Erweiterte Ersttäter-Runde Namibia 21.3.-21.4.2024

Reisebericht 84 Antworten · 7'636 Aufrufe · gestartet 21. Juni 2024 von SuMa
Themenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juni 2024 · #21
27. März
Während wir frühstücken schreitet in der Ferne eine Giraffe vorbei. Heute ist es ganz bedeckt, es fallen sogar einzelne Tropfen.


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Wir sind sogar etwas früher unterwegs als gestern. Der Plan ist, zu schauen, was der Löwe macht. Es geht also flussabwärts. Wir kommen aber nicht weit, wir sehen Elefanten 😄
Eine Gruppe mit vier erwachsenen und drei noch sehr kleinen Tieren, die sind so süss, wie sie ihre Rüssel noch nicht richtig unter Kontrolle haben.

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Scheinbar fressen Baby-Elefanten den Kot der Mutter um die Darmflora zu aktivieren.

Nur schwer können wir uns trennen, wir wollen aber schon noch schauen, was der Löwe heute macht. Als wir dort ankommen, liegt er immer noch beim Giraffenkadaver und es hat drei andere Fahrzeuge . Bis jetzt waren wir da immer alleine, und Action ist auch keine also fahren wir weiter und schauen was der Morgen so noch bringt.

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Zurück im Flussbett entdeckt Jason frische Löwenspuren, die nicht von ‚unserem‘ Löwen stammen können. Also folgen wir diesen und finden eine Löwendame im Schatten.

Sie ist mit ihrer Morgentoillette beschäftigt. Bald erhebt sie sich und schreitet flussaufwärts. Jason positioniert sich immer wieder so, dass sie uns entgegen kommt, wir ihr aber auch keinesfalls im Weg stehen.


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Dann legt sie sich hin…

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geht wieder weiter

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und legt sich dann unter einem Busch schlafen. da wollen wir sie nicht weiter stören. Für uns ist nun auch Zeit wieder zum Camp zurückzufahren. Unterwegs treffen wir nochmals auf die Elefantengruppe. Es hat aber ein Gamedrive-Fahrzeug, das sehr nahe rangefahren ist und die Elefanten irritiert. Ein Baby rüttelt am Auto, dann kann man nur staunen, welche Kraft bereits ein so junges Tier hat. Jason ärgert sich sehr über solches Verhalten, da fahren wir direkt weiter.
Jason entdeckt noch frische Hyänenspuren, die Tiere bleiben aber unentdeckt.
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2024
16,9k Beiträge · seit 201227. Juni 2024 · #22
SuMa schrieb:
Scheinbar fressen Baby-Elefanten den Kot der Mutter um die Darmflora zu aktivieren.
Das machen sehr viele Monogastrier. Da fehlt beispielsweise das Enzym das Zellulose spalten kann.

LG
Logi
Themenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juni 2024 · #23
Das Essen heute war wieder sehr fein und wie immer mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Es ist aber heute sehr heiss. Es geht kein Wind und fast kein Schatten, da freuen wir uns umso mehr als es wieder losgeht am Nachmittag.
Wir müssen uns entscheiden: flussabwärts Richtung Löwen oder flussaufwärts zu den Elefanten. Für uns keine Frage, wir wählen die Elefanten 😄
Wir müssen nicht lange suchen, sie sind zügig flussaufwärts unterwegs, immer am Fressen.

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Nur die Kleinen haben immer mal wieder etwas andere Ideen.

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Wir verbringen den ganzen Nachmittag mit diesen wundervollen Tieren, es ist soo cool sie so ausgiebig beobachten zu können.

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Wir geniessen, das schöne Abendlicht und freuen uns über einen weiteren schönen Safaritag.

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zuletzt bearbeitet 27. Juni 2024
Themenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juni 2024 · #24
28. März
In der Nacht haben wir zum ersten Mal Tiere gehört, vielleicht war es unser Löwe.
Wir sind heute etwas traurig, heute geht es zurück nach Windhoek. Wir wollen vorher aber nochmals schauen, was der Löwe inzwischen so getan hat.
Bevor wir dort sind, hält mal wieder ein Steenbock genug lange still, dass es ein schönes Foto gibt.

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Die Löwendame hat unseren Löwenmann gefunden und scheinbar mögen sie sich. Jason ist hocherfreut, so geht es ja wahrscheinlich weiter mit der Löwenpopulation im Hoanib. Beim Weibchen handelt es sich um Charlie, sie war in der letzten Zeit alleine hier unterwegs. Der Löwenmann ist ein umgesiedelter Löwe.


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Nun heisst es Abschied nehmen von Jason, der das Auto wieder zurück nach Windhoek bringen muss und uns in dieser Woche wirklich ans Herz gewachsen ist. In der Wilderness Lodge dürfen wir warten bis der Flieger in der Nähe ist und bekommen noch ein kühles Getränk und einen Snack für unterwegs damit wir ja nicht verhungern 😛
Wir fahren dann zuerst zu einem alten Airstrip. Es gibt dort gar keine Infrastruktur, nicht mal einen Windsack, also zurück… unterwegs kommt uns dann jemand der Lodge entgegen und erklärt uns, wo sich der neue Airstrip befindet. Nun eilt es natürlich und wir fragen uns schon, wieso man uns/Jason diese Information nicht bereits als wir in der Lodge gewartet haben, gegeben hat.
So war der Abschied dort dann super schnell, einsteigen und los gehts.

Auf dem Doro Nawas Airstrip müssen wir umsteigen und landen dann am frühen Nachmittag auf dem Eros Airport in Windhoek. Dort werden wir schon erwartet und ins Olive Grove gebracht.
Wir geben unsere Wäsche zum Waschen, beantworten unsere WhatsApp Nachrichten und geniessen die Zeit am kleinen Pool bis zum Abendessen. Die Temperatur ist sehr angenehm, rundherum hat es aber viele riesige Gewitterwolken.
Heute essen wir im Hotel und probieren das Gamefilet - es schmeckt vorzüglich 🙂
Wir freuen uns, wieder einmal in einem ‚richtigen‘ Bett zu schlafen und über etwas mehr Platz.
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2024
635 Beiträge · seit 202327. Juni 2024 · #25
Ich finde es unglaublich toll, was ihr da erlebt habt. Die Elefanten und Löwen zu sehen, ist ja wohl spitze! In diese Gegend würde es mich nächstes Mal tatsächlich auch ziehen. Echt stark!
Themenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juni 2024 · #26
Melanie1982 schrieb:Ich finde es unglaublich toll, was ihr da erlebt habt. Die Elefanten und Löwen zu sehen, ist ja wohl spitze! In diese Gegend würde es mich nächstes Mal tatsächlich auch ziehen. Echt stark!
Ja, liebe Melanie, wir waren auch richtig verzaubert. Die schöne Landschaft, (fast) menschenleer und dann noch Löwen und Elefanten, definitiv ein Highlight unserer Reise. Wir hätten es uns aber nie zugetraut, da selber hinzufahren. Jetzt da wir dort waren, für ein nächstes Mal…. wer weiss? Man darf ja träumen 😉
Themenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juni 2024 · #27
29. März
Nach einer ruhigen Nacht und dem bekannten, feinen Frühstück werden wir pünktlich abgeholt um um 10.00 unseren Piloten/Guide zu treffen, für den nächsten Teil unseres Abenteuers. Ein anderer Gast aus UK wird die nächsten vier Tage mit uns verbringen.
Pilot und Flugzeug sind beide nicht mehr die Jüngsten. 😮

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Wir bekommen Kopfhörer mit Mikrofon, für die Kommunikation unterwegs, so ein kleiner Flieger ist seh laut. Wir fliegen Richtung Conception Bay, sehen sogar Oryx, Überreste der Diamentenabbaustätten und das Wrack der Eduard Bohlen. Dann fliegen wir über die Flamingos nach Swakopmund zum Auftanken.

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Anschliessend geht es Richtung Norden. Irgendwo am Strand wird zwischengelandet. Wir erkunden etwas die Gegend und dann richtet Henk, unser Guide/Pilot uns ein kleines Mittagessen her auf dem Flügel seiner Maschine. Es windet aber sehr stark, man muss alles festhalten, sonst ist es weg.

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Nach Cape Cross

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fliegen wir jetzt nordöstlich und landen irgendwo in einem Tal in dieser Mondlandschaft.


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Wieder steigen wir aus und Henk erklärt uns einiges zur Geologie, Flora und Fauna in dieser Wüste und über die Bushmen, die früher hier gelebt haben und deren Spuren man noch überall findet.


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Sorry, dieses Bild kann ich leider nicht drehen 🙁

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Nun noch ein letztes Mal in den Flieger für heute, wir fliegen nochmals ca eine halbe Stunde und landen auf einem Airstrip, der such nicht so viel anders aussieht, als vorher 😛

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Camp Kuidas liegt unweit vom Brandberg und ist eine wunderschöne Oase. Wir haben noch etwas Zeit, die Gegend selber zu Fuss zu erkunden, bevor dann das Abendessen serviert wird.
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Das Camp wird von zwei Ehepaaren geführt, die dort ständig wohnen. Wir haben aber im Flugzeug unser Essen mitgebracht. Der Aufwand frische Lebensmittel in dieser abgelegenen Gegend bereitzustellen ist riesig. Es wird daher sehr sorgfältig damit umgegangen. Henk erzählt uns von den Schwierigkeiten, Flugsafaris zu betreiben und welch immenser finanzieller Schaden durch Corona entstanden ist. Sie mussten sich von einigen Flugzeugen trennen. Wir quatschen noch lange, bevor wir dann müde ins Bett fallen.
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2024
Themenstarter84 Beiträge · seit 202328. Juni 2024 · #28
30. März
Kurz nach sieben werden wir mit einem Tee geweckt, Frühstück dann um acht.
Anschliessend brechen wir zu einem längeren Spaziergang auf. Direkt hinter dem Camp geht es auf einen Hügel/Berg. Auch hier gibt es Felsenmalereien und Gravuren von den Buschmännern und auch Gräber. Wir sehen eine frische Spur einer Hyäne, das Tier bleibt aber versteckt.

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Direkt danach steigen wir in ein offenes Safarifahrzeug und erkunden so noch die weitere Umgebung. Wir fahren auf Hügel

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Und dann in ein langes Tal und sind fasziniert von der kargen Landschaft, mit den säulenartigen Felsen, dann wieder ein riesiges Feld, wo scheinbar ein Riese mit Steinen gespielt hat. Auf Fotos wahnsinnig schwierig festzuhalten.

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Hier gehen wir ein Stück zu Fuss und lassen die Gegend so auf uns einwirken, in der Ferne sehen wir zwei Springböcke, eine Dassierat huscht vor uns weg und weit oben am Himmel fliegt ein Black Stork.
Zurück im Camp gibt es einen leichten Lunch und Siesta.
Themenstarter84 Beiträge · seit 202328. Juni 2024 · #29
Kurz vor drei geht es weiter. Wir fliegen nach Torra Bay. Was für ein Temperaturunterschied 🤨 Hier ist es höchstens 15 Grad.
Im Hangar dort ist ein (uraltes) Auto parkiert, Henk muss zuerst sogar noch Kühlwasser einfüllen, dann gehts hinein in die Dünen.

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Schade bleibt der Nebel so hartnäckig, es ist wirklich frisch auf dem Auto, aber doch zu lustig um aufzugeben und in das Auto zu sitzen.

Wir dürfen selber das Phänomen der ‚roaring dunes‘ erfahren, sehr faszinierend 😮
Und ein bisschen in den Dünen rumspielen. 😄
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Weiter gehts mit dem Flieger. Wir überfliegen den Hoanib und können die Stelle sehen, wo wir übernachtet haben und sogar Elefanten und Giraffen. Wir schaffen es nicht Fotos zu schiessen, wir möchten die Tiere auch nicht aufschrecken. Dann dauert es auch schon nicht mehr lange und wir sind beim Hoarusib. Wir landen und weit und breit ist kein Camp in Sicht 😮
Ein Safarifahrzeug erscheint aber bald und wir werden zum Camp gebracht, wieder inklusive alles Lebensmittel. das Camp liegt hoch über dem Hoarusib, der sogar läuft, eine wunderschöne Lage.

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Henk fühlt sich gar nicht wohl, er wird/ist krank und verabschiedet sich sehr bald nach dem Essen. Wir machen uns jetzt Sorgen um seine Gesundheit, aber auch wie es morgen weitergeht…. Ohne Pilot in so einer abgelegenen Gegend. Wir könnten auch einfach einen Tag hierbleiben, hier ist es wirklich schön 🙂
987 Beiträge · seit 202328. Juni 2024 · #30
Hallo SuMa, das ist ja alles richtig spannend und ich kann gar nicht vorausahnen was als nächstes kommt. Da habt ihr schon eine ganz besondere Reise erlebt.
Ein kranker Pilot in der Gegend würde mich wahrscheinlich schon ein bisschen panisch machen.
Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Liebe Grüße und vielen Dank für's Miterleben lassen,
Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
Themenstarter84 Beiträge · seit 202329. Juni 2024 · #31
31. März
Um 7.00 Uhr werden wir wieder mit Tee geweckt. Henk geht es etwas besser. Er möchte aber das Programm etwas ändern: wir fliegen zum Kunene, er zeigt uns dort Sehenswertes, er hätte vor Ort auch einen kompetenten Helfer, falls nötig, dann fliegen wir wieder hierhin ins Camp Leylandsdrift zurück und übernachten hier ein zweites Mal. Wir sind sofort einverstanden, der andere Gast auch, hier ist es soo schön.
Als wir an unserem heissen Tee auf unserer Terasse nippen, entdeckt mein Mann einen Elefanten unten im Fluss, er ist zwar weit weg, aber unglaublich, bereits vor dem Frühstück einen Elefanten zu sehen, damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet.
Auch von der Lapa aus während wir frühstücken, können wir ihn beobachten. Nach dem Essen klettern wir über die Felsen etwas näher an den Fluss, er tut uns aber nicht den Gefallen und dann geht er leider ans ‚falsche‘ Ufer, dort können wir ihn auch mit dem Auto nicht besuchen.
Jetzt also auf zum Kunene. Dort werden wir wieder von einem Safarifahrzeug erwartet, erkunden auf einer gut stündigen Fahrt die wieder sehr andere Gegend
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Dann geht‘s über eine sehr steile, lange Düne runter an den Kunene, es ist schon zum Fürchten, wie wir da mehr runterrutschen als fahren 😮

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Hier sieht man noch die Spuren unseres Autos!

Dann gibt es einen leichten Lunch, es ist sehr heiss, aber auch sehr windig.
Nach einer kurzen Siesta fahren wir an vielen Ziegen vorbei zu einem kleinen Boot. Zuerst setzen wir noch eine einheimischen Familie von Angola nach Namibia rüber, dann gleiten wir lautlos dahin. Wir sehen diverse Vögel, leider kann ich keinen fotografieren 😄

Auf einer Sandbank in Angola machen wir eine kleine Pause. Die Baboons tun uns den Gefallen und veranstalten ein richtiges Theater.

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Erfrischt geht es wieder zurück zur Anlegestelle und mit dem Auto zum Airstrip. Unterwegs halten wir noch bei einem Himbadorf. Wir bringen ihnen Wasser. Der Angestellte übersetzt und so erfahren wir einiges über ihr Leben. Als wir nach der Möglichkeit fragen, Souvenirs zu kaufen sind in Sekundenschnelle die Verkaufsstände aufgebaut 😁. Das wissen wir zu würdigen und kaufen alle etwas kleines.


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Unser Camp beim Landeanflug.

Heute ist es eine kühle Nacht, es brennt sogar ein Feuer in der Lapa. Es war wieder ein langer, anstrengender Tag, also gehen alle früh zu Bett.
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2024
1'523 Beiträge · seit 201129. Juni 2024 · #32
Guten Tag SU/MA

habt Ihr eventuell noch die Koordinaten der Dünenabfahrt beim Künene ?

eine hochinteressante Reise.........vielen Dank fürs Mitfahren

LG................BMW
Themenstarter84 Beiträge · seit 202329. Juni 2024 · #33
Nein, da wir ja da nicht selbst gefahren sind, haben wir da keine genauen Koordinaten. Mein Mann hat ein App um die Standorte der Fotos aufzuzeichnen, das hat aber auch sehr schlecht funktioniert.
Wir waren ‚relativ‘ nah am Skeleton NP, die Abfahrt war auch nah am Camp der Skeleton Safari.
Wir fahren beide gut Ski, die Abfahrt war mindestens eine schwarze Piste 😮
Themenstarter84 Beiträge · seit 202329. Juni 2024 · #34
1. April
Pünktlich um Sieben werden wir wie immer mit einem Tee geweckt. Henk fühlt sich wieder wohl und auch die Wettervorhersage ist besser. Mein Mann kann sich etwas entspannen 🙂
Nach dem Frühstück besuchen wir noch ein Clay Castle.

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Unglaublich was dieser Mann alles weiss: Geologie ist für mich aber ein Buch mit sieben Siegeln, leider vergesse ich alles sofort wieder, aber schön wars. 🤪

Dann zu einer weiteren Steinmännchen-Skulptur. Diese Figuren gefallen mir super. Was für eine Idee, diese in dieser Einsamkeit zu platzieren.


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Als wir dann gemütlich beim letzten Mittagessen sitzen, ruft die Frau von Henk an und sagt, bei ihnen in Windhoek regne es ‚Cats & Dogs‘, ein grösseres Gewitter sei im Anmarsch, nun heisst es sich beeilen, zusammenpacken und ab in den Flieger, wir wollen kein Gewitter in diesem Flugzeug. Wir benachrichtigen noch Ultimate Safaris und Bushlore, dass wir früher landen (es gibt schwaches Wifi).
Der Flug ist dann aber ruhig, ab und zu fliegen wir um einen Wolkenturm herum, auch hat es starken Gegenwind, wir sind also etwas langsamer. Wie immer fliegt Henk sehr tief, dies erlaubt eine unglaubliche Sicht in diese bizarren Berge und Täler. Ich erkenne sogar die Twyfelfontein Lodge von oben, die Elefanten sind aber nicht mehr dort 😄
Um ca 15.30 h landen wir auf dem Eros Airport, aber weder Bushlore noch Ultimate sind dort. Wir suchen und telefonieren dann, bei Bushlore wird uns gesagt, der Angestellte sei schon wieder zurück, da kein Flieger gelandet sei. Der Vertreter von Ultimate hat einfach draussen unter einem Baum gewartet, der steht dann grad da. Er bringt uns unseren Koffer mit dem Campingmaterial, das wir bei ihnen im Büro so lange zwischenlagern durften. Er telefoniert dann auch grad selber nochmals mit Bushlore, und vereinbart mit denen, dass er uns grad selber dorthin bringt.
Er besteht darauf, mit uns das Auto, Reifen etc. zu prüfen, wartet dann (!) bis wir alles erklärt bekommen haben und fährt als unser persönliches Navi zum Olive Grove Guest House voraus. Was für ein Service! Wir fühlen uns etwas wie kleine Kinder, die man an die Hand nehmen muss, sind aber doch froh, müssen wir einfach nichts mehr studieren… Die letzten Tage waren doch sehr anstrengend, diese vielen, sehr unterschiedlichen Eindrücke, soviel mal fliegen in dieser kleinen, lauten Blechkiste hat uns ermüdet.
Ab jetzt sind wir aber auf uns alleine gestellt 😉
Im Hotel werden wir wie Freunde begrüsst- wir sind ja auch schon zum dritten mal hier. Wir geben noch unsere Wäsche zum Waschen und fragen ob es ev möglich sei, die Pyjamas noch heute Abend wieder zurückzuerhalten, es ist schon nach 18.00 h? Kein Problem - der Rest kommt dann am nächsten Tag spätestens um 11.00 h. Super Service!
Wir essen wieder im Hotel, räumen schon etwas unsere Sachen um und freuen uns über die gute Dusche und das bequeme Bett sowie über den Austausch mit den Lieben zu Hause (unsere Enkelin kann jetzt sitzen 🙂 )
Morgen beginnt das grosse Abenteuer…
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2024
Themenstarter84 Beiträge · seit 202330. Juni 2024 · #35
2. April
Wir freuen uns, heute etwas länger liegen zu bleiben und uns dann an den gedeckten Tisch zu setzen. Wir haben es nicht eilig, da wir ja noch auf unsere gewaschene Wäsche warten müssen. In aller Ruhe räumen wir unsere Sachen ins Auto und schon wird die Wäsche gebracht, das ging wirklich schnell.
Bei der Maerua Mall gehen wir zu Superspar. Wie immer braucht der erste Einkauf länger als uns lieb ist. Am Ende bekommen wir aber (fast) alles was wir brauchen. Dann suchen wir noch einen Cymot (Campingladen). Wir möchten noch Kisten und einen Toasteraufsatz fürs Gas. Den Toaster haben sie nicht, aber günstige Kisten.
Unser heutiges Ziel ist die Bagatelle Kalahari Game Lodge.
Über die B1 geht’s Richtung Süden, schon bald biegen wir ab auf die D1463. Das gefällt uns, die Gravelroad ist gut zu fahren, rings herum wird es immer dunkler, Gewitter bauen sich auf, so herrschen sehr spezielle Lichtstimmungen. Nach ca. 40 km stehen wir plötzlich vor einer Furt, die gut mit Wasser gefüllt ist. Ich steige aus um die Wassertiefe zu prüfen, aber die Strömung ist mir zu stark, da fürchte ich umzufallen.
Noch als wir diskutieren, was wir jetzt tun sollen, kommen riesige braune Wellen und es blitzt rund um uns herum. Also kehren wir um und fahren über die B1 nach Süden.

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Hier ist alles trocken, sogar unter den Brücken fliesst kein Wasser 😄
Unterwegs sehen wir viele Baboons, Ziegen und auch Rinder, picknicken gemütlich und biegen dann nach Kalkrand auf die C21 ab. Der Himmel wird nun wieder schwarz, es gibt Regenbogen und das ganze Farbenspiel ist unglaublich schön: der rote Kalaharisand, die gelben Blümchen, die grossen Weberneste, wir sind völlig geflasht!

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Je näher wir der Lodge kommen, desto mehr Tiere sehen wir. Giraffen, Marabus, Gnus. Einmal rennt eine Herde Springböcke vor uns her, sie können ja auch nicht weg, links und rechts der Strasse hat es Zäune. Wir stoppen und lassen ihnen etwas Zeit.

Wir fahren zur Reception, checken ein, machen ein Foto des Plans mit den Aktivitäten und fahren dann direkt zu unserer Site. Es gibt ein richtiges Häuschen mit WC, Dusche und Lavabo mit einer grossen Abstellfläche. Jetzt heisst es zum ersten Mal Zelt aufstellen und Abendessen vorbereiten, dabei spaziert eine Familie Kudu direkt am Auto vorbei. Die Kamera liegt natürlich im Auto und Kudus so nahe sind sehr beeindruckend, da hält man lieber etwas Abstand.

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Wir fallen dann auch schon bald müde ins Bett.
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2024
Themenstarter84 Beiträge · seit 202330. Juni 2024 · #36
Sorry, doppelt
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2024
Themenstarter84 Beiträge · seit 202330. Juni 2024 · #37
3. April
In der Nacht regnet es heftig, unser Zelt ist aber dicht 😄.
Wir werden durch das Scheppern des Mülleimers geweckt. Ein Pferd hat den Deckel der Mülltonne abgehoben und sich über unsere Rüstabfälle gefreut.
Als ich aus dem Toilettenhäuschen komme stehe ich Auge in Auge vor zwei Straussendamen, da gehe ich grad rückwärts wieder rein, sie haben doch sehr grosse Schnäbel 😕
Sie verziehen sich aber bald und so freuen wir uns über unser erstes Campfrühstück mit Speck und Spiegeleiern und allem was dazugehört. Dann räumen wir nochmals das Auto um 😄. Auch das Bett ist so nicht sehr bequem. Das Leintuch ist eigentlich zu klein und die Matratze zu hart. Nun legen wir einen Schlafsack als Polsterung unter das Leintuch und das dann quer, so bleiben halt die Füsse ohne Leintuch und brauchen den zweiten Schlafsack als Decke. Das hat sich dann für den Rest der Reise bewährt.
Mein Mann geht dann irgendwann zur Reception und bucht für uns den Sundowner Drive und für den nächsten Tag den Bushmen Walk.
Unsere Site hat einen riesigen Baum, darunter lässt sich herrlich lesen, Mittagessen etc.
Nach dem Essen gehen wir dann zum Hauptgebäude, geniessen den Pool, schauen den Erdmännchen zu

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genehmigen uns Kaffee und Kuchen und um 17.00 geht dann der Nature Drive los. Die Landschaft mit den roten Dünen ist sooo schön

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andererseits fühlt sich das Gelände der Lodge ein bisschen an wie sehr grosser, sehr schöner Tierpark, besonders nachdem wir ja zuvor im Hoanib waren. Wir geniessen es aber trotzdem sehr, vor allem als wir die beiden Breitmaulnashörner sehen und so nahe ran fahren. Das fühlt sich nach all den ‚Security Briefings‘ vom Beginn unserer Ferien sehr seltsam an. Diese beiden werden aber täglich vom Auto aus gefüttert, auch um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.


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Auf einer Düne unter einem riesigen Webervogelnest gibt es einen Sundowner und schon geht es wieder zurück. Ich freue mich besonders über eine Sichtung von Löffelhunden. Das Licht ist zwar schon sehr schlecht, aber das ist eine Erstsichtung für uns.


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Wir werden direkt bei unserer Site abgeladen. Und dann eine grosse Aufregung: ich habe mein Telefon verloren, wahrscheinlich, hoffentlich im Auto. Mein Mann rennt zur Lodge und findet Guide und Auto und gemeinsam finden sie dann auch das Telefon. Uff, nochmals Glück gehabt.

Heute ist ein klarer Abend, wir sitzen noch lange und freuen uns hier zu sein.
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2024
987 Beiträge · seit 202330. Juni 2024 · #38
Hallo SuMa,
wir waren im März 22 in Namibia und hatten auch das Licht und Farbspektakel wie ihr es beschreibt und zeigt. Wie ich deine Begeisterung verstehe. Genau so habe ich den Himmel und die Farben empfunden. Malerisch und manchmal märchenhaft, ganz besonders hat es mir die Kalahari angetan. Die Bagatelle Ranch hatten wir auch im Programm und weil es so schön war, ist sie auch in die nächste Namibia Reise integriert.

Ich lese euren Bericht sehr gerne mit. Eure Freude mitzuerleben macht Spaß und weckt natürlich die eigene Vorfreude.
Liebe Grüße, Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
Themenstarter84 Beiträge · seit 202301. Juli 2024 · #39
4. April
Heute mussten wir früh, ca 6.00 aufstehen. Wir sind direkt zu Fuss zur Lodge und haben dort noch einen Tee bekommen bevor wir zum Bushmen Walk aufbrechen. Es begleiten uns zwei Bushmänner. Der eine (westlich gekleidet) übersetzt die spannenden Geschichten, Gebräuche und auch Nutzen von Pflanzen und Tieren. Faszinierend finde ich die Sprache mit den vier Klicklauten, da könnte ich ewig zuhören. Es endet in einem nachgestellten Dorf, wo man noch Kleinigkeiten kaufen könnte und weitere Fragen stellen.
Uns hat dieser kleine informative Spaziergang sehr gut gefallen.


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Als wir dann so gemütlich zu unserem Platz zurück spazieren, sehen wir die beiden Nashörner direkt an unserem Auto vorbeigehen. Jetzt noch sehr weit weg, aber was wäre das für ein Aufstehen gewesen 😮

Zurück bei der Site frühstücken wir erst mal gemütlich und dann heisst es das erste Mal Zelt zusammenklappen. Das hat ganz gut geklappt, aber als wir den Tisch einschieben, verklemmt er sich in der Mitte und geht nicht mehr vor und zurück. Erst nach vielem Murksen schaffen wir es, ihn wieder raus zu ziehen. Jetzt braucht es erst nal nochmals einen Tee, bevor wir einen erneuten Versuch starten und eine Dusche. Wir merken, dann, dass wir es verkehrt herum versucht haben. 😄
Wir müssen noch an der Reception vorbei unsere Aktivitäten bezahlen, plündern den gut sortierten Shop und fahren dann ca. 11.00 ab.
Über Mariental nach Maltahöhe. Dort füllen wir unseren Tank auf und ergänzen im dortigen Shop unsere Vorräte. Da es sehr viele Personen vor dem Laden hat, bleibt mein Mann im Auto. Er lässt sich dann aber von einigen Männern überreden und geht für sie noch Brot kaufen als ich wieder zurück bin. Wir wissen nie, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen, und haben uns auch nicht sehr wohl gefühlt.
Als wir wieder losfahren, wird es rundherum wieder dunkel, Blitze zucken, wir fahren aber nur am Rand des Gewitters und können das Spektakel ruhig beobachten.
Wir biegen auf die D830. Sie führt durch die Berge, auch hier führen die Dips Wasser, es sind aber nur Rinnsale. Im Tal links von uns plätschert der Bach und es ist sehr grün und das mitten in der Wüste. Unterwegs sehen wir in der Ferne Oryx, Springbock und sogar Löffelhunde, aber alle flüchten entweder sehr schnell oder sind von Beginn weg schon weit weg. Unterwegs halten wir bei einem schönen Baum und picknicken.

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Kurz bevor wir die C27 erreichen wird die Landschaft wieder sehr offen und die Strasse sehr sandig, ist aber sehr gut zu fahren.
An der Namibrand Reception checken wir ein und bestellen auch noch gerade ein frisches Brot für den nächsten Tag und buchen den Morningwalk.
Es gibt insgesamt nur drei Sites, unsere hat ein eigenes kleines Wasserloch und wie die anderen ein Häuschen mit Dusche und WC und einen gedeckten Sitzplatz und riesig viel Abstand zu den anderen.

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Wir klettern auf die Düne und freuen uns an der Weite und Leere der Landschaft. Welch Privileg hier 2 Nächte verbringen zu dürfen.
Bevor wir das Zelt aufbauen, fahren wir noch den 4x4 Trail, ein ca 10 km langer Rundkurs. Wir reduzieren den zum ersten Mal den Reifendruck und können schon etwas die Sandfahrten üben und noch mehr von der Gegend sehen.

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Dann kochen wir Spaghetti mit Tomatensosse und geniessen den Abend und die vielen Sterne.
zuletzt bearbeitet 01. Juli 2024
16,9k Beiträge · seit 201201. Juli 2024 · #40
SuMa schrieb:Maltahöhe. Dort füllen wir unseren Tank auf und ergänzen im dortigen Shop unsere Vorräte. Da es sehr viele Personen vor dem Laden hat, bleibt mein Mann im Auto. Er lässt sich dann aber von einigen Männern überreden und geht für sie noch Brot kaufen als ich wieder zurück bin. Wir wissen nie, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen, und haben uns auch nicht sehr wohl gefühlt.
Dieses Verhalten haben wir dieser unsäglichen Fernsehsendung "Verrückt nach Zug" zu verdanken. Der Aufenthalt der Protagonisten in Maltahöhe war eine Lehrstunde, wie man Menschen zu Bettlern und Kleinkriminellen erzieht.... 😣
Nachdem das Drehteam wieder abgereist war, glauben natürlich nun alle, dass jeder Tourist für die Locals im dortigen Supermarkt einkaufen geht.

LG
Logi