leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201010. Dez. 2024 · #21
Guten Morgen Silvy,
Danke für das Lob 🙂 Da ich ein Mitglied der Gemeinde der "senilen Bettflüchtigen" bin, werde ich selbstverständlich ganz früh am Morgen das neue Türchen einstellen, damit die Zeit nach dem Frühstück ausgefüllt ist 😄 Also kommt jetzt
Türchen Nummer 10
Bild 37 Zeitpunkt: Oktober Am späten Nachmittag, wenn es kühler wird am Ufer des Chobe und die (teilweise) steilen Uferwände ihre Schatten bis zum Wasser werfen, dann erwachen viele Anwohner zu neuem Leben. Ich würde jederzeit eine Garantie abgeben, dass man eine Menge Paviane vorfindet, die entweder den zurückgelassenen Elefantendung inspizieren oder – zumindest wenn sie noch jung sind – in atemberaubendem Tempo durch die Gegend rasen oder ihre Kletterkünste weiter verbessern. Auch in diesem Fall konnte ich die wilde Jagd am Ufer „einfrieren“. Das Foto ist etwas grobkörnig geworden. Der Grund: Bei einer relativ hohen Verschlussgeschwindigkeit musste die Kamera mit den schlechter werdenden Lichtverhältnissen zurechtkommen, da stösst sie dann doch an ihre Grenzen.
Bild 38 Zeitpunkt: April Das Foto wurde an einem Sonntagvormittag aufgenommen. Aus meiner Sicht strahlt es die Ruhe und Beschaulichkeit aus, die an ruhigen Tagen auch bei den Pavianen vorzufinden ist. Noch sind wenige Parkbesucher unterwegs und die Tiere können sich bei angenehmen Temperaturen der Körperpflege hingeben, ohne von irgendjemanden dabei gestört zu werden. Und wie man weiss, ist der Körperkontakt wichtig für enge Beziehungen. Das geht den Primaten genauso wie uns Menschen 😉
Bild 39 Zeitpunkt: November Und wieder befinden wir uns am Ufer des Chobe. In meiner Welt beginnt die „blaue Stunde“ mit dem Ende der „goldenen Stunde“. Ich habe auf diesem Bild versucht, meine Sichtweise darzustellen. Ich hoffe, es ist mir gelungen.
Bild 40 Zeitpunkt: November Wir sind auf einem Nachmittags-Gamedrive und fahren die Pads in der Nähe der alten Flugpiste kurz vor Serondela ab. Ausser einigen Impalas ist nicht viel zu sehen. Dann taucht direkt am Rand unseres Weges diese kleine Familie auf. Wir sind überrascht, denn die Tiere bleiben seelenruhig sitzen, obwohl wir direkt vor ihnen anhalten. Guide John stoppt den Motor und wir beobachten sie. Natürlich freue ich mich, in gewisser Weise mit der Kamera an dem friedlichen Familienidyll teilnehmen zu dürfen. Allerdings darf sich der Nachwuchs nicht von der Mama entfernen. So ganz scheint sie uns dann doch nicht zu trauen. Scheinbar kennt sie den alten Spruch: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201011. Dez. 2024 · #22
Einen guten Morgen an alle die mitlesen 🙂 Auch heute geht es wieder etwas ruhiger zu. Keine Jäger, aber hoffentlich trotzdem genug Action...
Türchen Nummer 11
Bild 41 Zeitpunkt: November Ich denke, das Bild spricht für sich selber. So sieht eine enge Freundschaft aus!
Bild 42 Zeitpunkt: November Wir stoppen am Serondela Picknickspot. Während die Mutter ihr Junges säugt ist sie voll auf das Geschehen um sie herum konzentriert. Schließlich kommen hier jeden Tag unbedarfte Touristen vorbei, machen eine Pause, verlassen die Fahrzeuge und essen etwas. Mit etwas Geschick fällt immer etwas für die kleinen Plagegeister ab. Wir haben es an anderer Stelle selbst schon erlebt. Während eine Mutter den Touristen ihr Kind präsentiert, nähern sich andere Gruppenmitglieder von hinten und stibitzen den Gästen das Knabberzeug. Wenn es sein muss, auch direkt aus der Hand. Schliesslich ist der Überraschungsmoment fast immer auf der Seite der Meerkatzen. Deshalb sollte man sich an die Regel halten: Immer schön wachsam bleiben!
Bild 43 Zeitpunkt: November In diesem Jahr hat die Regenzeit schon früh begonnen. Wie immer dauert es nicht lange und man kann überall an der Chobe Riverfront die Jungtiere beobachten. Oft wird eine Art Kindergarten gebildet. Während die Mütter sich ihr Futter suchen können, wird der Nachwuchs von „Kindergärtnerinnen“ bewacht. Ich habe versucht, die offensichtliche Zuneigung zwischen Jung und Alt zu dokumentieren.
Bild 44 Zeitpunkt: November An diesem Tag habe ich wieder einmal etwas dazugelernt. Die Oxpecker suchen die Impalas nicht nur nach Plagegeistern wie z.B. Zecken ab, nein! Sie benutzen offensichtlich die weichen Haare der Jungtiere, um damit ihre Nester auszupolstern. Die Antilopen bieten den Vögeln also quasi ein Rundum-Sorglos-Paket an 😄
Madisa6818 Beiträge · seit 201611. Dez. 2024 · #23
Ich bin normalerweise sehr sparsam mit Kommentaren, um den Flow für den Schreiber nicht zu unterbrechen - und auch für die vielen Leser. Hier muss ich jedoch sagen, dass ich jeden Morgen Mühe habe, mein Kinn wieder nach oben zu klappen. Die Fotos sind großartig. Es fühlt sich schon beim Anschauen fast an wie "mittendrin statt nur dabei". Mir tut es jetzt schon leid, dass es nur noch 13 Tage bis Heiligabend sind... Herzlichst, Elke
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200911. Dez. 2024 · #24
...dass ich jeden Morgen Mühe habe, mein Kinn wieder nach oben zu klappen. Die Fotos sind großartig. Es fühlt sich schon beim Anschauen fast an wie "mittendrin statt nur dabei". Mir tut es jetzt schon leid, dass es nur noch 13 Tage bis Heiligabend sind... Herzlichst, Elke
Moin leofant, ich stimme Elke 100% zu - tolle Fotos präsentierst Du uns! Vielen Dank dafür!
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201012. Dez. 2024 · #25
Guten Morgen Elke (madisa68) und Lotusblume, vielen Dank für eure Kommentare ! Sicher kennt ihr das: Wenn man einen Reisebericht oder Bilder postet hat man in der Regel eine Menge Freude damit, denn man weiss, auf „der anderen Seite im Netz“ sind viele Gleichgesinnte die absolut nachvollziehen können, welche Stimmungen im Moment der Aufnahmen oder Beschreibungen herrschen. Man muss die Situation fühlen, riechen und schmecken. That´s Africa! Was sagte ein Bekannter zu mir als ich ihm erzählte, dass ich z.B. Unmengen von Elefantenbildern habe: „Ob der Elefant jetzt da steht oder woanders, es bleibt ja doch nur ein Elefant.“ Spätestens nach diesem Kommentar habe ich nichts mehr erzählt.
Was meine Fotografier-Leidenschaft in Afrika betrifft. Vielleicht kennen das einige von euch, ich bin immer auf der Jagd nach dem nächsten – vielleicht noch besseren – Foto, also eigentlich sehr selten wirklich zufrieden. Nehmen wir das Profilbild von madisa68. Ich hatte bisher noch nie junge Geparde (die Lieblingstiere meiner Frau) vor der Linse. Ach wie schön wäre es … Auf der anderen Seite freue ich mich aber auch, wenn ich die Bilder zuhause bearbeite und die Betrachter später ein kleines Lob aussprechen. So, genug gejammert, kommen wir zu
Türchen Nummer 12 (Halbzeit)
Bild 45 Zeitpunkt: Dezember Eigentlich ein gewohntes Bild. Gerade die älteren Impalas haben kein Problem damit, dass die Oxpecker auf ihnen herum klettern. Diese spezielle Situation fand ich natürlich sehr witzig. Ich finde, die Impaladame schaut sogar etwas stolz zu uns herüber. So nach dem Motto: Na? Wie findet ihr meinen aktuellen Schmuck ? 😄
Bild 46 Zeitpunkt: April Wir haben die Chobe Game Lodge passiert, sind die Buckelpiste hinabgefahren und wenden uns heute an der nächsten Abzweigung nach Süden. Etwas später kommen wir an einem Stretchpoint vorbei, überqueren eine Kreuzung und erreichen bewaldetes Gebiet. Folgt man der Piste weiter nach Süden, kommt man an ein Wasserloch. Hier trifft man immer auf Elefantenherden, die vom Hinterland in Richtung Flussufer ziehen und an der Wasserstelle einen Stopp einlegen. Hin und wieder findet man an dieser Stelle auch Löwen, die auf unvorsichtige Antilopen warten. Bevor wir aber das Wasserloch erreichen, müssen wir anhalten. Dieses Bild ist neu für mich. Ganz nah an der Sandpad steht eine Gruppe junger Rappenantilopen! Bewacht werden sie von einem erwachsenen Tier, so wie wir es auch von den Impalas kennen. Wir werden neugierig beäugt, aber die Truppe macht keine Anstalten sich zu entfernen. Ich bin natürlich hoch erfreut und dokumentiere diese für mich ungewöhnliche Situation.
Bild 47 Zeitpunkt: November Am späten Nachmittag, wenn die Schatten lang werden, bin ich gerne mit dem Boot auf dem Chobe unterwegs, denn da gibt es immer etwas zu sehen bzw. zu fotografieren. In diesem Fall muss ich die beiden Kudubullen ablichten, die fast synchron ans Wasser gekommen sind, um zu trinken. Die Sonne taucht wieder einmal in ein sanftes goldenes Licht, so wie ich es gerne habe.
Bild 48 Zeitpunkt: November Die Kududame reckt ihren Hals, um an die scheinbar leckeren Blätter zu kommen. Die Antilope erinnert mich auf diesem Bild ein wenig an eine Giraffe. Das grosse Ohr wird von der Morgensonne angestrahlt und leuchtet rötlich auf. Gut zu erkennen sind auch die Haare, die wohl den Gehörgang vor Fremdkörpern schützen sollen. Ich glaube ich hatte es schon einmal erwähnt. Ein negativer Punkt an der Chobe Riverfront sind die vielen Autos und Boote, gleichzeitig kann das aber auch ein positiver Punkt sein, weil die Tiere den Verkehr gewöhnt sind und deshalb normalerweise nicht sofort auf Abstand gehen. In diesem Fall habe ich mich selbstverständlich bei Frau Kudu für ihre Geduld bedankt 😉
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201013. Dez. 2024 · #26
Guten Morgen ! Und hier kommen noch ein paar Antilopen zum Freitag.
Türchen Nummer 13
Bild 49 Zeitpunkt: Juni Pukus kommen nur in stark eingegrenzten Gebieten vor. An der Chobe Riverfront konnte ich sie eher selten Fotografieren. Deshalb freute ich mich auf unseren Aufenthalt in Zambia. Und tatsächlich kam ich voll auf meine Kosten. Die kleine Familie auf diesem Bild lässt sich von uns nicht wirklich stören. Während Mutter und Kind sehr genau wissen wollen, mit wem sie es hier zu tun haben, sind wir dem männlichen Begleiter ziemlich egal.
Bild 50 Zeitpunkt: Mai Die Lechwes auf diesem Foto sind alarmiert und scannen lassen die Umgebung sehr genau. Da machen sie mit uns im Safarifahrzeug keine Ausnahme. Der Grund ist einfach: Nicht weit entfernt haben wir vor wenigen Minuten zwei Löwen beobachten können. Das hat sich scheinbar bis zu dieser Herde herumgesprochen.
Bild 51 Zeitpunkt: Mai Na das ist doch mal ein cleverer Cattle Egret! Es ist ziemlich heiss an diesem Vormittag im Mai. Während der Vogel darauf wartet, dass das Gnu weiterwandert und dabei allerlei Leckereien wie z.B. Grashüpfer aufscheucht, sucht er sich ein schattiges Plätzchen unter seinem grossen Begleiter 🙂
Bild 52 Zeitpunkt: Mai Es ist noch früh am Morgen. Solange es kühl ist, sind die Bullen gerne für ein paar Kraftproben bereit. Allerdings war ihnen deutlich anzumerken, dass es sich nur um Spielereien handelt.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201014. Dez. 2024 · #27
... und weiter geht es mit dem Türchen am Samstag
Türchen Nummer 14
Bild 53 Zeitpunkt: Oktober Zurück an der Chobe Riverfront. Wir sind an einem ruhigen und ziemlich friedlichen Nachmittag mit dem Boot unterwegs. Eine Gruppe von Wasserböcken hat sich am Ufer eingefunden. Während der größere Bock auf der linken Seite auf ein Kräftemessen aus ist, hat sein Gegenüber so gar keine Lust auf unnötige Anstrengungen. Ich finde, das zeigt er auch ziemlich deutlich. Seine Körpersprache signalisiert eher: Ja, ich hab dich auch lieb 😘 Der Kontrahent akzeptiert das Angebot und so reiben sie nur die Köpfe aneinander, anstatt miteinander zu balgen.
Bild 54 Zeitpunkt: November Ich finde diese Situationen immer interessant und witzig. Die Wasserböcke befinden sich auf einer der Inseln im Chobe. Ein Teil der Herde ist bereits auf die nächste Insel gewechselt. Diese vier Mädels würden ihren Artgenossinnen gerne folgen. Sie wissen schon, dass sich im Wasser Krokodile aufhalten – aber wo genau sind sie wohl? Also gehen sie nah an die Wasserlinie, recken die Hälse, machen wieder einen Schritt zurück und warten darauf, dass sich eine „Kollegin“ vielleicht ins Wasser traut. Ich habe auch schon beobachten können, wie ein Wasserbock den nächsten mit dem Kopf in Richtung Wasser geschoben hat. Wirklich sehr interessant, dieses Verhalten! Am Ende fasst ein Weibchen all seinen Mut zusammen, springt ins Wasser und schwimmt mit höchstmöglichem Speed zur nächsten Insel. Die anderen folgen dann.
Bild 55 Zeitpunkt: April Im Mapungubwe Nationalpark gibt es viele Steinformationen zu bewundern. Das ist auch die Heimat der Klippspringer, die sich hier augenscheinlich sehr wohl fühlen. Sie haben sich schon lange an die Besucher gewöhnt und lassen sich auch durch meine Anwesenheit nicht im Geringsten stören.
Bild 56 Zeitpunkt: Diverse Auf diesem Bild habe ich ein paar Säugetiere zusammengefasst, die sonst zu kurz gekommen wären. Das Foto vom Rüsselspringer entstand auf einem Hügel im Mashatu Game Reserve (Botswana). Wir stoppen hoch oben für den obligatorischen Sundowner mit wunderbarem Ausblick ins Tal mit den tollen Baobabs. Um die niedlichen Tiere hervor zu locken schüttet unser Guide etwas Wasser auf einen Felsbrocken. Es dauert nicht mal eine Minute, dann erscheint unser „Model“ und posiert für ein paar nette Bilder.
Es brauchte einige Besuche und viel Geduld für die Aufnahme des Kapotters mit Fisch. Ich bin einige Male mit Guide John zu den sogenannten Chobe Rapids gefahren, denn dort „wohnen“ die ziemlich scheuen Tiere. Während John für diese Bilder vorsichtig durch die Klippen steuert und das Boot einigermaßen ruhig in der Strömung hält, bin ich auf das Erscheinen der kleinen Jäger vorbereitet. Irgendwann hat es dann geklappt 🤩
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201015. Dez. 2024 · #28
ich wünsche allen Fomis einen schönen Sonntagmorgen! Hier kommt
Türchen Nummer 15
Bild 57 Zeitpunkt: Mai Auszug aus meinem Reisetagebuch: Wir verlassen das Nxabega Camp für einen Gamedrive am Morgen. Während wir durch die Landschaft rollen und einige Tiere beobachten kommt plötzlich ein Funkspruch. Die Guides unterhalten sich auf Setswana, ich schnappe das Wort „Tau“, also „Löwe“ auf. Guide „B.T.“ beendet das Gespräch und gibt Gas. In schneller Fahrt geht es die Piste entlang. Dann sehen wir den Grund der Hektik. Drei Löwen bewegen sich zügig durch das Gras und blicken immer wieder hinter sich. Es sind zwei halbwüchsige Männchen und ihre Mutter. Eines der Männchen blutet an der Flanke. „B.T.“ erklärt: „Die zwei Jungs haben ein Alter erreicht, in dem sie von dem Chef des Rudels als Konkurrenten bei den Weibchen wahrgenommen werden. Der Chef hat ihnen unmissverständlich und schmerzhaft klar gemacht, dass er sie nicht mehr im Rudel duldet. Die Mutter allerdings kümmert sich weiter um das Brüderpaar, denn die Jagd- und Überlebensausbildung ist vermutlich noch nicht ganz abgeschlossen. Die drei Raubkatzen haben einen kleinen Hügel, der mit einem verfallenen Termitenhügel „dekoriert“ ist, erreicht. Sie stehen jetzt etwas höher als wir und ich kann herrliche Bilder machen: im unteren Drittel des Bildes sieht man das goldgelbe Gras und hellen Sand, in der Mitte die drei Löwen am Termitenhügel. Ihr Fell hat exakt die gleiche Farbe wie das Gras und ihre helle Frontpartie harmoniert vorzüglich mit dem sandfarbenen Hügel. Das Blau des Himmels im oberen Drittel rundet das Farbspektrum noch ab. Ich beschließe, das Foto bekommt in meiner privaten Skala von „0%“ bis „100%“ eine „95%“. So hoch bewerte ich meine Bilder wirklich nicht oft! Die Löwenfamilie beobachtet konzentriert die Umgebung, aber kein Verfolger ist in Sicht. Die Tiere verlassen den Hügel. Sie bewegen sich genau entgegengesetzt zu der Richtung, in der wir den ausgewachsenen Löwen vermuten. „B.T.“ startet den Motor und wir verfolgen sie. Die Körper sind im hohen Gras unsichtbar, wir orientieren uns an den Ohren und an den Köpfen, wenn sie ab und zu nach hinten blicken. An einer offenen Stelle halten sie an und prüfen die verschiedenen Gerüche, die der Wind ihnen zuträgt. Immer weiter wandern sie, scheinbar ist der Sicherheitsabstand zum Löwenmann noch nicht groß genug. Sie laufen nicht besonders schnell, deshalb können wir ihnen relativ leicht folgen. Es ist jetzt eine Dreiviertelstunde vergangen, seitdem wir die Löwen zum ersten Mal gesichtet haben. Sie unterbrechen ihre Wanderung durch ein paar kurze Pausen, legen sich auch mal auf den Boden, aber es scheint so, als würden sie sich noch lange nicht sicher fühlen. Wir geben die Verfolgung auf, denn wir haben heute Vormittag noch etwas anderes vor. Zusatzkommentar: Ich habe bei der Erstellung des Fotobuchs das Bild mit (nur) zwei Löwen genommen, weil mir die Bildaufteilung am besten gefallen hat. Es waren aber tatsächlich drei Löwen.
Bild 58 Zeitpunkt: März Ich finde Herr Löwe schaut ein wenig traurig, aber auch stolz in die Runde. Ich habe in der Vergangenheit schon öfter erwähnt, dass ich Spiegelungen sehr mag. Diese Spiegelung ist zwar – wegen der Miniwellen - nicht perfekt, aber vielleicht wäre es ohne Wellen auch zu langweilig. Ich bin mir da nicht sicher.
Bild 59 Zeitpunkt: April Es ist früher Morgen im Madikwe Reservat. Die Löwen haben am Vorabend ein Zebra getötet. Jetzt – in der Kühle des Morgens – haben sie wieder Hunger bekommen und nehmen deshalb ein Stück Zebrasteak zum Frühstück. Die Löwin schaut nicht nur wegen uns etwas kritisch in die Runde. Es haben sich noch andere Liebhaber versammelt, z.B. drei Schakale und eine Brown Hyena, da gilt es wachsam zu bleiben, damit ihr kein Dieb in die Quere kommt.
Bild 60 Zeitpunkt: Mai Das Rudel hat sich über ein kurz vorher erlegtes Roan hergemacht. Wir sind nah am Geschehen und können deshalb gut das Fauchen und Knurren hören, als sich die Löwenmütter und die Teenager um den besten Platz „am gedeckten Tisch“ streiten. Neben uns steht ein zweites Fahrzeug mit einer munter plappernden Lady. Das ist der Grund, warum diese Löwin plötzlich innehält, den Kopf dreht und uns mit aggressivem Blick beobachtet. Ich finde, der blutverschmierte Ast passt gut zum rot eingefärbten Kopf und unterstreicht die Szenerie des Todes.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201016. Dez. 2024 · #30
Guten Morgen freshy, Danke für den Kommentar. Das mit der "Schnattergosch" hat ja auch eine andere Seite: ohne sie hätte die Löwin wahrscheinlich nie so böse in unsere Richtung geschaut 😄 Liebe Grüsse Walter
Ansonsten halte ich es heute früh mit der Deutschen Bahn: WEGEN EINER TECHNISCHEN STÖRUNG KOMMT ES HEUTE ZU VERSPÄTUNGEN (aber keinen Ausfällen) BEI DER PRÄSENTATION DES TÜRCHENS NUMMER 16!!! Die geschätzte Uhrzeit heute: etwa 10:00 Uhr Gestresste Grüsse vom Türchen-Manager 😗
Champagner8'672 Beiträge · seit 201016. Dez. 2024 · #31
leofant schrieb: Gestresste Grüsse vom Türchen-Manager 😗
Guten Morgen gestresster Türchen-Manager Walter,
da die Erwähnung von Stress so gut passt, melde ich mich hier auch mal zu Wort. Vermutlich hast du gestern von Ruth erfahren, dass meine Energie gerade an anderer Stelle absorbiert wird 🤢 und ich nur wenig Zeit fürs Forum habe. Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht jeden Morgen mein Türchen aufmache und mich an deinen Fotos erfreue! Die Texte hebe ich mir für bessere Zeiten auf 🙄 😊 !
Ganz lieben Dank für deine Mühe, uns zu unterhalten 😘 und viele Grüße von von Gestresster zu Gestresstem 😛 !
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201016. Dez. 2024 · #32
Hallo Bele, ja, ich habe die News gehört. Das Wasser kommt bei dir also nicht nur "aus den Wolken" 🤢 Ich fühle mit dir, unsere letzte "Wasser-Geschichte" ist glücklicherweise schon einige Monate her. Und Danke fürs mitschauen 🙂
So, der Manager hat die Störung gemanaged, also kommt jetzt
Türchen Nummer 16
Bild 61 Zeitpunkt: März Ich weiß nicht mehr genau ob ich diesen Löwenmann beim Gähnen oder beim Flehmen (also dem Einziehen von Duftmolekülen eventuell paarungsbereiter Damen) abgelichtet habe. Auf jeden Fall mag ich es, wie er in dieser Sekunde die Nase kräuselt und seine Eckzähne präsentiert. Was eventuell ein bisschen stört ist die Zecke am Auge bzw. sind die Zecken am Ohr. Das ist so eine typische Situation, in der meine Frau gerne aussteigen und den Löwen „verarzten“ würde 😗
Bild 62 Zeitpunkt: März Ich behaupte ein zärtliches Liebesspiel geht irgendwie anders! Dann bleibe ich doch lieber bei der guten alten menschlichen Methode mit einem romantischen Dinner am Anfang …
Bild 63 Zeitpunkt: Juni Das Festmahl der Löwen hat an den Tagen vorher stattgefunden, jetzt sind nur noch die kläglichen Reste des Büffels übrig. Das hindert das Löwenjunge aber überhaupt nicht daran, „seine“ Beute gegen die frechen Geier zu verteidigen. Es ist schon ziemlich heiß an diesem Morgen und der Rest des Rudels hat sich im Schatten versammelt. Aber für diesen kleinen Aufpasser ist es vermutlich ein gutes Training. Man sieht genau, dass er voll fokussiert auf sein „Opfer“ ist, aber der Vogel hat Erfahrung und weiß genau wann er lieber Abstand gewinnen sollte.
Bild 64 Zeitpunkt: Mai Ich mag dieses Bild sehr. Ich habe es „Der kleine Großwildjäger“ getauft. Es ist später Nachmittag am Chobe. Die Schatten werden länger und die Hitze des Tages lässt nach. Zeit für die Katzen, sich wieder etwas mehr zu bewegen. Es ist unklar, ob der junge Eli einer Krankheit zum Opfer fiel, oder vom Rudel erlegt wurde. Auch wenn die Situation eigentlich etwas traurig ist, für mich sind die Lichtverhältnisse und das Foto an sich fast perfekt. Ich finde, es erzählt seine eigene Geschichte.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201017. Dez. 2024 · #33
Guten Morgen !
So, heute kommt es ohne Verspätung, das ...
Türchen Nummer 17
Bild 65 Zeitpunkt: April Auch hier in Savute ist es später Nachmittag. Zeit für die Löwen zur Wasserstelle zu kommen und den Durst zu stillen. Junior darf sich direkt neben seinem Vater platzieren. Ein interessantes Detail: Ganz rechts befindet sich ein fast erwachsenes Rudelmitglied. Es hat schon einen Grund, dass dieser Löwe am äußersten Rand platziert ist und die Damen quasi als Deckung benutzt. Kurze Zeit später wird er vom Rudelchef daran erinnert, dass langsam an der Zeit ist, die Familie zu verlassen.
Bild 66 Zeitpunkt: November Wenn Mama gähnt, dann gähnt der Nachwuchs doch gleich mal mit! Vielleicht ist das ja ein Zeichen der Verbundenheit innerhalb der Familie 🙂 Mehr gibt es zu diesem Schnappschuss eigentlich nicht zu sagen.
Bild 67 Zeitpunkt: Oktober Während die Mutter die Gegend nach eventuellen Gefahren absucht, sind die Kleinen in Forscherlaune. Aufmerksam wird alles registriert, das interessant sein könnte. Und tatsächlich läuft die kleine Familie dicht an unserem Fahrzeug vorbei in Richtung Ufer. Natürlich werden wir genauestens begutachtet. Aber eigentlich kann ja nichts passieren, denn Mama ist ja immer in der Nähe.
Bild 68 Zeitpunkt: Dezember Durch die weiten Ebenen der Makgadikgadi Pans ziehen die Zebraherden auf der Suche nach Gras und Wasser. Aber auch auf dem langen Marsch bleibt Zeit genug für eine kleine Pause, in der man den Körperkontakt pflegen kann.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201018. Dez. 2024 · #34
Guten Morgen an alle Türchenöffner ! Hier kommt...
Türchen Nummer 18
Bild 69 Zeitpunkt: November Wenn die Abendsonne die Gegend in ein sanftes goldenes Licht taucht, dann wird es für mich besonders interessant, denn ich weiss, dass die Chancen für stimmungsvolle Bilder besonders hoch sind. Dieses Zebra tut mir den Gefallen und trabt im leichten Gegenlicht an unserer Position vorbei. Der Sand spritzt auf und bildet kleine Wolken – ich bin ganz zufrieden.
Bild 70 Zeitpunkt: November Und wieder einmal sind die Spiegelungen mein Thema. Diesmal ist es kein Löwe, dafür sorgen die Zebras in der Abendsonne für eine (optische) Abwechslung.
Bild 71 Zeitpunkt: Dezember Die Älteren unter euch können sich wahrscheinlich noch an die Sesamstrasse erinnern ... und ... wer hätte das gedacht? Dieses Zebra hat sein eigenes Quitscheentchen in der „Badewanne“ dabei. Ob die Ente ihren gestreiften Freund wohl auf der Wanderung nach Norden begleitet? 😄
Bild 72 Zeitpunkt: Oktober Ein Warzenschwein mit Deko! Ich finde der Red-Billed Oxpecker passt als netter Farbtupfer gut zum vorwiegend grauen „Anzug“ des Warzenschweins. Die rötliche Mähne wiederum harmoniert mit den verdorrten Stängeln im Hintergrund. Vielleicht ist das der Grund, warum mein Fotomodell mit erhobenem Kopf gewartet hat, bis ich mit meinen Schnappschüssen fertig war, bevor es sich wieder auf das Fressen konzentriert hat 😗
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201019. Dez. 2024 · #35
Und pünktlich am Morgen könnt ihr das nächste Türchen aufmachen !
Türchen Nummer 19
Bild 73 Zeitpunkt: Juni Auch heranwachsende Schweinchen üben selbstverständlich den Nahkampf. Schließlich müssen sie sich irgendwann als gesund, stark und munter vor der Damenwelt präsentieren. Da kann man nicht früh genug mit dem Training anfangen!
Bild 74 Zeitpunkt: Dezember Als wir anhalten, wird die Schweinemama unruhig. Sie traut uns scheinbar nicht über den Weg und ist sehr daran interessiert, einen Sicherheitsabstand aufzubauen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ihr Nachwuchs extrem dezimiert ist. Das hier ist scheinbar das einzige überlebende Schweinchen, denn andere Familienmitglieder sind nicht zu entdecken. Welch traurige Erlebnisse da wohl hinter den beiden liegen? Die verbrannte Stelle, welche gerade von den Warthogs inspiziert wurde, stammt übrigens von den Resten eines Elefanten. Um diese Zeit haben die Ranger einige tote Elis verbrannt, denn Anthrax war auf dem Vormarsch.
Bild 75 Zeitpunkt: Diverse Oben: Ich finde es interessant, wie die Muster der roten Felsen sich auf dem Panzer der Schildkröte fortsetzen. So passt sie sich perfekt in die Landschaft ein und ist für Raubvögel vermutlich viel schwerer zu entdecken.
Unten: Ich bin Guide John in der Nähe des Chobe River unterwegs. Als wir uns einem alten Baum nähern, kommt eine (vermutlich) Akazienratte aus einer Baumhöhle hervor und springt in Panik auf die Erde. John hält sofort an denn er hat einen Verdacht. Und siehe da! Es dauert nicht lange und diese schwarze Mamba erscheint ebenfalls. Mein Glück ist, dass sich die Baumhöhle ungefähr in meiner Sichthöhe befindet, denn ich sitze ja relativ hoch in einem Fahrzeug. Das gibt mir die Chance, ein paar nette Bilder von dem Reptil zu schießen, bevor es sich wieder zurückzieht.
Bild 76 Zeitpunkt: April Nilwarane gibt es ja wirklich reichlich an der Riverfront. In diesem Fall steuern wir das Boot dicht an einen abgestorbenen Baum, der halb im Wasser liegt. Deshalb habe ich die Möglichkeit, den Waran auf einem knorrigen Ast in Zusammenspiel mit dem blauen Himmel aufzunehmen. So wird das menschliche Auge nicht durch einen unruhigen Hintergrund abgelenkt.
Mensch, ich hab den tollen Kalender erst heute entdeckt, bin aber nicht minder begeistert! Wir waren dieses Jahr zum ersten Mal am Chobe und fanden es großartig, deshalb freue ich mich, dass ich so viele Fotos von dort sehe. Großartige Aufnahmen! Die drei Elefantenjungs in Reihe und der kleine Leo haben mich besonders begeistert. Wir hatten in Okonjima bei unserer ersten Reise mal das Glück, zwei junge Leoparden mit Mama zu sehen, die Krönung unserer Reise damals am letzten Tag.
Ich freu mich auf die letzten Türchen!
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201020. Dez. 2024 · #37
Hallo Jessika, schön, dass du dabei bist! Ich fand die Touren auf und an dem Chobe immer spannend und wir hatten dort wirklich tolle Begegnungen mit wilden Tieren. Und wenn dir einige Landschaften im Hintergrund bekannt vorkommen, dann machen die Kalendertürchen vermutlich noch mehr Spass! Ich hoffe die Anzahl der Autos / Boote haben euch nicht wirklich gestört. Ja, Leopardensichtungen sind – zumindest für uns – auch heute noch ein besonderes Glück. Und eine Mutter mit zwei Kindern … was will man mehr 🙂 Wir konnten im April im Moremi Gebiet zwei Tage lang ganz nah an einer Mutter mit ihrem Sohn sein und sie auch beim völlig unbeschwerten Spiel neben dem Fahrzeug beobachten. Es hat bei uns unglaublich tolle Gefühle ausgelöst und wir waren extrem glücklich. Ok, dann öffne ich jetzt das
Türchen Nummer 20
Bild 77 Zeitpunkt: November Es ist später Nachmittag und wir sind mit dem Boot unterwegs. Wir befinden uns auf dem Rückweg, haben die Chobe Game Lodge bereits passiert, fahren weiter in Richtung Parkausgang und steuern jetzt die erste Insel an. Direkt am Rand treibt ein toter Elefant im Wasser. Auch mit geschlossenen Augen ist einem schnell bewusst, dass sich hier ein totes Tier in der Nähe befindet, denn der Geruch des Todes bzw. der Verwesung ist ziemlich intensiv. Man könnte auch sagen, es stinkt bestialisch! Rund um den Elefantenkörper haben sich eine Menge Krokodile versammelt, für die ist das natürlich ein Festmahl. Ich habe keine Wahl. Um interessante Fotos zu machen muss ich in der Nähe des Kadavers bleiben. Also nehmen Guide Tefo und ich unsere Halstücher, binden sie um Mund und Nase und verfolgen so einigermaßen geschützt das Geschehen. Immer wieder tauchen die Köpfe aus dem Wasser auf, die Reptilien „steigen“ einen Moment mit der oberen Körperhälfte aus dem Wasser, reissen ein Stück Fleisch aus einer offenen Stelle am Hinterteil und klatschen wieder auf die Oberfläche. Als kleine Belohnung für mein „Leiden“ steht die Abendsonne genau richtig. Der Kopf eines Crocs wird angeleuchtet und zeichnet sich hell vom dunkleren Hintergrund ab. Natürlich bleiben wir noch eine zeitlang an dieser Stelle und mir gelingen einige nette Schnappschüsse, aber ganz ehrlich: Jeden Tag möchte ich nicht mit dieser Geruchsattacke zu tun haben …
Bild 78 Zeitpunkt: November Ein anderer Tag, ein ähnliches Spiel. Diesmal treiben die Reste einer Antilope im Wasser. Der Aasgeruch ist deshalb lange nicht so intensiv, wie bei meinem Aufenthalt am toten Eli. Auch der Zeitpunkt ist ein anderer, wir sind am frühen Morgen auf Tour. Um diese Zeit sind die meisten Besucher des Parks mit dem Fahrzeug unterwegs, wir haben deshalb den „Tatort“ für uns alleine. Freund Phil stoppt den Motor und lässt das kleine Boot in der trägen Strömung treiben. Dicht bei uns taucht immer wieder das gleiche Croc auf. Das hilft mir bei meiner Vorbereitung. Ich kann mich etwas über den Rand des Bootes beugen und muss nur warten. Dann schiebt sich das Maul mit den furchterregenden Zähnen aus dem Wasser. Klick! Mission completed 🤩
Bild 79 Zeitpunkt: November Wenn wir mit Gästen auf dem Chobe unterwegs sind hat Guide John einen Lieblingsspruch. Kommen wir in die Nähe eines Krokodils mit geöffnetem Maul dann sagt er: „Schaut Leute, das ist meine Freundin Claudia. Sie freut sich auf mich und lacht mich an. Ist das nicht nett von Claudia?“ Was soll ich sage? John hat viele „Freundinnen“ hier, die Claudia heißen 😄
Bild 80 Zeitpunkt: Oktober Man sagt, der African Fisheagle ist das Wahrzeichen des Chobe. Tatsächlich vergeht so gut wie kein Tag, an dem wir nicht mindestens einen dieser Vögel entdecken, ganz egal ob mit dem Boot oder auf einem Gamedrive. Solche Bilder wie dieses folgen fast immer einem gleichen Muster. Der Motor wird abgeschaltet, wir lassen uns lautlos mit der Strömung in die gewünschte Richtung treiben und – GANZ WICHTIG – wir bewegen uns nur minimal und verhalten uns ruhig. Der Adler fühlt sich deshalb durch uns nicht wirklich gestört und schon kann ich die Fotos, die in meinem Kopf herumschwirren auch tatsächlich umsetzen.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201021. Dez. 2024 · #38
Guten Morgen ! Für alle, denen das miese Wetter und die Dunkelheit auf die Nerven geht, kommt hier eine gute Nachricht: Heute ist Wintersonnenwende! Die Tage werden also wieder länger. Natürlich wird es noch länger dauern, bevor man es auch wirklich spürt, aber immerhin ist ein Anfang gemacht 🤩 Und hier kommt
Türchen Nummer 21
Bild 81 Zeitpunkt: Oktober Verliebte Marabus sind mir vorher noch nie vor die Linse gekommen – bis auf dieses eine Mal. Ich bin richtig happy über diese „Vorführung“. Wir beobachten sie fast zehn Minuten und ich kann sagen: Sie sind einander sehr zugetan! Man kann auch gut erkennen, wie die beiden Störche ihre Beine mit Kot und Urin weiß „angemalt“ haben, um sie so vor der sengenden Sonne etwas zu schützen.
Bild 82 Zeitpunkt: November Wenn die Yellow Billed Storks ihren Nachwuchs aufziehen, ist für die Altvögel Stress angesagt. Eine größere Kolonie findet man an den Chobe Rapids. Bevor man diese Stelle erreicht, ist schon das heisere Krächzen der Jungvögel hören, die eigentlich immer hungrig sind und sofort um Futter betteln, sobald ein Elternteil gelandet ist. In diesem Fall wird es wohl nicht mehr lange dauern, dann muss der Nachwuchs - im wahrsten Sinne des Wortes – auf eigenen Beinen stehen.
Bild 83 Zeitpunkt: November Ein totes Büffelkalb liegt irgendwo im Sedudu Valley. Es dauert nicht lange und die Gesundheitspolizei rückt an. Wir beobachten die Gegend, aber es sind nirgendwo Löwen zu entdecken. Deshalb können die Geier und Marabus ungestört nach Herzenslust um die besten Plätze am Kadaver streiten. Mit etwas Fantasie könnte man meinen der Marabu prüft gerade, ob das Kalb auch wirklich tot ist.
Bild 84 Zeitpunkt: November Wie man unschwer sehen kann haben sich die White-Backed Vultures und Marabus an einem toten Eli versammelt. Auch hier heisst es für die Fotografen wieder: Wer anhält um interessante Fotos zu machen, der muss (geruchstechnisch) leiden! Aber für ungewöhnliche Fotos ertrage ich natürlich auch solche Prüfungen. Ich finde dieses Bild schon witzig. Was will der Geier mit der Feder im Schnabel? Menschen legen Blumen am Grab nieder. Bringt der Vogel eine Feder als letzten Gruß?
freshy3'883 Beiträge · seit 201121. Dez. 2024 · #39
Guten Morgen Walter, zwar ist heute die gute Nachricht die Windersonnenwende, aber das Datum bedeutet auch, der Adventskalender neigt sich gefährlich dem Ende zu. 24 Tage Advent sind einfach viel zu kurz! Könntest du nicht ein paar Tage zulegen? Ich werde nicht nur deine Fotos, sondern auch deine lehrreichen bis humorgetränkten Anmerkungen sehr vermissen. Zu den schmusenden Marabus fällt mir Guggus treffsichere Bemerkung zu diesen Vögeln ein: "Sowas kann nur die eigene Mutter lieben!"
Champagner8'672 Beiträge · seit 201021. Dez. 2024 · #40
leofant schrieb:Hallo Bele, ja, ich habe die News gehört. Das Wasser kommt bei dir also nicht nur "aus den Wolken" 🤢
Hallo Walter, wenn es wenigstens klares Wasser gewesen wäre 🤢 - damit kenne ich mich ja inzwischen bestens aus 😗 🙄 🤩 .
Aber kommen wir zu den erfreulichen Dingen des Lebens - zum Beispiel zu deinen Fotos vom Chobe, den ich ja seit meiner ersten Begegnung 2012 liebe, auch wenn inzwischen der Trubel dort zu viel geworden ist. Aber wenn man morgens ganz früh mit dem Auto oder dem Boot (noch besser als Auto!) unterwegs ist, geht es ja noch irgendwie....
Um dieses Foto beneide ich dich wirklich 🤩 :
Ich mag Greife, ich mag Wasser (außer bei mir im Haus an den falschen Stellen 😣 ) - also die ideale Kombi!
Danke für die Ablenkung vom Chaos hier daheim 😘 und liebe Grüße, auch an Ruth, von Bele