H.Badger1'822 Beiträge · seit 201604. Jan. 2024 · #141
Hallo Ruth und Uwe, wie schön, dass es hier bei euch weitergeht! Und dann noch so aufregend... Wir hatten vor langer Zeit in Uganda im Lake Mburo NP mal das Vergnügen, dass eine Leopard plötzlich aus dem dichten Schilf heraustrat und wir unvermittelt Aug' in Aug' mit der Katze standen. Kurzer Blickwechsel und dann machte sich der Leopard aus dem Staub. Obwohl das gut 13 Jahre her ist, kann ich mich noch lebhaft an die Begegnung erinnern. Ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht. Herzlich Sascha
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200604. Jan. 2024 · #144
Tag 17 – Samstag, 8. Juli – Ein ruhiger Tag am Khwai
Magotho, Khwai-Concession
Heute Morgen war es mit vier Grad wieder ein bisschen kühler. Die ganze Nacht hatte der Leo um unser Auto herum gehustet. Deswegen standen wir heute mal nicht im Dunklen auf, sondern warteten ab, bis es schon ein wenig dämmerte. Dann war alles schnell verstaut, und wir fuhren zunächst mal ein Stück nach Süden. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, und auf dem Khwai lag ganz leichter Nebel.
Obwohl wir bis zehn Uhr sämtliche Wege, Wegelchen und Spürchen abfuhren, blieb es sehr ruhig. Um genau zu sein, fuhren wir sämtlichen Tieren erfolgreich aus dem Weg. Abgesehen von ein paar Vögeln (wir glauben, dass es Klaftschnäbel waren),
einer Familie Kudus
und einer Herde Letschwe
war alles wie leer gefegt. Egal in welche Richtung wir auch fuhren, überall dasselbe Bild: viel Nichts!
Ein paar Perlhühner und ein paar Hippos am Fluss, von denen aber nicht viel mehr als die Ohren – wenn überhaupt – zu sehen waren. Im Busch sah es noch schlechter aus. Alle Impala, Zebras und vor allem Elefanten waren verschwunden.
Rotschnabelmadenhacker
Und dann doch noch das Highlight des Morgens: Ein einzelner Elefant kam zwischen den Bäumen hindurch und lief zum Fluss hinab.
Vielleicht wären wir einfach besser auf der Campsite geblieben. Hinterher ist man immer schlauer. Das Safari-Leben ist schließlich kein Wunschkonzert! Also machten wir wieder eine sehr lange Pause. Wir aßen ein spätes Frühstück, spülten ab und ließen das Geschirr zum Trocknen in der Sonne stehen. Während wir kurz im Camper waren, besuchten uns die Meerkatzen. Eine sprang auf den Tisch und fegte Besteck und Tassen auf den Boden, so dass wir sie noch einmal abwaschen mussten.
Ansonsten waren die Affen aber sehr friedlich. Keine alarmierenden Warnrufe ließen uns aufhorchen, und so war heute kein spektakulärer Besuch zu erwarten. Lediglich ein Trupp Frankoline und ein paar Glanzstare, die unablässig vor sich hin qietschten, gaben sich die Ehre. Wir ruhten ein wenig aus (von was noch gleich?) und bekamen gegen Mittag erneut Appetit. Daher wärmten wir den Rest Gulaschsuppe auf. Ruth bittet darauf hinzuweisen, dass zwischen den gefüllten Näpfen immerhin drei Stunden lagen! Und angestrengtes In-die-Gegend-Starren macht schließlich hungrig.
Dann fuhren wir zu den Duschen, spülten und füllten einen Kanister mit Brauchwasser auf. Die Sonne war ziemlich heiß, aber nach der Dusche fühlten wir uns wieder frisch und brachen ziemlich früh zu einem Nachmittagsdrive auf.
Wieder ging es am Fluss entlang. Es war immer noch ruhig, zum Glück ließen sich aber im Gegensatz zu heute Morgen einige Tiere blicken. Wir freuten uns schon über eine Herde Zebras. So kann es sein, wenn alles wie ausgestorben war!
Auch die Elefanten waren wieder da.
Eine Sattelstörchin suchte am anderen Ufer nach etwas Fressbarem. In der kurzen Zeit, in der wir sie beobachteten, war sie gleich zweimal erfolgreich.
Hammerkopf
Rotbauchreiher
Kurz überlegten wir, gar nicht mehr weiter zu fahren und einfach am Wasser stehen zu bleiben, denn wie gestern kamen bereits weitere Elefanten zu ihrem Nachmittagskaffeekränzchen an den Fluss hinunter.
Aber man könnte ja etwas verpassen! Und so drehten wir noch eine große Runde durchs Hinterland. Doch es ließ sich nichts erzwingen. Außer ein paar Impalas und Giraffen konnten wir nichts entdecken.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir daher am Elefantenbade- und Rastplatz.
Da wir hier gestern bereits alle Elefantenbilder verbraucht hatten, blieb uns außer diesem einen Foto heute nur, den Moment zu genießen und uns zu freuen, dass wir hier sein durften. Als sich gegen kurz nach fünf der letzte Elefant verabschiedete,
beschlossen wir, schon etwas früher in Richtung Camp zu fahren. Auf einem Busch nahe dem Wasser sahen wir einen kleinen Kapkauz sitzen.
Von Zeit zu Zeit flog er einen Busch weiter und beobachtete die Umgebung. Wir pirschten uns so unauffällig an, wie es mit unserem kleinen Auto nur möglich war. Über diese kleine Eule freuten wir uns so sehr, dass wir alle nicht gesichteten Löwen von heute eingetauscht hätten.
Und dann gab es gleich noch eine Überraschung. Nur noch knapp einen Kilometer vom Camp entfernt kam uns ein Wildhund entgegen. Wir drehten und hefteten uns an seine Fersen. Er führte uns zu zwei Artgenossen. Die drei hatten es zunächst nicht eilig, sondern blieben ein wenig vor unserem Auto stehen.
Dann kamen allerdings von vorne mehrere Fahrzeuge dazu, die Hunde wurden unruhig und entfernten sich durch die Büsche. Wir versuchten zwar, hinter ihnen her zu fahren und sie noch einmal aufzuspüren, aber wohin wir auch fuhren, sie ließen sich nicht mehr blicken. Nun war es doch wieder spät geworden, bis wir das Camp erreichten. Wir schlugen unser Lager auf und machten Feuer. Da wir noch sehr viel Brennholz hatten, wurde dieses heute ziemlich groß. Die Annahme, dass ein Feuer wilde Tiere fernhält, wurde ja widerlegt. Eher hatten wir das Gefühl gehabt, dass sich unser Leopard gestern ein wenig hatte wärmen wollen. Die Essensvorbereitungen und das Essen selbst verliefen heute in kompletter Festbeleuchtung. Alles, was leuchten konnte, leuchtete auch. Leos sind toll, aber lieber mit ein wenig Blech um uns herum. Wir wollten nicht schon wieder überrascht werden, aber auch nicht auf unser Abendessen unter dem Sternenhimmel verzichten. Also grillten wir Rinderfilet, kochten Kartoffeln, die wir mit Sour Cream aßen und machten grünen Salat. Alles schmeckte hervorragend.
Während des Abendessens und danach besuchte uns wieder der kleine Kapkauz und setzte sich in den Baum über uns. Zwischenzeitlich waren es sogar zwei. Als wir später nach dem Abwasch im Camper waren, Uwe den Bericht tippte und Ruth noch ein wenig las, vernahmen wir deutlich das vertraute, heisere Husten eines Leoparden. Ehrlich gesagt hatten wir schon ein wenig darauf gehofft. Wir schalteten das Licht um unser Auto herum wieder an und verrenkten uns die Hälse, konnten den Leo aber nicht sehen, obwohl er mehrfach ganz in der Nähe schnaubte. Tja, wir können eben immer noch keine Leoparden! Die Gute-Nacht-Musik war wieder fantastisch. Beim Grunzen der Hippos und Heulen der Hyänen schliefen wir schließlich ein.
Liebe Ruth, lieber Uwe, was für ein Erlebnis! Ich glaube nach dem Aug- in -Auge stehen mit dem Leo hätte ich mich am nächsten Abend nicht getraut auch noch leckere Rinderfilets zu grillen- auch wenn ich leos toll finde, vom Auto aus sind sie mir auch tausend mal lieber! Auch wir wünschen euch auf diesem Wege ein aufregendes neues Jahr mit hoffentlich vielen tollen Erlebnissen die ihr dann mit uns teilt! Jetzt freu ich mich erstmal wie diese Tour weiter geht! Liebe Grüße Nicole
2007 Südafrika/2009 Südafrika/ 2011 Botswana/ 2014 Namibia und Botswana/ 2016 Namibia/ 2019 Namibia und Botswana/ 2022 Südafrika/ 2023 Namibia
Piperpan8 Beiträge · seit 202307. Jan. 2024 · #146
Liebe Eulenmuckels! Beim Lesen eurer Elefanten- und Leoparden-Erlebnisse steigt doch gleich eine Erinnerung in mir hoch. Letztes Jahr am South Gate im Moremi. Wir sitzen gemütlich beim Abendessen, als plötzlich die Vögel rundum einen Riesenradau machen. Wir wundern uns noch, denken aber nicht groß darüber nach. Der Lärm hört nicht auf - ich sage noch "was ist denn da los, ist eine Schlange in der Nähe?". Dann blicke ich hoch und sehe ein ganzes Löwenrudel direkt am Eingang zur CS, die uns anstarren. Wow - damit hatten wir jetzt am South Gate überhaupt nicht gerechnet. Wir flüchten sicherheitshalber mal schnell ins Auto. Die Löwen ziehen schnell weiter - uns bleibt nur noch ein paar schnelle Fotos zu schießen. Auch uns hat dieses Erlebnis gezeigt - es kann jederzeit irgendetwas aufregendes passieren, auch wenn man gar nicht damit rechnet. Und bei lärmenden Vögeln werde ich zukünftig immer ein wachsames Auge auf die Umgebung haben.
Liebe Grüße, Andrea
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Jan. 2024 · #147
@Nicole: Uns für den Abend im Auto zu verschanzen, war irgendwie keine Option. Durch die Beleuchtung bildeten wir uns ein, alles rechtzeitig zu sehen, das sich uns nähern würde. Wir wünschen euch ebenfalls ein erfolgreiches Jahr 2024.
@Andrea: Das sieht sehr nach Campsite Nummer 7 aus. Im Prinzip sind das ja genau die Erlebnisse, deretwegen wir alle dorthin fahren. Nur manchmal gibt es dann doch eine Begegnung, die die eigene Komfortdistanz unterschreitet. Vielen Dank für das Teilen dieser Szene.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Jan. 2024 · #148
Tag 18 – Sonntag, 9. Juli – Umzug nach Mbudi
Magotho, Khwai-Concession – Mbudi Camp
Unser letzter Morgen auf Magotho war wieder kühl. Die ganze Nacht hatte der Leopard in der Nähe gehustet. Weit konnte er nicht weg sein. Daher hielten wir uns nicht mehr lange auf dem Stellplatz auf, sondern packten alles zusammen und fuhren los.
Zunächst ging es wieder am Fluss entlang nach Norden. Die Sichtungen waren dieselben wie gestern Abend, und die Fotos hätten wir gerade kopieren können.
Silberreiher
In einem großen Bogen durch Mopane-Wald, an vielen abgestorbenen Bäumen vorbei und über Grasebenen gelangten wir nach einiger Zeit wieder zurück zu den Campsites und drehten eine zweite Runde nach Norden. Wir waren überrascht, dass viele der nicht nummerierten Stellplätze am Khwai, auf denen bis gestern noch große Gruppen gestanden hatten, nun verlassen waren. Vermutlich war Sonntag der große Abreisetag, und viele Südafrikaner befanden sich schon auf dem Heimweg. Ärgerlich war, dass manche ihren Müll in Form von Tüten oder Kartons einfach am Platz zurückgelassen hatten. Sobald die erste Hyäne oder ein anderes interessiertes Tier vorbeikäme, läge der Müll überall verteilt. Wenn wir so etwas sehen, machen wir uns immer Gedanken, wie lange es wohl noch erlaubt sein wird, als Selbstfahrer unterwegs zu sein. Außerdem hatten wir generell das Gefühl, dass es dieses Mal sehr rummelig war. Es waren bei weitem nicht nur die üblichen Plätze vergeben. Entlang des Flusses und rund um die eigentlichen Campsites waren zahlreiche weitere Stellen zugewiesen, die keine eigentlichen Stellplätze waren. Diese waren außerdem meist von 3, 4 oder noch mehr Autos besetzt. Nun waren die meisten jedoch leer, und die Elefanten übernahmen wieder die Stellung und machten Elefantensachen.
An einem Busch fotografierte Ruth ein paar Weber, Sperlinge und irgendetwas Ammerartiges.
Und auch ein Perlhuhn musste in Ermangelung an Alternativen herhalten.
Gabelracke
Am späten Vormittag hatten wir fürs erste genug und fuhren zur Hauptstraße und dort ein paar Kilometer nach Westen bis zum Abzweig nach Mbudi. Diesen Campingplatz hatten wir bereits letztes Jahr kennengelernt. Bei der Rezeption checkten wir ein und erhielten den bereits auf der Reservierung ausgewiesenen Platz Nummer 2 ziemlich weit vorne. Ein Paar aus Kapstadt sprach uns auf unser Auto an und wollte ein paar Details wissen, da es selbst irgendwann etwas Ähnliches plante. Wir machten eine lange Pause, frühstückten und genossen die Stille. Ein paar Glanzstare zeterten, Hornbills turnten gurrend um uns herum, und ab und zu rief ein Wiedehopf.
Ruth kletterte auf das Autodach und machte die Solarpanels sauber. Leider lieferten sie danach auch nicht mehr Strom als zuvor.
Wir faulenzten ein wenig auf der Campsite und freuten uns, dass auch von hier aus immer wieder Elefanten zu sehen waren.
Später fuhren wir zur Rezeption, duschten und bestellten Feuerholz. Dann fuhren wir wieder zur Hauptstraße. Bereits auf dem Weg standen mehrere Elefanten im Wasser und ließen es sich gutgehen. Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Elefanten es in dieser Gegend gibt.
Wir hielten uns Richtung Khwai Village und bogen erst spät nach Osten ab, kamen am Khwai Airstrip vorbei und nahmen die Hauptwege nach Nordosten. So gelangten wir an die Wasserdurchfahrt, die wir in den letzten Jahren mehrfach durchfahren hatten. Dieses Jahr war uns jedoch noch kein anderes Auto begegnet, das hier das Wasser gekreuzt hatte, und obwohl es vermutlich nicht sehr tief war, wollten wir mit unserem Wagen nicht die ersten sein, die stecken blieben. Von diesem nördlichsten Punkt fuhren wir nun wieder direkt am Khwai entlang nach Süden.
Und noch eine Gabelracke
Am Wasser mit warmem Nachmittagslicht und weitem Blick war dieser Abschnitt der schönste. An einer Stelle stand ein anderes Auto neben der Spur. Der Fahrer zeigte uns einen Löwen weit entfernt auf der anderen Flussseite.
Wir stiegen ebenfalls aus und schauten hinüber. Dabei unterhielten wir uns sehr nett mit dem Südafrikaner aus Durban. Immer mehr Autos hielten bei uns. Gegenüber im Moremi näherte sich dem Löwen ebenfalls ein Gamedrive-Fahrzeug und blieb genau zwischen uns und der Katze stehen, so dass wir keine Sicht mehr hatten. Es dauerte ziemlich lange, bis der Fahrer merkte, dass er uns im Weg stand. Ein weiteres Auto hielt. Der Fahrer wies uns auf eine Leopardensichtung hin, nur wenige hundert Meter südlich von hier. Ohne viel Hoffnung auf Erfolg machten wir uns auf den Weg. Es bestätigte sich schnell: Leoparden können wir nicht. Also schauten wir, dass wir langsam wieder zurück auf einen Hauptweg, von dort zur Hauptstraße und dann wieder nach Mbudi kamen. Unterwegs trafen wir auf Familie Frankolin.
Die Sonne ging bereits unter, als wir auf der Zufahrt noch eine kleine Elefantenherde sahen, die vom Wasser kommend vor uns den Weg kreuzte.
Nachdem wir unser Auto geparkt hatten, machten wir Feuer und kochten erneut ein Gulasch im Potjie. Dabei verarbeiteten wir die letzten Kartoffeln und ein paar Konserven sowie ein großes Stück Wildfilet.
Auch wenn es wieder ziemlich lange dauerte, bis alles weichgekocht war, schmeckte es fantastisch. Und wieder blieb eine große Portion für morgen übrig. Nach dem Essen frischte plötzlich der Wind auf und machte es ungemütlich. Daher spülten wir noch schnell unsere Teller ab, Uwe kochte den Potjie aus und startete eine Zeitraffer-Aufnahme. Dann verkrochen wir uns in unser Eulennest. Was ist es doch herrlich, wenn draußen der Wind am Auto rappelt und an den Zeltwänden zerrt und man an einem richtigen Tisch noch ein wenig beeinander hocken kann, ohne zu frieren. Ruth erinnert sich noch an Abendessen mit Tisch und Stühlen im Duschhäuschen, kauernd unter und hinter Felsüberhängen oder auf den Vordersitzen des Autos. Was sind wir doch für Weicheier geworden! Aber es ist ganz schön so.
freshy3'883 Beiträge · seit 201109. Jan. 2024 · #149
Guten Morgen liebe Eulenmuckels, kochen im eigenen Potje - das haben wir uns unterwegs manchmal gewünscht! Danke für den Bericht über eure Jungfernfahrt, auch wenn sie sich bisschen in die Länge zieht 😗 . Ihr schreibt: Ruth erinnert sich noch an Abendessen mit Tisch und Stühlen im Duschhäuschen, kauernd unter und hinter Felsüberhängen oder auf den Vordersitzen des Autos. Was sind wir doch für Weicheier geworden! Aber es ist ganz schön so. Da werden auch bei mir diverse Erinnerungsbrocken geweckt 😄 . Ich muss wegen des Schlusses an einen alten Schlager mit Gerhard Wendland denken, den ich personifiziert wiedergebe: "Muckels, auch ihr werdet älter, da ändert ihr gar nichts daran, weil man die Uhr seines Lebens nicht mehr zurückdrehen kann."
Liebe Rita und Uwe, euren schönen Reisebericht habe ich zwar jetzt erst entdeckt, aber mit Freude gelesen. Gratulation zu eurem Luxus-Reisemobil. Kann mir gut vorstellen wie er bei anderen Campern Sehnsucht nach einem ebensolchen Gefährt ausgelöst hat.
Mit einer Gepardensichtung ohne Fernglas hatte ich leider auch noch kein Glück. Aber so hauthah.....das würde meine Nerven definitiv überstrapazieren. Dennoch sind das im Nachhinein die besonderen Erlebnisse an die man so gerne zurück denkt.
Mit der Sichtung der Big Five wurden wir dieses Jahr in der Krüger Region mehr als beschenkt. Vielleicht fand ich es deshalb besonders interessant die vielen wunderschönen Vogelfotos zu sehen. Afrika hat eben weit mehr zu bieten als die Big Five. Eure Fotoausrüstung sieht aber auch spektakulär aus. Da werden wir wahrscheinlich mit unserem normalen Equipment weniger Vogelsichtungs und Fotografieglück haben.
Wir waren im September/Oktober in Südafrika und ich hab noch nie während einer Reise so gefroren. Zwar sind wir Lodgehopper, aber bei 16 Grad und Regen mit Fahrtwind im offenen Wagen waren wir auch bis auf die Knochen durchgefroren. Ich hab beim Lesen eures Berichtes mit Rut mitgelitten, wenn sie die Kälte beschrieb.
Euer Bericht hört aber so aprupt auf. Ihr lasst doch das Auto sicher nicht in Botswana stehen. Kommt da noch was?
Jedenfalls vielen Dank fürs Mitreisen lassen. Liebe Grüße Silvia
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200614. Jan. 2024 · #151
@freshy: Wahre Worte, vielen Dank dafür. 🙂
@Silvia: Vielen Dank für deinen Kommentar. Vor einem Geparden hätten wir vermutlich nicht ganz so viel Respekt gehabt. Es war ein Leopard, der uns auf der Campsite besucht hat. Ein besonderes Erlebnis war es in jedem Fall. Die Big Five in einem Urlaub zu sehen, ist schon etwas Besonderes. Aber du hast völlig Recht, dass es noch so viel mehr zu entdecken gibt. Das Vogelsichtungsglück hängt übrigens nicht vom Fotoequipment ab. 😉 Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man im September oder Oktober noch so frieren kann. Aber wir waren zu dieser Zeit auch noch nie im Krüger. Auch wenn man das zwischendurch sicherlich denken könnte – unser Reisebericht ist noch nicht fertig. Wir versuchen, alle paar Tage ein neues Kapitel einzustellen. Aktuell sind wir bei Tag 18 von 38 😗 .
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200614. Jan. 2024 · #152
Tag 19 – Montag, 10. Juli – Letzter Tag am Khwai
Mbudi Camp
Der Wind rappelte die ganze Nacht an unserem Zelt und brachte ab und zu auch das Auto zum Schaukeln. Auch am Morgen und den ganzen Tag über nahm er kaum ab. Immer wieder blies kalte Luft. Wir standen früh auf, und Uwe stellte fest, dass er eine Einstellung an der Kamera vergessen hatte, weshalb die Zeitraffer-Aufnahme nichts geworden war. Da waren wir gestern Abend wohl doch zu schnell im Nest verschwunden. Die ersten Elefanten erblickten wir bereits direkt hinter der Campsite. Und heute sollten wieder viele weitere folgen.
Wir fuhren wie gestern Nachmittag wieder Richtung Khwai Village und dann nach Osten. Auf der Brücke saßen kleine Streifenschwalben.
Auf der Straße zum Khwai kreuzten mehrfach Elefanten unseren Weg. Einige waren nicht sehr erfreut darüber, dass wir die Straße ebenfalls nutzen wollten, obwohl wir respektvollen Abstand hielten und ihnen stets den Vortritt ließen.
Es wurde eine weitere ruhige Fahrt ohne große Tiersichtungen.
Ein Nachtflughühnchen,
ein paar Impaladamen
und einige verstreute Wasserböcke.
Die Landschaft am Khwai war wie immer wunderschön, und den einen oder anderen Elefanten sahen wir natürlich auch. Trotzdem waren wir nicht richtig zufrieden. Eigentlich hatten wir hier in der Gegend immer Löwen gesehen und dieses Mal natürlich auch darauf gehofft. Zumal wir ja gehört hatten, dass sie irgendwo in der Gegend sein mussten. Auch heute fehlte also irgendein besonderes Tier oder zumindest einfach nur ein Tier im guten Licht, das lange genug stillhielt. Man wird ja genügsam.
Schreiseeadler
In den langen Grashalmen fanden wir merkwürdig aussehende Konstruktionen, die aussahen wie verknotete, kleine Nester. Kann uns jemand weiterhelfen, was es mit diesen Knüddelchen auf sich hat?
Wir drehten noch eine letzte Runde am Fluss. Aber außer ein paar Hippos im Wasser, einigen Nilgänsen und Tauben, war es heute wie leergefegt.
Auf dem Rückweg durch das Mopanegestrüpp trafen wir dann doch noch auf drei Büffel. Nach der mageren Ausbeute freuten wir uns schon über diese drei finsteren Gesellen.
Dann machten wir einen kleinen Abstecher ins Dorf, um zu schauen, ob wir vielleicht frisches Brot, ein paar Zwiebeln oder Tomaten bekommen könnten.
Leider waren die wenigen Läden entweder geschlossen oder hatten unsere Wünsche nicht im Angebot. So fuhren wir wieder nach Mbudi zurück. Dort erschien gerade eine größere Elefantenherde am Fluss, um zu trinken.
Auch auf der Campsite wehte ein kalter Wind, so dass wir zwar unser Auto in der Sonne parkten, damit die Solarzellen glücklich waren, aber wir setzten uns in den Camper und aßen Müsli und Brote mit Käse und Wurst oder Schinken.
Grautoko
Dann fuhren wir zu den Ablutions bei der Rezeption und hätten gerne geduscht. Das war jedoch nicht möglich, da zunächst an den Toiletten etwas repariert werden musste und daher das Wasser abgestellt war. Also warteten wir ein wenig. Ruth verteidigte ihre Duschkabine, in die sie bereits ihre Sachen gestellt hatte, gegen weitere Interessenten. Sie wollten uns nicht glauben, dass im Moment nicht zu duschen sei, und die Arbeiter mussten extra herüberkommen, um es ihnen erneut mitzuteilen. Überhaupt war Ruths Kabine der Wahl irgendwie besonders, denn als sie sie schließlich wieder benutzen konnte, ersuchten weitere Gäste um Einlass. Währenddessen wurde Uwe von einer Frau angesprochen. Sie stellte sich als Natascha vor, eine gute Freundin unserer Freundin Karin. Sie hatte von dieser unsere Reiseroute erhalten und abgeglichen. Dabei hatte sie festgestellt, dass wir heute zufällig auf derselben Campsite übernachten würden. Wie lustig! Wir verabredeten uns für später am Abend nach dem Gamedrive. Dann fuhren wir noch einmal nach Magotho an den Fluss und suchten nach Tieren.
Wie immer fanden wir ein paar schöne Elefanten und sonst eigentlich nichts.
Auf dem Rückweg trafen wir auf der Zufahrt nach Mbudi wieder eine Elefantenherde und ein paar wenige Büffel.
Außerdem lief noch eine Wildkatze über den Weg. Zurück auf der Campsite packten wir unsere Stühle ein und fuhren zu Natascha, ihrem Mann Sascha und deren Sohn Mika aus Österreich. Die drei waren sehr nett, und wir verbrachten einen schönen Abend. Wir tranken gemeinsam Gin Tonic, machten uns den Rest der Gulaschsuppe heiß, während die drei sich Pizza im Potije backten. Da es immer kälter wurde, legte Sascha immer wieder Holz nach, und wir rutschten näher ans Feuer.
Es war ein lustiger und interessanter Abend. Wir unterhielten uns über aktuelle und vergangene Afrika-Reisen und hatten eine kurzweilige Zeit. In der Dunkelheit tauchten am Rand der Campsite nacheinander ein Elefant und ein Hippo auf. Das Flusspferd graste und drehte eine Runde um uns, bis es dann im Wasser verschwand.
Dort klinkerten und klonkerten ein paar wenige Frösche. Plötzlich sah Ruth im Strahl der Taschenlampe ein paar Augen hoch oben im Baum reflektieren. Im ersten Moment dachte sie, dass es eine Eule sei, doch dann erkannten wir, dass es sich um ein Bushbaby handelte. Es sprang ziemlich rasch in den Bäumen umher, so dass es schon allein mit der Taschenlampe kaum zu verfolgen war. Uwe holte den Fotoapparat, hatte aber keine Chance, das schnelle Nachtäffchen zu erwischen. Mit einem enormen Sprung wechselte es den Baum und war verschwunden. Mit diesem flinken Gesellen hatten wir hier gar nicht gerechnet, freuten uns aber sehr. Danach saßen wir eng um das Feuer herum noch ein wenig beisammen. Ruth drehte immer wieder ihren Stuhl, doch die Kälte krabbelte uns nach und nach den Rücken hinauf. Als es uns zu kalt wurde, verabschiedeten wir uns und fuhren auf unseren Stellplatz, spülten das Geschirr und gingen bei nur noch fünf Grad ins Bett.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Jan. 2024 · #153
Tag 20 – Dienstag, 11. Juli – Es wird voll.
Mbudi Camp – South Gate, Moremi
Auch heute Morgen war es ziemlich kalt. Kurz vor Sonnenaufgang hatten wir nur noch 2,8 Grad. Wir packten zusammen, tranken eine Tasse Kaffee und fuhren los Richtung Moremi.
Hinter Khwai Village überquerten wir den Fluss auf der alten Holzbrücke und hielten am North Gate, um ein Park-Permit für die nächsten Tage zu kaufen. Das Büro war auch geöffnet, aber niemand hinter dem Tresen. Nachdem kein Ranger aufzufinden war, fuhren wir erstmal ohne Permit in den Park und wandten uns nach Osten, um wieder dem Fluss zu folgen. Schon wenige hundert Meter hinter dem Camp standen ein paar Fahrzeuge am Weg, weil ein Rudel Löwen im Gras lag.
Es waren acht Katzen unterschiedlichen Alters. Die meisten schliefen, ein paar von ihnen hoben ab und zu den Kopf und schauten müde durch die Gegend. Wir suchten uns eine gute Beobachtungsposition und warteten auf das, was nicht passierte.
Von Zeit zu Zeit kam ein weiteres Auto hinzu, oder ein anderes fuhr weiter. Wir blieben weit über eine Stunde dort, dann brachen auch wir auf, um später noch einmal wieder zu kommen. Die Landschaft am Khwai sah etwas anders aus, als wir sie in Erinnerung hatten. Der Fluss hatte weniger Wasser, dafür stand das Gras höher. So war die Sicht stark eingeschränkt. Wir entdeckten hauptsächlich ein paar Antilopen (Letschwe, Wasserböcke und Impalas) und einige Vögel.
Gabelracke
Wir fuhren vom Fluss weg und in einem großen Bogen zurück durch das Buschland. Plötzlich stand ganz alleine neben dem Weg ein winziger Elefant. Er sah abgemagert aus und befand sich in keinem guten Zustand.
Als wir in der Nähe hielten, hob er seinen kleinen Rüssel und drehte lediglich ein wenig den Kopf. Er stand auf so wackeligen Beinen, dass wir damit rechneten, dass er jeden Moment umkippen würde. Meine Güte, was tat der Kleine uns leid. Wo war denn nur seine Herde? Warum hatte sie ihn alleine zurückgelassen? Wir waren ganz ergriffen, aber dann ging plötzlich alles sehr schnell, und wir hatten keine Zeit, uns weiter Gedanken zu machen. Es ertönte ein wütendes Trompeten, und dann sahen wir auch schon eine mittelgroße Elefantendame entschlossen auf uns zustürmen, die uns ganz offensichtlich nicht hier haben wollte. Ach du Schreck! Nun aber weg. Uwe legte den Rückwärtsgang ein, und wir machten uns so rasch es eben ging davon. Als wir meinten, der Sicherheitabstand wäre groß genug, hielt Uwe kurz an, aber nur, um festzustellen, dass die vermeintliche Elefantenmutter das anscheinend völlig anders sah. Unwillig schüttelte sie den Kopf und rannte erneut auf uns zu. Wir wollten ihrem Kind doch gar nichts tun. Aber wer spricht schon elefantisch? Zum Glück gabelte sich der Weg, und Uwe konnte drehen. Nun hatten wir wieder ein deutlich besseres Gefühl, da wir schneller voran bzw. weg kamen. Unser Entschluss stand fest. Wir würden einen anderen Weg wählen. Das Risiko, an dem kleinen Elefanten und seiner aufgebrachten Mutter erneut vorbeizufahren, war uns zu groß. Nach einer Weile kamen wir wieder bei unserem Löwenrudel an. Dieses war gerade im Begriff, seinen Morgenplatz zu verlassen. Gutes Timing. Die ersten Tiere waren bereits aufgestanden und trotteten über die weite Grasebene davon. Auf der GPS-Karte war zwar kein Weg verzeichnet, aber wir erinnerten uns, einen Abzweig gesehen zu haben. So fuhren wir schnell in die Richtung, in die die Löwen marschierten und hatten Glück. Gerade als wir um ein Dickicht bogen, kamen die ersten Tiere auf uns zu. Einige liefen zum Fluss, um zu trinken, die jüngeren kämpften spielerisch miteinander, die älteren legten sich in den Schatten der Büsche.
Ein Löwe kletterte sogar in einen Baum.
Wir verbrachten wieder ziemlich viel Zeit mit den Katzen. Uwe hatte anscheinend beschlossen, uns und auch euch nicht zu viele Löwenfotos zuzumuten und im Nachhinein versehentlich eine Speicherkarte gelöscht. Das merkte er jedoch erst am nächsten Tag. Langsam meldete sich der Hunger, und so ließen wir die Löwen mit zwei weiteren Gamedrive-Autos zurück und machten uns auf den Weg zum North Gate.
Dort bezahlten wir noch rasch unser Permit, was sogar mit Kreditkarte funktionierte. Dann fuhren wir auf der Cutline zum South Gate. Die Strecke war wie immer eintönig, aber sehr gut zu fahren. Gegen halb eins waren wir da und checkten ein. Da fast alle Stellplätze noch frei waren, fragten wir vorsichtig, ob wir nicht von unserer Nummer 5 vielleicht auf einen Platz etwas abseits wechseln dürften. Die Zeltansammlung direkt nebenan ließ uns nichts Gutes ahnen. Die Dame im Büro sagte, wir könnten gerne einen anderen Platz bekommen, falls niemand mit einer passenden Buchung einträfe. So machten wir es uns erst mal auf unserer Campsite bequem und bereiteten ein Picknick vor. Draußen wehte wieder ein kühler Wind und blies den Staub über den Platz. Direkt rechts vom Ablutionhäuschen befindet sich eine Wasserstelle, die uns bisher völlig unbekannt war. Sie wurde im Laufe unserer drei Tage Aufenthalt immer wieder von Elefantenherden und Pavianen aufgesucht und wertet die Campsite deutlich auf. Vielleicht ist unsere Nummer 5 doch nicht so schlecht, da man von hier einen guten Blick auf die Besucher des Wassers hat.
Gerade hatten wir unseren Tisch und unser Mittagessen aufgebaut, als weitere Camper eintrafen, und zwar nicht nur ein paar, sondern viele. Ein Konvoy von sechs Gespannen mit Anhängern fuhr über den Platz und kam im Halbkreis um unser kleines Lager herum zum Stehen. Es war wie ein Karnevalsumzug, der eine kleine Pause macht, bevor es weitergeht. Aber anstatt Kamelle zu werfen, ließen die Südafrikaner einfach nur ihre Motoren laufen, stiegen aus, inspizierten den Platz und machten einen Plan, wo und wie sie ihr Lager aufschlagen würden.
Und das Lager würde groß werden … und der Plan war lang … und die Motoren ratterten … und alle Kinder tollten über den Platz … und einige hatten wunderschöne große Spielzeugautos aus Holz dabei, die ganz besonders gut um unser Auto herum geschoben werden konnten … und das Kindermotorengeräusch übertönte eventuell sogar das echte … und die Holzautos hinterließen eine ganz wunderbare Staubwolke … und es machte uns gar nichts aus, dass unser Picknick eingestaubt wurde … und die Teenager nölten von der anderen Seite des Platzes herüber, dass das WLAN immer noch nicht funktionierte … und der Plan schien anscheinend immer noch nicht vollkommen … und vielleicht mussten auch noch sämtliche Batterien in allen Autos gleichzeitig geladen werden … und außerdem tummelten sich auf Stellplatz Nr. 7 gerade zwei Elefanten, die den Verkehr noch zusätzlich ein bisschen aufhielten ... und ganz vielleicht wurde Ruths Laune innerhalb dieser Dreiviertelstunde doch ein klein bisschen frostiger. Schließlich packte sie kurzentschlossen unser komplettes Gedöns in den Camper und knallte die Tür hinter uns zu. So!
Während wir im Camper gemütlich picknickten mit Müsli, Kaffee und belegten Broten, Oliven, Möhren und Brie, wurde um uns herum rangiert, Anhänger abgekoppelt, Heringe eingeschlagen und Zelte errichtet. Wir versuchten, uns nicht stören zu lassen, sondern aßen in Ruhe, spülten und duschten anschließend. Gegen drei Uhr brachen wir zu einer Nachmittagsrunde auf. Unser Ziel waren die Black Pools im Süden, ein etwas ambitioniertes Ziel, wie sich herausstellen sollte. Endlos lange kurvten wir über Ebenen, durch Mopanewälder und zwischen Gräsern hindurch. Ein paar Tiere gab es von Zeit zu Zeit zu sehen: Zebras, Giraffen, Impala, Kudus, einige Schweine und Elefanten, viele Frankoline und Glanzstare.
Als wir die Pools erreichten, waren wir jedoch enttäuscht, denn es gab dort kein Wasser. Dementsprechend waren dort auch keine Hippos oder Elefanten zu finden. Obwohl wir schon spät dran waren, machten wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher zu einem anderen Tümpel, der noch etwas Wasser hatte und wo eine Herde Elefanten stand.
Im Gegenlicht machten wir ein paar Aufnahmen, bevor es dann wirklich Zeit wurde, zurück zu fahren. Leider war der Weg schon lange nicht mehr befahren worden und so zugewachsen, dass immer wieder Äste links und rechts am Wagen entlang kratzten. Obwohl Uwe versuchte, ihnen so gut es ging auszuweichen, kratzte es manchmal schon sehr.
Auf dem Rückweg zum South Gate wollten wir eine andere Route nehmen, die dann aber plötzlich in einer Sackgasse endete. In einem kleinen Waldstück war die Fahrspur zu Ende. Das war sehr blöd, denn nun mussten wir das begonnen Wegstück zurück und dann denselben Weg fahren, den wir auf dem Hinweg gekommen waren. Uwe sah uns schon im Stockdunkeln durch den Moremi irren. Daher wurden ab sofort alle Leoparden links und rechts liegen gelassen, um im letzten Sonnenlicht noch viel Strecke zurückzulegen. Zusammen mit dem ohnehin schlechten Untergrund und den engen Büschen war dies sehr anstrengend und zog sich über eineinhalb Stunden hin.
Kurz vor halb sieben (Torschluss ;)) – die Sonne war schon lange untergegangen – erreichten wir wieder unser Camp. Das war ja noch mal gutgegangen. Wir klappten den Camper auf und machten Feuer.
Zum Abendessen grillten wir eine Boerewors und kochten dazu Couscous mit Dosengemüse. Das war zwar nichts Besonderes, aber trotzdem ganz lecker. Mehrmals drehte ein Honigdachs seine Runde über den Platz und kam auch bei uns vorbei. Entweder kletterte er in die offene Mülltonne, oder er versuchte, unter dem Auto hindurch an etwas Essbares zu kommen. Mit unseren Taschenlampen konnten wir ihn aber vertreiben.
Besonderen Spaß hatten wir wieder mit unseren Campnachbarn. Auf der einen Seite stand die Gruppe mit 17 Leuten, die bereits ihre Zelte aufgebaut hatte und zunächst recht ruhig wirkten. Die heute neu eingetroffene Gruppe auf der anderen Seite zählte 25 Köpfe mit 13 Kindern und Teenagern, die in ihrem Lager zwei Fußballtore aufgebaut hatten und ohne Pause herumschrien. Als gegen 21 Uhr die Kinder endlich in ihren Zelten verschwanden, wurde die Gruppe auf der anderen Seite munter. Irgendjemand hatte wohl Geburtstag, und es wurde gesungen und gegrölt. In der Summe konnten wir die uns umgebende Natur mit ihren Geräuschen zu keiner Zeit wahrnehmen, geschweige denn genießen. Ständig schrie, sang oder lachte lautstark jemand in der Nachbarschaft. Es fiel uns wirklich schwer, tolerant für die Freuden der anderen zu sein und Verständnis für derartiges Verhalten aufzubringen. Wir fragen uns, warum diese Leute überhaupt hierhin kommen. Passenderweise grölten sie gerade von Abba: Thank you for the music. Nein. Wirklich nicht.
Meine Güte, Ruth und Uwe, das Gruppenreiseerlebnis hätte uns gründlichst die gute Laune verdorben Warum fahren diese Leute dorthin? Party machen? Wir fassen es nicht! Mitfühlende Grüße CuF
franzicke2'085 Beiträge · seit 201218. Jan. 2024 · #155
OMG - das hätte ich glaub nicht ertragen. Aber ich seh schon auch, dass man letztlich nichts ausrichten kann, wenn man da mal vorstellig wird, nachdem die Gruppendynamik Fahrt aufgenommen hat. Dabei hat der Tag so schön angefangen - Löwen im schönsten Morgenlicht. Da müssen dann eben ein paar weniger Fotos genügen 😎 Ich freu mich übrigens wirklich sehr über jedes weitere Kapitel, das da kommt. Und es kommen ja noch ein paar ... Liebe Grüße aus dem südafrikanischen Sommer Ingrid
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201421. Jan. 2024 · #156
Hallo Ruth und Uwe, unterschiedlicher können eure Erlebnisse auf den Campsites kaum sein. Auf der einen schleicht lautlos ein Leo herum und auf der anderen grölen lauthals zweibeinige Gestalten. Ich möchte einfach Ernest Hemingway an dieser Stelle zitieren „Katzen erreichen mühelos was Menschen versagt bleibt : durchs Leben gehen, ohne Lärm zu machen.“ So gesehen, take it easy 😄 Lieben Gruß Ingrid
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200621. Jan. 2024 · #157
@CuF:
Warum fahren diese Leute dorthin?
Das haben wir uns auch gefragt. Offensichtlich nicht wegen des Naturerlebnisses. Es darf ja auch jeder seine eigenen Motive haben, aber diese Geräuschkulisse war einfach kaum zu ertragen.
@Ingrid (franzicke): Ja, da hätten wir vermutlich nichts erreichen können. Vielen Dank, dass du weiter dabei bist und liebe Grüße nach Südafrika.
@Ingrid (Tinochika): Vielen Dank für das schöne Zitat. "Take it easy" hat an diesem ersten Abend noch einigermaßen funktioniert. Es sollten aber leider weitere folgen. 🙁
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Jan. 2024 · #158
Tag 21 – Mittwoch, 12. Juli – Gamedrivestand – Bleiben und Warten
South Gate, Moremi
Unser Wecker holte uns um sechs Uhr aus dem Schlaf. Das fühlte sich schon noch recht früh an, da wir nicht besonders gut geschlafen hatten. Mehrfach waren wir aufgewacht, da ein Honigdachs in unsere Mülltonne geklettert war und darin herumgewühlt und rumort hatte. Unsere rücksichtsvollen Nachbarn hatten ihren Müll in unserer Tonne entsorgt und anscheinend allerhand Leckeres für die Dachse hinein gepackt. Aber der Sonnenaufgang ließ sich nicht aufhalten. In den Nachbarcamps war es noch relativ ruhig, und so freuten wir uns am Geschnatter der Frankoline und dem Glucksen der Tokos. Nach einer kurzen Toilette und einem schnellen Kaffee oder Tee auf die Hand klappten wir Bett und Dach nach unten, befestigten die Verschlüsse, verstauten jedes Ding an seinem Platz und starteten den Motor. Unser Plan war, die Flucht zu ergreifen und möglichst wenig Zeit im Camp zu verbringen. Um 7 Uhr waren wir startklar.
Nun ging es auf der Hauptpiste Richtung Third Bridge. Wir fuhren einige Kilometer weiter als gestern Abend und bogen dann nach Süden in den Bereich der Xini Lagoons ab. Sofort öffnete sich die Landschaft, und weite Felder mit gelbem Gras lagen vor uns. Zunächst fanden wir kein Wasser, alles war sehr trocken. Plötzlich entdeckte Ruth eine einzelne Löwin in weiter Entfernung.
Sie bewegte sich langsam über die Grasebene und lief dabei schräg in unsere Richtung. Durch die offene Landschaft hatten wir einen guten Überblick und suchten nach einer Fahrspur, die uns möglichst nah an das Tier heranführte. Und wir hatten Glück. In einem weiten Bogen führte eine etwas weniger ausgefahrene Spur, die von der Pad abzweigte, direkt an dem kleinen Hügel entlang, auf den sich die Katze etwas erhöht ins Gras gelegt hatte. Wir standen nur wenige Meter neben ihr.
Weit und breit war kein anderes Fahrzeug zu sehen. Ab und zu ließ die Löwin den Ansatz eines Brüllens hören, oder war es ein leises Rufen? Sie wirkte ein wenig unruhig und ließ ihren Blick immer wieder über die Ebene schweifen. Ob sie ihr Rudel oder ihre Jungen rief, konnten wir nicht beurteilen.
Nach etwa 10 Minuten stand sie auf und lief zielstrebig davon. Wir wendeten und fuhren in demselben Bogen, den wir gekommen waren, wieder zurück. Unsere Annahme erwies sich als richtig, denn sie behielt in etwa ihre Laufrichtung bei, und so konnten wir zweimal auf sie warten, wenn sie nach einer Weile durch das hohe Gras direkt auf uns zukam.
So gut es auf den vorhandenen Wegen möglich war, versuchten wir, ihr zu folgen.
Eine Zeit lang klappte das, dann verschwand sie in einem Waldstück, in das wir ihr nicht mehr folgen konnten und wollten. Wir hatten sie ein ganzes Stück begleiten dürfen und waren überglücklich. Sehr zufrieden fuhren wir um die nächste Kurve und entdeckten mehrere Giraffen. Die meisten fraßen die letzten Blättchen an einem dornigen Gestrüpp.
Zwei von ihnen hielten sich aber ein wenig abseits und waren mit ganz anderen, jedoch mindestens genau so wichtigen Dingen beschäftigt.
Das fanden wir natürlich spannend. Und selbst die Zebras hielten kurz inne und sahen dem Spektakel zu.
Der Giraffen-Bulle schmuste eine wenig mit seiner Auserwählten, bevor er sie kurz mit den Vorderbeinen antippte und anschließend umständlich versuchte, sich in die richtige Position zu bringen und sie zu erklimmen.
Sowohl wir als auch die Zebras wollten nicht weiter stören und zogen bald weiter.
Gabelracke
Wir fuhren immer tiefer ins Gebiet der Xini-Lagoons, bis wir an einer Stelle etwas Wasser fanden. Es war kein See mehr, sondern nur noch kleine Tümpel mit Rinnsalen dazwischen. Aber es reichte, um einige Antilopen und Reiher anzulocken.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Jan. 2024 · #159
Und auf der trockenen Ebene daneben lagen – wer hätte es gedacht – einige Löwen. Das Rudel bestand zunächst aus sieben Tieren, drei Männchen und vier Weibchen, die dort lagen und schliefen. Wir stellten uns in einiger Entfernung auf und beobachteten.
Als sich nach einiger Zeit nichts tat, fuhren wir noch ein paar hundert Meter weiter. Hinter einem kleinen Hügel entdeckten wir noch einen weiteren Mähnenlöwen, der wohl auch zum Rudel gehörte.
Wind- und ein wenig sonnengeschützt hatte er sich in den Schatten einer etwas höheren Graskante gelegt. Da der Weg unmittelbar am Hügel vorbeiführte, positionierten wir uns in der Nähe und warteten ab, was wohl passieren würde. Um es vorweg zu nehmen, es war nicht viel. Ab und an hob er mal den Kopf, um zu sehen, ob sein Rudel noch da war. Alles unverändert.
Wir warteten. Dann mal sehen, ob wir noch da waren.
Auch alles unverändert. Mittlerweile standen wir hier schon 50 Minuten. Irgendwann musste doch mal etwas passieren. Entweder unser feiner Kater würde zum Rudel oder zum Wasser laufen, oder seine Familie würde sich daran erinnern, dass ein Mitglied fehlte und ihn bei uns direkt am Auto besuchen kommen. So dachten wir. Die Realität sah ein wenig anders aus. Der König neben uns schaute kurz auf, als es ein anderes Gamdrive-Fahrzeug nicht ganz so genau mit den Wegen nahm und querfeldein über die trockene Pfanne zum Rudel holperte.
Danach streckte er seine riesigen Vorderpfoten, um sein Bettchen zurechtzurücken und rollte sich gemütlich in seine Schlafkuhle ein. Die dabei entstehenden Fellfalten sahen so aus, als hätte er seinen Mantel zwei Nummern zu groß gekauft. Rasch war klar, dass es das mit aller Aktivität für die nächste Zeit wieder gewesen sein sollte.
So blieb uns nur, weiter zu warten. Denn die Stunde, die wir hier bereits verbracht hatten, sollte ja nicht vergebens sein. Auf keinen Fall wollten wir den Moment verpassen, in dem die Löwen ihre Stellung wechseln würden. Das sagten wir uns dann nach einer Stunde, nach zweien und nach drei Stunden erst recht noch … Obwohl natürlich jeder weiß, dass Katzen tagsüber nicht besonders aktiv sind, würden wir schon sehen, wer den längeren Atem hatte. Der Entschluss war gefasst. Warum in der Gegend herumfahren, wenn die Löwen vor der Nase lagen? Wir wollten den Moment erleben, in dem die Löwen aufstanden und sich bewegten. Also blieben wir. Und warteten.
Auch um 11 Uhr war draußen alles noch unverändert.
Mittlerweile kannten wir jeden Kratzer und jedes Barthaar auf der Löwennase mit Namen. Eindruck machte das nur wenig.
Auch im Auto blieb alles unverändert. Nun ja, fast. Mittlerweile hatte uns der Hunger gepackt, und wir verspeisten ein paar Kekse, Brot und Landjäger mit Senf.
Ansonsten vertrieben wir uns die Zeit mit lesen. Doch eine halbe Stunde später versprach es plötzlich spannend zu werden. Von links näherte sich völlig arglos ein einzelnes, lebensmüdes Warzenschwein. Ohne die Löwen zu bemerken, marschierte es mit hoch erhobenem Schwanz mitten in das schlafende Rudel hinein. Als eine Löwin den Kopf hob, bemerkte das Schwein seine prekäre Lage und machte wie im Zeichentrick einen erschrockenen Satz in die Luft. Wir mussten lachen, doch dem armen Schwein war weniger danach zumute. Wie von der Tarantel gestochen flitzte es im Zickzack um die herumliegenden Löwen, schlug einen Haken und suchte Staub aufwirbelnd sein Heil in der Flucht. Die Löwin, die zu Beginn aufgeschaut hatte, setzte ihm halbherzig nach, brach die Verfolgung aber schnell wieder ab. Da hatte Pumba nochmal Schwein gehabt!
Als das Schwein verschwunden war, kehrte endlich wieder Ruhe ein, und es passierte weiter nichts. Gegen 12.30 Uhr näherten sich weitere Gamedriver. Die Löwen auf der Ebene wurden eifrig fotografiert, den Kater neben uns bemerkte niemand. Hatten wir ihn am Anfang hinter dem hohen Gras ja auch nicht gesehen.
Bald waren wir wieder alleine. Die Leute hatten einfach keine Geduld. Wir eigentlich auch nicht mehr. Aber ihr wisst ja: drei Stunden gewartet und nix passiert, dann wäre ja alles umsonst gewesen! Wir blieben und warteten. Worauf noch gleich? So ganz überzeugt waren wir von unserem Plan mittlerweile nicht mehr. Die Alternative, am Southgate unseren Nachbarn beim Lärm-Machen zuzuhören, war aber noch weniger verlockend. Also blieben wir den ganzen Tag hier an Ort und Stelle und fuhren lediglich zwischen unserem einzelnen Löwen und dem Rudel hin und her. Das waren keine 50 Meter. Zweimal rollten wir sogar ein wenig weiter bis um das nächste Gebüsch herum, da uns die Blase drückte. Sonst machten wir es uns im Auto gemütlich, schauten in die Landschaft, aßen eine Kleinigkeit, lasen und betrachteten die Antilopen am anderen Ende der Pfanne durch unser Fernglas. Gegen 14 Uhr kam eine weitere Familie Warzenschweine zu Besuch. Diese bemerkte die Löwen aber und schlug einen großen Bogen.
Ein paar Leierantilopen grasten in sicherem Abstand. Einmal erhoben sich zwei Löwen sogar, aber nur, um sich dreimal um die eigene Achse zu drehen und dann direkt wieder niederzulassen.
Sonst gab es seitens der Löwen keinerlei Action.
Im Laufe des Tages kamen immer wieder Impalas zum Trinken ans Wasser, weitere Warzenschwein-Familien, Zebras, Leierantilopen und Letschwes. Das höchste der Gefühle war, dass sich die Löwen in Richtung der Vorbeispazierer wandten.
Für einen Angriff waren diese aber viel zu weit entfernt. So hatte sich die Situation gegen 15 Uhr immer noch nicht ausschlaggebend verändert. Wir blieben und warteten, dass irgendetwas geschah.
Unser Mähnenlöwen-Freund fand uns genauso ermüdend wie wir ihn. Zwischenzeitlich hatten wir nacheinander ein wenig gedöst.
Trotzdem genossen wir die Zeit beim Beobachten oder Lesen sehr und fanden es ganz schön, mal nicht durch die Gegend zu juckeln. Es war natürlich sehr angenehm, im Auto auf alles Zugriff zu haben und sich in der Kabine quer legen zu können. Außerdem war ja immer wieder große Abwechslung geboten. Guck, guck! Da steht einer auf!
Um 16:30 Uhr wurde es dann trubelig, als einige Elefanten zum Trinken ans Wasser kamen. Endlich bewegte sich etwas.
Bis Viertel nach Fünf hielten wir durch, bevor wir uns eingestanden, dass sich Geduld nicht immer auszahlen muss. Die Löwen-Party würde heute wohl doch ohne uns stattfinden. Ein schneller Blick durch das Fernglas, und nach nur sieben Stunden gaben wir auf und verabschiedeten uns in Richtung Camp.
Die Strecke zog sich wie erwartet, so dass wir auch wieder erst um viertel nach sechs dort eintrafen. Kurz vor dem Camp blockierte noch eine Elefantenkuh mit ihrem Nachwuchs die Durchfahrt. Wir stellten unser Dach auf und machten Feuer. Eigenes Licht brauchten wir eigentlich nicht. Das Flutlicht unserer Nachbarn überstrahlte den kompletten Platz.
Heute Abend backten wir Pizza. Das war zwar wie immer etwas aufwändig, aber die beiden Pizzen waren auch wieder sehr lecker.
Zwischendurch kam der Camp-Attendent Calvin vorbei und erkundigte sich nach uns. Ihm war aufgefallen, dass wir den ganzen Tag nicht im Camp gewesen waren, und er hatte sich schon Sorgen um uns gemacht. Wir unterhielten uns ein wenig mit ihm und klagten ihm unser Leid über die lauten Gruppen in der Nachbarschaft. Calvin hatte vollstes Verständnis für unsere Lage und bot uns an, nachzusehen, ob wir für morgen doch noch auf eine andere Campsite umziehen könnten. Nachdem wir gespült, den Potije sauber gemacht und alles verstaut hatten, war es auch schon wieder zehn Uhr, und wir kletterten in den Camper.
Sadie1'835 Beiträge · seit 201522. Jan. 2024 · #160
Liebe Muckels, Während dem Lesen und Bilder gucken musste ich immer wieder schmunzeln. Wir lustig habt ihr diese “langweilige” Warterei auf aktive Löwen in Wort festgehalten. Man denkt sich es wird gleich was passieren, oder eben dann doch wenig bis nichts. Aber, wie spanned ist es doch sich neben Löwen in freier Wildbahn zu stellen und zu beobachten was da kommen soll… denn nun zurück im Alltag und Zivilisation gibt es solche Momente eher nie. 😄 Und wie ihr sagt, ist es doch viel wertvoller beim Nichtstun der Löwen zu stehen als neben gröhlenden Campern. Und übrigens gab es ja eine kurze Jagd zu dokumentieren. Uns hat die Xini Lagoon Gegend auch gut gefallen da wir dort auch etwas an aktiven Löwen gesehen haben. Bei euch mehr als einen Monat zuvor, gab es noch mehr Wasser und Elefanten. Im September waren die schon auf andern Wegen und zu mehr Wasser gelaufen. Danke für die gute Unterhaltung!