Die Tinochikas! Hier parkste richtig.

Reisebericht 238 Antworten · 24,3k Aufrufe · gestartet 10. Jan. 2024 von Tinochika
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201404. Feb. 2024 · #61
ANNICK schrieb:
Habe auch gerade eueren Bericht entdeckt und steige noch schnell ein!
Hallo Annick,

schnall dich an, denn es geht gleich weiter Richtung Gharagab.

CuF schrieb:
…..Woher weiß die Thermosflasche eigentlich, ob sie was heiß oder kalt halten soll! Ein Wunder -
Hallo Friederike,

Gott sei Dank war unsere Thermoskanne von Anfang an richtig programmiert.
Bei dieser komplizierten Technik kann schon mal ein Fehler passieren.
Zusätzlich haben wir darauf geachtet, dass unsere Kanne die Farbe Rot hat. 

Rot ist gleich heiß.  Eine Blaue hätten wir für Kaffee nicht genommen.

Makalani schrieb:
Eure Route mit dem KTP-Nationalpark ist für mich absolut neu und ich freue mich darüber, etwas neues durch euren Reisebericht zu erfahren. Freue mich schon auf die weitere Tour mit euch!!
Hallo Sabine,

wir hoffen, wir können unsere Begeisterung für den KTP an dich weitergeben . Vielleicht trifft man sich ja dann irgendwann einmal dort.

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201404. Feb. 2024 · #62
12.11.23

Nossob - Gharagab

Die richtige Entscheidung

Unser Wecker klingelt kurz vor fünf Uhr. Viel früher muss man in den großen Camps nicht aufstehen, denn erst um 05:00 Uhr wird wieder der Strom angeschaltet.
Wir überlegen kurz, ob wir erst zum Game Drive fahren, oder gleich mit unserem ganzen Gepäck losziehen und nicht mehr zurück ins Camp kommen.

Wir entscheiden uns dieses Mal fürs Packen.

Bis wir den Kühlschrank ausgeräumt, die Koffer und alle Sachen im Ranger verstaut und unser Permit geholt haben, ist es kurz vor halb sieben.
Wir starten also fast eine Stunde nach der Toröffnung in Richtung Gharagab. Eigentlich wollten wir früher fertig sein. Wir sollten für das Packen und Beladen unseres Autos demnächst mehr Zeit einplanen.
Die Fahrt geht relativ zügig voran, denn die ersten Wasserlöcher sind heute Morgen leider verwaist.
Nur ein paar Täubchen halten sich in Cubitje Quap auf.
Schakale sind nicht zu sehen, das bedeute auch keine Jagdszenen. 
Schade!
Als uns dann noch kurz vor Bedinkt ein Auto entgegenkommt, entschwindet unsere letzte Hoffnung, dass uns noch Löwen oder andere Katzen auf der Straße begegnen werden. 

Aber erstens kommt es anders, zweitens, als man denkt.

Läuft doch da tatsächlich ein Leopard gemächlich auf der Sandstrasse.

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Wir haben wieder eine Sichtung nur für uns alleine.
Dieses Erlebnis teilen wir jetzt gerne mit euch. Gleichzeitig haben wir speziell für die 
Kgalagadi-Leoparden-Fans, zu denen wir uns auch zählen, ein wenig recherchiert.
Man erhält schnell Informationen, wenn man ein Foto mit möglichst genauer Ortsbeschreibung (evtl. GPS-Daten) an ktp.leopards@gmail.com sendet.
Wir haben die Antwort schnell erhalten. Die ID des Leoparden lautet: Thabiso oder einfacher, er hat diesen Namen. 

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Man kann unterschiedlicher Meinung über die Namensgebung für Wildtiere sein. Wir finden es gut. Namen sind besser zu behalten als irgendwelche Bezeichnungen mit Codes. Man kann die Tiere voneinander unterscheiden und es macht Spaß zu wissen, wie viele Leoparden man  tatsächlich gesehen hat. An manchen Tagen sieht man gleich drei Exemplare zu unterschiedlichen Zeiten und dann stellt sich heraus, dass es dasselbe Tier ist.
Auf FB gibt es eine Wissenschafts Website, ‚Kgalaghadi Leopards Project’ von Matthew Schurch, 
https://www.facebook.com/KalahariLeopards/
Dort kann man sich kostenlos den Kalagadi Leopard Guide downloaden. 

Steckbrief aus dem Guide :

1.10 Thabiso
Sex: Male
Born: October 2020
First Sighted: 5th December 2020
Last Sighted: 29th April 2021
Range: Dertiende Boorgat to Veertiende Boorgat Mother: Tsamma
Father: Unknown

Quelle: Kgalagadi Leopard Projekt

Jetzt wurde es für uns richtig interessant.
Seine Mutter Tsamma haben wir im November 2021 während unserer 30-Tage-Tour durch den KTP, in Urikaruus abends am Wasserloch gesehen.

Tsamma , Urikaruus 09.11.2021
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So klein kann die Welt im KTP sein. 

Thabiso muss also zu dieser Zeit seine Mutter schon verlassen haben, denn sie war mehrmals alleine in Urikaruus zu sehen. Er ist sicher als junger Leo nach Norden abgewandert, da wahrscheinlich das Teritorrium im  Auobtal schon mit stärkeren Leoparden besetzt war. Vor kurzem haben wir bei Leopards Project Fotos von ihm mit seiner auserwählten Leopardin Olebine gesehen. Er sorgt bei Bedinkt jetzt dafür, dass es in Zukunft mehr Leoparden im Norden geben wird.

Um es vorwegzunehmen, das war auch schon das Highlight des Tages.

Wir sind als zur genau zur richtigen Uhrzeit losgefahren . Thabiso ist nur wenige Minuten zu sehen. Er setzt kurz eine Duftmarke und verschwindet schnell wieder im undurchsichtigen Gestrüpp neben der Straße.

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Am Wasserloch von Polentswa  sehen wir wieder nur ein paar Kapturteltauben und zusätzlich noch ein einzelnes  Kaptäubchen.

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Hoch auf einem Baum sitzt ein Drosselschnäpper. Wenn sonst nichts zu finden ist, macht man sich sogar für diesen kleinen Vogel die Mühe,  ihn zu zoomen. 

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Der Leo zeigt jedoch noch Nachwirkung, es macht uns nichts aus, dass jetzt die Sichtungen eher bescheiden sind.
Am Rastplatz zwischen Geinab und Union’s End machen wir noch eine kurze Pause, bevor wir auf die Dünenstraße in Richtung Gharagab einbiegen.

Um 11:30 Uhr erreichen wir unser Ziel und werden von Eric begrüßt.

Chalet eins ist bereits besetzt. Wir erhalten von ihm Nummer zwei und sind damit sehr zufrieden. Hier waren wir 2021 auch und hatten damals unser  ' once in a lifetime - Erlebnis'.

Mittlerweile sind an den Chalets einige  Renovierungen vorgenommen worden.
Die Zeltplanen sind erneuert worden und die Reissverschlüsse an den Fenstern funktionieren alle wieder. Außerdem sind jetzt Türen vor die Küchenschränke gesetzt worden, und  am Eingang gibt es keine Schlupflöcher für Mäuse mehr.

"Jetzt ist alles dicht."  Eine trügerische Feststellung von uns.

Den Nachmittag verbringen wir teilweise auf der Terrasse. Es ist wieder sehr heiß, und obwohl die Plane des Sonnendachs  etwas verlängert wurde, gibt es nur wenig Schatten.
Gharagab ist für uns das Camp, welches am schönsten in die Landschaft eingebettet ist. Wir genießen hier die Ruhe, die roten Farben der Wüste und der  Sonnenauf- und untergänge.
Es ist aber auch das Camp, wo man gefühlt die Hitze am meisten spürt. Die Sonne knallt erbarmungslos den  ganzen Tag aufs Zelt.

Wir beobachten  das Wasserloch. Nur ein paar Oryx finden um diese Tageszeit den Weg zum Wasser.

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Auch Siedelweber sind immer in Gharagab zu finden. Sie besuchen uns täglich auf der Terrasse. 

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Im Baum sitzt ein Gelbbauchgirlitz.

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Vom Nichtstun werden wir richtig müde und legen uns ein wenig aufs Ohr. Durch die Wärme im Zelt dämmern wir so vor uns hin.
Mittlerweile steht die Sonne schon tief und allmählich liegt das Wasserloch im Schatten. Einige Springböcke kommen jetzt zum Trinken. 

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Gegen Abend wird es  ein wenig kühler und wir  bereiten unser Dinner vor.
Heute grillen wir zum ersten Mal in diesem Urlaub. 

Es gibt Filetsteak vom Rind, Kartoffeln und einen tollen Gurkensalat mit Schafskäse. 

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Später am Abend kommt noch kurz ein Löwe am Wasserloch vorbei. Er brüllt eine Zeit lang herum, bevor er hinter Chalet Nr. eins für immer verschwindet.

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Gefahrene Kilometer: 155
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zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2024
547 Beiträge · seit 201705. Feb. 2024 · #63
Guten Morgen ihr Lieben,

ich oute mich jetzt auch mal als stille, aber treue, Begleiterin eurer Reiseberichte.
Leos sind einfach meine Lieblings-Großkatzen und so eine unverhoffte Begegnung erfreut gleich doppelt 🤩
Wunderschöne Bilder habt ihr erneut mitgebracht, vielen Dank fürs Teilen.

Ach ja, ich hatte euch Anfang Januar per PN angeschrieben und von unserer Mexiko-Tour berichtet. Anscheinend
erhaltet auch ihr keine Info, wenn Nachrichten in eurem Postfach liegen. Schaut bei Gelegenheit bitte mal rein.

Liebe Grüße
Kordula 🙂
2'085 Beiträge · seit 201207. Feb. 2024 · #64
Ihr Lieben,
jetzt ist es gar nicht mehr lange bis wir auf euren Spuren wandeln ... so ein bisschen hab ich die erste Nacht in Twe Revieren eigentlich als eine Notlösung gesehen, aber wenn ich mich bei euch so umschaue, könnte das auch ein ziemlich guter Start sein.
Nach ein paar Tagen Urikaruus fahren wir dann erstmals auch nach Grootkolk und Gharagab - darauf bin ich sehr sehr gespannt und diese eure Anmerkung
"Jetzt ist alles dicht." Eine trügerische Feststellung von uns.
macht mich nun wirklich neugierig und lässt eine mulmige Ahnung hochkommen.
Also, rückt raus damit 🤩
Danke-Grüße, die andere Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
49 Beiträge · seit 201407. Feb. 2024 · #65
Ich erfreue mich wieder sehr an Eurem Reisebericht. Es macht mal wieder sehr großen Spaß, ihn zu lesen und Euer Start war vielversprechend. Ein bisschen was wissen wir aber schon von unseren gemeinsamen Freunden aus Köln, die ihr ja auch wieder vor Ort getroffen habt 😉
Es ist ein perfektes warm up für uns, nächsten Monat geht es für uns auch in den KTP und zu unserer ganz großen Freude habe ich gestern tatsächlich zwei Nächte Honeymoon Chalet Urikaruus bekommen können, nachdem ich seit zehn Monate jeden Tag die Verfügbarkeiten gecheckt habe 🤩
zuletzt bearbeitet 07. Feb. 2024
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201412. Feb. 2024 · #66
Dandelion schrieb:
ich oute mich jetzt auch mal als stille, aber treue, Begleiterin eurer Reiseberichte.
Leos sind einfach meine Lieblings-Großkatzen und so eine unverhoffte Begegnung erfreut gleich doppelt
Wunderschöne Bilder habt ihr erneut mitgebracht, vielen Dank fürs Teilen.
Hallo Kordula,

das ist schön, dass du auch dabei bist.
Bleib dabei, denn es ist nicht der letzte Leo wir hier zeigen.
Ach ja, ich hatte euch Anfang Januar per PN angeschrieben und von unserer Mexiko-Tour berichtet. Anscheinend
erhaltet auch ihr keine Info, wenn Nachrichten in eurem Postfach liegen. Schaut bei Gelegenheit bitte mal rein.
Ist nur untergegangen im Reisebericht schreiben. 🙂 Antwort hast du schon bekommen.

franzicke schrieb:
jetzt ist es gar nicht mehr lange bis wir auf euren Spuren wandeln ... so ein bisschen hab ich die erste Nacht in Twe Revieren eigentlich als eine Notlösung gesehen, aber wenn ich mich bei euch so umschaue, könnte das auch ein ziemlich guter Start sein.
Hallo Ingrid,

wir finden Twee Rivieren als Ausgangspunkt gerade zu perfekt.
Von hier aus ist das untere Auob Tal und auch das Nossob Tal bis Kij Kij gut zu erreichen. Außerdem ist die Anreise von Upington entspannter, wenn man am Vormittag noch seinen Großeinkauf machen muss.
macht mich nun wirklich neugierig und lässt eine mulmige Ahnung hochkommen.
Also, rückt raus damit
Raus damit, das haben wir auch gedacht. Die Auflösung dazu erfolgt übermorgen.

henrychinaski schrieb:
Es ist ein perfektes warm up für uns, nächsten Monat geht es für uns auch in den KTP und zu unserer ganz großen Freude habe ich gestern tatsächlich zwei Nächte Honeymoon Chalet Urikaruus bekommen können, nachdem ich seit zehn Monate jeden Tag die Verfügbarkeiten gecheckt habe
Hallo henrychinaski,

das freut uns, dass wir euch die Vorfreude auf den KTP steigern können.
Dass ihr noch in Urikaruus das Honeymoon Chalet bekommen habt ist toll.
Es lohnt sich immer wieder, die Verfügbarkeit bis kurz vor Abreise zu überprüfen und durch die neue Homepage von Sanparks ist das Suchen nach freien Übernachtungen viel einfacher geworden.

Viele Grüße
Ingrid und Hartwig
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Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201412. Feb. 2024 · #67
13.11.23

Lazy Day

Wir sind ohne Wecker schon vor Sonnenaufgang aufgewacht. 
Ausgeruht warten wir auf unserer Terrasse auf die ersten Sonnenstrahlen.
Hier in Gharagab ist die kurze Zeit während des Sonnenaufgangs besonders schön.

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Die Sonne zeigt sich direkt hinter den Dünen und die ersten Strahlen versetzen das Tal in eine mystische Stimmung.

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Einige Gnus haben sich im frühen Morgenlicht auf den Weg zum Wasserloch gemacht.
Ein friedlicher Tag beginnt.
Hartwig kocht Kaffee und gemeinsam bereiten wir unser Frühstück vor.
Es gibt für uns kaum einen besseren Ort, um unser Frühstück zu genießen, als Gharagab.

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Morgens sind die Temperaturen noch angenehm kühl und das Geschehen am Wasserloch haben wir immer im Auge.
Nur es geschieht leider nichts. 
Daher wenden wir uns unserem Besuch zu. Da wir sehr gastfreundlich sind, erhalten die Siedelweber ein Stück Apfel. So richtig benehmen wollen sich unsere Gäste jedoch nicht.
Sie stürzen sich auf die fruchtige Mahlzeit und zanken sich um jeden Bissen.

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Nicht alles landet in den Mägen der Vögel. Ein Teil fällt auf den Boden und weckt Begehrlichkeiten bei anderen Wüstenbewohnern.
Die wohl einzige Maus von ganz Gharagab mischt sich unter unsere gefiederten Besucher und wie es manchmal so ist, können Gäste auch lästig werden und die Gastfreundschaft überstrapazieren.
Herr Vierstreifenmaus wollte partout nicht mehr verschwinden und nistet sich ungebeten während unseres kompletten Aufenthalts in unser Chalet Nummer 2 ein.

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Ingrid räumt den Frühstückstisch ab und spült anschließend das Geschirr. Hartwig beschäftigt sich mit dem Auto. 
Typische Rollenverteilung 🙂
Da es in der Vergangenheit öfter zu Zwischenfällen mit zerbissenen Autoreifen durch Löwen kam, wurden in Gharagab für jedes Chalet Schutzgestelle bereitgestellt.
Hartwig versucht nun ohne Hammer oder Ähnlichem diese Dinger vor die Reifen in den Sandboden zu rammen. Das klappt mehr oder weniger gut. 
Mal sehen, wie sich die Konstruktion bewährt.

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Der Tag dümpelt anschließend so vor sich hin. 

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Außer den Siedelwebern sind kaum andere Vögel zu sehen.
Der Gelbbauchgirlitz vom Vortag ist wieder da und im Busch sitzt ein Graukopfsperling.

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Wir kommen in der Zeit der Sichtungsflaute endlich dazu, unser Reisetagebuch auf den aktuellsten Stand zu bringen.
Danach vertreiben wir uns die Zeit mit einem Hörbuch hören, das schont die Augen für gute Sichtungen. Mit Bluetooth-Kopfhörern im Ohr stören wir auch niemanden.  
Die Terrasse liegt mittlerweile im Schatten, so lässt es sich hier gut aushalten.
Langsam verschwindet die Sonne hinter Erics Office.

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Das Abendessen ist schnell zubereitet. 
Kartoffeln schälen und kochen. Kräuterbutter frisch herstellen. Dazu verwenden wir tiefgefrorene Kräuter.
Wir haben noch Rinderfilet vom Vorabend. Kurz angebraten in der Pfanne wird es heute auch noch hervorragend schmecken.
Als Beilage gibt es Guacamole mit frischem Koriander, den wir in Upington gekauft und anschließend geschnippelt ins Kühlfach gelegt haben.
Wir genießen das Essen und sind mit uns und der Welt zufrieden.

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Jetzt brauchen die Löwen auch nicht mehr zu kommen, denn im Dunklen  sehen wir ja nicht, ob die Konstruktion an den Autoreifen auch hält.
Nur noch spülen und einen letzten Drink, dann gehört der zweite Tag in Gharagab auch schon der Vergangenheit an.
Nicht ganz, zwei Honigdachse lassen sich noch am Wasserloch blicken. Sie trinken ungestört und verabschieden sich in die dunkle Nacht.

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zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2024
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201414. Feb. 2024 · #68
14.11.23

Maus im Haus

Bei YouTube ansehen ↗



Zuerst hatten wir vergessen, die Eingangstür zu schließen, schwups, war die Streifenmaus im Haus. Mit vereinten Kräften und einem Besen beförderten wir den lästigen Kerl wieder aus der Tür, durch die er zuvor hereingekommen war.
So, das war’s, Herr Streifenmaus, jetzt passen wir besser auf.
Also immer beim Rein- und Rausgehen Türe zu. Wir haben allerdings die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Ingrid legte sich nachmittags ein wenig aufs Ohr. Vom Bett erblickte sie bei verschlossener Türe die Maus auf ihrem Rundgang durchs Zimmer.
Sie hat wohl noch eine eigene geheime Tür, die wir bisher noch nicht gefunden haben.
Also geben wir es auf, das Tierchen zu vertreiben, wir ziehen ja doch nur den kürzeren.
Später konnten wir eine kleine Öffnung am Eckpfosten des Zeltes entdecken. Die Zeltwände sind in diesem Bereich nicht ganz dicht zu bekommen und an den Ecken befinden sich daher die geheimen Türen unserer Besucher. Denn nicht nur die Maus mit Streifen war Dauergast, nein auch der Streifenskink fand die Unterbringung im Chalet nicht schlecht.

Am Tagesablauf vom letzten Tag in Gharagab ändert sich sonst nicht viel.
Da es im Reisetagebuch nichts zu schreiben gibt, ist Hartwig zu einem Spaziergang zum Aussichtspunkt aufgebrochen, während Ingrid ein Mittagsschläfchen hält.

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Anstelle der Maus kommt heute ein Skink auf die Terrasse.

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Springböcke halten sich neben Vögeln am Wasserloch auf.

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Am späten Nachmittag sammelt ein Siedelweber Baumaterial für das Gemeinschaftsnest, während seine Artgenossen faul auf unserer Terrasseneinfassung sitzen.

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Vom Gebüsch aus beobachtet uns ein Gelbbauchgirlitz. Wahrscheinlich ist es der gleiche, der bisher jeden Tag hier war.

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Das Wasserloch liegt mittlerweile im schönen Abendlicht im Schatten. Auch heute haben sich nur wenige Tiere dort aufgehalten.

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Die Sonne geht wieder fotogen hinter dem Office unter.

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Am Abend hören wir die Laute der Geckos. Mit der Taschenlampe leuchten wir den Boden ab und finden einen Gefleckten Pfeifgecko. Seine Rufe haben ihn verraten, wir könnten diesen Geräuschen ewig lauschen. 

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Wenn wir zu Hause zurück an Ghargab denken und dabei die Augen schließen, sind es diese kurzen Töne ‚teck,teck,teck‘, die uns im Gedächtnis haften.
Später landet noch ein Fleckenuhu am Wassserloch.

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Als  sich ein Schakal nähert, fliegt die Eule davon. Schakale sind zu jeder Tageszeit einfach Meister im Vogelvertreiben.

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Am Boden unseres Grills sucht ein Bibrons Dickfingergecko nach etwas Essbaren.

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Heute bleibt für uns die Küche kalt. Wir haben noch Vollkornbrot und viele leckere Sachen im Kühlschrank.
So herumlungern macht schlaff und man wird immer fauler. Jetzt denken wir, es ist doch gut, dass wir morgen wieder weiter fahren.

Das ist nun unser dritter Aufenthalt in Folge. Im November 2021 hätten wir ewig bleiben können, denn es gab viel zu beobachten. Eine Wildkatze war täglich da, auch Dachse, Eulen und ein Löwenrudel von 14 Tieren konnten wir sehen. Es gab viele Vögel in den Bäumen und auch am Wasserloch. Im April 2023 war es ähnlich wie jetzt im November 2023. Allerdings war es nicht ganz so trocken. Teilweise blühte die Wüste. Vierstreifenmäuse turnten im Gebüsch und wir hatten auf der Terrasse eigentlich immer etwas, was wir beobachten konnten, auch wenn es sich nur um kleine Tierchen handelte.
Wir lieben Gharagab wegen der Einsamkeit und der schönen Landschaft. Aber irgendwie hat man im Hinterkopf auch immer die Erwartung auf eine schöne Sichtung. Bei den letzten beiden Aufenthalten wurde diese nicht erfüllt. Unsere nächste Reise in den KTP wird im Januar 2025 sein, wir werden dann Gharagab einmal auslassen.


Gelaufene Kilometer: 0,5 🙂
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zuletzt bearbeitet 14. Feb. 2024
2'517 Beiträge · seit 200915. Feb. 2024 · #69
Oh wie schön, ihr habt einen Bellgecko zu Gesicht bekommen, das ist mir trotz einiger Versuche noch nicht geglückt.
Kaum nähert man sich vorsichtigst bis auf einige Meter, verstummen die Kerle und verschwinden in ihren Löchern.

Vielleicht sollte ich mal bei euch ein Tracking-Seminar buchen?

Viele Grüße, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
2'085 Beiträge · seit 201215. Feb. 2024 · #70
Oke, Oke - Maus im Haus geht ja (so grade) noch - ich hatte wirklich schon schlimmste Befürchtungen ...
Und ja, wir lieben die Einsamkeit auch wirklich sehr, aber tatsächlich würde ich doch die Variante mit dem Löwenrudel nehmen. Allerdings sind für nur für 1 Nacht in Gharagab. Ich wollte da sooo gerne mal hin und nach 2 Nächten Grootkolk hat das gut gepasst. In einer Woche geht's los - ich hoffe also sehr sehr, dass es bis dahin hier noch ein bisschen weitergeht.
Vorfreude Grüße Ingrid
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5'050 Beiträge · seit 201416. Feb. 2024 · #71
Hallo ihr Zwei,

die Geckobilder sind der Hammer (eure anderen natürlich auch)! Vielen Dank fürs Zeigen! In Nossob haben wir letztes Jahr vergeblich versucht einen aufs Bild zu bannen. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr. 😗

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201418. Feb. 2024 · #72
fotomatte schrieb:
Oh wie schön, ihr habt einen Bellgecko zu Gesicht bekommen, das ist mir trotz einiger Versuche noch nicht geglückt.
Kaum nähert man sich vorsichtigst bis auf einige Meter, verstummen die Kerle und verschwinden in ihren Löchern.
Hallo Matthias,

unser Bellgecko ist bei Anbruch der Dämmerung aus seinem Loch gekommen und hat sich von uns nicht stören lassen. Wir konnten ihn auf einer Entfernung von knapp einem Meter ausgiebig fotografieren.

franzicke schrieb:
Oke, Oke - Maus im Haus geht ja (so grade) noch
Hallo Ingrid,

aber nur im Urlaub 🙂
In einer Woche geht's los - ich hoffe also sehr sehr, dass es bis dahin hier noch ein bisschen weitergeht.
wir wünschen euch einen schönen und erlebnisreichen Urlaub.
Heute gibt es auch noch einen Tag. Wie lange werdet ihr denn im Park sein? Wir sind gespannt. Ab dem 16.11. wird unser Bericht nämlich sehr Katzenlastig.

Daxiang schrieb:
die Geckobilder sind der Hammer (eure anderen natürlich auch)! Vielen Dank fürs Zeigen! In Nossob haben wir letztes Jahr vergeblich versucht einen aufs Bild zu bannen. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr.
Hallo Konni,

vielleicht hat es bei uns daran gelegen, dass es in Gharagab am Abend sehr ruhig ist und es dort kaum menschliche Geräusche gibt und irgendwie scheinen die Geckos in Gharagab weniger scheu zu sein, denn auch im April hatten wir das Vergnügen, welche zu fotografieren.
Wir wünschen euch auf jeden Fall tolle Sichtungen, zumindest scheint momentan im Park viel los zu sein.

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
1'674 Beiträge · seit 201218. Feb. 2024 · #73
Liebe Tinochikas

wie gewohnt liefert ihr uns auch an eurem "Lazy day" tolle Bilder.

Besonders natürlich die Bilder der Geckos. Toll.
Ja, was soll ich sagen, natürlich warten wir immer auf besonders tolle Sichtungen ... doch manchmal bleiben sie einfach aus.
Und trotzdem ist es schön.

Ich bin gespannt auf eure weitere Reise und Sichtungen.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201418. Feb. 2024 · #74
take-off schrieb:
Ich bin gespannt auf eure weitere Reise und Sichtungen
Hallo Dagmar,

so viel sei verraten, Katzenfans werden nicht enttäuscht sein.

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201418. Feb. 2024 · #75
15.11.23


Gharagab – Nossob


Wir stehen wieder kurz vor Sonnenaufgang auf. Der Blick auf das leere Wasserloch macht uns die Entscheidung leicht. Wir packen und verschieben das Frühstück auf später in Nossob.
Vielleicht haben wir frühmorgens unterwegs bessere Chancen auf gute Sichtungen.
Hartwig baut den ‚Reifenlöwenverbissschutz’ ab.
Ob er sich bewährt hätte? Wir hätten es gerne gewusst, aber wir werden es nie erfahren
Um kurz vor sieben ist es so weit. Wir holen bei Eric unser Permit ab und verabschieden uns von ihm.
Wir durchqueren die schöne Dünenlandschaft.

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Ein scheues Steinböckchen schaut uns neugierig an

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Am Straßenrand sitzt ein Kalahariheckensänger auf einem Busch.

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Ein Drosselschnäpper fliegt von einem abgestorbenen Baum ins Gebüsch. 

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Die schöne und anspruchsvolle Strecke führt durch den roten Sand der Kalahari in Richtung Nossob Tal. Morgens ist der Sand noch recht griffig und die Strecke ist daher etwas einfacher zu fahren.
Zwei Honigdachse haben es sehr eilig. Wir entdecken sie gerade noch rechtzeitig, bevor sie schnell hinter den Büschen und Gräsern verschwinden.

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Ein Straußenpaar lässt sich durch uns nicht stören.

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Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir schließlich die Abbiegung zum  Nossob Rastlager.
Anscheinend sind hier schon ein paar Regentropfen angekommen, denn überall zwischen den kargen Büschen blühen wie weiße Flöckchen die ersten Zwiebelgewächse.

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Auch an den Wasserlöchern entlang der Straße ist nicht viel zu sehen. Wir kommen daher zügig voran. Die vielen Geier kurz hinter Kwang sind ein sicheres Zeichen dafür, dass hier ein totes Tier liegen muss.

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Ohrengeier
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Weißrückengeier
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Es ist ein verendetes Gnu.

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Rissspuren von Raubtieren können wir nicht erkennen. Die Leichenfledderer finden so keinen richtigen Zugang zu ihrem Mal.

Der Schakal hat es auf ein Auge des Gnus abgesehen und die Geier erfreuen sich am Hinterteil.

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Ein Festmahl für alle Beteiligten.
In Cubitje Quap sitzt in der Mittagszeit ein junger Gaukler. 
Noch hat er nicht das prächtige Gefieder von den erwachsenen Adlern.

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Wir fahren weiter und checken in Nossob ein. Wie versprochen erhalten wir für die nächsten zwei Tage unseren Wunschschbungalow Nr. 11 mit genialer Sicht auf das Wasserloch.
Nachdem wir unsere Lebensmittel im Kühlschrank und die Rollenkoffer im Schlafzimmer untergebracht haben, brunchen wir ausgiebig und gemütlich. 
Um kurz vor vier starten wir nochmals in nördliche Richtung.
Wir fahren wieder nach Cubitje Quap. Jetzt sind die Gaukler mit ihrem prächtigen Federkleid am Wasserloch.

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Nachmittags, mit der Sonne im Rücken, lassen sich hier die schönsten Fotos von den bunt gefärbten Adlern machen.

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Zu unserer Freude gesellt sich noch ein Rotkopffalke dazu.

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Aus Richtung Nossob kommt ein Fahrzeug entlang gefahren. Durch das Geräusch fliegen die Adler davon.

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Nach diesem Birding Höhepunkt fahren wir zurück und passieren Nossob, um das Rastlager wieder am Südtor zu verlassen. Wir wollen noch einen Blick auf das Wasserloch von Marie se gaat zu werfen.
Kurz vor dem Bohrloch sehen wir am Wegesrand einen Weißbürzel-Singhabicht sitzen. Er ist auf der Jagd. 

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Zuerst sehen wir das Ziel seiner Begierde nicht. Doch dann läuft plötzlich ein kleiner Skink auf die Sandstraße. Der Verfolger holt ihn schnell ein und bald ist die kleine Glattechse verspeist.

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Da sich in Marie se gaat nur ein Erdhörnchen aufhält, 

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fahren wir wieder zurück nach Nossob und verbringen den restlichen Abend auf unserer Terrasse mit gutem Blick auf das Wasserloch. Leider bleibt es die ganze Zeit verwaist. Wir essen noch eine Kleinigkeit und nach dem einen und anderen Getränk haben wir jetzt auch die notwendige Bettschwere erreicht.
Der heutige Tag wird bis zum Ende unserer Reise der letzte ohne Katzensichtung sein.
Versprochen, es wird wieder spannend.

Gefahrene Kilometer: 181
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zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2024
1'558 Beiträge · seit 201119. Feb. 2024 · #76
Moin Ihr Zwei,
es ist wirklich spannend mit euch ! 😮
Ich wollte immer schon den Pfeifgecko (Barkinggecko, ist er das?) sehen.
Nacht für Nacht hörten wir sie in der Kalahari, aber zu sehen bekamen wir sie nie. Jetzt endlich, dank euch. 😉

Neben den Kätzchen gibt es so viele andere Tiere zum Beobachten, ich freue mich auch immer, wenn ich mit Zeit die "sonst Üblichen" beobachten kann, denn in Afrika ist irgendwie alles spannend, was wir nicht bei uns haben.

Auch der Bateleur ist euch fantastisch gelungen! 😘

Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201410. März 2024 · #77
tiggi schrieb:
Ich wollte immer schon den Pfeifgecko (Barkinggecko, ist er das?) sehen.
Nacht für Nacht hörten wir sie in der Kalahari, aber zu sehen bekamen wir sie nie. Jetzt endlich, dank euch

Hallo Biggi,

Ja, der Barking Gecko heißt auf deutsch Gefleckter Pfeifgecko.

Wir hatten Glück, dass wir ihn gesehen haben, denn als wir den Boden mit unserer Taschenlampe abgeleuchtet haben, hat er gerade seinen Kopf hochgestreckt.
Auch der Bateleur ist euch fantastisch gelungen
Die Gaukler mit ihrem prächtigen Federkleid ziehen uns magisch an und es macht einfach Spaß diese Adler zu beobachten.


Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
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Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201411. März 2024 · #78
16.11.23

Ein langer Morgen

Um kurz nach fünf Uhr geht Hartwig zur Rezeption, um den Laufzettel abzuholen. Nossob ist ein relativ großes Camp daher dauert es morgens immer etwas länger, bis man den Zettel für die Ausfahrt erhält. Es bildet sich oft eine Menschen-Schlange, und man muss warten. Eigentlich will jeder der Erste auf der Pad sein, das erhöht die Chance auf gute Sichtungen und man kann sich bei den Wasserstellen den besten Beobachtungsplatz aussuchen.
Daher sind wir auch immer bemüht, möglichst früh an der Ausgabestelle zu sein.
In Nossob haben wir es allerdings noch nie geschafft, Erster zu sein. Auch heute nicht. 
Wir verlassen das Camp zu unserem Game Drive als Dritte und fahren Richtung Norden.
Es ist 05:32 Uhr, also zwei Minuten nach der Toröffnung.
Wir hoffen, in  Cubitje Quap noch einen guten Beobachtungspunkt zu bekommen. Bei allen unseren vorigen KTP-Aufenthalten flogen morgens immer Schwärme von Tauben, Flughühnern und kleineren Singvögeln zur Wasserstelle. Gleichzeitig waren ihre Jäger, die Schakale, auch dort und in den Bäumen warteten die Falken auf Beute.
Jetzt ist die Wasserstelle völlig verwaist.
Es sieht nicht danach aus, als ob sich hier heute Morgen etwas Spannendes abspielt. 

Auf der Weiterfahrt nach Kwang kommen wir wieder am toten Gnu vorbei. 

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Ein Geier regelt den Verkehr und ein Schakal steht wie ein Angeber vor „seiner“ Beute.

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Beim Wasserloch von Kwang angekommen, sehen wir einen Löwen in weiterer Entfernung unter einem Baum.
Endlich — die katzenlosen Tage sind vorbei, der Bann ist gebrochen.
Aber so sensationell ist die Sichtung wiederum nicht. Für Fotos ist er viel zu weit entfernt.
Wir wollen daher nicht warten, bis sich der prächtige Mähnenlöwe bequemt aufzustehen und näher zukommen.
Wir begnügen uns, ihn kurz mit dem Fernglas zu beobachten und fahren weiter.
Erst am Wasserloch von Polentswa lohnt sich wieder ein längerer Stopp.
Zwei Springböcke bilden ein schönes Motiv

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Wieder sehen wir hier ein einzelnes Kaptäubchen und viele Kapturteltauben.

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Auch ein paar Namaflughühner trinken am Wasserloch. 

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Ein Schakal ist auf Taubenjagd.

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Seine Aktionen sind nicht mit Erfolg beschieden und von seinen vergeblichen Anstrengungen muss er sich erst einmal im Schatten einer Baumwurzel erholen.

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Leider gibt es von ihm keinen weiteren Angriff. 
Eine Herde Gnus nähert sich und der Schakal verschwindet.

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Gnus sind auch nicht die Highlights der Tierfotografie. 
Das scheint eines von ihnen zu ahnen und gibt für uns eine extra Vorstellung, bevor die Herde weiter zieht.

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Wir sind die Einzigen am Wasserloch und hoffen darauf, dass die Tauben und Schakale nun wieder kommen. 
Bedauerlicherweise ist dies nicht der Fall. Am Wasserloch fährt unterdessen ein Auto von San Parks vor.
Zwei Mitarbeiter holen die Wasserpumpe aus der Vorrichtung. Wir können nicht beurteilen, ob die Pumpe repariert werden muss oder ob es sich um normale Wartungsarbeiten handelt.

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Als sie nach 20 Minuten immer noch beschäftigt sind, machen wir uns keine Hoffnung mehr, heute noch etwas hier zu sehen.
Zeit den Rückweg nach Nossob anzutreten.
Wir hatten uns schon gewundert, warum wir so lange alleine in Polentswa waren.
Jetzt bei Kwang wird uns klar, warum niemand mehr gekommen ist. 
Dort am Wasserloch von Kwang halten sich mehrere Löwen auf.
Zwei davon haben sich etwas entfernt um den Voyeuren zu entgehen.

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Endlich können wir, bis auf die zwei Liebenden, die großen Katzen auch wieder einmal aus kurzer Entfernung beobachten. 

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Das Fotografieren macht wieder großen Spaß.

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Jetzt beim Nachbearbeiten der Fotos haben wir an der Zunge einer Löwin merkwürdige Wucherungen entdeckt. Wir wissen nicht, ob diese Bläschen normal oder krankhaft sind.
Wir haben uns daraufhin unsere gähnenden Löwenfotos von dieser Reise noch einmal angesehen und auch bei weiteren Tieren das gleiche an der Zunge beobachten können. Alle Löwen waren in bester Verfassung. 

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Zufrieden mit unserer Ausbeute fahren wir zur Wasserstelle von Cubije Quap.
Mittlerweile sind hier wieder die Bataleure und ein Raubadler zu sehen.

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Obwohl wir gestern schon schöne Fotos von ihnen gemacht haben, können wir es nicht lassen noch einige Bilder von den Greifen zu machen.

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Der Spaß ist nur von kurzer Dauer und wir wissen auch nicht, ob es stimmt, doch wir haben schon oft beobachtet, sobald sie geschissen haben, fliegen sie sogleich davon.

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Das Licht ist jetzt um die Mittagszeit aber nicht mehr so gut und wir fahren ohne zu stoppen zurück in unser Chalet.
Gegen halb zwei sind wir zurück. Eigentlich wollten wir nicht so lange unterwegs sein. 
Mit knurrendem Magen bereiten wir uns das sehr, sehr späte Frühstück zu.
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zuletzt bearbeitet 11. März 2024
Themenstarter1'651 Beiträge · seit 201412. März 2024 · #80
Kornado schrieb:
da waren wir wohl zur gleichen Zeit am Kwang Wasserloch.
Ich sitze gerade an unserem Reisebericht, da wird sich dann wohl einiges überschneiden.
Hallo Peter,

schade, dass wir uns nicht erkannt haben. Dein Foto ist ja fast aus der gleichen Perspektive entstanden.
Da müssen wir ja ganz nah zusammen gestanden haben.
Ein Treffen mit anderen Fomis im KTP hätte uns sehr gefreut.
Auf jeden Fall sind wir jetzt auf deinen Reisebericht sehr gespannt.
Wann startest du damit?

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
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zuletzt bearbeitet 12. März 2024