Eine Woche am selben Ort

Reisebericht 74 Antworten · 13,6k Aufrufe · gestartet 28. Dez. 2021 von rik m.
1'166 Beiträge · seit 201709. Jan. 2022 · #41
binca75 schrieb:
Deine Erdmännchenbilder finde ich ganz besonders großartig... 🤩
😁 Dem kann ich mich nur anschließen. Rest gefällt auch wieder, aber die sind schon sehr cool.


Gruß,
Robin
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Themenstarter608 Beiträge · seit 202011. Jan. 2022 · #42
Danke, Robin, für die Rückmeldung zu den Fotos! 🙂


2.11. (Fs)

Ich verbrachte ein wenig Zeit am Pool, allerdings nicht im Pool. Gerda meinte, er sei ziemlich kalt, und da ich mich ohnehin aus Pools nichts mache, blieb ich lieber draußen in der Hitze. Warum ich dann am Pool war, hat den Grund, dass dort „Tom“ unterwegs war. Ich glaube, so hieß er. Tom ist dieses Tier: Ich hatte so eine Echse noch nie gesehen. Zuhause wohnen Zauneidechsen in meinem Garten, die in ihrer grünlichen Färbung natürlich auch sehr schön sind. Aber den knallgelben Kopf fand ich faszinierend. Trotz seiner Größe war Tom leider sehr scheu. Ich weiß nicht, wie lange wir das Versteckspiel durchzogen; jedenfalls zog ich den Kürzeren, weil ich mich einfach nicht so weit nähern konnte, dass ich ihn so groß und scharf hätte ablichten können, wie ich wollte. Er verkroch sich ab einer gewissen Nähe meinerseits immer in den Felsspalten. Trotzdem war es eine nette Begegnung, die wir in den nächsten Tagen noch intensivieren sollten.

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Neue Gäste kamen und nutzen den Pool so, wie er zu nutzen war. Ich hingegen schwang mich aufs Rad und besuchte Camp Gecko. Schon viel davon gehört, wollte ich sehen, wie es dort ist. Gerda und Niekie hatten mich angekündigt, so wussten die beiden neuen Betreiber Anna und Björn Bescheid und nach einer kurzen Begrüßung radelte ich ein wenig am Gelände herum. Die Aussicht ist natürlich genial!

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Aber fürs Campen braucht es einfach 2 Personen, für mich alleine wäre das nichts. Beim Zurückfahren begegnete ich diesem großen Truthahn. Da er seine Dame mit Kindern begleitete, wusste ich nicht, wie aggressiv er ist und war auf Abstand Bedacht.

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Zurück beim Rezeptionsgebäude trank ich ein Bier mit den beiden und plauderte über ihre Erfahrungen und Beweggründe, hier das Camp zu betreiben. Dann strampelte ich wieder zurück. Insgesamt begegnete mir nur einmal ein Auto; die D 1275 selbst war im besten Zustand.

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Heute verzichtete ich auf den alkoholischen Sundowner und streifte stattdessen bis unmittelbar vor dem Abendessen mit der Kamera draußen herum.

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2'191 Beiträge · seit 201611. Jan. 2022 · #43
Hallo Rik,

danke für die tollen Bilder. Wie lässt es sich denn auf den Sandstraßen mit einem Fahrrad fahren? Ich kann mir das nur bedingt vorstellen.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter608 Beiträge · seit 202011. Jan. 2022 · #45
Gabi-Muc schrieb:Wie lässt es sich denn auf den Sandstraßen mit einem Fahrrad fahren?
Das Rad hatte extra breite, dicke Reifen. Das ging gut. Letztes Jahr hatte ich in Klein Aus Vista ein "normales" Mountainbike ausgeliehen, damit konnte ich im Sand und auch auf den Pisten kaum fahren. Aber jetzt mit diesen speziellen Reifen fiel mir das Fahren ziemlich leicht, je schneller Du fährst, umso besser. Ich hatte nur dann Probleme, wenn ich im tieferen Gelände zu langsam war oder wieder anfahren musste. Das Rad ist ja extrem schwer und der Motor greift erst unterstützend ein, wenn das Rad schon in Bewegung ist. So musste ich mich an weichen Stellen oder wenn es bergauf ging, manchmal schon arg plagen, bis ich wieder in Schwung kam.
2'191 Beiträge · seit 201611. Jan. 2022 · #46
Oh je, das wäre wahrscheinlich nichts für mich.

War das denn ein E-Bike?

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter608 Beiträge · seit 202013. Jan. 2022 · #47
Gabi-Muc schrieb:Oh je, das wäre wahrscheinlich nichts für mich.
War das denn ein E-Bike?
ja!
Themenstarter608 Beiträge · seit 202013. Jan. 2022 · #48
3.11.

Der Wecker klingelte früh. Heute stand etwas besonderes am „Programm“. Gerda und Niekie haben eine Wüstenwanderung mit einem Guide für mich organisiert. Die Tour war zwar sehr teuer (2500 ND), weil ich mit dem Führer alleine unterwegs war und ließ mich erst zögern, ob ich das schon machen soll, aber im Nachhinein betrachtet, war es die richtige Entscheidung. Es war einfach total informativ und landschaftlich umwerfend schön.

Der Guide nennt sich „bushman“ und hat vor vielen Jahren seinen Beruf in der Versicherungsbranche an den Nagel gehängt – und seine Schuhe dazu. Sie hängen heute noch an der Einfahrt zu seinem Grund. Mittlerweile hängen auch die Schuhe seiner Frau und der Kinder dort. Die gekaufte Farm hat er zu einem Camp für Selbstversorger umgebaut und bietet u.a. eben auch solche Wanderungen an.

Niekie hat mich hingebracht und vor 7 starteten wir die Wanderung im Niemandsland zwischen Straße, Rostock Ritz und bushmans Land. Immer wieder blieben wir bei Spuren oder sonstigen Auffälligkeiten stehen. Ich bekam Erklärungen zu den Tieren, zum Sand, zum Wind, zum Regen (der, wenn er in großen Mengen fällt, der Wüste schadet) und vielem mehr. All das hier niederzuschreiben, würde zu weit führen.

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Wir stiegen auf Dünen und folgten in der Ebene den Tierspuren. Irgendwann erreichten wir den Zaun und somit den Besitz von bushman.

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Gegen Ende der Wanderung stiegen wir auf „Zeugenberg“, der eine umwerfende Rundum-Aussicht bot. So nah und deutlich sah ich das Flubeet des Ubib, in dem ich bei meiner letzten Reise von Rostock Ritz aus gewandert war und die rostige Schrottkarre, die ich neulich in der Rätselecke eingestellt habe, entdeckt hatte. Außerdem hatte ich in diesem Flussbett eine Schote mit Samen vom Anabaum aufgelesen. Letztes Frühjahr habe ich einen Samen in die Erde gesteckt – und es ist kaum zu glauben, aber die Pflanze ist jetzt schon über 30 cm hoch. Das sah ich, dann die verschiedenen Bergketten. Auch die komischen Iglus von RR hatte ich zu Beginn der Wanderung ausmachen können. Zur anderen Richtung hin sah ich die große Bergkette der Randstufe, und die kleine Bergkette, hinter der Barkhan lag.

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Nach dem Abstieg von diesem Berg folgten wir dann ein Stückchen einem anderen Fluss, der bei Camp Gecko entspringt und hier in den Ubib fließt, und gelangten dann zu bushmans Camp. Es war gegen 13 Uhr und richtig schön heiß; die Wanderung war für mich anstrengend gewesen, aber die wunderbaren Eindrücke, die Ruhe und Weite haben mich total mit Energie gefüllt. Gerda wartete schon auf mich und brachte mich wieder nach Barkhan.
1'166 Beiträge · seit 201714. Jan. 2022 · #49
Diese Wüstentour ist eine tolle Erfahrung. Nur einen kurzen Morgen lang, waren wir mal bei einer Übernachtung mit einem Guide am Rande der Namib zu Fuß unterwegs. Ich fand' das auch super spannend, wenn er einem die Spuren erklärt, egal ob tanzende Spinnen (die nicht ausgegraben wurden, aber die Spuren um den Bau herum erklärt) oder Wüstenmäuse dessen Spuren man am schleifenden Puschelschwanz erkennt, denn sie nachziehen. 😁

Einfach toll und ich habe deine Fotos endlich dekodiert... du hast einfach ein tolles Auge für Motiv und Komposition. 😎


Gruß,
Robin
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5'049 Beiträge · seit 201414. Jan. 2022 · #50
Hi Rik,
als "stille Mitleserin" möchte ich mich jetzt doch mal zu Wort melden und mich für deinen tollen Bericht und die super Fotos bedanken. Dein Bericht ist der beste Beweis dafür, dass es einem auch bei einer Woche am gleichen Ort nicht langwilig werden muss!

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2022
37 Beiträge · seit 202114. Jan. 2022 · #51
Je länger der Thread geht, um so besser werden deine Fotos! Ich finde die Bilder atemberaubend schön.

Könntest du dir vorstellen, mir bitte ein paar Fotos in höherer Auflösung zur privaten Nutzung als Bildschirmhintergrund zur Verfügung zu stellen?
Wir hoffen über Ostern ein paar Tage nach Namibia zu dürfen, aber wer weiß schon, was dann los ist. Bis dahin berausche ich mich hier, bis es im Herz weh tut 😉
Themenstarter608 Beiträge · seit 202014. Jan. 2022 · #52
Danke an die stillen Dankesager und noch mehr an die geouteten Kommentatoren. Ich freue mich sehr über euer Interesse an den Bilder und das Lob für Bildgestaltung und Motivauswahl.
@ Konus: Ich schreib Dir am WE eine PN. Habe gerade wenig Zeit.
767 Beiträge · seit 200715. Jan. 2022 · #53
Liebe rik,

nach etlichen still „DANKE-Drücken“ kommt jetzt mal ein lauter Applaus 🤩 für die traumhaft schönen Landschftsaufnahmen.
Wenn ich da so gerade bei mir aus dem Fenster in den dichten Nebel blicke…. 😵
Deine Fotos bringen mir etwas namibische Sonne und Wärme in die „Stubb“
😘
Da hast Du Dir echt eine wunderschöne Ecke Namibias ausgesucht und ich glaube, ich könnte es da auch länger am Stück aushalten.

Liebe Grüße aus Heidelberg
Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Themenstarter608 Beiträge · seit 202015. Jan. 2022 · #54
@ Simone : Danke für den Applaus. Die letzten Bilder waren wohl auch die Foto-Highlights dieser Reise. 🙂 Bei uns ist es heute auch wieder neblig gewesen - und im Oktober war es auch schon so, was letztendlich ausschlaggebend war für meine spontane Reiseentscheidung!
Themenstarter608 Beiträge · seit 202015. Jan. 2022 · #55
3.11. (Fs)

Den Nachmittag verbrachte ich am Pool bzw. mit weiteren Versuchen eines Rendezvous mit Tom oder bei den Erdmännchen.

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Abends nahm ich die Möglichkeit zu einer Sundowner-Fahrt wahr, die die anderen Gäste angefragt hatten. Niekie chauffierte uns im offenen Wagen auf das Gelände jenseits der Straße. Tiere sahen wir leider keine, dafür einen total kahlen Baum mit einem riiiiieeesigen Nest.

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Niekie fuhr zu einer Stelle, wo ein kleiner "Steintisch" die Möglichkeit bot, die Getränke zur Auswahl aufzustellen. Ich blieb beim Windhoek Lager; eigentlich hätte ich verzichten sollen, denn mit dem Bier in der Hand konnte ich nicht gut fotographieren oder groß herumgehen. So entstanden nur wenige Bilder. Sehr bald nach Sonnenuntergang verfärbte sich der Himmel und die Umgebung in Rosa-Lila-Pastelltöne. Wir alle standen ganz still da; so konnte ich die Weite und die Stille richtig spüren.

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Danach ging es zurück. Niekie hatten Decken bereit gelegt, es wurde durch den Fahrtwind etwas kühl, aber nicht wirklich kalt. Das Dinner war wieder hervorragend, der Wein auch. Glücklich fiel ich dann ins Bett.
zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2022
Themenstarter608 Beiträge · seit 202016. Jan. 2022 · #56
4.11.

Der letzte volle Tag in dieser wunderbaren Lodge begann. Ich war schon etwas wehmütig. Frühmorgens schnappte ich mir das Rad und fuhr in die Richtung, wo wir den Sundowner hatten. Da aber das Tor zum Gelände auf der anderen Straßenseite logischerweise verschlossen war und das Rad für Wild-Durchlässe im Zaun zu breit war, streifte ich nur zu Fuß ein wenig herum; noch lag die Ebene im Schatten, doch die Berge im Norden strahlten schon.

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Ich fuhr ein wenig auf der Pad Richtung Westen und dort, wo mich schöne Bäume lockten, stieg ich vom Rad, betrat durch die offenen Stellen im Zaun das Gelände und fotographierte. Inzwischen hatte die Sonne die ganze Ebene erreicht.
Als ich die Farmgrenze erreicht hatte, dreht ich um und fuhr zurück in das mir bereits vertraute Terrain. Heute waren erstmals Wolken am Himmel, zumindest Ansätze davon. Das Gras leuchtete im Morgenlicht. Ich suchte weiter nach Bäumen, die ein wenig freier standen.

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Als ich wieder in die Nähe des trockenen Bachbetts kam, wo ich die Melonen gesehen hatte, stellte ich das Rad ab und suchte hier nach weiteren Motiven. Und da entdeckte ich ein Oryx - oder die Überreste davon. Hörner, Schädel mit Zähnen, einige Knochen und wenige Reste vom Fell lagen unter einem Baum, dazwischen wieder Melonen. Ich fand die Szene etwas makaber, schaute mir aber doch alles genau an.

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Die Sonne wanderte höher und ich machte mich auf den Rückweg, genoss die Freiheit, und blickte meist in die Ferne. Doch halt, was war denn da am Weg gelegen? Ich drehte um und sah, dass hier jemand seinen "Schuh" verloren hatte - wahrscheinlich das arme Oryx, dessen andere Überreste ich vorhin betrachtet hatte. Auch hier kannte ich keine Pietät und zückte die Kamera.

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Danach ging es zum Frühstück.
Themenstarter608 Beiträge · seit 202026. Jan. 2022 · #57
Es wird Zeit, dass ich die Reisebericht fertigstelle, leider habe ich gerade kaum Zeit dafür. Ein kleines Stückchen füge ich an:

4.11. (Fs)

Den restlichen Vormittag verbracht ich am Pool - zunächst mit einer Schocknachricht. Vor dem Abflug hatte ich noch eine Übernachtung in Flughafennähe eingebaut, weil ich ein Test brauchte, und ich bekam die Nachricht, dass meine Kreditkarte nicht akzeptiert würde. Nach etlichen Whatsapps hin und her hat das dann doch geklappt und die Übernachtung war gesichert. Dann kümmerte ich mich weitere Dinge, die zu regeln waren, las einen südafrikanischen Krimi und versuchte immer, Tom zu fotographieren. Er selbst zeigte sich weiter scheu, dafür tauchte ein Exemplar mit orangefarbenem Kopf vor.

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Interessant, dass diese Tierchen auch den kleinsten Schatten bevorzugen.

Irgendwann wollte ich mit dem Solar Buggy herumfahren, doch irgendwie ging das Ding nicht. Ich hatte Niekie gebeten, mir die Bedienung zu zeigen, und von daher war ich froh, dass in seiner Gegenwart nichts ging. Er veranlasste gleich, das Gefährt reparieren zu lassen, und ich schnappte mir ein Radund fuhr die inzwischen vertrauten Wege nochmals ab. Immer wieder zogen kleine Wolkenbänder über den Himmel, was der Szenerie ein etwas anderes Aussehen gab. Ich freute mich schon auf den Abend, wo ich nochmals auf den Hausberg steigen und dort den Sonnenuntergang betrachten wollte. Aber zuerst war noch Nachmittag:

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Themenstarter608 Beiträge · seit 202027. Jan. 2022 · #58
4.11. (Fs)

Als der Nachmittag sich dem Ende neigte, stieg ich wieder auf den Hausberg. Mit den Wolken wirkte alles anders. Es gab nah und fern Schatten, mal hier, mal da, schnell im Wechsel, und ebenso gab es beleuchtete Stellen, großflächig oder nur ein schmaler Streifen, der kurz direkt auf die Katiti-Lodge gerichtet war.

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Und die Sonne sank unaufhörlich. Im letzten Moment schien sie ja zu fallen, so schnell ging es auf einmal.

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Welch ein Schauspiel! Und dann stand ich da, alles färbte sich pastellartig rosa-violett, und staunte, dass der Tag und der Urlaub schon wieder vorbei waren. Ich musste mich losreißen, weil ja das Abendessen wartete. Andererseits gab es noch so viel zu sehen - der Abschied fiel schwer.

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zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2022
796 Beiträge · seit 201528. Jan. 2022 · #59
Hallo Rik,

toll. Super toll.

Danke für die Bilder. Deine Fotos und deine Worte erzeugen Gänsehaut bei mir. Du siehst dieses wunderbare Land durch die richtigen Augen und hast noch die Gabe, dies in deinen Fotos festzuhalten.

Grüße
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
4'382 Beiträge · seit 201529. Jan. 2022 · #60
Liebe rik m.,
ich kann mich Markus Worten nur anschließen.
Beim Anschauen Deiner Fotos habe ich mich oft gefragt, warum einen diese Landschaft so fasziniert, warum man sich so hineinziehen lässt. Ich glaube beinahe, dass einem dort die eigene Bedeutungslosigkeit bewußt wird angesichts der unendlichen Weite und der - ich kann’s nicht anders sagen - erbarmungslosen Gleichgültigkeit, die sie uns - zu Recht - entgegenbringt. Nur wer sich ihr anpassen kann, hat eine Chance.
Ich bedauere sehr, dass Deine Zeit dort vorbei ist!
Vielen Dank!
Schöne Grüße
Friederike
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