SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202318. Juli 2024 · #61
Wir kaufen im nahen Supermarkt noch die restlichen Lebensmittel ein und tanken auch das Auto wieder voll und dann geht‘s Richtung Moon Landscape
zur Oase Goanikontes. Unter einem schönen Baum etwas abseits essen wir ein kleines Picknick und fahren dann in den 4x4 River Khan trail. Wir möchten nur ein kleines Stück fahren, da unser heutiges Ziel die Spitzkoppe ist. Also halten wir uns an jeder Gabelung links. Irgendwann sind wir dann sehr unsicher, wo wir uns tatsächlich befinden. Wir sind aber nicht beunruhigt, unser Auto ist vollgetankt, der Kühlschrank ebenso und ein Bett haben wir sowieso dabei, viel passieren kann nicht. So geniessen wir das Abenteuer 🙂
Wir haben in Swakopmund extra einen Permit gekauft, sehen aber nirgends einen Hinweis, dass dieser Abschnitt der Stecke tatsächlich einen solchen braucht (dies im Gegensatz zur Strecke nach Mirabib).
Ziemlich genau wo die D1991 auf die B2 trifft, treffen auch wir auf die B2. Nun ist es nicht mehr weit bis Spitzkoppe. Wir sind zuerst etwas verwirrt, welches nun die von uns reservierte Campsite ist, es hat aber alles seine Richtigkeit und wir fahren etwas umher im grosszügigen Campingplatz. Wer die Wahl hat, hat die Qual 😛 Schliesslich wählen wir eine Site ganz im Westen.
Wir richten uns etwas ein und fahren dann noch zum Arch und klettern dann dort etwas herum.
Zum Sundowner klettern wir dann direkt auf den Felsen hinter unserem Platz und geniessen das schöne Abendlicht. Als wir zurückkommen, hat es an unserem Platz sehr viele Rock Dassies. Zuerst sind sie auf den Felsen, aber dann machen sie sich auf auf die Büsche und kleinen Bäume. Wir freuen uns über die flinken Tiere und einmal mehr über den schönen Sternenhimmel.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202318. Juli 2024 · #62
11. April Der Wind war sehr laut heute Nacht, trotzdem haben wir gut und für unsere Verhältnisse lange geschlafen 😄 Während dem ausgiebigen Frühstück konnten wir wieder viele Rock Hyrax beobachten, nun auf den Felsen, nicht mehr in den Büschen.
Da wir heute nicht so weit fahren werden und wir diese schöne Gegend noch etwas länger geniessen möchten, fahren wir noch zu den Felsen mit dem Rock Pool und klettern dort sogar bis zuoberst auf den Gipfel.
Um 11.15 Uhr fahren wir dann D3716 - D1930 nach Uis, wo wir im Cactus + Coffee Garden einkehren. Es ist sehr heiss, fast 40 Grad, aber sehr gemütlich da im Schatten zu sitzen. Wir essen Salat, Wrap und dann noch einen Schokokuchen, alles sehr fein. Die weitere Strecke (C35/D2319) ist eine schlimme Wellblechstrecke und führt an vielen Himba- und Hererodörfern vorbei, wo immer wieder Frauen und auch Kinder auf die Strasse springen und auch winken. So fühlen wir uns nicht wohl, darum stoppen wir nicht.
In Madisa werden wir freundlich empfangen und beziehen unsere private Campsite. Die originellen Sanitäranlagen sind zwar etwas in die Jahre gekommen, gefallen uns aber. Man muss den Donkey selber beheizen für Warmwasser, sowohl beim Lavabo wie auch für die Dusche, es funktioniert aber alles tadellos. Wir richten uns gemütlich ein und gehen dann zum Dinner, das wir bereits vorgebucht und bezahlt hatten.
Es war nur noch eine andere Familie im Restaurant. Der Hauptgang fand in Buffetform/Selbstbedienung statt und war sehr fein. Bei einem Glas Wein liessen wir den schönen Abend an unserem Platz ausklingen.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202319. Juli 2024 · #63
12. April Als wir noch gemütlich beim ausgiebigen Frühstück sitzen, fahren hinter uns zwei Gamedrive Fahrzeuge an uns vorbei in den Trockenfluss. Kurzerhand beschliessen wir, dass wir das auch tun, vielleicht sind ja die Elefanten nicht so weit. Zuerst reduzieren wir den Reifendruck, dann kann es losgehen.
Was müssen wir lachen, als wir unser Navi einschalten 🤪
Bald sehen wir erste undeutliche Spuren ,dann frischere, überlgen in welche Richtung sie gelaufen sind, wie alt die Spuren tatsächlich sind etc. Schon dieser Teil der Fahrt hat unheimlich Spass gemacht, noch mehr natürlich als wir die Tiere dann tatsächlich finden. Es hat zwar schon ein paar Fahrzeuge, aber alle verhalten sich sehr rücksichtsvoll sowohl gegen Mensch wie Tier, eine entspannte Atmosphäre.
Irgendwann können wir uns dann losreissen und fahren weiter im Goantagab. Es wird in der Folge immer tiefsandiger. Mein Mann befürchtet, dass wir stecken bleiben. Es ist inzwischen wieder sehr heiss, das will er auf jeden Fall vermeiden, daher fährt er mit ziemlich viel Schwung, ohne Stopp für Fotos 🤢 bis wir nach Norden auf einen steinigeren Untergrund wechseln. Wir sind auch froh, dass die Elefanten weiter oben im Fluss standen, wäre blöd gewesen, wenn wir an ihnen vorbeifahren hätten müssen oder noch blöder, dort nicht mehr weggekommen wären. 😐 Den Rest der Strecke fuhren wir wieder gemütlicher mit dem einen oder anderen Fotostopp.
Irgendwann fällt uns dann auf, dass wir uns auf einem Gebiet sind, das wir schon kennen: wir sind in der Concession von Camp Doros 😄
Zurück auf der D2612 beschliessen wir noch zum Petrified Forest zu fahren. Die Zeit ist zwar etwas ungeschickt (14.30 h) aber wir haben genug Wasser und Sonnenhüte. Wir bezahlen den Eintritt und werden von einem Guide erwartet, der uns auf dem etwa halbstündigen Rundgang begleitet, viel erklärt und alle Fragen kompetent beantwortet.
Wer den Petrified Forest NP in USA kennt, findet es hier vielleicht etwas mickrig, uns hat es gut gefallen.
Zurück in Madisa geniessen wir ein kühles Getränk und den Pool, bevor wir dann den Donkey einheizen und mit der glühenden Kohle dann den Grill. Wieder ein wunderschöner Tag zu Ende.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202320. Juli 2024 · #64
13. April Heute geht es in den Etosha! Der Weg ist aber nicht weit, also gemütliches Frühstück und dann über die C35 nach Kamanjab, wo wir tanken und einkaufen. Hier hat es viele z.T. Sehr junge, aufdringliche Menschen, die ihre Waren verkaufen wollen. So bedrängt, kaufen wir nichts (auf der Strasse). Im dortigen Spar können wir alles einkaufen, was wir für die Zeit im Etosha brauchen. Noch ausserhalb des Parks machen wir eine ausgiebige Picknickpause und können dabei einen fleissigen Dungbeetle beobachten.
Um ca 14.30 sind wir dann am Galton Gate, dort müssen wir zuerst in einem Häuschen uns eintragen und dann an der Kasse in einem anderen Gebäude bezahlen. Wir kaufen auch eine Etosha Karte, die äusserst praktisch ist. Wir bezahlen gerade für die gesamten fünf Tage, die wir im Nationalpark sein werden. Zuerst geht es durch dichten Mopanewald und wir freuen uns über die ersten Impalas, die sich darin verstecken. Sonst ist es äusserst schwierig etwas zu entdecken und sehr tierarm. Am ersten Wasserloch, das wir dann anfahren (Renostervlei) sehen wir in der Ferne unseren ersten Elefanten zwischen den Büschen verschwinden, auch eine Straussenfamilie verzieht sich gerade im hohen Gras, aber die vielen Zebras bieten gutes Kino. Wir sind richtig happy.
Ein ‚falsches‘ Zebra hat sich auch darunter gemischt: Hartmann‘s Bergzebra 😄
Der Weg zum Rateldraf Wasserloch ist gesäumt von einer extrem schönen Blumenwiese in lila und gelb, darin verteilt immer wieder einzelne Giraffen, wir können uns kaum sattsehen: Giraffen in Blumen!
Rund um das Dolomite Camp und das Wasserloch hat es viele Tiere: Oryx und Zebras in Gruppen und auch einzeln, Giraffen, Gnus, Steenbock, ein müder Schakal
Je näher wir dem Olifantsrus Camp kommen desto weniger Tiere sehen wir, länger beobachten wir spielende Schakale durch einen Busch, die auch immer wieder neugierig daraus herausgucken.
Das Olifantsrus Camp ist klein, nur neun Plätze, wenn ich mich recht erinnere, trotzdem fanden wir es nicht speziell schöner als später Okaukuejo oder Namutoni. Wir durften unseren Platz selbst wählen und sind dann direkt noch zum Wasserloch, das man aus einem sehr schönen Hide betrachten kann. Leider hatte es nur zwei Schildkröten und sehr weit entfernt einzelne Springböcke. Zurück zum Auto und erst mal einrichten und kochen. Es gibt Pasta mit Pesto und Broccoli. Nach den Abwasch dann nochmals zum Hide, leider immer noch kein einziges Tier zu sehen 🙁 trotzdem sitzen wir noch lange da. Irgendwann geben wir auf und schlafen.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202321. Juli 2024 · #65
14. April Um 6.00 Uhr weckt uns der Harndrang…. Wenn schon aus dem Dachzelt kraxeln, dann machen wir uns gleich auf zum Hide und bleiben dort bis es hell ist. Ausser Oryx, Springbock und einen einzelnen Schakal, alle sehr weit weg zwischen den Büschen, sehen wir nichts.
Schade, also Frühstück und ca 8.00 Uhr sind wir dann unterwegs.
Schon kurz nach dem Gate vom Camp stoppt Martin abrupt, eine Puffotter liegt auf der Pad und bleibt sogar solange liegen bis ich ein Foto gemacht habe.
Nun sind wir schon richtig happy, eine Schlange haben wir so noch nie gesehen. Die Wasserlöcher Tobiroen, Teespoed, Bitterwater und Duiwelsvuur sind alle verwaist. Dazwischen sehen wir aber immer wieder einzelne Tiere.
ein Steenbock
koorhaan
Chanting Goshawk
Riesentrappen, einzelne Gnus, Springböcke und Oryx.
Beim Picknickplatz kurz vor Sonderkop gibts eine kurzen Stopp, die WCs sind ok 😉, wir froh darum.
Wir fahren dann den Abstecher zum Grünewald Wasserloch. Die Szenerie erinnert an Europa - zwischen den Bäumen hat es verteilt sehr viele Springböcke (bei uns wären es Rehe 😕 ), der Boden Grün und immer wieder grössere Pfützen.
Ab und zu entdecken wir in der Ferne einzelne Giraffen.
Kurz nach 14.00 h sind wir in Okaukuejo, checken an der Reception ein, erhalten C21 und begeben uns dann mit dem Umweg über das Wasserloch (kein Tier dort, aber verständlich, es ist sehr heiss) zum Pool. Dusche, Pool, ein Eis im Schatten, mitten im Nationalpark, das Leben könnte nicht schöner sein. 🙂
Das Bild mit den Giraffen in grüner Umgebung ist ja toll! Sowas sieht man ja nicht allzu oft!
Ich bin gespannt auf eure weitere Reise, plane ich doch gerade eine Tour, die ab Spitzkoppe ähnlich eurer sein soll. Und für uns das erste Mal mit Dachzelt, deshalb bin ich gerade über Infos zu den Campsites sehr dankbar! Olifantsrus steht auch auf dem Plan, dann Okaukuejo (evtl 2 Nächte) und Halali.
Eine tolle Reise habt ihr hier jedenfalls 😎
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202321. Juli 2024 · #67
Guten Morgen Melanie Ja, das war schon eine spezielle Ansicht, die Giraffen in der Blumenwiese. Vor allem westlich des Dolomite Camps hatte es sehr viele Blumen und war wirklich grün. Wir fanden es ganz allgemein faszinierend, wie plötzlich manchmal es gewechselt hat zwischen trockenen staubigen Landschaften und lieblichen Blumenwiesen. Einen schönen Sonntag Susanne
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202321. Juli 2024 · #68
Kurz nach Vier machen wir uns auf zu einem weiteren Gamedrive. Vorher können wir grad bei unserem Auto süsse Erdhörnchen beobachten
Und nahe der Reception banded mongoose.
Wir fahren Richtung Okondeka. Die Landschaft ist sehr öde der Salzpfanne entlang. In diesem Dünenfeld hat es sehr viele Springböcke, Strausse und Zebras, einzelne Gnus.
Dann fahren wir Richtung Adamaxpan. Diese ist zum grossen Teil mit Wasser gefüllt. Überhaupt steht hier in dieser Gegend viel Wasser, wunderschöne, wahrscheinlich untypische Etoshabilder.
Wenig später entdecken wir in einem Baum nochmals einen chanting Goshawk
Eine Giraffe schaut uns auch ganz neugierig an
Straussen ziehen vorbei
Und dann beobachten wir ein paar Schakale, die spielen wie junge Hunde mit Scheinangriff und Versöhnung und das alles im schönsten Abendlicht.
Glücklich und und etwas müde, beschliessen wir heute im Restaurant zu essen. Vorher besuchen wir natürlich noch das Wasserloch. Viele guineafowl kommen in Reih und Glied und danach Impalas, ein Blacksmith Lapwing meldet sich auch immer wieder zu Wort, aber keine grösseren Tiere.
Im Restaurant können wir uns erst nach einigen Diskussionen draussen irgendwo hinsetzen, werden dann aber wahrscheinlich deswegen sehr lange mit Nichtbeachten bestraft. Wir tragens mit Fassung, wir sitzen ja gemütlich 😛 Das Essen selbst war mittelprächtig, Gamesteak zart und perfekt gebraten, Gemüse und Kartoffeln kalt. Zurück zum Auto machen wir den kleinen Umweg nochmals zum Wasserloch und können unser Glück kaum fassen: ein Spitzmaulnashorn. Leider macht es sich bald auf und davon, Fotokamera haben wir natürlich auch nicht dabei so muss ein schlechtes Handyfoto als Beweisfoto reichen. Wir bleiben noch etwas sitzen und geniessen den schönen Abend, aber es bleibt ruhig beim Wasserloch, so beschliessen wir morgen Abend dann einfach mehr Zeit dort zu verbringen und gehen ins Bett.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202321. Juli 2024 · #69
15. April Ab ca 6.00 h ist Betrieb auf dem Campingplatz und wir merken, dass man hier deutlich näher beieinander steht als auf allen bisherigen Plätzen. Um halb sieben stehen wir dann auch auf und bauen unser Zelt ab, um 7.05 fahren wir dann durch das Gate.
Wir fahren als erstes nach Nebrowni und dann weiter bis Gemsbokvlakte. Unterwegs sehen wir sehr viele Springböcke und Zebras, die Wasserlöcher sind aber beide verwaist. Bei Olifantsbad beobachten wir eine Weile eine Giraffe beim Trinken.
Dann meldet sich der Hunger und wir fahren zum nahen Picknickplatz und frühstücken ausgiebig. Dieser Platz ist ganz hübsch mit grossen Betontischen unter Schattendächern und fliessend frischem kaltem Wasser.
So gestärkt geht es weiter nach Aus, hier ziehen Kudus in der Ferne vorbei, ein paar Warzenschweine verziehen sich gerade im Gebüsch und eine Giraffe kommt ganz vorsichtig zum Trinken.
Bei Ondongab hat es sehr viele Gnus, und auch ein paar Giraffen.
Unterwegs zu Sueda gelingt mir ein hübsches Straussenfoto
Bei Charitsaub beobachten wir ein paar aufgeregte Zebras als uns ein anderer Fahrer darauf aufmerksam macht, dass unter einem Busch eine Löwin liegt.
Es kommen immer mehr Fahrzeuge, so lassen wir die anderen an unsere Position. Wir fahren noch bis Rietfontein, merken aber dass wir langsam müde sind und umdrehen wollen. Dann fahren wir doch nochmals bei der Löwin vorbei. Von weit sehen wir kein anderes Fahrzeug mehr dort stehen und denken deshalb schon, dass sie sich ins ganz ins Gebüsch verzogen hat… aber sie schläft einfach, war wahrscheinlich allen zu langweilig. Wir stellen uns zu ihr und geniessen, dass wir hier ganz alleine sind und erst noch im Schatten.
Nun haben wir aber langsam Hunger, Okaukuejo ziemlich weit weg, also steuern wir nochmals den Picknickplatz bei Olifantsbad an. Ein Zwischenstopp bei Aus muss auch noch sein, aber ohne nennenswerte Sichtung. Noch kurz zum Wasserloch vor dem Essen… und nun macht dieses Wasserloch seinem Namen alle Ehre. Sehr viel Elefanten sind in und um das Wasserloch, planschen, spritzen, wandern zu Bäumen und fressen und dann wieder zurück, so müssen wir halt noch ein bisschen länger hungrig bleiben 😛
Irgendwann können wir uns dann losreissen und fahren auf den Picknickplatz. Nun ist es so spät, dass wir beschliessen, richtig zu kochen (Lammkoteletts, Reis und Blumenkohl und Salat) und können durch den Zaun immer noch einzelne Elefanten sehen und v.a. auch hören. Ein kleines bisschen fragen wir uns, wie stabil der Zaun zwischen uns ist und ob sie sich ev für unser Essen interessieren. Das Obst lassen wir dann lieber im Auto 😉
Beim Verlassen des Platzes müssen wir dann immer noch sehr auf die grauen Riesen aufpassen. Überall sind sie in diesem kleinen Wald verteilt und obwohl sie so gross sind, sieht man sie sehr schlecht. Wir möchten keinem zu Nahe kommen.
Zurück in Okaukuejo müssen wir zuerst einen anderen Camper von unserem Platz vertreiben. Er hat seine Site nicht gefunden und gedacht, hier sei es grad so hübsch 🤪 obwohl da noch unsere Stühle/Tisch standen. Nachher haben wir uns jeder ein kühles Getränk geschnappt und sind zum Wasserloch gegangen.
Wieder kamen die guinea fowl und dann die Impalas schön in Reih und Glied aber leider wieder kein grosses Tier. Gewundert hat uns das eigentlich nicht, nachdem wir ja gestern gesehen hatten, wie viel Wasser es ausserhalb der Wasserlöcher hier in der Nähe gibt. Schön war es trotzdem. Müde sind wir gegen zehn ins Bett.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202322. Juli 2024 · #70
16. April Heute frühstücken wir im Camp und fahren erst gegen 8.00 h los. Schon bald stoppt Martin abrupt, eine Schlange auf der Pad, sie schängelt sich aber schnell davon und erst noch auf der falschen Fahrzeugseite 🙂 Ein Beweisfoto gelingt
Ist das eine Zebrakobra?
Da wir gestern von anderen Campern gehört haben, dass sie auf dem Loop beim Gaseb loop einen Geparden gesehen haben, fahren wir in diese Richtung. Von weit sehen wir drei Fahrzeuge stehen. Auf unser Nachfragen wird uns gesagt, dass im Gebüsch Löwen liegen. Mit aller Mühe können wir einen Rücken ausmachen, der ev. ein Löwe sein könnte, wir versuchen uns etwas besser zu stellen, aber es kommen immer mehr Fahrzeuge, v.a. Auch Gamedriver und die rangieren sehr rücksichtslos, innerhalb kürzester Zeit sind mehr als zehn Fahrzeuge dort auf der schmalen Strasse, so macht Tiere schauen überhaupt keinen Spass, wir verzichten. Beim Wegfahren können wir aus dem Augenwinkel den Löwenmann sehen, wie er sich noch weiter ins Gebüsch zurückzieht.
Bei Olifantsbad stehen zwei Elefantenbullen. Jetzt vormittags stehen sie im Gegenlicht, was das Fotografieren schwierig macht.
Ein paar Zebras getrauen sich auch zum Wasser.
Bei Aus ist wieder ein schöner Kudubulle, diesmal etwas näher Und auch hier wieder Zebras. Bei Odongab hat es viele Giraffen in den Büschen hinter dem Wasserloch.
Mit der Hoffnung doch noch ein Nashorn zu sehen, fahren wir den Rhinodrive. Dieser erweist sich als sehr tierarm und es hat z.T. dichtes Gebüsch bis an die Pad, so ist es sehr anstrengend nach Tieren Ausschau zu halten und wenn man eines sieht, ist es auch grad wieder verschwunden. Irgendwie hat es uns dort extrem ermüdet und frustriert, es zieht sich dann doch. Wir brauchen eine Pause und fahren nach Halali. Beine vertreten, Trinken, Essen, Kopf verlüften, jetzt haben wir wieder neue Energie 😄 Wir fahren zum Etosha Lookout, hier geht der Blick wieder weiter und Tiere beobachten steht nicht im Vordergrund. Immer wieder hat es viele Zebras, Gnus und Springböcke.
Faszinierend diese weisse Weite
Bei Springbockfontein hat es ein einzelnes Gnu, bei Batia ist niemand zu Hause.
Dann beschliessen wir als nächstes Wasserloch noch Kalkheuwel anzufahren, da wir in der Ferne einen Elefanten sehen, wie er in diese Richtung geht. Die Strasse dorthin hat richtig grosse Potholes. Als wir einen Selbstfahrer kreuzen, sagt uns dieser, dass am Wasserloch ein männlicher Löwe versteckt in einem Gebüsch liegt. Wir halten aber weiterhin auch Ausschau nach dem Elefanten. Westlich der Stichstrasse kurz vor Kalkheuwel kann man in ein Flusstal sehen, es ist voll mit Zebras, Impalas und Gnus, leider voll im Gegenlicht.
Wir haben etwas Mühe den Löwen zu entdecken, beobachten dabei ein Zebrababy das ins Wasserloch gefallen ist und seine Mutter, die herzerbarmend schreit. Immer wieder versucht das Kleine herauszukommen, man würde am liebsten helfen gehen.
Endlich ist es geschafft! Keine zwei Minuten später schreitet ein Löwin auf das Wasserloch zu. Was sind wir froh, dass die Zebras sich bereits aufgemacht haben.
Dann kommt noch eine, dann noch zwei Jungtiere, dann nochmals zwei… und immer mehr. Am Ende sind neun Löwen versammelt am trinken. Wir sind die meiste Zeit ganz alleine dort und richtig happy.
Dann verzieht sich die ganze Familie wieder zurück unter die Büsche und man kann sie kaum mehr sehen.
Der Mähnenlöwe steht auch auf, wir hoffen, er hat nun auch Durst, aber er sucht sich nur einen neuen Schattenplatz.
Kaum haben sich die Löwen verzogen kommen andere Tiere, die einen sind mutiger
Die anderen trauen der Sache noch nicht
Trollkind243 Beiträge · seit 202122. Juli 2024 · #71
Hallo SuMa, was Du da in Kalkheuwel beinahe erlebt hast ist wohl auch eine Jagdtaktik von Hyänen. Die leigen im Gebüsch, wenn eine Herde Springböcke zum trinken kommt stiften sie kurz Unruhe in der Hoffnung, dass ein Jungtier hineinfällt. Geschieht das, warten sie ab, bis dieses sich erschöpft hat und fischen es dann aus dem Wasser. Schlau aber schlimm mitanzuschauen. Liebe Grüße Kirsten
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202322. Juli 2024 · #73
Trollkind schrieb:Hallo SuMa, was Du da in Kalkheuwel beinahe erlebt hast ist wohl auch eine Jagdtaktik von Hyänen. Die leigen im Gebüsch, wenn eine Herde Springböcke zum trinken kommt stiften sie kurz Unruhe in der Hoffnung, dass ein Jungtier hineinfällt. Geschieht das, warten sie ab, bis dieses sich erschöpft hat und fischen es dann aus dem Wasser. Schlau aber schlimm mitanzuschauen. Liebe Grüße Kirsten
Wir haben uns nur gefragt, wieso die künstlichen Wasserlöcher solche Betonwannen sind, wo die Jungtiere nicht mehr/fast nicht rauskommen? Weil die flachen Ufer zu viel Wasser verdunsten? Wird schon seine Gründe haben. Wir waren froh, nicht Zeuge von einem Riss zu sein.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202322. Juli 2024 · #74
Fortsetzung 16.4. Auf dem Rückweg zum Hauptweg sehen wir einen Elefantenbullen. Er staubt sich ein, reibt sich an einem armen Bäumchen und quert dann vor den Weg
Im schönen Abendlicht hat es nun extrem viel Tiere
Auch Strausse, Riesentrappen und Sekretäre, helmeted Guinea Fowls, und dann Richtung Klein Namutoni noch Dikdiks, die wirklich winzig sind.
Müde und glücklich checken wir in Namutoni CG ein. Wir bekommen einen schönen Platz am Rand unter einem Baum zugewiesen, kochen Pasta mit Pilzrahmsauce und Salat und gehen dann noch zum Wasserloch.
Es hat viele Gnus und einige Impalas. Die Gnus sind die ganze Nacht zu hören mit ihrem ‚gnu, gnu…‘ Hyänen weit weg auch. So lieben wir es, im Zelt zu liegen und die Wildnis zu hören.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202323. Juli 2024 · #75
17. April Wir wollen heute auch früh raus, es ist unser letzter ganzer Tag im Etosha! Wir trinken wir kurz einen Tee und bei Gateöffnung kurz nach sieben sind wir unterwegs. Wir wollen nochmals nach Kalkheuwel, schauen ob die Löwen noch dort sind. Unterwegs kreuzt ein Elefant unseren Weg
Im Flusstal, wo wir gestern den Elefanten gesehen haben, nehmen wir beide gleichzeitig eine Bewegung wahr: ein Löwe. Es ist aber sehr weit weg und neben unserer Pad hat es viele Mopanebüsche, so dass er gerade wieder hinter dem Laub verschwindet. Nun gibt es ein vor und zurück, suchen mit dem Fernglas, kurz gelingt mir ein Beweisfoto
Er läuft scheinbar sehr zielstrebig wieder Richtung Kalkheuwel, also fahren wir auch dorthin, sehen ihn aber nicht, wieder zurück. Alles Suchen hilft nichts, also noch ein letztes mal zum Wasserloch und da kommt er tatsächlich!
Er läuft aber nicht zum Wasser sondern direkt zu den Bäumen weiter weg und legt sich hin. Da sehen wir auch, dass die Damen auch dort sein müssen, ab und zu sieht man Ohren oder eine Schwanzspitze. Jetzt ist es schon spät, wir lassen sie und ziehen weiter.
Unterwegs zum Ngobib Loop sehen wir
Einen Elefanten
einen Go-away Bird, der lange genug stillsitzt
einen lilac breasted Roller
Yellow-billed hornbill
sowie viele Zebras, Gnus und auch Giraffen weit weg.
Anschliessend noch zum Chudop Wasserloch, dort hat es Elefanten und Zebras.
Auf dem Weg zurück auf den Campground sehen wir noch Red Hartebeester und Oryx.
Zurück auf unserem Platz gibt es einen richtigen Brunch, dann gehen wir zum Pool, um die heisseste Zeit des Tages zu relaxen.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202324. Juli 2024 · #76
17. April Kaum sitzen wir kurz nach drei im Auto fallen wie aus heiterem Himmel grosse Regentropfen, das haben wir überhaupt nicht kommen sehen. Wir fahren trotzdem los, diesmal gegen Norden, diesen Teil des Parks haben wir noch nicht gesehen. Bei Klein Okevi und auch bei Groot Okevi hat es kein einziges Tier, es schüttet inzwischen auch richtiggehend. Auf dem Rückweg sehen wir eine kleine Schildkröte.
Bei Tsumcor steht ein einzelner Elefant,
der sich bald verabschiedet. Beim Wenden entdecken wir eine weitere, sehr viel grössere Schildkröte
Und haben Mitleid mit den Touristen in den offenen Gamedrivefahrzeugen, die jetzt richtig nass werden. Wir fahren den Stinkwaterloop und dann noch den Andoniloop. Es hat aber fast keine Tiere, einzelne Gnus, sehr weit weg, viele Blitze, starker Regen und sehr schöne Wetterstimmungen.
Und dann sehen wir nochmals eine Schildkröte. Noch nie haben wir Schildkröten gesehen und heute Nachmittag gleich drei Stück, ob das ev. am schlechten Wetter liegt?
Als wir so langsam wieder südlicher kommen, klart es auf und es gibt einen Regenbogen über der Strasse. Leider steht ein Gamedrivefahrzeug im Weg, sie schauen Elefanten im Gebüsch zu. Wir warten, auch wenn wir die Elefanten kaum sehen, ich möchte so gerne den Regenbogen fotografieren. Endlich fahren sie weiter, der Regenbogen ist nun nur noch undeutlich zu sehen, dafür kommt auf der anderen Seite der Strasse eine ganze Familie Elefanten auf die Strasse und nun hat es weit und breit kein Fahrzeug. 🙂 Fototechnisch für mich sehr schwierig mit Beleuchtung etc. Den Regenbogen hat in Wirklichkeit viel intensiver geleuchtet.
Als sie die Strasse wieder freigeben fahren wir weiter, wir wollen nochmals zu Tsumcor. Vorher sehen wir unsere ersten Eland im Etosha
Und noch mehr Elefanten
Bei Tsumcor hat es fünf Giraffen, sie machen seltsame Luftsprünge mit allen vier Beinen gleichzeitig. Dies sieht bei diesen grossen, sonst so eleganten Tieren seltsam aus.
Dann kommt doch tatsächlich noch ein Spitzmaulnashorn aus dem Busch, dahinter noch Eland.
Was für ein Druck!
Wir so begeistert, das haben so sehr gehofft, aber uns schon fast nicht mehr getraut, daran zu glauben! Wir bleiben so lange wie wir uns getrauen. Wir wollen nicht nach Schliessung des Gates in Namutoni ankommen, was uns gerade noch gelingt. In aller Eile gehen wir direkt auf den Turm zum Sonnenuntergang.
Beim Wasserloch hat es heute kein einziges Tier, so können wir ohne Dilemma zu unserem Platz zurückkehren. Heute grillieren wir unser letztes Fleisch, machen ein Butternut-Karotten Gemüse, dazu Reis und Salat. Nun ist unser Kühlschrank fast leer und lässt sich leicht reinigen. Leider sind ja nun unsere Ferien bald zu Ende.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202325. Juli 2024 · #77
18. April Wir frühstücken im Camp und fahren dann nochmals zu Klein/Groot Okevi, sehen aber nur Tiere entweder im Gebüsch, hinter anderen Fahrzeugen oder sehr weit weg. Auch einige Elefanten, so dass ich irgendwann schimpfe mit meinem Mann: wir haben schon mindestens zehn Elefanten gesehen und er hat für keinen gestoppt. Als letztes fahren wir den Fishers pan drive. Hier hat es immer wieder Zebras und Gnus in Gruppen auf der Pfanne
Bei Twee Palms sehen wir Marabus und Warzenschweine, später kommt ein Schakal dazu und ein paar Oryx sind auch durstig.
Dann stoppen wir nochmals in Namutoni. Auf dem Weg zum Von Lindquist Gate drehen wir noch eine Runde über den Dikdik drive und Klein Namutoni. Leider sehen wir heute die namensgebenden Tiere nicht, aber viele Impalas und Zebras.
Am Gate müssen wir den Kühlschrank öffnen, danach kontrollieren wir noch den Reifendruck. Beim letzten Rad fällt der Kompressor aus, es fehlt aber nicht viel Luft.
Dann geht es schnurgerade über Asphalt, irgendwo auf der Strecke stoppen wir an einem Picknickplatz mit grossem Baum. Kurz vor Tsumeb steuern wir eine Tankstelle an, um die Reifen zu kontrollieren. Dort gibt es auch einen Farmshop mit frischen Produkten aus der Gegend. Wir kaufen ein paar Sachen für die letzten Tage und zwei Gläser Namibischen Honig.
Unser Ziel ist der Waterberg NP mit dem NWR Campground. Unser Navi will dorthin über Grootfontein. Nach Kartenstudium, vielem Rechnen (intuitiv wären wir über Otavi, Ojiwarongo gefahren) folgen wir dem Navi. Diese Gegend ist nun wieder sehr anders, sehr grün, Maisfelder, Rinderfarmen und eine gute Strasse. Bei Rietfontein geht es dann wieder auf eine D-Strasse zurück auf Staub. Es ist eigentlich immer noch gut zu fahren, zieht sich aber ziemlich und hat unendlich viele Farmtore zum Öffnen und schliessen. Kurz vor dem Camp durchfährt man das Gelände eines Wildlife Resorts und es hat neben der Strasse Giraffen, Impalas und Warzenschweine. Wir sind aber inzwischen müde, mein Mann hat Kopfweh, wir können uns gar nicht mehr richtig freuen. Zuerst stehen wir vor einem geschlossenen Tor, niemand kommt und öffnet es. Nach Kartenstudium merken wir, dass dies die Auffahrt zum Plateau ist und noch nicht die richtige Einfahrt.
An der Reception werden wir dann freundlich empfangen und auf die möglichen Aktivitäten aufmerksam gemacht. Gleichzeitig haben sie uns eindringlich vor den diebischen Pavianen gewarnt. Immer Türen und Fenster des Autos geschlossen halten. Am nächsten Morgen möchten wir die Wanderung auf das Plateau machen und erhalten hierfür eine handgezeichnete, sehr ungenaue Karte, für den Nachmittag buchen wir einen Gamedrive. Auf das Plateau darf man nämlich nicht mit dem eigenen Auto fahren.
Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, viel ist noch frei, Paviane sehen wir keine, folgen aber trotzdem dem Rat, uns nicht zu weit weg der Ablutions zu stellen. Alles ist sehr grosszügig mit vielen grossen Bäumen. Viele Vögel in den Bäumen und alles sehr grün. Insgesamt sehr anders alles bisherige. Uns gefällt es sehr, auch wenn wir diesen Stopp vor allem als Zwischenstopp nach Windhoek ausgesucht haben.
Heute gibts nur schnelle Pasta mit Tomatensauce, dazu frischen Salat. Paviane sehen wir keine, hören können wir sie. Es war ein langer Tag, bald geht’s ins Bett.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202326. Juli 2024 · #78
19. April Wir erwachen früh nachdem wir beide nicht so gut geschlafen haben, obwohl es auf dem Campground sehr ruhig ist. Man hört von den anderen Campern nichts. Wir frühstücken gemütlich, von den Pavianen sehen wir immer noch nichts, aber drei Warzenschweine tummeln sich in der Nähe des Ablutions-Gebäude.
Martin hat im Komoot App die Wanderung gefunden. Das macht es doch sehr viel einfacher, den Weg zu finden, obwohl wir zweimal in eine Sackgasse laufen, da der Weg dort an kaputten Stegen endet. Mit GPS ist es aber einfach sich zu orientieren und eine Umleitung zu finden. Der Weg führt steil bergauf durch grosse Bäume und z.T. über stotzige Felsen, ist aber gut zu gehen. Wir sehen unterwegs sogar eine Familie mit kleinen Kindern. Es gibt immer wieder schöne Ausblicke in die Ebene, wir hören viele Vögel und auch immer wieder die Paviane, sehen können wir beide kaum.
Unser GPS sagt, es sind 4.4 km hin und zurück, wir benötigten dafür mit allen Fotostopps etc und Pause auf dem Plateau ca 2 1/2 Stunden.
Nun heisst es Auto/Gepäck aufräumen etc, Mittagessen, und einfach die Umgebung geniessen. Dann haben wir doch tatsächlich noch eine Aktion mit den Pavianen. Als wir am Auto am rumräumen sind, machen sie sich über den Mülleimer her. Der Deckel war zwar drauf, aber nicht verriegelt. Ich bin Pfannendeckel klopfend auf sie zugerannt und sie geflüchtet, konnten aber noch unsere Rüstabfälle mitnehmen. Wirklich geärgert hat mich, dass sie dabei auch die Plastikverpackung mitgenommen haben. Wir haben noch gesucht, aber uns nicht zu sehr ins Gebüsch getraut. Viele Vögel, u.a. Beeeater und Lovebirds hüpfen auf den Bäumen umher, ich bewaffne mich mit der Kamera, aber kein Foto gelingt. In den Bäumen finde ich es noch schwieriger, da immer wieder Blätter, Zweige etc. dazwischen kommen.
Um fünf vor drei müssen wir an der Reception sein für den Gamedrive, zwei junge Deutsche begleiten uns. Zuerst fährt man auf der Strasse, auf der wir gekommen sind ca, eine halbe Stunde. Hier sehen wir die Paviane, Steenbock, Warzenschweine, Impala und dann bereits im Park, aber noch nicht auf der Hochebene Tsessebe und Kudus. Alle entweder direkt vor dem Zaum oder durch dichtes Gebüsch und im Gegenlicht. Ich habe dort keine Fotos gemacht. Gleich zu Beginn wurde uns erklärt, das der Wald auf dem Plateau sehr dicht ist. Es findet daher kein üblicher Gamedrive statt, sondern man fährt zwei Wasserlöcher an und wartet dort ud guckt, was man sieht. Der Guide ist hat noch einen Fotostopp für die Aussicht gemacht
Und ist dann mit vollen Karacho durch die Gegend gefahren zum Hide. Dort steigt man aus dem Auto und läuft durch eine Art Tunnel zum eigentlichen Ausguck. Eine Giraffe war dort vorsichtig am Trinken.
Was uns aber verwundert hat: zwei Personen waren bereits dort, aber kein Auto weit und breit und beide waren immer wieder am Handy, entweder am Filme gucken oder am Telefonieren! Uns wurde vorher eingebläut, ja leise zu sein, da die Tiere hier sehr scheu waren. Nach zwanzig Minuten haben wir dann den Hide verlassen und sind zum nächsten gefahren. Dort komnten wir gerade noch einen Büffel beobachten ,wie er sich entfernt hat
Später ist ein Steenbock um den Rand der Lichtung geschlichen ,hat sich aber nicht bis zum Wasser getraut.
Dann gings rasant zurück, wir mussten vor Sonnenuntergang am Parkausgang sein. Plötzlich ein Vollstopp: noch ein Büffel Wir staunen, wie unser Guide bei der rasanten Fahrt durch dieses wirklich sehr dichte Gebüsch, diesen rechtzeitig hat sehen können. Auf dem Weg nach unten sehen wir noch viele Rock Dassies, es ist aber schon ziemlich dunkel und sie sehr flink. Auf der Strasse dann zurück zum Camp hat es viele Tiere, Duiker, Impalas, Warzenschweine, Guinea fowl. Der Guide muss aufpassen, nun ist es dunkel. Zurück im Camp fragen wir den Guide, ob er jemand kennt, der Freude an unseren übrigen Lebensmittel hat, oder ob wir diese einfach an der Reception abgeben könnten. Er nimmt sie gerne selber und bringt uns mit dem Auto zu unserem Platz. Viel ist es nicht, trotzdem freut er sich riesig und wir sind auch froh, findet alles noch eine Abnehmer. Wehmütig geniessen wir unseren letzten Abend im Dachzelt. Morgen müssen wir früh raus.
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juli 2024 · #79
20.4. Heute stehen wir früh auf, um 6.00 h klingelt der Wecker. Schnelles Frühstück, Bettzeug runter, allerletzte Resten und Boxen verschenken, inkl. WC-Papier, Abwaschmittel etc. Um ca halb acht fahren wir dann vom Platz. Ein Steenböckchen verabschiedet uns scheu aus dem Gebüsch. Zuerst geht es noch ein kurzes letztes Stück auf Sand, dann gehts meist schnurgerade auf Teerstrasse. Zu Beginn hat es noch viele Gästefarmen links und rechts der Strasse, wir sehen immer wieder Tiere hinter den Zäunen: Gnus, Impalas und Strausse, direkt am Strassenrand Warzenschweine und Baboons. Um 11.00 Uhr sind wir pünktlich bei Bushlore, kurz vorher tanken wir noch. Die Rückgabe des Autos verläuft problemlos, die Reifenreparatur kriegen wir zurückerstattet. Einzig haben wir die Quittung der letzten Tankfüllung verloren 😠. Wir fragen noch nach den anderen Bushlore-Modellen und bekommen diese ausführlich gezeigt. Auch wenn bis zum nächsten Mal Namibia wahrscheinlich ein paar Jahre vergehen werden und dann die Modelle auch wieder anders sind, war das sehr interessant. Wir werden zum Olive Grove Guest House gebracht mit unserem Auto, unterwegs stoppen wir nochmals an der Tankstelle um sicherzustellen, dass beide Tanks voll sind. Es passt aber nichts mehr rein 😛 Im Olive Grove werden wir wie Familie begrüsst, es fühlt sich auch ein bisschen an wie heimkommen. Der ursprüngliche Plan war, am Nachmittag noch Windhoek zu besichtigen, aber irgendwie sind wir nicht sehr motiviert, wir bleiben im Hotel. Wir geniessen den Nachmittag am Pool, räumen nochmals die Koffer etwas um und freuen uns auf das bekannte Abendmenu. Heute ist die letzte Nacht in Afrika und wir etwas melancholisch.
21. April Der Rest ist schnell erzählt: Ausschlafen, frühstücken und dann werden wir schon bald zum Flughafen gebracht. Flüge wieder über Johannesburg klappen ereignislos. Um 6.05 landen wir pünktlich, aber müde in Zürich. Der Zug bringt uns nach Hause.
Fazit werde ich später noch schreiben…
SuMaThemenstarter84 Beiträge · seit 202327. Juli 2024 · #80
Fazit: Olive Grove Guest house, Windhoek Hübsches, kleines Guesthouse, nettes Personal, wir haben uns rundum wohlgefühlt. Mit kleinem Pool im Innenhof ideal zum Ankommen und relaxen.
Camp Doros Kleines Camp, sehr kompetente Guide und Staff, persönlich und herzlich. Wir haben sowohl die Elefanten wie auch die Spitzmaulnashörner gesehen, was sicher auch Glück war. Das Essen war herausragend. Zelte grosszügig, mit ensuite Bad, bequeme Betten. Sehr einsam
Mobile Camping im Hoanib Extrem schöne Erfahrung. Eine super Möglichkeit, diese einsame Gegend kennenzulernen. Ultimate Safaris hat sehr überzeugt.
Skeleton Coast Safari sehr teuer, aber wohl die einzige Möglichkeit in so kurzer Zeit, diese unwirtliche Gegend kennenzulernen. Das Essen war im Vergleich zum Mobil Camping einfacher, aber auch gut. Das kleine Flugzeug ist sehr laut, man muss das Fliegen auch mögen, da man doch ziemlich viel Zeit im Flugzeug verbringt.
Bagatelle Kalahari Game Ranch sehr grosszügige Campsite, jeder mit eigenem Ablutionhaus. Man darf alle Aktivitäten der Lodge mitmachen und auch Swimmingpool und Aufenthaltsräume mitbenutzen. Wunderschön am Rand in den roten Dünen gelegen.
Family hide-out Eine der schönsten Campsites, die wir besucht haben. Sehr einsam, trotzdem mit Dusche, WC, überdachtem Tisch/Bänken mitten in den Dünen. Perfekt.
Sesriem Campsite Gute Ausgangsposition für Sesriem Canyon und Sossusvlei. Duschen, WC haben bei unserem Aufenthalt nur teilweise funktioniert, war aber kein Problem, da es nicht voll war.
Mirabib Campsite Einfach nur schön und einsam, aber sehr einfach. Plumpsklo nicht auf jeder einzelnen Site, aber Tisch und Stühle aus Beton.
Meike‘s Guesthouse, Swakopmund Familiäres kleines Guesthouse mit tollem Service und guter Preis/Leistung
Spitzkoppe Magischer Ort mit den schönen Bergen und Arch, einfache Campsite. Fliessend Wasser nur am Eingang zum Campingplatz. Viel Platz bei den einzelnen Sites
Madisa Camp Cooles Camp, guter Ausgangspunkt für die Wüstenelefanten, schön eingebettet in die Umgebung. Essen Hausmannskost. Wir hatten die Privat campsite, das hat uns sehr gefallen. Warm Wasser muss man selber einheizen.
Olifantsrus Kleines Camp, aber nicht persönlicher als die anderen Camps im Etosha. Campsites nicht gestaltet, daher wenig Privatsphäre auf den einzelnen Platzen. Hier hat nur je eine Dusche funktioniert, aber es war sauber. Man ist sich aber trotzdem nicht in die Quere gekommen. Der Hide beim Wasser ist sehr schön angelegt, leider haben wir dort fast keine Tiere gesehen.
Okaukuejo Campsite Campsite bietet auch keine Privatsphäre, aber hier punktet das Wasserloch. Der Poolbereich hat uns auch gefallen. Dusche, WC war alles ok. Ziemlich viele Plätze. Restaurant unter dem, was wir sonst gegessen haben, unfreundlich
Namutoni Campsite Grosse Wiese, bei uns hatte es nicht aber nicht viele Gäste, also viel Platz und nicht staubig auf dem Gras. Poolbereich etwas einfacher, aber auch ausreichend. Restaurant haben wir nicht getestet. Wasserloch auch schön angelegt, Duschen/WC wieder sanierungsbedürftig.
Waterberg Plateau Campsite Schöne, grosszügige Plätze unter grossen Bäumen. Wanderweg hat uns sehr gefallen, Gamedrive sehr anders als an anderen Orten. Schöner Zwischenstopp zwischen Etosha und Windhoek
Bushlore Super Service, freundlicher Kontakt, auch wenn wir zu Notfallservice glücklicherweise nichts sagen können.
Wir haben es wieder genossen, beide Erfahrungen zu machen: sowohl selbst zu fahren wie auch mit Guide unterwegs zu sein. Ganz besonders haben wir es genossen, mehrere Tage mit demselben Guide unterwegs zu sein, da so sehr persönliche Gespräche möglich wurden. So haben wir ein bisschen Einblick bekommen in die Sorgen und Freuden eines Einheimischen. Wir haben uns anschliessend auch sicherer gefühlt als wir alleine unterwegs waren.
Es hat uns super gefallen, wir kommen auf jeden Fall wieder, es gibt noch so viel mehr zu entdecken!
Danke allen Lesenden dieses Reiseberichtes und Dankedrückern, es hat auch Spass gemacht, diesen Bericht zu schreiben und so diese Reise nochmals Revue passieren zu lassen.