her, aber ich kann mich noch gut erinnern. Wir tuckern mit dem Boot gemächlich am Ufer des Chobe entlang, als wir auf diese zwei Kampfhähne treffen. Sie meinen es nicht wirklich ernst, messen eher nur ihre Kräfte. Die Perlhühner am Rand der Arena kommen mir vor, wie die Ringrichter beim Boxen. Scheinbar mit kritischem Blick analysieren sie, wer von den beiden die bessere Technik drauf hat. Ach ja, der Kampf ging übrigens unentschieden aus 😄

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Bild 3 Zeitpunkt: November
Am späten Vormittag haben wir unseren weitesten Punkt in der Nähe der Chobe Savanna erreicht und gleiten langsam über das Wasser. Am Ufer versammeln sich immer mehr durstige Elefantenherden. Während sich die Mütter mit dem Nachwuchs in der Nähe des Ufers aufhalten, genießen die Älteren einen Ausflug ins tiefere Wasser. Guide John hat schon längst den Motor ausgeschaltet und wir treiben mit der Strömung auf die Elis zu. Ich habe mich ganz vorne am Bug positioniert, um möglichst nah an meinem Motiv zu sein. Der Eli hat sichtlich Spaß dabei, das Wasser mit dem Rüssel aufzusaugen, um es dann wieder als Springbrunnen auszustoßen. Ich kann das bei der aufkommenden Hitze des Tages sehr gut nachvollziehen und freue mich über dieses Motiv.

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Bild 4 Zeitpunkt: Dezember
Gerade die jugendlichen Elefanten beobachte ich immer wieder gerne, langweilig wird mir dabei nie. Auch diese drei Freunde haben sich etwas einfallen lassen, damit ich sie ja nicht übersehe und ein schönes Bild knipsen kann. Natürlich habe ich mich höflich bei ihnen bedankt. Vielleicht begegnen wir uns ja wieder 🙂

… Fortsetzung folgt …
Teil 302. Dez. 2024
Ich wünsche einen schönen guten Morgen ! Und weiter geht es zu

Türchen Nummer 02

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Bild 5 Zeitpunkt: Juni
„Meine“ Jungs (die Guides) haben ein exzellentes Gespür dafür, wie nahe man mit dem Boot an einen badenden Eli heranfahren kann, ohne dass er genervt wirkt. Bei manchen „Badegästen“ halten sie mehr Abstand, bei anderen weniger. Hin und wieder wurden wir in der Vergangenheit mit einem strengen Blick bedacht, wenn wir eine gewisse Grenze erreicht hatten, aber richtig wütend geworden ist keiner von ihnen.

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Bild 6 Zeitpunkt: Oktober
Ich finde, dieser Eli schaut sehr nachdenklich aus. Ob er wohl überlegt, welche Termine er in der aktuellen Woche noch wahrnehmen muss?

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Bild 7 Zeitpunkt: Oktober
Wir fahren ein Stück am Ufer des Lake Kariba entlang. Auch hier weiß unser Guide „Little Alex“ (er brachte übrigens geschätzte 150 kg auf die Waage) ganz genau, wie er das Boot positionieren kann. Immerhin nähern wir uns ja eine Mutter mit Kleinkind, das ist manchmal nicht ganz ungefährlich. Das Kleine tut mir den Gefallen und kommt unter dem Bauch der Mutter hervor. Wie alle Kinder ist es ziemlich neugierig, nachdem die Mutter scheinbar Entwarnung gegeben hat. Der halbe Körper ist im Schatten, das Hinterteil wird von der Nachmittagssonne angestrahlt, ich bin sehr zufrieden mit dieser Situation.

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Bild 8 Zeitpunkt: November
Wir starten vom Kanga Camp und machen mit Guide Bono einen Tagesausflug zu den Mana Pools.
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
Eine Viertelstunde später tritt Bono auf die Bremse und macht den Motor aus. Ganz in unserer Nähe, im Schatten einiger Bäume, steht eine Elefantenkuh mit ihrem Kalb. Das Besondere: An ihren Hinterbeinen sieht man noch das verkrustete Blut und der kleine Eli hat noch seine Nabelschnur. Die Geburt kann also nicht lange her sein, vermutlich irgendwann in der letzten Nacht. Das Junge steht noch ziemlich wackelig, die Hinterbeine gespreizt, damit es nicht umfällt. Zu unserer Verwunderung zieht sich die Mama nicht sofort in den Busch zurück, sie beobachtet uns zwar eingehend, akzeptiert aber unsere Nähe. Was mir noch auffällt: Wenn wir in der Vergangenheit Elefantenbabies gesehen haben, dann hatten die eine rosa Farbe, dieses Kleine aber ist grau, nur die blauen Augen zeigen, dass es sich um ein Kind handelt.
Das Baby stupst seine Mama an und versucht herauszufinden, wo sich denn wohl die Milchbar befindet. Augenscheinlich hat es bisher noch nicht getrunken. Das macht uns ein wenig nervös, denn es ist ja immerhin schon ein paar Stunden alt und braucht bestimmt dringend einen kräftigen Schluck der nahrhaften Milch! Immer wieder sucht es zwischen den Hinterbeinen, ist dort aber logischerweise nicht erfolgreich. Die Mama weiß scheinbar nicht, was zu tun ist, denn das Einzige, was ihr einfällt ist, das Kind immer wieder mit Sand einzupudern. So geht es eine Viertelstunde lang, das Kind sucht und sucht, die Mutter hat keine Ahnung, wie sie sich verhalten soll. Und jetzt? Werden wir hier etwa Zeuge, wie das Kleine langsam an Kraft verliert und verdurstet? Die Stimmung im Fahrzeug ist merklich gedämpft. Meine Frau, die ja gerne hilft, kämpft mal wieder gegen den Drang an, auszusteigen und dem Baby die richtige Stelle zu zeigen.
Plötzlich geschieht etwas Faszinierendes. Es knackt im Busch. Wir waren so fokussiert auf das scheinbare Drama, dass wir nicht bemerkt haben, wie sich eine weitere Elefantenkuh dem Platz nähert. Kurz bevor sie Mutter und Kind erreicht, dreht sie sich um und läuft jetzt ganz langsam rückwärts weiter. Dann ist sie nahe bei Mutter und Kind und tatsächlich! Sie schiebt das Baby mit ihrem Rüssel zu den Zitzen der Mutter, das Kleine erforscht kurz die unbekannte Gegend, um dann mit sichtlichem Genuss die Milch zu trinken. Wir vermuten, die Mama hat eine erfahrene Schwester oder Tante gerufen, die wollte keine Panik auslösen und hat sich deshalb rückwärts genähert. Jetzt sind wir allerdings alle happy, Mama, Kind, Tante, Guide Bono, sowie Ruth und ich. Alles ist gut ausgegangen und wir mussten kein Drama erleben!

… Fortsetzung folgt …
Teil 403. Dez. 2024
An einem (zumindest bei uns im Rhein-Main Gebiet) weiteren trüben Morgen versuche ich, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen 🙂

Türchen Nummer 03

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Bild 9 Zeitpunkt: November
Wir verlassen das Hyena Pan Tented Camp und machen einen Ausflug zu den sogenannten Skybeds, das sind „Holztürme“, in denen man übernachten kann. Auf dem Rückweg stoppen wir an einer Wasserstelle. Hier hat man einen Container in der Erde vergraben. Er ist innen mit bequemen Sesseln und Sichtfenstern ausgestattet. Man sitzt fast auf Wasserhöhe, das gestattet natürlich interessante Ausblicke, ohne dass man von den Tieren bemerkt wird. In diesem Fall bekommen wir Besuch von einem wirklich netten Bullen. Er weiß scheinbar ganz genau, wie er sich zu positionieren hat, damit ich ihn im goldenen Sonnenlicht des Nachmittags gut in Szene setzen kann. Auch die Spiegelung habe ich wirklich gerne als „Sahnehäubchen“ mitgenommen 😁

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Bild 10 Zeitpunkt: Juni
Es hat mir immer viel Spaß gemacht, mit meinem Freund John einen Sunset-Cruise zu unternehmen. Er war an den meisten Tagen zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich musste dann eigentlich nur die Kamera bereithalten und darauf warten, dass meine Motive – wie in diesem Fall die Elis – das Foto noch ein wenig aufhübschen. Natürlich habe ich mir gewünscht, dass einer der Darsteller seinen Rüssel hebt, dass es aber so gut klappt, damit konnte ich nicht rechnen.

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Bild 11 Zeitpunkt: April
Zu diesem Foto ist eigentlich nicht viel zu sagen. Vielleicht nur: Das letzte Einhorn gibt es auch in Afrika am Chobe, dieser „Dagga Boy“ beweist es.

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Die Inseln inmitten des Chobe River bieten eigentlich immer einen Grund, für einige Minuten zu stoppen. Da sie sich - bei niedrigem Wasserstand – ein Stück über der Wasserlinie befinden, habe ich eine interessante Perspektive, um diese zwei Kämpfer in ihrer Arena abzulichten. Ob die Oxpecker ihre „Reittiere“ vielleicht sogar anfeuern? 😄

… Fortsetzung folgt …
Teil 504. Dez. 2024
Hallo Caroline, es freut mich, dass du diese Gefühle – wenn man sich in unmittelbarer Nähe der Elis aufhält – nachvollziehen kannst. Im April 2024 hatten wir eine Frau im Auto, die hatte (etwas überspitzt ausgedrückt) eine Elefantophobie! Sie lebte in Namibia, war also mit wilden Tieren durchaus vertraut. Auf jeden Fall war sie in Botswana irgendwie fehl am Platz. Auf welche Ideen die Leute so kommen, um auf Safari zu gehen ... 😗
Was meinen Kalender betrifft wechsele ich allerdings jetzt zu anderen Tierarten. Ich denke, auch die haben eine Präsentation verdient.
Kommen wir also zu

Türchen Nummer 04

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Bild 13 Zeitpunkt: Mai
Hypnotisieren sich die zwei Teilnehmer gegenseitig? Oder halten sie gerade ein stummes Zwiegespräch? Auf jeden Fall habe ich diesen Schnappschuss natürlich gerne mitgenommen.

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Bild 14 Zeitpunkt: November
Hin und wieder wechseln die Büffel vom Nationalpark über den Fluss auf die namibische Seite. Da das Flussufer in der Regel etwas höher liegt, hat man einen etwas ungewöhnlichen Blickwinkel. Ja, ich weiß, das ist jetzt etwas abwertend kommentiert: Diese beiden Büffel machen nicht gerade einen wahnsinnig intelligenten Eindruck auf mich.

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Bild 15 Zeitpunkt: Juni
Es ist später Nachmittag. Vor etwa 15 Minuten haben wir mit der Fähre den Luangwa River überquert und bewegen uns gemächlich durch die Landschaft. Die „goldene Stunde“ hat bereits angefangen, als wir auf diese beiden Giraffenbullen treffen. Obwohl wir in ihrer Nähe anhalten beachten sie uns überhaupt nicht. Sie stolzieren im Kreis herum und lassen sich keine Sekunde gegenseitig aus den Augen. Wir waren darauf vorbereitet, dass sie ihre Kräfte in einem typischen Giraffenkampf messen würden, aber wir werden enttäuscht. Nach wenigen Minuten gehen sie kampflos in verschiedene Richtungen. Ich mag an diesem Bild, dass Landschaft und Kämpfer in dieses wunderbar goldene Licht der untergehenden Sonne getaucht sind.

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Bild 16 Zeitpunkt: Dezember
Diese beiden Fotos entstanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Hinterland des Chobe, nicht weit vom der alten Flugpiste entfernt. Ich finde, man kann der ersten Giraffe auf dem linken Bild förmlich beim Grübeln zusehen. „Steht hier vor mir eine Gefahr, oder vielleicht auch nicht?“. So beobachten die Menschen im Fahrzeug die Giraffen und werden gleichzeitig von den Tieren ebenfalls begutachtet. Während die Giraffen links total auf uns fokussiert sind, behalten zumindest zwei Langhälse auf dem rechten Foto auch die unmittelbare Gegend im Blick. Das ist tatsächlich keine schlechte Idee, denn unter den Büschen im Hintergrund halten sich öfter mal die Löwen auf.

… Fortsetzung folgt …
Teil 605. Dez. 2024
... und hier kommt das Türchen am Donnerstag ...

Türchen Nummer 05

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Bild 17 Zeitpunkt: Juni
Es gibt eine bestimmte Stelle – ebenfalls im Hinterland des Chobe – die gerne von Elefanten und Giraffen aufgesucht wird. Hier finden sie lebenswichtige Mineralien, die sie gerne aufnehmen. Speziell die Giraffe im Vordergrund ist meiner Meinung nach sehr clever, denn mit gespreizten Beinen und gesenktem Hals ist sie verwundbar, aber um sie herum ist die Landschaft ohne Bewuchs, also kann sich kein Löwe einfach so anschleichen. Bei dieser Aufnahme war ich daran interessiert, die Beine in harmonischer Ausrichtung abzulichten. Ich finde, das ist mir auch ganz gut gelungen.

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Bild 18 Zeitpunkt: Oktober
Wir tuckern mit dem Boot am Ufer des Chobe entlang. Es ist etwas kühler geworden am Nachmittag, Zeit für viele Tiere ans Ufer zu kommen, um nach einem heißen Tag ein paar Schlucke zu trinken. Allerdings bevorzugt diese Giraffe das kleine Wasserloch, obwohl der Fluss unmittelbar daneben verläuft. Vermutlich weiß sie instinktiv, dass in dieser Gegend viele große Krokodile unterwegs sind und die sind durchaus schwer zu entdecken, wenn sie sich dicht unter der Wasseroberfläche nähern. Ich mag es, wenn das Tier ruckartig den Kopf hebt und die Wasserschlieren scheinbar einen Moment in der Luft stehen bleiben, bevor sie als kleiner Regenguss wieder auf den Boden tropfen.

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Bild 19 Zeitpunkt: November
Eigentlich gibt es auf diesem Foto nichts Besonderes zu sehen. Einige Giraffen und eine Herde Impalas. Ich finde aber die Farbkomposition ganz nett. Das überwiegende Braun der Tiere, das gelbe Gras, die grünen Streifen im Vordergrund, die weiße Pfanne und der blaugraue Himmel, der die bevorstehende Regenzeit ankündigt verleihen meiner Meinung nach der Szenerie eine besondere Stimmung. Und was ich gelernt habe: Solange die Giraffen still stehen heißen sie „a tower of giraffes“. Sobald sie sich bewegen wird aus dem „tower“ eine „journey of giraffes“.

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Bild 20 Zeitpunkt: Mai
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
Wir haben vor etwa einer Stunde die Sandibe Safari Lodge für den Morning Gamedrive verlassen. Es ist recht kühl heute früh. Links und rechts glitzert der Morgentau in den Sumpfwiesen, doch was ist dort? Da bewegt sich was! Wir halten an und der Motor wird abgestellt. Ein paar Sekunden später kommen drei jugendliche Hyänen aus dem Gras und beobachten uns neugierig. Guide Tale flüstert uns zu, dass die Tiere ihre Eltern verloren haben und jetzt zu dritt überleben müssen. Sie kennen das Auto und sind deshalb nicht besonders ängstlich. Es dauert auch nicht lange und sie verlieren jede Scheu, beschnuppern und balgen sich, spielen Nachlauf und kommen dabei immer näher an unser Fahrzeug. Dann hält die größte der drei Hyänen inne und läuft dicht an die Motorhaube, direkt unter den Sitz unseres Trackers, der sich außerhalb des Fahrzeugs befindet. Sie beschnüffelt seine Schuhe und fängt an, darauf herum zu beißen. Wir müssen uns alle das Lachen verkneifen, und er hebt seine Füße so hoch, dass sie außer Reichweite sind. Eine zweite Hyäne steht auf meiner Seite direkt neben dem Fahrzeug. Sie schaut unseren Fahrer unverwandt an, so als wäre sie ein Hund und würde auf ein Leckerli warten. Nachdem sie aber nichts bekommt, knabbert sie enttäuscht an einer Metallstange, die seitlich am Jeep angebracht ist. Wenn man das alles mitbekommt, dann könnte man fast vergessen, dass man sich in der Wildnis befindet und dass auch diese jungen Hyänen wilde Tiere sind. Für mich bedeutet das Zusammentreffen eine Bereicherung meiner Bilderkollektion, denn so nah konnte ich Hyänen – bei schönstem Morgenlicht – noch nie aufnehmen.

… Fortsetzung folgt …
Teil 706. Dez. 2024
Hallo freshy und Enilorac65, Danke für das Lob! Ich hoffe, ich kann euch weiterhin Freude bereiten 🙂

Hallo Anni, du triffst es ziemlich genau auf den Punkt. Wir haben bei den Elefantenbegegnungen wohl identische Gefühlsregungen 🙂 Und was Jens und Thoralf anbetrifft: Sie arbeiten ja rund um die Welt und haben wirklich tolle Tierfilme produziert. Und der Elifilm war für uns natürlich besonders, weil wir eine zeitlang quasi Beobachter der Aufnahmen waren.
So, es wird Zeit für

Türchen Nummer 06


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Bild 21 Zeitpunkt: Mai
Wir bewegen uns mit dem Boot gemächlich am Ufer des Chobe entlang. Dann tauchen diese Hippos am Ufer auf. Es ist Nachmittag, die Hitze des Tages lässt allmählich nach, aber eigentlich – zumindest nach meiner Meinung – wäre der Aufenthalt im Wasser um diese Zeit doch sicher angenehmer für die Tiere, gerade wenn man die Sonnenbrandgefahr berücksichtigt. Auf der anderen Seite war ich noch nie ein Hippo und kann ihre Gedankengänge deshalb auch nicht nachvollziehen. Mir bringt dieses „Hippo-Arrangement“ jedenfalls ein nettes Bild. Besonders gefällt mir das Tier ganz rechts. Die pinkfarbenen Flecken an den Beinen wirken schon irgendwie schick 😄

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Bild 22 Zeitpunkt: Mai
Wenn wir die Hippos im Wasser beobachten und nur die Köpfe sehen, wird einem nicht unbedingt bewusst, WIE mächtig ihre Körper sein können. Ich finde, dieser Schnappschuss bringt die Dimensionen ganz gut zur Geltung

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Bild 23 Zeitpunkt: Juni
Nach dem Ende der Regenzeit, wenn der Wasserstand des Luangwa River langsam niedriger wird, kommen die ersten Sandbänke im Fluss zum Vorschein. Ein guter Ort, um das Treiben der Hippos zu beobachten, ist die Terrasse unseres Chalets im Nsefu Camp. Es ist gerade 14:00 und ziemlich heiß. Während die meisten Hippos dösend im Wasser verbringen, wechselt die kleine Familie mit extrem langsamer Geschwindigkeit den Standort. Während die Mutter den schweren Kopf scheinbar auf dem Sandboden abstützen will, beobachtet das Kleine neugierig die Umgebung. Für mich zeigt das Foto ein Stück weit den Unterschied zwischen dem „würdevollen“ Alter und dem jugendlichen Antrieb.

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Bild 24 Zeitpunkt: Juni
Das ist für mich ein ganz typisches Bild. Wir tuckern wieder einmal langsam über das Wasser und stellen wirklich für niemanden eine Bedrohung dar. Das hindert diesen jugendlichen Bullen aber nicht daran, sich mächtig „aufzuplustern“ um uns zu zeigen, wie gefährlich er schon ist und dass wir besser Abstand gewinnen, bevor er auf uns los geht. Selbstverständlich bleibt es bei dieser Drohung und wir können unseren Weg ungehindert fortsetzen

… Fortsetzung folgt …
Teil 807. Dez. 2024
Es ist Samstag früh und draussen ist es noch dunkel. Wir sind noch in "Klein-Afrika". So nennen wir das kleine Hotel mit Restaurant im afrikanischen Stil hier im Odenwald. Doch bevor wir unsere Sachen packen und wieder nach hause fahren, beschäftige ich mich noch schnell mit dem "richtigen" Afrika, Also wird das nächste Türchen geöffnet.

Türchen Nummer 07

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Bild 25 Zeitpunkt: Dezember
Das war eine wirklich spannende Situation, die mir einige gute Bilder bescherte. Der Bulle befindet sich auf einer Insel mitten im Chobe und grast friedlich, als wir uns vorsichtig nähern. Guide John stoppt den Motor und wir treiben ans Ufer. Wir sind mit dem kleinen 4-Personen-Boot unterwegs, meine Frau Ruth hat uns begleitet. Während ich mich im Bug des Bootes herunterbeuge, um eine gute Perspektive zu bekommen, hebt der Bulle den Kopf und schaut uns missmutig an. Dann läuft er mit grimmigem Ausdruck in unsere Richtung. Mein Freund John kennt mich lange genug und weiß genau, welche Bilder ich gerne haben möchte, deshalb wartet er noch ein paar Sekunden, bevor er den Motor startet. Der Bulle ist inzwischen im Wasser, kommt immer näher und macht eine Menge Lärm. Ruths Stimme wird lauter: „JOHN! ES REICHT JETZT“. Da lässt sich unser Freund erweichen und bewegt das Boot im Rückwärtsgang ein Stück weg. Der Bulle ist zufrieden. Nach ein paar weiteren Drohungen ändert er die Richtung. Auch ich bin zufrieden, denn ich konnte einige nette Actionfotos abspeichern. Dazu möchte ich bemerken: Mit „normalen“ Gästen würde John solche Aktionen auf keinen Fall durchziehen. Er ist sich seiner Verantwortung – was die Sicherheit der Gäste anbetrifft – absolut bewusst. Aber wir sind ja keine Gäste, sondern „Spielgefährten“ 😵 😗

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Bild 26 Zeitpunkt: Mai
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
Wir befinden uns im Kwando Lebala Camp. Während des Mittagessens erscheint unser Guide. Er fragt uns, ob wir heute Nachmittag zeitiger losfahren könnten, sie hätten am Morgen Geparde entdeckt und dort wolle er uns hinbringen. Wir zögern natürlich keine Sekunde und sagen zu. Die Siesta am Mittag fällt heute also kürzer aus, dann klettern Ruth und ich auch schon ins Auto. „Captain“ sitzt am Steuer, Tracker James schwingt sich auf den Beifahrersitz. Vorerst muss er keine Spuren finden, denn wir fahren auf der Piste Richtung Norden; die Jungs wissen ja, wo sie zu suchen haben. In schneller Fahrt geht es vorwärts, ab und zu mal ein kurzer Stopp für ein paar Fotos; nach ungefähr eineinhalb Stunden biegen wir ab und fahren querfeldein durch das hohe Gras. Dann werden wir langsamer und vier Augenpaare tasten jeden Meter der Umgebung ab, in der Hoffnung, ja keine Bewegung im dichten Buschwerk zu verpassen oder irgendwo eine Katze im Schatten liegen zu sehen.
Wir fahren einen großen Kreis um ein paar Büsche – es gibt nichts zu entdecken. Unsere Begleiter sind sich sicher: Die Geparde müssen hier in der Nähe sein! Also steigen sie aus, um die nähere Umgebung zu Fuß abzusuchen. Ruth und ich bleiben alleine im Jeep zurück, haben aber trotzdem keine Angst. Wir waren oft genug im Busch unterwegs und wissen, dass wir in einem Fahrzeug – auch wenn es noch nicht einmal ein Dach hat – ziemlich sicher aufgehoben sind.
Ein paar Minuten später kommen die zwei mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder. „Wir haben sie gefunden“ sagt Captain. „Sie müssen uns die ganze Zeit beobachtet haben, wie wir unsere Kreise gefahren sind, denn sie liegen unter einem Busch gleich nebenan.“ Wir starten und ich präpariere meine Kamera. Ein letzter Check, beide Apparate sind schussbereit, der Akku liefert auch genug Strom, dann kann es losgehen.
Und tatsächlich! Nur ein paar Meter weiter können wir die drei Katzen im Schatten ausmachen. Zwei liegen dicht beisammen, während die dritte sich etwa drei Meter entfernt hingelegt hat. Unsere Begleiter sind der Meinung, dass zwei der Geparde Geschwister sind, während sich der dritte ihnen angeschlossen hat. Die soziale Bindung ist nicht ganz so eng, deshalb hält er etwas Abstand zu den anderen. Ich bin überrascht, dass alle drei uns nur mit einem flüchtigen Blick streifen, obwohl wir mit unserem Fahrzeug hin und her rangieren, um eine bessere Sicht zu bekommen. Die Äste bersten mit einem lauten Knacken, der Motor des Jeeps heult auf, spätestens jetzt hätte ich als Gepard einen ruhigeren Platz gesucht; aber nichts passiert, die drei bleiben liegen. Dann verstummt der Motor, um uns herum erklingt nur noch Vogelgezwitscher und das Klicken meiner Kamera. Die Tiere blicken in unsere Richtung, schauen gelangweilt überall herum, gähnen ein paar Mal herzhaft, strecken sich, lecken sich gegenseitig das Fell und ich schieße ein Bild nach dem anderen. Eigentlich hat es meine Frau gerade besser, die genießt einfach nur die Nähe dieser tollen Tiere und bewundert deren schlanke, gefleckte Körper. Aber ich kann mit dem Fotografieren nicht aufhören. Die Katze in meiner Nähe reißt das Maul auf, gähnt und zeigt ihr prachtvolles Gebiss, dann dreht sie den Kopf etwas, jetzt kann ich sie im Profil aufnehmen. Fotografenherz, was willst du mehr! Obwohl… die Lichtverhältnisse könnten etwas günstiger sein, oder ein paar Junge wären auch nicht schlecht, oder sie könnten jetzt anfangen zu jagen…
Ich muss mich selbst „schütteln“. Hey, wir haben eine Menge Glück und können die Geparde sehen, bin ich denn nie zufrieden? Im Prinzip bin ich ja zufrieden, aber ich vermute, auch die meisten anderen Fotografen können sich ihre Bilder immer noch besser und ungewöhnlicher vorstellen. Das ist halt die ewige Jagd nach dem perfekten Bild.
Unser Guide erhält einen Funkspruch. Die Gäste des Lebala Camps sind inzwischen ganz in unserer Nähe und er lotst sie das letzte Stück. Die Geparde spitzen die Ohren, sie haben wohl die Motorengeräusche bereits vernommen. Sie stehen auf und lassen sich dann an einer anderen Stelle wieder ins Gras fallen. Klick, klick, klick macht meine Kamera. Was mögen die Katzen bloß von uns denken? Wir können die anderen Fahrzeuge jetzt deutlich hören, auch die drei Geparde haben sich aufgerichtet und starren in die Richtung aus der gerade eine Menge Lärm herkommt. Dann haben uns die zwei Fahrzeuge erreicht. Die Guides unterhalten sich kurz mit den Kollegen, dann verlassen wir die Stelle, um den Anderen auch Gelegenheit für ein paar schöne Fotos zu geben.

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Bild 27 Zeitpunkt: April
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
Auszug aus meinem Reisetagebuch: Es ist früher Morgen. Wir verlassen die Sandibe Safari Lodge zum Gamedrive. Die Sonne steigt höher und höher, der Nebel verschwindet, dann tauchen ein paar Tsessebes und Zebras auf. Tracker „CT“ deutet auf die Pad. „Hier sind frische Spuren von einem Cheetah“, sagt er. Ich schaue mir das hohe Gras um uns herum an und denke: „Den finden wir hier nie“. Falsch gedacht! „CT“ zeigt auf einen Termitenbau, der ein ganzes Stück entfernt aus dem Gras ragt. Was? Wo soll denn da was sein? Ruth nimmt das Fernglas und scannt die Umgebung. „Ja, da ist der Cheetah“, sagt sie. Und tatsächlich, wenn ich ganz genau hinschaue, dann sehe ich direkt hinter dem Bau einen Kopf und den Teil seines Schwanzes. Er schaut jetzt sogar in unsere Richtung. „Gut gemacht, CT“, loben wir unseren Tracker. Guide „SK“ fährt jetzt mitten durch das hohe Gras in Richtung des Geparden. Der entfernt sich von dem Bau. Während er durch das hohe Gras läuft, kann man gerade noch den Kopf erahnen. Dann erreicht er einen Busch, sucht den Schatten und lässt sich auf den Boden fallen. Jetzt ist er komplett unsichtbar. Wir nähern uns vorsichtig. Die Rennkatze schaut uns etwas misstrauisch an, macht aber keine Anstalten, sich zu bewegen. Wären wir nur ein paar Minuten später hier entlanggekommen, dann hätten wir den Geparden niemals gesehen. Wir machen unsere Fotos, während „SK“ per Funk unseren Standort mitteilt. 20 Minuten später erscheint ein zweites Fahrzeug auf der Bildfläche. Jetzt wird es Zeit, dass wir uns zurückziehen, denn wir wollen die Katze nicht mehr als nötig stören und sie soll sich auf keinen Fall bedrängt fühlen.

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Bild 28 Zeitpunkt: Juni
Der South Luangwa NP ist unter anderem für seine hohe Leopardendichte bekannt. Auch wir wurden während unseres Aufenthalts in diesem Gebiet nicht enttäuscht. In dieser Situation hatten wir wieder einmal Glück, denn wir waren allein (also nur mit unserem Guide) unterwegs. Als wir den Leoparden entdeckten, ruhte er sich noch im Geäst aus. Wir hatten absolut keine Eile, parkten also in der Nähe und warteten ab. Irgendwann wurde ich für meine Geduld mit diesem Bild belohnt.

… Fortsetzung folgt …
Teil 908. Dez. 2024
Guten Morgen Friederike ! Ich freue mich natürlich riesig, dass ich ein Teil deines "Frühstücks" sein darf 😄 Dann werde ich alles
versuchen, um dir weiterhin etwas Abwechslung zu bieten.
Liebe Grüsse - Walter

Türchen Nummer 08

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Bild 29 Zeitpunkt: Mai
An diesem Vormittag hatten wir tatsächlich einfach nur Glück. Unser Tracker spürt diese relativ junge Leopardendame auf. Sie kümmert sich überhaupt nicht um uns und so können wir ihr in langsamer Fahrt auf ihrem Streifzug folgen. Irgendwann erreichen wir einen umgestürzten Baum. Ich hätte nie damit gerechnet, dass die Katze tatsächlich auf den Stamm springt, sich sehr fotogen platziert und uns einfach nur unsere Bilder schießen lässt. Keine fünf Minuten später steht sie wieder auf und startet ihre Inspektionstour. Ich mag den Blickwinkel sehr, denn die junge Dame befindet sich ja auf Augenhöhe mit mir.

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Bild 30 Zeitpunkt: Mai
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
Wir sind wieder einmal am frühen Morgen unterwegs. Zunächst einmal fahren wir in die Gegend, in der wir gestern den Leoparden gesehen haben. Der Baum ist zwar leer, aber die scharfen Augen unseres Trackers entdecken die Katze gar nicht weit weg auf einem anderen Baum. Der Leo hat in der Nacht ein Impala getötet und in einer Astgabel platziert. Jetzt liegt er auf einem anderen Ast und döst. Wieder hängen alle vier Pfoten herunter. Der einzige gravierende Unterschied zu gestern Abend: Jetzt wird er vom goldenen Sonnenlicht angestrahlt! Ich kann es kaum glauben. Genau das Bild wollte ich! Und los geht´s: knips, knips, knips. Dann heißt es: Kamera beiseitelegen und einfach staunen und genießen. Aber Mutter Natur will nicht, dass ich einfach nur still herumsitze. Durch das goldgelbe Gras schleicht sich ein zweiter Leopard an. Misstrauisch werden wir gemustert, dann nähert sich die Katze dem Baum. Guide Kanawe erklärt uns, das wäre die Schwester des Leo, der es sich im Baum gemütlich gemacht hat. Sie schaut sehnsüchtig zu dem toten Impala hinauf. Dann rollt sie sich auf den Rücken und maunzt. Keine Frage, sie bettelt! Der Leo im Baum fängt an zu fauchen und zeigt deutlich seine prachtvollen Hauer. Übersetzt heißt das wohl: „Nein! Du bekommst nichts ab von meiner Beute! Die ist ganz alleine für mich!“ Etwas weiter entfernt taucht plötzlich eine Hyäne auf. Sie reckt die Nase in die Höhe und nimmt Witterung auf. Dann läuft sie weiter. Die Leopardin schnuppert ein wenig am Boden herum, dann versucht sie es ein zweites Mal. Auf den Rücken legen und maunzen. Die Antwort ist wieder ein fauchen. Ich glaube, der erfolgreiche Jäger lässt sich einfach nicht erweichen. „Schau mal“ sagt meine Frau. Ich setze die Kamera ab. Vor uns taucht die Hyäne auf und attackiert sofort die Leopardin. Die Katze zögert nicht lange und rennt davon. In sicherem Abstand stoppt sie noch einmal und beobachtet die Hyäne, dann verschwindet sie im dichten Busch.

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Bild 31 Zeitpunkt: Dezember
Gegen Ende des Jahres, wenn die Regenzeit beginnt, bevölkern innerhalb einer kurzen Zeitspanne hunderte von neugeborenen Impalas die Chobe Riverfront. Das ist nicht nur für uns als Besucher eine schöne Zeit, nein! Auch die Raubtiere freuen sich auf dieses „easy Food“. Wir sind auf dem Rückweg, haben die Chobe Savanna Lodge passiert und gleiten – natürlich schön langsam - dicht am Ufer Richtung „Elephant Beach“. Plötzlich taucht dieser Leopard aus dem Buschwerk auf und läuft am Ufer entlang. Unsere Anwesenheit scheint ihn nicht im Geringsten zu stören. Ich bin natürlich hoch erfreut über dieses unverhoffte Foto, auch wenn die Geschichte – zumindest für das neugeborenen Impala – sehr traurig endete. Aber es gibt nun mal keine „bösen“ Raubtiere und „lieben“ Opfer. Es geht in der Natur immer nur um das tägliche Überleben. Wer weiß, vielleicht wartet irgendwo ein junger Leopard auf sein Abendessen …

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Bild 32 Zeitpunkt: April
Es ist noch früher Morgen. Unser Tracker hat die Spur der Leopardin gefunden, die wir gestern Abend bereits beobachten konnten. Während wir also mit einem eher großen Fotomodell rechnen, erspähen wir diesen kleinen Kerl. Was für eine Freude! Die Mutter scheint auf der Jagd zu sein, denn der Jungspund ist alleine. Etwas ängstlich, aber auch irgendwie neugierig beobachtet er das große, grüne „Ungetüm“, dass neben ihm angehalten hat. Natürlich wissen wir, was sich gehört und unterhalten uns nur im Flüsterton. So werden wir mit ein paar wunderschönen Minuten belohnt, bevor sich der Nachwuchs dann doch lieber in den dichten Busch zurückzieht.

.… Fortsetzung folgt …
Teil 1009. Dez. 2024
Hallo freshy,
ooooh! Ich kann deinen „Frust“ sehr gut verstehen. Wir haben auf unserer siebten Afrikareise zum ersten Mal einen Leoparden gesehen. Und wir hatten uns seit Reise Nummer 1 gaaaaanz doll so eine Sichtung gewünscht. Allerdings habe ich später eine interessante Erfahrung gemacht: Nachdem der Leo quasi „abgehakt“ war, habe ich mich auf die Wilddogs fokussiert. Das war ein grosser Fehler! Im nächsten Jahr waren wir (mit Guide und Tracker) stundenlang beschäftigt, deren Spuren zu folgen. Was ist passiert? Am letzten Tag, als wir auf dem Weg zum Airstrip waren und wenig Zeit hatten, da lagen sie mitten auf der Piste. Im Jahr darauf ging es wieder auf die Jagd und plötzlich (Achtung ich übertreibe) tauchten an allen Ecken die Leoparden auf! Was soll ich sagen?
Wir haben aufgehört, uns auf eine bestimmte Sichtung zu konzentrieren. Ausser: Ich möchte noch einen Caracal sehen der in die Luft springt und ein Perlhuhn im Flug fängt. Natürlich bei gutem Licht und nicht zu weit vom Auto entfernt. Und Ruth möchte eine Pangolinmama mit Kind auf dem Rücken sehen. Die Guides gucken immer so gequält, wenn wir unsere Wünsche vortragen. Warum bloss? 😗
Hallo Anni, ich helle WIRKLICH GERNE düstere und verregnete Tage auf. Danke für den Kommentar 😁

So, jetzt wird es aber Zeit für

Türchen Nummer 09

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Bild 33 Zeitpunkt: Juni
Zur falschen Zeit am falschen Ort! Dieser Spruch passt genau auf die Situation. Der Wasserbock hat ganz klar verloren, der Wilddog freut sich über das Frühstück. Wir folgen dem Luangwa und sind in der Nähe des Ufers, als wir unverhofft auf den „Tatort“ treffen. Die rötliche Farbe des Fells zeigt uns allerdings, dass der Wildhund nicht nur dieses eine Bein abbekommen hat. Scheinbar war diese Beute sehr einfach zu bekommen, denn … (siehe nächstes Bild)

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Bild 34 Zeitpunkt: Juni
… genau dieser Jäger dürfte für den Tod des Wasserbocks verantwortlich gewesen sein. Vermutlich hat er den Lohn seiner Arbeit nicht genießen können, denn er wurde von der Meute überrascht und hat sich auf den Baum gerettet. Immer wieder springen die Wildhunde ein Stück in die Luft, aber ich denke mal, es sind einfach nur Drohgebärden. Es dürfte ihnen klar sein, dass sie keine Chance haben, ihren Fressfeind zu erwischen.

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Bild 35 Zeitpunkt: November
Wir sitzen beim Lunch in einer Lodge am Ufer des Chobe. Unsere neuen Freunde Jens und Thoralf, die Tierfilmer, waren den ganzen Morgen bzw. Vormittag im Park unterwegs. Sie drehen zwar einen Film über Elefanten, aber zwangläufig laufen ihnen während der Dreharbeiten alle möglichen Tiere über den Weg. Heute bringen sie interessante Neuigkeiten mit. Sie haben – etwas abseits von den Hauptrouten – eine Familie von Wilddogs entdeckt. Scheinbar sind die Eltern auf der Jagd und der Nachwuchs wartet ungeduldig auf deren Rückkehr. Damit ist unser Ziel für den Nachmittags-Gamedrive klar! Die Tierfilmer fahren bereits gegen 13:30 wieder hinaus, wir warten noch etwas und folgen ihnen. Glücklicherweise sind wir nur zu dritt. Guide Tefo, meine Frau Ruth und ich, also ein perfektes Team. Wir wollen keine Zeit verlieren, kurz hinter dem Gate nehmen die Rüttelstrecke zum Sedudu Valley. Dann folgen wir der Upper Road, passieren die Chobe Game Lodge, queren den „Elephant Highway“ hinunter zum Fluss und nähern uns den Puku Flats. Hier macht der Chobe einen Knick nach rechts und fließt an der Chobe Savanna Lodge vorbei. Irgendwann biegen wir rechts ab und folgen der Sandpiste. Etwa 10 Minuten später sehen wir den Mercedes Van der Tierfilmer. Hier sind wir also richtig! Das Glück ist auf unserer Seite, denn nur wenige Minuten später kommen die erwachsenen Hunde zurück. Die Begrüßungszermonie wird mit lautem Winseln begleitet und die Jungen betteln um ein paar Fleischbrocken, die von den Älteren herausgewürgt werden. Wir sind fasziniert von dieser Vorstellung, die einer einstudierten Choreographie ähnelt. In der Zwischenzeit sind noch andere Safarifahrzeuge eingetroffen. Jetzt wird es etwas laut hier. Das ist nicht schlimm, denn wir hatten „unsere Minuten“ mit der Familie, also können wir sehr zufrieden weiterfahren.

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Bild 36 Zeitpunkt: Mai
Ich mag die Steinböckchen sehr. Irgendwie scheint es so, als wären Ohren, Kopf und Körper nicht wirklich aufeinander abgestimmt, aber natürlich hat sich Mutter Natur dabei etwas gedacht. Auf jeden Fall ist es gar nicht so schwer, sie aufzuspüren, denn diese Zwergantilopen halten sich eigentlich immer in ihrem relativ überschaubaren Revier auf.

… Fortsetzung folgt …
Teil 1110. Dez. 2024
Guten Morgen Silvy,

Danke für das Lob 🙂 Da ich ein Mitglied der Gemeinde der "senilen Bettflüchtigen" bin, werde ich selbstverständlich ganz früh
am Morgen das neue Türchen einstellen, damit die Zeit nach dem Frühstück ausgefüllt ist 😄
Also kommt jetzt

Türchen Nummer 10

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Bild 37 Zeitpunkt: Oktober
Am späten Nachmittag, wenn es kühler wird am Ufer des Chobe und die (teilweise) steilen Uferwände ihre Schatten bis zum Wasser werfen, dann erwachen viele Anwohner zu neuem Leben. Ich würde jederzeit eine Garantie abgeben, dass man eine Menge Paviane vorfindet, die entweder den zurückgelassenen Elefantendung inspizieren oder – zumindest wenn sie noch jung sind – in atemberaubendem Tempo durch die Gegend rasen oder ihre Kletterkünste weiter verbessern. Auch in diesem Fall konnte ich die wilde Jagd am Ufer „einfrieren“. Das Foto ist etwas grobkörnig geworden. Der Grund: Bei einer relativ hohen Verschlussgeschwindigkeit musste die Kamera mit den schlechter werdenden Lichtverhältnissen zurechtkommen, da stösst sie dann doch an ihre Grenzen.

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Bild 38 Zeitpunkt: April
Das Foto wurde an einem Sonntagvormittag aufgenommen. Aus meiner Sicht strahlt es die Ruhe und Beschaulichkeit aus, die an ruhigen Tagen auch bei den Pavianen vorzufinden ist. Noch sind wenige Parkbesucher unterwegs und die Tiere können sich bei angenehmen Temperaturen der Körperpflege hingeben, ohne von irgendjemanden dabei gestört zu werden. Und wie man weiss, ist der Körperkontakt wichtig für enge Beziehungen. Das geht den Primaten genauso wie uns Menschen 😉

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Bild 39 Zeitpunkt: November
Und wieder befinden wir uns am Ufer des Chobe. In meiner Welt beginnt die „blaue Stunde“ mit dem Ende der „goldenen Stunde“. Ich habe auf diesem Bild versucht, meine Sichtweise darzustellen. Ich hoffe, es ist mir gelungen.

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Bild 40 Zeitpunkt: November
Wir sind auf einem Nachmittags-Gamedrive und fahren die Pads in der Nähe der alten Flugpiste kurz vor Serondela ab. Ausser einigen Impalas ist nicht viel zu sehen. Dann taucht direkt am Rand unseres Weges diese kleine Familie auf. Wir sind überrascht, denn die Tiere bleiben seelenruhig sitzen, obwohl wir direkt vor ihnen anhalten. Guide John stoppt den Motor und wir beobachten sie. Natürlich freue ich mich, in gewisser Weise mit der Kamera an dem friedlichen Familienidyll teilnehmen zu dürfen. Allerdings darf sich der Nachwuchs nicht von der Mama entfernen. So ganz scheint sie uns dann doch nicht zu trauen. Scheinbar kennt sie den alten Spruch: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

… Fortsetzung folgt …
Teil 1211. Dez. 2024
Einen guten Morgen an alle die mitlesen 🙂
Auch heute geht es wieder etwas ruhiger zu. Keine Jäger, aber hoffentlich trotzdem genug Action...

Türchen Nummer 11

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Bild 41 Zeitpunkt: November
Ich denke, das Bild spricht für sich selber. So sieht eine enge Freundschaft aus!

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Bild 42 Zeitpunkt: November
Wir stoppen am Serondela Picknickspot. Während die Mutter ihr Junges säugt ist sie voll auf das Geschehen um sie herum konzentriert. Schließlich kommen hier jeden Tag unbedarfte Touristen vorbei, machen eine Pause, verlassen die Fahrzeuge und essen etwas. Mit etwas Geschick fällt immer etwas für die kleinen Plagegeister ab. Wir haben es an anderer Stelle selbst schon erlebt. Während eine Mutter den Touristen ihr Kind präsentiert, nähern sich andere Gruppenmitglieder von hinten und stibitzen den Gästen das Knabberzeug. Wenn es sein muss, auch direkt aus der Hand. Schliesslich ist der Überraschungsmoment fast immer auf der Seite der Meerkatzen. Deshalb sollte man sich an die Regel halten: Immer schön wachsam bleiben!

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Bild 43 Zeitpunkt: November
In diesem Jahr hat die Regenzeit schon früh begonnen. Wie immer dauert es nicht lange und man kann überall an der Chobe Riverfront die Jungtiere beobachten. Oft wird eine Art Kindergarten gebildet. Während die Mütter sich ihr Futter suchen können, wird der Nachwuchs von „Kindergärtnerinnen“ bewacht. Ich habe versucht, die offensichtliche Zuneigung zwischen Jung und Alt zu dokumentieren.

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Bild 44 Zeitpunkt: November
An diesem Tag habe ich wieder einmal etwas dazugelernt. Die Oxpecker suchen die Impalas nicht nur nach Plagegeistern wie z.B. Zecken ab, nein! Sie benutzen offensichtlich die weichen Haare der Jungtiere, um damit ihre Nester auszupolstern. Die Antilopen bieten den Vögeln also quasi ein Rundum-Sorglos-Paket an 😄

… Fortsetzung folgt …
Teil 1312. Dez. 2024
Guten Morgen Elke (madisa68) und Lotusblume, vielen Dank für eure Kommentare !
Sicher kennt ihr das: Wenn man einen Reisebericht oder Bilder postet hat man in der Regel eine Menge Freude damit, denn man weiss, auf „der anderen Seite im Netz“ sind viele Gleichgesinnte die absolut nachvollziehen können, welche Stimmungen im Moment der Aufnahmen oder Beschreibungen herrschen. Man muss die Situation fühlen, riechen und schmecken. That´s Africa!
Was sagte ein Bekannter zu mir als ich ihm erzählte, dass ich z.B. Unmengen von Elefantenbildern habe: „Ob der Elefant jetzt da steht oder woanders, es bleibt ja doch nur ein Elefant.“ Spätestens nach diesem Kommentar habe ich nichts mehr erzählt.

Was meine Fotografier-Leidenschaft in Afrika betrifft. Vielleicht kennen das einige von euch, ich bin immer auf der Jagd nach dem nächsten – vielleicht noch besseren – Foto, also eigentlich sehr selten wirklich zufrieden. Nehmen wir das Profilbild von madisa68. Ich hatte bisher noch nie junge Geparde (die Lieblingstiere meiner Frau) vor der Linse. Ach wie schön wäre es … Auf der anderen Seite freue ich mich aber auch, wenn ich die Bilder zuhause bearbeite und die Betrachter später ein kleines Lob aussprechen.
So, genug gejammert, kommen wir zu

Türchen Nummer 12 (Halbzeit)

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Bild 45 Zeitpunkt: Dezember
Eigentlich ein gewohntes Bild. Gerade die älteren Impalas haben kein Problem damit, dass die Oxpecker auf ihnen herum klettern. Diese spezielle Situation fand ich natürlich sehr witzig. Ich finde, die Impaladame schaut sogar etwas stolz zu uns herüber. So nach dem Motto: Na? Wie findet ihr meinen aktuellen Schmuck ? 😄

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Bild 46 Zeitpunkt: April
Wir haben die Chobe Game Lodge passiert, sind die Buckelpiste hinabgefahren und wenden uns heute an der nächsten Abzweigung nach Süden. Etwas später kommen wir an einem Stretchpoint vorbei, überqueren eine Kreuzung und erreichen bewaldetes Gebiet. Folgt man der Piste weiter nach Süden, kommt man an ein Wasserloch. Hier trifft man immer auf Elefantenherden, die vom Hinterland in Richtung Flussufer ziehen und an der Wasserstelle einen Stopp einlegen. Hin und wieder findet man an dieser Stelle auch Löwen, die auf unvorsichtige Antilopen warten. Bevor wir aber das Wasserloch erreichen, müssen wir anhalten. Dieses Bild ist neu für mich. Ganz nah an der Sandpad steht eine Gruppe junger Rappenantilopen! Bewacht werden sie von einem erwachsenen Tier, so wie wir es auch von den Impalas kennen. Wir werden neugierig beäugt, aber die Truppe macht keine Anstalten sich zu entfernen. Ich bin natürlich hoch erfreut und dokumentiere diese für mich ungewöhnliche Situation.

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Bild 47 Zeitpunkt: November
Am späten Nachmittag, wenn die Schatten lang werden, bin ich gerne mit dem Boot auf dem Chobe unterwegs, denn da gibt es immer etwas zu sehen bzw. zu fotografieren. In diesem Fall muss ich die beiden Kudubullen ablichten, die fast synchron ans Wasser gekommen sind, um zu trinken. Die Sonne taucht wieder einmal in ein sanftes goldenes Licht, so wie ich es gerne habe.

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Bild 48 Zeitpunkt: November
Die Kududame reckt ihren Hals, um an die scheinbar leckeren Blätter zu kommen. Die Antilope erinnert mich auf diesem Bild ein wenig an eine Giraffe. Das grosse Ohr wird von der Morgensonne angestrahlt und leuchtet rötlich auf. Gut zu erkennen sind auch die Haare, die wohl den Gehörgang vor Fremdkörpern schützen sollen. Ich glaube ich hatte es schon einmal erwähnt. Ein negativer Punkt an der Chobe Riverfront sind die vielen Autos und Boote, gleichzeitig kann das aber auch ein positiver Punkt sein, weil die Tiere den Verkehr gewöhnt sind und deshalb normalerweise nicht sofort auf Abstand gehen. In diesem Fall habe ich mich selbstverständlich bei Frau Kudu für ihre Geduld bedankt 😉

… Fortsetzung folgt …
Teil 1413. Dez. 2024
Guten Morgen !
Und hier kommen noch ein paar Antilopen zum Freitag.

Türchen Nummer 13

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Bild 49 Zeitpunkt: Juni
Pukus kommen nur in stark eingegrenzten Gebieten vor. An der Chobe Riverfront konnte ich sie eher selten Fotografieren. Deshalb freute ich mich auf unseren Aufenthalt in Zambia. Und tatsächlich kam ich voll auf meine Kosten. Die kleine Familie auf diesem Bild lässt sich von uns nicht wirklich stören. Während Mutter und Kind sehr genau wissen wollen, mit wem sie es hier zu tun haben, sind wir dem männlichen Begleiter ziemlich egal.

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Bild 50 Zeitpunkt: Mai
Die Lechwes auf diesem Foto sind alarmiert und scannen lassen die Umgebung sehr genau. Da machen sie mit uns im Safarifahrzeug keine Ausnahme. Der Grund ist einfach: Nicht weit entfernt haben wir vor wenigen Minuten zwei Löwen beobachten können. Das hat sich scheinbar bis zu dieser Herde herumgesprochen.

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Bild 51 Zeitpunkt: Mai
Na das ist doch mal ein cleverer Cattle Egret! Es ist ziemlich heiss an diesem Vormittag im Mai. Während der Vogel darauf wartet, dass das Gnu weiterwandert und dabei allerlei Leckereien wie z.B. Grashüpfer aufscheucht, sucht er sich ein schattiges Plätzchen unter seinem grossen Begleiter 🙂

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Bild 52 Zeitpunkt: Mai
Es ist noch früh am Morgen. Solange es kühl ist, sind die Bullen gerne für ein paar Kraftproben bereit. Allerdings war ihnen deutlich anzumerken, dass es sich nur um Spielereien handelt.

… Fortsetzung folgt …
Teil 1514. Dez. 2024
... und weiter geht es mit dem Türchen am Samstag

Türchen Nummer 14

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Bild 53 Zeitpunkt: Oktober
Zurück an der Chobe Riverfront. Wir sind an einem ruhigen und ziemlich friedlichen Nachmittag mit dem Boot unterwegs. Eine Gruppe von Wasserböcken hat sich am Ufer eingefunden. Während der größere Bock auf der linken Seite auf ein Kräftemessen aus ist, hat sein Gegenüber so gar keine Lust auf unnötige Anstrengungen. Ich finde, das zeigt er auch ziemlich deutlich. Seine Körpersprache signalisiert eher: Ja, ich hab dich auch lieb 😘 Der Kontrahent akzeptiert das Angebot und so reiben sie nur die Köpfe aneinander, anstatt miteinander zu balgen.

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Bild 54 Zeitpunkt: November
Ich finde diese Situationen immer interessant und witzig. Die Wasserböcke befinden sich auf einer der Inseln im Chobe. Ein Teil der Herde ist bereits auf die nächste Insel gewechselt. Diese vier Mädels würden ihren Artgenossinnen gerne folgen. Sie wissen schon, dass sich im Wasser Krokodile aufhalten – aber wo genau sind sie wohl? Also gehen sie nah an die Wasserlinie, recken die Hälse, machen wieder einen Schritt zurück und warten darauf, dass sich eine „Kollegin“ vielleicht ins Wasser traut. Ich habe auch schon beobachten können, wie ein Wasserbock den nächsten mit dem Kopf in Richtung Wasser geschoben hat. Wirklich sehr interessant, dieses Verhalten! Am Ende fasst ein Weibchen all seinen Mut zusammen, springt ins Wasser und schwimmt mit höchstmöglichem Speed zur nächsten Insel. Die anderen folgen dann.

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Bild 55 Zeitpunkt: April
Im Mapungubwe Nationalpark gibt es viele Steinformationen zu bewundern. Das ist auch die Heimat der Klippspringer, die sich hier augenscheinlich sehr wohl fühlen. Sie haben sich schon lange an die Besucher gewöhnt und lassen sich auch durch meine Anwesenheit nicht im Geringsten stören.

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Bild 56 Zeitpunkt: Diverse
Auf diesem Bild habe ich ein paar Säugetiere zusammengefasst, die sonst zu kurz gekommen wären. Das Foto vom Rüsselspringer entstand auf einem Hügel im Mashatu Game Reserve (Botswana). Wir stoppen hoch oben für den obligatorischen Sundowner mit wunderbarem Ausblick ins Tal mit den tollen Baobabs. Um die niedlichen Tiere hervor zu locken schüttet unser Guide etwas Wasser auf einen Felsbrocken. Es dauert nicht mal eine Minute, dann erscheint unser „Model“ und posiert für ein paar nette Bilder.

Es brauchte einige Besuche und viel Geduld für die Aufnahme des Kapotters mit Fisch. Ich bin einige Male mit Guide John zu den sogenannten Chobe Rapids gefahren, denn dort „wohnen“ die ziemlich scheuen Tiere. Während John für diese Bilder vorsichtig durch die Klippen steuert und das Boot einigermaßen ruhig in der Strömung hält, bin ich auf das Erscheinen der kleinen Jäger vorbereitet. Irgendwann hat es dann geklappt 🤩

… Fortsetzung folgt …
Teil 1615. Dez. 2024
ich wünsche allen Fomis einen schönen Sonntagmorgen! Hier kommt

Türchen Nummer 15

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Bild 57 Zeitpunkt: Mai
Auszug aus meinem Reisetagebuch:
Wir verlassen das Nxabega Camp für einen Gamedrive am Morgen. Während wir durch die Landschaft rollen und einige Tiere beobachten kommt plötzlich ein Funkspruch. Die Guides unterhalten sich auf Setswana, ich schnappe das Wort „Tau“, also „Löwe“ auf. Guide „B.T.“ beendet das Gespräch und gibt Gas. In schneller Fahrt geht es die Piste entlang. Dann sehen wir den Grund der Hektik. Drei Löwen bewegen sich zügig durch das Gras und blicken immer wieder hinter sich. Es sind zwei halbwüchsige Männchen und ihre Mutter. Eines der Männchen blutet an der Flanke. „B.T.“ erklärt: „Die zwei Jungs haben ein Alter erreicht, in dem sie von dem Chef des Rudels als Konkurrenten bei den Weibchen wahrgenommen werden. Der Chef hat ihnen unmissverständlich und schmerzhaft klar gemacht, dass er sie nicht mehr im Rudel duldet. Die Mutter allerdings kümmert sich weiter um das Brüderpaar, denn die Jagd- und Überlebensausbildung ist vermutlich noch nicht ganz abgeschlossen. Die drei Raubkatzen haben einen kleinen Hügel, der mit einem verfallenen Termitenhügel „dekoriert“ ist, erreicht. Sie stehen jetzt etwas höher als wir und ich kann herrliche Bilder machen: im unteren Drittel des Bildes sieht man das goldgelbe Gras und hellen Sand, in der Mitte die drei Löwen am Termitenhügel. Ihr Fell hat exakt die gleiche Farbe wie das Gras und ihre helle Frontpartie harmoniert vorzüglich mit dem sandfarbenen Hügel. Das Blau des Himmels im oberen Drittel rundet das Farbspektrum noch ab. Ich beschließe, das Foto bekommt in meiner privaten Skala von „0%“ bis „100%“ eine „95%“. So hoch bewerte ich meine Bilder wirklich nicht oft!
Die Löwenfamilie beobachtet konzentriert die Umgebung, aber kein Verfolger ist in Sicht. Die Tiere verlassen den Hügel. Sie bewegen sich genau entgegengesetzt zu der Richtung, in der wir den ausgewachsenen Löwen vermuten. „B.T.“ startet den Motor und wir verfolgen sie. Die Körper sind im hohen Gras unsichtbar, wir orientieren uns an den Ohren und an den Köpfen, wenn sie ab und zu nach hinten blicken. An einer offenen Stelle halten sie an und prüfen die verschiedenen Gerüche, die der Wind ihnen zuträgt. Immer weiter wandern sie, scheinbar ist der Sicherheitsabstand zum Löwenmann noch nicht groß genug. Sie laufen nicht besonders schnell, deshalb können wir ihnen relativ leicht folgen. Es ist jetzt eine Dreiviertelstunde vergangen, seitdem wir die Löwen zum ersten Mal gesichtet haben. Sie unterbrechen ihre Wanderung durch ein paar kurze Pausen, legen sich auch mal auf den Boden, aber es scheint so, als würden sie sich noch lange nicht sicher fühlen. Wir geben die Verfolgung auf, denn wir haben heute Vormittag noch etwas anderes vor.
Zusatzkommentar: Ich habe bei der Erstellung des Fotobuchs das Bild mit (nur) zwei Löwen genommen, weil mir die Bildaufteilung am besten gefallen hat. Es waren aber tatsächlich drei Löwen.

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Bild 58 Zeitpunkt: März
Ich finde Herr Löwe schaut ein wenig traurig, aber auch stolz in die Runde. Ich habe in der Vergangenheit schon öfter erwähnt, dass ich Spiegelungen sehr mag. Diese Spiegelung ist zwar – wegen der Miniwellen - nicht perfekt, aber vielleicht wäre es ohne Wellen auch zu langweilig. Ich bin mir da nicht sicher.

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Bild 59 Zeitpunkt: April
Es ist früher Morgen im Madikwe Reservat. Die Löwen haben am Vorabend ein Zebra getötet. Jetzt – in der Kühle des Morgens – haben sie wieder Hunger bekommen und nehmen deshalb ein Stück Zebrasteak zum Frühstück. Die Löwin schaut nicht nur wegen uns etwas kritisch in die Runde. Es haben sich noch andere Liebhaber versammelt, z.B. drei Schakale und eine Brown Hyena, da gilt es wachsam zu bleiben, damit ihr kein Dieb in die Quere kommt.

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Bild 60 Zeitpunkt: Mai
Das Rudel hat sich über ein kurz vorher erlegtes Roan hergemacht. Wir sind nah am Geschehen und können deshalb gut das Fauchen und Knurren hören, als sich die Löwenmütter und die Teenager um den besten Platz „am gedeckten Tisch“ streiten. Neben uns steht ein zweites Fahrzeug mit einer munter plappernden Lady. Das ist der Grund, warum diese Löwin plötzlich innehält, den Kopf dreht und uns mit aggressivem Blick beobachtet. Ich finde, der blutverschmierte Ast passt gut zum rot eingefärbten Kopf und unterstreicht die Szenerie des Todes.

… Fortsetzung folgt …
Teil 1716. Dez. 2024
Hallo Bele,
ja, ich habe die News gehört. Das Wasser kommt bei dir also nicht nur "aus den Wolken" 🤢
Ich fühle mit dir, unsere letzte "Wasser-Geschichte" ist glücklicherweise schon einige Monate her.
Und Danke fürs mitschauen 🙂

So, der Manager hat die Störung gemanaged, also kommt jetzt

Türchen Nummer 16

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Bild 61 Zeitpunkt: März
Ich weiß nicht mehr genau ob ich diesen Löwenmann beim Gähnen oder beim Flehmen (also dem Einziehen von Duftmolekülen eventuell paarungsbereiter Damen) abgelichtet habe. Auf jeden Fall mag ich es, wie er in dieser Sekunde die Nase kräuselt und seine Eckzähne präsentiert. Was eventuell ein bisschen stört ist die Zecke am Auge bzw. sind die Zecken am Ohr. Das ist so eine typische Situation, in der meine Frau gerne aussteigen und den Löwen „verarzten“ würde 😗

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Bild 62 Zeitpunkt: März
Ich behaupte ein zärtliches Liebesspiel geht irgendwie anders! Dann bleibe ich doch lieber bei der guten alten menschlichen Methode mit einem romantischen Dinner am Anfang …

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Bild 63 Zeitpunkt: Juni
Das Festmahl der Löwen hat an den Tagen vorher stattgefunden, jetzt sind nur noch die kläglichen Reste des Büffels übrig. Das hindert das Löwenjunge aber überhaupt nicht daran, „seine“ Beute gegen die frechen Geier zu verteidigen. Es ist schon ziemlich heiß an diesem Morgen und der Rest des Rudels hat sich im Schatten versammelt. Aber für diesen kleinen Aufpasser ist es vermutlich ein gutes Training. Man sieht genau, dass er voll fokussiert auf sein „Opfer“ ist, aber der Vogel hat Erfahrung und weiß genau wann er lieber Abstand gewinnen sollte.

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Bild 64 Zeitpunkt: Mai
Ich mag dieses Bild sehr. Ich habe es „Der kleine Großwildjäger“ getauft. Es ist später Nachmittag am Chobe. Die Schatten werden länger und die Hitze des Tages lässt nach. Zeit für die Katzen, sich wieder etwas mehr zu bewegen. Es ist unklar, ob der junge Eli einer Krankheit zum Opfer fiel, oder vom Rudel erlegt wurde. Auch wenn die Situation eigentlich etwas traurig ist, für mich sind die Lichtverhältnisse und das Foto an sich fast perfekt. Ich finde, es erzählt seine eigene Geschichte.

… Fortsetzung folgt …
Teil 1817. Dez. 2024
Guten Morgen !

So, heute kommt es ohne Verspätung, das ...

Türchen Nummer 17

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Bild 65 Zeitpunkt: April
Auch hier in Savute ist es später Nachmittag. Zeit für die Löwen zur Wasserstelle zu kommen und den Durst zu stillen. Junior darf sich direkt neben seinem Vater platzieren. Ein interessantes Detail: Ganz rechts befindet sich ein fast erwachsenes Rudelmitglied. Es hat schon einen Grund, dass dieser Löwe am äußersten Rand platziert ist und die Damen quasi als Deckung benutzt. Kurze Zeit später wird er vom Rudelchef daran erinnert, dass langsam an der Zeit ist, die Familie zu verlassen.

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Bild 66 Zeitpunkt: November
Wenn Mama gähnt, dann gähnt der Nachwuchs doch gleich mal mit! Vielleicht ist das ja ein Zeichen der Verbundenheit innerhalb der Familie 🙂 Mehr gibt es zu diesem Schnappschuss eigentlich nicht zu sagen.

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Bild 67 Zeitpunkt: Oktober
Während die Mutter die Gegend nach eventuellen Gefahren absucht, sind die Kleinen in Forscherlaune. Aufmerksam wird alles registriert, das interessant sein könnte. Und tatsächlich läuft die kleine Familie dicht an unserem Fahrzeug vorbei in Richtung Ufer. Natürlich werden wir genauestens begutachtet. Aber eigentlich kann ja nichts passieren, denn Mama ist ja immer in der Nähe.

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Bild 68 Zeitpunkt: Dezember
Durch die weiten Ebenen der Makgadikgadi Pans ziehen die Zebraherden auf der Suche nach Gras und Wasser. Aber auch auf dem langen Marsch bleibt Zeit genug für eine kleine Pause, in der man den Körperkontakt pflegen kann.

… Fortsetzung folgt …
Teil 1918. Dez. 2024
Guten Morgen an alle Türchenöffner ! Hier kommt...

Türchen Nummer 18

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Bild 69 Zeitpunkt: November
Wenn die Abendsonne die Gegend in ein sanftes goldenes Licht taucht, dann wird es für mich besonders interessant, denn ich weiss, dass die Chancen für stimmungsvolle Bilder besonders hoch sind. Dieses Zebra tut mir den Gefallen und trabt im leichten Gegenlicht an unserer Position vorbei. Der Sand spritzt auf und bildet kleine Wolken – ich bin ganz zufrieden.

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Bild 70 Zeitpunkt: November
Und wieder einmal sind die Spiegelungen mein Thema. Diesmal ist es kein Löwe, dafür sorgen die Zebras in der Abendsonne für eine (optische) Abwechslung.

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Bild 71 Zeitpunkt: Dezember
Die Älteren unter euch können sich wahrscheinlich noch an die Sesamstrasse erinnern ... und ... wer hätte das gedacht? Dieses Zebra hat sein eigenes Quitscheentchen in der „Badewanne“ dabei. Ob die Ente ihren gestreiften Freund wohl auf der Wanderung nach Norden begleitet? 😄

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Bild 72 Zeitpunkt: Oktober
Ein Warzenschwein mit Deko! Ich finde der Red-Billed Oxpecker passt als netter Farbtupfer gut zum vorwiegend grauen „Anzug“ des Warzenschweins. Die rötliche Mähne wiederum harmoniert mit den verdorrten Stängeln im Hintergrund. Vielleicht ist das der Grund, warum mein Fotomodell mit erhobenem Kopf gewartet hat, bis ich mit meinen Schnappschüssen fertig war, bevor es sich wieder auf das Fressen konzentriert hat 😗

… Fortsetzung folgt …
Teil 2019. Dez. 2024
Und pünktlich am Morgen könnt ihr das nächste Türchen aufmachen !

Türchen Nummer 19

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Bild 73 Zeitpunkt: Juni
Auch heranwachsende Schweinchen üben selbstverständlich den Nahkampf. Schließlich müssen sie sich irgendwann als gesund, stark und munter vor der Damenwelt präsentieren. Da kann man nicht früh genug mit dem Training anfangen!

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Bild 74 Zeitpunkt: Dezember
Als wir anhalten, wird die Schweinemama unruhig. Sie traut uns scheinbar nicht über den Weg und ist sehr daran interessiert, einen Sicherheitsabstand aufzubauen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ihr Nachwuchs extrem dezimiert ist. Das hier ist scheinbar das einzige überlebende Schweinchen, denn andere Familienmitglieder sind nicht zu entdecken. Welch traurige Erlebnisse da wohl hinter den beiden liegen? Die verbrannte Stelle, welche gerade von den Warthogs inspiziert wurde, stammt übrigens von den Resten eines Elefanten. Um diese Zeit haben die Ranger einige tote Elis verbrannt, denn Anthrax war auf dem Vormarsch.

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Bild 75 Zeitpunkt: Diverse
Oben: Ich finde es interessant, wie die Muster der roten Felsen sich auf dem Panzer der Schildkröte fortsetzen. So passt sie sich perfekt in die Landschaft ein und ist für Raubvögel vermutlich viel schwerer zu entdecken.

Unten: Ich bin Guide John in der Nähe des Chobe River unterwegs. Als wir uns einem alten Baum nähern, kommt eine (vermutlich) Akazienratte aus einer Baumhöhle hervor und springt in Panik auf die Erde. John hält sofort an denn er hat einen Verdacht. Und siehe da! Es dauert nicht lange und diese schwarze Mamba erscheint ebenfalls. Mein Glück ist, dass sich die Baumhöhle ungefähr in meiner Sichthöhe befindet, denn ich sitze ja relativ hoch in einem Fahrzeug. Das gibt mir die Chance, ein paar nette Bilder von dem Reptil zu schießen, bevor es sich wieder zurückzieht.

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Bild 76 Zeitpunkt: April
Nilwarane gibt es ja wirklich reichlich an der Riverfront. In diesem Fall steuern wir das Boot dicht an einen abgestorbenen Baum, der halb im Wasser liegt. Deshalb habe ich die Möglichkeit, den Waran auf einem knorrigen Ast in Zusammenspiel mit dem blauen Himmel aufzunehmen. So wird das menschliche Auge nicht durch einen unruhigen Hintergrund abgelenkt.

… Fortsetzung folgt …

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