Di. 23.04.
Wieder früh morgens los, denn die Strecke schien uns sehr lang und wir wollten nicht zu spät im Hoanib River ankommen.
Was sollen wir sagen? Warum um alles in der Welt sollte man den Crowthers 4x4 Trail fahren?
Wir fanden es absolut langweilig und außer Steinen in allen Farben und Formen, meistens spitz und scharfkantig gab es kaum Vegetation.
Tiere waren eh Fehlanzeige, bis auf ganz wenige kleiner hühnerartige Vögel
8-9 Std. sind wir dem Track gefolgt, es gab einmal so etwas wie eine Oase....lag aber nicht direkt am Weg und wir waren schon genervt von der Strecke.
Auf dieser Strecke haben sich bestimmt schon Scheidungen angebahnt. Fahr mehr links, hast du die Lunke nicht gesehen, laangsamer....denk an die Reifen usw.
Ich bin als Beifahrer derjenige welcher scharf Luft zwischen den Zähnen einzieht und meine Freundin macht das gleiche durch die Nase um den Fahrer zu kritisieren. Nachdem wir das angesprochen hatten, war es lustig.
Mich würden Nachrichten interessieren, wer die Strecke ähnlich sieht oder es anders erfahren hat.
Anhalten und aussteigen? Bei 40°C Außentemperatur, nein danke.
Irgendwann wurde die Steine weniger und uns kam tatsächlich ein Fahrzeug mit zwei Schweizern entgegen. Sie hatten eine sündhaft teure Nacht im Camp, nahe des Hoanib verbracht und garantierten uns mehrere Tiere wenn wir weiterfahren.
Na das hört sich doch gut an. Wir haben uns dann entschieden an dem Tag nicht mehr in den Hoanib einzufahren, es war einfach zu spät und wir beide genervt.
Dort wo Mudorib und Hoanib zusammentreffen fanden wir ein kleines Wasserloch, da stehen aus zwei Gebäude. Das sah doch interessant aus. Wir suchten uns eine erhöhte Position um das Wasserloch gut im Blick zu haben, mit der Hoffnung das der Wind wie immer am Abend nachlässt.
Tisch, Stühle, Getränke, Kamera und Fernglas raus. Affen machen einen Heidenlärm an der Südflanke eines Hanges im Norden.
Was bewegt sich denn da aus der Ecke in Richtung Wasserloch, tatsächlich eine Löwin. Trinken, Markieren und den gleichen Weg zurück.
Hat nicht einmal zu uns geschaut, mußte sie auch nicht wir müssen direkt vor ihr gewendet haben. Sie lag wahrscheinlich in den Büschen. Ab dem Zeitpunkt hat sich meine Freundin leider sehr laut verhalten....klappern...Türen lauter als notwendig zuschlagen....sie behauptet das nicht extra gemacht zu haben, aber man hat uns ja auch gesagt uns auffällig zu verhalten, wegen Löwen. Naja dann kamen noch drei Giraffen, aber sowas von vorsichtig das wir nicht mehr genug Licht hatten um zu sehen, ob sie das Loch noch erreicht haben. Leider hatte ich auch mit der Sonnenbrille auf dem Tisch geklappert, da wurden sie eh zur Salzsäule.
Waren etwas früher im Zelt, ich war mir auch nicht ganz sicher was wir durch den Krach angelockt hatten.
Spolier: nix, die Wildtierkamera hatte nichts zu tun