17.10.2022
Auch diese Nacht wurde es gegen 2 Uhr wieder gewaltig windig. An wenig Schlaf bin ich aber gewöhnt, also alles halb so wild 🙂
Um 6 Uhr starteten wir den Drive. Ab heute sind die Students dran mit dem Fahren. Wirkliches Guiding steht noch nicht auf dem Plan, sie müssen das Briefing am Abend zuvor und morgens im Fahrzeug abhalten und der Instructor stellt bei Sightings dem fahrenden Student Fragen. Nach der Hälfte des Drive gibt es ein kurzes Feedback von allen und anschließend ist der nächste Student dran. Auch sind seit Beginn des Kurses immer 2 Students im Duty Team, müssen also alle wecken, den Tisch decken, Essen präsentieren (außerdem Fragen stellen, erst wer was richtig beantwortet hat, darf sich was vom Essen nehmen), die Cooler-Box für den Sundowner packen usw.
Die Matabele Ants im Tageslicht


Ein Verreaux's Eagle hat sich hier auch aufs Bild geschlichen

Nachdem mir Makuleke die männlichen Kudus schuldig blieb, gab es hier in Tuli sehr viele davon

Namaqua dove


Red-headed Finch Pärchen


Kleine Termiten-Kunde

Kurrichane Thrush

Natal Spurfowl

Die erste Runde des Drives verlief relativ unspektakulär, aber war natürlich trotzdem schön. Irgendwann entdeckte ich dann Elefanten. Seit dem gestrigen Drive, bei dem ich unsere ca. 10 unterschiedlichen Elefantensichtungen als erstes gesichtet hatte (in der Regel waren die auch recht weit enfernt), versucht jeder – auch die Guides – Elefanten vor mir zu sichten. Bisher erfolglos.
In der Breeding Herd war auch ein Baby dabei, gerade mal ein zwei Wochen alt. Äußerst putzig, aber leider nicht sonderlich gut sichtbar zwischen den Büschen und den anderen Elefanten. Als ein anderes Jungtier plötzlich bei der Mutter von dem Baby trinken wollte, wurde es lautstark in seine Schranken gewiesen.



Nach dem Fahrerwechsel entdeckten wir in der Luft kreisende Geier, da wollten wir natürlich nachschauen, was da los ist.




Nach ein bisschen Fahrerei kamen wir der Stelle immer näher, Sox bekam über Funk die Info, dass hier Löwen ein Eland gerissen haben (das machen die hier offenbar häufiger – Büffel gibt es hier keine, weil Viehzucht am Tuli Block angrenzt und sie die Gefahr von Maul und Klauenseuche reduzieren wollten. Und Rhinos sind aus Sicherheitsgründen irgendwann ausgesiedelt worden).


Der Kill lag zwischen Mopanes, aber wir konnten trotzdem gut hinmanövieren. Ein großes Löwenmännchen mit sehr dunkler Mähne lag noch vollgefressen daneben. Nach ca. 5 Minuten entfernte er sich vom Kill, lief tiefer in den Mopanebusch und rief nach seiner Pride.


Die anderen beiden Fahrzeuge von Tuli Wilderness suchten erfolglos nach den Löwen, wir blieben am Kill und warteten darauf, dass die Geier loslegten. Die Geier waren jedoch äußerst schreckhaft und vorsichtig. Wissend, dass der Löwe nicht weit ist, und ohne gute Fluchtmöglichkeiten zwischen den Mopanes, dauerte es echt lange, bis einer zaghaft den Anfang machte. Er als vier Geier am Eland waren und sich die Mägen vollstopften, kamen auch die anderen Geier aus der Umgebung auf den Kadaver gestürzt. Wirklich beeindruckend a) flogen die riesigen Vögel teilweise äußerst dicht über uns um einen Landeplatz zu finden und b) verdrückten sie zusammen echt schnell viel Fleisch.
Achtung: Es folgen jetzt viele Geierbilder (neben den ganzen White-backed Vultures kam später noch ein Cape Vulture dazu)











Da es langsam immer später wurde, fuhren wir wieder los, kurz bevor wir wieder auf dem richtigen Weg waren, zogen wir uns Offroad noch einen Reifenplatzer zu. Zum Glück hatten die Students das ja gerade erst gelernt und somit konnten wir auch echt schnell wieder weiterfahren. Aufregend war es aber auf jeden Fall, schließlich konnten die Löwen noch nicht weit weg sein und die Geier waren auch in unserer Nähe.



Nur hatten wir jetzt kein Ersatzreifen mehr, da ein neuer erst Nachmittags eintreffen sollte, wurde für später ein Walk angekündigt. Nach dem Frühstück gab es die nächste Lecture, Thema diesmal Biomes, also die unterschiedlichen Ökosysteme Südafrikas mit ihren speziellen Eigenschaften.

Bei 30 Grad im Schatten ist mir nen Drive zwar lieber, aber Walks sind immer eine super Sache, auch Nachmittags. Vom Viewing Deck konnten wir sehen, wie Elefanten vorm Eagle Rock waren, so ging es dann um 16 Uhr zu Fuß los Richtung Elefanten. Der Wind stand für uns günstig, große Büsche lieferten uns ausreichend Deckung und wir kamen so recht nah an sie heran, ohne dass sie uns bemerkten. Eine tolle Erfahrung.




Es ging dann am Fuße des Eagle Rock weiter Richtung Fluss. Wir hielten für Tracks, Kudus, Klippspringer und Baboons.
Unser Camp



Kleines Suchbild:

Auflösung:

Die Baboons waren oben auf dem Berg versammelt und machten einen riesigen Radau. Immer wieder gingen ein paar große Männchen näher an eine kleine „Höhle“ heran und immer wieder brach die Gruppe in extrem lautes Geschrei aus. Offenbar ist dort in der Höhle der junge Leopard gewesen und die Baboons nutzten ihre Gelegenheit ihn ordentlich zu mobben. Als weder der junge Leopard sich raustraute, die Baboons sich noch weiter reintrauten und die Mama nicht zur Hilfe auftauchte, gingen wir weiter.


Am Fluss angekommen war dort erneut eine sehr kleine Breeding Herd. Die Mutter grub ein tiefes Loch um dort an frisches Wasser zu gelangen. Wirklich toll sowas auf Eye-Level zu sehen und zu fotografieren. Nur leider konnte ich nicht noch mehr Fotos machen, aus eigener Dummheit hatte ich vergessen einen Ersatzakku einzupacken und der Akku in der Kamera ging flott auf die 0% zu. Das passiert mir auch nicht noch ein mal.







Bei untergehender Sonne erreichten wir dann wieder das Camp. Ein wirklich toller Walk in Campnähe. Und vorallem hatte ich in den 2 Stunden Walk vermutlich so viele Tiere gesehen, wie in allen vorherigen Walks zusammen.


Um 20 Uhr gingen dann auch schon wieder alle in ihre Zelte, es sollte eine windstille Nacht werden.
Auch diese Nacht wurde es gegen 2 Uhr wieder gewaltig windig. An wenig Schlaf bin ich aber gewöhnt, also alles halb so wild 🙂
Um 6 Uhr starteten wir den Drive. Ab heute sind die Students dran mit dem Fahren. Wirkliches Guiding steht noch nicht auf dem Plan, sie müssen das Briefing am Abend zuvor und morgens im Fahrzeug abhalten und der Instructor stellt bei Sightings dem fahrenden Student Fragen. Nach der Hälfte des Drive gibt es ein kurzes Feedback von allen und anschließend ist der nächste Student dran. Auch sind seit Beginn des Kurses immer 2 Students im Duty Team, müssen also alle wecken, den Tisch decken, Essen präsentieren (außerdem Fragen stellen, erst wer was richtig beantwortet hat, darf sich was vom Essen nehmen), die Cooler-Box für den Sundowner packen usw.
Die Matabele Ants im Tageslicht
Ein Verreaux's Eagle hat sich hier auch aufs Bild geschlichen
Nachdem mir Makuleke die männlichen Kudus schuldig blieb, gab es hier in Tuli sehr viele davon
Namaqua dove
Red-headed Finch Pärchen
Kleine Termiten-Kunde
Kurrichane Thrush
Natal Spurfowl
Die erste Runde des Drives verlief relativ unspektakulär, aber war natürlich trotzdem schön. Irgendwann entdeckte ich dann Elefanten. Seit dem gestrigen Drive, bei dem ich unsere ca. 10 unterschiedlichen Elefantensichtungen als erstes gesichtet hatte (in der Regel waren die auch recht weit enfernt), versucht jeder – auch die Guides – Elefanten vor mir zu sichten. Bisher erfolglos.
In der Breeding Herd war auch ein Baby dabei, gerade mal ein zwei Wochen alt. Äußerst putzig, aber leider nicht sonderlich gut sichtbar zwischen den Büschen und den anderen Elefanten. Als ein anderes Jungtier plötzlich bei der Mutter von dem Baby trinken wollte, wurde es lautstark in seine Schranken gewiesen.
Nach dem Fahrerwechsel entdeckten wir in der Luft kreisende Geier, da wollten wir natürlich nachschauen, was da los ist.
Nach ein bisschen Fahrerei kamen wir der Stelle immer näher, Sox bekam über Funk die Info, dass hier Löwen ein Eland gerissen haben (das machen die hier offenbar häufiger – Büffel gibt es hier keine, weil Viehzucht am Tuli Block angrenzt und sie die Gefahr von Maul und Klauenseuche reduzieren wollten. Und Rhinos sind aus Sicherheitsgründen irgendwann ausgesiedelt worden).
Der Kill lag zwischen Mopanes, aber wir konnten trotzdem gut hinmanövieren. Ein großes Löwenmännchen mit sehr dunkler Mähne lag noch vollgefressen daneben. Nach ca. 5 Minuten entfernte er sich vom Kill, lief tiefer in den Mopanebusch und rief nach seiner Pride.
Die anderen beiden Fahrzeuge von Tuli Wilderness suchten erfolglos nach den Löwen, wir blieben am Kill und warteten darauf, dass die Geier loslegten. Die Geier waren jedoch äußerst schreckhaft und vorsichtig. Wissend, dass der Löwe nicht weit ist, und ohne gute Fluchtmöglichkeiten zwischen den Mopanes, dauerte es echt lange, bis einer zaghaft den Anfang machte. Er als vier Geier am Eland waren und sich die Mägen vollstopften, kamen auch die anderen Geier aus der Umgebung auf den Kadaver gestürzt. Wirklich beeindruckend a) flogen die riesigen Vögel teilweise äußerst dicht über uns um einen Landeplatz zu finden und b) verdrückten sie zusammen echt schnell viel Fleisch.
Achtung: Es folgen jetzt viele Geierbilder (neben den ganzen White-backed Vultures kam später noch ein Cape Vulture dazu)
Da es langsam immer später wurde, fuhren wir wieder los, kurz bevor wir wieder auf dem richtigen Weg waren, zogen wir uns Offroad noch einen Reifenplatzer zu. Zum Glück hatten die Students das ja gerade erst gelernt und somit konnten wir auch echt schnell wieder weiterfahren. Aufregend war es aber auf jeden Fall, schließlich konnten die Löwen noch nicht weit weg sein und die Geier waren auch in unserer Nähe.
Nur hatten wir jetzt kein Ersatzreifen mehr, da ein neuer erst Nachmittags eintreffen sollte, wurde für später ein Walk angekündigt. Nach dem Frühstück gab es die nächste Lecture, Thema diesmal Biomes, also die unterschiedlichen Ökosysteme Südafrikas mit ihren speziellen Eigenschaften.
Bei 30 Grad im Schatten ist mir nen Drive zwar lieber, aber Walks sind immer eine super Sache, auch Nachmittags. Vom Viewing Deck konnten wir sehen, wie Elefanten vorm Eagle Rock waren, so ging es dann um 16 Uhr zu Fuß los Richtung Elefanten. Der Wind stand für uns günstig, große Büsche lieferten uns ausreichend Deckung und wir kamen so recht nah an sie heran, ohne dass sie uns bemerkten. Eine tolle Erfahrung.
Es ging dann am Fuße des Eagle Rock weiter Richtung Fluss. Wir hielten für Tracks, Kudus, Klippspringer und Baboons.
Unser Camp
Kleines Suchbild:
Auflösung:
Die Baboons waren oben auf dem Berg versammelt und machten einen riesigen Radau. Immer wieder gingen ein paar große Männchen näher an eine kleine „Höhle“ heran und immer wieder brach die Gruppe in extrem lautes Geschrei aus. Offenbar ist dort in der Höhle der junge Leopard gewesen und die Baboons nutzten ihre Gelegenheit ihn ordentlich zu mobben. Als weder der junge Leopard sich raustraute, die Baboons sich noch weiter reintrauten und die Mama nicht zur Hilfe auftauchte, gingen wir weiter.
Am Fluss angekommen war dort erneut eine sehr kleine Breeding Herd. Die Mutter grub ein tiefes Loch um dort an frisches Wasser zu gelangen. Wirklich toll sowas auf Eye-Level zu sehen und zu fotografieren. Nur leider konnte ich nicht noch mehr Fotos machen, aus eigener Dummheit hatte ich vergessen einen Ersatzakku einzupacken und der Akku in der Kamera ging flott auf die 0% zu. Das passiert mir auch nicht noch ein mal.
Bei untergehender Sonne erreichten wir dann wieder das Camp. Ein wirklich toller Walk in Campnähe. Und vorallem hatte ich in den 2 Stunden Walk vermutlich so viele Tiere gesehen, wie in allen vorherigen Walks zusammen.
Um 20 Uhr gingen dann auch schon wieder alle in ihre Zelte, es sollte eine windstille Nacht werden.


